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Ein Gang

 

 
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 28
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 18.12.2011 20:37    Titel: Ein Gang eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein Gang



Von dem, was wir uns wünschten, waren wir noch fern:
In Sommerstille wand der Pass sich schlangenhaft
zu Hügeln hin, die keiner je gesehn, ein Stern
der Einsamkeit am Himmel: In die Henkerskraft

der Hitze eingewickelt wie ins Gräbertuch,
erlahmten wir bald mehr und mehr, bis wir fühlten,
was uns die Wandrung aufgezwungen: einen Fluch,
dass wir uns durch die Felsenmassen wühlten,

bis wir dort hingelangten, was uns heilig sei:
Wir könnten, sagte einer, Blumenhain ihn nennen –
nein – seis drum, das hier ist doch alles einerlei,
wir müssen zusehn, dass wir niemals hier verbrennen.

Und so kam dann der Weg in unsren müden Blick,
der sich den Berg hochwand  - und er schimmerte
wie eine Schlangenhaut - es gab nun kein Zurück,
denn was vor unsrem Aug sich zeigte, flimmerte

und lockte, lockte! Schattenspiel empfing in Hängen
die Armen, die sich hier verirrten; so verspürten wir
ein ungestümes, ins Gestrüpp uns ziehndes Drängen,
das uns bald vorkam wie das Rufen eines Tiers.

Die Dornen kratzten uns die Hände blutig auf,
in Sonnenschleiern tränten uns die matten Augen.
Wir ließen unsre roten Spuren auf dem Felsenlauf,
die uns von Tigern sprachen, die sich Beute rauben.

Wir fühlten uns erinnert an die Dschungelhaine,
die wir zuvor beschritten. Keine Bäume vor
uns. Schlangen schlichen bald um unsre Beine,
wir schrien: Lasst uns!, doch sie schützten Frieden vor

und bissen uns mit ihren unsichtbaren Zähnen.
Dann strömte schnell das Gift in unsre heißen Leiber,
kaum dass wir endlich uns in Schatten wähnten –
und rings aus toten Bäumen schrie ein irrer Kleiber –

wir schleppten uns den Pfad hoch, Steine starrten,
und schwankend waren sie uns schnell bedrohlich fern.
Wir schwebten bald in Höhen, bis wir still verharrten
vor allem Kreischen – endlich der gebeugte Stern,

die Sonne also, der den Weg zu sehn uns gab.
Wir kommen nicht mehr an, so flüsterten wir vier
in diesen Dom aus Orgeln, in das schwüle Grab –
es bleibt bei all dem, was wir finden; hier, nur hier

sei unser Land. Wir legten uns wie müde Schatten
in einen Blumenhain, der in dem Schrein verschwand,
den keine Quelle wusch, und was wir Schönes hatten,
verdorrte hinter unsrer Stirn in einem wilden Brand,

den selbst die Sonne niemals fachte. Den Gipfel schauen:
Das war für uns das Ziel. Doch jetzt: ein Knirschen,
das aus dem Boden drang an unser Ohr, ein Brauen
wie von den Hexen-Zaubersäften, und ein Pirschen -

dann Tigertatzen, die uns näher kamen, ihre Fährten
versprachen uns den Tod, den wir so sehr ersehnten –
da sie die Ruh, die wir uns nie gewährten,
schnell brachten, dass wir uns in unsrem Lande wähnten.



_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 28
Beiträge: 3309
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 20.12.2011 09:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Was hab ich hier nur wieder verbrochen?

_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

Life is what happens while you are busy making other plans.
- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

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Jocelyn
Bernsteinzimmer

Alter: 55
Beiträge: 2653
Wohnort: Königstein im Taunus
Das Silberne Fahrrad Ei 1



BeitragVerfasst am: 21.12.2011 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Dichter,

ogottogottogott, also ich find das interessant. Das sage ich immer, wenn ich total ratlos bin.
Metrik: Katastrophe.
Logik? Weiß nicht, Bergschlangen, Tiger, Kleiber. Der Stern, die Sonne,
Zitat:
der den Weg zu sehn uns gab.  
Geht gar nicht.
Etwas wirr? Etwas????

