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Alter des Lichts und der Landschaft

 
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crim
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Die lange Johanne in Gold Lezepo 2015
Pokapro und Lezepo 2014 Pokapro VII & Lezepo V



BeitragVerfasst am: 02.11.2014 19:00    Titel: Alter des Lichts und der Landschaft eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tagsüber ist alles getaucht in acht Minuten altes Licht. Die Nächte sind jünger. Artifizieller. Der Einfallswinkel der Schatten ist immer planbar. Am Tag wandern sie um die Baumstämme der Zufahrtsallee. Bei Nacht stehen sie still und zeichnen diffuse Konturen auf die Rasenfläche. Ein Baum kann mehr als einen Schatten werfen. Sie überlagern sich je nach Anordnung der Straßenlaternen, und aus den Fenstern des Herrenhauses am Ende der Zufahrt scheint junges Kronleuchterlicht. Ich hatte Statuen geplant in den nächtlich erleuchteten Rechtecken, aber jetzt liegen Blumenbeete vor den Panoramafenstern. Statuen sind ewig, Blumen vergänglich. Der Hausherr hat das letzte Wort. Inmitten der Parkplätze sprudelt ein Brunnen. Er ist nach seinen Wünschen gestaltet. Ich parke möglichst weit von ihm entfernt. Zu verziert. Zu ausufernd. Nackte pinkelnde Kinder.

Mein Blick streift die Landschaft, folgt den Wegen aus Pflastersteinen über sanfte Hügel im Mondschein. Ein plätscherndes Flüsschen mündet im schilfumstandenen Teich nahe des Pavillons. Die Hecken des Irrgartens sind Schemen, und weiter fort weiß ich die Grenzhecke des Anwesens. In der Dunkelheit nicht zu erkennen. Die Sonne versteckt sich hinter der Erde; der Mond reflektiert nicht genug. Aber ich kenne jeden Hektar. Ich habe die Flächen geplant. Je ferner des Hauses mit freierer Hand. Mein ganzer Stolz ist das wilde Brombeerbuschwerk im Westen. Die künstliche Natürlichkeit weit abseits der geometrischen Klarheit weißer Villenwände. Ich sollte nicht hier sein. So nah am Eingang.

Der Bogen der Pforte überspannt mich. Ich höre die Klänge hinter der Tür. Musik und Gläserklirren. Die Stimmen. Ich komme spät. Ich wollte nicht kommen. Seit die Einladung im Briefkasten lag, habe ich mit mir gerungen und ich weiß nicht, ob ich den Kampf verloren habe oder gewonnen. Ich verteidige mich nicht. Ich hatte keine klare Vorstellung davon, was ich wirklich wollte. Vielleicht war es ein Impuls unbewusster Loyalität oder die Konsequenz eines dieser ironischen Zwänge, die in den Gegebenheiten der menschlichen Existenz lauern. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht sagen. Aber ich ging hin. Und jetzt bin ich da. Ich lausche dem Treiben von draußen, bis es stiller wird, bis nur noch die Musik spielt, dann öffne ich die Tür.

Der Empfang ist vorüber. Ein älterer Herr und eine zu junge Frau stehen zwischen den Stehtischen. Zurückgelassene Sektgläser. Vereinzelte Scherben auf dem Marmorschachbrett des Eingangsbereichs. Alles umspült von Bachs Orchestersuite Nummer drei. Der Alte schaut mich an. Er knetet weiter im Ausschnitt der Blonden. Ich kann seine Kopfbewegung nicht deuten. Es könnte verschwinde heißen, oder komm rein, sieh dich um. Er bewegt den Kopf erneut in Richtung der Treppe, die zu einer Flügeltür im ersten Stock führt, während ihr Gesicht in seiner Halsbeuge versinkt. Das helle Haar streicht über die graue, zerfurchte Haut an seinem Schlüsselbein wie ein Weizenfeld im Wind, das an ein wolkenübertürmtes Felsenmeer brandet. Ihre Landschaft und seine Landschaft. Sie führt die Hand an sein Gesicht. Das grüne Armbändchen ist ein verirrter Streifen Gras zwischen Findlingen. Es sind immer Landschaften.

Ich steige die Treppe hinauf zur Empore. Vor der Flügeltür liegt weicher, roter Teppichboden. Ich rieche bereits den Rauch der Zigarren. Hinter der Tür ist er eine warme Wand zwischen mir und den Paaren. Sie sehen nicht einmal auf. Das selbe Muster alter Männer und junger Frauen. Auch sie tragen Armbänder. Die Frauen grün, die Herren blau. Sie räkeln sich auf drei samtroten Sofas, die in Hufeisenform um den flachen Ebenholztisch in der Mitte des Raumes stehen. Sechs Menschen, verschiedenste Stufen der Nacktheit, die Verschmelzung von Anmut und Makel. Ihre Landschaften liegen unter der Haut.

Ich könnte auf den Tisch steigen und sie mir reihum betrachten, sie auf Bruchstellen untersuchen. Die Landschaften finden immer ihren Weg hinaus. Manchmal rieselt nur ein Sandkorn, tropft ein Tropfen Salzwasser, aber wenn ich mich konzentriere - vielleicht auf das U an der Taille der Schwarzen, worin eine wulstige, weiße Hand liegt, oder auf den Mund der Eleganten, ihr Lippen-O, das sie auf und ab schiebt, die Augen schließt, nicht atmet, oder auf das schamhaarumwachsene V der Beleibten, von altersgezeichneten Fingern gespreizt - wenn ich meinen Blicken nur genug Zeit gebe, dann stülpen sich die Landschaften aus ihren Körpern, umfangen sie ganz. Ich steige nicht auf den Tisch. Ich sehe bereits das unkrautüberwucherte Hochmoor aus dem dünne Stämmchen abgestorbener Birken ragen und ein Sofa weiter schweflige Teiche in den seltsamsten Farben, jeder kreisrund,  in manchen phallische Gebilde aus Kalkstein. Am Kopfende des Tisches greifen die Finger kreidebleicher Klippen in eine stürmische, schwarze See. Ich will es nicht sehen. Sollte nicht hier sein. Wusste, was mich erwartet. Die Einladung war zu deutlich. Ich kenne den Hausherren von einer Seite, die sonst niemand kennt.

