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Stahlbeton Zeit – Neonlicht

 

 
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kimtopolis
Vorschüler


Beiträge: 1
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 29.06.2014 20:00    Titel: Stahlbeton Zeit – Neonlicht eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich lag auf meinem kleinen Zweisitzer in meinem kleinen Wohnzimmer meiner kleinen Wohnung im elften Stock einer riesigen Plattenbausiedlung. Es war draußen dunkel, es war in der Wohnung dunkel und auch in meinem Kopf fehlte Licht. Ich dachte an Nichts und doch ließ mich der Schlaf nicht in seine ausgebreiteten Arme hineinfallen. Ein Gefühl von Unbehagen, wie vor einem großen Sturm, zwang mich, wach zu bleiben.
Ein großer Atemzug ein – ein noch Größerer aus.
Ich setzte mich auf, konnte ja doch nicht schlafen und zündete mir eine Zigarette an.
Ein großer Atemzug ein – ein noch Größerer aus.
Ohne ein Licht anzumachen, halb nackt und mit der rauchenden Zigarette in der Hand lief ich zur Wohnungstür. Scheinbar grundlos drängte es mich nach draußen in den Flur.
Alles geschah sehr langsam.
Ich drückte die Klinke herunter und öffnete die Türe einen Spalt, diesmal quietschte sie zu meiner Verwunderung nicht. Ich öffnete die Türe ganz und trat hinaus – auch hier herrschte Dunkelheit.
Dann ein leises schlürfen, ein lauter Knall, ich zuckte und das plötzlich auftauchende Licht, der stechende Strahl der Neonröhre über mir, viel mir direkt ins Auge. Ich erblindete einige Sekunden und taumelte, das Summen der Röhren über mir.

„Und was geschah dann, Herr M.?“
„Nichts. Ich rauchte weiter und bin dann schlafen gegangen.“
„Und was haben sie dabei Gefühlt?“
„Nichts, wirklich.“
„Dann würden sie heute nicht in meiner Praxis sitzen und mit mir reden. Genau wie letzte Woche, vorletzte Woche und all die Wochen davor.“
„Ich kann es  nicht erklären, Doktor.  Es zog einfach an mir vorbei. Es geschah, ohne dass ich nur die kleinste Chance hatte, etwas zu tun. Und es veränderte alles.“
„Alles?“
„Ja. Sie würden es mir ja doch nicht glauben.“
„Ob ich es glaube oder nicht, Herr Meiser,  steht hier nicht zur Debatte. Es geht darum, dass ich Ihnen helfe, mit dem Geschehenen umzugehen.“
„Mit dem Geschehenem umgehen, hm? Dabei müssen sie mir nicht helfen. Nur mit dem Ding, dass sich nun in mir befindet.“
Sie lehnte sich vor und schaute mir starr in die Augen. Sie setzte an, etwas zu sagen, doch verstummte sofort wieder. Wir schwiegen einige Minuten.
„Wissen Sie, Doktor, wenn sie jetzt denken, dass sich meine Persönlichkeit gespalten hat oder ich Stimmen höre, die mir befehlen, Leute zu töten, dann muss ich Ihnen sagen nein, sie liegen falsch. Es ist als hätte ich…“, ein großer Atemzug ein – ein noch Größerer aus, „Superkräfte.“
Sie räusperte sich. „Superkräfte?“
Ich nickte. Ich hatte Superkräfte bekommen. Aber keineswegs die Art „cooler“ Superkräfte, wie Spiderman oder Superman sie hatten. Es war unnötig und anstrengend und erschwerte mir mein Leben nur sinnlos.
Ich sah so schon kaum Tageslicht, war den ganzen Tag Untertage und machte unzählige Überstunden, um mich etwas abzusichern.
Mein Leben war nie schlecht gewesen, vielleicht nichts Besonderes aber ich hatte immer alles, was nötig war und alt war ich auch noch nicht, gerade einmal Mitte vierzig. Die Kinder waren aus dem Haus, hatten die Frau gleich mitgenommen, nur die Schildkröte ließen sie mir. Ich führte ein ruhiges Leben und mehr wollte ich nicht.

