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"Nachtfalter" von Marnie Holic

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2017
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 28
Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: "Nachtfalter" von Marnie Holic eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat




„Wenn man die Postschlafdepression mal überwunden hat, ist man verleitet, zu denken: Krass. Was du alles anfangen kannst mit der dazugewonnenen Zeit. Ich weiß leider inzwischen: Nichts. Ein Gehirn, das dauernd wach ist, verliert sich tiefer im Traum als eines im Tiefschlaf.“  

Jonas schläft nicht mehr. Seit fast zwei Monaten. Ohne Aus-Taste im Kopf lassen sich auch andere Dinge nicht mehr zu Ende bringen: Im Hof rostet das Fahrrad, die Masterarbeit liegt seit Monaten auf Eis. Briefkasten voll, Kühlschrank leer. Dass die letzten Freunde es bei ihm versucht haben, ist lange her. Niemand wartet für immer. Gottseidank, denn die meisten Menschen sind ihm sowieso zu kompliziert.
Stattdessen: Nächtliche Streifzüge, angefangene Manuskripte, leergerauchte Zigarettenschachteln, ein Computermonitor, der immer leuchtet. Bilanzen zu langer Nächte.
In der Dämmerung einer solchen lernt er Sai kennen, die Mutter ohne Kind, die aus anderen Gründen die Nacht zum Tag macht. Mit Sai ist es erstaunlich einfach und die beiden werden gegenseitige Begleiter auf ihren Nachtwanderungen. Es beginnt eine Geschichte seltsamer Ereignisse, in der ausgedachte Erinnerungen, zwei Jungs auf Flucht, eine durchreisende Barkeeperin, Tinte auf Papier, Festhalten, Verlieren und das Finden des richtigen Soundtracks eine Rolle spielen. Aber Jonas versinkt zu tief in seiner Innenwelt und Sai läuft vor ihren eigenen Schauergeschichten davon.
Wieviel Freundschaft reicht aus, um jemanden zu retten? Und was passiert, wenn einer aufwacht?

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Gießkanne
Geschlecht:weiblichVolle Kanne ungeduldig

Alter: 16
Beiträge: 705
Wohnort: Nicht mehr in deiner Welt


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hey fleissige/r Schreiber/in! smile

Eine der ersten Texte die mich mitgenommen haben. Interessant, vielseitig, abwechslungsreich. Dann die Story - etwas menschliches, gefällt mir. Nicht so mainstream, ein bisschen außergewöhnlich. Dein Prota, chaotisch, hat Macken, wirkt für mich authentisch.
Zum Schluss die Fragen, die Interesse wecken sollen. Wirkt. Interesse ist da.

Nur noch eine Frage: Wann schreibst du den Roman? Wink
Das Kännchen


_________________
Don’t say the old lady screamed. Bring her on and let her scream.
Mark Twain

The only place in the world where success comes before work is in a dictionary.
Mark Twain

Die Schlacke einer verbrannten Liebe im Hochofen des Herzens ist ein Nebenprodukt, das man so schnell leider nicht loswird.
Mogmeier
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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 260



BeitragVerfasst am: 21.05.2017 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Frau Holic, geschätzte Kollegin,

ich habe mich sehr gefreut, ihren Roman in der Buchhandlung meines Vertrauens zu entdecken. Ich gebe zu, dass ich noch neun weitere Bücher zur Kasse getragen habe. Ihres lag aber ganz oben auf dem Stapel.

Schon der Titel hat mich angesprochen. Das Dunkle und das Zarte. Schön, dass die Vorstellung ihrer Geschichte meine Erwartungen bestätigt hat. Ich freue mich auf ein anregendes, Nachdenken lassendes und unterhaltsames  Leseerlebnis. Wenn der Klappentext schon sprachlich überzeugt ☺

Cordiales salutations

Clothilde Mercier
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 05:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„Wenn man die Postschlafdepression mal überwunden hat, ist man verleitet, zu denken: Krass. Was du alles anfangen kannst mit der dazugewonnenen Zeit. Ich weiß leider inzwischen: Nichts. Ein Gehirn, das dauernd wach ist, verliert sich tiefer im Traum als eines im Tiefschlaf.“  