Der nächste Raum liegt östlich. Ich suche etwas. Im selben Moment als ich die Entscheidung traf, zu kommen, spürte ich, etwas würde passieren. Jetzt spüre ich es wieder. Nähere mich. Der Raum ist ein Tanzsaal. Eine ausladende Fläche. Immer noch fließt Bach aus jedem Winkel des Hauses und eine Frau in grünem Kleid tanzt, wie es nur auf Air möglich ist; leicht wie ein Blatt. Sie ist allein. Sie dreht sich. Der Stempel bewegt sich mit ihrem Handgelenk, als wolle er Schleifen in die Luft binden. Ihre Augen sind geschlossen; sie ist weit entrückt in den Klang. Das Rauschen ihres Waldes mischt sich darunter und ich rieche feuchtes Laub, das über Nacht gefallen ist. Ich kann sie nicht länger ansehen. Ich darf nicht. Sonst bricht sie. Ich taste mich an den Wänden weit an ihr vorbei. Die Versuchung ist zu groß. Sie darf mich nicht bemerken. Dort ist ein Aufgang. Ich werfe einen letzten Blick auf die Frau inmitten der Tanzfläche. Sie tanzt ihrem Morgen das Dämmern herbei. Im Herrenhaus hat die Nacht erst begonnen. Sie wird bald mehr Stempel tragen, Schleife um Schleife in die Luft binden, bis sich das Wirrwarr um sie verheddert. Sie wird anders tanzen, wenn der echte Morgen kommt. Es ist nicht meine Sache. Ich bin nicht wegen einer Fremden hier.

Der Aufgang führt in ein dunkles Zimmer. Die mit Büchern befüllten Wandregale verschlucken das Licht einer Leselampe. Dort sitzt er. Der Hausherr. Als habe er gewartet. Wortlos bittet er mich in den Sessel neben sich. Hier oben sind die Klänge der Villa dumpf, und von ihm strömt diese Kälte, die ich schon kenne. Ich wusste, dass Sie kommen, steht in seinem Gesicht. Ich nicke. Es ist eine Antwort auf eine nie gestellte Frage. Ich spüre seinen Schneeatem, nicht zum ersten Mal. Sein Bruch klafft immer offen. Alt und weiß wie Sternenlicht entströmt ihm die Landschaft und sie ist weit, so weit und hüglig wie das Anwesen. Unter Schnee wird Land zu reiner Form. Jede Struktur geglättet. Ausgangspunkt. Erste Skizze eines Plans. Deshalb fasziniert er mich. Ich habe versucht, das Land unter seinem kalten Weiß freizulegen, die Villa darin einzubetten, damit er hinabsehen kann aus den Dachfenstern, auf sich selbst, auf das, was ich unter dem Schnee vermute: Ein künstliches Idyll. Weite Flächen, klare Linien, die kaum noch etwas Lebendiges zulassen, nur Statuen, aber er wollte Blumen. Er kennt sich nicht. Vielleicht sieht er eines Wintermorgens aus dem Fenster, sieht endlich sein Innerstes offen vor ihm liegen. Aber ich glaube nicht, dass wir uns wiederbegegnen.

Als ich schon an Abschied denke, fragt er: „Haben Sie das Prinzip dieser Veranstaltung verstanden?“
„Alte Männer? Junge Frauen? Ich passe nicht ins Muster ...“
„Sie sind jünger als die anderen Männer. Ja. Weniger einflussreich. Kaum mehr als ein besserer Gärtner.“ Mir schießt Blut in den Kopf, als er Gärtner sagt. Ich will protestieren, aber schon fährt er fort. „Ich meine nicht dieses Prinzip.“
„Meinen Sie die Stempel? Die Armbänder?“
„Grün für die Huren, blau für die Gäste. Die Bediensteten tragen rot.“
„Ich bin keinem Bediensteten begegnet.“
„Die besten sind fast unsichtbar, sie halten sich im Hintergrund, füllen Gläser und verschwinden. Sie sind Ihnen ähnlich. Welches Bändchen tragen Sie?“
Er weiß genau, dass ich keines trage, aber mit der Leselampe leuchtet er auf mein Handgelenk, damit ich verstehe. Es ist, als führe er meinen Blick über seine Schulter. Hinter ihm schlängelt sich eine Wendeltreppe in die Höhe, an deren Ende eine Luke klafft. „Meine Frau und ich sind uns ähnlich“, sagt er - und ich verstehe.

Sie muss uns gehört haben, denn ein nacktes Bein kommt zum Vorschein. Nur für einen Augenblick. Sie ist dort oben. Sie wartet. Ich erhebe mich aus dem Sessel und gehe zum Fuß der Treppe. Er sagt: „Wir bevorzugen Amateure“, aber ich höre es kaum unter dem Rieseln feiner Körnchen aus der Öffnung der Zimmerdecke. Heiße Luft weht immer mehr Sand hinab in die Bibliothek. Mein Mund trocknet aus. Zu viel Zeit verrinnt. Ich stehe knöcheltief in ihrer Wüste, als ich endlich den Blick von der Luke abwenden kann. In der Landschaft des Hausherren herrscht Tauwetter. Ich habe das Anwesen falsch gestaltet. Unter dem Schnee liegt kein Rasen, nur die Ödnis einer untergegangenen Welt, und sie breitet sich aus.

Ich drehe mich um und gehe. Fliehe hinunter zum Tanzsaal. Rutsche aus im feuchten Laub. Zu den Schlussklängen der dritten Ouvertüre rapple ich mich auf, stapfe weiter durch den Türbogen in den nebelumwobenen Morast des nächsten Raums. Eine wütende, schwarze See peitscht die Steilküste der Westwand. Schwefelgestank umfängt mich auf dem Weg zur Empore. Ich suche einen sicheren Tritt auf den mal runden, mal schroffen Felsentreppen, stürze hinab ins Weizenfeld der Empfangshalle. Die Halme schneiden meine Arme auf, ich kämpfe mich hindurch, breche zwischen den Ähren hervor ins Freie. Die Kronleuchter verlöschen. Kein Mond mehr. Nur die Sterne werfen ihr uraltes Licht auf die künstliche Landschaft. Vielleicht war es immer die meine. Ich kenne sie nicht.