Aber: Es ist lang, es ist gereimt, es ist anspruchsvoll eingepackt. Das darf man ja nicht vergessen, mal abgesehen von den abgezählten Sekunden, die zur Verfügung standen. Ja, und wenn man sieht, was andere so an Lyrik abgeliefert haben (Wo, wo sind sie, gibt es Lyriker??? Ok, ok, habe eine gefunden, da irgendwo ist noch ein Gedicht, aber was ist das denn??), dann muss man ja eigentlich schon mal das Startguthaben auf drei Federn festlegen, alles andere kommt noch dazu. Also: Fünf Federn Laughing


_________________
If you dig it, do it. If you really dig it, do it twice.
(Jim Croce)

Die beständigen Dinge vergeuden sich nicht, sie brauchen nichts als eine einzige, ewig gleiche Beziehung zur Welt.
(Aus: Atemschaukel von Herta Müller, Carl Hanser Verlag, München 2009, Seite 198)

"Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer."
(Voltaire)
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LauraM
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Alter: 39
Beiträge: 120
Wohnort: Kanada


BeitragVerfasst am: 21.12.2011 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wie schafft man das in zwei Stunden?
Ich bin beeindruckt.
Da ich mir jetzt mit der Personenanzahl unsicher bin und nicht weiß, wie es für Lyrik gefordert war, gucke ich nochmal nach und lass meine Bewertung später hier.

Lg Laura
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichShow-don't-Tellefant


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Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
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BeitragVerfasst am: 23.12.2011 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist sehr, vielleicht zu wortgewaltig/-wandt/lyrisch. Mir kommt der Text vor wie ein Alptraum beim Lesen, auch wie solche Träume etwas irrsinnig. Die letzte Zeile verstehe ich nicht.
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Rufina
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Beiträge: 769



BeitragVerfasst am: 26.12.2011 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wüsste gerne, wo genau die Handlung spielt. Wegen des Klimas und des Tigers, würde ich jetzt mal auf Indien tippen?
Auch hier bin ich mir mit dem Metrum nicht sicher, aber ich würde behaupten, es stimmt nicht ganz, weil es von der Silbenzahl nicht hinkommt?

Viele Grüße
Rufina


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Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden. (Douglas Adams)
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Piratin
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Beiträge: 2466
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 29.12.2011 11:41    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber FFF-Teilnehmer,

Ich bin überrascht wieviel Lyrik man in zwei Stunden verfassen kann. Ich gebe zu, ich habe bisher noch nie Lyrik bewertet, und versuche mich das erste Mal. Es enstehen an manchen Stellen sehr starke Bilder (Schlangen schlichen bald um unsre Beine,
wir schrien: Lasst uns!, doch sie schützten Frieden vor
und bissen uns mit ihren unsichtbaren Zähnen.)
an anderen dann wieder weniger. Ich dachte, dass schon der Schlangenbiss den Tod bringen wird und die Erwartungshaltung an den Tiger hat mich dann wieder ein bißchen rausgebracht.


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TET
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Beiträge: 591



BeitragVerfasst am: 29.12.2011 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Das muss ich einige Male durchlesen um zu einer Befederung zu kommen.

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Ich muß in meinem Leben schon blödsinnigeres getan haben, weiß aber leider nicht, wann.
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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 01.01.2012 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

guten morgen

für die kürze der zeit ist das schon beträchtlich. von der länge her vor allem. du versuchst es hier teils mit alexandrinern. ohne jetzt metrisch alles genau durchgegangen zu sein, ist das alles sechshebig. die für den alexandriner aber typische zäsur fehlt an mehreren stellen, sodass der rythmus teils doch gewagt holpert. dazu tragen auch einige sehr harte zeilenumbrüche bei, die sätze und rythmus hier und da doch gewaltig auseinander reißen. natürlich aber nochmal: die zeit war kurz und da sollten solche dinge nicht hundertprozentig ins gewicht fallen.

eines meiner allgemeinen probleme der (modernen) gereimten lyrik: warum muss ein gereimtes gedicht immer diesen alten, erhaben hohen stil nachahmen, den man doch schon aus aus den letzten jahrhunderten kennt? ich habe selber die erfahrung gemacht, dass man da irgendwie reinrutscht, sobald man mit dem reimen anfängt. aber eigentlich ist das doch quatsch. auch ein gereimtes gedicht sollte sich einer sprache bedienen, die der heutigen zeit irgendwie angemeßen ist. und wenn es das nicht tut, dann braucht das eine klare begründung. was will der autor mit diesem "antiken" stil sagen? denn sobald das nicht klar ist, wird die sprache zu einer pseudosprache, die nur fehlerhaft nachahmt, anstatt etwas neues zu sagen. ich sehe das problem auch hier.

zum inhalt kann ich sagen, dass ich ihn sehr verworren finde. was da genau passiert, ist mir auch nach mehrmaligem lesen nicht klar, obwohl ich mir vorstellen könnte, dass du von deiner "geschichte" beim schreiben doch ein ziemlich klares bild vor augen hattest. ich fühle mich irgendwie im kreis herumgedreht, der text scheint länger und länger zu werden, ohne wirklich auf etwas hinauszulaufen. die auf den reim gezwungene sprache macht alles sehr kryptisch, so funktionieren auch die bilder nur teilsweise. alles wirkt sehr zusammengeschustert.

