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zollvorsteher, eis, insel, tot

 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Dichte Weite 05/2015
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crim
Geschlecht:männlichsex, crim & rock'n'roll


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Wohnort: Wiesbaden/München
Die lange Johanne in Gold Lezepo 2015
Pokapro und Lezepo 2014 Pokapro VII & Lezepo V



BeitragVerfasst am: 26.05.2015 09:08    Titel: zollvorsteher, eis, insel, tot eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

jetztzeit; eine zelle
kahle weiße wände, keine tür
ein kleines fenster, gitterstäbe dicker
als die schlitze, manchmal streift ein tier
nah an den mauersteinen, draußen
überragt von einem apfelbaum in blüte
das eck heißt kindheit und der blick
verirrt sich selten nur hierher
jetztzeit; eine zelle
hintenraus: ex-exerzierhof
überwuchert und ein hund und eine
pfütze, manchmal springt ein fisch
schnappt nach der zunge, doch
er hat sie nie erwischt
jetztzeit; eine zelle
ritzen dort im putz, die tage bröckeln
und manchmal stöckelt eine frau auf dem asphalt
takte sind es, ticken, wenn es hallt
hinauf bis in die zellentrakte, ticken
manchmal klingt es
wie das nichts, das klicken
eines schusses
leere trommel, leerer lauf
jetztzeit; eine zelle
und die tage sind zerstoßen
weißer staub, gemischt mit spucke
wird es kreide, kreide eine falltür auf dem boden
kreide eine botschaft an der wand
an der andren eine zahl
und vielleicht irgendwann
inmitten dieses tryptichons aus wänden
ein weißer plan auf weißem grund
jetztzeit; eine zelle
risse ziehen linien auf die fläche aus beton
verbindungen innerhalb der einfriedung
und in der mitte vor dem fenster
steht ein stilles metronom
groß wie ein koloss auf einem sockel aus granit
mahnmal, monolith und davor ein leeres grab
voller mäusekot, die köttel formen morsecode:
zollvorsteher, eis, insel, tot
jetztzeit; eine zelle
der blick verengt sich aus dem fenster
dort wo noch brachland liegt, am rand
werden wände sein, sie wachsen
bis ein tunnel bleibt, weiß wie dieser raum
an seinem ende: ein quadrat aus blau
ein wenig sinn und vielleicht vogelflug darin

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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 59
Beiträge: 1819



BeitragVerfasst am: 28.05.2015 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lyriker/in,

dein Gedicht spiegelt für mich Szenarien der Wahrnehmung (in einer Zelle oder vergleichbarer Situation). Es dringen verschiedene Inhalte/Reize von außen nach innen. Dabei handelt es sich lediglich um unterschiedliche Impulse, die sich vielleicht von Tag zu Tag ändern oder variieren.
Die Zeile


Zitat:
jetztzeit; eine zelle


stellt so etwas wie eine Stropheneinteilung her, sie schafft eine rhythmische Wiederkehr, wenn auch in unterschiedlichen Abständen.
Es werden unterschiedliche Stufen einer Entwicklung deutlich. Sie steigern sich über die Beschreibung der Umgebung, die mit der Kindheit assoziiert wird, Exerzierhof, Jugend/Schulzeit, über die Entwicklung der Sexualität (die Frau, die einher stöckelt) die Zeit des Erwachsenen Lebens bis zum Alter (Denkmal, Monolith).
Ich denke, es geht um das Eingesperrtsein das ganze Leben über, der Weg von Gefangenschaft zu Gefangenschaft.
Die Überschrift hat biographischen Anklang. Man kann sich einen Menschen vorstellen, der sein ganzes Leben in so einer Einöde zubringt, die sich wie Gefangenschaft auswirkt.
Die Beschreibungen in den Strophen stellen Nuancen des Lebens her und wirken sinnbildlich auf andere Menschen reflektiert.
Ein rundes Gedicht.

lg Mardii


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Ridickully
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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 28.05.2015 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die nächsten zwei Wochen werde ich wenig Zeit für Computer haben. Deswegen heute noch ein Kurzkommentar von mir.