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Einar Inperson
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Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 02.11.2014 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mr Conrad, hallo Ms Conrad,

ich glaube dir viele deiner Worte nicht, bin ihnen aber sehr gerne gefolgt. Und ich gestehe freimütig, zu dumm für das, was du hier erzählst, zu sein. Du schaffst es aber, mich in deinem Text zu halten und durch die Pforte mit dem Text schreiten zu lassen, obwohl es mir Schneeatem und Co. KG gelegentlich schwer machen.

Ich kann nur 10 Texte mit Punkten bedenken. Ob du dabei bist, werde ich mir erlesen.

Lord Jim sagt: 3 Punkte


_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

si tu n'es pas là, je ne suis plus le même

"Ehrfurcht vor dem Leben" Albert Schweitzer
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Lese Lina
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Beiträge: 60
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BeitragVerfasst am: 03.11.2014 00:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst war der Text für mich auf Grund des Stils und der Wortwahl nicht leicht verständlich.

Dennoch konnte ich nicht ablassen weiter zu lesen. Die Spannung hielt an, so dass ich das Ende unbedingt erfahren wollte.

Liebe Grüße
Lese Lina
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gold
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger

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Beiträge: 5415
Wohnort: ebenda
DSFo-Sponsor Ei 10


BeitragVerfasst am: 03.11.2014 05:19    Titel: Re: Alter des Lichts und der Landschaft Antworten mit Zitat

Guy Incognito hat Folgendes geschrieben:
Tagsüber ist alles getaucht in acht Minuten altes Licht. Die Nächte sind jünger. verstehe ich leider nicht. Artifizieller. Der Einfallswinkel der Schatten ist immer planbar. Am Tag wandern sie um die Baumstämme der Zufahrtsallee. Bei Nacht stehen sie still und zeichnen diffuse Konturen auf die Rasenfläche. Ein Baum kann mehr als einen Schatten werfen. Sie überlagern sich je nach Anordnung der Straßenlaternen, und aus den Fenstern des Herrenhauses am Ende der Zufahrt scheint junges Kronleuchterlicht. Hier fehlt ein Absatz Ich hatte Statuen geplant in den nächtlich erleuchteten Rechtecken, aber jetzt liegen Blumenbeete vor den Panoramafenstern. Statuen sind ewig, Blumen vergänglich. Der Hausherr hat das letzte Wort. Inmitten der Parkplätze sprudelt ein Brunnen. Er ist nach seinen Wünschen gestaltet. Ich parke möglichst weit von ihm entfernt. Den Bezug könnte man missverstehen.Zu verziert. Zu ausufernd. Nackte pinkelnde Kinder.

Mein Blick streift die Landschaft, folgt den Wegen aus Pflastersteinen über sanfte Hügel im Mondschein. Ein plätscherndes Flüsschen mündet im schilfumstandenen Teich nahe des Pavillons. Die Hecken des Irrgartens sind Schemen, und weiter fort weiß ich die Grenzhecke des Anwesens. In der Dunkelheit nicht zu erkennen. Die Sonne versteckt sich hinter der Erde; der Mond reflektiert nicht genug. Aber ich kenne jeden Hektar. Ich habe die Flächen geplant. Je ferner des Hauses mit freierer Hand. Mein ganzer Stolz ist das wilde Brombeerbuschwerk im Westen. Die künstliche Natürlichkeit weit abseits der geometrischen Klarheit weißer Villenwände.Absatz Ich sollte nicht hier sein. So nah am Eingang.

Der Bogen der Pforte überspannt mich. Ich höre die Klänge hinter der Tür. Musik und Gläserklirren. Die Stimmen. Ich komme spät. Ich wollte nicht kommen. Seit die Einladung im Briefkasten lag, habe ich mit mir gerungen und ich weiß nicht, ob ich den Kampf verloren habe oder gewonnen. Ich verteidige mich nicht. Ich hatte keine klare Vorstellung davon, was ich wirklich wollte. Vielleicht war es ein Impuls unbewusster Loyalität oder die Konsequenz eines dieser ironischen Zwänge, die in den Gegebenheiten der menschlichen Existenz lauern. Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht sagen. Aber ich ging hin. Und jetzt bin ich da. Ich lausche dem Treiben von draußen, bis es stiller wird, bis nur noch die Musik spielt, dann öffne ich die Tür.

Der Empfang ist vorüber. Ein älterer Herr und eine zu junge Frau stehen zwischen den Stehtischen.Wiederholung Zurückgelassene Sektgläser. Vereinzelte Scherben auf dem Marmorschachbrett des Eingangsbereichs. Alles umspült von Bachs Orchestersuite Nummer drei. Der Alte schaut mich an. Er knetet weiter im Ausschnitt der Blonden. Ich kann seine Kopfbewegung nicht deuten. Es könnte verschwinde heißen, oder komm rein, sieh dich um. Er bewegt den Kopf erneut in Richtung der Treppe, die zu einer Flügeltür im ersten Stock führt, während ihr Gesicht in seiner Halsbeuge versinkt. Das helle Haar streicht über die graue, zerfurchte Haut an seinem Schlüsselbein wie ein Weizenfeld im Wind, das an ein wolkenübertürmtes Felsenmeer brandet. Ihre Landschaft und seine Landschaft. Sie führt die Hand an sein Gesicht. Das grüne Armbändchen ist ein verirrter Streifen Gras zwischen Findlingen. Versteh ich nicht. Es sind immer Landschaften. dito
Ich steige die Treppe hinauf zur Empore. Vor der Flügeltür liegt weicher, roter Teppichboden. Ich rieche bereits den Rauch der Zigarren. Hinter der Tür ist er eine warme   ist gefällt mir nicht warme Wand passt nicht Wand zwischen mir und den Paaren. Sie sehen nicht einmal auf. Warum sollen sie das? Das selbe Muster alter Männer und junger Frauen. Auch sie tragen Armbänder. Die Frauen grün, die Herren blau. Sie räkeln sich auf drei samtroten Sofas, die in Hufeisenform um den flachen Ebenholztisch in der Mitte des Raumes stehen. Sechs Menschen, verschiedenste Stufen der Nacktheit, die Verschmelzung von Anmut und Makel. Gefällt mir  Ihre Landschaften liegen unter der Haut.

