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Stahlbeton

 
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3548
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
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BeitragVerfasst am: 29.06.2014 20:00    Titel: Stahlbeton eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Stahlbeton

Ich bin aufgewacht im Dunkeln und weiß, das Flackern wird beginnen. Eine verstaubte Neonröhre an der Decke erhellt in immer kürzen Intervallen die kargen Wände mit Aufschriften wie „Raum 14-1“ und Pfeilen Richtung Ausgang 3.
Ich bin kein Elektriker und verstehe nicht, was dort oben passiert, doch die Kraft in meinen Gliedern und der Schmerz in meinem Nacken verraten mir wie jedes Mal, dass ich stundenlang in der gleichen Position tief geschlafen haben dürfte. Vermutlich versagt die Röhre in dieser Zeit, legt lange Ruhephasen ein, für sich und für mich, um mich später mit einem schelmischen ersten Blitzen langsam ins Bewusstsein zurück zu holen. Zum wiederholten Flackern schüttele ich meine Benommenheit ab. Und schließlich erstrahlt meine einzige Lichtquelle häufig genug, dass ich mir einen Weg in den Nebenraum bahnen kann. Zeit für ein paar Hartkekse und eine Büchse Ölsardinen, diese herrlich gleichförmige Nahrung, die mir zur lieben Gewohnheit geworden ist, seit damals, als sich die Türen des Bunkers für immer verschlossen.

Wie haben sie auf mich eingeredet! Draußen sei es Frühling, der bunteste seit Jahren. Land und Leute gelte es wieder aufzurichten. Die alte Familie sei zu suchen, neue Freundschaften könnten besiegelt werden.

Doch in meinem Denken ist weder Platz für Erinnerungen noch für Oden an die Zukunft.

Ich möchte nur den einen Moment festhalten, als die Meldung der Kapitulation sich ihren Weg durch diesen ehemaligen Gasspeicher bahnte; zuerst von Mond zu Ohr geflüstert, wie das skeptische Raunen um eine schon für unmöglich erklärte Schwangerschaft. Wie sie, Dezibel um Dezibel, an Lautstärke zunahm bei jedem neuen Adressaten. Wie der alte Schiffsdieselmotor im Anbau zum letzten Mal ansprang und ich schließlich die Stimme erhob und sämtliche Zweifel verscheuchte, indem ich durch die Gänge tanzte, um jeden einzelnen Raum, jeden Winkel mit der frohen Botschaft zu füllen - ohne schon zu realisieren, dass Hoffnung und Zuversicht ihre Dienste an mir soeben eingestellt hatten. Wie sich die Menschen küssten, die mir vertrauter geworden waren als es meiner Familie je wieder vergönnt wäre. Diese kurze Zeitspanne ist mir zum Zement getrocknet, zum allgegenwärtigen Verbundstoff, um mich an Ort und Stelle stahlzubetonieren. Bewehrt von  und sie für immer eins werden lassen mit diesem Raum, der mich zwei Jahre lang treu geschützt hat vor allem, was draußen abgeworfen und in Brand gesetzt wurde.

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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


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Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 30.06.2014 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie bin ich jetzt bedrückt. Der Text hat mich sehr berührt. Muss ja nicht immer ein happy end geben, oder vielleicht ist das ja doch das happy end?

Ganz knapp an den ersten zehn vorbei.


_________________
Gruß von Karolin
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1564
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 11:39    Titel: Der Krieg geht nicht zuende Antworten mit Zitat

Da sitzt einer im Bunker, weil er mit dem Frieden nicht mehr klar kommt. Ein bekanntes Motiv, das z.B. in humoristischer Form schon von Stan Laurel und Oliver Hardy aufgegriffen wurde: Aus der Zeit gefallen.
Hier ist nicht komisch. Da kommt einer nicht mehr klar. Die Figur finde ich interessant, der möchte ich eine Weile folgen. Dass das Ende offen bleibt, ist konsequent. Aber warum hat er überhaupt noch Licht? Wer stellt den Strom an in einem unbenutzten Bunker? Blöde, aber die Frage hat mich nach dem Lesen am meisten beschäftigt. Dabei ist das Bild vom Festbetoniertsein ein starkes.
Den Teil mit der indirekten Rede würde ich überarbeiten. Im Vergleich zum Rest klingt er zu blumig.
Fazit: Szene ohne Hoffnung, deren Protag interessant gestaltet ist. Den Erzählton würde ich genau daran anpassen.