Jonas schläft nicht mehr. Seit fast zwei Monaten. Ohne Aus-Taste im Kopf lassen sich auch andere Dinge nicht mehr zu Ende bringen: Im Hof rostet das Fahrrad, die Masterarbeit liegt seit Monaten auf Eis. Briefkasten voll, Kühlschrank leer. Dass die letzten Freunde es bei ihm versucht haben, ist lange her. Niemand wartet für immer. Gottseidank, denn die meisten Menschen sind ihm sowieso zu kompliziert.
Stattdessen: Nächtliche Streifzüge, angefangene Manuskripte, leergerauchte Zigarettenschachteln, ein Computermonitor, der immer leuchtet. Bilanzen zu langer Nächte.
In der Dämmerung einer solchen lernt er Sai kennen, die Mutter ohne Kind, die aus anderen Gründen die Nacht zum Tag macht. Mit Sai ist es erstaunlich einfach und die beiden werden gegenseitige Begleiter auf ihren Nachtwanderungen. Es beginnt eine Geschichte seltsamer Ereignisse, in der ausgedachte Erinnerungen, zwei Jungs auf Flucht, eine durchreisende Barkeeperin, Tinte auf Papier, Festhalten, Verlieren und das Finden des richtigen Soundtracks eine Rolle spielen. Aber Jonas versinkt zu tief in seiner Innenwelt und Sai läuft vor ihren eigenen Schauergeschichten davon.
Wieviel Freundschaft reicht aus, um jemanden zu retten? Und was passiert, wenn einer aufwacht?





Mittlerer Punktbereich, dort aber weiter unten. Thematisch spannend. Der Titel paßt gut: Er macht mir Appetit im Zusammenhang mit der Inhaltsangabe.

Seit zwei Monaten nicht schlafen ist mir zu dick.

Empfindlicher Punktverlust, gerade weil es insgesamt an sich stimmig und interessant ist, sticht mir das zu sehr raus.

Zitat:
Und was passiert, wenn einer aufwacht?

Zum Beispiel dieses aufgezeigte Paradox ist das, was mir dort das Interesse weckt. Was Mehrdimelnsionalität verspricht.

Dazu Mutter ohne Kind.

Der angedeutete Selbstbetrug, der aufgelöst werden muß, ein Selbstbetrug, der aber aus Verletzungen entstand ...

Die Figuren, die aufeinandertreffen. Die Art und Weise, wie sie aufeinandertreffen.

Alles spannend. Durchdacht. Mit innerer Logik. Mit "Tiefenschärfe". Richtig gut!

Gruß,
Eulenbaum
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Autor,

Deine surreale Geschichte reizt mich sehr. Ich rechne entweder mit Mystery-Elementen oder mit einer Handlung, die sich zum Großteil in den Köpfen der beiden Charaktäre abspielt ... oder beides. Der Titel passt sehr gut zum Thema und auch die Fratze aus dem Cover bringe ich als Abbild eines Albtraums mit der Handlung in Verbindung.

Andeutungen auf Handlung und Inhalte verpackst Du sehr geschickt. Sie machen mich neugierig, lenken meine Gedanken in bestimmte Richtungen und verraten an keiner Stelle zu viel. Ganz besonders interessiert mich die Geschichte von Sai. Alleine schon um zu erfahren, ob sie nie ein reales Kind hatte, ob ihr das Kind genommen wurde oder ob sie es gar auf dem Gewissen hat, würde ich Dein Buch kaufen und lesen. Und dann ist da noch die Frage: Sind die beiden durchgehend wach, sind sie durchgehend am träumen oder finden sie vielleicht nur in einem dritten Kopf statt?

Du siehst, es arbeitet ... Ziel erreicht.

Was gibt es (auf hohem Niveau) zu meckern? Der erste Absatz. Das Zitat Deines Protas fällt sprachlich zum Rest des Klappentextes ab, finde ich.
Zitat:
Wenn man die Postschlafdepression mal überwunden hat, ist man verleitet, zu denken:
Hier würde ich die "man"-Konstruktion durch das "du" ersetzen, damit es zum nächsten Satz passt. Auch auf das Wort "krass" könntest Du an der Stelle aus meiner Sicht gerne verzichten. Aber wie gesagt, das ist Kleinkram.

Ich würde das Buch kaufen.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alle Klappentexte kommentiert habe.

edi Tier
5 Punkte


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Gräme dich nicht, weil der Rosenbusch Dornen hat, sondern freue dich, weil der Dornbusch Rosen trägt smile
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 63
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Als Klappentext brauchbar, denn es verrät nicht zu viel, beschränkt sich aber nicht nur auf vage Andeutungen. Würde ich das Buch in der Bibliothek oder in der Buchhandlung in der Hand halten, wüsste ich auf Anhieb: Nichts für mich, könnt ihr gern behalten.