Ich könnte auf den Tisch steigen abstruse Idee und sie mir reihum betrachten, sie auf Bruchstellen untersuchen. welche Bruchstellen? Die Landschaften finden immer ihren Weg hinaus. Manchmal rieselt nur ein Sandkorn, tropft ein Tropfen W Salzwasser, aber wenn ich mich konzentriere - vielleicht auf das U an der Taille der Schwarzen, worin eine wulstige, weiße Hand liegt, oder auf den Mund der Eleganten, ihr Lippen-O, das sie auf und ab schiebt, die Augen schließt, nicht atmet, oder auf das schamhaarumwachsene V der Beleibten, von altersgezeichneten Fingern gespreizt - die Beschreibung finde ich gut wenn ich meinen Blicken nur genug Zeit gebe, dann stülpen sich die Landschaften aus ihren Körpern, umfangen sie ganz. verstehe ich nicht Ich steige nicht auf den Tisch. Ich sehe bereits das unkrautüberwucherte Hochmoor aus dem dünne Stämmchen abgestorbener Birken ragen und ein Sofa weiter schweflige Teiche in den seltsamsten Farben, jeder kreisrund,  in manchen phallische Gebilde aus Kalkstein. Am Kopfende des Tisches greifen die Finger kreidebleicher Klippen in eine stürmische, schwarze See. interessante Beschreibung  Ich will es nicht sehen. Sollte nicht hier sein. Wusste, was mich erwartet. Die Einladung war zu deutlich. Ich kenne den Hausherren von einer Seite, die sonst niemand kennt. das macht neugierig
Der nächste Raum liegt östlich. Ich suche etwas. Im selben Moment als ich die Entscheidung traf, zu kommen, spürte ich, etwas würde passieren. Jetzt spüre W ich es wieder. Nähere mich. Der Raum ist Ausdruck ein Tanzsaal. Eine ausladende Fläche. Immer noch fließt Bach aus jedem Winkel des Hauses und eine Frau in grünem Kleid tanzt, wie es nur auf Air möglich ist; Ausdruck leicht wie ein Blatt. Sie ist allein. Sie dreht sich. Der Stempel bewegt sich mit ihrem Handgelenk, wo kommt dieser her?als wolle er Schleifen in die Luft binden. Ihre Augen sind geschlossen; sie ist weit entrückt in den Klang. Das Rauschen ihres Waldes mischt sich darunter und ich rieche feuchtes Laub, das über Nacht gefallen ist. Ich kann sie nicht länger ansehen. Ich darf nicht. Sonst bricht sie. das ist unfreiwillig komisch  Ich taste mich an den Wänden weit an ihr vorbei. Die Versuchung ist zu groß. Sie darf mich nicht bemerken. Dort ist ein Aufgang. Ich werfe einen letzten Blick auf die Frau inmitten der Tanzfläche. Sie tanzt ihrem Morgen das Dämmern herbei.??????? Im Herrenhaus hat die Nacht erst begonnen. Sie wird bald mehr Stempel tragen, Schleife um Schleife in die Luft binden, bis sich das Wirrwarr um sie verheddert. Sie wird anders tanzen, wenn der echte Morgen kommt. Es ist nicht meine Sache. Ich bin nicht wegen einer Fremden hier. [/color[color=blue]]????????????Der Aufgang führt in ein dunkles Zimmer. Die mit Büchern befüllten Wandregale verschlucken das Licht einer Leselampe. Dort sitzt er. Der Hausherr. Als habe er gewartet. Wortlos bittet er mich in den Sessel neben sich. Hier oben sind die Klänge der Villa dumpf, und von ihm strömt diese Kälte, die ich schon kenne. Ich wusste, dass Sie kommen, steht in seinem Gesicht. Ich nicke. Es ist eine Antwort auf eine nie gestellte Frage. Ich spüre seinen Schneeatem, nicht zum ersten Mal. Sein Bruch klafft immer offen. ??????? Alt und weiß wie Sternenlicht entströmt ihm die Landschaft und sie ist weit, so weit und hüglig wie das Anwesen. Unter Schnee wird Land zu reiner Form. Jede Struktur geglättet. Ausgangspunkt. Erste Skizze eines Plans. Deshalb fasziniert er mich. ???????Ich habe versucht, das Land unter seinem kalten Weiß freizulegen, die Villa darin einzubetten, damit er hinabsehen kann aus den Dachfenstern, auf sich selbst,?????????? auf das, was ich unter dem Schnee vermute: Ein künstliches Idyll. Weite Flächen, klare Linien, die kaum noch etwas Lebendiges zulassen, nur Statuen, aber er wollte Blumen. Er kennt sich nicht. Vielleicht sieht er eines Wintermorgens aus dem Fenster, sieht endlich sein Innerstes offen vor ihm liegen. Aber ich glaube nicht, dass wir uns wiederbegegnen.

Als ich schon an Abschied denke, fragt er: „Haben Sie das Prinzip dieser Veranstaltung verstanden?“
„Alte Männer? Junge Frauen? Ich passe nicht ins Muster ...“
„Sie sind jünger als die anderen Männer. Ja. Weniger einflussreich. Kaum mehr als ein besserer Gärtner.“ Mir schießt Blut in den Kopf, als er Gärtner sagt. Ich will protestieren, aber schon fährt er fort. „Ich meine nicht dieses Prinzip.“
„Meinen Sie die Stempel? Die Armbänder?“
„Grün für die Huren, blau für die Gäste. Die Bediensteten tragen rot.“
„Ich bin keinem Bediensteten begegnet.“
„Die besten sind fast unsichtbar, sie halten sich im Hintergrund, füllen Gläser und verschwinden. Sie sind Ihnen ähnlich. Welches Bändchen tragen Sie?“
Er weiß genau, dass ich keines trage, aber mit der Leselampe leuchtet er auf mein Handgelenk, damit ich verstehe. Es ist, als führe er meinen Blick über seine Schulter. Hinter ihm schlängelt sich eine Wendeltreppe in die Höhe, an deren Ende eine Luke klafft. „Meine Frau und ich sind uns ähnlich“, sagt er - und ich verstehe.