„Verstehen Sie, Doktor? Es plagt mich. Jedes Mal wenn ein Neonröhrenlicht angeht geschieht es! Wenn ich abends aus der Bar komme und an all den Schildern vorbei muss,  ist eine Qual dem Licht auszuweichen. Es ist überall und diese“, ich formte mit den Fingern Anführungszeichen, „Kraft lässt sich nicht unterdrücken!“
Ich war wirklich am verzweifeln.
„Herr M, vielleicht ist genau das der Fehler. Vielleicht sollten sie es nicht unterdrücken, das etwas, das vielleicht nicht normal ist, aber genau damit müssen Sie versuchen, umzugehen.“
„Aber was sollen denn die Leute denken wenn sie mich im Neonlicht sehen? Das ist doch kein Zustand für die Ewigkeit.“
„Erzählen Sie mir etwas aus ihrem Leben.“
„Meinem Leben? Was hat mein Leben damit zu tun, Doktor? Ich hatte ein normales, nicht außergewöhnliches Leben. Ich habe Kinder und eine nervende Ex-Frau, wie Ex-Frauen eben so sind. Und meine Schildkröte lebt auch noch. Alles war normal und das war immer gut. Und nun, nun bin ich abnormal. Ich passe nicht mehr rein, nirgends! Ich kann nicht arbeiten, ich kann nicht ausgehen, ich sehe meine Freunde kaum. Ich will doch nur wieder normal sein.“
„Wissen Sie, Herr M., es ist nichts schlimmes anders zu sein, oder in Ihren Worten „abnormal“. Beantworten Sie mir eine Frage, lassen sie sich ruhig etwas Zeit um zu antworten aber sagen Sie mir, würden Sie Ihr Leben als wundervoll bezeichnen? Waren sie wirklich glücklich und bereuen Sie es wirklich nicht, sich nie etwas von den anderen abgehoben zu haben?“
Ich schwieg. Dachte nach, kam zu keinem Ergebnis. Ich hatte nur ein Gefühl, als zerbräche alles und doch tat es nicht weh.
Sie stand auf und holte ein kleines, ledergebundenes Buch aus der Schublade ihres riesigen Mahagonieschreibtisches. Als sie wieder vor mir saß, klappte sie es auf und zeigte mir Zeichnungen von Katzen, die Fahrrad fuhren.
„Ist mein Hobby für Sie normal, Herr M.? Ich glaube kaum. Aber es macht wirklich viel Spaß, nicht normal zu sein. Eben wie Van Gogh sagte 'Die Normalität ist eine gepflasterte Straße, man kann gut darauf gehen, doch es wachsen keine Blumen auf ihr.'
Nun, wir sehen uns dann nächste Woche wieder, selbe Uhrzeit.“

Nein, taten wir nicht.

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Michel
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Alter: 48
Beiträge: 2166
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 11:33    Titel: Verstehe den Text nicht Antworten mit Zitat

Jedes Mal, wenn das Neonlicht angeht, erlebt eine Figur Superkräfte.
Aber welche?
Wird mir nicht erklärt. Nach einem rätselhaften Monolog aus Ich-Perspektive wechselt der Text zum beinahe unkommentierten Dialog, bei dem ich schnell den Überblick verliere. Schon klar, wer jeweils gerade spricht, das ergibt sich schon durch die Rollenverteilung. Aber ich weiß lange nicht, aus wessen Perspektive ich die Szene sehe. Filmt die "Kamera" von oben aus der Totale? Sitzt sie auf der Schulter der Hauptfigur oder der Therapeutin? Ah, Therapeutin - bis Du es erwähnst, saß für mich ein Mann auf dem Stuhl.
Erst ein kurzer eingestreuter Text ordnet - zu spät - für mich die Perspektive.
Inhaltlich schwimme ich ebenfalls. Welche Superkräfte? Hat der Mann Wahnideen, eine Psychose? Aber selbst dann hätte er evtl. eine klarere Vorstellung davon, was seine Kräfte ausmacht. So bleibt das Ganze sehr nebulös - kein Wunder, dass die Therapie hier endet.
Fazit: Noch unfertig.
Herzliche Grüße, Michel
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Piratin
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Beiträge: 2446
Wohnort: Mallorca
Ei 2


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

jetzt habe ich mehrmals Deine Geschichte gelesen und bin immer noch ratlos. Welche Superkräfte hat M.? Ich erkenne es nicht und auch der Schlußsatz bringt mich nicht weiter. Die Sitzungen hat er bisher besucht, warum künftig nicht mehr? Ich erkenne keinen Auslöser dafür. Leider hat mich der Text nicht überzeugt.
Viele Grüße
Piratin


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Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2808

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deinen Beitrag. Dein Anfang ist etwas schleppend, später bekommst du deine Geschichte sprachlich besser in den Griff, aber vollends überzeugen tut sie mich leider nicht.

