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"Invasion der Kulturheidelbeeren" von Urs Bick

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 05/2017
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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 329



BeitragVerfasst am: 21.05.2017 18:00    Titel: "Invasion der Kulturheidelbeeren" von Urs Bick eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat




Invasion der Kulturheidelbeeren


Inhalt
In der Schatulle lagen nur ein paar unscheinbare Samenkörner. Christlein Christ, eine Marketenderin, hielt sie für Holzwurmspuren. Sie verkaufte das Kästchen an den trauernden Witwer Jost, der nach einer Grabbeigabe für seine Frau suchte.
Vierhundert Jahre später steht die Welt am Rande des Nervenzusammenbruchs.


Stimmen zum Buch
Schneiden Sie eine Kulturheidelbeere auf. Sie werden Ihr blaues Wunder erleben.
Dr. Erika Moosberger, Bundesumweltamt

So fiktional, wie es aktuell ist. Leider.
Prof. Dr. Bernd Boysen, Universität Hannover

Ich habe schon immer gewusst, dass Pflanzen die eigentlichen Feinde des Menschen sind.
Ricarda Willstätter, ZDF Morgenmagazin


Auszug
„Der Name. Der Name muss gut sein. Falsche Heidelbeere klingt zu negativ. Die kauft uns doch keiner ab.“
„Kultur, wie wäre es mit Kultur?“
„Kultur? Kultur. Kultur! Sehr gut, Kultur habe ich schon immer gehasst.“
„Ich auch!“
„Dieser ganze Theaterscheiß. Sehr gut. Das ist genau das Richtige für diese intellektuellen Arschlöcher.“
„Haha, ja, sollen die sich Kultur ins Müsli kippen, hahahaha!“
„Und zermatschen!“
„Genau! Zermatschen!“
„Aber die Samen bleiben ganz. Die kommen hinten wieder raus.“
„Und verbreiten sich weiter.“
„Hahahaha, wir kultivieren die ganze Welt!“


Über den Autor
Urs Bick hat mit „Invasion der Kulturheidelbeeren“ das dritte Werk aus seiner erfolgreichen Reihe der Pflanzkrimis vorgelegt. Bereits erschienen sind „Stärke der Kartoffeln“ und „Rote Bete – Tote Beate“.

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TZH85
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 33
Beiträge: 307
Wohnort: Essen


BeitragVerfasst am: 21.05.2017 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee ist abgedreht! Was mich überzeugt, sind die Stimmen zum Buch und die Infos zum Autor. Besonders Letztere. Bei "Rote Bete - tote Beate" musste ich echt prusten. Pflanzenkrimis sind wahrscheinlich noch eine Marktlücke. Vielleicht sollte sie schnell geschlossen werden.

Der schwächste Teil des Beitrags ist meiner Meinung nach der Textauszug. Da hätte ich mir etwas mehr als Dialog erhofft.
Allerdings gefällt mir der Beitrag trotzdem gut. Ich schwanke zwischen sechs und sieben Federn.
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 848



BeitragVerfasst am: 22.05.2017 06:01    Titel: Antworten mit Zitat

[quote]Invasion der Kulturheidelbeeren


Zitat:
Inhalt
In der Schatulle lagen nur ein paar unscheinbare Samenkörner. Christlein Christ, eine Marketenderin, hielt sie für Holzwurmspuren. Sie verkaufte das Kästchen an den trauernden Witwer Jost, der nach einer Grabbeigabe für seine Frau suchte.
Vierhundert Jahre später steht die Welt am Rande des Nervenzusammenbruchs.


