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Real Scandinavian Reindeer

 
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

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Beiträge: 2045
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 03.12.2012 01:00    Titel: Real Scandinavian Reindeer eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es sah aus wie Katzenfutter: Braun, stückig, mit einer zähen Soße garniert, der noch leicht der Geruch jener Dose anhaftete, aus dem es stammte. Katzenfutter, eben. War es aber nicht. Wahrscheinlich hätte ich es gar nicht bemerkt, doch die geöffnete Konserve stand noch neben dem dampfenden Teller. Auf dem Etikett prangerte die kindlich-liebevolle Zeichnung eines kleinen Rentiers, in dessen Geweih der Zeichner eine Weihnachtskugel aufgehängt hatte. Es zwinkert seinem Betrachter neckisch zu und liebkoste mit seinem Huf den grünen Schriftszug: „Real Scandinavian Reindeer“. Ich musste hier weg.

Claus schien das beim Eintreten nicht bemerkt zu haben, hatte doch der Pfandleiher, ein älterer Herr mit Brille und einem für den Dezember etwas zu dünn wirkenden Hawaii-Hemd, sein Mittagsmahl bei unserem Eintreten rasch bei Seite geschoben.

„Kann ich Ihnen behilflich sein?“ Die Stimme des Pfandleihers ließ ein „Oh Gott, schon wieder so ein Spinner vor Weihnachten“, förmlich mitschwingen. Claus irritierte das keineswegs. Zu oft war er schon für einen Penner gehalten und Etablissements der gehobenen Gesellschaft verwiesen worden.
„Ja, also“, stammelte er, „ich habe ihre Adresse von einem… Freund. Der sagte mir Sie, also Sie würden auch Tiere nehmen. Also als Pfand?“ Claus lächelte verlegen. Ihm war deutlich anzumerken, wie selten er in den letzten Jahren unter Menschen gekommen war. Er könne nur noch Tiere leiden, mit den Menschen sei er durch, beteuerte er immer wieder. Klar, deswegen war wir ja jetzt auch hier und nicht zu Hause.

Der Pfandleiher lachte: „Wer hat ihnen das denn erzählt? Der Weihnachtsmann?“ Nein, der bestimmt nicht. „Also sind sie deswegen mit diesem Ding hier?“ Dieses Ding, auf das er mit seinen verschrumpelten Raucherfingern deutete, war übrigens ich. Gestatten, Rudolph. Für sein Grinsen das zwischen Herablassung und „Hm, lecker Mittagessen!“ schwankte, schnappte ich wie auf Kommando einmal empört nach seiner Hand, was ihn sofort zurück zucken ließ. „Haha, äh, nettes Tier…“

Die beiden schwiegen einige Sekunden. Fast schon hätte die Stille ausgereicht, um sich in Bewegung zu setzen, auszubüchsen aus all dem hier, doch dann ergriff Claus wieder das Wort, zog dafür sogar seine Wintermütze vom Kopf, um noch ein bisschen demütiger zu wirken. „Mei, sehen Sie, für mich ist das ja auch nicht leicht, aber Sie wissen ja wie das mit der Wirtschaft so ist. Alles wird immer teurer. Gerade jetzt vor Weihnachten. Und die ganzen Geschenke – das kostet halt.“

„Und deswegen wollen Sie ihr Rentier verkaufen? Jetzt echt oder wie?“
„Hm. Schon.“

Der Pfandleiher atmete hörbar aus. Was für eine Schnapsidee, sagte sein Gesichtsausdruck und das erste Mal, seit wir angekommen waren, stimmte ich mit ihm in einer Meinung überein. Bloß weg hier, ehe mein Kumpel vom Teller noch weiter zu mir rüber dampfte. Claus schien die Zeichen nicht zu verstehen, grinste ihm sogar mit roter Birne noch ein devotes „Bitte“ entgegen.

„Sie wollen mich jetzt verarschen oder was?“
„Nein.“
„Von welcher Sendung sind Sie? Verstehen Sie Spaß? Ja, klar, ich habe Sie schon mal gesehen. Sie sind doch der eine da aus dem Fernsehen, der sich dann immer verkleidet.“

„Ich bin der Weihnachtsmann“, antwortete Claus. Nie hatte die Wahrheit so lächerlich geklungen. Das war sowieso eines dieser Phänomene, das wir in der Branche häufiger bemerkten in den letzten Jahren: Wenn man eine Sagen-Gestalt war, wurde man häufig mit den ganz normalen Irren verwechselt, die da draußen so rumliefen. Ich persönlich vertrat ja die Auffassung, dass man Maria mit ihrer unbefleckten Empfängnis heute einfach in die Klapse gesteckt hätte. Die hat übrigens meistens keinen Kamin. Vielleicht ist das zu verwirrend für die Bekloppten, wenn sich Claus, die fette Tonne, durch den Schacht quetscht und Rußbeschmiert mitten in ihre Halluzination reinplumpst. Frohe Weihnachten.

