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Angststein

 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Lesezeichenpoesie 04/2011
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Autor Nachricht
EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 27
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 05.04.2011 18:00    Titel: Angststein eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat


    Zersprungne Stufen, Ginsterflirren, Wein
    am Stock, das Zerrbild jedes Bildes: Gras
    verdorrt, alter Angststeinbogen, zum Schrein
    irrt ich im Traum, die Furcht ein Gittermaß
    des Traumes, Schlangen in den Gräben, Preis
    des Irrganges zum Tempel: Himmelsweiß.

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anuphti
Geschlecht:weiblichTrostkeks

Alter: 54
Beiträge: 3701
Wohnort: Isarstrand
DSFo-Sponsor Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 06.04.2011 08:54    Titel: Re: Angststein Antworten mit Zitat

postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:

    Zersprungne Stufen, Ginsterflirren, Wein
    am Stock, das Zerrbild jedes Bildes: Gras
    verdorrt, alter Angststeinbogen, zum Schrein
    irrt ich im Traum, die Furcht ein Gittermaß
    des Traumes, Schlangen in den Gräben, Preis
    des Irrganges zum Tempel: Himmelsweiß.


Hallo unbekannter Poet,

saubere Reime, regelmäßige Enjambements, hier merkt man den erfahrenen Lyriker, schöne Metaphern, "Ginsterflirren" ist mein Lieblingswort, schöne Kombination von Vergänglichkeit und Traum.

Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße
Nuff


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Learn from the mistakes of others. You don´t live long enough to make all of them yourself. (Eleanor Roosevelt)

You don´t have to fight to live as you wish; live as you wish and pay whatever price is required. (Richard Bach)
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Rosanna
Richter und Henker

Alter: 25
Beiträge: 1201

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 06.04.2011 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ach Gottchen, der Vergeigerzähler meldet eine hundertfache Konzentration an Poe- Partikeln.
Jungchen, dich erkennt man wirklich mit Leichtigkeit.

Nun aber zum Gedicht.
Ehrlich gesagt bietet es mir nicht viel neues. Vom Inhalt her ist es ausdruckslos. Die Katze tritt die Treppe krumm. Dir ist hier, glaube ich, die Silbenbegrenzung zum Verhängnis geworden, denn eine zweite, erklärende Strophe wäre wirklich von Vorteil. Welcher Schrein, welche Angst, wessen und warum usw. usf...

Dann die Umsetzung. Zwei Metrikfehler hast du drin:

Zitat:
verdorrt, alter Angststeinbogen, zum Schrein


Zitat:
des Irrganges zum Tempel: Himmelsweiß.


die gerade bei einem kurzen Gedicht doppelt auffallen.
Dann das "Ginsterflirren", Poe! Das lese ich jetzt zum gefühlt hundertsten Mal in deinen Gedichten. Da krieg ich Zecken.

Ich resümiere: Da bin ich besseres gewohnt.

4 Federn


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MrPink
Geschlecht:männlichLyromane

Alter: 48
Beiträge: 2804
Wohnort: Oberbayern
Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 06.04.2011 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

puuh. die aufzählungen sind mir persönlich too much. oberflächlich erschließt sich mir gleich ein bild, welches sich auch frappierend mit dem aus der aufgabenstellung deckt. aber hinter das bild vermag ich nicht zu blicken, da erkenn ich nur schemenhaftes, aber ich werd noch ein paar mal hingucken Wink

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„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
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Traumtänzerin
Fähnchen Fieselschreib

Alter: 26
Beiträge: 1209



BeitragVerfasst am: 06.04.2011 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannte/r.
von dem ich stark vermute, dass sich Eddie hinter der Maske verbirgt, aber lassen wir diese Vermutungen.

Es ist eine sehr komprimierte Sprache, die hier zu uns spricht. Sehr komprimiert und inhaltsreich ... An manchen Stellen erscheint's mir allerdings zu komprimiert.
Du wirfst mit Neologismen wie mit Bällen, jonglierst zeilenweise sehr gekonnt. Aber manchmal ist es zuviel des Guten (zumindest für meinen Geschmack).
Beispiel:
Zitat:
irrt ich im Traum, die Furcht ein Gittermaß


Die Umsetzung des Themas "Aufstieg" halte ich für gelungen. Wenn man sich ein bisschen mehr mit diesem Gedicht beschäftigt, erschließt sich der Sinn.

