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Begegnung am See


 

 
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3127
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 03.04.2020 19:00    Titel: Begegnung am See eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Chris

Die Vögel singen wie verrückt in den Bäumen, ich höre einen Fuchs bellen. Ich bleibe stehen und lausche. Irgendwo höre ich Stimmen, das ist die Richtung, die ich suche.
Kurz darauf sehe ich sie. Einer dieser Pflegerollstühle steht am Ufer des Sees, daneben kniet eine Frau und singt mit leicht brüchiger Stimme. Als ich näher komme und die Frau mich bemerkt, verstummt sie und steht auf. Sie stellt sich schützend vor den Rollstuhl.
„Guten Tag. Sie müssen sich verlaufen haben, das hier ist Privatgrund.“
„Das hat schon seine Richtigkeit“, beruhige ich sie. „Mein Name ist Chris Ahlfänger. Fritzi ist meine Cousine.“
Ich schlucke und wende mich der Person im Rollstuhl zu. Es fällt mir nicht leicht, sie anzusehen, aber es wird Zeit, sich der Realität zu stellen.
‚Handlungen haben Konsequenzen.‘ Eine von Onkel Walters Lieblingsplattitüden.
Dumm nur, dass meine Handlung damals zu Fritzis jetzigem Zustand geführt hat. Wenn das Leben gerecht wäre, würde ich da nun sitzen und nicht sie. Ich knie vor sie hin, nehme ihre schlaffe Hand in meine und blicke in ihre leeren Augen. „Hallo Fritzi, es ist vorbei. Jetzt bleibe ich.“

Fritzi

„Das Wetter ist so schön. Da gehen wir Richtung See. Was hältst du davon, Fritzi?“
‚Gar nichts‘, will ich sagen und dabei heftig den Kopf schütteln.
„So schlimm ist das nicht“, redet sie mir gut zu.
‚Bis jetzt.‘
Sie schiebt meinen Rollstuhl über den großen Kiesweg Richtung See. Mein Puls und meine Atmung werden schneller, aber sie ignoriert das und erzählt von ihrem Sohn, der eine Bienenzucht betreibt. Dann singt sie: „Summ, summ, summ. Bienchen summ herum.“
‚Das ist albern.‘
„Ich weiß, das ist albern“, nimmt sie meine Gedanken auf. „Hör doch, wie schön die Vögel singen. Genieße doch einfach den Moment.“

Sie hat natürlich recht. Früher war der See mein Lieblingsplatz. Dort traf ich meine Freunde. An diesem Tag, vor langer Zeit: Eingefangen in einer Fotografie in meinem Zimmer.  Der glücklichste Moment in meinem Leben. Festgehalten mit meiner Kamera. - Selbstauslöser… Belichtung… Perfekt. Kurz danach war alles anders.  
Ich hätte damals mit Chris gehen sollen. Aber ich wollte ihn bestrafen. Weil er fortging in sein eigenes Leben. Und ich blieb zurück.

‚Handlungen haben Konsequenzen‘, hat Vater im Krankenhaus gesagt und später wieder, als er mir das Foto hinstellte, so, dass ich es immer gut im Blick habe, ebenso, wie den See durch die Fenster.
 Plötzlich verstummt meine Pflegerin, steht auf und stellt sich  schützend vor mich. „Guten Tag. Sie müssen sich verlaufen haben, das hier ist Privatgrund.“

 Ein Fremder? Hier? - Nein! Die Stimme kenne ich. Mein Herz schlägt schneller. Ich will lächeln.

„Das hat schon seine Richtigkeit. Fritzi ist meine Cousine. Ich bin …“

‚Chris! Endlich!‘
 Könnte ich ihm nur sagen, dass es mir leidtut. Es war alles mein Fehler.
Er kniet vor mir. Seine Handfläche ist rau, aber es geht eine Wärme von ihr aus, die mir Kraft gibt.
Er blickt mir direkt in die Augen. „Hallo Fritzi, es ist vorbei. Jetzt bleibe ich.“

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RAc
Schreiberling


Beiträge: 209



BeitragVerfasst am: 11.04.2020 00:41    Titel: Re: Begegnung am See Antworten mit Zitat

Postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:
...