Oh je, ich hing schon wieder meinen Gedanken nach. Dabei sollte man doch den Lachkrampf erwähnen, den der Rentier-Mörder gerade bekam. Aus den Augen des Pfandleihers schossen vor Lachen fast die Tränen, so viel Rotz trat aus der Nase aus, dass ich die berechtigte Hoffnung hatte, er würde sich an seinen eigenen Körpersäften verschlucken und dann ersticken. Um sein Lachen noch weiter anzuheizen machte ich mit meinen Hufen noch einige Kunststücke, die man sonst nur im Rahmen einer Zirkusrevue gefunden hätte und lächelte dämlich. In meinem früheren Leben, das ist sicher, war ich Parade-Ross gewesen.

Schneller als mir lieb war, kriegte sich der Pfandleiher wieder ein. „Sie sind also der Weihnachtsmann“, sagte er plötzlich mit seltsam berechnender Stimme. Die Situation wurde gefährlich.

„Ja, ich bin der Weihnachtsmann“, grinste Claus. Trottel.

„Wenn Sie also der Weihnachtsmann sind, warum verkaufen Sie dann ihren…Rudolph?“ Er zog meinen Namen abfällig in die Länge. Noch ein Schnappen, für diese Gemeinheit.

Claus spielte wie ertappt mit seiner roten Mütze, die er immer noch in Händen hielt. Wäre da nicht sein ungepflegter Bart gewesen, er hätte wie ein Schuljunge vor der Prügelstrafe gewirkt. „Es fällt mir ja auch nicht leicht, ich liebe meinen Rudolph“, jammerte er, umarmte mich, um seine Worte zu bekräftigen. Lügner. Sonst tat er das nie. Oft genug hatten wir gestritten, weil ich es satt war, dass wir in den letzten Jahren nur noch eines dieser Medienpärchen waren, die öffentlich turtelten und im privaten schon lange keine Höhepunkte mehr geteilt hatten. Wie Katie Holmes und Tom Cruise eben. Nur anders.

Offenbar schien auch der Pfandleiher bei seinen Worten skeptisch. „Und weil Sie, Weihnachtsmann, ihren Rudolph so sehr lieben, verkaufen Sie ihn jetzt? Wie logisch.“

„Ja, mei, des tut mir ja auch leid und so, aber ich brauch doch das Geld für die Geschenke.“
„Das war doch bis jetzt auch immer da.“ Der Pfandleiher klang berechnend kalt in seinen Worten.

„Bis jetzt ja, aber uns sind die Subventionen gekürzt worden. Der heilige Haushalt ist nicht mehr so gut aufgestellt wie früher. Und so ein Christkind kostet halt weniger. Ich muss ja auch noch ganz Amerika beliefern mit…“
„….mit ihrer Imperialistenbrause! Wo wir schon dabei sind: Warum zahlt dann Coca Cola nicht?“
„Das ist wirklich blöd“, stammelte Claus, „aber die haben sich halt in Chanukka eingekauft dieses Jahr und da mussten die halt anderswo kürzen.“

Langes Schweigen. Claus streichelte alibi-mäßig durch mein Fell, weil er glaubte, ich sei damit zu ködern. Pah. Hatte mich mit diesen roten Cola-Trucks betrogen, der Hallodri. Ich beobachtete den Pfandleiher. Was ging ihm durch den Kopf? Er kratzte sich nachdenklich am pickelnarbigen Kinn, aber aus seinem Gesicht war keine Tendenz abzulesen. Bitte Gott, lass mich entkommen, flehte ich und fühlte mich ganz melodramatisch dabei.

„Wie viel würden Sie denn dafür haben wollen?“, fragte der Pfandleiher plötzlich mit einem widerlichen Lächeln. Oh, das bedeutete nichts Gutes.
Claus‘ Miene erhellte sich. Er trat ganz nah an ihn heran und flüsterte seinem Geschäftspartner eine Summe ins Ohr, deren Forderung – urteilte man nach dem Gesicht des Pfandleihers – das Prädikat „pikant“ durchaus verdient hätte.

„Dies also?“
Claus nickte.
„Dies also.“
Noch ein Nicken.