Ich würde gerne mehr Zeit für dieses Gedicht haben. Die Anspielungen auf den Ort sind mir noch nicht ganz klar.

Der Rhythmus ist wunderbar, und auch sprachlich hat da jemand gezielt gemeißelt und geschnitzt.

Die beiden Schlusszeilen sind wunderschön:


an seinem ende: ein quadrat aus blau
ein wenig sinn und vielleicht vogelflug darin
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Rübenach
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2292



BeitragVerfasst am: 29.05.2015 06:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zollvorsteher Windmotor Oh Otto Eis Limonade Fensterbogen

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"Von Literatur verstehen Autoren so viel wie Vögel von Ornithologie." (Marceel Reich-Ranicki)

„Ist es nicht idiotisch, sieben oder gar acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann?“ (Mark Twain)
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Literättin
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BeitragVerfasst am: 29.05.2015 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe Bilder fast totaler Isolation vor mir, die in der Bildwiederholung der Zelle verschiedene Zeiträume zu skizzieren scheint. Eine gewisse Wirkung erzielt es in der Wiederholung des Verses jetztzeit; eine zelle in mir.

Dennoch erreicht es mich beim ersten lesen nicht wirklich. Der Text wirkt wie die Anweisungen zum Bühnenbild in einem Drama, nur dass das Stück nicht gespielt wird. Und leider verstehe ich die "Requisiten" nicht. Vor allem der Hund, der Fisch und die Pfütze bleiben mir ein Rätsel. Ebenso der Titel, der als Überschrift zwar interessant klingt, sich mir im Inhalt aber überhaupt nicht erschließt.

Der Baum verspricht hier ein wenig Hoffnung. Das leer hallende Stöckeln der vorbeigehenden Frau wirkt brutal (die Schüsse), doch wie gehabt, mich erreichen die Zellenbilder nicht. Die Kindheit ein Knast, der Rest des Lebens eine Kaserne (Exerzierplatz)?

Das Ganze sehr trocken und spröde, vom Klangbild her beim Lesen stockend. Was hier passt, ist diese Sprödheit, die sich in all dem trockenen, brüchigen Zellenweiß wiederfindet.

Was es aber mit der Zeit auf sich hat, ist mir nicht recht klar geworden. Im Vordergrund scheint mir das Thema Isolation und Kaserniertheit zu stehen, während sich die Zeit eher als still stehend herauslese. Und ein Leben, das nicht wirklich stattfindet.

Nach wiederholtem Lesen bleibt allerdings, trotz meiner Kritik oben, etwas haften das mich leise bewegt. Insgesamt erscheint es mir jetzt, mit etwas Abstand, konsequent und in sich stimmig. Ich lass es noch ein wenig wirken.

Und dann entpuppt es sich als eines der Gedichte, die mir am deutlichsten in Erinnerung bleiben und wenn ich es jetzt wieder lese, klingt mir das jetztzeit; eine zelle sehr gehaltvoll nach.
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finis
Autor


Beiträge: 596
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Die lange Johanne in Bronze


BeitragVerfasst am: 29.05.2015 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hi.

Ich werfe mal einen Blick hinein:

Zitat:
jetztzeit; eine zelle
kahle weiße wände, keine tür
ein kleines fenster, gitterstäbe dicker
als die schlitze, manchmal streift ein tier
nah an den mauersteinen, draußen
überragt von einem apfelbaum in blüte
das eck heißt kindheit und der blick
verirrt sich selten nur hierher

Jetztzeit: hat für mich etwas von nicht endender Gegenwart; keine einfache Gegenwart, kein Präsens. Ein ständiges Jetzt, vielleicht Zeit ohne Vergangenheit und Zukunft.
eine zelle: schönes Enjambement hier. Hier meine erste Hypothese zu Deinem Gedicht: Für jede jetztzeit eine Zelle, ein Zeit-Raum.
Es wird mit der Kindheit angefangen, das ist für mich der Hinweis, das Gedicht chronologisch zu lesen.

