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Asrael

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2015
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Autor Nachricht
Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 2916
Wohnort: Wangen im Allgäu


BeitragVerfasst am: 08.03.2015 19:00    Titel: Asrael eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Woher kommen Sie? Was machen Sie hier?“
Vom Himmel hoch.
„Was sollen die ganzen Federn? Sind Sie dafür verantwortlich?“
Die Gestalt stand dort umgeben von weißen Federflaum. Jedes einzelne Federchen schwebte in seiner eigenen spiralförmigen Bahn langsam vom Turm nach unten, um dann vom Wind gepackt nach oben in den Äther getragen zu werden.
Zu früh
„Lassen Sie mich einfach in Ruhe. Ich weiß genau, was ich tue. Als Kind war ich hier glücklich.“
Ich weiß, du sangst im Chor.
„Das war mal eine Kirche. War damals schon anstrengend. Zweihundert einundneunzig Stufen, eine nach der anderen rund und rund nach oben, …“,  die Stimme verlor für einen Moment ihre Schwere und klang leicht …“oben, da dachte man, man ist dem Himmel ganz nah. Der liebe Gott lächelt auf dich herunter und du bist immer sicher.““
Freude
„Wenn man dann hinunterrannte. Die Wendeltreppe runter. Immer schneller und schneller. Da hatte man das Gefühl zu fliegen. Alles war möglich. Alles.“
Was ist passiert?
„Später wurde alles so kompliziert. Dinge gingen schief, eins zog das Andre nach sich, bis gar nichts mehr gelang. “ Schwer kamen die Worte über die Lippen.
Golgatha
„Versuchen Sie nicht, mich aufzuhalten. Ich bin fest entschlossen. Zweihundert einundneunzig Stufen. Schritt für Schritt habe ich mich hier hochgekämpft. Einmal werde ich noch die Leichtigkeit spüren.“
Es ist Zeit.
Der Flug würde nur wenige Sekunden dauern. Gerade nach unten, ohne verspielte Spiralen, nicht wie der Federflaum. Nur nach unten. Nicht wieder hinauf.
Zum Himmel
Flügel breiteten sich aus. Gleich einem Habicht auf seine Beute raste helles Licht der dunklen Gestalt nach. Schnell und immer schneller zum Erdboden hin, die kompromisslos gerade Flugbahn in lichtem Spiralbogen umkreisend, umhüllte das Licht den Körper, kurz bevor er aufschlug.
Geborgen.
Langsam, in großen Kreisen flog ein großes helles Licht gen Himmel und zog ein kleineres hinter sich her.

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Ynishii
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 42
Beiträge: 360
Wohnort: Erde


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Der Text gefällt mir gut. Er ist astral und bildhaft, trotzdem schlicht. Einzig der Lesefluss ist, meiner Meinung nach, nicht ganz optimal, was aber zu verschmerzen ist. Die Aussage jedenfalls, dass man auch im Tod nicht alleine ist, finde ich schön.

_________________
Verehrt mich nicht an dunklen Orten. Tretet hinaus in die Welt und macht sie bunt. - Arthamos, Gott der Künste (auch »Der Bunte« genannt)

Ich kann beweisen, dass dem Schöpfungsprozess eine gewisse kreative Eigeninitiative innewohnt. - Dr. Aurora Fleming
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 334
NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Auch eine interessante Umsetzung. Ein paar Grammatik und Rechtschreibfehler haben mich hier aus dem Lesefluss gebracht.
Beispiel:  von weißen Federflaum
Zweihundert einundneunzig (Wenn das nicht so gewollt ist, schreibt man es zusammen).
Und die Stelle: „Das war mal eine Kirche. War damals schon anstrengend. Zweihundert einundneunzig Stufen, eine nach der anderen rund und rund nach oben, …“,  -da habe ich erst gedacht, die Kirche wäre anstrengend.
Aber das ist Kleinkram. Ich habe den Text trotzdem gerne gelesen. Bis ganz in meine top ten wird er es wohl aber nicht schaffen. Auch ein Text, bei dem es mir leid tut, keine Punkte mehr zu haben.


