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Die Freiheit führt das Volk / Viva La Vida or Death and all his Friends

 
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Eredor
Geschlecht:männlichDichter und dichter

Moderator
Alter: 26
Beiträge: 4569
Wohnort: Heidelberg
Das silberne Stundenglas DSFx
Goldene Harfe Pokapro III & Lezepo I


Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 11.09.2016 18:00    Titel: Die Freiheit führt das Volk / Viva La Vida or Death and all his Friends eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat


Die Freiheit führt das Volk / Viva La Vida or Death and all his Friends


Damen und Herren, was ist das? Lyrik oder Prosa, Musik oder Mensch, Bewegung oder Stillstand? Versetzen Sie sich in ein Auto. Direkt auf den Asphalt, mittlere Fahrspur, mittlerer Vers, mittleres Frankreich. Worte zu Ihrer Rechten und Worte zu Ihrer Linken. Irgendetwas bewegt sich immer, aber ist es das Auto oder die Erdkugel, auf der es stillsteht? In zwei Stunden werden wir es wissen, behauptet Johanna, aber wer stellt die Frage? Johanna, die den Gang wechselt, den Blick in die Dunkelheit gerichtet, immer zehn Meter voraus denkend. Kompakte Stimme, wallendes Haar. Überfliegt die Worte, wechselt zwischen Vers und Vers, die Lichthupe auf Anschlag. Immer den Horizont fixieren, lacht sie, die Feinmotorik erledigt das Unterbewusstsein. Aber bewegen wir uns wirklich? In zwei Stunden werden wir es wissen, weiß die Navigations-App jetzt schon. Doch wer erreicht hier wen, wenn es soweit ist: wir Paris oder Paris uns? Der Mensch die Musik oder die Musik den Menschen? Versetzen Sie sich nach Paris. Die Treppen von Sacre Coeur, vor Ihnen tausende Gebäude, die alle nicht größer sein dürfen als der Eiffelturm. Eine Frau Mitte 20, auch nicht größer als der Eiffelturm, die Ukulele auf Anschlag. Kompakter Körperbau, stramme Beine, knackiger Hintern, grenzenlose Stimme. Viele Dinge sind größer als der Eiffelturm, man darf sie nur nicht sehen können, sagt Johanna. Vielleicht war es gar keine Ukulele, sondern ein Bajonett; keine Stadt, sondern ein Trümmerhaufen; kein Hintern, sondern eine entblößte Brust, Öl auf Leinwand, 260 x 325 cm, irgendwo im Louvre, auch kleiner als der Eiffelturm. Da ist eine Lücke, wo eine Wand sein sollte, gefüllte Leere, wo Worte stehen könnten. Malen bedeutet, die Leinwand ihrer weißen Weste zu berauben. Prosa bedeutet, die Lyrik ihrer Leere zu berauben. Ankommen bedeutet, sich für eine der vielen Unwahrheiten zu entscheiden. Wir waren noch nie in Paris, Johanna und ich, und ich habe es auch nicht vor. Aber gegen Johanna kommt man nicht an, sie denkt uns weiter voraus, in Zehnmeterschritten durch Frankreich, den Blick auf den Horizont gerichtet. Und ich sitze daneben, den Blick auf ihr Profil gerichtet, links und rechts von uns Worte. Bewegen uns oder bewegen uns nicht auf dem mittleren Vers, der vielleicht nur eine Auslassung in der Geschichte ist. Vielleicht liegen wir auch nur nebeneinander im Bett und starren an die Decke, oder ich starre an die Decke und Johanna starrt ins Nichts. In zwei Stunden werden wir es wissen.

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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1440
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 11.09.2016 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Schöner Text, gefällt mir. Auch die Vorgaben sind gut umgesetzt. Habe zwar erst zwei andere Texte gelesen, aber dieser hier kriegt bestimmt Punkte von mir.

Edit: Und zwar sogar 10 Punkte. Meine Nummer zwei.