Von mir bekommst du 7 Federn.

LG,
Traumtänzerin


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Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken.
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Eine spitze Zunge ist in manchen Ländern schon unerlaubter Waffenbesitz.
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Dem wird befohlen, der sich selbst nicht gehorchen kann. (Nietzsche)
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Mr. Curiosity
Bestseller-Autor

Alter: 31
Beiträge: 4485
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Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 06.04.2011 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo EAP,

leider eine zusammenhanglose Assoziationskette, die gewollt tiefsinnig klingt, aber mit platten Ausdrücken wie "Angststeinbogen" nicht zu überzeugen weiß. Auch die Themenvorgabe ist nicht umgesetzt.
Daher zwei Federn von mir. Tut mir leid.

LG David


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"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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jim-knopf
Geschlecht:männlichDichter und Trinker

Alter: 31
Beiträge: 4495
Wohnort: München
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Goldene Feder Lyrik


BeitragVerfasst am: 07.04.2011 00:01    Titel: Antworten mit Zitat

finde ich ein wenig schwierig ...

aber guten abend erst mal smile

... ich sehe zwei probleme im text.

erstens:
das der text sehr abgehackt wirkt, ist sicher gewollt.
für mich ist das aber so sehr zerstückelt, dass es dann schon "zu sehr" gewollt ist.
du versuchst zwar hier, mit den zeilenumbrüchen zu spielen, dies gelingt aber insofern nicht, dass es beim leser mehr aufdringlich, als kunstvoll ankommt.
das wort an jedem zeilenende wird mehr so hingeklatscht.
nach dem motto "hallo leser, friss das, prädikat besonders wichtig"

und zweitens:
dafür, dass der text großteils eine beschreibung ist, finde ich das zu wenig außergewöhnlich.
ich hätte mir da mehr wortschöpfungen oder interessante wortverknüpfungen gewünscht.
so reihst du ein menge wörter aneinander, die zwar in ihrer gesamtheit ein bild ergeben, aber nicht unbedingt ein lyrisches.
ginsterflirren gefällt mir hier noch am besten, wobei auch das nicht unbedingt neu klingt.
der angststeinbogen ist ein anfang. aber eben auch nur das.
so zumindest meine meinung

4 punkte von mir heute

gruß
roman
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The Brain
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 61
Beiträge: 2363
Wohnort: Over the rainbow


BeitragVerfasst am: 07.04.2011 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

mmmhh ...

das sagt mir, dem ollen Nichtlyriker jetzt nicht viel ...

mag sein, das die Kriterien der Lyrik erfüllt sind, das mag ich nicht beurteilen, mir fehlt aber das "Mitschwingen". Da ist bei mir nüscht ...

Liebe Grüße

Brain


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Dinge wahrzunehmen,
der Keim der Intelligenz

(Laotse)

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Sie begleitet dich durch all deine Lebenstage.

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Doch sie weisen dich geheim
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(Hermann Hesse)
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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 54
Beiträge: 2653
Wohnort: Königstein im Taunus
Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 08.04.2011 06:04    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Dichterin, lieber Dichter!
Ich bewerte deinen Beitrag stichpunktartig in den fünf folgenden Kriterien:

1. Titel (incl. seinem Bezug, seiner Signalwirkung)
2. Form und Klang (incl. Reime, Metrik)
3. Inhalt (incl. Kohärenz, Dichte)
4. Botschaft (Was gibst du mir als Leser?)
5. Das ganze Werk (mein Genuss)

Deine Gesamtpunkzahl habe ich errechnet, ich kann dir ausführlicher auf Anfrage antworten.
Lieben Gruß, Jocelyn

Zitat:
Zersprungne Stufen, Ginsterflirren, Wein
am Stock, das Zerrbild jedes Bildes: Gras
verdorrt, alter Angststeinbogen, zum Schrein
irrt ich im Traum, die Furcht ein Gittermaß
des Traumes, Schlangen in den Gräben, Preis
des Irrganges zum Tempel: Himmelsweiß.