„Ja bin ich denn die Arbeiterwohlfahrt oder was? Erst erdreisten Sie sich hier verkleidet und ihrer roten Nase nach zu urteilen rotzevoll aufzutauchen, dann wollen Sie mir ihr klappriges altes Rentier verkaufen und nennen mir auch noch diese Summe dafür? Was glauben Sie eigentlich wer ich bin?!“
Bis auf das klapprig und alt stimmte ich ihm zu.

„Ja mein Gott, das…“
„Nix mein Gott! Das hier ist ein anständiges Leihhaus“, zischte der Pfandleiher und trat bedrohlich ein paar Schritte auf Claus zu, „entweder Sie richten sich nach meinen Preisen, oder wir kommen gar nicht ins Geschäft.“
Gefährliche Stille. Die beiden blickten einander direkt in die Augen. Niemand wollte das Duell mit den Blicken verlieren. Plötzlich: Ein Zucken. Ein Zucken in Claus Gesicht. Die rechte Braue war ihm nervös geworden. Drei, vielleicht vier Sekunden noch, dann würde er aufgeben. Und tatsächlich: Sein Blick wich den eisgrauen Augen des Pfandleiher. Er starrte zu Boden.

„Was ist denn ihr Preis?“
Über das Gesicht des Pfandleihers huschte ein Grinsen der Sorte „Hab ich Dich doch“. Die Art, wie Claus es eben getan hatte parodierend, trat er auf ihn zu und flüsterte genüsslich eine Summe in das Ohr des Besiegten. „Fünfhundert“, sogar ich konnte es hören. Aus ihm sprach purer Spott.

Ich schnaubte wieder einmal verächtlich. Fünfhundert. Lächerlich. Nicht mal mehr mein Mythos war noch was wert. Sogar Harry Potter bekam mehr Tantiemen dafür, dass diese Rowling sein Leben aufgeschrieben hatte. Wie der auf der Jahresversammlung der Legenden immer mit seinen Kontoauszügen prahlte. Widerlich.

Claus trippelte auf der Stelle. Das tat er immer wenn er nervös war. So lieber Claus, Du musst Dich jetzt entscheiden. Möchtest Du entweder den treuen Rudolph, der Dich trotz deiner Eskapaden aushält, oder lieber das geile Geld, das Du so schnell verlieren wirst, wie es kam, schoss es mir durch den Kopf, Du musst Dich jetzt entscheiden.

„Und? Sind wir im Geschäft?“
Claus rieb seine Glatze, dann den Rotz unter seiner Nase. Waren da Tränen in seinen Augen? Kaum möglich.

„Okay.“
Okay, mehr nicht. Einfach nur ein beschissenes Okay. Kein, „es tut mir so Leid“-Gejammer. Kein „Nein, ich kann das doch nicht“. Nicht mal ein nüchternes „Ich verkaufe nicht unter Wert.“ Einfach nur: OKAY.

Ich schnaubte, trat, sprang wie wild vor Empörung. Der Pfandleiher klopfte nur einmal gehässig lachend auf die Schulter von Claus, der inzwischen wie ein Würstchen auf den Boden zusammengesunken war und seine eigenen dicken Beinchen umklammert hielt.

„Okay“, flötete der Pfandleiher in bester Laune, „okay. Dann wollen wir unserem lieben Freund hier doch mal was zu essen geben, damit er nicht verhungert.“
Er stiefelte zu seinem Schreibtisch. Ich ahnte, was passieren würde. Nein, das konnte ich nicht. Das ging nicht. Niemals. Ich würde das nicht essen. Eher würde er mich essen. NEIN.

Tatsächlich kam er mit der halb vollen Dose und einer Gabel wieder. „Lecker, oder?“, fragte er Claus bittersüß, hielt ihm kurz die Konserve hin, damit auch er es lesen konnte: Real Scandinavian Reindeer. Der Weihnachtsmann wimmerte kurz. Mehr nicht. „Ja komm, Rudolph, ja, komm, es gibt Happa-Happa“, ergötzte sich mein Peiniger an sich selbst, „mach den Mund auf, lecker lecker.“ Er hielt mir eine Gabel dampfenden Artgenossens hin. Ich bockte. Um mir zu zeigen, wie gut das schmeckte, steckte er sich selbst den ersten Bissen in den Mund. „Mmmmm“, machte er, „ so lecker ist das.“

Claus hatte inzwischen angefangen wie ein kleiner Junge zu weinen. Da saß er: Der übergewichtige Santa Claus, der schon als Kind so untalentiert in allem gewesen war, dass seine Mama ihm mal eine Karriere als Miet-Weihnachtsmann vorausgesagt hatte. Dass er mal der echte werden sollte, bekam sie schon nicht mehr mit. Er flennte. Und schluchzte er gerade einmal nicht, stieß er mehrmals hintereinander ein panisches „Oh Gott, Oh Gott, ohgottohgott“ aus. So ein Waschlappen.