Zitat:
jetztzeit; eine zelle
hintenraus: ex-exerzierhof
überwuchert und ein hund und eine
pfütze, manchmal springt ein fisch
schnappt nach der zunge, doch
er hat sie nie erwischt

Ein neuer Raum- hintenraus. An dieser Stelle wäre ich fast geneigt, das Gedicht chronologisch rückwärts zu lesen, was nicht zuletzt durch die rückblickende Perspektive noch reizvoller wird, aber nicht zum Rest passen will, zumindest meiner Ansicht nach.
Mir persönlich ist "hintenraus: ex-exerzierhof"  - mal abgesehen von dem denkbar sperrigen Wort - zu abgehackt nach dem knappen vorvers, mein Lesen stockt hier, der ansonsten konstant fließende Ton bricht hier meiner Meinung nach.
Auch die "und"-Häufung, die bloße Aufzählung führt dazu, dass die einzelnen Elemente disparat nebeneinander stehen. Ich frage mich hier auch, wie geschickt die Versbrechungen sind, habe den Text mal laut gelesen und würde vielleicht manche Versbrüche anders setzen.
Für mich springt der Fisch hier aus der Pfütze: überraschendes Lebendigkeitselement in einem ansonsten verlassenen Setting. Das nach der Zunge schnappen ist für mich ein Schnappen nach Sprache, ähnlich wie ein nach Luft ringen.

Zitat:
jetztzeit; eine zelle
ritzen dort im putz, die tage bröckeln
und manchmal stöckelt eine frau auf dem asphalt
takte sind es, ticken, wenn es hallt
hinauf bis in die zellentrakte, ticken
manchmal klingt es
wie das nichts, das klicken
eines schusses
leere trommel, leerer lauf

Nachdem wir im letzten Raum uns in Nachkriegszeit eingeordnet haben - nicht unbedingt Nachkriegszeit im unmittelbaren Sinne. Hier stoße ich den Gedanken der chronologischen Erzählung dann endgültig von mir. "und der blick/ verirrt sich selten nur hierhin" jetzt erst beginne ich es allgemein zu lesen. Die Frau auf dem Asphalt figuriert für mich das verGehen der Zeit. Die Zeit, die mit ungeladenen Waffen schießt: sehr stark.

Zitat:
jetztzeit; eine zelle
und die tage sind zerstoßen
weißer staub, gemischt mit spucke
wird es kreide, kreide eine falltür auf dem boden
kreide eine botschaft an der wand
an der andren eine zahl
und vielleicht irgendwann
inmitten dieses tryptichons aus wänden
ein weißer plan auf weißem grund

hier wieder eine andere Note von Vergänglichkeit: Die Spuren, die sie hinterlässt. Sehr interessant finde ich das mit dem Plan auf weißem Grund. Für mich wäre dieser Plan auf dem Triptychon zu sehen und nicht inmitten. Dann ließen sich die Kreidespuren zu einem Gesamtbild verbinden. Zu einem Triptychon, auf dem zugleich alles und nichts dann zu sehen wäre. Mit dem "inmitten" fällt es mir schwer das Bild zu greifen.

Zitat:
jetztzeit; eine zelle
risse ziehen linien auf die fläche aus beton
verbindungen innerhalb der einfriedung
und in der mitte vor dem fenster
steht ein stilles metronom
groß wie ein koloss auf einem sockel aus granit
mahnmal, monolith und davor ein leeres grab
voller mäusekot, die köttel formen morsecode:
zollvorsteher, eis, insel, tot