Einige Rechtschreibfehler sind drin, z.B.
Zitat:
Dann ein leises schlürfen, ein lauter Knall, ich zuckte und das plötzlich auftauchende Licht, der stechende Strahl der Neonröhre über mir, viel mir direkt ins Auge.


Ein wenig redundant ist die fast doppelte Wiederholung der Vorgeschichte deines Prota:
Zitat:
Ich sah so schon kaum Tageslicht, war den ganzen Tag Untertage und machte unzählige Überstunden, um mich etwas abzusichern.
Mein Leben war nie schlecht gewesen, vielleicht nichts Besonderes aber ich hatte immer alles, was nötig war und alt war ich auch noch nicht, gerade einmal Mitte vierzig. Die Kinder waren aus dem Haus, hatten die Frau gleich mitgenommen, nur die Schildkröte ließen sie mir. Ich führte ein ruhiges Leben und mehr wollte ich nicht.


Zitat:
„Meinem Leben? Was hat mein Leben damit zu tun, Doktor? Ich hatte ein normales, nicht außergewöhnliches Leben. Ich habe Kinder und eine nervende Ex-Frau, wie Ex-Frauen eben so sind. Und meine Schildkröte lebt auch noch. Alles war normal und das war immer gut. Und nun, nun bin ich abnormal. Ich passe nicht mehr rein, nirgends! Ich kann nicht arbeiten, ich kann nicht ausgehen, ich sehe meine Freunde kaum. Ich will doch nur wieder normal sein.“



Diese sogenannten "Superkräfte" deines Prota sind für mich sehr unklar gehalten und ich konnte nicht nachvollziehen, was ihn nun genau plagt.


Des Weiteren fand ich unlogisch, dass die Psychiaterin deinen Prota nach dessen Privatleben fragt. Es ist nicht die erste Sitzung, sondern die x-te:
Zitat:
„Dann würden sie heute nicht in meiner Praxis sitzen und mit mir reden. Genau wie letzte Woche, vorletzte Woche und all die Wochen davor.“


Insgesamt bin ich mit deine Geschichte auch nach mehrmaligem Lesen nicht warm geworden, zu unlogisch und unmotiviert kommt sie für mich daher. Dein Beitrag hat es leider nicht in meine Top 10 geschafft. Es tut mir leid.

Merci beaucoup.

LG,
Constantine
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 65
Beiträge: 799

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 01.07.2014 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ein sympathischer Text. Die Idee ist gut, dass jemand durch das Neonlicht zu einer Superbegabung/Superkraft kommt und deswegen zum Therapeuten geht/geschickt wird.
Leider hast du im Text noch viele Fehler drin. Aber in der Kürze der Zeit will ich da nicht drauf rumhacken. Ich fand es auch schade, dass die Supergabe nicht benannt wird. Ich finde, das wäre eine Bereicherung für deinen Text gewesen. Es hat mich sogar ein wenig gestört, dass sie fehlt. Trotzdem hat mir die Idee und die Linie deines Textes gefallen,  
auch wenn er gerade so aus den TopTen rausgerutscht ist.
Viele Grüße Zufall
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 44
Beiträge: 6759

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 03.07.2014 08:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du,

der Einstieg in deinen Text gefällt mir gut.

das hier:

Zitat:
Es war draußen dunkel, es war in der Wohnung dunkel und auch in meinem Kopf fehlte Licht.


Nur habe ich das Problem, dass ich nicht drauf gekommen bin, was diese "uncoolen" Superkräfte nun sind. Bitte verrate es nach dem Wettbewerb, weil das hat mich schon neugierig gemacht. Und auch denke ich, etwas weniger wäre bei deinem Text mehr gewesen. Wenn du magst zeig ich dir die Stellen auf, wo du m.M.n. verknappen könntest!