_________________
Gruß von Karolin
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Kateli
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 42
Beiträge: 258
Wohnort: D-Süd
Das goldene Gleis


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Einiges an diesem Text gefällt mir.
Zum Beispiel, dass der Todesengel mit seinem Namen nur im Titel steht. Dann die sanfte Art des "Einflüsterns", die aus dem Mono- einen Dialog macht. Überhaupt hat der Text was Sanftes, trotz der Tatsache, dass da wohl jemand in seinen Tod springt.
Spiralen sind da in der Wendeltreppe, die der Prota nach oben steigt, um vom Turm zu springen, und die er aus der Kindheit kennt, und in den Flugbahnen nach unten, in denen der Federn und in der des Engels? Oder lese ich den Schluss falsch?
Leider hab ich so gar keine spiralförmige Federfliegeform im Kopf, wenn ich mir das vorstelle. Ein Ahornsamen, ja, so ein Hubschrauberding, dass die Kinder sich auf die Nase setzen wie ein Nashorn, das dreht Spiralen. Eine Feder trudelt ziemlich unberechenbar ... sie ist viel zu leicht für eine solche regelmäßige Bewegung, oder? Zu störanfällig?
Aber ich will mich nicht an den Federn festbeißen, das Bild stimmt (für mich) nur leider nicht. Es bleibt noch die sich windende Treppe, die ja auch in anderen Texten vorkommt, und auch hier die Frage: Ist die Spiralform zentral? Oder funktioniert der Text auch mit gerader Treppe? Ich finde schon (wenn man davon absieht, dass in Türmen eben meist Wendeltreppen sind), dass man sich eine gerade Treppe ebenso hinaufquälen kann in der Absicht, zu springen. Ich vermisse sozusagen eine tiefere Bedeutung der Form, aber das ist wie schon gesagt nicht nur bei diesem Text der Fall.
Ein paar Interpunktionsfehlerchen haben sich eingeschlichen, und zweihunderteinundneunzig ist zwar lang, darf es aber auch bleiben Wink, manche Formulierungen könnte man mit wenig Aufwand noch glätten, z.B. das doppelte "helle Licht" in den letzten vier Zeilen ...

Fazit: Ich mag den Text, auch wenn mich die Spirale als zentrales Thema nicht ganz überzeugt und wenn man nochmal mit dem Schleifpapier drüber müsste. Vielleicht bin ich auch zu borniert in der Auslegung des Themas ... immerhin habe ich bei einigen anderen Texten schon was Ähnliches hingeschrieben. Also: Vielleicht liegt es an mir Wink Jedenfalls werte ich erst, wenn ich alle Texte kommentiert habe, womöglich korrigiert sich meine Sicht auf das Thema bis dahin ...


_________________
Zombies just want hugs
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tronde
Hobbyautor


Beiträge: 405

Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 09.03.2015 23:10    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt eine Liste, aus deren Bewertungspunkten ich die wichtigen Sachen herausgreife, völlig subjektiv eingefärbt natürlich. Letztlich waren es Einzelheiten, die die bepunkteten Texte aus den guten herausragen ließen.


Acht Punkte
Die besten drei waren schwierig. Sie hatten unterschiedliche Stärken und ich habe die Bewertungen mehrmals hin- und hergeschoben. Am Ende war es Bauchgefühl.


Schön viele Spiralen untergebracht und auch die durchgehende depressive Spirale.
Schöne Bilder.
Die theologische Aussage, dass keine Seele verloren geht, gefällt mir auch, wobei ich es (die zwei Lichter auf der Reise zum Himme) andererseits auch kitschig fand, der Text hätte wegen meiner auch bei Geborgen aufhören können. Dann hätte ich noch überlegt, wohin die Seele geborgen worden wäre.