"auf einem sockel aus granit: mahnmal, monolith" hätte so ein schöner Binnenreim werden können! Mir gefällt die Asonanz von Mäusekot und Morsecode. Und dann: "zollvorsteher, eis, insel, tot". ich bin ratlos. Mir ist klar, dass die Anfangsbuchstaben Zeit ergeben. Geschenkt. Ansonsten steht das wieder disparat, losgekoppelt von allen anderen Motiven mitten im Gedicht. Rein theoretisch ließe sich das irgendwie sicherlich biegen, aber ich will auch nicht einfach ins Blaue schießen. Was mich stört ist vor allem, dass dieser Vers zentral ist, nicht nur ist ihm der Titel gewidmet, sondern auch die gewissermaßen einzige direkte Rede, wenn man bei dem Morsecode an Nachrichtenübermittlung denkt. Was wollen mir die Mäuse sagen. Ich weiß es nicht.
Das stille Metronom und das leere Grab sind eine schöne und gelungene Rückkopplung nach oben. Die Linien im Beton bieten mir nichts Neues, das mit der Kreide nicht schon gesagt wäre, aber ich mag mich irren.

Zitat:
jetztzeit; eine zelle
der blick verengt sich aus dem fenster
dort wo noch brachland liegt, am rand
werden wände sein, sie wachsen
bis ein tunnel bleibt, weiß wie dieser raum
an seinem ende: ein quadrat aus blau
ein wenig sinn und vielleicht vogelflug darin

Das könnte ein Blick Richtung Zukunft sein. Die Sinnfrage, die sich Raum für Raum wohl neu stellt. Und der Ausblick (im wahrsten Sinne des Wortes), dass die gesamte Zeit in Räume aufgeteilt wird.



Insgesamt gefällt mir das. Da sind einige sehr schöne Bilder und mir gefällt die Arbeit mit Reimen, Asonanzen und Metrik sehr. Was mir ein bisschen fehlt, ist Stringenz: Zum einen in der Perspektive, aber auch was die Motiventwicklung angeht. Auch habe ich bei einigen vielversprechenden Elementen das Gefühl, dass sie ein bisschen am Wegrand stehen, aber noch nicht richtig eingebunden sind. Aber, wie gesagt, insgesamt ein Gedicht mit vielen Stärken, das vielleicht einfach noch ein bisschen Zeit gebraucht hätte.

Sehr gern gelesen. LG.
finis


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Rainer Zufall
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Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 30.05.2015 08:14    Titel: Antworten mit Zitat

Du bist in meinen persönlichen Top-Ten, weil ich dein Gedicht sehr sehr beeindruckend finde. Will aus Zeitgründen keinen weiteren Kommentar hinterlassen.
Viele Grüße von Zufall
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KeTam
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Das goldene Gleis Ei 1
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BeitragVerfasst am: 30.05.2015 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannte(r),

ich werde in diesem Wettbewerb nicht bewerten, will dir aber sagen, dass ich dein Gedicht mehrmals gelesen habe und bestimmt noch öfter lesen werde.

Was soll ich sagen? Vielleicht, dass es einen so schön getragenen Rhythmus hat, dass mich deine Bildsprache anspricht, dass da bei mir was ankommt.

Tja, so sieht das dann aus, wenn ich versuche, in Worte zu fassen, was mir an deinem Gedicht gefällt ... Embarassed Aber ich wollts wenigstens sagen.

Lg, KeTam.


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Gießkanne
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BeitragVerfasst am: 31.05.2015 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schreiberling,
dein Gedicht hat mich nicht vollständig überzeugt.
Der Zusammenhang mit dem Zitat war mir noch nicht ganz klar.
Du hast jedoch abwechslungsreich und interessant geschrieben und dafür gibt es von mir FÜNF Punkte.
Gießkanne


