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Der Name der Orange

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2015
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anuphti
Geschlecht:weiblichTrostkeks

Alter: 53
Beiträge: 3701
Wohnort: Isarstrand
DSFo-Sponsor Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 08.03.2015 19:00    Titel: Der Name der Orange eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

„Mortus est.“
Die Nachricht vom Tod des Abtes verbreitete sich in panischem Flüsterton während der Laudes. Mit einem gezischten Silentium verließ der Prior seinen Platz im Chor und hastete mit dem Kellermeister in das Schlafgemach des Abtes.

„Es sieht doch ganz friedlich aus, oder?“ Die Stimme des Priors schwankte. Sein Blick huschte hilflos über den Nachttisch mit dem leeren Weinglas und dem Teller mit der Orangenschale.
„Er hat sogar noch seine Orange gegessen …“ Bestätigung heischend blickte er zu Salvatore, dem Kellermeister des Klosters. Der stand am Tisch und inspizierte die Schüssel mit den übrigen Orangen.
„Wo ist die Sanguinello?“
„Die Blutorange?“ Der Prior schluckte. „Sie muss in der Schüssel sein.“
Salvatore nahm sein Messer und halbierte rasch alle Früchte. Saftiges Gelb ohne einen Hauch von Rot. Bedächtig wischte er das Messer ab, bevor er an das Bett des Abtes trat. Erst roch er an dem Weinglas, verzog kurz das Gesicht, dann hob er die Orangenschale hoch. Auf dem Porzellan glänzten ein paar Safttropfen wie Rubine im Morgenlicht.
„Ruf die Brüder zusammen!“ Salvatore starrte immer noch auf die Orangenschale, die eine perfekte Spirale bildete.

Im Kapitelsaal herrschte bedrücktes Schweigen. Die Mönche starrten auf die Holztische und warfen mit geröteten Augen verstohlene Blicke um sich.
Salvatore kam mit einem großen Korb in den Raum und stellte ihn auf den Tisch. „Wer hat dem Abt sein Nachtmahl gebracht?“ Der Herbarius meldete sich. „Hat er dich gebeten, ihm seine Orange zu schälen?“
„Oh nein, das ist doch sein Lieblingsritual!“
Salvatore winkte ihn zu sich heran und drückte ihm den Korb in die Hand: „Verteile die Orangen!“ Und dann wandte er sich an alle: „Nehmt und esst. In Erinnerung an unseren Abt!“

Kurz darauf neigte er sich zum Prior und flüsterte: „Ruf die Carabinieri. Wir haben ihn!“
„Wer?“
„Servatius. Der neue Gehilfe des Herbarius. Er ist der einzige Linkshänder unter uns. Die Orange ist linksdrehend geschält, obwohl der Abt Rechtshänder ist. Und er weiß nicht, dass der Abt niemals Blutorangen essen würde. Sanguinellos symbolisieren das Blut Christi für ihn. Servatius wird uns einige Fragen beantworten müssen …“

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Magnus Soter
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 59
Beiträge: 291



BeitragVerfasst am: 09.03.2015 01:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hierzu fällt mir gar nichts ein – außer, dass diese Geschichte bisher mein Favorit ist.

Das ist auch so geblieben. Du hast es tatsächlich geschafft, einen richtigen kleinen Krimi zu schreiben. Klasse!


_________________
Ich bin der Klaus. lol2
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Dienstwerk
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 49
Beiträge: 1315
Wohnort: Gera/Markkleeberg
DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 02:58    Titel: Antworten mit Zitat

Platzhalter

Edit: Top10 Fünfter

Frag mich bitte nicht, wieso ---> Bauchgefühl. smile

schöner Rätselkrimi.