LG,
Veith


_________________
»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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halcyonzocalo
Geschlecht:männlichEinsamer Trancer

Alter: 28
Beiträge: 1252
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo


BeitragVerfasst am: 12.09.2016 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist wohl der experimentellste Text beim diesmaligen Wettbewerb. Insbesondere der Beginn ist auch äußerst ungewöhnlich und hat mein Interesse geweckt, da ich oftmals ein "Faible" für Ausgefallenes habe. Aber leider muss ich sagen, dass ich hiermit nicht allzu viel anfangen kann. Dazu habe ich nach mehrmaligem Lesen immer noch zu viele Fragezeichen über dem Kopf. Interessant ist, wie hier die Vorgaben aus der Prosa und der Lyrik miteinander verflochten werden, aber irgendwie... Vor allem mit der Umsetzung der Vorgaben tue ich mich hier auch sehr schwer. Dass einer der Autoinsassen nicht sagen kann, ob der Wagen sich bewegt oder nicht, ist hier in meinen Augen unzureichend zu erkennen, es wird nur kurz als "philosophische Frage" ausgegriffen und was nun genau in zwei Stunden sein wird, das wird für mich auch nicht eindeutig beantwortet. Sprachlich teilweise gelungen und interessant, aber nichts, was mich unbedingt anspricht. Einen längeren Text dieser Art würde ich wahrscheinlich nicht unbedingt lesen wollen. Außerdem weiß ich mit dem Titel irgendwie nichts anzufangen. Also: Interessanter Ansatz, aber eher nicht so meins.

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Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 12.09.2016 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Während ich bei der letzten Geschichte Absätze schmerzlich vermisst habe, fehlen sie mir hier nicht - das Ganze kommt wie ein einziger langer, vielfältiger Satz herüber, ist flott geschrieben und nimmt sich nicht zu ernst. Gefällt mir!

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U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 12.09.2016 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekannter Autor smile

Der Titel ist deutsch, spanisch und englisch, die Geschichte selbst handelt von einer Fahrt durch Frankreich ... ob nun in einem realen Fahrzeug oder in Gedanken (Im Bett liegend und auf das Profil der Partnerin schauend) sei dahingestellt - klingt schon mal weltoffen wink

Blocksatz (bzw. manuell spationierter Text) ist an sich nicht sehr leicht zu lesen - aber trotzdem bleibe ich nicht zwischen den Zeilen hängen. in dem kurzen Block werden so viele philosophische Fragen gestellt, dass die geforderte Themenstellung einfließt, ohne aufzufallen. Obwohl die Fragen nicht beantwortet werden, fesselt mich der Text auf seine ganz eigene Weise.

Zitat:
Prosa bedeutet, die Lyrik ihrer Leere zu berauben.
wenn da mal nicht einige Lyriker aufschreien wink

Das Motte für die Fahrt nachhause habe ich auch gefunden:
Zitat:
Immer den Horizont fixieren, lacht sie, die Feinmotorik erledigt das Unterbewusstsein.
Mal sehen, in welcher der vielen Unwahrheiten ich damit ankomme: in den eigenen vier Wänden oder im Krankenhaus ...

Was werden wir denn nun in zwei Stunden wissen: Ob das Navi die Fahrzeit richtig berechnet hat, oder ob der Wecker auch am nächsten Morgen wieder klingelt?


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Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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Einar Inperson
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

die 2

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Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

si tu n'es pas là, je ne suis plus le même

"Ehrfurcht vor dem Leben" Albert Schweitzer
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Fragen über Fragen, dazu viele Gedankenspiele, die noch mehr Fragen aufwerfen. Ein bisschen fühle ich mich mit deinem Text wie im Varieté, wo der Moderator zur Einstimmung des Puplikums ohne Punkt und Komma von einem Witz zum nächsten kommt.