Herzliche Grüße, Michel
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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Beiträge: 2378
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Die Aufgabenstellung erfüllt Deine Geschichte, doch sie nimmt mich nicht mit in die Welt Deines Prota. Die in den letzten Sätzen verwendete Metaphorik wirkt erzwungen und wenn es eine Kapitulation gegeben hat, warum will Dein Prota nicht raus? Was hält ihn drinnen fest? Gut, zwei Jahre ist eine lange Zeit und die Welt draußen sieht nicht mehr so aus wie vorher, aber ich kann seinen Gefühlen nicht folgen. So ist Deine Geschichte nicht in der Bewertung der Top 10 dabei.
Viele Grüße
Piratin


_________________
Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2605

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deinen Beitrag. Leider finde ich in deiner Geschichte einen Verstoß gegen Vorgabe (1):
sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
(1) In dem Text darf niemand sterben. Weder direkt beschrieben, noch indirekt angedeutet, in Dialogen mitgeteilt oder in Gedanken aufleuchtend, nicht in Rückblenden nachgeholt oder in Vorausahnungen angespielt. Kein Mensch, kein Tier und keine Pflanze, von über- und außerirdischen Wesen ganz zu schweigen. Diesmal bleiben alle am Leben. Es hadert auch niemand mit dem Tod, einer schweren Krankheit oder springt dem Knochenmann gerade so von der Schippe.


Du erwähnst Kapitulation, deutest einen Krieg an. Am deutlichsten hier am Ende:
Zitat:
Bewehrt von und sie für immer eins werden lassen mit diesem Raum, der mich zwei Jahre lang treu geschützt hat vor allem, was draußen abgeworfen und in Brand gesetzt wurde.

Ich denke, in diesem Krieg und nach der Kapitulation dürften einige getötet worden sein.

Du hast es nicht in meine Top 10 geschafft. Es tut mir leid: zéro point.

Merci beaucoup.

LG,
Constantine
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Nihil
{ }

Moderator
Alter: 28
Beiträge: 7432



BeitragVerfasst am: 02.07.2014 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ein weiterer Text, der einen inneren Monolog eines Schutzsuchenden zum Inhalt hat, der sich weniger an die immergleiche Zeit im Bunker erinnert – an was soll man sich da auch erinnern? – sondern eher an den Moment der Freiheit, der sich so fantastisch gar nicht angefühlt hat. Die Kargheit und Kürze gefallen mir, auch der Inhalt wirkt sehr realistisch und gut nachempfunden.

Hoffentlich kommt noch ein ausführlicherer Kommentar. Ich weiß aber nicht, wie viel Zeit und Gelegenheit ich habe und will erstmal sichergehen, dass meine Punkte auch zählen.

10
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 43
Beiträge: 6750

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 02.07.2014 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Lieblingssatz:

 
Zitat:
Diese kurze Zeitspanne ist mir zum Zement getrocknet, zum allgegenwärtigen Verbundstoff, um mich an Ort und Stelle stahlzubetonieren.


_________________
FUCK NAZIS!

... ansich ist die Nudel ja auch eine Art Waffe.*

*Anne Mehlhorn
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 64
Beiträge: 803

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 02.07.2014 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Ich bin aufgewacht im Dunkeln und weiß, das Flackern wird beginnen.

Jedes Mal, wenn ich deinen Text lese, denke ich bei "weiß" an die Farbe und nicht an eine Form von wissen. Liegt wohl an dem Dunkeln, das davor steht.
Hab mich mit deinem Text schwer getan, weil ich zwar die Grunidee toll fand, aber ein bisschen mit der Umsetzung haderte. Ich hätte einfach gewusst, oder die Szene erlebt, wie der Protagonist merkt, dass der Traum, hinauszukönnen nach der Atombombe, doch nicht wahr wird.
Zwei Stellen, wo es sprachlich für mich ein wenig hakte.
Zitat:
Wie sich die Menschen küssten, die mir vertrauter geworden waren als es meiner Familie je wieder vergönnt wäre.


Zitat:
Bewehrt von und sie für immer eins werden lassen mit diesem Raum, der mich zwei Jahre lang treu geschützt hat vor allem, was draußen abgeworfen und in Brand gesetzt wurde.

Liebe Grüße
Rainer
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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Beiträge: 2916
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BeitragVerfasst am: 02.07.2014 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz sehe ich das Bild nicht. Hat der Prota nun sich in diesen Bunkern vergraben, weil er seine Mitbewohner nach draußen gelockt hat mit einer Nachricht vom Frieden, die sich als falsch herausgestellt hat und die den Anderen dann das Leben kostete?
Wenn ja, wer schickt dann dem Prota die Nachricht, dass es Frühling ist draußen?
Sprich: das müsste noch ein bisschen besser herausgearbeitet werden. Was es wohl geworden wäre, mit mehr Zeit smile. Dann entsteht ein gutes Bild einer trostlosen postapokalyptischen Welt in Stahlbeton.
LG
Lapidar


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original: Lapidar
Great minds discuss ideas. Average minds discuss events. Small minds discuss people. Anonym.
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
"Plotpourri - kleiner Krimineller Ratgeber"
"Tod am Hexenwasser"
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


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Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
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BeitragVerfasst am: 02.07.2014 18:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

deleted

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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3548
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
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BeitragVerfasst am: 02.07.2014 18:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Da wir beide uns ja schon länger kennen, erlaube ich mir mal einen etwas persönlicheren Kommentar. Du Depp.