Plötzlich donnerte es draußen, dann begann die Erde zu wackeln. Ui, Erdbeben, dachte ich, meine Chance zu entkommen. Der Ruck war aber sekundenartig wieder vorbei, hatte jedoch gereicht, um ein Loch in den Boden des Pfandleihhauses zu reißen, aus dem es sonderbar grünlich dampfte. Der Pfandleiher ließ erschrocken die Gabel fallen, Claus war wie ein kleines Mädchen aufgesprungen, um auf einen pfandbeliehen Sessel zu flüchten, der neben ihm stand.

„Claus“, rief eine Stimme aus dem Abgrund. Stille. Dann noch einmal: „Claus!“
„Jjjja?“, stotterte mein Ex-Chef.
„Claus, hier spricht Gott.“
Haha, da griff er wieder ein der alte Hund.
„Hörst Du, hier spricht Gott. Ich habe dieses ganze Treiben gerade eben beobachtet. Viel mehr noch: Ich habe es inszeniert.“
Auf seinem pfandbeliehenen Oma-Sessel wurde Claus ganz klein.

„Ich wollte deine Treue testen. Schon seit Jahren stänkern die im Ministerium gegen Dich. Untreuer Sack, faule Socke, heißt es. Aber ich habe immer schützend meine Hand über Dich gehalten. Immer! Bis ich die Fotos von der letzten Betriebsfeier bei Dir zu Gesicht bekommen habe.“
Über Claus Gesicht huschte der Schatten einer grausigen Vorahnung. Oh nein. Nicht die.

„Dass Du völlig hacke mit dem Krampus rumgeknuscht hast, ist eine Sache, aber, dass Du deinen behaarten Arsch in die Kamera hängst und voller Stolz zeigst, dass da jemand mit Edding Call me God auf eine Backen gepinselt hat, das geht zu weit!“
Claus schluckte erst, dann weinte er weiter. Der Pfandleiher spuckte vor Lachen das Stück Ren aus, auf dem er bis jetzt rumgekaut hatte. Ja, wir Rentier waren eher zäh.

„Also wollte ich deine Treue testen. Ich habe das hier alles inszeniert. Das Leihhaus, den freundlichen Mitarbeiter, das ist übrigens mein Spezl, der Adam – hat sich gut verkleidet, oder? – sogar den anonymen Tipp, dass die hier Tiere nehmen. Und was muss ich da mit ansehen?“
Weiteres Winseln bei Claus.

„Du verkaufst Deinen treusten Mitarbeiter, deinen besten Freund, den leistungsfähigsten Freudenbringer, den wir je hatten – für Fünfhundert Euro? Wirklich enttäuschend. Hättest Du noch ne Million rausgeschlagen für den Gaul, vielleicht wär ich nicht ganz so sauer, aber Fünfhundert Euro? Wo ist denn da die Nächstenliebe?“

Es donnerte und blitze aus dem Loch. Herrje Gott, jetzt warst Du aber theatral. Claus war inzwischen jenseits des Weinens. Er schwieg einfach nur noch, starrte in den Nieselschnee, der die Leute draußen auf der Straße ärgerte. Er wusste, dass für ihn gerade etwas zu Ende ging.

„Du bist gefeuert!“, schallte es aus der Höhle. Noch ein bisschen Dampf dazu, dieses Mal in pink. Wow, was für eine Lichtshow. Der Pfandleiher grinste. Claus schwieg, setzte langsam seine Mütze auf, schälte sich auf dem pfandbeliehenen Sessel heraus, stieg über den Riss im Boden hinweg. Er war bereit zu gehen, hatte die Hand schon an der Tür, um in den eisigen Tag hinaus zu treten. Das Loch im Boden begann langsam sich zu schließen.

„STOPP!!!“, schrie ich.

„Herrje, was ist jetzt noch?“, meckerte es von unten, „willst Du Claus etwa verteidigen?“
Claus sah mich mit einem warmen, bettelnden Blick an. Au ja, bitte, mach das. Du bekommst auch ein extra Leckerli.
„Das kannst Du Dir schenken“, zischte Gott und ließ als Warnung eine besonders nach Faltulenz riechende Gaswolke nach oben steigen.