Chris und seine Cousine Fritzi haben früher eine recht intensive Beziehung gehabt (welcher Art bleibt unklar, es deutet aber viel auf eine Liebesbeziehung hin). Chris hat sie verlassen, was beide als Grund dafür sehen, dass Fritzi nun, viele Jahre später, pflegebedürftig ist (die Ereigniskette, die dazu führt, ist aus dem Text unerschliessbar). Seine Schuld eingestehend, bietet sich Chris an, nun bei ihr zu bleiben.

Das Doppel schildert zwei Begegnungen: Zunächst die Wiederbegegnung zwischen Chris und Fritzi, und dann die Erstbegegnung zwischen Chris und der Pflegerin. Die zweitere ist sehr punktuell und hat keine Funktion für den plot, ist aber zwischen den beiden Begegnungen diejenige, die eher der Vorgabe der "Gegnerschaft" genügt.

Es wird dasselbe Ereignis (der Besuch von Chris) aus den Perspektiven beider Protas erzählt, Szenario 2 erfüllt.

Ausgestaltung: Eher oberflächlich und eindimensional. Zu viele schwere Lücken im plot, die nicht schlüssig durch Deduktion geschlossen werden können.
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Ribanna
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 57
Beiträge: 434
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 11.04.2020 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Das gefällt mir richtig gut.
Die Idee passt wundervoll zur Aufgabe, das Aufgreifen des Satzes "Handlungen haben Konsequenzen" ist gut gelungen, und trotz der wenigen Worte schaffst du es, in beide Texte Atmosphäre zu legen.


_________________
Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek wird es Dir an nichts fehlen.
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Xeomer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 32
Beiträge: 96
Wohnort: Xeothon


BeitragVerfasst am: 11.04.2020 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe die Message, aber trotzdem finde ich den Text leicht verwirrend.

_________________
"Zone 84" Buchtrailer: youtube.com/watch?v=ZygK3Te0jV8
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DLurie
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 231
Wohnort: Zwischen den Stühlen
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BeitragVerfasst am: 12.04.2020 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

im Vergleich mit anderen Texten im Wettbewerb kommt dein Beitrag in meiner subjektiven Sicht nicht unter die Top-Ten, für die ich Punkte vergeben und auf die ich detaillierter eingehen möchte.

LG
DLurie
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Katinka2.0
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 211



BeitragVerfasst am: 12.04.2020 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Autor/in,

hm, der Text lässt mich beim ersten Lesen etwas ratlos zurück. So ganz verstehe ich die Handlung nicht. Irgendetwas ist in der Vergangenheit passiert, ein Unfall, und vage erfährt der Leser, dass es etwas mit Cousin Chris zu tun hat, den die Protagonistin bestrafen wollte. Sie nimmt die Schuld für das Unglück auf sich.
Im ersten Text wird deutlich, dass Chris ein schlechtes Gewissen hat, und in seinen Augen müsste eigentlich er im Rollstuhl sitzen. Weshalb bleibt unklar.

Auch das verstehe ich nicht ganz:
Zitat:
Hallo Fritzi, es ist vorbei.

Was ist vorbei?

Du hast die Aufgabenstellung Nr. 2 – dasselbe Ereignis aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen – stimmig umgesetzt und das vorgegebene Thema in Deinen Texten verarbeitet. Sprachlich und inhaltlich eigentlich überzeugend, wenn mir nur nicht die Umstände, die in der Vergangenheit zu dem Unfall geführt haben, so diffus erscheinen würden. Muss ich mir noch überlegen, ob das überhaupt eine Rolle spielt.

Die Punkte verteile ich erst am Schluss.