Stimmen zum Buch
Schneiden Sie eine Kulturheidelbeere auf. Sie werden Ihr blaues Wunder erleben.
Dr. Erika Moosberger, Bundesumweltamt

So fiktional, wie es aktuell ist. Leider.
Prof. Dr. Bernd Boysen, Universität Hannover

Ich habe schon immer gewusst, dass Pflanzen die eigentlichen Feinde des Menschen sind.
Ricarda Willstätter, ZDF Morgenmagazin


Auszug
„Der Name. Der Name muss gut sein. Falsche Heidelbeere klingt zu negativ. Die kauft uns doch keiner ab.“
„Kultur, wie wäre es mit Kultur?“
„Kultur? Kultur. Kultur! Sehr gut, Kultur habe ich schon immer gehasst.“
„Ich auch!“
„Dieser ganze Theaterscheiß. Sehr gut. Das ist genau das Richtige für diese intellektuellen Arschlöcher.“
„Haha, ja, sollen die sich Kultur ins Müsli kippen, hahahaha!“
„Und zermatschen!“
„Genau! Zermatschen!“
„Aber die Samen bleiben ganz. Die kommen hinten wieder raus.“
„Und verbreiten sich weiter.“
„Hahahaha, wir kultivieren die ganze Welt!“


Über den Autor
Urs Bick hat mit „Invasion der Kulturheidelbeeren“ das dritte Werk aus seiner erfolgreichen Reihe der Pflanzkrimis vorgelegt. Bereits erschienen sind „Stärke der Kartoffeln“ und „Rote Bete – Tote Beate“.



Hatte erst mehr Punkte, die Idee gefällt mir gut, aber die Textprobe gefällt mir nicht. Die ist mir zu "hingeschluselt."

Schade, war viel weiter oben (behält aber einen Platz unten im Punktbereich).

Die Idee ist schön ->macht Lust auf mehr, auch im Grunde alles andere, nur der Textauszug ...

Gruß,
Eulenbaum
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Municat
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 51
Beiträge: 288
Wohnort: Zwischen München und Ingolstadt


BeitragVerfasst am: 22.05.2017 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber unbekannter Autor,

da wächst also ein Heidelbeerbusch auf den Gebeinen einer Toten und versetzt 400 Jahre später die Welt in Angst und Schrecken. Weil die unverdaulichen Samen dafür sorgen, dass sich die Pflanze massiv ausbreitet und alle anderen Formen der Vegetation (und vielleicht sogar des Lebens) überwuchert?

Der sozialkritische Aspekt klingt in der zweiten Pressemitteilung an. Das Dialog-Zitat (so ausführliche Zitate kenne ich aus Klappentexten nicht - aber das muss nichts heißen) weist darauf hin, dass diese Entwicklung von langer Hand geplant ist oder zumindest von bestimmten Subjekten für ihren eigenen Zweck genutzt wird.

Der Hinweis auf die übrigen Werke des Autors reißt mich jetzt nicht sooo sehr vom Hocker. Spiele mit Worten und Ihnalten ... ja - aber nicht wirklich weltbewegend.

Die Idee gefällt mir. Die Umsetzung hebt sich einfach mal ein Stück von den anderen Geschichten ab.

Das Cover zeigt wohl die Kiste, in der die Samen vergraben wurden. Der Titel klingt wie der Klappentext: Schräg und skuril.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alle Klappentexte kommentiert habe.


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Uwe Helmut Grave
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Alter: 63
Beiträge: 1029
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BeitragVerfasst am: 22.05.2017 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Würde ich diesen Text auf einem Buchrücken lesen, käme ich mir irgendwie verarscht vor. Soll das nun Satire sein? Oder doch ein Krimi? Oder irgendwas, das krampfhaft auf intellektuell getrimmt wurde?
Kaum vorstellbar, dass sich bereits zwei Romane dieser Art erfolgreich verkauft haben sollen, diese Behauptung wirkt wie eine maßlose Übertreibung. Also doch Satire?
Meine Reaktion wäre: "Kapier ich nicht. Behaltet den Krams!"


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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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Beiträge: 1863
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BeitragVerfasst am: 23.05.2017 00:37    Titel: Antworten mit Zitat

Spaßvogel Urs Bick(-beeren?) verdient schon allein deshalb nen Punkt.
Pflanzkrimi Sich kaputt lachen


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Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


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Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

Absurder Pflanzenkrimi.