in anbetracht der restlichen lyriktexte hier im wettbewerb gebe ich dir 5 federn.

gruß
roman


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adelbo
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BeitragVerfasst am: 01.01.2012 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

für mich ist dieses Gedicht eine sagenhafte Leistung. In nur zwei Stunden geschrieben und in meinen Augen gut geschrieben.
Ich bin kein Lyriker und tue mich mit Metrik schwer. Deshalb beurteile ich aus dem Bauch heraus und sage mir gefällt das Gedicht.
Die Vorgaben sind erfüllt.

adelbo


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Mardii
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Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 02.01.2012 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Guy,

meine Vorstellungen von einer Ballade sind sehr eng: lang, rhythmisch und gereimt und ein dramatisches Ereignis muss sie beinhalten.
Da die Vorgaben der Veranstalter aber weiter gefasst waren, rücke ich mal davon ab und werde sehen was ich vorfinde.

Meine Kriterien erfüllst du, die Vorgaben ebenso. Schön hätte ichs gefunden, wenn dem Text, was nirgends hervorgeht, ein klassischer Fall zu Grunde läge, wovon ich Anklänge verspürte. Womit ich beim mir unangenehmen Pathos in manchen Zeilen anlange, das ich unter dieser Voraussetzung besser verkraftet hätte. Zu viel verlangt, weiß ich. Deshalb gute Federn.

Grüße von Mardii


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`bin ein herzen´s gutes stück blech was halt gerne ein edelmetall wäre´
Ridickully
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anuphti
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BeitragVerfasst am: 02.01.2012 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Gedicht habe ich besonders gerne gelesen, weil mich die Sprachmelodie gefangen genommen hat.

Obwohl es definitiv eine Ballade ist, ist es trotzdem nicht wirklich meins, weil ich nicht genau weiß, wovon Du erzählst.

Es erinnert mich an meine Deutschaufsatz-Aufgabenstellungen ... finde heraus worum es in diesem Gedicht wirklich geht ...

Dschungel, Tiger, Blumenhaine, irre Kleiber ... Bilder über Bilder, und ich verirre mich darin.

Metrik und Reime verraten den geübten Lyriker, und wie gesagt, sehr gerne gelesen und im Fluß der Bilder geschwommen.

Aber ich mag es gerne etwas klarer Embarassed

Von mir sehr gute 7 Federn.

Liebe Grüße Nuff


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Amaryllis
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BeitragVerfasst am: 06.01.2012 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Inko,

leider kann ich dir keine fundierte Kritik zu deinem Gedicht geben, da ich mich selbst überhaupt nicht als Lyrikerin bezeichnen würde. Ich finde allerdings, dass dein Gedicht so geschrieben ist, wie ich mir eine Ballade vorstelle, vor allem wenn ich jetzt an Goethe oder Schiller denke. Einfach, weil es sich reimt und weil es die Geschichte einer Personengruppe erzählt, also eine tatsächliche Handlung hat.

Leider finde ich auch, dass es manchmal aufgrund der vielen Bilder schwierig ist, dieser Handlung zu folgen. Andererseits finde ich es aber auch sehr schön, dass du so viele Bilder verwendest, zum Beispiel die Schlange, die sich dann wie ein roter Faden durch das Gedicht zieht.

Ich weiß nicht, ob dir das jetzt irgendwie weiterhilft, aber ich hab mir gedacht, ich versuch es einfach mal, hier auch zu kommentieren.

Liebe Grüße,
Ama


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EdgarAllanPoe
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Die Tauben
BeitragVerfasst am: 09.01.2012 19:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich danke euch für alle Kommentare und die Bewertungen.
Meine Ballade hatte nicht das Ziel, eine konkrete Begebenheit zu erzählen, ich hatte vielmehr die Absicht, anhand einzelner Bilder der Bedrohung (z. B. der Schlangen) eine fiebrige Stimmung herzustellen, die sich so auch auf den Leser auswirken sollte. Deshalb ist es auch nicht weiter schlimm, wenn man beim Lesen nicht mitkommt, nein, es ist sogar besser so, denn dann hat sich meine Intention ja erfüllt.
Dass die Sprache sehr pathetisch ist, ist mir auch bewusst. Rückblickend würde ich kein derartiges Gedicht mehr schreiben wollen. Erschlagen von ihren (negativen) Eindrücken sollen ja nicht nur die Wanderer sein.
Roman, was verstehst du unter einem gut gereimten, aktuellen deutschen Gedicht? Kannst du dafür vielleicht ein Beispiel geben?


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