Grüße
tronde
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Dienstwerk
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 49
Beiträge: 1315
Wohnort: Gera/Markkleeberg
DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 10.03.2015 00:58    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Autorin/lieber Autor,

Deine Geschichte hat es leider nicht in meine persönlichen Top10 geschafft, aber Du hast diese Platzierung nur knapp verfehlt.

Das Thema "Spirale" zieht sich durch den gesamten Text und ist somit ordentlich umgesetzt. Mir fehlt etwas die Spannung. Er steigt also auf den Turm aus seiner Kindheit und stürzt sich herunter. Aber warum war er so verzweifelt? Ich vermisse die Innenansicht. Der mit den Flügeln aus Federn hieß doch Ikarus, oder? Ich gehe mal Asrael und Golgatha googeln.
Hmmm, ich finde nur Azrael, den Engel des Todes aus dem Koran. Und Golgatha ist das Felsplateau, auf dem Jesus starb. So gesehen bekommt die Geschichte für mich eine andere Wendung und ich könnte sie ganz anders interpretieren. Reicht dennoch nicht für meine Top10, weil ich den Sinn einfach nicht verstehe, sorry.

LG, Claudia
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 10.03.2015 01:17    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour!

Das Spiralenthema findet sich in der Wendeltreppe. Ob dieses Spiralenthema aber das zentrale Thema deiner Geschichte ist, bezweifle ich. Für mich ist sie eher nur Mittel zum Zweck des Selbstmords und der eigentliche Konflikt ist ein anderer, existenzieller.

Den Dialog zwischen dem Alten und dem Engel empfand ich seltsam und unfreiwillig komisch, vor allem, dass der Alte den Geflügelten vor sich nicht als Engel erkennt/benennt oder zumindest ihn darauf anspricht, jene sähe wie einer aus.

Das Ende. Soweit ich die gängige kirchliche Meinung verstehe, kommen Selbstmörder nicht in den Himmel. In deiner Geschichte nimmt der Engel die Seele des Protagonisten nach/während seinem/s Selbstmord/s hinauf in den Himmel.
Da gibt es diesen tollen Film mit James Stewart: "Ist das Leben nicht schön", wo sich Steward von einer Brücke stürzen möchte, weil ihn sein Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Falls du ihn nicht kennst, er wird fast immer zu Weihnachten im Fernsehen gezeigt.
Dein Ende ist sicherlich auch Geschmackssache, aber für mich passte dein gewähltes Ende nicht in den Kontext deiner Geschichte.

Im Vergleich zu den anderen Teilnehmer-Beiträgen muss ich leider mitteilen:
Du bist für mich leider nicht unter den zehn Texten, die Punkte bekommen: zéro point.

Merci beaucoup!

LG,
Constantine
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 64
Beiträge: 803

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 10.03.2015 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
eigentlich hatte ich mir ja geschworen, niemals einem Selbstmordtext Punkte zu geben. Denn normalerweise nervt es mich inhaltlich immer, dass Kurzgeschichten immer zu diesem allerletzten ultimativ existenziellen Fianele greifen müssen, um einen Konflikt zu bebildern.
Deins hier hat aber so eine eigenartige, entrückte Leichitigkeit, der Selbstmörder scheint sich selbst in Frage zu stellen, das Geschehen erhält einen ein wenig ironischen Beiklang. Das mildert das Geschehen und macht es ein wenig hintergründig komisch. Also über die Federn, die da nach oben tanzen, musste ich regelrecht schmunzeln.
Das Ende fand ich dann auch sehr gelungen.
Naja, die neue Variante eines Schutzengels eben.

Schön geschreiben fand ich es auch, hast eine angenehm fließende Sprache, von den Kriterien her (Spirale, direkt ins Geschehen, Kurzgeschichte) passt es auch, also rein mit dir in meine Topten.
Viele Grüße
Zufall
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Literättin
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 53
Beiträge: 1760
Wohnort: im Diesseits
Das silberne Stundenglas Der goldene Roboter
Lezepo 2015 Lezepo 2016


BeitragVerfasst am: 10.03.2015 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hier bleibt mir leider vieles unklar, obwohl diese Geschichte vom entstehenden Bild dieses Federn verlierenden Engels auf dem Turm durchaus ihren Reiz hat. Ich verstehe sie nur leider nicht. Und obwohl ich nicht mehr googeln wollte, um mir einen Text entschlüsselbar zu machen, tue ich es doch schon wieder und werde trotzdem nicht schlauer, weil der mit diesem hier verwandteste "Azrael" hier irgendwie auch nicht zu passen scheint.