Lg, KeTam.
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Vogel
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 451

Goldene Neonzeit


BeitragVerfasst am: 04.07.2014 05:37    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ein guter Text. Es gibt ein paar Flüchtigkeitsfehler, aber ansonsten gut geschrieben, in einer Sprache, die sich nicht in den Vordergrund drängt. Es macht mich ein wenig irre, dass ich nicht mehr über die geheimnisvolle Kraft erfahre (und denke, dass sie irgendwas mit Stahlbeton zu tun hat) - aber das ist kein Minuspunkt. Wie die Therapeutin spricht klingt sehr realistisch. Ich wette, der Autor hat Therapien auf einer der beiden Seiten der Couch kennengelernt. Die Vorgeschichte des Protagonisten wirkt etwas plakativ, jedenfalls wenn ich es mit "sag was Mond" vergleiche. Auch hier wird mit der Schildkröte ein kleines, anschauliches Detail eingeführt (dessen leicht ironische Wiederholung mir gut gefällt) - dort gelingt das aber mit noch mehr Leichtigkeit und Glaubwürdigkeit. Nur so im direkten Vergleich, das ist schon ein sehr guter Text hier.

Gruß
Vogel


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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3905
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 04.07.2014 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

<allgemeine_Vorbemerkung>

Viele FFF-Beiträge, zu wenig Zeit. Textarbeit kann ich da kaum leisten, aber doch jedem einen kurzen Eindruck hinterlassen.
Da es vorkommen kann, dass ein wohlwollender Kommentar mit einer effektiven 0-Punkte-Wertung kollidiert ...
... ein paar Worte zu meiner Punktvergabe im neuen Bewertungssystem. Als Grundlage habe ich jeweils nach Antworten zu zwei Fragenkomplexen gesucht, die ich für die letztendlich relevanten in diesem Wettbewerb halte:

1.Wie fertig wirkt der Text? Hat die Zeit gerade ausgereicht, um eine Idee zu entwerfen, oder konnte diese noch ausgearbeitet und in ansprechende Prosa gegossen werden? Kommt die Geschichte zu einem runden Abschluss oder liest sie sich, als sei mittendrin abgebrochen und abgeschickt worden? Würde ich mich ärgern, sie in dieser Form in der Prosa-Werkstatt zu finden? Oder würde ich sie sogar im Feedback akzeptieren?

2.Wie  stark wurde das Thema „Stahlbetonzeit – Neonlicht“ integriert? In den Vorgaben stand ja nicht „Schreibe eine Geschichte, in der irgendwann Stahlbeton und Neonlicht erwähnt werden“. Wird deutlich, warum der Stahlbeton namensgebend sein könnte für eine bestimmte Zeit (z. B. einen Lebensabschnitt), ein Zeitalter oder auch Zeit generell, aus der Sicht des Protas? Sind Stahlbeton und Neonlicht beliebige Zutaten oder tragende Elemente, die eine eigentümliche Atmosphäre schaffen? Ergibt sich die Wirkung durch eine zwingende Verbindung zwischen diesem Raum, diesem Licht und dieser Zeit?

Mein 'Urteil' dazu wird sich natürlich auch in den Kommentaren niederschlagen. Es würde mich aber zu sehr einengen, nun statisch die Fragen abzuarbeiten. Deshalb die Kommis in gewohnter Form.


</allgemeine_Vorbemerkung>

Moment mal. Also, da ist einer, der kriegt Superkräfte, wenn das Neonlicht angeht. Dann bringt er (erfahre ich in einem Nebensatz) Leute um. Offenbar ist man ihm noch nicht auf die Schliche gekommen, aber einer Psychologin vertraut er sich an. Die aber sieht in seinem Morden kein Problem, sondern meint, er solle das einfach als normal betrachten. Er geht nicht wieder hin (weil er im Knast landet oder ob er sich umbringt oder was - keine Ahnung).

Hm, was sage ich dazu? Vielleicht, dass es als Persiflage auf den Psychobetrieb etwas platt geraten ist. Dass der Bezug zum Thema Stahlbetonzeit (wenn nicht indirekt die Zeit im Knast prognostiziert werden soll) daraus besteht, dass der Prota in einer Plattenbauwohnung wohnt.
Viel mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

LG


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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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Kissa
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Beiträge: 632
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Der silberne Spiegel - Lyrik Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 04.07.2014 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Guy, und sorry.
Zitat:
Ich lag auf meinem kleinen Zweisitzer in meinem kleinen Wohnzimmer meiner kleinen Wohnung im elften Stock einer riesigen Plattenbausiedlung. Es war draußen dunkel, es war in der Wohnung dunkel und auch in meinem Kopf fehlte Licht.

