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Wiegenlied (Lyrik)

 

 
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Rosanna
Richter und Henker

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Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 22.05.2011 20:00    Titel: Wiegenlied (Lyrik) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wiegenlied

(Ja, )Ich kannte einen Mann , der zwischen Treibgut seine Netze
Spann und dunkle Lieder sang
Und Samen in Kadaver setzte
Jede Nacht trieb eine Frucht vom Wasser her, die Silber spuckte
Und ein Fischmaul trieb davon
Ein Paar vergilbter Hände zuckte
schwach...
Und sprach:

Kolybelnaja
Mein Mädchen ist ein totes Sehnen
Kolybelnaja
Mein Vater fliegt mit schwarzen Schwänen
Kolybelnaja
Mein Büblein trinkt von meinen Tränen
Kolybelnaja
Versinkt im Meer, kehrt nie zurück

Nachts lag ich oft stundenlang und sang mit ihm vom toten Kind
Und Frau und Wind und Untergang
Und das wir alle Toten sind
Die jeder jemals sich erdacht - und als der Morgen wächsern blieb
Hab ich mein Fischmaul zugemacht
Und ging davon und lächelnd schwieg
Er schwach,
Ich sprach

Kolybelnaja...



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Eredor
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 23.05.2011 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo auch,

9 Federn. Haste fein gemacht, Rosanna smile

lg Dennis


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"vielleicht ist der mensch das was man in den/ ersten sekunden in ihm sieht/ die umwege könnte man sich sparen/ auch bei sich selbst"
- Lütfiye Güzel
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Nihil
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BeitragVerfasst am: 23.05.2011 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Moin liebe/r Unbekannte/r.
Dein Gedicht spaltet mich ein bisschen. Beim ersten Lesen habe ich mich über die Binnenreime und Assonanzen gefreut, die ich lieber mag als den mittlerweile abgenutzten reinen Endreim. Beim zweiten Lesen aber fielen mir einige Punkte auf, die mir nicht gefallen. Die ganze zweite Strophe, also das Wiegenlied selbst, finde ich den mit Abstand schlechtesten Teil des Gedichts. Verse wie Mein Büblein trinkt von meinen Tränen kommen für mich viel zu aufgedunsen daher. Vielleicht ist das tatsächlich die Übersetzung eines Liedes, aber dann hätte ich das nicht so exponiert dargestellt. Es muss zudem ein seltsames Wiegenlied sein, dass immer wieder selbst auf sich verweist.
Dann zum Inhalt: Mir gefällt gut die bedrückte Stimmung, die du in Strophe drei und eins aufbaust. Allerdings weiß ich bei einigen Sachen nicht genau, ob sie auch wirklich etwas aussagen sollen oder ob sie bloßer Schmuck sind bzw. nur dazu da, um Atmosphäre aufzubauen. Ich bin zwar ein großer Freund von Atmosphäre, fände es aber schade, darüber die Bedeutung der Worte verkommen zu lassen. Dass der alte Mann jemanden an die See verloren hat, scheint klar, aber warum pflanzt er Samen in die Toten? Damit aus dem Tod doch wieder neues Leben entsteht? Ich frage mich, welche Pflanzen wohl in so einer Leiche wachsen, die dann auch noch silbern aussehen, und wie viele Tote an dem Strand nso im Durchschnitt angespült werden. Da muss es ja mörderisch zugehen. :) Ich könnte noch auf einige Formulierungen eingehen, zu denen ich Fragen hätte oder die mir nicht so gut gefallen, aber ich glaube, dann verliere ich mich.
Insgesamt wirkt mir das Gedicht etwas zu aufgesetzt und verfehlt dann doch die gruselige Stimmung, die es wahrscheinlich erzeugen wollte. Vor allem das Wiegenlied, dass ja das Zentrum sein sollte, ist sehr schwach. Formal gefällt mir das Gedicht dafür gut.

Eine Wertung vergebe ich erst nach dem Vergleich mit allen anderen Texten. Möglicherweise entsteht dadurch auch eine bessere/schlechtere Note, als man nach der Kritik erwartet hätte. Die entsteht nämlich größtenteils spontan.
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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 23.05.2011 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Bei der Lyrik halte ich mich wie immer mit Textkritik extrem zurück und bewerte aus dem Bauch heraus - Inhalt, Gefühl, Schwingung.

Ich hätte gern die passende Melodie dazu gehört, oder die welche Du Dir beim Schreiben vorgestellt hast.

Mir kommt unweigerlich die Melodie von "Surabaya Jonny" in den Sinn.
Angenehm zu lesen, das "Kolybelnaja" klingt erst wie ein Zungenbrecher (muss ich mal googlen) - aber das kommt dann wohl auf die Betonung an, soll ja ein Lied sein. wink

Befederung erfolgt später, aber definitiv im oberen Drittel.