„Nein, ich wollte nur wissen, wenn Sie das schon so toll inszeniert haben, Herr Gott, also das mit meiner Rettung vor dem Rentierschlachter, wo ist dann der Deus ex machina, der zu meiner Rettung in einem Thron empor fährt?“
Von unten bebte und grummelte es kurz. „Ah ja, Scheiße, der Aufzug ist seit letzter Woche kaputt. Ist ja auch wurscht. Ich bin Gott, des muss an Show reichen!“

Claus trat nun endgültig zur Tür hinaus. Er winkte nicht einmal mehr. Da begann das Loch erneut, sich zu schließen.
„Und Rudolph“, mahnte Gott von unten, „Du weißt ja, was das heißt: Nächste Woche – Weihnachtsmanncasting. Montag, acht Uhr in meinem Büro.“

Ich nickte müde. Wieder die gleiche Scheiße. Als hätte der Pfandleiher – bzw. Adam – meine Gedanken gelesen, strich er mir zum Abschied durch mein Fell, murmelte ein „Nichts für ungut“ und hopste dann in die immer kleinere werdende Erdspalte, ehe diese gänzlich verschwunden war.

Und wieder einmal war ich allein. Na toll.

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KeTam
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Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 03.12.2012 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

lol

Richtig schön abartig, dieser widerliche, weinerliche Weihnachtsmann!
Ich finde, du hast das Thema absolut originell umgesetzt und man merkt deiner Geschichte an, dass es dir Spaß gemacht hat, sie zu schreiben.
Die Stelle mit Krampus und Weihnachtsmann auf dem Betriebsfest, da hab ich Tränen gelacht. Geil! Danke!


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FUCK NAZIS!

... ansich ist die Nudel ja auch eine Art Waffe.*

*Anne Mehlhorn
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Beobachter
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BeitragVerfasst am: 03.12.2012 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Prädikat: amüsant. Doch, ja. Mal aus der Sicht von Rudolph zu lesen, hat mir Spaß gemacht. Und es war ziemlich lang, dafür, dass du nur zwei Stunden Zeit hattest. Ich denke, da kann man auch über die gelegentlichen Rechtschreibfehler hinwegsehen. Lass mich dir sagen, dass ich deine Geschichte gemocht und im oberen Drittel angesiedelt habe.

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Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt.
- Jean Cocteau
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Nordlicht
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BeitragVerfasst am: 04.12.2012 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, hast du viel geschafft in der Zeit Laughing Eine Geschichte mit ein paar Twists - eine lustig abgefahrene Idee, entgleitet zT allerdings zu sehr in den Klamauk, find ich. Für meinen Geschmack leiert es etwas, hätte kürzer und prägnanter sein können. Besonders am Anfang (interessante Umsetzung der Essensvorgabe übrigens Laughing) verschachtelst du dich in umständlichen Sätzen und für mein Empfinden unnötigen Worten.
Es lässt sich flüssig lesen, wobei ich einige Zeilen überflogen hab (s.o. - hält für mich den Spannungsbogen nicht). Stilmäßig nix besonderes, vllt ist das etwas, wo du noch mehr zu einer eigenen Stimme finden kannst.


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If I waited for perfection, I would never write a word - Margaret Atwood
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hexsaa
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Ei 6 Extrem Süßes!


BeitragVerfasst am: 04.12.2012 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

wie kann man soviel Text in so kurzer Zeit schreiben? Und dann auch noch gut? Alle Achtung!


LG
hexsaa


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Ich lebe in meiner eigenen Welt.
Das ist okay, man kennt mich dort.
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Gast







BeitragVerfasst am: 04.12.2012 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo smile

Es gibt Geschichten, auch in der SchnellSchreiberLiga, die kann man mehrmals lesen, und man entdeckt noch Neues oder hat Freude an einer besonderen Sprache. Hier war es so, dass ich beim ersten Lesen durch die Fabulierlust und den Witz durchgezogen wurde, am Ende dem Schreiber fast über die Schulter geschaut hab, na, wie kommt er jetzt wohl zu einem Ende?
Aber so eine Geschichte ist halt leider eine Eintagsfliege, wie ein Unterhaltungsroman, den man niemals wieder liest, wenn man einmal weiss "wie es ausgeht". Sprache und Stil wirken dann auch eher aufdringlich, wobei ich denke: Ziel erreicht, Vorgaben erfüllt, und das ist ja schon mal gut, wenn keine Langeweile aufkommt, bei einmal Lesen, oder?
Fazit: witzig, Ausgangsidee konsequent weitergesponnen, das Ende recht gut hingebogen, aber deshalb wird das noch nicht meine Lieblingsgeschichte werden.