1. passt in seiner Beklemmung, religiöser Bezug zu Taufstein?: 9
2. zerklüftet, steinig, nur die Reime + Traumdoppelung störend (Preis-Weiß besonders): 7
3. metaphorisch, zum Teil etwas abgegriffen: Schlangen in...: 7
4. rätselhaft, was ist Himmelsweiß? Das Nichts? Glaube=Irrweg?: 6
5. sprechend, schnürt den Hals ab, in Eddie-Manier: 8

Durchschnitt: 7,4 = 7 Federn


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If you dig it, do it. If you really dig it, do it twice.
(Jim Croce)

Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

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(Voltaire)
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Mercedes de Bonaventura
Geschlecht:weiblichMrs. Probbaventura


Beiträge: 2792
Wohnort: Château Probbaventura


BeitragVerfasst am: 11.04.2011 07:50    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Mal ist es wirklich schwierig mit der Lyrik: alle Texte sind beinahe sehr gut und die feinen kleinen Unterschiede die zwischen den einzelnen Platzierungen entscheiden werden sind für einen Nicht-Lyriker wie mich nur sehr schwer zu entdecken.
7 Federn, weil es mir gut gefällt; nur die Flut an Bildern, die die schnelle Abfolge der Nomen bei mir auslöst stört ein wenig das Lesevergnügen.


Lg Merci.


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"Every secret of a writer's soul, every experience of his life, every quality of his mind is written large in his works."
(Virginia Woolf)

ARTE. Muss man gesehen haben!
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Eredor
Geschlecht:männlichDichter und dichter

Moderator
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Beiträge: 4691
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 12.04.2011 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

mal davon abgesehen, dass ich eine gestochene Sprache nicht leiden kann; hier ist mir eindeutig too much. Du hast versucht, so viele Infos wie möglich in diesen klitzekleinen Text zu bringen. Und das hat leider nicht geklappt.

lg Dennis


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- Lütfiye Güzel
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Mardii
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Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 12.04.2011 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du,

ich sehe hier wenige Momente eines Angsttraumes sprachlich zu einem komplexen Bild verdichtet. Ich will nicht mehr dazu ausführen, da ich im Beschreiben wiederholen würde, was der Text aussagt. Ein Mangel ist die Wortwiederholung, um das Versmaß einzuhalten. Verstehe ich ja, mir fällt nur schwacher Ersatz ein. Vlt. : die Furcht ein Gittermaß des Albes … na ja.

Grüße von Mardii


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Ridickully
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Mr. Curiosity
Bestseller-Autor

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Beiträge: 4485
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Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 12.04.2011 21:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich erhöhe auf drei Federn.

LG David


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(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 14.04.2011 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe null Ahnung von Lyrik, deshalb verkneife ich mir jeglichen Kommentar und befedere aus dem Bauch heraus.

Für diesen Beitrag gibt es von mir 2 Anerkennungsfedern.

Meine Bewertung:
0x1, 1x2, 1x3, 4x4, 1x5, 1x6, 1x7, 1x8, 1x9

LG, Ana
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Bananenfischin
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor

Moderatorin

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BeitragVerfasst am: 14.04.2011 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Obwohl ich in diesem Gedicht einige Bilder sehr mag - den "Angststeinbogen", das "Gittermaß" - erscheint mir der Text insgesamt zu zerfasert.
Auch ist dies eines der Gedichte, in dem ich den Aufstieg praktisch nicht erkennen kann. Das Himmelsweiß allein reicht mir da nicht.
Daher letztlich eine unterdurchschnittliche Wertung.