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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 31.05.2015 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir an dem Gedicht so gefällt, dass es ein richtiges Thema hat, eine Aussage und nicht nur mit Allgemeinplätzen versucht, der Aufgabenstellung gerecht zu werden. Sehr ideenreich wird die Knastzeit, die Zeit des Knastes, behandelt. Eine angenehme Sprache macht das Lesen zusätzlich zum Genuss. Die Zeit im Titel: Ich hab sie entdeckt! wink
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Einar Inperson
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BeitragVerfasst am: 01.06.2015 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du, irgendwo in Raum und Zeit,

muss es zwingend ein Zollvorsteher sein? Das Wort sagt mir nichts, selbst googeln hat mich nur überrascht erkennen lassen, dass der Begriff tatsächlich verwendet wird. Oftmals in Verbindung mit einer Funktion im arabischen Raum. Muss ich also an Arabien denken. Arabischer Frühling? Zum Schluss immer noch Hoffnung am Ende des Tunnels, Vögel fliegen. Vielleicht.

Aber ist mit Zoll überhaupt die Behörde gemeint und nicht vielleicht doch die Maßeinheit?

Das Rätsel konnte ich nicht lösen. Und sehr wahrscheinlich ist völlig unnötig, daran festzuhaken. Allerdings hast du den Zollvorsteher gewählt. Und nicht z.B. den Schrankenwärter. Oder hätte es der auch sein können.

Das Gedicht gehört aber zu denen, die ich immer wieder gelesen habe. Immer wieder mit Spannung gelesen habe, immer wieder in diese Stimmung mitgenommen wurde, dieses immer mehr Verfallen in der Enge, dieser Augenblick der Hoffnung zum Schluss.

5 Punkte, die mit dem Zollvorsteher gar nichts zu tun haben.


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Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

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keinort.nirgends
Schreiberassi


Beiträge: 69

Die lange Johanne in Silber


BeitragVerfasst am: 03.06.2015 03:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, dieses Gedicht hat einen sehr intimen und authentischen lyrischen Ton, wie es nur eine Handvoll haben bei diesem Wettbewerb. Außerdem gefällt mir gut, dass hier der Themenname und das Zitat zwar merklich gedanklicher Anstoß waren und auch verarbeitet wurden - der Schreiber sich aber eben nicht zu streng und Wort für Wort daran entlanggehangelt hat. Das meine ich leider bei einigen Texten hier zu beobachten und leider verkleinert sich mir persönlich dadurch schon im Vorfeld der textliche Möglichkeitenraum.

Hier nicht. Ich habe hier eine Handvoll Lesarten, die mir persönlich kohärent und schlüssig sind. Alle umfangreich darzulegen, dafür fehlt mir momentan leider die Zeit. Anstatt einer abgeschlossenen Deutung, mache ich also ein paar Detailanmerkungen:

(1) jetztzeit; eine zelle: Allein der Leitvers eröffnet mir einen großen Möglichkeitenraum. Auffällig ist meiner Meinung zunächst schon mal die Antithese, die hier durchscheint. Jetztzeit, das könnte ein Schlagwort von Verfechtern der mindfulness-Bewegung sein: als Leitbegriff für einen bewussteren und achtsameren Umgang mit dem Hier und Jetzt. Die Jetztzeit zu nutzen: Anstatt sehr abgelenkt fünf Dinge gleichzeitig zu tun, lieber eine Sache wirklich und achtsam tun. Nun wird hier die Jetztzeit zur Zelle transformiert, dieses Phänomen mit seinen eigenen Beschränkungen kontrastiert; in Verbindung mit dem oben Geschrieben könnte das fast schon eine erschütternde und aussichtslos-verzweifelnde Erkenntnis andeuten. Ich stelle mir vor: Wie resignierend es sein muss, im bewussten Umgang mit der gegebenen Zeit festzustellen, wie sehr sie doch eingrenzend, einengend, einsperrend sein kann. Hier spielt vielleicht auch die Erkenntnis eine Rolle, dass doch die persönliche Jetztzeit im Vergleich zur Jetztzeit der Menscheit, der Gegenwart nämlich, dem Holozän eine verschwindend geringe ist. Hier könnte das Wort "Zelle" dann auch eine Umdeutung zu seiner weiteren Bedeutung, eines kleinen lebenden Teilchens, erfahren. Jetzt hole ich einmal weit aus (ich weiß, dass das konstruiert ist): Wenn man menschheits- und erdgeschichtliche Jetztzeit mit dem Holozän gleichsetzte, würde das erstaunlich gut auch zu Max Frischs "Der Mensch erscheint im Holozän" passen. Auch hier: Ein Individuum, das sich von den Grenzen der Natur eingesperrt sieht, und sich isoliert mit der eigenen Erinnerung und dem eigenen Sterben auseinandersetzt. Und am Ende realisiert, dass sein persönliches Gedächtnis doch für die Jetztzeit nichtig ist (adaptiert und etwas schief ausgedrückt). So, ich weiß, dass das weit hergeholt ist, mir ist die Parallele aber trotzdem aufgefallen.
Das alles hole ich mir nur aus dem Leitvers heraus; wohlgemerkt, wenn ich ihn mir gesondert betrachte. Von dem her finde ich, dass das wirklich einer der gelungensten Leitverse bei diesem Wettbewerb ist - weil er auch als eigenständige Entität schon sehr viel in sich bereit hält.