LG
Lorraine

Ach ja, noch was: ist entspannend zu lesen, auch wegen der relativ routinemässigen Sicherheit in Sprache und Rechtschreibung. smile
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Jenni
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Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 05.12.2012 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Eine meiner Lieblingsgeschichten im Wettbewerb, das sag ich mal gleich. Zeitgemäße Idee, originell umgesetzt, Perspektive gut gewählt, mich nicht lange auf die Folter gespannt bzgl. der Identität der Anwesenden, sehr unterhaltsam erzählt, einige sehr amüsante Seitenhiebe, rundes Ende. Könnte ein wenig Kürzung vertragen allenfalls.

Wenn ich das richtig beobachtet habe, kommt als Verfasser nur ein in Bayern lebender Bürger der ehemaligen deutschen demokratischen in Frage - oder umgekehrt.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 05.12.2012 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Schöne Ideen drin, mir aber insgesamt etwas zu klamaukig. Die Geschichte ist lang, liest sich aber durch die Dialoge recht flüssig. Die Idee, ein Tier zu verpfänden, ist naheliegend und hier diverse Male zu finden - in diesem Fall natürlich durch die "Legende Rudolph" recht originell.

Was mich zu lange irritiert hat, ist die Erzählperspektive. Als ich begriffen hatte, dass die Geschichte aus Rudolphs Sicht erzählt wird, ging es bisser.

LG
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Dienstwerk
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BeitragVerfasst am: 06.12.2012 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Mit der Lyrik bin ich durch, da waren meine Bewertungen geringfügig detailfreudiger. Bei der Prosa erlaube ich mir einen neutralen Befederungskommentar. Zu den Texten, die mir besonders gut gefallen haben, schreibe ich später evtl. noch ein paar ausführlichere Zeilen.

Quergelesen habe ich bereits - es sind ein paar sehr tolle Geschichten dabei. Wirklich schlechtes Textmaterial habe ich nicht gefunden. Trotzdem werde ich der Fairness halber die Federmöglichkeiten von 1-9 ausschöpfen - der Abgrenzung wegen. Wer also eine 1 von mir bekommt, hat deswegen keine grottenschlechte Geschichte, sie ist halt nur nicht so gut wie die mit einer 9. wink

Daumen hoch für alle, die die Vorgaben begriffen haben und in der kurzen Zeit eine stimmige Geschichte in die Tasten hauen konnten. Ich Depp habe sowohl das Essen als auch das Plakat am Anfang ignoriert und mein Text wurde disqualifiziert.

Aber wenn ihr dann alle eure Federchen habt, dürft ihr meinen geistigen Erguss trotzdem lesen. So lange kann ich auch noch warten. smile

LG, Ana
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 06.12.2012 01:50    Titel: Antworten mit Zitat

... was ich noch vergessen habe: Diese eine Zeile, in der Claus auf einmal bayrisch redet, hat mich sehr gestört ...

LG
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crim
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BeitragVerfasst am: 06.12.2012 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Vieles in diesem Text funktioniert bei mir gar nicht. Das ständige Hin und Her zwischen Dialog und den gedanklichen Einschüben des Rentiers ermüdet mich und erschwert das Lesen. Oft legt das Rentier in gewisse Gesichtsausdrücke und Gesten noch mal kleine Gesprächsfetzen und Deutungen. Das kann man schon mal machen, aber mir ist es hier zu viel. Zu viel ist es mir auch insgesamt. Dann kommt noch Gott ins Spiel und weiterhin kommentiert eifrig das Rentier und ich denke nur, wie hast du das alles in so kurzer Zeit runtergeschrieben? Von den vielen Gags die in dem Text vorkommen, dachte ich mir später bei fast jedem: Hättest du die Hälfte weggelassen und sie stattdessen besser pointiert, wäre das wahrscheinlich ein für mich sehr gelungenes Stück geworden, denn da sind so schöne Ideen dabei, die für mein Empfinden nicht nur unter der puren Masse verpuffen. Ich vergebe leider nur vier Federn.

LG Crim
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BeitragVerfasst am: 06.12.2012 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,  smile

so einen bekloppten Text traue ich eigentlich nur zwei Leuten zu: Brummi oder Hundeschnäuzchen.  Laughing Bin daher sehr gespannt, ob es vielleicht noch einen dritten, mir bisher unbekannten Kandidaten gibt!

