12 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


unschärfe

 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> 10. FFF
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 100
Beiträge: 1671
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 11.09.2016 18:00    Titel: unschärfe eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

unschärfe

smartphones in händen verschweißt diese
gnomenversuche im eden der photographie
hinter den nebeln suchst du vergeblich das bild:
künstlerin bin ich lügst du beklommen
bist du ein hilfloses nichts

angelerntes erweist sich als fruchtlos

unberührbar das wesen der dinge doch

manchmal skizzieren nervöse gebilde
dynamik und leben fast schlotternd erscheint die
bewegung  das lied deiner sinne gleich hinter dem
träumendem kunststoff und chrom -  dein auge
irrt sich nicht mehr

Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
drusilla
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 36
Beiträge: 235
Wohnort: Schweiz
Ei 7


BeitragVerfasst am: 12.09.2016 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko oder Inka Smile

Schön, noch ein Fotografie-Gedicht Very Happy Schöne Bilder hast du gefunden, die "Gnomenversuche im Eden der Fotographie" gefallen mir sehr. Der fehlende Vers erschliesst sich mir nicht so, bzw. für mich fehlt da nichts.

LG Drusilla
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 100
Beiträge: 1671
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 16:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Du machst offenbar jede Mode mit!

Seitdem verhaltensauffällige Enjambements en vogue sind, springst du inmitten anderer Endungsakrobaten über elastische Stäbe, aalglatt oder weniger geschmeidig ...

Sei versichert:

Celan kann's in jedem Fall besser!

m.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 553
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

das gefällt mir gut, obwohl die bewegungsunschärfe hier ziemlich indirekt umfasst wird.

mein favorit, weil hier auch in die tiefe gedacht wird.


_________________
schiefwinklig ist eine kunst
© herberth - all rights reserved
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5676
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 13.09.2016 21:57    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe, dass hier mit der Paradiesgeschichte gespielt wird.
An Stelle des Apfels ein Smartphone in Händen, es wird gelogen, das Bild gesucht, es gelingt nicht. Versuche bleiben fruchtlos.

Nur manchmal, fast ungewollt, singen die Sinne ein Lied, das Auge sieht.

Das Gedicht selbst ein interessanter Versuch, das zu erreichen, der mir aber nicht ganz gelungen erscheint, ohne dass ich nun genau festmachen kann, woran das liegt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 960
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 14.09.2016 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Die erste Strophe gefällt mir sehr gut, die dritte leider weniger.
"künstlerin bin ich lügst du beklommen" - genial! Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 53
Beiträge: 1760
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 17.09.2016 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Zeile gefällt mir hier richtig gut, die für mich auch etwas in dieser leicht vage umfassenden Zeitkritik auf den Punkt bringt, was ich mit den Tücken der digitalen Zwangsneurosen verbinde. Es ist dieser Vers:

Zitat:
künstlerin bin ich lügst du beklommen


Hier spüre ich noch eine Art Zärtlichkeit im Blick auf das ansonsten eher kalt kritisdierte LDu, das sich so identitätsschwach in den digitalen Gefilden zu finden und darzustellen versucht.

Die enthaltene Zeitkritik gerät dann leicht vernichtend zum Rundumschlag:

LDu ist ein "hilfloses nichts". Das Wesen der Dinge ist "unberührbar", "nervöse gebilde skizzieren dynamik und leben". Diese Art von wertender Betrachtung ist mir zu generell, zu persönlich (auf LDu bezogen, der / die wohl jede/r sein kann, der diese Zeilen beispielsweise vom Tablet oder Smartphone aus liest) und das kritisierende LI ist bei alldem wunderbar aus dem Schneider.

Die Bewegungsunschärfe an sich, auf die hier in der dritten Strophe angespielt wird, geht mir zu sehr unter, denn das wäre der eigentlich interessante Ansatz gewesen: Diese Flüchtigkeit der Bilder, diese vorgegaukelte Dynamik, vielleicht auch der Sog, der einen ins digitale geschehen hineinziehen kann. So wie es da steht bleibt da für mich aber ein Unterton, der mir Unbehagen beschert - wie gesagt: bis auf meine Lieblingszeile in diesem Gedicht, die mir LDu nahebringt - auf sympathische Art nahebringt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
poetnick
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 56
Beiträge: 409
Wohnort: Möglichkeiten


BeitragVerfasst am: 18.09.2016 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne kommentar, um werten zu können.

_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
MrPink
Geschlecht:männlichLyromane

Moderator
Alter: 47
Beiträge: 2803
Wohnort: Oberbayern
Der Bronzene Wegweiser


BeitragVerfasst am: 19.09.2016 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ist leider nicht wirklich mein Ding. Die leere Zeile bleibt bei mir leer.

sorry
MrPink


_________________
„Das Schreiben wird nicht von Schmerzen besorgt, sondern von einem Autor.“
(Buk)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Lorraine
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 696
Wohnort: France
Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 20.09.2016 06:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

auch eine "eigentliche" Umsetzung des Themas, dann der Versuch, ihr eine zweite Ebene zu unterlegen. Ich lese Unbeholfenheit, Selbstkritik.
"Das Wesen der Dinge" - grosse Worte. Ein Lied der Sinne ist (noch) nicht zu hören, es müsste schon aus dem Kopf kommen, in dem nämlich, denke ich, träumt oder zweifelt LD. Kunststoff und Chrom - Stoffe, aus dem neue Bretter sind? Ob zwei Stunden zuviel waren oder zuwenig - ich weiss es auch nicht.

Grüsse,
Lorraine
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Zinna
Geschlecht:weiblichschweißt zusammen, was


Beiträge: 1627
Wohnort: zwischen Hügeln und Aue...
Das Silberne Pfand Lezepo 2015
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 21.09.2016 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Hier sehe ich sowohl eine direkte als auch übertragene Umsetzung des Themas.
Festhalten von Bildern und Bewegung mittels Mobiltelefon.
Jeder mit einer (guten) Smartphonekamera kann sich als Künstler fühlen(?)
Ist er oder nicht?
Die Entwicklung der Telekommunikationstechnik als Werkzeug für jedermann ist eine übertragene Umsetzung.
An der Stelle, wo der Vers fehlen soll/fehlt, vermisse ich jedoch nichts.

Eine Atemlosigkeit zieht sich durch den gesamten Text.

Liebe Grüße
Zinna

Kommentarplatzhalter


_________________
Wenn alle Stricke reißen, bleibt der Galgen eben leer...
(c) Zinna
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 23.09.2016 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

bewegungsunscharfe als mager an Ausrüstung und Selbsterkenntnis.

_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 100
Beiträge: 1671
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 24.09.2016 08:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Allen Lesern

meinen Dank. - Ich ahnte ja schon vor dem Geposte, dass ich gänzlich ungeeignet bin, in zwei Stunden/Ebbes Lyrik auf den Tisch des Hauses zu kloppen. Anderen scheint das gerade zu liegen und sie befähigen, auch unter Druck (oder gerade unter Druck) Annehmbares zu produzieren.

Einen Versuch war es mir allemal wert. - Das wirklich spannende Thema wird mich noch länger beschäftigen.

Liebe Grüße
m.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> 10. FFF Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Seite 1 von 1



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen


EmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlung

von Belfort

von Soraya

von Keren

von Gefühlsgier

von Nicki

von Cheetah Baby

von Probber

von Literättin

von Merope

von Enfant Terrible

Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!