Den Anfang würde ich noch etwas eindampfen. Marketenderin - ist das wichtig? Kommt der Witwer noch einmal vor? Was hier steht, ist ja lediglich Vorgeplänkel für den zündenden Satz von der Welt am Abgrund. Da startet mein Interesse. Eine Art Thriller also.

Der gewollt absurde Dialog enttäuscht - oder sollte hier das schlechteste Buch der Republik beworben werden? Rico Beutlich als Blaubeere verkleidet? Wie auch immer, das zündet für mich nicht und die extrem originelle Grundidee (Beeren als Verbrecher) endet als ... Saft.
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


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BeitragVerfasst am: 23.05.2017 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ah, ein Klappentext mit Textauszug. Den finde ich besonders gelungen, kann man doch hier entnehmen, welcher Schreibstil einen im Buch erwartet. Die Inhaltsangabe ist etwas knapp, macht aber neugierig.
Insgesamt gefällt mir das alles gut. Einzig das Cover passt nicht so recht von der Stimmung her, auch wenn noch eine Schatulle mit dem Gesicht daherkommt.
Auf jeden Fall in meinen Punkterängen.


_________________
Gruß von Karolin
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Heidi
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Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 23.05.2017 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Geschätzter Herr Bick,

es dauerte exakt fünf Sekunden, ehe ich Ihren Roman auf den Buchrücken drehte, um den Klappentext zu lesen. Grund dafür war der originelle Titel, der überhaupt nicht zum Cover passen wollte und gerade deshalb bei mir großes Interesse weckte.
Die Inhaltsangabe Ihres Buches habe ich ebenfalls mit Staunen gelesen und meine Neugier wuchs; umso mehr erfreute mich die Tatsache, dass auf Ihrem Klappentext auch ein Textauszug zu finden ist. Der wiederum hat es mir zwar inhaltlich angetan, aber sprachlich konnte er mich nicht ganz überzeugen: sehr kurze, abgehackte Sätze, ausschließlich Dialog - was im Laufe eines Romans mit Sicherheit irgendwann langweilt. Außerdem irritierte mich, dass Ihr Verlag die Pressestimmen für den Klappentext nicht sensilber ausgewählt hat: Im Gegensatz zu einer Waldheidelbeere, ist das Innenleben einer Kulturheidelbeere alles andere als blau.
Herr Bick, ich bin wahrlich unentschlossen, ob ich ihr Buch lesen möchte, aber ich will ungern was verpassen, deshalb tendiere ich schon dazu, mich darauf einzulassen; am Ende meiner Liste kommt es dran.

Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen
H.


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Meer
ein Rauschen unter den Füßen
bewegen sich Blätter fliegen

zerstäuben im Wind
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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 24.05.2017 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist so absurd, dass es mir irgendwie gefällt.

_________________
"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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ArtFaulII
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 99
Wohnort: Baumhaus


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Der Inhalt wird hier natürlich sehr ansprechend zusammengefasst. Nur wenige Sätze und eine kleine Tat, die 400 Jahre später verheerende Auswirkungen hat. Sehr spannend Wink
Auch die Rezensionen, die die brennende Aktualität des Romanthemas betonen.
An dieser Stelle hätte ich zumindest reingelesen in das Buch - was der folgende Textausschnitt aber wieder zunichte gemacht hat. Vielleicht bin ich dafür zu (un)kultiviert.
An dem Vorgängerband "Rote Bete - Tote Beate" hätte ich aber durchaus Interesse! Very Happy
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5661
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 24.05.2017 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Inhalt und Stimmen zum Buch finde ich spannend.
Der Auszug lässt mich dann wieder etwas zweifeln an dem, was ich mir vorgestellt hatte.
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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 260



BeitragVerfasst am: 25.05.2017 04:52    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Bick, geschätzter Kollege,

ihr Titel hat mich sofort gewonnen. Wer würde da nicht sofort an die Killertomaten denken. Stimmen zum Buch, Inhalt und Über den Autor.