Sie muss uns gehört haben, denn ein nacktes Bein kommt zum Vorschein. Nur für einen Augenblick. Sie ist dort oben. Sie wartet. Ich erhebe mich aus dem Sessel und gehe zum Fuß der Treppe. Er sagt: „Wir bevorzugen Amateure“, aber ich höre es kaum unter dem Rieseln feiner Körnchen aus der Öffnung der Zimmerdecke. Heiße Luft weht immer mehr Sand hinab in die Bibliothek. Mein Mund trocknet aus. Zu viel Zeit verrinnt. Ich stehe knöcheltief in ihrer Wüste, als ich endlich den Blick von der Luke abwenden kann. In der Landschaft des Hausherren herrscht Tauwetter. Ich habe das Anwesen falsch gestaltet. Unter dem Schnee liegt kein Rasen, nur die Ödnis einer untergegangenen Welt, und sie breitet sich aus.

Ich drehe mich um und gehe. Fliehe hinunter zum Tanzsaal. Rutsche aus im feuchten Laub. Zu den Schlussklängen der dritten Ouvertüre rapple ich mich auf, stapfe weiter durch den Türbogen in den nebelumwobenen Morast des nächsten Raums. Eine wütende, schwarze See peitscht die Steilküste der Westwand. Schwefelgestank umfängt mich auf dem Weg zur Empore. Ich suche einen sicheren Tritt auf den mal runden, mal schroffen Felsentreppen, stürze hinab ins Weizenfeld der Empfangshalle. Die Halme schneiden meine Arme auf, ich kämpfe mich hindurch, breche zwischen den Ähren hervor ins Freie. Die Kronleuchter verlöschen. Kein Mond mehr. Nur die Sterne werfen ihr uraltes Licht auf die künstliche Landschaft. Vielleicht war es immer die meine. Ich kenne sie nicht.


Hallo Inko,

Der Bezug des Titels zur Geschichte ist mir unklar.
Deine Geschichte ist mir zu abstrus, ich finde sie manchmal an den Haaren herbeigezogen. (E um des E-Willens???) Wobei sie sich von den anderen Beiträgen erheblich unterscheidet, was ich positiv finde. Du hast sehr viel Fantasie und weißt, Bilder zu erzeugen. Behalte dir das, jedoch wäre es gut, Bilder zu evozieren, die eine sinnvolle Geschichte ergeben.

Liebe Grüße
gold


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fancy
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BeitragVerfasst am: 03.11.2014 13:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe es geahnt: Wieder sind viele Texte dabei, die man öfter lesen muss.

Bis später ...

So, da bin ich wieder. Dein Text stellt für mich immer noch ein Rätsel dar, auf dessen Auflösung ich gespannt bin. Immer wenn ich glaube, hinter die Bedeutung gekommen zu sein, stellen sich doch wieder Zweifel ein.

Meiner Meinung nach ist es auf jeden Fall einer der wenigen Texte, die sich wirklich an die Vorgabe halten. Es wird ganz ruhig erzählt. Du malst schöne Landschaftsbilder, aber wie der Erzähler hineinpasst, verstehe ich nicht.

Ich muss noch ein drittes Mal vorbeikommen, wenn es um die Punkte geht.

Liebe Grüße

fancy


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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 03.11.2014 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, damit kann ich nichts anfangen. Das ist mir zu abstrakt. Aber ich finde, dass das Zitat gut eingearbeitet ist.

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lilli.vostry
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BeitragVerfasst am: 03.11.2014 23:30    Titel: aw:AlterdesLichts... Antworten mit Zitat

Hallo,

ein geheimnisvoller schöner Text. In rätselvollen Bildern und ausdrucksreicher Sprache werden menschliche und natürliche Landschaften und künstliche Welten, Gebautes verwebt. Ist alles nur ein Traum oder eine düstere Utopie, das seltsame Fest, das der Icherzähler besucht, ein 0rt maßloser Vergnügungssucht der die Menschen und ihre inneren Landschaften, Gefühle immer weiter zerstört...
Was es mit diesem Anwesen und dem Hausherren auf sich hat, und den Zusammenhang zu dem vorgegebenen Zitat hab ich noch nicht ganz verstanden.

Auf jeden Fall ein besonderer fesselnder Text, bei dem auch nach mehrmaligem Lesen immer wieder etwas entdecken kann.
Dafür gebe ich 8 Federn.

LG,
Lilli


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Rainer Zufall
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Beiträge: 803

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 04.11.2014 06:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
du schreibst sehr sprachgewaltig und gut.
Aber: Unter all den Symbolen und ausladenden Metaphern und dem Wortgeklingel verschwindet für mich die Geschichte.
Damit mir dieser bizarre Text rundum gefallen könnte, müsste er sehr verdichtet werden und die gesamte Landschaftssymbolik überdacht und gekürzt werden. Dann könntes es für mich sehr gut werden.
Das Thema ist für mich sehr schön  eingehalten, das Zitat jedoch wirkt unverbunden, weil der Protagonist ja eigentlich so wirkt, als käme er auf Bestellung, durch den alten Mann, sei also ein Fremder. Und das passt dann für mich nicht zum Zitat. Der Sprecher des Zitats hat einen anderen Hintergrund.
Viele Grüße von Zufall
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Rike Charlotte
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Wohnort: In den Wäldern des Einhorns


BeitragVerfasst am: 04.11.2014 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Die Eigenart des Garten-/Landschaftsgärtners, alles bis hin zum Menschen als Landschaft zu betrachten, gefällt mir sehr gut, das hätte meiner Meinung nach noch überspitzter und detaillierter sein können. Insgesamt liest sich der Text flüssig, ich sehe nur den geforderten Loyalitätskonflikt nicht wirklich, da es hier nicht um einen existentiellen Konflikt à la "wir sind von klein auf Blutsbrüder o.ä." handelt, sondern es um die Loyalität Landschaftsgärtner zu Auftraggeber geht. Deswegen geht der Text etwas am Thema vorbei oder befasst sich zumindest nicht wirklich intensiv damit.
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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 05.11.2014 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko!