Du musst dich natürlich deinen eigenen Kriterien eines guten FFF-Beitrags stellen. Also legen wir los:

1.Wie fertig wirkt der Text? Hat die Zeit gerade ausgereicht, um eine Idee zu entwerfen, oder konnte diese noch ausgearbeitet und in ansprechende Prosa gegossen werden? Kommt die Geschichte zu einem runden Abschluss oder liest sie sich, als sei mittendrin abgebrochen und abgeschickt worden? Würde ich mich ärgern, sie in dieser Form in der Prosa-Werkstatt zu finden? Oder würde ich sie sogar im Feedback akzeptieren?


Nein, der Text wirkt sehr unfertig. Mindestens zwei Flüchtigkeitsfehler (wobei der Mond im Bunker unfreiwillig komisch ist ...) und ein ausgesprochen hässlich ins Leere laufender Halbsatz entlarven dich: Du hast bis zur letzten Minute geschrieben, fürs Korrekturlesen war keine Zeit mehr. Für die Werkeboards wäre der Text in dieser Form inakzeptabel.

Das verwundert, wo ja nicht viele Worte da stehen. Du hast mal wieder zu lange nachgedacht, zu viel Anlauf gebraucht und bist zu kurz produktiv gewesen. Ist ja ganz putzig lobenswert, dass du mal wieder E übst. Aber musst du dir dafür ausgerechnet einen Wettbewerb aussuchen, bei dem es auf jede Minute ankommt?

<--- Stahlbeton

Das Ende ... na ja. Es gibt schlechtere in diesem Wettbewerb, aber auch bessere. Vielleicht meint manch einer, es sei alles Wichtige gesagt, aber du weißt, dass dem nicht so ist.
Aber: hey, immerhin besser als letztes Mal, wo du gar nichts abgeschickt hast!

2.Wie  stark wurde das Thema „Stahlbetonzeit – Neonlicht“ integriert? In den Vorgaben stand ja nicht „Schreibe eine Geschichte, in der irgendwann Stahlbeton und Neonlicht erwähnt werden“. Wird deutlich, warum der Stahlbeton namensgebend sein könnte für eine bestimmte Zeit (z. B. einen Lebensabschnitt), ein Zeitalter oder auch Zeit generell, aus der Sicht des Protas? Sind Stahlbeton und Neonlicht beliebige Zutaten oder tragende Elemente, die eine eigentümliche Atmosphäre schaffen? Ergibt sich die Wirkung durch eine zwingende Verbindung zwischen diesem Raum, diesem Licht und dieser Zeit?

Hier sieht es deutlich besser aus für dich. Immerhin ist was Interessantes rausgekommen bei der Grübelei.
Die Geschichte sollte nicht nur qualifizert werden. Dazu hätte es - das wusstest du wohl - ausgereicht, irgendeinen Schauplatz mit Stahlbeton und Neonlicht zu wählen. Nein, du hast den Begriff "Stahlbetonzeit" wortwörtlich genommen: Die Zeit selbst soll hier für den Prota Stahlbeton-Eigenschaften adaptieren, Raum und Zeit sollen in seinem Geist zu diesem Stoff verschmelzen. Das Neonlicht ist der Taktgeber für diesen Prozess. Das ist im Ansatz durchaus erkennbar.

Also, pack die Geschichte in den Koffer und vergiss nicht die Dokumentation über den Berliner Fichtebunker. Erinnere dich, was du bei der Besichtigung dort gesehen, gedacht und gefühlt hast. Schmeiß alles in den Betonmischer und mach was draus. Bestimmt kommen hier noch gute Hinweise dazu.


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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

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Beiträge: 2042
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Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 02.07.2014 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Text ist interessant, weil ich seine gedankliche Richtung sehr gerne mag. Besonders die untere Hälfte gefällt mir gut - im ersten Absatz habe ich das Gefühl, dass du irgendwie deine Zeit brauchst, um dich warm zu schreiben, in die Gänge zu kommen. Doch je weiter es dem Ende entgegen geht, umso mehr nehmen einen die Formulierungen für den Text ein, wenngleich ich beim Ende des Lesens das Gefühl hatte, dass da noch was fehlt, dass die Geschichte noch nicht ganz aus erzählt ist. Vielleicht gewollt, aber vielleicht auch der Zeitnot geschuldet?

