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Supererde

 
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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 345



BeitragVerfasst am: 14.10.2018 19:00    Titel: Supererde eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Als das Licht des Sterns Kepler 22b die ganze Fläche des Detektors ausfüllte, bremste das Raumschiff ab und der Bordcomputer begann mit dem Aufwecken der Passagiere.
Kurze Zeit später saßen Kapitän Hastings und der Erste Offizier Fields über den Daten.
„Wyland, keine Funksprüche mehr vom Planeten?“, fragte Hastings.
Der Bordcomputer antwortete mit schnarrender Stimme: „Bedaure. Kein Kontakt mehr seit 20 Erdenjahren.“
„Was kann das bedeuten?“ Fields blickte Hastings an.
Hastings nahm einen Schluck aus der Kaffeetasse: „Vielleicht haben sie die Frequenzen gewechselt?“
„Bedaure. Ein Breitbandscan lieferte keine Resultate“, antwortete Wyland.
Fields hatte eine Idee: „Wyland, hast du die Verschiebungen rausgerechnet, die sich durch die Geschwindigkeit ergeben?“
„Selbstverständlich, Offizier Fields.“ Der Bordcomputer klang fast beleidigt.
Hastings stellte seine Kaffeetasse ab. „Sie könnten unser Kommen als Angriff werten.“
„Warum sollten Sie das plötzlich tun?“, fragte Offizier Fields.
Der Kapitän kratzte sich am Bart. „Vielleicht dachten sie von Anfang an so. Die Zentrale hat zur Erstellung des Übersetzungsvokabulars eine sehr positive Grundstimmung angenommen. Pos4. Vielleicht hätten wir es mit einem anderen Wortschatz versuchen sollen.“
„Ich dachte, die Grundstimmungen wurden alle durchgeprüft und die positive klang am plausibelsten?“ fragte Fields entsetzt.
Wyland schaltete sich ein: „Wenn ich Ihnen den letzten Funkspruch mit dem Vokabular der Grundstimmung Neg2 vorlesen darf?“
Der Kapitän nickte: „Leg los.“
„Bleibt weg. Ihr werdet alle sterben. Wir erwischen euch zuerst.“
„Den Text möchte ich mir gar nicht in Neg4 vorstellen,“ sagte der erste Offizier.
„Sehr gerne“, erwiderte Wyland: „Tod euch, Tod euch, Tod euch“.
„So viele verschiedene Wörter für Tod.“ Fields stellte die Kaffeetasse hin, er zitterte ein wenig.
„Wyland, wie lange haben wir noch bis zum Orbit?“
„In 20 Minuten sind wir in Sichtkontakt.“
„Sind schon feindliche Raumschiffe zu uns unterwegs?“
„Nein. Keine künstlichen Flugbahnen im Sonnensystem“.
„Das ist seltsam.“
„Wyland, zeig nochmal die Planetenbilder von vor 50 Jahren.“
Auf dem Bildschirm vor ihnen zeigte sich der Planet Kepler 22b, wie sie ihn sich in ihren schönsten Träumen ausgemalt hatten.
„Eine echte Supererde.“ stellte Fields mit glänzenden Augen fest. „Die Daten sehen so vielversprechend aus. Wyland, noch immer keine Antwort?“
„Bedaure. wobei der Kontaktfunkspruch läuft in Dauersendung. Keine Reaktion.“
„Es hilft nichts,“ seufzte Kapitän Hastings. „wir müssen eine neue Taktik fahren. Einfach hinkommen und Hallo sagen fällt nun wohl aus.“
Fields nickte. „Und das bei unserem ersten Kontakt zu anderen Zivilisationen überhaupt.“
„Also dann. Suchen wir eine Maßnahme raus. Wyland, zählst du sie uns auf bitte?“
„Wünschen Sie den Katalog zu Neg2 oder zu Neg4?“
„Neg2 reicht hoffentlich.“
„Wir haben folgende Möglichkeiten,“ fing der Bordcomputer an: „Erstens: umkehren, zweitens nur bis zu einem der Monde fliegen, drittens bis zum Planeten fliegen. Im Falle von zweitens und drittens haben wir die Möglichkeiten, die Waffenarsenale zu 25 % zu 50 % und zu 75 % auszuschöpfen.“
„Wieso nicht zu 100 %?“ fragte der Fields
„Bedaure Wir brauchen noch Munition für den Rückweg. Sicherheitsbestimmungen. Kapitän Hastings?“ fuhr Wyland fort.
„Ja, hast du eine Idee?“ der Kapitän starrte müde auf den Bildschirm.
„Ich habe aktuelle Bilder von Kepler 22b.“
„Her damit.“
Die blaugrüne Supererde auf dem Bildschirm wurde ausgeblendet. Nun war ein komplett grauer Planet zu sehen.
„Wyland, ist das Kepler 22b?“
„Bedaure. Ja.“