Ich versuche, jedem Text des Wettbewerbs einen kurzen Kommentar dazulassen, bitte aber um Verständnis dafür, dass ich denjenigen, die Punkte von mir bekommen, ausführlicher schreibe und allen anderen nur kurz umreißen kann, warum es nicht zu Punkten gereicht hat.

Ich gebe es ehrlich zu: Nach dem ersten mal Lesen der ersten Absätze dieses Textes war ich noch nicht sonderlich begeistert. Einfach deshalb, weil ich es als ziemlich anstrengend empfand, den Gedanken und Beschreibungen zu folgen; nicht nur intellektuell, sondern auch und vor allem emotional. Danach aber hat der Text mich wahnsinnig positiv überrascht.
Nach dem ersten Absatz dachte ich noch, die kunstvollen Beschreibungen seien reiner Selbstzweck, wie das ja leider gerade bei einem E-Wettbewerb öfter vorkommt. Aber aufgrund des Hintergrundes deines Protagonisten passt das für mich im Nachhinein wunderbar.

Mein Verständnis des Textes (zum Abgleich, für den Autor vielleicht interessant?): Der Protagonist ist eine Art Landschaftsgestalter, der zu einer Party seines letzten Auftraggebers eingeladen wird, die eigentlich nur eine Orgie ist. Dabei hat er die Fähigkeit, in das Innere der einzelnen Menschen hineinzusehen, das für ihn Landschaften gleicht (denn damit kennt er sich logischerweise aus). Er soll auch als eine Art Callboy der Frau des Hausherren zu Diensten sein (?). Er hat versucht, die Landschaft um die Villa so zu gestalten, dass sie zu dem Hausherren passt, muss am Ende aber feststellen, dass er sich in ihm getäuscht hat.

Nach den ersten Berührungsschwierigkeiten hat der Text mich richtig gepackt und fasziniert. Die Idee ist ungewöhnlich und für mein Verständnis erfüllt der Text das Kriterium „E-Literatur“ – nicht in erster Linie nur wegen der sprachlichen Ausschweifungen, sondern vor allem wegen der Idee dahinter und den starken Bildern, die er vor allem gegen Ende im Kopf des Lesers erzeugt. Man spürt diffus, dass etwas mit dem Hausherren und den Menschen dort nicht stimmt, aber es wird nicht konkret benannt und nicht aufgelöst, nur eben durch Bilder angedeutet.
Das Zitat ist stimmig eingebaut, genauso wie das Thema „Aufbruchstellen“, das sehr gut eingearbeitet wurde.

Einziger Kritikpunkt meinerseits: Mir war es, vor allem zu Beginn, eine Schippe zu viel. Sprachbilder sind schön und gut, aber man kann Leser damit auch erschlagen. Vor allem der allererste Satz: „Tagsüber ist alles getaucht in acht Minuten altes Licht.“ Die Nennung der acht Minuten wirkt auf mich irgendwie willkürlich. Warum gerade acht Minuten? Was ist der Zusammenhang? Hier würde ich mich sehr über eine nachträgliche Auflösung durch den Autor freuen.

Nachdem ich den Text noch einige Tage lang "sacken lassen" konnte und nun auch noch mehr andere Texte des Wettbewerbs gelesen habe, ist er immer mehr zu meinem Favoriten aufgestiegen. Ein Text, der nachhallt, und mit jedem Lesedurchgang besser wurde, für mich.

Deshalb in diesem Wettbewerb für mich der 12-Punkte-Text.

Liebe Grüße
Anne


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"Man bereut nicht, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat." (Mark Aurel)
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hobbes
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Beiträge: 2983

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 05.11.2014 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

So. Text zum wiederholten Mal gelesen. Ich verstehe wenig bis nichts. Oder vielleicht doch? Der Gärtner, der wohl eher Landschaftsplaner oder so etwas ist, ist der Frau des Hausherren verfallen und das Hausherren-Ehepaar hat andere Vorstellungen von einem erfüllen Sexleben als der "normale" Durchschnittsbürger.
Aber vielleicht ist auch alles ganz anders, ist ja im Grunde auch gar nicht so wichtig.
Weil: da ist vieles drin, was ich mag, was mich zum Wiederkommen, zum erneuten Verstehen wollen einlädt.
Am liebsten sind mir die Dinge, die eher so nebenbei gesagt werden und bei denen ich anhalten und ein Weilchen darüber nachdenken möchte.
Sowas wie das hier:
Zitat:
Statuen sind ewig, Blumen vergänglich.

Aber: da ist auch einiges drin, was mir nicht (100%ig) passend erscheint, Stellen, an denen mir die Sprache noch nicht ganz rund erscheint. Junges Kronleuchterlicht, eine warme Wand - zum Beispiel.

edit:
Weil: da ist vieles drin, was ich mag, was mich zum Wiederkommen, zum erneuten Verstehen wollen einlädt.
Beim Wiederkommen stelle ich wiederholt fest, dass ich keine Lust habe, erneut zu lesen (ich tue es trotzdem). Das liegt am Inhalt, den ich ganz einfach nicht mag und es liegt daran, dass ich keinen Zugang zu dieser Landschafts-Metapher finde.
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 05.11.2014 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich versuche mich mal an einer Art Schema. Anders komme ich der FLut an Texten in der kurzen Zeit nicht bei. Ich vergebe jeweils 1 bis 5 rein subjektive Punkte.

Originalität der Story     4
Sprache                       4
Stil                              4
Relevanz                      2
Das Zitat eingefügt       3
Aufbruchstellen                        
E.igkeit                        3

Highlights

Beinahe surrealistisches Setting: Landschaftsarchitektenperson auf Sexparty eines Superreichen, dessen Anwesen er/sie designed hat begreift Menschen als Landschaften, die aus ihrer Perönlichkeit, ihrer Geschichte erwachsen.

Ein bisschen fühle ich mich an Eyes Wide Shut erinnert, einn wenig an Donny Sutherland als Präsident Snow. Vielleicht wegen der Klarsichtigkeit, die der Text transportiert, der Schärfe der Bilder, der Kälte der Analyse. Sprachlich brilliant.

Definitiv einer meiner Favoriten.