Möglicherweise ein Kandidat für die Top 10, aber ich bin mir noch nicht sicher.
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Vogel
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Beiträge: 450

Goldene Neonzeit


BeitragVerfasst am: 04.07.2014 05:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hattest Du am Ende Zeitdruck? Der letzte Absatz liest sich recht konfus, der letzte Satz ist völlig unverständlich. Ich mag den Anfang, finde ihn gut geschrieben. Mir gefällt auch der Gedanke, dass da jemand sich so an den Bunker gewöhnt hat, dass er nicht mehr herauskommt. Wie ihn die Botschaften erreichen, habe ich nicht verstanden. Fazit: die erste Hälfte ist wesentlich besser als die zweite.

Gruß
Vogel


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gold
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BeitragVerfasst am: 04.07.2014 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

wie tragisch! Ich finde, es ist dir gut gelungen, diese Tragik einzufangen. Eine dichte Beschreibung. Tragisch, insofern, dass sich der Prota eingenistet hat in die Unfreiheit, sich damit arrangiert hat, und die Freiheit, die da locken mag, gar nicht mehr kosten mag.

LG gold


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es sind die Krähen
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halcyonzocalo
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BeitragVerfasst am: 06.07.2014 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Naja... finde ich ehrlich gesagt nicht so berauschend. Schon bei der Themenvergabe war es ziemlich offensichtlich, dass das Bunkermotiv aufegrgriffen wird. Leider wurde es hier nur mäßig umgesetzt, denn sprachlich bietet der Text nichts, was hängenbleibt und trotz der Kürze (für meinen Geschmack etwas zu kurz) haben sich auch einige Fehler eingeschlichen, die den Lesespaß trüben. Für mich daher leider nur unterdurchschnittlich.

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Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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Einar Inperson
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BeitragVerfasst am: 06.07.2014 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

hast du nun mal rausgeschaut?

Einbetoniert in die Gegenwart ist der Protagonist, dem mit dem Ende des Krieges kein Gedanke an die Vergangenheit oder Hoffnung auf die Zukunft bleibt. Er verliert sogar die, die ihm im Bunker vertraut wurden.

Er verschließt sich für immer.

Ein Text, der für mich das schönste Wort enthält, das zu der Themenvorgabe gefunden wurde.
Zitat:
um mich an Ort und Stelle stahlzubetonieren


Gerne gelesen.


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Eredor
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 06.07.2014 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo! Aus Zeitgründen werde ich nur in wenigen Sätzen meinen Eindruck wiedergeben. Möglicherweise kann ich nach dem Wettbewerb näher zu meiner Stellung Bezug nehmen.

***

Du hattest viel zu wenig Zeit, nehme ich an. Für mich ist das zumindest nur ein schöner Ansatz.

***

lg Dennis


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- Lütfiye Güzel
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Merope
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Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Das Bild, das Du entwirfst, ist nur angedeutet, schwach umrissen.
Etwas mehr in die Tiefe gehen, intensivere Beschreibungen hätten ihm nicht geschadet.
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holg
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Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bewehrt von  und sie für immer eins werden lasse

Wenn ich nur wüsste, was da stehen sollte!

Der letzte im Bunker. Er bleibt. Es wird nicht ganz klar, warum. Und warum Hoffnung und Zuversicht im Angesicht der frohen Botschaft schwinden.
Aber die Knappheit und Intensität dieses Schlaglichtes packt mich.


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Jenni
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Beiträge: 3727

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Déja-vu: Hab ich den Text nicht schon kommentiert?
Bunker. Der Krieg ist zu Ende, der Erzähler möchte den Bunker nicht verlassen. Weil er traumatisiert ist? Erschließt sich mir nicht komplett, und letztlich haben mich andere Texte einfach mehr angesprochen.
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ErieBee
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Beiträge: 46



BeitragVerfasst am: 07.07.2014 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, diese Geschichte hätte disqualifiziert werden müssen. Die ganze Familie ist offensichtlich im Krieg gestorben, oder?

Sprachlich nahm mich das schnell gefangen (vielleicht ein bisschen zu viel dürfte, sei, hätte und wäre). Aber es ist keine Geschichte. Nur ein sehr guter Text und ein guter Ansatz.
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Cheetah Baby
Geschlecht:weiblichForenkätzchen

Alter: 17
Beiträge: 414

Ei 6 Extrem Süßes!
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BeitragVerfasst am: 08.07.2014 07:01    Titel: Antworten mit Zitat

Schöne Geschichte, etwas kurz, aber in diesem Fall finde ich es eigentlich genau richtig smile

Lieblingsstelle:

Doch in meinem Denken ist weder Platz für Erinnerungen noch für Oden an die Zukunft.

Dafür gebe ich 2 Punkte.

Liebe Grüße
Chee


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"Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen."
~ Mark Twain
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