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ans kreuz genagelt (lyrik)

 
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MrPink
Geschlecht:männlichLyromane

Alter: 48
Beiträge: 2804
Wohnort: Oberbayern
Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 23.01.2011 21:37    Titel: ans kreuz genagelt (lyrik) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

ans kreuz genagelt

irgendwo haben wir uns verlaufen

der wind stichelte gegen das
gelb unendlich wirkender rapsfelder
und vermittelte mir eine ahnung
von dem was ich schon immer
irgendwie spürte
wenn ich versuchte kerben
in unser kreuz zu
ritzen

für dich nicht mehr
als ein verrottender
wegweiser an einer
landstraße die eh nur
eine richtung zulässt

deine

irgendwo haben wir uns verlaufen

der bus ist noch nicht abgefahren
ich nehm lieber das klapprige rad

ohne gepäckträger



_________________
„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6894
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 23.01.2011 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, schön! Super! Muss man das jetzt begründen?
Schon diesen Satz
Zitat:

irgendwo haben wir uns verlaufen

empfinde ich als sehr gute Metapher.
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gepuzzelt
Schreiberling


Beiträge: 297
Wohnort: Australien


BeitragVerfasst am: 23.01.2011 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Eine schöne Art, mit ansprechenden Metaphern eine gescheiterte Beziehung zu beschreiben.
Gefällt mir.

puzz
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Coconutsforever
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 150
Wohnort: RP


BeitragVerfasst am: 23.01.2011 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Gefällt mir ausnehmend gut, Dein Gedicht. Vor allem der Schluss peppts nochmals auf.
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Maria Magdalena
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 277
Wohnort: Schweiz


BeitragVerfasst am: 24.01.2011 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Es fällt mir etwas schwer, Lyrik zu beurteilen, aber ich versuchs aus dem Gefühl heraus.

Die Aufgabenstellung ist sehr gut erfüllt, du bist durchs Band nahe dran geblieben - Kompliment.

Der Titel trifft sich meiner Meinung nach nicht mit dem Gedicht.

In der Wortwahl beginnst du sehr gut, aber gegen Ende verliert das Gedicht sein Flair.

Einzelbemerkungen:
Zitat:
irgendwie spürte
nach meinem Sprachgefühl "gespürt hatte"

Zitat:
landstraße die eh nur
Dieses "eh" wirkt wie ein Stilbruch, nachdem du ziemlich edel eingestiegen bist.

Zitat:
deine
Super Effekt in der eigenen Zeile.

Zitat:
irgendwo haben wir uns verlaufen

der bus ist noch nicht abgefahren
ich nehm lieber das klapprige rad

ohne gepäckträger
Hier wirkt es ziemlich abgeflacht in der Wortwahl. Vielleicht käme es mit Synonymen oder bildlichen Erklärungen besser.

Aber ich gestehe ich dir auch zu, dass du vielleicht bewusst diesen Kontrast eingebaut hast.


_________________
Wenn die Sterne fallen und die Zeit sich für einen Moment der Ewigkeit anvertraut, finde ich nach Hause, in den Regenbogen der Menschheit. GH
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Aiyra
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 24
Beiträge: 82



BeitragVerfasst am: 24.01.2011 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Mhh .. war für mich nicht wirklich aufs Thema bezogen, aber trotzdem interressant.
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 27
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 24.01.2011 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Vielschichtig, spannend, obwohl die Sprache ein bisschen schnodderig ist ("eh", "ich nehm"). Fiebrige Stimmung, Vorlage gut integriert, ein bisschen Provokation (s. Titel), aber gelungen.
Sieben Federn.


_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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Longo
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 875



BeitragVerfasst am: 24.01.2011 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

Die erste Strophe ist gelungen: Ein langer, verwirrender Satz. Der Rest geht danach einfach unter, wie ein schlechter Lüttke-Text.

4 Federn.

MFG Longo
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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4398
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 24.01.2011 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ehrlich gesagt kommt mir hier keine echte Aussage rüber.
Auch habe ich den Eindruck, dass hierin alles krampfhaft um die Vorgabe-Begriffe geschrieben ist....

Ist es das Kreuz in seiner immanenten Erzählgeschichte - was unbemerkt vor sich hin rottet?,
gehts um eine Liebe, die immer mehr in einem aneinander vorbei Verstehen/Empfinden ausläuft?,
ist die Liebe nun ans Kreuz genagelt / zu Ende?,

oder der Abschluss:

Zitat:
irgendwo haben wir uns verlaufen

der bus ist noch nicht abgefahren
ich nehm lieber das klapprige rad

ohne gepäckträger

Plötzlich ist da ein Bus (mit dem gemeinsam gekommen?, oder...) / dann ein Fahrrad - vom Himmel gefallen? /

"ohne Gepäckträger"/Metapher dafür, dass das LI nun mit der Trennung zum LD Ballast aus seinem Inneren abgelegt hat?