Ok, manchmal ist es etwas tooo much, läuft stellenweise auf Gagdumping hinaus. Einige Ticks weniger wären mehr gewesen.  Wink

Ist aber trotzdem wesentlich mehr "mein Ding" als z.B. diese Herz/Schmalz Schmerz-Texte, selbst ... bzw. gerade, wenn diese perfekt nach allen Regeln der Schreibkunst verfasst wurden. Denn das könnte theoretisch jeder, der fleißig lernt und übt.
Aber Einfallsreichtum, Kreativität, Originalität ... das ist es, worauf es mir bei der abschließenden Bewertung ankommt.


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- Ich würde mich gerne geistig mit Dir duellieren ... aber ich sehe Du bist leider unbewaffnet.
- Nein, Stil ist nicht das Ende vom Besen.
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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 06.12.2012 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

-


... grins***,

was soll man zu solch einem inkonsistenten braistorming Gewitter in Worten und Worten, und ... sagen / da ist man gut gelaunt (der AutorIn), hat paar satte Glühwein intus und lässt sich mit vorweihnatlichen Gedanken entlöst schreibend mitreißen.

Ach, und so lang ....,
ach und so schön immanent und durchgängig konfus ..., und so schön sprachlich slangend straßig enthemmt,
... und ein Pfandleiher der Rentiergulasch isst - der natürlich ein Rentier vom Weihnachtsmann (dem echten Wink ) angeboten bekommt - und dann taucht plötzlich der liebe Gott auf, um den angetrunkenen Claus zu tadeln - Du böser, Du böser Claus ...

... ach, und so lang / klar, wenns einem so und derArt in der Feder brennt, hi, hi ...

Denke mal, das ist ein guter nonsense Trash - und wie bewertet man das hier im FFF? / Am Anfang dachte ich - was kommt denn da für ein Schmarren auf mich zu - doch im Verlauf dieser eigenArten Geschichte entschlackte ich mehr und mehr ... lol

OK! Sujet Nonsense Trash / ... ein dann doch teilweise zu viel der Konfus-Füllselei - dennoch ergo:  weihnachtliche 5 Federn von mir Smile


Grüße Stimmgabel

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Gabel im Mund / nicht so hastig...
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mati
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Beiträge: 209



BeitragVerfasst am: 06.12.2012 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Plot: Satire oder doch nur Humor? Egal - es war eine witzige Kolumne mit vielen Seitenhieben auf den Mythos (und unsere Welt samt Werbung und Casting Shows), der hier doch ganz schön Federn lassen musste. Am Geweih herbeigezogen, manchmal belanglos abwartend, so wie Keith Jarrett monotone Klavierpassagen nur deshalb einfügt, um über den nächsten Höhepunkt in Ruhe nachdenken zu können. Insofern kann man die Länge des Texts nicht rügen. Der Autor hat einfach so lange in seinen illustren Gedanken zum Thema gewühlt, bis die Zeit verstrichen war. Und - habe ich mich unterhalten gefühlt? Ja, so war es.

Stil: Dem Zweck angepasst, oder? Ja, bis auf das 'prangern'. Aber vielleicht wurde das Rentier ja angeschwärzt.


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adelbo
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Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 06.12.2012 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inka/o

Eigentlich müsste ich zumindest deine Schnelligkeit belohnen. Wirklich erstaunlich, was du in zwei Stunden zusammengeschrieben hast. Nur leider musste ich mich regelrecht durch den Text quälen.
Die Idee ist nicht schlecht, aber du hättest die Hälfte der Worte gebraucht, um sie einigermaßen interessant umzusetzen. So ist das mir viel zu langatmig. Allein die Beschreibung der Preisverhandlung ist furchtbar gezogen.
Tut mir Leid, mein Ding ist die Geschichte nicht.
Freundliche Grüße
adelbo


_________________
„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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Zauberstift
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BeitragVerfasst am: 06.12.2012 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Was für ein Spektakel! hihi klasse geschrieben. Lg
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OrangeHair
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BeitragVerfasst am: 07.12.2012 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Es tut mir Leid, aber ich finde deine Geschichte langatmig und langweilig. Du schreibst und schreibst und schreibst... das geht doch auch kürzer. Diese ständige Diskutiererei geht einem ja schon im realen Leben auf den Nerv! Von der Idee her ist es ganz nett - aber Weihnachtsgeschichten sind leider auch schon sehr abgedroschen.

Bitte, ich meins nicht bös, wollte dir nur schreiben, wie es bei mir ankommt.