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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 46
Beiträge: 1935
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 14.10.2018 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
okay, interessante Geschichte. Leider sehe ich die Themenvorgabe so gut wie gar nicht umgesetzt. Wo ist der "Wald"? Es sollte um einen "Wald ohne Bäume" gehen, und hier könnte man allenfalls einen Wald auf dem Planeten (wenn er denn noch heile wäre) annehmen. Aber das ist nicht Thema der Geschichte, wie es sein sollte, sondern kommt am Rand vor. Man könnte noch ein "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" reinterpretieren (sich mit dem ganzen Zeug aufhalten, satt mal gleich einen Blick auf den Planeten zu werfen).

Interessant fand ich die außerirdische Zivilisation dort, die müssen sehr kriegerisch gewesen sein. Frage mich nur, wie man das mit einer anderen "Grundhaltung" zuerst missverstehen konnte. Oder sind die erst so geworden und haben sich selbst zerstört, als das Schiff schon gestartet war?

Was für mich die Geschichte ein bisschen kaputtmacht, ist das lange Herauszögern des Offentsichtlichen für die gewollte Überraschung. Aber das funktioniert für mich nicht. Wäre es bei Ankunft nicht das erste, was man tun würde, einen Blick auf das aktuelle Bildmaterial zu werfen? Damit hätte sich dann die gesamte Diskussion (und leider auch die Geschichte) schon erledigt.

Wyland ist mir ein bisschen zu sehr an die Alien-Franchise angelehnt.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alles gelesen habe.
beste Grüße,
Veith

Edit: 2 Punkte von mir


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally scare people …
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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1208
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Geschichte, lieber Inko, strotzt nur so von Logikfehlern.
ABER ich mag sie - finde die Idee einfach super, auch wenn die Umsetzung etwas holprig ist. Und ich nicht alles verstanden habe - was genau wollten die Aliens mit
„Bleibt weg. Ihr werdet alle sterben. Wir erwischen euch zuerst.“
sagen?

Dennoch, gefällt mit gut, mein persönlicher Platz 3. Smile


_________________
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
NEU - NEU - NEU:
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris, Oktober 2019.
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Kiara
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 39
Beiträge: 613
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Idee smile Armer grauer Planet.
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lebefroh
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 38
Beiträge: 349
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Das gefällt:

Zitat:
„Den Text möchte ich mir gar nicht in Neg4 vorstellen,“ sagte der erste Offizier.
„Sehr gerne“, erwiderte Wyland: „Tod euch, Tod euch, Tod euch“.


Sehr coole Idee mit den Übersetzungen in unterschiedlichen Grundstimmungen! Überhaupt hat die Geschichte etwas erfrischendes - im Prinzip die selbe "Message" wie viele der Geschichten im Wettbewerb, aber neu und kreativ verpackt.

Sprachlich gibt es Einiges zu feilen -  und man hätte es auch etwas spannender machen können, aber für die Idee gibt es auf jeden Fall Punkte!
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rncw
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 93
Wohnort: Wonderland


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Kreativ, flüssig zu lesen, spannend! Gefällt mir!