_________________
Die meisten Denkmäler sind innen hohl
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poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
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Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 14.09.2016 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, mit dem Klang einer Varieté-Ansage gestartet, von Anfang bis Ende in Bewegung. Für mich eine sehr gelungene Umsetzung und darüberhinaus ein sehr bedenkens/bedankenswerter Text!

Da ich schon an anderer Stelle 12 Pkt. vergeben habe, folgt hier die 10.

LG - Poetnick


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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Eredor
Geschlecht:männlichDichter und dichter

Moderator
Alter: 26
Beiträge: 4569
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Das silberne Stundenglas DSFx
Goldene Harfe Pokapro III & Lezepo I


Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 14.09.2016 10:57    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Aha. Da hast du also zu viel von Hoppe gelesen und dachtest dir, du schreibst mal schnell eine Pastiche. Dann lass dir mal gesagt sein, du Bengel: Du bist nicht Hoppe! Und jetzt schreib deine Hausarbeit weiter.

_________________
"vielleicht ist der mensch das was man in den/ ersten sekunden in ihm sieht/ die umwege könnte man sich sparen/ auch bei sich selbst"
- Lütfiye Güzel
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 37
Beiträge: 1152
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BeitragVerfasst am: 14.09.2016 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ein guter Text.

Sorry für den knappen Kommentar; wenn du willst gehe ich noch mal in mich und sag dir, warum du Punkte von mir bekommst.


_________________
Meer
ein Rauschen unter den Füßen
bewegen sich Blätter fliegen

zerstäuben im Wind
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firstoffertio
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Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 14.09.2016 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Schön kurz, und trotzdem interessante Gedanken darin. Lesen macht Spaß.

Lieblingsstellen die über Prosa und Lyrik. Und:

"Irgendetwas bewegt sich immer, aber ist es das Auto oder die Erdkugel, auf der es stillsteht?"
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hobbes
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Beiträge: 2981

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 15.09.2016 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Das hier mag ich natürlich. Vielleicht führe ich noch genauer aus, warum, aber zuerst mal frage ich mich, was Coldplay mit der Sache zu tun hat? Die Musik, die im Auto läuft? Ausgerechnet Coldplay. Wenn schon, dann sollte das doch wenigstens bitterste Notwendigkeit (für den Text) sein. Die sehe ich hier nicht, aber ich werde ja noch mal wiederkommen, vielleicht finde ich sie dann und vielleicht schreibe ich dann auch noch, warum ich den Text mag.


**

Waaahh. Jetzt habe ich einen Ohrwurm. Einen schlimmen Ohrwurm. Tja, das gibt Minuspunkte.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1863
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 15.09.2016 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tolle Sprache, der Titel irritiert etwas, die zwei Stunden bleiben ungewiss, aber ich mag Johanna:
Zitat:
sie denkt uns weiter voraus,

Ganz sicher Punkte


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 16.09.2016 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wildes Gewuschel über was gerade so durch den Kopf fliegt.

Was mir gefällt:
Dass diese wilde Sammlung völlig unzusammenhängender Versatzstücke den Arsch in der Hose hat, Technik, Musik, Malerei, den Mythos Paris und eine geheimnisvolle Frau mit den Eigenschaften eines Autopiloten in einen Text zu quetschen. Sprachlich ist das schön gewaltig, Grammatikalisch soweit ich es bisher gesehen habe, korrekt.

Was mir nicht gefällt:
Die predigtartige Ansprache, die (Gottseidank) nicht durchgehalten wird. Die Abwesenheit irgend eines Sinns (obwohl die meisten Sinne angesprochen werden). Die Zielführung ins Nicht.

Fazit:
Diese pseudo-deepe Ansammlung gechannelten Bullshits macht irgendwie Spass.