Dafür darfst du bei mir ähnlich kommentieren Wink

LG Orange
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Aiyra
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 24
Beiträge: 82



BeitragVerfasst am: 08.12.2012 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Super klasse wundertoll!
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halcyonzocalo
Geschlecht:männlichEinsamer Trancer

Alter: 29
Beiträge: 1251
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo


BeitragVerfasst am: 09.12.2012 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Eine wirklich originelle und witzige Geschichte. Hat mir wirklich gut gefallen! Die Länge des Textes ist angesichts der knappen Zeit auch beachtlich. Und dann noch auf diese tolle Idee zu kommen - nicht schlecht! Leider haben sich doch einige Fehler eingeschlichen - ulkigerweise immer geballt mit fehlerfreien Passagen dazwischen. Insgesamt gebe ich 7 Federn.

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Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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Piratin
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Beiträge: 2410
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 09.12.2012 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

einfach nur köstlich, da will ich sonst nichts weiter zu sagen  Very Happy außer:
Tolle Story, herrliche Dialoge und erst die Gedanken des Rentieres ...
Sehr fein,
Liebe Grüße
Piratin


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Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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MosesBob
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BeitragVerfasst am: 09.12.2012 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen!

Fast 2500 Wörter in zwei Stunden. Das riecht nach Doping. Weiteres Indiz: die Geschichte liest sich auch, als wäre sie unter dem Einfluss diverser Muntermacher geschrieben worden. Da liest man gerne über schlampige Rechtschreibung hinweg und erfreut sich an einem charismatischen Rudolph, dessen Gedankengänge und Ausdrucksweise für mich das Highlight an dieser Geschichte waren. Es gab eine Länge in der Mitte, aber mit solchen Hauern ...

Zitat:
Plötzlich donnerte es draußen, dann begann die Erde zu wackeln. Ui, Erdbeben, dachte ich, meine Chance zu entkommen.

... hattest du mich schnell wieder eingefangen. Bei allem Lob für diese Geschichte, fehlt mir ein bremsendes Element, so eine Art Selbstschutz, das den Autor davor bewahren sollte, übers Ziel hinauszuschießen: Hier und da hätte etwas Besonnenheit nicht geschadet, das Timing der Gags zu optimieren. Aber das Glattziehen einer Geschichte erfolgt ja meistens im Nachgang, und für einen großartigen Nachgang ist in zwei Stunden keine Zeit. Deswegen (und weil ich bei Wettbewerben eh milder bewerte) gibt es acht Federn von mir. Idee und Umsetzung sind nämlich nicht nur gelungen sondern auch originell.

Beste Grüße,

Martin


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Nihil
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Moderator
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Beiträge: 7495



BeitragVerfasst am: 10.12.2012 01:28    Titel: Antworten mit Zitat

-> "Real Scandinavian Reindeer"
Klingt wie Real Canadian Superstore, etc? wink Noch dazu das Rentiermotiv, die Smith&Wessons, ... aber wer
weiß, vielleicht hat die Geschichte am Ende ja doch jemand anderes geschrieben.

Wieder eine sehr lange Geschichte, was ich erstaunlich und respektabel finde, zumal ich hier nicht den
Eindruck hatte, dass viel hätte gekürzt werden müssen. Können vielleicht, aber es ist als humorige Geschichte
angelegt und ein Witz oder mehr schadet ja nicht. (Im Gegensatz zu anderen Geschichten, bei denen man
die hälfte hätte streichen können.) Da wir schon beim Humor angelangt sind, muss ich sagen: Für mich
persönlich grenzwertig. Ich hätte mir lieber eine Geschichte ohne Weihnachtsbezug und Rudolph
gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Das ist definitiv besser gemacht als die anderen Geschichten
mit Weihnachtsmann-Cameos , aber mir häufig zu derb. Gott schickt Fürze, um den Weihnachtsmann für
seine Ineffizienz zu bestrafen. Naja. smile Dass der Weihnachtsmann alle paar Jahre ausgewechselt wird und oft
für einen Penner gehalten wird, gefällt mir dann wieder. Genau so wie die zänkischen Bemerkungen
Rudolphs, den ich sehr sympathisch gezeichnet finde. Wenn ich mir jetzt aber Gedanken über die Bewertung
machen soll, weiß ich noch immer nicht so recht. Überdurchschnittlich Ja, aber diese Weihnachtsmann-Idee
und dann der manchmal etwas zu derbe Humor, da weiß ich halt noch nicht. Auf der anderen Seite dann
wieder Stilsicherheit.

Ich bin immer noch hin- und hergerissen, weil die Geschichte für mich einige Stärken hat, die aber dann von
Sachen, die einfach nicht meinem Geschmack entsprechen, ein bisschen getrübt werden. Vielleicht vergebe
ich für diesen zusätzlichen Arbeitsaufwand auch einfach nur eine Feder.  hmm
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