LG, Ana
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Rosanna
Richter und Henker

Alter: 25
Beiträge: 1201

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 24.05.2011 13:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So...Wetterprognose, Schnee, Sturm, Schmu, Hurricane, yeah!

- Irgendwer wird sich garantiert darauf versteifen, dass es im zweiten Vers heißen müsste: "spannte und dunkle..."
Also wirklich, meine Lieben, ich schreibe doch nicht über Spanner! Er spinnt seine Netze, wie eine Spinne eben spinnt, vielleicht spinnt er ja auch oder ich spinne mir da etwas zusammen...
- Ferner sehe ich schon in meinem Glasauge r Glaskugel die Beschwerde: Es heißt doch aber "Und das wie alle Tote sind"! Wieder daneben! Ersetzt "alle Toten" durch "all die Toten" und vergesst den nächsten Vers nicht wink.

Wie finde ich denn nun selbst mein Machwerk?
Naja, ich würde mir vermutlich 5 Federn geben, weil a) meine maritime Besessenheit langsam Ausmaße annimmt, die...also... b)weil meines Erachtens nach noch eine Strophe zwischen den beiden Vorhandenen fehlt, wofür die Zeit aber nicht da war und c) weil ich mir nicht sicher bin, ob man Kolybelnaja tatsächlich so ausspricht, dass es metrisch passt...

Tüdeldü


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EdgarAllanPoe
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Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 24.05.2011 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Dass ein Lied namens Kolybelnaja die Inspiration für dieses Gedicht zu sein scheint, ist klar, obwohl ich die Hintergründe mangels Russisch nicht klären kann. Dieses "Wiegenlied" ist allerdings kein beruhigendes Lied zum Einschläfern, sondern das Gegenteil: eine Reflexion über den Tod, die See, das Unglück und die Ausweglosigkeit.
Sprachlich ist die Aufgabe gut gelöst. Das immer wiederkehrende "Kolybelnaja" bildet einen Refrain, die Reime sind unaufdringlich und tragen meistens zum musikalischen Aspekt bei (außer "schwach" / "sprach", obwohl beide Silben betont sind).
Bislang ist dies das musikalischste Gedicht. Es existieren einige Schwächen in der Zeichensetzung, die diesen Beitrag etwas hingeschludert wirken lassen. Doch die Aufgabe ist hier sehr ordentlich gelöst.
Acht Federn.


_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 24.05.2011 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nun hier meine Links zum Text - also die Musik, die ich mir daraufhin angehört habe. wink

LG, Ana

Nina Hagen: http://www.youtube.com/watch?v=CSriPDRkRpo&feature=related

Ute Lemper: http://www.youtube.com/watch?v=Yxz81DtK_9k&feature=related
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MrPink
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Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 26.05.2011 05:18    Titel: Antworten mit Zitat

Absoluter Favorit. Sehr schön. Rosanna?

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„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
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Fao
wie Vendetta

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BeitragVerfasst am: 28.05.2011 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo werter Lyriker,

Also das:
 
Zitat:
(Ja, )

mag mir nicht gefallen. Wie denn, kann sich der Dichter nicht entscheiden, drängt sich mir da als Rezipient auf wink

Ansonsten gefällt es mir wirklich gut, besonders die letzte Strophe.

Ich überlege gerade, ob ich die Stelle hier richtig deute (nach dem Wettbewerb wäre ich also auf eine Erklärung gespannt.):

Zitat:
Und Samen in Kadaver setzte


Aus totes kann nichts erwachsen, also sind die Samen verloren, es ist hoffnungslos. Eine Tat, die von Anfang an sinnlos ist, und dennoch wird sie getan.

Zuerst dachte ich nämlich - hm, Samen. Aus Samen erwächst etwas. Und der Mann setzt mit seinen Liedern ? Samen ins... Totes..dass sogar aus Totem etwas erwächst, er streut dort Hoffnung, wo es eigentlich hoffnunglos ist.
Aber das würe m.M. nach nicht zu dem Rest passen.

Alles in allem ein gutes Gedicht. Im Grunde könnte die zweite Strophe auch abgeschrieben sein von einem Songtext, ich habe keine Ahnung ^^.

Es hat was düsteres, und würd sich gut vertonen lassen.

Nun mach ich mein Fischmaul zu, verkünde vorher noch: 6-7 Federn. Vergleich abwarten.