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 37
Beiträge: 275
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 16.09.2016 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Vorgaben:
Thema »Der fehlende Vers«
Lieber Autor, fehlt der Vers, oder fehlt er nicht? Ist es eine Lücke. Wo eine Wand sein sollte, fehlen die Worte, die Verse bilden sollten? Sind wir alle nur fehlende Verse im Universum?
Jemand steht an einer Kreuzung und kann sich nicht auf den Beinen halten / während einer Autofahrt kann einer der Insassen nicht sagen, ob der Wagen sich bewegt, oder nicht.
Ist es das Auto oder die Erdkugel? Gibt es überhaupt ein Auto?
Jemand wartet auf ein Ereignis, dessen Eintreffen in zwei Stunden erwartet wird.
Wir werden es in zwei Stunden wissen. Aber was? Ein Ereignis, das so beliebig ist, dass es nicht einmal benannt wird. Klingelt der Wecker in zwei Stunden? Geht die Welt unter? Es ist, als würde der Text sagen: »Lieber Leser, denk dir selbst etwas aus.«


Irgendwie gibt es in jedem Wettbewerb einen Text, der mich erst ratlos zurücklässt, den ich immer wieder lese und erst im Nachhinein bemerke, dass er mir gefällt.
Der Text stellt viele Fragen, und lässt einen mit noch mehr Fragen zurück. Malt dabei abstrakte Bilder, nur um im nächsten Moment zu sagen, aber vielleicht ist es gar nicht so. Erst stehen wir in Paris und wenig später liegen wir vielleicht doch nur im Bett und starren an die Decke.
Fehlt der Vers nun? Wir werden es wissen, in zwei Stunden. ^^
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 28
Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 18.09.2016 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ach. Ich weiß eigentlich überhaupt nicht, worum es geht. Also klar, zwei fahren Nach Frankreich, Paris, um genauer zu sein, was sie vorhaben ist unklar, irgendwas mit Kunst oder Musik, vermute ich. Johanna ist die "Lebendige", so eine, die sagt, wir fahren nach Paris und dann kann man auch nichts mehr dagegen machen, so eine, die immer schon zehn Meter voraus denkt, Lichthupe im Anschlag. Alles klar. Aber worum geht es wirklich? Um das Ich und dieses Paar, diese Beziehung? Die Frage, ob so ein Ich und so eine Johanna... ? Die Frage, wo das hingeht und wo man ankommt, wenn man denn irgendwo ankommt? Die Angst vor nem Ankommen irgendwo, weil das sowas wie abschließend/engültig bedeutet, eingetütet, quasi? Ich interpretiere zu viel hinein ohne genug Anhaltspunkte, aber ich würde es wirklich gern wissen, denn das hat schon Drive und gute Stellen und ich glaube, vom Thema wär das mein Ding.
Vielleicht später.
Edit: Wird immer besser.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Pudelzucker
Schreiberassi

Alter: 30
Beiträge: 42



BeitragVerfasst am: 18.09.2016 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ein toller Text, sehr poetisch!
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1564
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 19.09.2016 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

O je. Das ist ... belletristisch. Einer dieser Texte, die mich sofort klein fühlen lassen, weil meine eigenen konkreter klingen (sollen) und weniger Bedeutungsebenen haben. Das hier ist gefühlt ein Hochhaus mit -zig Bedeutungs-Stockwerken.
Und mir gefällt's.
Der Einstieg holpert für mich. Ansprechen des Lesers? Oder mimt Johanna die Reiseführerin? Lichthupe auf Anschlag - das ist ein schönes Bild, das ich mir aber nicht konkret vorstellen kann. "Vielleicht war es aber auch" lässt etwas anklingen: Gab's das nicht schon? Erinnert entfernt an das "Ich stelle mir vor:" in "Mein Name sei Gantenbein". Ein simpler Stau, eine scherzhafte Ansage wird zur Revolution, Fahrspuren werden zu Versen und ich ... fühl mich allein im Hochhaus.
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Seraiya
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 914



BeitragVerfasst am: 19.09.2016 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Aufgrund von Zeitmangel beschränke ich mich auf das Nötigste.
Das Tempo hat mir gefallen, konnte gut dranbleiben.