LG, Claudia
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Ynishii
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 42
Beiträge: 360
Wohnort: Erde


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Wahnsinn! Der mit Abstand kürzeste aber bei Weitem nicht der schlechteste Krimi, den ich je gelesen habe. Wortwahl, Dialog, Spannungsbogen, alles perfekt. Das Spiralthema anhand einer Orangenschale dezent und gekonnt integriert. Ausgezeichnet. smile extra

_________________
Verehrt mich nicht an dunklen Orten. Tretet hinaus in die Welt und macht sie bunt. - Arthamos, Gott der Künste (auch »Der Bunte« genannt)

Ich kann beweisen, dass dem Schöpfungsprozess eine gewisse kreative Eigeninitiative innewohnt. - Dr. Aurora Fleming
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 2916
Wohnort: Wangen im Allgäu


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Super. Ein so kurzer Krimi smile Aber doch alles drin.

_________________
Every Woman needs a chainsaw for a Valentine.
original: Lapidar
Great minds discuss ideas. Average minds discuss events. Small minds discuss people. Anonym.
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
"Plotpourri - kleiner Krimineller Ratgeber"
"Tod am Hexenwasser"
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 334
NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ist ja mal ein richtiger Krimi. Die Geschichte ist toll erzählt, in Anlehnung an "der Name der Rose". Ganz große Gratulation zu diesem tollen Einfall. Das ist eindeutig einer meiner Favoriten. Auch wenn ich immer noch rätsle, wie man eine linksdrehende Orangenschalenspirale von einer rechtsdrehenden Orangenschalenspirale unterscheidet. Egal, der Fall ist gelöst!

_________________
Gruß von Karolin
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Kateli
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 42
Beiträge: 258
Wohnort: D-Süd
Das goldene Gleis


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz weit oben bei mir, dieser Text!
Toll mit wenigen Worten die Klosteratmosphäre geschaffen und durchgehalten. Geniale Idee, dieser Kurzkrimi, und die Spiralform der Orangenschale ist als Corpus delicti super umgesetzt.
Einer meiner Favoriten, Hut ab!

Fazit: Kein Fazit. Nur super.

Ach so: Hier:
"Die Orange ist linksdrehend geschält, obwohl der Abt Rechtshänder ist. Und er weiß nicht, dass der Abt niemals Blutorangen essen würde. Sanguinellos symbolisieren das Blut Christi für ihn."
Da könntest du den Abt vielleicht besser in die Vergangenheit setzen, immerhin ist er tot. Also: ... Rechtshänder war ... niemals Blutorangen gegessen hätte ... usw.


_________________
Zombies just want hugs
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Einar Inperson
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo SpiralSchreibfeder,

Ein Klosterkrimi, der mir die Lösung der Apfelsinenschalenspirale bietet, aber die Tat und das Motiv bleibt völlig hinter den Klostermauern verborgen.

De Titel ist misslungen, wie ich finde. Wie wäre es mit Orangenschalenmysterium.

Ich habe eine Persiflage erwartet und finde ein Wer - Ist - Der - Täter. Klar mein Problem. Nee, eigentlich nicht. Denn dein Titel macht mir Versprechungen (síehe oben) Sicher ist es bei der geringen Anzahl erlaubter Worte auch schwierig, eine düstere oder gegensätzliche Stimmung zu zaubern.

Aber in der Geschichte bleibe ich als Leser eher außen vor. Die handelnden Personen bleiben mir fremd. Und Täter ist dann noch ein Charakter, von dem nur ein Name auftaucht.


_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

si tu n'es pas là, je ne suis plus le même

"Ehrfurcht vor dem Leben" Albert Schweitzer
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tronde
Hobbyautor


Beiträge: 405

Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt eine Liste, aus deren Bewertungspunkten ich die wichtigen Sachen herausgreife, völlig subjektiv eingefärbt natürlich. Letztlich waren es Einzelheiten, die die bepunkteten Texte aus den guten herausragen ließen.


Acht Punkte.

Ich liebe Krimis. Pluspunkt für die Titelanlehnung.
Bei aller Liebe zum Krimi war - wohl der Kürze geschuldet - der Text für mich auf eine Art leblos (nicht nur der Abt Smile ) Viele Charaktere angerissen und wenig Innenleben, wenn das verständlich ist.
Daher kein Kandidat auf 12 oder 10 Punkte, aber nur knapp.