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Begrüßt gerechte Kritik. Ihr erkennt sie leicht. Sie bestätigt euch in einem Zweifel, der an euch nagt. Von Kritik, die euer Gewissen nicht anerkennt, lasst euch nicht rühren.
Auguste Rodin - Die Kunst.
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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 30.05.2011 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Lied erhält von mir grandiose 8 Federn.

LG, Ana
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Leene
Autor


Beiträge: 724



BeitragVerfasst am: 31.05.2011 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Melodiöse Sprache, sehr passend zum Wettbewerb. Reime, die sich unaufdringlich verstecken und gerade dadurch ihre Wirkung entfalten. Inhaltlich mir zu hermetisch. Naja, ziemlich bedrückend jedenfalls im Gesamten gesehen. Schlaflied, Todessehnsucht? Irgendwie - abstoßend. Aber das heißt ja, dass ich es vielleicht doch verstanden habe? Nur, wer ist „Ich“?

(Aber „Und Samen in Kadaver setzte“?!  Shocked   Uff. 10% mehr Liebe für alle, aber das hier ist nix für Klein-Leene!)
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

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BeitragVerfasst am: 31.05.2011 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ein paar Fehler, leider an wichtiger Stelle, aber die Stimmung einer Melancholie, das sanfte Schaukeln der Silben, das hat was! Gut Federn!

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If you dig it, do it. If you really dig it, do it twice.
(Jim Croce)

Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

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(Voltaire)
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Scritoressa
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BeitragVerfasst am: 01.06.2011 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Guy!

Nur ein  Kommentar, um bewerten zu koennen. Bin unter Zeitdruck.

lg Scrito


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Aknaib
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BeitragVerfasst am: 02.06.2011 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Im Gegensatz zur Prosa fand ich die Aufgabenstellung zum Thema Musik in der Lyrik klarer umrissen. Also war mein Hauptkriterium beim Bewerten:
"Setze Ereignisse oder Visuelles und Akustisches in eine Beziehung."

"Wiegenlied" ist mein Favorit- zumal ich gereimte Lyrik liebe.

Kolybelnaja, aus dem russischen, ist klanglich ein schwingendes Wort. Übersetzt heißt es wohl Wiegenlied. Mit dem deutschen Wort wäre das Gedicht nicht geheimnisvoll klingend. Doch das ist nicht maßgebend, weil das Gedicht von einem Wiegenlied handelt, ist ein diesbezügliches Ritual das wichtigste. Und dies ist hier wunderbar gelungen.

meine Federnverteilung:
1x3 1x5 1x6 1x7 1x8 1x9
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Mercedes de Bonaventura
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BeitragVerfasst am: 06.06.2011 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

6x wunderschöne Lyrik! (neutraler Kommentar)

Lg Merci.


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"Every secret of a writer's soul, every experience of his life, every quality of his mind is written large in his works."
(Virginia Woolf)

ARTE. Muss man gesehen haben!
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Traumtänzerin
Fähnchen Fieselschreib

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BeitragVerfasst am: 06.06.2011 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Muss mich entschuldigen. Schaffe es aus Zeitgründen nicht mehr, die restlichen Texte zu kommentieren und bewerte deshalb ausschließlich. Confused

Treulose Sockengrüße,
Traumtänzerin


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Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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Eine spitze Zunge ist in manchen Ländern schon unerlaubter Waffenbesitz.
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Dem wird befohlen, der sich selbst nicht gehorchen kann. (Nietzsche)
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Inquisition war in der frühen Neuzeit der ganz große Burner.
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The Brain
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BeitragVerfasst am: 06.06.2011 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

keine Zeit mehr ... daher nur Federn

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Dinge wahrzunehmen,
der Keim der Intelligenz

(Laotse)

***********

Die Kindheit endet nicht mit dem Erwachsenwerden.
Sie begleitet dich durch all deine Lebenstage.

***********

Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.

(Hermann Hesse)
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lupus
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Beiträge: 4172
Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 06.06.2011 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

ich tu mir echt schwer
das is supermelodisch
eigentlich super gemacht
aber inhaltlich kommt mir das Grausen
naja .. Wiegenlied halt
aber ich werd einfach nicht warm damit
is halt auch Gefühlssache


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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Rosanna
Richter und Henker

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Beiträge: 1201

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 07.06.2011 16:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Flöt... ihr Lieben...
Ich habs ja sonst nicht mit der Schleimerei, aber danke für eure tollen Bewertungen! Wow!

Ich fang mal von unten an:
@lupus:
Jo, ist Gefühlssache. Fröhlich ist das Liedchen nicht wink.

@The Brain, Traumtänzerin, Mercedes, Scrito:
Danke, dass ihr trotz Zeitnot noch gefedert habt.

@Aknaib:
Vielen Dank. Ich kann zwar kein Russisch, aber ich liebe dieses Wort. Ich könnte es stundenlang für mich hin brabbeln...