LG Katinka
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V.K.B.
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 47
Beiträge: 2473
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 12.04.2020 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
eine Geschichte, zwei Perspektiven. Ich kann nur mutmaßen, da ist Vieles zur Interpretation offen. Wirklich sicher bin ich nicht. Fritzi hat irgendwas angestellt, weil Chris fortging, das sie in den Rollstuhl gebracht hat. Ein Suizidversuch? Ihr Vater hat ihr das jedenfalls nicht verziehen und quält sie mit den aufgezwungenen Erinnerungen an früher, was sie durch ihre Tat weggeworfen hat. Chris gibt sich ebenfalls die Schuld dafür.
Was aber jetzt wirklich genau vorgefallen ist, was das genaue Verhältnis der beiden war, und das wirkliche Motiv für Fritzis Tat (und wie weit Chris wirklich daran Schuld ist) bleibt alles offen. Nicht schlecht geschrieben, aber bleibt mir das Ganze dann doch ein bisschen zu vage.

beste Grüße,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 41
Beiträge: 944
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 12.04.2020 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Naja.

Pro: Die gegensätzlichen Sichtweisen könnten was hergeben.

Contra: Leider hängen sie sich an der Beschreibung des Äußeren auf und eröffnen nichts, über das sich über den Text hinaus nachzudenken lohnt. Schade.


_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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a.no-nym
Autor


Beiträge: 514



BeitragVerfasst am: 12.04.2020 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

dies ist ein neutraler Kommentar, um später ggf. eine Bewertung vornehmen zu können.

Freundliche Grüße
a.
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Amarenakirsche
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 27
Beiträge: 280
Wohnort: tief im Westen


BeitragVerfasst am: 13.04.2020 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Einer der Texte, die ich schwierig zu bewerten fand. Die Idee an sich gefällt mir. Allerdings fehlen mir viele Informationen. Was genau ist passiert? Was hat Chris getan? Ein paar Andeutungen hätten meine Fantasie ins Rollen gebracht.
Teil zwei gefällt mir darum insgesamt besser als Teil eins, ist ein bisschen lebendiger. Das Ende ist schön.
Insgesamt haben mich andere Texte aber mehr überzeugt, deswegen gibt es von mir nur einen Punkt.
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Susanne2
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Beiträge: 773
NaNoWriMo: 53854



BeitragVerfasst am: 13.04.2020 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe(r) AutorIn,

eine folgenschwere Begegnung(!), damals wie heute, steht im Mittelpunkt der Geschichten. Berührend geschrieben, alle Vorgaben sind erfüllt und der Schreibstil ist angenehm.
Eigentlich gefällt es mir, dass man Raum für die Fantasie des Lesers lässt, aber alles kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Handelt es sich – trotz Verwandtschaft – um ein Liebespaar? Das „Ereignis“,weswegen sie nun im Rollstuhl sitzt, wird ausgespart. Der Grund seines „Weggehens“ bleibt verschwommen, obwohl es ja ein wichtiger Grund gewesen sein muss. Warum sich am Ende beide schuldig fühlen wird daher leider nicht aufgeklärt.
Trotzdem haben mir die beiden Geschichten gefallen.

Wegen sehr vieler guter Einsendungen, kann ich erst am Ende entscheiden, ob und wenn ja, wie viele Federn ich vergebe.

Freundliche Grüße
Sanne


_________________
Das Leben geht immer weiter - bis zum Tod.
(S.E.- BJ 1959)

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Wer seinen Kopf verliert, beweist damit noch lange nicht, dass er vorher einen gehabt hat ...
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3972

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 17.04.2020 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Fritzi und Chris haben eine gemeinsame Erinnerung, einen Unfall am See, den offenbar sie teuer bezahlt hat, und für den sich beide die Schuld geben. Hier treffen sie sich wieder und sind eigentlich keine Gegner, aber denken das wohl für immer beide, den klärende Gespräche sind ausgeschlossen.
BeGegnerIn also check, ebenso das Ereignis, das aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Ich finde das auch sprachlich ganz gewandt erzählt. Die Handlung an sich vielleicht etwas melodramatisch, und mir will auch nicht klarwerden, warum ich nicht erfahre, worin der Unfall bestand, warum er ging und warum wiederkehrte. Will das einfach etwas rätselhaft bleiben?
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1546
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 17.04.2020 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Bisschen verworren und seehr im Ungefähren bleibende Geschichte von Base und Vetter, die nach einem gemeinsamen Unfall getrennt wurden und sich nun im Spital wiederfinden. Am Ende ist alles voller Schuldgefühle, aber doch irgendwie wieder gut.