Zusammengefasst sind das für mich zuviele Variablen, als das mir das Gedicht etwas "echt" sagen könnte - auch sehe ich hier die inhaltliche Vorgabe wenig tangiert.

Oder:

der wind stichelte gegen das
gelb unendlich wirkender rapsfelder

Diese beiden Zeilen sind für mich letztlich ohne wirklichen Inhalt - retortisch überdröhnig..., schlechte Satzkonstruktion....

Nee, hat mir nicht so gefallen - leider ....

Gruß, Stimmgabel

--


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 54
Beiträge: 2653
Wohnort: Königstein im Taunus
Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 24.01.2011 21:07    Titel: Re: ans kreuz genagelt (lyrik) Antworten mit Zitat

Guy Incognito hat Folgendes geschrieben:
ans kreuz genagelt

irgendwo haben wir uns verlaufen

der wind stichelte gegen das
gelb unendlich wirkender rapsfelder
und vermittelte mir eine ahnung
von dem was ich schon immer
irgendwie spürte
wenn ich versuchte kerben
in unser kreuz zu
ritzen

für dich nicht mehr
als ein verrottender
wegweiser an einer
landstraße die eh nur
eine richtung zulässt

deine

irgendwo haben wir uns verlaufen

der bus ist noch nicht abgefahren
ich nehm lieber das klapprige rad

ohne gepäckträger


Lieber Dichter, liebe Dichterin!

Inhaltlich sehr klar, bildlich klar, Metapher klar, sprachlich klar....
Mmmh, werden das neun Federn?
Irgendetwas stört mich.
Ich glaube es ist das Déja-vue. "Der Zug ist noch nicht abgefahren." Und schon springt da ein Beziehungsmüder vom Bus und nimmt das Fahrrad. Ohne Gepäckträger, totaler Neubeginn.

Zitat:
der wind stichelte gegen das
gelb unendlich wirkender rapsfelder
und vermittelte mir eine ahnung
von dem was ich schon immer
irgendwie spürte

Diese Stimmung eines stinkenden Rapsfeldes gefällt mir am besten. Aufdringliches Gelb, präsent, nicht ignorierbar! Wahrscheinlich ist der dominante Partner gemeint.

Ein sehr gelungener Wettbewerbbeitrag, dessen Ende mir nur zu glatt und zu wenig nachdenklich daherkommt. Aber auch so leichte Lyrik ist schön. Sie unterhält.

Ich werde dich mit acht Federn bewerten.
(Angabe ohne Gewähr)

Gruß, Jocelyn


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If you dig it, do it. If you really dig it, do it twice.
(Jim Croce)

Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

"Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer."
(Voltaire)
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Rosanna
Richter und Henker

Alter: 25
Beiträge: 1201

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 24.01.2011 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein Gedicht, mit dem ich nicht viel anfangen kann.
Handwerklich ist es solide gemacht, nur kratzt es zu sehr an der Oberfläche.
Zwei Liebende, die sich auseinandergelebt haben und doch aneinander hängen. Woran liegt es? An ihrem ständigen Richtungsvorgeben wink. Ich hätte gern mehr Tiefgang.
Außerdem ist der Bezug zum Ausgangspunkt sehr vage.
Andererseits: Das gibt eine halbe Plusfeder. Durchbrecht archaische Strukturen! Heißa!

Befragen wir einmal die Bewertungstabelle:

1- voll versagt. Hat sich Mühe gegeben
2- eigentlich siehe 1., ist mir allerdings sympathisch und hat kaum Rechtschreibfehler
3- Steigerung von 2.- die Idee ist originell
4- Das wird schon besser. Allerdings ist die Idee entweder so klischeelastig, dass es schmerzt oder die Umsetzung quält in gleicher Manier
5- Durchschnitt. Die Geschichte sagt mir nichts, für zwei Stunden ist sie allerdings nett
6- guter Durchschnitt! Ich habe die Geschichte gern gelesen. Sie wird mir allerdings nicht aud ewig im Hirnschwamm stecken bleiben
7- Ah! Ich erahne ein Genie. Plot und Umsetzung gefallen mir. Noch ein paar kleine Überarbeitungen und die Sache funzt.
8- Wow. Klasse geschrieben. Klein(e Ungenauigkeiten), aber- oho.
Möchte mir deinen Hirnschwamm ausleihen. Tausche ihn gegen Haifischzähne
9- Für die Wiedergeburt von Ray Bradbury reserviert.