(2) Blick: Zweimal taucht der Blick auf; einmal gegen Anfang, einmal gegen Ende. Gerade dadurch könnte er auch als Klammer fungieren. Allerdings habe ich genau mit diesen beiden Blick-Stellen ein paar Probleme. Bei ersterem, weil: Hier hast du dich schon in einen sehr erfahrbaren und nachfühlbaren Ton eingegroovt und dann kommen mit dem Blick zwei Irritationen. Erstens: "das eck heißt kindheit" - hier wird das ganz konkrete Szenario, das sich mir vorher gebildet hatte, auf eine sehr abstrakte Ebene gehoben, was ich als regelrechten Bruch im bildsprachlichen Duktus erlebe. Und zweitens: "der blick verirrt [...] hierher". Ich habe den Satz mal auf die wesentlichen Attribute für meine zweite Irritation gekürzt: Blick impliziert ja, dass hier irgendeine Person im Spiel ist. Ein Blick an sich ist zwar körperlos, aber eben doch nie ganz körperlos, weil er ja von einem lebenden Wesen geworfen werden muss, um als Blick überhaupt erst zu exisitieren. Gleichzeitig wird er wohl nicht vom sprechenden Subjekt (wer ist das wohl?) und auch nicht vom Subjekt in dieser Zelle (ist da überhaupt eines?) geworfen. Weil: Wäre es das sprechende Subjekt, stände wohl "mein Blick" da; gleichzeitig deutet "verirrt" auch eine gewissen Unbeeinflussbarkeit an und das "hierher" zeigt an, dass der Blick wohl von anderer Stelle aus auf dieses Szenario erfolgt. Zumindest könnte man das rauslesen. Eigentlich stelle ich mir viel eher vor: Da schaut jemand durch das kleine Fenster nach draußen, aber so ganz kommt das auf diese Weise nicht durch. Auf jeden Fall ist das eine Stelle, an der ich hängengeblieben bin, weil es mir hier auf einmal aus dem Konkreten ins Unbestimmte ging.
Die Blick-Irritation am Ende ist geringfügiger: "verengt sich aus dem fenster". Das klingt hier für mich irgendwie schief. Wie kann sich etwas in eine Richtung verengen? "Verengen" deutet ja eigentlich schon eine Richtung an: Etwas verkleinert sich zu seiner eigenen Mitte hin, aber hier wird gleichzeitig noch eine Bewegung nach vorne suggeriert.