LG,
Seraiya


_________________
Einen Dummkopf erkennt man daran, dass er alles abtut, was er anhand eigener Erfahrungen nicht erklären kann.
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 972



BeitragVerfasst am: 19.09.2016 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekannter Dichter. Erst einmal – Respekt, Respekt. Einen brauchbaren Text in zwei Stunden aus dem Nichts zu fertigen ist in meinen Augen eine tolle Leistung.
Bei der Punktevergabe war ich stark zerrissen zwischen meinen Vorlieben und dem Versuch, die Aufgabenstellung korrekt zu beachten. Das wirst du kennen.

Jetzt zum Inhalt:
Hmm.. Hier sinniert jemand. Mit inhaltsschweren Gedanken. Geheimnisvoll, tiefgründig. Und vermutlich steckt ganz viel Wichtiges und Ungesagtes zwischen den Worten.
Nur erfasse ich es nicht.
Liegt es an meiner Begrenztheit, oder ist es dem Verfasser des Textes nicht gelungen, die ihm zur Verfügung stehenden Zwischeninformationen, Gedankengänge, ausreichend zu transportieren?
Und dann der Titel - drei Aussagen, drei Sprachen. Es geht um Freiheit, das Volk, das Leben das gelebt werden soll und den Tod mit all seinen Freunden.
Hmm..
Es gibt eine Johanna mit einer ganz besonderen Stimme, eine Stimme, die mal kompakt und mal grenzenlos ist. Überhaupt ist es eine ganz besondere Johanna. Wenn sie nicht BEHAUPTEN, also mit dem Prota reden würde und auch noch am Steuer sitzen, könnte ich denken …, es gibt ja noch eine weitere kompakte Frau.
Hallo Inco. Ich glaube, deine Fantasie sprüht nur so. Deine Bilder würden mich interessieren. Ich bin gespannt, auf deine Übersetzung.
Zu den Vorgaben:
Straße ist da, Bewegung ist da, Bewegung ist Leben, alles fließt.
Und alles ist ein Teil, ein VERS in Allem und etwas fehlt immer im Dasein. So wie letztendlich wir selbst und unsere Zeit nur ein VERS in den Lebensläuften der Erdgeschichte sind.
Erwartet wird Paris. In zwei Stunden. Dieses Mal klar, plastisch, eindeutig. Dazu bestätigt dies das Navi.

Hallo Inco.
Man kann sehr wohl über Dieses und Vieles nachdenken, aber hier in dem Wettbewerb hätte ich mir den Text einfacher und konkreter, für mich verständlicher, gewünscht. Vielleicht belehrst du oder andere Kommentatoren mich später noch eines Besseren. Das würde mich freuen.
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Amaryllis
Geschlecht:weiblichForenschmetterling

Alter: 33
Beiträge: 2001

Das goldene Stundenglas Das Silberne Pfand


BeitragVerfasst am: 21.09.2016 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Inko,

ja, ich habe gesagt, ich vergebe erst Federn, wenn ich alle Texte kommentiert habe, aber bei deinem Text weiß ich es schon - und weißt du warum? Weil er mir am allerbesten gefallen hat. Für mich hast du die Themenvorgabe perfekt umgesetzt und ich mag den Rhythmus total gerne. Meine Lieblingsstelle:

"Malen bedeutet, die Leinwand ihrer weißen Weste zu berauben."

Hach, so schön. Also bitte, hier, meine 12 Punkte Daumen hoch²

Alles Liebe,
Ama


_________________
Mein Leben ist ein Scherbenhaufen...
Aber ich bin der Fakir.
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Flush
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 44
Beiträge: 80



BeitragVerfasst am: 23.09.2016 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Teilnehmer!
Ich liebe dieses poetische Schreiben...
Die Idee ist super. Hier muss ich auch anmerken,
dass mir allein die Form des Textes sehr gefällt -
sie macht einfach was her.
Die Wettbewerbsbedingungen wurden umgesetzt.
Danke für diesen Text!
Grüße
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