Die Spiralform wird sowohl im Federflug als auch in der Wendeltreppe angeführt. Beides wirkt durchaus nicht willkürlich hinein gepflanzt. Trotzdem fehlt es mir an letztendlicher Schlüssigkeit.

Jedenfalls weiß ich am Ende nicht wirklich, wer da mit wem geredet hat, wer weshalb gesprungen ist und wer sich da im Licht verbirgt. Der andere Sprecher?
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Gießkanne
Geschlecht:weiblichVolle Kanne ungeduldig

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Beiträge: 705
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BeitragVerfasst am: 10.03.2015 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend liebe Person, die diesen Text voller Begeisterung und Gedanken schrieb, versunken in seiner ganz eigenen Welt, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, eine andere Person! smile
Ich finde deinen Text  nur okay, weil ich nicht verstehe, was das kursiv gedruckte bedeuten soll. Wer denkt, bzw spricht dort (kursiv)?
Den Rest habe ich gut verstanden. Der Text ist sehr tiefgründig, keines Wegs show, eher don't tell.
Was ich mir noch gewünscht hätte ist, dass du vielleicht andeutest, wer dort (kusiv) redet/denkt. Ist es die Person selbst? Ist sie allein? Führt sie Selbstgespräche?
Besondere Beobachtungen: /

Viele begeisterte Fans und Punkte und vorallem ganz viel Spaß beim Bewerten und Kommentieren der anderen Texte wünscht dir
Gießkanne


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Don’t say the old lady screamed. Bring her on and let her scream.
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Die Schlacke einer verbrannten Liebe im Hochofen des Herzens ist ein Nebenprodukt, das man so schnell leider nicht loswird.
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

Alter: 65
Beiträge: 5415
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BeitragVerfasst am: 10.03.2015 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

tut mir leid, ich verstehe deinen Text nicht.

LG gold


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es sind die Krähen
die zetern
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Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 11.03.2015 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Mit naiv-christlichen Engel-Feder-Gesangbuchfetzen hinterlegte Selbstmördernummer. Unscharfe Dialoge (?), unklare Motivation, schwammiges Ende.

_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


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Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 11.03.2015 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Form.

Es ist weniger der Suizidant, der mich interessiert. Der bleibt zu blass, zu unpersönlich. Eher die "englische" Laughing  Instanz, die über jeder Grammatik steht. Den Unteschied zwischen den beiden Wesen fängst Du gut ein. Ansonsten ist mir die "Erklärung", warum sich einer da umbringt, zu platt. Der Suizidant redet etwas geschwollen und verliert an Glaubwürdigkeit. Da kommt mir das Ende dann etwas zu himmlisch.
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 972



BeitragVerfasst am: 11.03.2015 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das Thema ‚Spirale‘ ist durch die Treppe und die fliegenden Federn angedeutet.
Positiv finde ich die netten Bilder und die Tatsache, dass es eine experimentelle Interpretation ist.
Auf mich hat der Text trotzdem eine negative Auswirkung.
Ich empfinde es so, als würde ein Freitod mit Heilsphantasien verbrämt.  
Der Stil
Zitat:
„Was sollen die ganzen Federn?“
klingt etwas holprig.
Fehler: statt von weißen Federflaum = von weißem Federflaum
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anuphti
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Beiträge: 3701
Wohnort: Isarstrand
DSFo-Sponsor Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 11.03.2015 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Mein fünfter Platz

so schön und verständnisvoll und liebevoll habe ich einen Erzengel noch nie erlebt.