5 Federn


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nahtannahtnähtnathannähte
nähtnathannahtannahtnahtnathans
nadelihremendepunkt
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SylviaB
Geschlecht:weiblichSchnupperhasi

Alter: 53
Beiträge: 6815
Wohnort: Köln
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 24.01.2011 22:11    Titel: Re: ans kreuz genagelt (lyrik) Antworten mit Zitat

ans kreuz genagelt
Zitat:

irgendwo haben wir uns verlaufen

der wind stichelte gegen das
gelb unendlich wirkender rapsfelder
und vermittelte mir eine ahnung
von dem was ich schon immer
irgendwie spürte
wenn ich versuchte kerben
in unser kreuz zu
ritzen

für dich nicht mehr
als ein verrottender
wegweiser an einer
landstraße die eh nur
eine richtung zulässt

deine

irgendwo haben wir uns verlaufen


Bis hier her hat es mir richtig gut gefallen. Es fühlt und trifft. vor allem - in unser Kreuz zu ritzen - fand ich richtig gut.

Zitat:
der bus ist noch nicht abgefahren
ich nehm lieber das klapprige rad

ohne gepäckträger


Ich weiß, es gab eine Vorgabe an der wir nicht vorbei konnten ... aber das hier hat alles zunichte gemacht.

1. der bus ist noch nicht abgefahren ich nehm lieber das klapprige rad.
Da ist ein ganz dicker Logikfehler drin. Wenn der Bus noch nicht abgefahren ist, impliziert das doch, dass man ihn nimmt. Daher passt das mit dem rad irgendwie überhaupt nicht für mich.
Das bild - klapprige rad ohne Gepäckträger - finde ich toll, gefällt mir auch im Zusammenhang mit dem obigen Text aber im Zusammenspiel mit dem Bus, der noch nicht abgefahren ist, passt es nicht hinein.

Lieben Gruß
Sylvia


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Nachtwanderin
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BeitragVerfasst am: 25.01.2011 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hier sticht mir die Überschrift ins Auge....macht mich neugierig auf mehr. Das Gedicht selbst gefällt mir gut, es ist nicht überladen, geht voll auf die Themenstellung ein, hat die erforderliche vorgegebene Wortzahl und ist von der Herangehensweise und Umsetzung für meine Begriffe gut gelungen. Ich kann mitgehen, mitempfinden...TOP!
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jim-knopf
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Alter: 31
Beiträge: 4495
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Das Goldene Pfand DSFo-Sponsor
Goldene Feder Lyrik


BeitragVerfasst am: 25.01.2011 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

morgen

finde den ersten teil sehr gelungen.
das bild mit dem stichelnden wind und den rapsfeldern ist schön,
auch der vergleich von kreuz und wegweiser.

auch die idee vom rad ohne gepäckträger ist gut.
das ende hätte ich mir sprachlich ein bisschen endgültiger gewünscht.
so läuft mir der text zu sanft aus,
vll hätte man das gepäckträgerlose fahrad mit ein bisschen mehr wucht  ans ende setzen können.

die zeile "der bus ist noch nicht abgefahren" braucht es vom kontext her eigentlich nicht.
sieht eher danach aus, als wolltest du das gestellte thema noch besser in das gedicht inegrieren. kluger schachzug, wenn ich so drüber nachdenke.

ne... das ist gut geworden. insgesamt.

8 federn von mir

gruß
roman
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Alogius
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Alter: 42
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 25.01.2011 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Lyriker,

ich werde Dir einen kurzen Kommentar hinterlassen und anschließend bewerten.
Außerdem werde ich berücksichtigen (wie in der Prosa), dass nur zwei Stunden Zeit waren, ein Gedicht zur Vorgabe zu verfassen. Da die Vorgabe aus meiner Sicht die Lyriker durch die Pflichtwörter erheblich eingeschränkt hat, werde ich auch dies berücksichtigen.
Mein Kommentar wird wohl kürzer ausfallen als diese Ankündigung; ich bin Prosaschreiber, kein Lyriker. Dennoch kriegst Du gern einen längeren Kommentar, wenn Du es wünschst...

Zum Gedicht:

Eine schöne Betrachtung über zwei Menschen, die sich verlieren. Schöne Metaphern; eine ausgezeichnete Übertragung der Vorgabe ins Gedicht.
(Man merkt dennoch, dass die Vorgabe begrenzt hat.)