(3) Triptychon: Ich finde, das Bild ist ein wenig schief. Wände in einer Zelle wären es von Natur aus ja erst einmal vier, nicht drei. Das Triptychon bezieht sich ja aber wohl auf diese drei Flächen, die genauer bezeichnet werden: mit Falltür, Botschaft und Zahl. Dann sind es zwar drei, allerdings ist eine davon der Boden und keine Wand. Dadurch, dass es mir nicht gleich nachvollziehbar wird, wirkt dann die Verwendung des Wortes "Triptychon" für mich hier aufgesetzt. Und das ist eigentlich schade: Weil an sich passt das Bild schon, finde ich. Ich stelle mir die Bodenfugen sozusagen als Scharniere des Triptychons vor, die beiden Wände wären so die Außenbilder bzw. -klappen und der Boden das Mittelstück. Im Endeffekt produziert mir persönlich nur der Zusatz "triptychons aus wänden" diese Irritation, weil ich automatisch tatsächlich an die Wände denke - und nicht an den Boden. Vielleicht wäre es eine Alternative, einfach nur das Triptychon stehen zu lassen. Oder: Eine Alternative für "aus wänden" zu finden, die in ihrer Ursprungsbedeutung als Oberbegriff sowohl Wände als auch Böden miteinschließt. Oder: Vielleicht bildet sich auch nur bei mir diese Irritation.

Trotzalledem: Das, was ich da jetzt im Detail bekrittelt habe, sind eigentlich auch nur Marginalien. Insgesamt, finde ich, ist das ein interessanter Text, der viel mitbringt und der auf jeden Fall zu den stärksten Texten im Wettbewerb gehört! Bin gespannt auf die Auflösung.

Viele Grüße,
KeinOrt
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Constantine
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Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 04.06.2015 01:20    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour!

Geschickt beschreibst du die Jetztzeit deines LI im Gefängnis, Gesternzeit und Morgenzeit sind spürbar, doch omnipräsent ist die Gegenwart. Toll.
Deine starke Bildsprache und sehr überzeugend dargebrachte Behandlung der Themenvorgaben lassen mich an deinem LI, der "Außenwelt" und ihrem zeitlichen Verlauf außerhalb der Zelle teilhaben.
Rundum gelungen.

Für mich hast du den besten Beitrag verfasst: douze points,

LG,
Constantine
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Lorraine
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Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 04.06.2015 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo smile
Für Analysen und Kommentare ist leider keine Zeit. Alle Texte habe ich mit großem Interesse mehrfach gelesen. Beste Grüße,
Lorraine.
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tronde
Hobbyautor


Beiträge: 405

Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 04.06.2015 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Copy-Paste: Da bin ich altbacken: bei durchgehender Kleinschreibung und fehlender Zeichensetzung muss ich an linksextremistische Bekennerbriefe denken und ärgere mich immer über die Leseerschwernis. Der Inhalt soll mich zum Genau-Lesen zwingen, nicht die Form. Paste-Copy.

Schöne Bilder, aber was mache ich damit? Wahrscheinlich einfach nur genießen. Ich bleibe verloren auf dem Ex-Exerzierplatz.

Grüße
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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4383
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 05.06.2015 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

-


zu   zollvorsteher, eis, insel, tot :

so recht gelingt mir die Bindung von Titel und Text nicht Wink. der Text selbst hat mMn zwei umrandende Teile, die mir sehr gefallen [ sprachlich und inhaltlich – hier sehe ich Kontur, LI’s Gedanken aus seiner quasi empfundenen Tunnelsicht ... in ein Draußen hinaus --------
 ]
 ... und da ist leider ein über_über erzählender mittlerer Teil [müsste mMn sehr entschlackt werden ].

... ticken, wenn es hallt
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zollvorsteher, eis, insel, tot

, quasi ein Nebenast greift in den anderen [ ohne Ende ] ... weicht mir LI’s Blick zu sehr auf,  plappert hier zuviel wahllos rum. / der starke Fokus auf Tod/Ende ist mir ebenfalls zu dröhnig ... wofür hier derart plakatiert? die innere Textlinie hat doch ihre enge/weite_Spur.


Gruß Stimmgabel


-


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Gabel im Mund / nicht so hastig...
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MrPink
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Moderator
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Beiträge: 2803
Wohnort: Oberbayern
Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 05.06.2015 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry,
hab es leider sehr eilig, bin spät dran und überhaupt.. Embarassed

Dein Gedicht hat mich total mitgenommen. Sprache, Bilder, Zeilenumbrüche, Aussage...da passt alles. Gratulation.