Obwohl ich kein Engelfan bin, greift Asrael hier nach meinem Herz. Schön gestaltet, mit den Gedanken des Engels in kursiv, schön das Ende, das doch wieder versöhnt.

Das Treppenmotiv als Spirale ist nicht so originell, aber in der Verbindung der Geschichte fast unwichtig.

Gerne gelesen!

6 Punkte

LG
Nuff


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fancy
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Alter: 59
Beiträge: 3443
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 12.03.2015 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

beim ersten Lesen muss ich auf der Leitung gestanden haben. Der Engel holt den Selbstmörder ab. Schöner Gedanke.

Und jetzt gefällt mir die Geschichten auch schon viel besser, obwohl ich eigentlich die ewigen Selbstmörder in den Wettbewerben leid bin.

4 Punkte von mir.

Liebe Grüße

fancy


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Einar Inperson
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 12.03.2015 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo SpiralSchreibfeder,

Was ist klar. Aber wer und warum? Und irgendwie habe ich dazu keinen Zugang bekommen. Welche Dämonen treiben ihn oder ist es sie?

Und warum verliert der Todesengel die Federn?


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Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3727

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 12.03.2015 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Selbstmörder springt vom Kirchturm, weil der für ihn Kindheit und Freude symbolisiert, während inzwischen das Leben so schwer geworden ist. Er begegnet dort oben seinem Schutzengel, aber der versucht gar nicht ihn aufzuhalten, huch, sondern ermutigt ihn im Gegenteil zu springen. Okay, gegooglet, Azrael ist kein Schutzengel, sondern der islamische Todesengel. Azrael also nimmt die Seele des Selbstmörders mit in den Himmel. (Die Moslems sind da ja bekanntermaßen nicht so picky wie die Christen. wink)

Leider hat mich der Text sprachlich nicht so sehr erfreut. Da finden sich Konjugationsfehler und grausige Zeichensetzung, ein bisschen mehr Achtsamkeit kann man in so einem kurzen Text schon aufbringen. Um mehr sprachliche Originalität traue ich mich dann schon kaum noch zu bitten.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5676
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 12.03.2015 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fange mal an zu kommentieren in der Prosa. Werde sicher nicht alle Texte hinbekommen, geschweige denn zum Bewerten.

Diesem Text stehe ich etwas ratlos gegenüber.
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Mermaid
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 142

Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 14.03.2015 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Damit kann ich leider gar nichts anfangen, das ist nicht meine Welt. Ich glaube nicht, dass Federchen im Freien spiralförmig nach unten schweben, irgendein Lüftchen weht doch immer. Aber in einer anderen Realität, wer weiß. Bei den kursiven Passagen sollte man sich entscheiden, ob ein Punkt gesetzt wird oder nicht, sonst sieht es so aus, als wäre er an manchen Stellen vergessen worden.
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 28
Beiträge: 7432



BeitragVerfasst am: 14.03.2015 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Unbekannt,
Selbstmord mit Todesengel. Die Spirale findet sich in der Treppe des Turms, von dem aus der Protagonist sich in den Tod stürzt. Durch den Todesengel bzw. den Dialog mit diesem wird die Geschichte etwas aufgepeppt, aber letztlich ist das für mich nur eine sehr allgemein gehaltene Geschichte eines Suizids, die zudem auf so kleinem Raum nicht ohne Tipp- und Flüchtigkeitsfehler auskommt. Das Gespräch ist mir, wie das Thema selbst, leider nicht originell genug, um dir Punkte zu geben.
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 53
Beiträge: 2378
Wohnort: Mallorca
Ei 2


BeitragVerfasst am: 15.03.2015 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
ich verstehe zwar das Thema des Selbstmords, auch die Spirale ist da und der Konflikt, aber insgesamt verstehe ich nicht, mit wem der Prota sich unterhält, oder ist das nur in seinem Kopf? Auch bleibt mir ein Rätsel, was nicht mehr gelungen ist, dass dies ein Motiv für den Selbstmord sein könnte.
Sorry, so reicht es leider nicht in die Punkte,
Viele Grüße
Piratin


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