Lg
Tom


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Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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Traumtänzerin
Fähnchen Fieselschreib

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Beiträge: 1209



BeitragVerfasst am: 26.01.2011 11:22    Titel: Re: ans kreuz genagelt (lyrik) Antworten mit Zitat

Idee: Ganz schlau werde ich nicht aus diesem Text. Wird aber wohl eher an meiner momentanen konstitutionellen Verfassung liegen mag (mit Müdigkeit einhergehende IQ-Einbüßungen). Vielleicht komm ich später noch auf eine genauere und korrektere (?) Interpretation als "zwei Lebenswege trennen sich".

Stil: Exzellent. Gefällt mir ausgezeichnet. Die Reizwörter fallen praktisch gar nicht auf. Tolle Sprache.

LG,
Traumtänzerin


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Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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Pantufle
Schreiberassi


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BeitragVerfasst am: 27.01.2011 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt nach Musik : -) Es gefällt mir einfach! Und nachdem er an der Haltestelle zuvor ausgestiegen ist, sehe ich auch die Aufgabenstellung als erfüllt. Vermittelt einfach zu schön die Gefühle!
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anuphti
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BeitragVerfasst am: 27.01.2011 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

eins vorweg, bitte um Nachsicht, bin kein Lyriker, deshalb lege ich keine formalen Kriterien an, sondern kommentiere nach meinem Bauchgefühl.

Grundsätzlich hat dieses Gedicht meine Lieblingsform, ungereimte Prosa mit Zeilenumbrüchen, ich sehe einen Prota und seine Freundin (würde eher einen männlichen Inko vermuten, frag mich nicht warum smile )

Ich sehe eine Beziehung, die auseinandergedriftet ist, ein LI, das romantisch veranlagt ist und ein LD, das die Realität als das sieht, was sie ist, ein vermoderter Wegweiser.

Die Vorgabe ist für mich schön umgesetzt, ich schwinge mit der Stimmung im Gedicht mit, sehr gerne gelesen.

Liebe Grüße Nuff


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You don´t have to fight to live as you wish; live as you wish and pay whatever price is required. (Richard Bach)
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Nihil
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Moderator
Alter: 29
Beiträge: 7472



BeitragVerfasst am: 27.01.2011 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Herzschmerz und der Wunsch nach Zweisamkeit, der nicht erfüllt werden kann. Schließlich koppelt sich das LI ab und fährt, ohne Gepäckträger los - nimmt also niemanden mit. Ob allerdings seine Liebe stehen gelassen wird, ist fraglich, schließlich fährt die Straße ja nur in seine/ihre Richtung. Das ist für mich ein Widerspruch, der sich auch nicht auflösen lässt. Schön ist aber das Verlaufen auf der einsamen Landstraße, die ja gar keine Weggabelung darstellt. Eigentlich führt die Liebe die beiden zueinander hin, ohne Möglichkeit vom Weg abzuweichen, aber sie schaffen es dennoch. Das Kreuz, das ich hier schon biblisch verstehe und nicht als Wegkreuzung (daran genagelt sein, Kerben einschlagen), kann ich mit dem Rest nicht in Verbindung bringen. Wirkt auf mich beliebig, da es hier ja eigentlich nicht um ein Opfer oder dergleichen geht.
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Enfant Terrible
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Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 27.01.2011 23:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hat durchaus Potenzial, aber schlussendlich kratzt das Gedicht trotz vielversprechender Ansätze eher an der Oberfläche - merkt man gerade am Schuss, der für den Umstand, dass hier eigentlich die Quintessenz kommen sollte, recht lieblos und pseudo-lyrisch ausfällt. Schade, Potenzial wäre da ... aber es braucht noch einen wirklich dringlichen roten Faden, sonst kreisen die Bilder ohne Sinn umeinander.

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Geschlecht:weiblichMrs. Probbaventura


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BeitragVerfasst am: 28.01.2011 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ausführlicher Kommentar aus Zeitgründen leider bloß auf Anfrage.
smile
Merci.


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(Virginia Woolf)

ARTE. Muss man gesehen haben!
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Leene
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Beiträge: 724



BeitragVerfasst am: 28.01.2011 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Geschichte einer Beziehung, die in die Brüche geht, weil einer zu viel zurückstecken musste. Bild des noch nicht abgefahrenen Busses als Zeitmoment sowie des Fahrrads als Lebenseinstellung vielleicht etwas abgegriffen, passt aber sehr gut zur Themenvorgabe. Schluss, kein Gepäck, frei. Ich überlege, ob sich das Verlaufen zum Nachlaufen widersprüchlich verhält. Wenn man dem anderen auf seinem Weg folgt, verlaufen sich doch nicht beide. Oder hat sich die Liebe verlaufen?
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