Authentische Dialoge, überraschende Ideen, Spannung bis zum Schluss. Smile


_________________
Nicht Gelegenheit macht Diebe,
Sie ist selbst der größte Dieb;
Denn sie stahl den Rest der Liebe
Die mir noch im Herzen blieb.

Dir hat sie ihn übergeben
Meines Lebens Vollgewinn,
Daß ich nun, verarmt, mein Leben
Nur von dir gewärtig bin.

Doch ich fühle schon Erbarmen
Im Karfunkel deines Blicks
Und erfreu in deinen Armen
Mich erneuerten Geschicks.

(J. W. Goethe, Hatem)
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 40
Beiträge: 911
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 15.10.2018 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, da waren sie wohl angeschmiert, vor 50 Jahren hat noch der Bär gesteppt.
Vielleicht haben die schnell das Licht ausgeknipst?
Wäre ja nicht zu verdenken, wenn sich der Feind mit Neg2 vorgestellt hat. Laughing
Aber Hauptsache die Munition reicht noch Rolling Eyes
Eigentlich mag ich die Invasoren und eigentlich versuche ich nur besonders klug zu wirken, also gut is.. Wink


_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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Catalina
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 46
Beiträge: 310
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 16.10.2018 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, auch hier erkenne ich den Autor. Smile

Gerne gelesen, hat mich gut unterhalten. Nur der Schluss ist mir zu abrupt - oder aber auf den abrupten Schluss wurde nicht gut genug hingearbeitet.

Leider sehe ich keinen direkten Bezug auf das Thema.
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 38
Beiträge: 1234
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 16.10.2018 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich alles richtig verstanden hab, wurde der Kepler-Planet ausgelöscht. Das soll also der Wald ohne Bäume sein, wenn ich auch das richtig verstehe.
Was mir ein wenig fehlt, sind Bilder. Es gibt überdurchschnittlich viel Dialog, der auch entsprechend viel transportiert, aber die Beschreibung des Kepler-Planeten vor seiner Zerstörung wird etwa ausschließlich mit dem Begriff schön beschrieben, bzw. wie in den schönsten Träumen ausgemalt, zeigt mir aber nicht, was genau diesen Planeten so schön macht, wie ich ihn mir vorstellen könnte, auch gefühlsmäßig. Da er zum Schluss nur noch grau ist, fände ich das Aufzeigen des Kontrastes wichtig, vor allem auch, weil dieser Planet eine zentrale Rolle spielt.
Was es mit diesen Begriffen wie Nep4, Pos4 usw. auf sich hat, ist für mich schwer zu greifen. Kommt auch zu wenig heraus, weshalb diese Namen aufgesetzt wirken, eher wie Deko.
Inhaltlich finde ich den Text nicht sehr überzeugend. Aber du bist damit nicht alleine, es geht mir mit vielen anderen Texten ähnlich, vielleicht lags am Thema, vielleicht an den Satzvorgaben, keine Ahnung.
Klar, war eine kurze Zeit für so eine lange Geschichte. Ich gucke mal, ob noch Punkte für dich übrig bleiben.

Und es sind tatsächlich noch 2 Punkte für dich und deinen Text übrig.


_________________
hast du den luftblick
hast du den erdenblick oder
den fuchsblick_
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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Beiträge: 3012
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BeitragVerfasst am: 16.10.2018 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Spannendes Szenario. Nur ist mir unklar, was nun den Planeten getötet hat, wenn die erst ankommen.

_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Poolshark
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BeitragVerfasst am: 17.10.2018 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee ist gut. Aber die Dialoglastigkeit hat es mir schwergemacht, in die Geschichte reinzukommen. Und auch vom Ende hätte ich mir noch einen kleinen Kniff gewünscht. Vielleicht die vermeintliche Supererde als Lockvogel?