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U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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ArtFaulII
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 99
Wohnort: Baumhaus


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Der Klappentext ist vom Aufbau und Inhalt solide gemacht, mein Interesse weckt er trotzdem nicht so richtig, vielleicht weil mir das Thema als eines vorkommt, das schon relativ häufig behandelt wurde und mir dann einfach das besondere Element fehlt, das konkret diesen Roman ausmacht.
Der kurze Textausschnitt als Einstieg gefällt mir gut.
Beim Inhalt dagegen fehlt mir, wie gesagt, das Besondere und ein bisschen der Anreiz, dieses Buch zu lesen. Zunächst kommt bei mir instinktiv die Frage auf, ob da nicht jemand nur autobiographisch unter dem Deckmantel eines Romans seine Probleme ausbreiten möchte (bitte nicht falsch verstehen - diese Art von Thema ist für mich inzwischen mit diesem Stigma behaftet, insbesondere, wenn schon im Klappentext erwähnt wird, dass der Protagonist angefangene Manuskripte schreibt).
Ein paar Formulierungen fand ich dagegen richtig gut, wie z.B. "die Mutter ohne Kind" als Charakterbeschreibung.
Dann aber am Ende der Ausblick auf "seltsame Ereignisse" und eine Aufzählung, die dem nicht gerecht wird, dafür sind mir die genannten Ereignisse dann zu gewöhnlich. Also eine kleine Enttäuschung der vorher aufgebauten Erwartung.
Die Frage am Ende: Und was passiert, wenn einer aufwacht? hat mir dagegen richtig gut gefallen und war ein runder Abschluss vom Text
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 58
Beiträge: 1863
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 00:23    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem Text haste mich Laughing

Sprachlich überaus gelungen. Die Zusammenfügung weniger, aber ausdrucksstarker Worte zu Sätzen, die ungewöhnliche Bilder erzeugen und Fragen ohne Satz aufwerfen - das findet sich in diesem Wettbewerb nicht oft.

Den beiden würde ich gerne auf ihren nächtlichen Streifzügen folgen.
Ein Bezug zum Cover fehlt, aber Punkte sind sicher!


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Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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TZH85
Geschlecht:weiblichHobbyautor

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Beiträge: 307
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BeitragVerfasst am: 23.05.2017 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Bei diesem Beitrag hab ich mich mit dem Bewerten etwas schwer getan.
Rein sprachlich gefällt mir der Klappentext, die Idee mit dem schlaflosen Protagonisten ist auch nicht schlecht. Aber zum Ende hin verliert mich der Text - wahrscheinlich wegen der Aufzählung. Das ist mir persönlich etwas zu viel Tell, ohne wirklich konkret zu werden. Der Konflikt der Story ist mir etwas zu schwammig.
Im Mittelfeld wird es bei mir etwas eng und ehrlich gesagt hab ich alle Beiträge von 6 Federn abwärts praktisch nur vom Bauchgefühl her platziert. Dieser hier hat mich leider nicht so angesprochen wie andere Texte.
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1566
Wohnort: Südwest
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Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 13:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ungewöhnliches Setting, ungewöhnliche Charaktere: Das lockt.
Zum Glück keine reine Nacherzählung des Stoffs, sondern durchbrochen von "Lockangeboten" für den Leser, z.B. die Aufzählung dessen, was mich erwartet. Die Frage am Ende hält, der Satz davor (wieder eher Nacherzählung) könnte aus meiner Sicht dagegen raus oder deutlich verknappt werden.
Der Start des Textes wirkt auf mich eher zu langatmig, der Held zu passiv. Guter Ausgangspunkt, würde ich knapper fassen.
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


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Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, um was genau es in diesem Roman gehen könnte. Depressive Menschen, die die Nacht zum Tag machen, Menschen, die nicht mit dem Alltag zurechtkommen? Und warum schläft Jonas nicht mehr?
Aber wie auch immer, es wirkt. Der Klappentext macht mich neugierig, ich will wissen, was nachts passiert und warum Jonas nicht mehr schläft.
Könnte es in meine Punkteränge schaffen.