@Jocelyn:
Welche Fehler? Ich finde nichts...aber es freut mich, dass das Schaukeln durchgedrungen ist. Merci wink.

@Leene:
Abstoßend trifft das Ganze schon ganz gut, eine genaue Inhaltsauflösung folgt unten (Dein Spoiler ist aber schon nah dran).

@Dienstwerk:
Wow, danke!
Ich kann aber leider deine Links nicht öffnen..magst du mir nicht einfach noch mal die Titel nennen?

@Fao:
Ja, mittlerweile sehe ich das genauso. Mein Gedanke dabei war, dass man ohne das "Ja" vielleicht nicht gleich in den Rhythmus reinkommt. Andererseits verabscheue ich aber Gedichte geradezu, die mit "Ja" anfangen. Darum also das Klammeräffchen.
Mei, mei, was ihr da alles kompliziertes reininterpretiert... Auflösung weiter unten Twisted Evil

@MrPink:
Lass dich drücken! Jawohl, ich bins (und ich bin jemandes Favorit. Hach...).

@EddiPoe
Monsignore, das mit der Zeichensetzung ist nicht fair, man darf die Zeichen am Ende eines Verses weglassen.
Und
Nö...nönönö...es gab kein Lied als Vorlage! Jawoll, Musik ohne Musik, wo gibts denn so was?
Den Titel habe ich einem alten Sowjetfilm entnommen (elendes Studium wink).

@Rosanna:
Ja...eh...klar.

@Eredor: Mist, enttarnt. Glückwunsch, du verdammter...
(irgendwie ahnte ich schon fast, dass du das Tonstudio bist. Aber dann dachte ich an jim-knopf und...naja)

@Nihil:
Nehe, es gibt keine Vorlage, die irgendwie übersetzt worden wäre wink, alles Kopfarbeit.

Und die Samen, Mann, Nihil, und das von dir??
Eine kleine Nachhilfestunde in Sachen Perversion: Wie verbindest du die Begriffe "Mann", "silbrig" und "Samen"?
Pffft, ich habe gerade versucht, mein Gedicht so zu lesen, wie du es getan hast, und mich halb tot gelacht. Da latscht der Alte mit Silberfischchen (oder Silbermünzen?) und Gießkanne über den Strand und redet ihnen gut zu (vllt. hat er ja auch einen Kassettenrekorder mit Klassik davor aufgestellt?)
Kicher.

Eigentlich malte sich meine kranke Schreiberseele eine Perversion des Wiegenlieds aus. A la "Ich bin ein trauriger Gigolo...Mein Vater war genau wie ich..." (Na, wer kennt das?).
Ihr könnt ja noch mal raten, ansonsten führe ich das detaillierter aus.

Zitat:
Ich frage mich, welche Pflanzen wohl in so einer Leiche wachsen, die dann auch noch silbern aussehen, und wie viele Tote an dem Strand nso im Durchschnitt angespült werden.

 lol


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Nihil
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BeitragVerfasst am: 08.06.2011 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

Du machst dich über mich lustig ... Crying or Very sad


Ich stehe ja sonst nicht auf dieser Seite ^^ und war nicht auf so etwas gefasst. Und das von so einer jungen Stute. Ich bin schockiert. Wo ist die Unschuld hin? Die Frucht, die Silber spuckte, hätte ich dann mehr mit dem Mondlicht in Verbindung gebracht. Schön wäre auch die Silber spuckende Furcht gewesen. ^^
Aber ehrlich gesagt, macht das Gedicht auch mit deiner Hilfe nicht sehr viel mehr Sinn auf mich. Embarassed
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Rosanna
Richter und Henker

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BeitragVerfasst am: 08.06.2011 11:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nihil im Lebbe... Twisted Evil

Oh...das ist aber auch schön: Weißt du was, das nehmen wir mit auf. Sozusagen als doppeldeutige Lesweise.
Die Kadaver sind übreigens die Fische, die er fängt. Eigentlich. Denn er ist (im übertragenen Sinn) auch ein Menschenfischer (aber kein biblischer wink).

Ich bin mir selbst nicht gnz sicher, wer das LI ist: auf jeden Fall für den Mann eine Art Ersatz für die verstorbene Frau (...dass wir alle Toten sind...).
Eigentlich sollte das ganze ein Familien-Missbrauchs-Ding werden (darum das Wiegenlied) aber die Deutung gefällt mir mittlerweile selbst nicht mehr.
Legen wir uns also darauf fest, dass das LI nicht verwandschaftlich mit ihm verbandelt, sondern ihm auf andere Art und Weise ins Netz gegangen ist.


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