Da ist ein schöner Blick auf Details, da wird eine Geschichte vorsichtig und ganz aus dem Erleben der Protagonisten heraus erzählt.

Was mir nicht so gefällt ist, dass der Text gefühlt bemüht darum herum scharwenzelt, was denn nun passiert ist.
Da werden Hinweise gestreut, aber entweder kann der Vorfall nicht so großartig gewesen sein (warum dann das Drama?) oder so fürchterlich, dass niemand (auch er Autor) nicht drüber reden kann. Das funktioniert mMn hier aber gar nicht.


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Phenolphthalein
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1230

DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 17.04.2020 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inkognito,

der Anfang ist ein wenig holprig, wie ich finde. Dir gelingt es nicht, die richtige Stimmung zu erzeugen.
Abgesehen davon, dass er bei ‚wie verrückt singenden Vögeln (also im Gegensatz zu was? Durchdachtem Singen?)‘ sowohl einen ‚bellenden Fuchs‘ hören kann (wie bellen Füchse und zeigen sie sich, wenn jemand in ihrer Nähe ist?) als auch noch Stimmen [wohl eher eine Stimme, die andere ist verstummt] ausmachen kann, drückt eine ganz bestimmte Stimmung aus, die du aber im weiteren Verlauf nicht transportierst.

Wenn du dann die Perspektive wechselst, erzeugst du ein stimmigeres Gefühl.
Die Frage hierbei ist, ob ihr gesamtes Leben seit dem nicht definierten Ereignis dadurch bestimmt ist, dass sie über verpasste Möglichkeiten nachdenkt.
Offenbar ist sie seither im eigenen Körper gefangen. Du zeigst auf, dass sie sich ausgeliefert und vielleicht auch bevormundet fühlt, aber das ist keine Verzweiflung oder schlimmer, eine Selbstaufgabe.

Für mich liest sich der Aspekt über Chris nachzudenken, der zu den verpassten Chancen zählt, daher etwas konstruiert oder zu verfrüht.
Als sie wahrnimmt, dass ihr Besuch Chris ist, hätte es besser gepasst.
Der Satz ‚Chris! Endlich!‘, wird zuvor auch nur allenfalls oberflächlich transportiert, deutet er schließlich auf eine Sehnsucht hin. Aber er (der Satz) passt zum Aspekt, sich in allen Lebenslagen mit dem, was seit dem Ereignis passiert ist zu beschäftigen.
Dennoch hättest du noch ein paar Zeichen gehabt, um [gerade hier] mehr in die Tiefe zu gehen und die Schuldgefühle stärker in den Fokus zu rücken [ebenso, die Erleichterung, wenn Chris sie ENDLICH besuchen kommt].  

Insgesamt fehlt mir da zu viel und die gewählten Worte passen mir teilweise auch nicht, daher schaffst du es nicht auf die Treppe.

Viele Grüße,

Pheno


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Willst du die Bescheidenheit des Bescheidenen prüfen, so forsche nicht, ob er Beifall verschmäht, sondern ob er den Tadel erträgt.

Franz Grillparzer
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 760



BeitragVerfasst am: 18.04.2020 01:30    Titel: Antworten mit Zitat

Vorgaben:

Begegnung: ja.
Gegner: Hm. Das ist schwierig, denn Gegner sind die beiden ja nun nicht.
In: Ja.

Ort/Ereignis/Objekt: Selbes Ereignis, zwei Perspektiven, und das gleich zweimal - einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit.