_________________
"But in the end, stories are about one person saying to another: This is the way it feels to me. Can you understand what I'm saying? Does it also feel this way to you?"
-Sir Kazuo Ishiguro
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d.frank
Geschlecht:weiblichAutor

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BeitragVerfasst am: 17.10.2018 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Superwyland, den letzten Punkt für ihre Kurzweil

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Nihil
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Beiträge: 7485



BeitragVerfasst am: 19.10.2018 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

An dieser Geschichte gefällt mir einiges nicht, anderes hingegen Ja. Das mir Gefallende erstreckt sich auf die flüssig geschriebenen Dialoge, die in dieser Fülle einen eher drehbuchartigen Text erzeugen. Die Idee und vor allem die Pointe sind zwar wirklich nicht neu und waren zudem sehr vorhersehbar; aber weil du ebenfalls darauf hingewiesen hast, dass einen bewohnbaren Planeten aus unserer Ecke heraus zu entdecken eben nicht heißt, dass man bald die Koffer packen und auf ihm einziehen kann, und der Dialogschwerpunkt des Textes ihn in der Gegenwart verortet lässt, fand ich das weniger schlimm. Ist stimmig.

Warum mal wieder englische Namen in einer originaldeutschsprachigen Geschichte nötig sind, erschließt sich mir nicht. Du hättest dann besser konsequent auch die Militärgrade ins Englische übersetzen sollen. Selbst bei der inneren Aussprache rollt der der Name Offizier Fields schwerer von der gedanklichen Zunge als es bei einsprachigen Varianten der Fall wäre. Außerdem finde ich ganz allgemein, was im Besonderen nichts mit deinem Text zu tun hat, Füllersätze wie „Hastings stellte die Kaffeetasse ab, um etwas sehr Bedeutendes zu sagen.“ immer zum                                  . Und würde von ihnen, gerne immer, gerne weniger lesen. Ein bisschen mehr Außenperspektive wäre auch in zwei Stunden möglich gewesen, und hätte dem Text vielleicht ganz gut getan, damit man nicht nur das eingespielte Boardteam bei seinem Arbeitsalltag verfolgt, sondern den bedrückenden Moment, wo sich das Bild der zerstörten Erde langsam auf den Bildschirm herablädt, noch mal in einem größeren Kontext nachvollziehen kann.

Il mio Urteil: Sprüht nicht vor Leben, aber auch nicht vor Tod; im Universum ca. Mittellage.
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Michel
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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 19.10.2018 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Dumm gelaufen. Haben sie genug Sprit für die Rückkehr? Mit knappen Worten wird ein dystopisches Ankommen geschildert: Alles kaputt, alles grau. Die Dialog-Inquits werden mir schnell über, die Geschichte läuft im Nichts aus. Da fehlt mir noch ein Abschluss. Gute Idee, die noch eine Feile braucht. Und einen Schluss.
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shatgloom
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BeitragVerfasst am: 20.10.2018 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ah, SiFi!
Auch die "Supererde" ist kahl, auch hier der Wald verschwunden.
Schöne Geschichte


_________________
Gruß von Karolin
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Tjana
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Beiträge: 1915
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 20.10.2018 18:38    Titel: Antworten mit Zitat

Offen gestanden, verstehe ich die Geschichte nur teilweise.
Ein Zukunftsszenario, ein Raumschiff.
Suchen sie nach neuen Lebensräumen?
Die merkwürdigen Funksprüche kommen von fremden Planeten?
Und sogar auf dem avisierten Kepler 22b sind alle Bäume und das damit erhoffte Leben vernichtet?