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Gruß von Karolin
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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BeitragVerfasst am: 23.05.2017 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Frau Holic,

der Titel Ihres Buches passt gut zum Cover und macht neugierig auf das Dahinter, also auf das, was auf dem Buchrücken steht, und hiervon bin ich geradezu begeistert. Der Textauszug überzeugt mit einer Sprache, die genau mein Ding ist und auch die Inhaltsangabe macht mich unglaublich neugierig. Ich will Sai und Jonas auf ihren Nachtwanderungen begleiten, ich will erfahren, was es mit den beiden Jungs auf der Flucht zu tun hat und mit der durchreisenden Barkeeperin. Auch will ich wissen, in welchem Zusammenhang diese Figuren mit Sai und Jonas stehen. Besonders gespannt bin ich auf den richtigen Soundtrack. Warum wurde er verloren? Finden sie ihn wieder? Welcher Soundtrack ist der richtige? Hinter Sai und Jonas scheinen vielschichtige Figuren zu stecken, die ich sehr gerne kennenlernen würde, zumal sie von ähnlichen Themen verfolgt werden, die mich schon ein Leben lang interessieren: das Versinken im Traum und die Flucht vor der Vergangenheit. Soll heißen: Ich muss Ihr Buch lesen! Nun musste ich erfahren – und zugegeben, ich war schockiert – dass Ihr Roman noch gar nicht vollendet ist, bzw. noch nicht mal angefangen. Shocked Also, Frau Holic, oder darf ich Sie duzen? Das wäre mir ehrlich gesagt lieber. Ich mach es einfach:
Liebe Marnie, schmeiß dich an den Computer und schreib diesen Roman!

Herzliche Grüße
H.


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ein Rauschen unter den Füßen
bewegen sich Blätter fliegen

zerstäuben im Wind
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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ein bisschen lang für einen Klappentext.

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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Die Story, die da durchblinzelt klingt sehr spannend. Leider fand ich die Umsetzung des Textes eher etwas ungelenk.

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Oktoberkatze
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Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 25.05.2017 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich nach einem lesenswerten Buch an.

Sprachlich sehe ich in deinem Text allerdings noch Verbesserungspotential, hier z. B.:
Zitat:
Mit Sai ist es erstaunlich einfach und die beiden werden gegenseitige Begleiter auf ihren Nachtwanderungen.

was genau ist "es" und warum unbedingt so ein schwaches Verb wie "ist"? Mit "Sai gestaltet sich ein Miteinander ..." z. B. wäre mMn konkreter und anspruchsvoller Wink


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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 26.05.2017 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Auch dies ist mir zu ausführlich. Vieles davon würde ich gerne erst beim Lesen erfahren.
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 12:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja. Mit dem Krass im zweiten Satz hab ich mir mal wieder die Hälfte vom Publikum rausgehauen. Dass ich aber auch nie dazu lerne.

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Verschrieben. Verzettelt.
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menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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Beiträge: 1675
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo PP,

gefällt mir recht gut, nur hätte ich den ersten Absatz komplett weggelassen und direkt mit "Jonas schläft nicht mehr" angefangen.
Dein Beginn ist mir etwas zu erklärend.
Aber: Dieses Buch würde ich auf jeden Fall in der Buchhandlung durchblättern, denn es weckt mein Interesse und verspricht Handlungsstränge, die mich zu fesseln vermögen.

m.


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Piratin
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Alter: 53
Beiträge: 2378
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 29.05.2017 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Eine spannende Idee, die ich gerne als Roman lesen würde. Es gab allerdings noch einige Texte, die mich mehr gepackt haben. Titel und Autorenname gefallen mir und Punkte gibt es.
Viele Grüße
Piratin


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lupus
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Alter: 50
Beiträge: 4173
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Holic,

Die Idee ist wohl eine der besten hier, aber die Umsetzung als Klappentext oder als eigene literarische Form lässt mich irgendwie eher enttäuscht zurück.

Zunächst is da einmal der Textauszug

Zitat:
„Wenn man die Postschlafdepression mal überwunden hat, ist man verleitet, zu denken: Krass. Was du alles anfangen kannst mit der dazugewonnenen Zeit. Ich weiß leider inzwischen: Nichts. Ein Gehirn, das dauernd wach ist, verliert sich tiefer im Traum als eines im Tiefschlaf.“


Dieses Herumspringen von man zu du zu ich, lässt mich stilistisch nicht gerade befriedigt zurück. Das ist ein etwas ungelenkes Geschwurble, da wäre gaaanz sicher mehr drinnen gewesen. Dann kommt noch diese sprachliche Postschlaf - Tiefschlaf-Klammer und es setzt eigentlich aus bei mir. Die Wortkreation Postschlafdepression hätte sich mehr verdient.