Ein Gänsehauttext, den ich sehr mag. Beinahe perfekt bis auf ein paar kleine stilistische Schnitzer (nur ein paar Kommas und doppelte Satzanfänge, nix Gravierendes). Ich würde gern mehr wissen, was passiert ist.

Punkte: Denk schon. Muss aber nochmal wiederkommen.
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Malaga
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 833



BeitragVerfasst am: 18.04.2020 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Spätes Happyend für ein zurück liegendes Drama, das nur angedeutet bleibt, Schuld, die wohltuender- und ausnahmsweise jeder bei sich sucht und nicht beim anderen.
Alles Balsam für die Seele in diesen Zeiten. Smile
 Ob ich das Nur-Andeuten gut oder nicht finde, muss ich noch überlegen.
Bewertung später im Gesamtkontext.
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Missing Tales
Schreiberassi


Beiträge: 52
Wohnort: Zwischen den Zeilen, Deutschland


BeitragVerfasst am: 18.04.2020 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Schreiber,

Dies ist ein überwiegend neutraler Kommentar, damit ich bewerten kann. Vielleicht schaffe ich später noch etwas ausführlichere Kritik.

Trotzdem ein paar provisorische Worte:
ein tragisches, aber trotzdem etwas mutmachendes Thema, eine Begegnung aus zwei Perspektiven. Der Charakter Walter kommt mir etwas seltsam vor. Es klingt für mich in der zweiten Geschichte beinah so, als ob er seiner Tochter die Schuld geben würde, das "Handlungen haben Konsequenzen" wirkt hier eher wie ein "ich habs dir ja gesagt", was ich von ihm irgendwie unfair und empathielos ihr gegenüber empfinde.
Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht wissen, was wirklich passiert ist?

Die Ich-Perspektive bewirkte bei mir, dass ich mich den beiden irgendwie eher entfremdet gefühlt habe, wie ein Beobachter von oben, bin mir aber nicht ganz sicher, woran das lag. Vielleicht später noch mehr dazu.

danke für deine kleine Geschichte! Hab sie gern gelesen.

lg Missing Tales


_________________
Und zwischen den Zeilen eine Unendlichkeit
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3352

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 18.04.2020 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Chris denkt, er ist schuld, dass sie im Rollstuhl sitzt. Sie denkt, sie ist schuld (an was auch immer).

Auch so eine "zu viel"-Geschichte. Eine, die Infos an die Leserin bringen will. Das ist passiert, das sind die Figuren, das sind ihre Verbindungen, das ihre Vergangenheit, das die Gegenwart.

Kann man machen, ist aber nicht das, was ich gern lese, mir ist das zu flach. Also die Figuren bleiben mir zu flach, zu sehr an der Oberfläche. Das, was mich interessiert, die Beziehung der beiden, was sind das für Menschen, das kommt zu kurz.
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Lapidar
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Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 20.04.2020 06:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Laughing
Vielen lieben Dank, für die Kommentare. Wie immer, finde ich es total spannend, wie unterschiedlich die Texte aufgenommen werden und wie ich selber auch nochmal eine ganz andere Idee zu der Thematik habe.

Es ist einfach schön, wie viel man da immer wieder draus noch lernen und ziehen kann.
Merci smile


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"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3127
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 20.04.2020 11:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Phenolphthalein hat Folgendes geschrieben:
(wie bellen Füchse und zeigen sie sich, wenn jemand in ihrer Nähe ist?) t].  

smile  bellender Fuchs
Die sind inzwischen an Leute gewöhnt.


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"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Susanne2
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 773
NaNoWriMo: 53854



BeitragVerfasst am: 21.04.2020 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Lapidar hat Folgendes geschrieben:
Phenolphthalein hat Folgendes geschrieben:
(wie bellen Füchse und zeigen sie sich, wenn jemand in ihrer Nähe ist?) t].  

smile  bellender Fuchs
Die sind inzwischen an Leute gewöhnt.


Cool! Cool


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Das Leben geht immer weiter - bis zum Tod.
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