Grüße
tronde
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 10.03.2015 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour!

Das Spiralthema kommt hier als spiraliges Schälen von Orangen daher. Prima Idee. Dazu das ironische Spiel mit dem Klassiker "Der Name der Rose". Klasse.

Du breitest geschickt in diesem begrenzten Format einen ganzen Fall aus, von der Entdeckung des Toten bis zur Ermittlung des möglichen Mörders. Ein sehr ambitioniertes Unterfangen, auch wenn mir der Fall mit der einzigen Blutorange im Korb voller Orangen etwas zu gezwungen/konstruiert erscheint und stark in Richtung Logikbruch geht. Dass sich in der Schüssel mit den Orangen eine Blutorange befinden muss, verwirrte mich und ich fragte mich, was das soll und woher Salvatore weiß, dass in der Schüssel eine Blutorange fehlt? Warum sollte in der Schüssel des Abtes eine Blutorange sein müssen, obwohl dieser keine Blutorangen isst? Für mich ein gezwungener Kniff, damit Salvatore der Orange mehr Beachtung schenkt, den es aber nicht bedurft hätte. Die Auflösung des Falles ist unabhängig von der Orangensorte.
Dennoch, insgesamt eine gelungene Geschichte, in der die Spiralenform der Orange zur Auflösung des Falles beiträgt.

Du bist für mich leider nicht unter den zehn Texten, die Punkte bekommen: sept points.

Merci beaucoup!

LG,
Constantine
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Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 53
Beiträge: 1760
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 10.03.2015 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Oh das ist ein hübsches Wiedersehen mit dem Namen der Rose. Ein Mini-Krimi, der ein Literaturzitat ist. Schön!

Der Krimi in sich ist - glaube ich - stimmig, obwohl ich mir im Zusammenhang mit der Blutorange nicht ganz schlüssig bin, - das Links- und Rechtsdrehen an sich hätte doch schon gereicht, oder? - aber dafür muss ich (mitten in der Leserunde!) später nochmal reinschauen, was ich dann aber gerne tue, weil für mich hier ansonsten alles stimmt: Schreibstil, lässig gut platzierte Spiralform, Spannungsbogen. Runde Sache! Gerne gelesen!

Also: ich habe sie tatsächlich nochmal und nochmal gelesen und mir löst sich doch am Ende das Rätsel der Blutorange nicht: äußerlich unterscheidet sie sich nicht von der anderen (ja doch, ich habe es doch gegoogelt), was sich ja auch im kontrollierenden Durchschneiden widerspiegelt. Aber: warum ist dann, wenn der Abt sie niemals essen würde, überhaupt eine ... Ah! Jetzt habe ich es kapiert!

Oder doch nicht? Weshalb zögert Servatius dann am Ende, eine Orange zu essen. Ich komme einfach nicht dahinter.

Jedenfalls habe ich Spaß an der Geschichte, sogar so viel, dass ich immer noch daran knobele und von daher gibt es hier satte sieben Punkte.
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Babella
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 55
Beiträge: 600

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 10.03.2015 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht so finster wie in "Der Name der Rose", aber die Klosteratmosphäre kommt schon rüber. Ein Detail gibt den entscheidenenden Hinweis - die Art, eine Orange zu schälen.

Aber das Mordmotiv fehlt. Der Täter kommt auch aus dem Nichts. Schade. Das macht die Sache ein bisschen - hm - unrund.
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Nordhesse
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 32



BeitragVerfasst am: 10.03.2015 22:46    Titel: Re: Der Name der Orange Antworten mit Zitat

Hi,

ich hoffe da ist etwas brauchbares für dich dabei:

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:
„Mortus est.“
Die Nachricht vom Tod des Abtes verbreitete sich in panischem Flüsterton während der Laudes. Mit einem gezischten Silentium verließ der Prior seinen Platz im Chor und hastete mit dem Kellermeister in das Schlafgemach des Abtes.