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»Ob ich mir eine Dramatisierung meiner Bücher vorstellen kann? Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, in meinen letzten vier Büchern gibt es keine Handlung.« (Andreas Maier im Gespräch mit Raimund Fellinger, 2015)
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Ruth
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BeitragVerfasst am: 15.04.2011 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bewerte völlig subjektiv, nach Geschmack: 6 Federn.
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Aknaib
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 60
Beiträge: 746
Wohnort: Dresden
DSFo-Sponsor Lezepo IV


BeitragVerfasst am: 15.04.2011 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo LyrikerInnen,

mein Herz gehört der Prosa samt Handwerk.
Mit lyrischem Handwerk habe ich mich, trotz 35 Jahre selbst Gedichte schreiben, wenig beschäftigt.
Gedichte müssen in mir schwingen, daher sind meine Federn Ausdruck, wie sehr oder weniger mich deine Worte berührt haben.

  
Leider schwingt hier nichts in mir. Warum stellen "zersprungne Stufen, Ginsterflirren, Wein am Stock" ein Zerrbild jeden Bildes dar?
Zweimal ein Doppelpunkt ergibt für mich keinen Sinn mit dem hinter dem Doppelpunkten genannten.
Ich kann hier nichts zum Thema Aufstieg finden.
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Frau Ella
Autor


Beiträge: 509



BeitragVerfasst am: 15.04.2011 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hier bleiben ein paar Fragezeichen und der Eindruck, da müsste noch mehr aufgeräumt werden, geklärt, sortiert, auch gestrichen. Der Traum, muss der wirklich sein?

das Zerrbild jedes Bildes – wieso jedes?
Traum und Traumes in zwei aufeinander folgenden Zeilen, das ist ein bisschen viel des Guten.

Und Preis des Irrganges zum Tempel – wieso Preis? Wäre das Wort  nicht eher Belohnung?

Was ich verstehe: Aufstieg in Ruinen, zum Opferstein (=Angststein) eines Tempels. Im Traum? Nicht ganz sicher im Ausdruck und in den Bildern, ich stolpere über einiges, das mir unstimmig erscheint.
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 29
Beiträge: 7472



BeitragVerfasst am: 16.04.2011 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Einige Formulierungen wirken auf mich zu bemüht, dabei aber inhaltslos, etwa das Zerrbild jedes Bildes, das mit dem Doppelpunkt eine Beziehung zum Nachfolgenden anzeigen sollte, aber was dadurch ausgesagt werden sollte, bleibt mir verschlossen: Die Schilderung scheint nicht verzerrt, sondern eine alltägliche Beschreibung zu sein. Das Ginsterflirren und das Gittermaß des Traumes gefallen mir als Formulierungen aber sehr. Beim Inhalt kann ich jedoch nur raten, dass es hier um einen (wegen des Themas) Aufstieg zu einem Tempel gehen soll – doch ob etwas gewonnen oder bezahlt werden muss, bleibt offen, der Preis lässt sich doppeldeutig auslegen. Entweder erhält der nicht genannte Protagonist die Unschuld in Form des Himmelsweiß oder er büßt sie ein, die Reinheit, was mehr zur allgemeinen Stimmung passen würde. Dann wäre dieses Fragment aber auch nicht mehr als die verkünstelte Darstellung eines Alptraumes, dem nicht wirklich Bedeutung beizumessen ist. Ich habe das Gedicht einige Male gelesen und kann den Inhalt nicht auf einen Nenner bringen. Und für eine Beschreibung ist mir das zu wenig, auch wenn positiv anzumerken ist, dass die formale Umsetzung sehr gut gelungen ist.
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sali
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 31
Beiträge: 326



BeitragVerfasst am: 16.04.2011 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Gehört für mich auch in die obere Hälfte der Lyrik Beiträge. Einzig "Gittermaß" passt, finde ich, nicht so gut.
Von mir gibs 6 Federn.


_________________
"With My Feet Upon The Ground
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 27
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 17.04.2011 09:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke euch für die zahlreichen Kommentare.
Nihil deutet das Gedicht schon richtig. Es ist aber wohl eher so, dass dieses Experiment gescheitert ist. Aber das ist nicht schlimm, schließlich wird's ja noch andere Wettbewerbe geben. wink


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(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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