Diese deine umständliche Art zu erzählen zieht sich durch den ganzen Text. Und ich weiß immer noch nicht, was du mir sagen willst.
Die Erleuchtung fehlt. Mir.

Liebe Grüße
Kissa


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Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön.
Gotthold Ephraim Lessing
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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 04.07.2014 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm... ich frage mich, was diese Superkraft ist.

_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Malaga
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 789



BeitragVerfasst am: 04.07.2014 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Der Einstieg gefällt mir sprachlich. Dann spüre ich etwas Unsicherheit des Autors: was machen mit /aus dem Thema, einfach mal schreiben.
Mit der Therapiesitzung gewinnt die Geschichte dann eine schöne Kontur, die Dialoge lesen sich gut, für einen FFF-Text, und das Ende ist rund. Acht Punkte von mir.
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ErieBee
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 46



BeitragVerfasst am: 05.07.2014 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal ein WOW!

Dann: Stahlbeton und Neonlicht sind vorhanden, haben aber keinen tiefergehenden Bezug zur Geschichte.
Was du vielleicht auch noch verbessern könntest:
Das liest sich alles noch nicht ganz rund.

Am Anfang das Stilmittel der Wiederholungen – leider am Schluss nicht mehr.  Dann die Veränderungen durch das Neonlicht – ein Ding in ihm drin? Superkräfte? Er sieht ganz anders aus? Was denn nun? – Ich hätt´s gern gewusst!

Und was passiert eigentlich genau? Dass er nicht mehr zur Psychologin geht oder das er durchs Neonlicht Veränderungen erfährt oder das er sein Leben in Vereinsamung führt und dadurch irgendwie durchgeknallt ist.?

So hinterlässt mich die Geschichte in ratloser (aber respektvoll schmunzelnder) Neugier.

Super herausgearbeitet: Die als Professionalität getarnte Distanz der Psychologin. So kennen wir sie! Dafür gibt’s von mir fett Extra-Punkte!
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halcyonzocalo
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Alter: 30
Beiträge: 1251
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BeitragVerfasst am: 06.07.2014 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hm... prinzipiell ist der Text gar nicht schlecht. Der letzte Satz gefällt mir hier besonders gut, weil er bewusst offenlässt, was letztendlich mit dem Protagonisten geschehen ist. Leider ist die sprachliche Qualität etwas schwankend und die teilweise korrekte und größtenteils falsche Verwendung der Anredeform finde ich doch etwas seltsam. Insgesamt also ein guter Text, der jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Mal sehen, wie es sich am Ende ausgeht.

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Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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Einar Inperson
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BeitragVerfasst am: 06.07.2014 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

lass das Neonlicht aus.

Diesen Text habe ich überhaupt nicht verstanden. Tut mir leid. Ich habe nicht herausgefunden, was nun passiert, wenn das Neonlicht angeht. Oder passiert eben gar nichts? Superkräfte, wie, was.

Das Gespräch in der Arztpraxis erscheint mir nur inhaltslos.

Und warum er den nächsten Termin nicht wahrnimmt, wo er doch wohl die letzte Zeit regelmäßig die Termine eingehalten hat.

Ich fürchte, Frau Doktor ist im nächsten Kapitel bereits Tod.


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Eredor
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 06.07.2014 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo! Aus Zeitgründen werde ich nur in wenigen Sätzen meinen Eindruck wiedergeben. Möglicherweise kann ich nach dem Wettbewerb näher zu meiner Stellung Bezug nehmen.

***

Mir gefällt das. Der zynische Nebenton ist klasse.

***

lg Dennis


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Merope
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Der Goldene Käse


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hmh...eine ganze Menge Rechtschreibschwächen (sie/Sie) sind mir da unangenehm aufgefallen. Die direkte Anrede "Herr M." erschließt sich mir nicht.
Und das mit den Superkräften glaube ich dem Protagonisten nicht so recht. Er sagt es zwar, aber...
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holg
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BeitragVerfasst am: 07.07.2014 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

verstehe ich nicht. nicht die superkraft, die irgend etwas mit Neonröhren und gespaltener Persönlichkeit zu tun hat, nicht den Bezug zur Stahlbetonzeit.
Zitat:
"... Nun, wir sehen uns dann nächste Woche wieder, selbe Uhrzeit.“

Nein, taten wir nicht.
Das ist gut.