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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jaeani
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 114



BeitragVerfasst am: 22.10.2018 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Neutraler Kommentar, um bewerten zu können.
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menetekel
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Beiträge: 1873
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BeitragVerfasst am: 23.10.2018 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Leider, Anonymus,

erinnert mich das zu stark an Perry Rhodan Hefte. Die sind zwar inzwischen Kult, aber ich kann sie immer noch nicht leiden.
Was mich jetzt tröstet - ich verabscheue es 0 Punkte zu vergeben - ist die Gewissheit, dass es weltweit viele Menschen gibt, die genau auf solche Texte abfahren. smile extra

Also, trag's mir nicht nach,

m.
(die eh vom Genre keine Ahnung hat)


_________________
Alles Amok! (Anita Augustin)
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 625



BeitragVerfasst am: 23.10.2018 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee ist gut. Wobei: Den Wald, ohne Bäume, den finde ich nicht wirklich wieder. An der Umsetzung - fast komplett als Dialog - stört mich, dass hier z.T. die Ausdrucksweise unpräzise ist, etwa hier:
Zitat:

Hastings nahm einen Schluck aus der Kaffeetasse: „Vielleicht haben sie die Frequenzen gewechselt?“

So passt es nicht zusammen. Schlimmstenfalls stelle ich mir vor, er spricht mit kaffeegefülltem Mund wink Der Doppelpunkt gehört nur dorthin, wo das Verb auch wirklich mit Sprechen zu tun hat. Ein Punkt stattdessen, und es passt. Ähnlich hier:
Zitat:

Fields hatte eine Idee: „Wyland, hast du die Verschiebungen rausgerechnet, die sich durch die Geschwindigkeit ergeben?“


Was mir dagegen sehr gut gefällt, ist die Übersetzung von Nachrichten, die sich mit der einstellbaren Grundstimmung ändert. Tolle Idee!
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Constantine
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Beiträge: 2713

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 25.10.2018 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour!

Eine SciFi-Geschichte über die bevorstehende Besiedlung eines erdähnlichen Planeten durch eine Crew, die jahrzehnte unterwegs war und vor Ort eine bittere Ernüchterung erlebt.
Ich sehe, eine ambitionierte Idee war da, aber die Ausführung resultierte in einer verwirrenden Story mit einigen Logik(Wurm-)Löchern.
Bereits der erste Satz sorgte bei mir zur Verwirrung und war für mich kein guter Anfang für eine Geschichte:
Zitat:
Als das Licht des Sterns Kepler 22b die ganze Fläche des Detektors ausfüllte, bremste das Raumschiff ab und der Bordcomputer begann mit dem Aufwecken der Passagiere.

Ich verstehe die Aussage und die darausfolgende Konsequenz des Nebensatzes nicht, dass ein Detektor vollständig von Licht eines Sterns/Planeten ausgefüllt werden muss, wodurch eine gewisse Entfernung zum Ziel impliziert wird, damit der Bordcomputer das Raumschiff abbremst und die Crew weckt? Was soll das für ein lichtsensibler, entfernungsmessender Detektor sein, der vollständig bedeckt sein muss, damit ein Abbrems-Prozess in Gang tritt? Überzeugt mich leider nicht.

Woran ich auch hängen bleibe, ist der zeitliche Ablauf in deiner Story:
Vor 20 Jahren brach der Kontakt zu Kepler 22b ab,
besitzen tut die Crew aber Bilder, die 50 Jahre alt sind
und erst als das Raumschiff den Orbit des Planeten/Sterns erreicht, erst dann wird eine Bildübertragung getätigt und oh Wunder, der Stern ist im Arsch, keine blaugrüne Supererde, sondern eher graue Suppe.
Ziemlich naive Missionsdurchführung und die Pointe greift bei mir leider nicht.
Der ökologische Aspekt, den du aus der Wettbewerbsvorlage gezogen hast,
eher am Gedicht
Zitat:
Der Pfad ist zu gewunden.
Die Geräusche zu laut.
Das Licht zu hell.
Die Stille zu leise.
Die Nächte zu dunkel.
Das Leben zu kurz.
Nichts zu erkennen.
Nichts zu verstehen.

Der Wald ist viel zu voll von Bäumen.

orientiert als am eigentlichen "Wald, ohne Bäume", ist zu spüren.

Punkte? Wir werden sehen.