MrPink:
twelve Points


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„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
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Zinna
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Wohnort: zwischen Hügeln und Aue...
Das Silberne Pfand Lezepo 2015
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 06.06.2015 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

.
Hallo Inko,

die Zeit war knapp zum schreiben und kommentieren, passt ja zum Thema. Irgendwie.
Ich bitte um Verzeihung, dass  meine Kommentare diesmal besonders kurz ausfallen.

Ein Gefangener. Nicht wertend, warum er sich hier befindet, wie und wovon er gefangen ist/sich fühlt.
Als Leser wohnt man ihm bei. Mich befällt das Gefühl, in eine Todeszelle zu schauen.
Den Ton finde ich gelungen

LG
Zinna


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Wenn alle Stricke reißen, bleibt der Galgen eben leer...
(c) Zinna
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lilli.vostry
Wortschmiedin


Beiträge: 1148
Wohnort: Dresden


BeitragVerfasst am: 06.06.2015 23:27    Titel: aw:Zollvorsteher, eis, Insel, rot Antworten mit Zitat

Hallo,

als ich diesen Text das erste Mal las, war ich mir nicht sicher, ob er zu meinen Favoriten gehören wird.
Nachdem ich nun alles Texte gelesen habe, steht fest: Für mich ist es der Beste in diesem Wettbewerb!

So ungewöhnlich der Titel, so vieldeutig-geheimnisvoll, spannend, atmosphärisch dicht und sprachlich ausdrucksstark ist Dein Text.

Da sitzt jemand in einer Zelle, im Gefängnis oder als Gefangener der Zeit? - schönes Bild und blickt auf sein Leben. Ausgehend von der Jetztzeit werden damalige und heutige prägende Lebensstationen geschickt verwoben, denn Jetzt ist immer der Moment, der gerade ist.
Die Monotonie, quälende Leere und Zeit, die scheinbar still steht, werden greifbar nahe.
Erst dachte ich, der Text tritt etwas zu sehr auf der Stelle, doch es passt zur erzeugten Stimmung und Aussage. Und um so schöner, wirkungsvoller dann die Schlusszeile mit dem blauen Fleck und Vogelflug ins Freie, in eine andere Zeit...

Ich gebe Dir 12 Punkte!

Viele Grüße,
Lilli


_________________
Wer schreibt, bleibt und lebt intensiver
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Lionne
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Ei 8


BeitragVerfasst am: 07.06.2015 11:27    Titel: Re: zollvorsteher, eis, insel, tot Antworten mit Zitat

Die Zeit läuft mir davon und Punkte habe ich auch fast keine mehr zu vergeben ... tut mir leid.

Hier stecken ein paar schöne Bilder drin. Die letzte Zeile gefällt mir am besten. Scheint am positivsten und hoffnungsvollsten zu sein.


_________________
Wenn wir in uns selbst ein Bedürfnis entdecken, das durch nichts in dieser Welt gestillt werden kann, dann können wir daraus schließen, dass wir für eine andere Welt erschaffen sind.
C.S. Lewis
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anderswolf
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Beiträge: 336



BeitragVerfasst am: 07.06.2015 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Imposantes Gemälde, das in der Titelgebung und der dazugehörigen Strophe leider komplett abfällt; sowohl sprachlich mit den Mäusekötteln als auch vom Rhythmus her ("verbindungen innerhalb der Einfriedung"), das auch durch das Metronom nicht mehr gerettet werden kann.
Ansonsten ein sehr schönes Bild, das Gefangensein in der Zeit sowie die Zeit des Gefangenen in Kongruenz zu setzen, gleichzeitig zersplittert zwischen Realität und hoffnungsvoller Fantasie sowie zwischen dem Innen und Außen.

Sieben Punkte.
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