Ihr Verlag hat mich geschickt eingefangen.

Nur der Textauszug. Hm. Lust auf das Buch hat das nicht gemacht Woran liegt es? Vielleicht einfach nur an Hahaha und der Befürchtung, das noch öfter lesen zu müssen.

Cordiales salutations

Clothilde Mercier
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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 25.05.2017 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm im Prinzip ja. Aber vierhundert Jahre finde ich dann doch irgendwie zu lange.
Wenn ich das richtig interpretiere, übernehmen die Heidelbeeren die Welt bzw. rotten die Menschen aus.
Wer ist der Held, der uns rettet?

Für mich passt der Anfang nicht ganz zum Mittelteil - die vierhundert Jahre wie gesagt- und auch der Zitateteil ist für mich mit den andren Teilen nicht aus einem Guss.
Würde ich nicht kaufen.


_________________
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Oktoberkatze
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 53
Beiträge: 324

Ei 1 Ei 9


BeitragVerfasst am: 25.05.2017 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hört sich zunächst nach einem spannenden Buch an, was dann aber spätestens durch den zitierten Textauszug ad absurdum geführt wird.

Bei dem Cover und dem Titel vermute ich zunächst mal einen Thriller, weshalb ich im Buchladen ziemlich sicher einen Griff wagen und den Klappentext lesen würde. Der Name Christlein Christ würde mich allerdings schon etwas irritieren und spätestens nach dem Textauszug würde ich das Buch wohl zurücklegen. Obwohl - irgendwie hört es sich auch wieder ganz amüsant an.
Schwierig zu sagen, wie ich das jetzt bewerten soll Rolling Eyes


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Die meisten Denkmäler sind innen hohl
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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 28
Beiträge: 1269

Ei 3


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hier dachte ich zuerst: wtf, was ist das denn. Beim zweiten Lesen stelle ich aber fest, dass dieser Klappentext zu den wenigen gehört, bei denen mich die Pressestimmen nicht abschrecken, sondern neugierig machen.
Die vier Sätze Inhaltsangabe, von denen man den mit der Christ sogar noch hätte weglassen können, schmeißen genau das richtige Maß an Plot-Info rein ohne die eigene Idee auszutreten.
Dem Textauszug traue ich keinen Meter über den Weg, und genau deswegen find ich ihn so gut, niemals wird der so im Buch stehen, wieso sollte eine vierhundert Jahre zurückliegende Rückblende so eine absurde Unterhaltung ...,  ich meine, die sind doch bekifft - ach, was solls. Gut gemacht.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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MoL
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Beiträge: 958
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 28.05.2017 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

"In der Schatulle lagen nur ein paar unscheinbare Samenkörner. Christlein Christ, eine Marketenderin, hielt sie für Holzwurmspuren. Sie verkaufte das Kästchen an den trauernden Witwer Jost, der nach einer Grabbeigabe für seine Frau suchte.
Vierhundert Jahre später steht die Welt am Rande des Nervenzusammenbruchs. "

Mehr hätte es für mich nicht gebraucht. Wobei ich "Nervenzusammenbruch" für die falsche Wortwahl halte - es sei denn, das ist Absicht?

Der Rest (Stimmen/Auszug/Über den Autor) hat bei mir zum Punktabzug geführt. Es bleiben immerhin 4 Punkte von mir! Smile


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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Gühernder Hass", acabus Verlag, Frühjahr 2019.
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menetekel
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Beiträge: 1657
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BeitragVerfasst am: 29.05.2017 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Super!

Gesellschaftskritik an Absurdistan, auf besonders aberwitzige Weise unterlegt. Und zwar so, dass ich sofort in die Küche gerannt bin, um mir eine Kulturheidelbeere aufzuschneiden. wink
Der eingschobene Dialog ist ebenso vortrefflich wie deine Idee originell ist.
Und dann heißt der Autor noch ausgerechnet Urs (!) Bick und kann auf andere herrliche Werke verweisen. Ich werde sie mir alle kaufen!