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Jenni
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Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 07.07.2014 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das finde ich jetzt doch ein bisschen gemein. Erst wird so lange darum herum geredet, dass etwas mit dem Guten nicht stimmt - und am Ende erfahre ich nicht mal was denn nun. Oder entgeht es mir nur? Oder unterstützt das die Aussage: Normal gibt es eben gar nicht. Die finde ich gut, diese Aussage. Der Text lässt mich ein bisschen sehr im Dunkeln stehen. Oder um mich für Psychologen verständlich zu machen: Er holt mich nicht ab. wink

Nicht schlecht, aber für mich auch nicht ganz vorne mit dabei.
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Phenolphthalein
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Beiträge: 1186

DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 10.07.2014 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe/r Teilnehmer/in,

ich bewerte hier auf subjektive Weise und auf Basis des ersten Lesens. Es kann sein, dass dieser Text unter anderen Umständen (Tag, Zeit, Ort) von mir anders empfunden worden sein könnte. Die Benotung erfolgt auf Basis der Vorgabe (jeder Punkt darf nur ein Mal vergeben werden; nur 10 Bewertungen sind möglich). Selbst ein Punkt bedeutet nicht, dass der Text schlecht ist. Das Gleiche gilt für unbewertete Texte. Einzig der 12 Punkte Text stach für mich heraus und wäre auch unabhängig von anderen Bewertungsverfahren der Beste für mich.

Was ist denn nun diese »Fähigkeit«? Smile
Der Text als solches ist nicht schlecht. Trotzdem stolperte ich (grundlos?) bei dem ein oder anderen Satz. Ein wenig konfus lässt er mich zurück und das Ende kommt etwas unerwartet. (Zeitmangel?)
Kleinere aber unbewertete Fehlerchen haben sich eingeschlichen (nicht nur bei dir), aber ein kleiner Fauxpas ist mir dennoch aufgefallen.

Zitat:
„Ob ich es glaube oder nicht, Herr Meiser, Smile

Nicht so wild. Nun denn. Der Text schafft es in die Top Ten, auch wenn mich ein wenig verwirrt. Das mag vielleicht auch an den kleinen Stilmittelchen (gerade am Anfang) liegen.

Wertungstechnisch sind das 2 Punkte.

Viele Grüße,

Phenolphthalein


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Willst du die Bescheidenheit des Bescheidenen prüfen, so forsche nicht, ob er Beifall verschmäht, sondern ob er den Tadel erträgt.

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Pony
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Alter: 64
Beiträge: 282
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 10.07.2014 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ich finde es nicht schlecht, wenn am Ende einer Geschichte Fragen offen bleiben. Es sollte allerdings in dem Text Hinweise auf die Antworten geben. Diese Hinweise finde ich hier leider nicht.
Der Protagonist fühlt sich anders als "normale" Menschen. Es hat etwas mit dem Neonlicht zu tun. Was es ist und was seine angeblichen Superkräfte bewirken, habe ich leider nicht erfahren.
So endet die Geschichte für mich mit einem riesigen Fragezeichen und ich habe leider keinen Schimmer, worum es hier geht.
Warum nennt die Ärztin ihn Herr M.? Er heißt Meiser und sie hat keinen Grund seinen Namen auf einen Buchstaben zu reduzieren.
Im Text sind einige Fehler enthalten und die teilweise Umgangssprache tut ihm nicht gut. Da ließe sich noch einiges verbessern.
Für Detailkritik fehlt mir leider die Zeit. Ich befasse mich aber gerne genauer mit der Geschichte, wenn gewünscht.

Gruß
Pony


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Manche Kommentare sind wie Fisherman's Friends: Sind sie zu stark, bist du zu schwach
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gold
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Beiträge: 6154
Wohnort: Persepolis
DSFo-Sponsor Ei 10


BeitragVerfasst am: 11.07.2014 05:47    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Inko,

Traumatisierung durch einen Knall bei Neonlicht?
Ich finde es etwas an den Haaren herbeigezogen.

Lg gold


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es sind die Krähen
die zetern
in wogenden Zedern

Make Tofu Not War (Goshka Macuga)
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Vogel
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 451

Goldene Neonzeit


BeitragVerfasst am: 20.07.2014 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Schade: kimtopolis hat seine/ihre Beteiligung auf diesen einen Beitrag beschränkt. So werden wir nie erfahren, was die Superkraft war.
Aber ich fand´s trotzdem in Ordnung, dass man es nicht erfährt. In einer Therapie bleibt vieles im Dunkeln.


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