Und dann ist der Text wieder sehr viel besser als der Auszug. Auch wenn mich da einige Ungereimtheiten anspringen. 2 Monate also. Und schon rostet das Rad? Und schon haben die Freunde(!) aufgegeben? Da hakt's meiner Meinung nach doch ein bisserl. Sonst aber würde ich hoffen die Atmosphäre aus diesem Text im Buch wieder zu finden.

Aber wie gesagt: die Grundidee find ich saugut. Die "kleinen" Ideen auch. Die gestellten Fragen passen perfekt.

Aber was den Titel betrifft, is der mir ein bisserl zu einfach gestrickt für diese Idee. Die hätte sich auch einen besseren Titel verdient.

lgl


_________________
lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1443
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 30.05.2017 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Vorweg: Meine Bewertungskategorien sind Idee, Durchführung (also Schreibstil), literarischer Mehrwert (Das muss ich erklären: Wurde das Medium Buchrückseite literarisch genutzt, so dass mehr als nur ein Klappentext für ein fiktionales Buch entsteht? Paradebeispiel wäre: Autorenbiographie und Inhaltsangabe des Buches spielen so zusammen, dass man erkennen kann, wie der fiktionale Autor mit dem Buch Problemstellen seiner Biographie aufzuarbeiten versucht und dann "nebenbei" ein stimmiges Psychogramm der eigentlichen Hauptfigur (nämlich des "Autors") entsteht. Aber dafür müsste man wohl schon so genial wie Hemmingway sein, der eine Geschichte in fünf Worten auf einem Bierdeckel erzählen konnte), und Reviewer's Tilt (Abzüge für viele Fehler, Unstimmigkeiten oder Bonuspunkte für was auch immer). Die Punkte dieser Kategorien addiere ich und ordne danach die Liste, die ersten zehn kriegen dann die Punkte in Reihenfolge meiner Liste.

Ach ja: Ob ich ein Buch jetzt spontan kaufen wollen würde, ist für mich KEIN Kriterium (es sei denn, der Klappentext ist schon so schlecht geschrieben, dass ich vom Buch selbst auch nichts gutes mehr erwarten würde) denn das ist für mich immer noch ein Literatur- und kein Marketingwettbewerb hier.


Hallo Inko,
gleich vorweg: Die Idee gefällt mir! Du hast nicht zwanghaft versucht, das Ding auf dem Cover einzubauen, sondern benutzt eher die Atmopshäre, was mMn sehr gut funktioniert. Ja, ich könnte mir vorstellen, das zu lesen, aber auch, es nach 50 Seiten wegzulegen, weil es eben doch nichts ist. Bin da etwas ambivalent/unschlüssig.
Was den Beitrag trübt sind einige zu künstliche Verknappungen, die stark den Verdacht aufkommen lassen, das sein dem Wortlimit geschuldet (z.B. "auf Flucht"). Das Aufzählen der einzelnen Plotelemente wirkt auch etwas unbeholfen, darunter kann man sich jetzt eine ganze Menge oder auch nichts vorstellen. Daher die Unschlüssigkeit.

Punkte verteile ich erst, wenn ich alles gelesen habe.


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»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 31.05.2017 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Stattdessen: Nächtliche Streifzüge, angefangene Manuskripte, leergerauchte Zigarettenschachteln, ein Computermonitor, der immer leuchtet. Bilanzen zu langer Nächte.
In der Dämmerung einer solchen lernt er Sai kennen, die Mutter ohne Kind, die aus anderen Gründen die Nacht zum Tag macht. Mit Sai ist es erstaunlich einfach und die beiden werden gegenseitige Begleiter auf ihren Nachtwanderungen. Es beginnt eine Geschichte seltsamer Ereignisse, in der ausgedachte Erinnerungen, zwei Jungs auf Flucht, eine durchreisende Barkeeperin, Tinte auf Papier, Festhalten, Verlieren und das Finden des richtigen Soundtracks eine Rolle spielen.

Das ist richtig gut.

Jonas ist wieder so ein Name, bei dem denke ich laangweilig. Schlaflosigkeit ist so oft Thema, dass schon etwas wirklich originelles folgen muss.
Das oben zitierte Stück Klappentext ist genau das. Stilsicher, sprachlich unaufgeregt, Geheimnisse versprechend, hinter denen sich Abgründe verstecken könnten.


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Froh zu sein bedarf es wenig.
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