Zitat:
Hahaha, du kultivierst das ganze Forum!


 love smile


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Alles Amok! (Anita Augustin)
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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 29.05.2017 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Der Textauszug, der den Zeitabschnitt andeutet, als die Samen in die Welt gebracht wurden, passt nicht zu dem Einstiegstext, der von einer Zeit von vor vierhundert Jahren spricht. (Theaterscheiß, intellektuelle Arschlöcher, Müsli) Damit ergibt sich für mich leider keine wirkliche Plotandeutung und der Titel passt nicht so gut  zum Cover.
Viele Grüße
Piratin


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lupus
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Alter: 50
Beiträge: 4173
Wohnort: wien



BeitragVerfasst am: 29.05.2017 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, Herr Bick.

Ein Kalauer jagt den nächsten und so wird eine an sich grenzgeniale Idee versemmelt.

Gerade der Text-Auszug, der hier dazu führen hätte können, dass man vor Lachen - die Idee hat dieses Potenzial - am Boden liegt, ist wirklich gar nicht lustig. Und das ist schade.

Dass 'Die Stärke der Kartoffeln' und die Beete-Beate ein urururalt-Hut sind... Naja. Wie gesagt ... schade.


lgl


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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V.K.B.
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Beiträge: 1439
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 30.05.2017 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Vorweg: Meine Bewertungskategorien sind Idee, Durchführung (also Schreibstil), literarischer Mehrwert (Das muss ich erklären: Wurde das Medium Buchrückseite literarisch genutzt, so dass mehr als nur ein Klappentext für ein fiktionales Buch entsteht? Paradebeispiel wäre: Autorenbiographie und Inhaltsangabe des Buches spielen so zusammen, dass man erkennen kann, wie der fiktionale Autor mit dem Buch Problemstellen seiner Biographie aufzuarbeiten versucht und dann "nebenbei" ein stimmiges Psychogramm der eigentlichen Hauptfigur (nämlich des "Autors") entsteht. Aber dafür müsste man wohl schon so genial wie Hemmingway sein, der eine Geschichte in fünf Worten auf einem Bierdeckel erzählen konnte), und Reviewer's Tilt (Abzüge für viele Fehler, Unstimmigkeiten oder Bonuspunkte für was auch immer). Die Punkte dieser Kategorien addiere ich und ordne danach die Liste, die ersten zehn kriegen dann die Punkte in Reihenfolge meiner Liste.

Ach ja: Ob ich ein Buch jetzt spontan kaufen wollen würde, ist für mich KEIN Kriterium (es sei denn, der Klappentext ist schon so schlecht geschrieben, dass ich vom Buch selbst auch nichts gutes mehr erwarten würde) denn das ist für mich immer noch ein Literatur- und kein Marketingwettbewerb hier.


Hallo Inko,
ich bin mir nicht ganz sicher, was ich damit anfangen soll. Drüber lachen? Oder noch mehr? Mindestens die Hälfte der Witze zündet (zumindest bei mir) nicht, für Satire finde ich es nicht bissig genug.
Dafür ist das Konzept aber konsequent durch alle Teile durchgezogen und ergibt ein stimmiges Gesamtbild. Aber wie gesagt, trifft meinen Humor nicht richtig und entlockt mir gerade nur ein müdes Lächeln. Was aber an mir liegen kann, also nichts für ungut. Trotzdem nicht schlecht gemacht, weil es eben wie gesagt doch ein stimmiges Bild erzeugt. Daher irgendwo Mittelfeld, würde ich sagen.

Punkte verteile ich erst, wenn ich alles gelesen habe.


_________________
»Sticks & stones may break your bones – but words … they will define you!«
(Phil Orani)
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1406
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 31.05.2017 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Subversiv, ironisch, spitzfindig. Der Dialogauszug ist mMn etwas zu platt geraten. Alles andere lässt auf eine intelligente Parabel freuen.

_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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