„Es sieht doch ganz friedlich aus, oder?“ Die Stimme des Priors schwankte. Sein Blick huschte hilflos über den Nachttisch mit dem leeren Weinglas und dem Teller mit der Orangenschale.
„Er hat sogar noch eine Orange gegessen …“ Bestätigung heischend blickte er zu Salvatore, dem Kellermeister des Klosters. Der stand am Tisch und inspizierte die Schüssel mit den übrigen Orangen.
„Wo ist die Sanguinello?“
„Die Blutorange?“ Der Prior schluckte. „Sie muss in der Schüssel sein.“ Wenn sie von seiner Abneigung gegen Blutorangen wissen, warum hat er dann überhaupt eine auf seinem Zimmer?
Salvatore nahm sein Messer und halbierte rasch alle Früchte. Saftiges Gelb ohne einen Hauch von Rot. Bedächtig wischte er das Messer ab, bevor er an das Bett des Abtes trat. Erst roch er an dem Weinglas, verzog kurz das Gesicht, dann hob er die Orangenschale hoch. Auf dem Porzellan glänzten ein paar Safttropfen wie Rubine im Morgenlicht.
„Ruf die Brüder zusammen!“ Salvatore starrte immer noch auf die Orangenschale, die eine perfekte Spirale bildete.

Im Kapitelsaal herrschte bedrücktes Schweigen. Die Mönche starrten auf die Holztische und warfen mit geröteten Augen verstohlene Blicke um sich.
Salvatore kam mit einem großen Korb in den Raum und stellte ihn auf den Tisch. „Wer hat dem Abt sein Nachtmahl gebracht?“ Der Herbarius meldete sich. „Hat er dich gebeten, ihm seine Orange zu schälen?“
„Oh nein, das ist doch sein Lieblingsritual!“ Das weiß er, aber von der Abneigung gegen Blutorangen weiß er nichts?
Salvatore winkte ihn zu sich heran und drückte ihm den Korb in die Hand: „Verteile die Orangen!“ Und dann wandte er sich an alle: „Nehmt und esst. In Erinnerung an unseren Abt!“

Kurz darauf neigte er sich zum Prior und flüsterte: „Ruf die Carabinieri. Wir haben ihn!“ Das impliziert ja die Suche nach einem Mörder, aber bisher kamen noch keine Gründe, weswegen man an einem natürlichen Tod zweifeln müsste. Vielleicht eher: "Ich glaube, wir brauchen die Carabinieri." Den Grund erklärst du ja anschließend.
"Wen?"
„Servatius. Der neue Gehilfe des Herbarius. Er ist der einzige Linkshänder unter uns. Die Orange ist linksdrehend geschält, obwohl der Abt Rechtshänder ist.
Kann man bei der Orangenschale erkennen, wo der Anfang ist? (Ich habe gerade keine zur Hand, um es zu probieren.) Ansonsten könnte man sie um 180° drehen und sie sähe aus, als hätte ein Rechtshänder sie geschält.
Und er weiß nicht, dass der Abt niemals Blutorangen essen würde. Sanguinellos symbolisieren das Blut Christi für ihn. Servatius wird uns einige Fragen beantworten müssen …“
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 11.03.2015 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Der Name der Rose. Selbst der Titel unverblühmt geklaut. Würde mich nicht wundern, wenn die Detektiv-Story schon mal in einer Fernsehbeilage abgedruckt gewesen wäre.

Jedenfalls. Solide geschrieben. Schale als Spirale als Tatindiz und schlagkräftigen Beweis für den (mittelalterlichen?) Sherlock-Mönch.


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Lionne
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Ei 8


BeitragVerfasst am: 11.03.2015 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin beeindruckt. Ein Krimi in dieser Kürze muss man erst mal hinkriegen. Diese Geschichte gehört eindeutig zu meinen Favoriten!
Einzige Frage: Ist zwischen links- und rechtsgeschälter Orangenschale tatsächlich ein Unterschied zu erkennen?? Rolling Eyes Laughing


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C.S. Lewis
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MShadow
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Alter: 17
Beiträge: 322



BeitragVerfasst am: 11.03.2015 14:03    Titel: 2 von mir Antworten mit Zitat

Das ist eine interessante Idee mit einem flüssigen Schreibstil. Sie hat mich  leider nicht ganz so überzeugt. Außerdem kann ich mich schwer mit den Protas identifizieren. AUch die Schlussfolgerung wird mir nicht klar.