Ein paar Ungenauigkeiten (Landschaften), Behauptungen, auf die nicht näher eingegangen wird (ich kenne den Hausherren von einer Seite, die sonst niemand kennt). Stellt sich heraus - so gut kennt Prota ihn doch nicht.
Das Bild der Frau des Hausherren bleibt seltsam unscharf. Die Flucht letztlich nicht schlüssig motiviert. Das Überschwappen der Imagination aber (ist das das Geheimnis der Frau), das Erkennen des Scheitern des/der Prota - toll.

Das Zitat passt sich gut in den Text ein. Die Loyalität wird im Text nur knapp sichtbar, die Ironie der Zwänge eher nicht.

Gesamteindruck           3,4


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Constantine
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Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 05.11.2014 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour!

Liebe/r Verfasser/in,

mir hat deine Geschichte insgesamt gut gefallen, erinnerte mich ein wenig an Arthur Schnitzlers "Reigen". Um 1900 wäre deine Geschichte vielleicht als skandalös empfunden worden.
Ich finde, du hast die Integration des Zitats in die Geschichte und die Aufgabenstellung gut gemeistert und bist für mich unter den zehn Texten, die Punkte bekommen:
sept points.

Merci beaucoup!

LG,
Constantine
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Boro
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BeitragVerfasst am: 05.11.2014 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

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BeitragVerfasst am: 06.11.2014 08:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mit dir bin ich schon recht zufrieden, Text. Aber ich sehe nach ein bisschen Abhängzeit auch die Schwächen. Ich brauche noch ein paar Zeichen mehr. Das weiß ich jetzt. Du wirst überarbeitet. Ich freu mich schon drauf.
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Merope
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Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 06.11.2014 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Schön geschrieben. Zum mehrfach Lesen einladend.
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shatgloom
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BeitragVerfasst am: 06.11.2014 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ich die Geschichte verstehe oder besser, was ich da hinein interpretiere:
Hier gerät ein Gartenarchitekt in eine dubiose Sexparty. Er sieht Landschaften. Nicht nur da, wo normalerweise Landschaften sind, sondern diese Landschaften brechen überall hervor. Beim Lesen des Textes entstehen bei mir wundervoll düstere Bilder. Bei der Frage: „haben Sie das Prinzip dieser Veranstaltung verstanden?“ muss ich passen. Ich habe nichts verstanden, aber das macht nichts. Das will ich bei diesem Text gar nicht. Für mich ist vom Traum bis zum Drogenrausch alles drin. Vielleicht ist der Protagonist aber auch einfach einer, der Landschaften hervorbrechen sieht. Oder die Bilder stehen für etwas ganz anderes. Gerade das gefällt mir. Ich kann den Text auch zehnmal lesen und er langweilt mich nicht.
Das Thema finde ich hier sehr kreativ umgesetzt. Probleme habe ich, wie bei fast allen Texten, mit dem ersten Satz des Zitates. Passt der wirklich an diese Stelle? Die Aussage: „Ich verteidige mich nicht“ gibt doch Veranlassung zu glauben, es gäbe etwas, weswegen man sich verteidigen müsse. Ist eine Entscheidung, zu einer Party zu gehen, so etwas? Aber das ließ mich nur leicht stocken.
Für mich ist das ein Text abseits vom Üblichen, ich kann mich länger damit beschäftigen, kann die Sätze hin und her drehen und entdecke beim Lesen immer Neues. Somit gehört er zu meinen Favoriten.
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tronde
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Beiträge: 405

Das goldene Aufbruchstück Das silberne Niemandsland


BeitragVerfasst am: 06.11.2014 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Alter des Lichts und der Landschaft

Die unten folgende Liste war mir Anhaltspunkt, eine Reihenfolge in die Texte zu bekommen.
Es gab nach subjektiver Einschätzung Plus- oder Minuspunkte für die Stichpunkte, am Ende noch Minuspunkte für Fehler. Grob jeweils von +2 bis -2, wobei es keine absoluten Bewertungsmaßstäbe gab, und - so befürchte ich - die Bewertung auch von den unterschiedlichen Tagen/Stimmungen abhängen könnte. Rechenfehler gehen auf meine Kappe.

Das Subjektive sei besonders bei den Punkte Neue Wege und die Frage nach dem E vorgehoben, weil ich das einerseits gar nicht bewerten will/kann, es aber hinsichtlich der Aufgabe dazugehört. Falls Du (AutorIn) dich falsch verstanden fühlst, liegt das möglicherweise an meinem fehlenden Wissen/Verständnis. Das gilt auch für alle anderen Dinge, die ich nicht wahrgenommen habe. Nachvollziehbar wäre für mich auch, wenn sich jemand ungerecht behandelt fühlen würde.

Weil es mir schwerfiel, eine Reihenfolge zu erstellen, war ich bei der Rechtschreibung, Satz recht pingelig, nur alleinige doppelte Leerzeichen haben keinen Abzug gegeben.

Bei Gleichstand unter den 10 platzierten Texten hat das Subjektive den Ausschlag gegeben.

Cut-off für die Platzierungen: ≥ 8,5

Aus Zeitgründen fallen die Kommentar nicht ausführlicher aus, sondern bestehen aus meinen kaum überarbeiteten Notizen beim Lesen der Texte. Wenn Ihr genauere Anmerkungen zu Stichpunkten haben wollt, meldet Euch. Inhaltlicher Art; Fragen zur Punktevergabe werden nicht beantwortet, weil diese subjektiv ist und auch nicht korrigiert wird.

Dieser Text steht vor allen meinen Kommentaren, beim nächsten könnt Ihr ihn überspringen.