Merci beaucoup
Constantine
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Malaga
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 748



BeitragVerfasst am: 26.10.2018 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Urteil ist leider gespeist von der Geschmacksfrage: SiFi ist nicht so meins.
Gut finde ich die Umsetzung des Themas: Früher ein blaugrüner Planet, jetzt nur noch grau. Sehr subtil. Fast ein wenig zu subtil?
Nein, für einen Text unter diesem Zeitdruck nicht.
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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 345



BeitragVerfasst am: 28.10.2018 23:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Hallo Inko,
okay, interessante Geschichte. Leider sehe ich die Themenvorgabe so gut wie gar nicht umgesetzt. Wo ist der "Wald"? Es sollte um einen "Wald ohne Bäume" gehen, und hier könnte man allenfalls einen Wald auf dem Planeten (wenn er denn noch heile wäre) annehmen. Aber das ist nicht Thema der Geschichte, wie es sein sollte, sondern kommt am Rand vor. Man könnte noch ein "den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" reinterpretieren (sich mit dem ganzen Zeug aufhalten, satt mal gleich einen Blick auf den Planeten zu werfen).

Interessant fand ich die außerirdische Zivilisation dort, die müssen sehr kriegerisch gewesen sein. Frage mich nur, wie man das mit einer anderen "Grundhaltung" zuerst missverstehen konnte. Oder sind die erst so geworden und haben sich selbst zerstört, als das Schiff schon gestartet war?

Was für mich die Geschichte ein bisschen kaputtmacht, ist das lange Herauszögern des Offentsichtlichen für die gewollte Überraschung. Aber das funktioniert für mich nicht. Wäre es bei Ankunft nicht das erste, was man tun würde, einen Blick auf das aktuelle Bildmaterial zu werfen? Damit hätte sich dann die gesamte Diskussion (und leider auch die Geschichte) schon erledigt.

Wyland ist mir ein bisschen zu sehr an die Alien-Franchise angelehnt.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alles gelesen habe.
beste Grüße,
Veith

Edit: 2 Punkte von mir


Hallo V.K.B.

Vielen Dank für deinen Kommentar und für die Punkte.

Ich saß erstmal ganz baff vor dem Thema und dachte: Die können doch jetzt nicht ernsthaft Wald und Bäume in den Texten verlangen, das wäre doch zu naheliegend. Damit lag ich falsch, das weiß ich jetzt.

Und dann hab ich gesucht, woher die Redewendung: "Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" eigentlich kommt. Da fand ich Christoph Martin Wieland. Daran ist der Name Wyland des Bordcomputers angelehnt. Die anderen beiden Namen sind doof gewählt, aber ich wollte nicht Chris und Martin nehmen.

Die Menge der Möglichkeiten wollte ich einmal mit den Übersetzungsvarianten illustrieren, je nach Grundstimmung sollten verschiedene Vokabelsätze verwendet werden.
Später (also hinterher) ist mir auch noch eingefallen, dass die Waffensysteme noch nach A, B und C hätten sortiert sein können und dass man überhaupt noch viel mehr Annäherungs- bzw. Angreiftaktiken hätte auslegen können. Ich hab ja nicht mal geschrieben, wie viele Soldaten noch in den Schlafkammern lagen und gruppenweise hätten aktiviert werden können.

Das Bildmaterial war halt das einzige, was sie hatten. Ich hab es schlecht wiedergegeben, das ist klar. Meine Idee war, dass da vor 50 Jahren mal eine unbemannte Sonde da war, die hat Bilder gemacht und dann ist das Raumschiff los und erst als sie um die Kepler-Sonne rumgeflogen sind, hatten sie wieder Sichtkontakt.
Der Sprachkontakt ist zwischendurch, also vor 20 Jahren mal abgerissen, da schlief die Crew aber. Auch das hab ich alles nicht geschrieben.

Ich hatte Paradoxien wegen schnellen Reisens vermeiden wollen, deswegen der Hickhack mit den Jahren.
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