Deswegen gibt es leider nur 2 Punkte.


_________________
WARNUNG! Diese Person ändert ihre Signatur, ihren Schlüsselanhänger und ihr Nummernschild für ihren zukünftigen Wagen sehr oft.

Wer nichts weiß, aber weiß, dass er nichts weiß, der weiß mehr als der, der nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß.
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1564
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 11.03.2015 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Der Name der Rose in 350 Worten.

Abt tot, findiger Klosterermittler findet mit Verhaltenstest den Mörder heraus.

Das ist ein feines rundes Stück Geschichte. Nicht tiefschürfend, ein bisschen wie eine literarische Praline, die auf der Zunge zergeht und einen angenehmen Geschmack hinterlässt. Sauber gefertigt, gut abgeschmeckt. Süffig.
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3727

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 11.03.2015 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Hommage an Umberto Eco. smile

Auf den ersten Blick kam mir das wie ein konsistenter Kürzestkrimi vor und ich fühlte mich durchaus amüsiert (und ich mag das Werk, auf das du dich damit beziehst). Mir gefällt auch die Art, wie die Spirale die Schlüsselfunktion einnimmt bei der Klärung des Falls.
Wenn ich mich dann wirklich hineindenke, erscheint mir aber doch manches unlogisch. Die Blutorange: Die Mönche wissen, dass im Korb genau eine Blutorange war (wozu, gerade wenn der Prior sie nicht mochte?), können sie jedoch nicht von außen identifizieren, sondern müssen alle teilen. Der Mörder andererseits war scheinbar in der Lage, sie zu unterscheiden. Er hat aber nicht gewusst, dass der Prior keine Blutorangen mochte - trotzdem hat der die aber offenbar widerstandslos gegessen?
Oder steh ich völlig auf dem Schlauch?

In die Punkteränge schafft es der Text bei mir im Vergleich eher nicht. Abgesehen von den Logiklücken (die sind entweder auszumerzen, oder wenn es "nur" um Verständlichkeit geht, der Zusammenhang womöglich klarer zu machen) habe ich die Geschichte aber gerne gelesen.
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 65
Beiträge: 5415
Wohnort: ebenda
DSFo-Sponsor Ei 10


BeitragVerfasst am: 12.03.2015 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

da ich nicht glaube, dass man sehen kann, ob jemand eine Orange mit der rechten oder linken Hand geschält hat, kann ich dir für deine Geschichte leider keine Punkte geben. Es wäre der Sache dienlich gewesen, wenn du Hinweise gegeben hättest, inwiefern sich links- von rechtsdrehenden Spiralenschalen unterscheiden.

Ansonsten gefällt mir der Ort der Handlung, sowie die kurze Beschreibung der Mönche mit ihren geröteten Augen und die Stelle.

Zitat:
Auf dem Porzellan glänzten ein paar Safttropfen wie Rubine im Morgenlicht.


LG gold


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es sind die Krähen
die zetern
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Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5676
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Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 12.03.2015 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fange mal an zu kommentieren in der Prosa. Werde sicher nicht alle Texte hinbekommen, geschweige denn zum Bewerten.

Das ist ein cleverer kleiner Kurzkrimi.
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 972



BeitragVerfasst am: 13.03.2015 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Mangel an Erfahrung werde ich mich beim Kommentieren auf wenige Punkte beschränken:
Das Motiv ‚Spirale‘ ist, natürlich, durch die links- oder rechtsgedrehte Orangenschale im Text integriert.
Geschickter, gekonnter, kleiner Mini-Krimi.
Lebendige Sprache, die es schafft, den Leser in die Bilder des Textes hineinzuziehen.
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Lorraine
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 696
Wohnort: France
Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 14.03.2015 05:47    Titel: Antworten mit Zitat

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