Plus-/Minuspunkte

Neue Wege/Experimentell?: Ja, Nein, welche? (Hier keine neuen Metaphern etc. bewerten):
Nein
0

Eigene Einstellung überprüfen, zum Nachdenken anregen, Mehrdimensionalität, Kanten?
nein
0

Zitat flüssig integriert?:
Vorwurf unklar, gegen den Prota sich verteidigt? Aber stilistisch ok
1

Bezug auf Loyalität (Regierung, Übergeordnet, auch Gegenüber)
Ja, dem Auftraggeber gegenüber
1

Aufbruchstellen (tatsächlich mehrere Aufbrüche/Aufbrüche an mehreren Stellen, in welchem Sinn auch immer?)
Landschaftarchitekt sieht die Menschen als Landschaft, die durch die Haut bricht. Bruch-Metapher etwas gezwungen?
1

Einstieg: Schönes Bild
1

Idee
Prota nimmt Menschen als Landschaft dar, und will als Landschaftsarchitekt seine Entwürfe auf die inneren Landschaften abstellen. Einladung auf Fest von Auftraggeber
1

Plot (Wendung?, Schlüssig?)
Unklar: Verhältnis mit Frau? mit beiden? Für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum der Besuch des Arbeitgebers sonst so eine schwierige Entscheidung sein soll, wenn es »nur« um die architektonischen Extrawünsche des Bauhern geht.
Wendung gut, falsche Landschaft ausgewählt
0

Titel
passt
1

Stil
Schöne Schreibe, flüssig, sehr schöne Bilder
2

Subjektiv
initial langatmig, (viele Adjektive). Konflikt bleibt mir unklar. Beschreibungen sehr gelungen, nimmt mich mit
1


MinusPunkte
Schrift (Schreibfehler, Komma, Grammatik)
0


Gesamtpunkte: 9
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Maria
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Beiträge: 7730

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BeitragVerfasst am: 07.11.2014 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Servus !


Sehr fein formuliert das Ganze, der Bogen zu seinem Beruf, sind schöne dingdongs drin (ja, ich schau zuviel Samu). Mehrfach gelesen habe ich die ersten drei Absätze - sind die relevant? Dass er "sowas wie Gärtner" wird ja später im Dialog aufgelöst, das wäre für mich persönlich genug^^ Der dritt Absatz bringt das Zitat. Hier bin ich nicht absolut überzeugt. Er wollte nicht kommen, verteidigt sich nicht, weiß nicht was er wollte usw. Steht ein bisschen schief.  Ab Absatz 4 beginnts dann also. Schön zurückhaltend ist es, kein bisschen auf Sinnlichkeit oder Effekt getrimmt, das mochte ich. Doch dann ... das Ende enttäuscht mich ein klein wenig - was hat er denn erwartet?
Ich stelle mir das vor: ich erhalte eine Einladung, die ich nicht annehmen will (er kennt den hausherren ja von dieser Seite) gehe aber aus irgendwelchen Gründen doch hin. Stelle schnell fest, dass ich hier wirklich nicht sein sollte ("ich will es nicht sehen. Sollte nicht hier sein.")
Was sucht er dann im folgenden? Das erschließt sich mir nicht und vermutlich hängt mir die zweite Hälfte des Textes darum völlig in der Luft. Also die Logik und die Natürlichkeit der Handlungen betreffend.
Schön geschrieben, keine Frage, aber trifft eben nicht zur Gänze meinen Geschmack wink

VG, Maria


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Mardii
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Beiträge: 1819



BeitragVerfasst am: 10.11.2014 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Architekt beschreibt ein Anwesen, dass er selbst gestaltet hat. Er scheint es neu zu erkunden, jedenfalls scheint er sich etwas zu wundern, darüber, was er vorfindet. Das Zitat bringt eine Wende, die Szenerie belebt sich um Menschen, die einer erotischen Festivität nachgehen. Schließlich trifft er auf den Hausherrn, der ihm in merkwürdiger Form die Vorgänge erklärt.
Am Ende verliert sich das Leben auf dem Anwesen wieder im Chaos der Natur.
Die Geschichte ist souverän,. die Szenerie bildhaft beschrieben. Das Ganze bleibt etwas in der Schwebe und kommt nicht so richtig zu einem Höhepunkt. Erinnert an Schnitzlers Traumnovelle.


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Ridickully
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Flush
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Beiträge: 80



BeitragVerfasst am: 10.11.2014 18:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
vielleicht habe ich die Geschichte nicht oft genug gelesen.
Ich verstehe sie nicht: viele poetische Beschreibungen, Landschaften,
ein Gestalter auf der Suche, auf der Flucht...
Es fühlt sich alles tot an...
Grüßle
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Jenni
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Beiträge: 3727

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 10.11.2014 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mit diesem Text so meine Schwierigkeiten. Da ist die Sprache so gestelzt und darin brüchig, und ich denke, da genügt jemand seinen eigenen Ansprüchen nicht - und dann wieder: Im Grunde passt es zum Erzähler, der zu einer Veranstaltung geht, die nicht seine ist, und versucht darin ein Bild von sich zu vermitteln, dem er nicht genügen kann.
Brüchig, damit meine ich z.B. diesen Metaphernreichtum gepaart mit so ungelenker Satzkonstruktion:
Zitat:
Tagsüber ist alles getaucht in acht Minuten altes Licht.

Oder plumpe Aussprüche zwischendurch wie:
Zitat:
Er knetet weiter im Ausschnitt der Blonden.

Bildreichtum, aber manche Bilder so klischeehaft, so "helles Haar (...) wie ein Weizenfeld im Wind", rote Samtsofas und Ebenholz.
Dann aber auch wieder sehr starke Stellen, wo das (Landschafts-)Bild für mich toll passt:
Zitat:
Ich sehe bereits das unkrautüberwucherte Hochmoor aus dem dünne Stämmchen abgestorbener Birken ragen und ein Sofa weiter schweflige Teiche in den seltsamsten Farben, jeder kreisrund, in manchen phallische Gebilde aus Kalkstein. Am Kopfende des Tisches greifen die Finger kreidebleicher Klippen in eine stürmische, schwarze See.


Überhaupt, die Idee gefällt mir gut, wie der Landschaftsarchitekt die Menschen als Landschaften betrachtet, aus denen er meint ihr Innerstes herauslesen zu können, bis er sich eingesteht, nicht einmal sich selbst richtig lesen zu können. Zum Teil gut umgesetzt, aber nicht durchgehend.
Übrigens unnötig, das zu erklären ("Es sind immer Landschaften."), da denke ich: Sag bloß?! wink

Meine erste Assoziation bei diesem Setting, und sie lässt sich nicht ganz verdrängen, war übrigens Schnitzlers Traumnovelle. Vielleicht, weil ich an die bei dem Zitat sowieso schon denken musste.

Ja, ich weiß noch nicht.
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