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Wüste (mixolydisch b13)


 

 
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7179
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 19.09.2009 13:15    Titel: Wüste (mixolydisch b13) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Wüstenwind
so heiß, so heiß
verweht meine Spuren
hin zur Oase mit Palmen
 
In die sengende Sonne
muß ich mich stürzen
Dort fliegen Zikaden
mit brennenden Gliedern

Der Wind ist so  
trocken wie meine Haut  
wie meine Füße  
wie meine Augen  
wie mein Wie - mein Wie  
im Kreis

Ich sehe das Wasser
am Ende
Ich sehe das Wasser so heiß wie der Sand
Ich sehe das Ende
Das Ende im Sand
Das Ende im Kreis

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Angst
Geschlecht:männlichScheinheiliger

Alter: 31
Beiträge: 1684



BeitragVerfasst am: 19.09.2009 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Eigentlich hab ich ja eine Aversion gegen Wiederholungen. Für dieses Gedicht lege ich die aber gerne ab, denn hier funktioniert der Rhythmus beim Lesen ausgezeichnet. Die letzte Strophe ist super – wie dem Wasser hier seine rettende Funktion abgesprochen wird. Tja, es ist nicht schön, sich in Gedanken zu verlieren und keinen Ausweg zu wissen.

Liebe Grüsse,
Scheinheilige


_________________
»Das Paradox ist die Leidenschaft des Gedankens.«
— Søren Kierkegaard, Philosophische Brosamen,
München: Deutscher Taschenbuch Verlag, S. 48.
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7179
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 19.09.2009 21:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi hipócrita,

gut, dass du deine Aversionen kurz mal abgelegt hast. Wiederholungen können etwas sehr Schönes, Musikalisches sein. Meistens versucht man diese natürlich auszumerzen, weil sie sich oft bei Textverbesserungen einschleichen.

Deine kurze Interpretation hat mir sehr gefallen.


Ciao

la plancha
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pna
Geschlecht:männlichGrauzonenjunkie

Alter: 56
Beiträge: 1587
Wohnort: Wien & La Habana


Paterson
BeitragVerfasst am: 19.09.2009 22:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich suche zwar noch nach den beiden Halbtonschritten nach der dritten und sechsten Stufe, erfreue mich aber an ein paar herrlichen lyrischen Turnarounds.

Branford Marsalis könnte das Gedicht herrlich einsam in die Nacht blasen, irgendwo am Kings Highway in Brooklyn/New York und vielleicht würde es dann über der Wüste regnen.

Es wäre lyrischer Regen.

lg/Peter


_________________

Mensch sein heißt, an dem Ort zu stehen, wo ein neugieriger Affe einem stürzenden Engel begegnet.
(Terry Pratchett)
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7179
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 20.09.2009 07:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Aber hoffentlich wird der Song Branford Marsalis nicht zur Endlosschleife und er kommt aus dem beschriebenen Kreis nicht mehr heraus.
(Meine Lieblingsliste an Jazznummern wird übrigens schon dadurch reduziert, dass für mich Gitarren dominieren müssen. Und kommt ein Saxophon, haben die es umso schwerer)

Schön, das ich dich in diesen thread locken konnte Wink
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 27
Beiträge: 10332
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 20.09.2009 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

So, ich habe das Gedicht mehrmals, gründlich gelesen ( Very Happy ) und zu meiner Überraschung gefällt es mir sehr gut, obwohl ich am Anfang etwas skeptisch war, da mir das Gedicht nicht genug "Neues" versprach. Doch spätestens ab den Zikaden hattest du mich.
Dein Werk ist wirklich rundum gelungen - ich weiß nicht, was ich daran meckern sollte. Die Melodie, der "Flow", der gesamet Aufbau unterstreicht diese Wüstenstimmung, dieses Gefühl einer Fata Morgana hast du durch die Form sehr schön transportiert. Das Ende wirkt geradezu hypnotisch, passt sehr gut zum Inhalt.


_________________
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ASP

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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 44
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 20.09.2009 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

die lyrische Ausformung der Fata Morgana sehe ich nicht so zwingend, scheint aber da zu sein.
Die Kreisbewegung und die Atmosphäre des Textes ist aber wirklich gut, wobei auch ich zuerst indifferent war, wie ich es finden soll. Woran das liegt, weiß ich nicht. Vielleicht wirkt es zuerst sehr simpel und offenbart sich dann erst als komplexer.
Vom Hocker gehauen hat es mich aber nicht, obschon es ein gutes Stück ist, zweifellos.

Danke
Gruß
Tom


_________________
Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
Busfahrer: Tröste dich. Mit etwas Glück sehen wir den Tentakel des Yankeespielers, wie er den Ereignishorizont des Schwarzen Loches verlässt.
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7179
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 20.09.2009 16:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Enfant,

Die Skepsis am Anfang liegt sicherlich daran, dass das Gedicht "Stilmittel" verwendet, die man anderswo als Fehler ankreiden würde: Die bereits angesprochenen Wiederholungen, die simple Sprache, dass der Erzähler sogar zwischendurch den Faden verliert. Aber, der Zweck heiligt schließlich die Mittel.
Mich interessiert beim Schreiben von lyrischen Texten übrigens meistens eher, was (noch) geht und nicht, was nicht (mehr) geht. Solche "Experimente" können natürlich auch gründlich schief gehen. Aber dafür sind wir ja hier in der Werkstatt - zum Ausprobieren.
Was mir an deiner Kritik gefallen hat ist, dass du einen "Flow" bemerkt hast.
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7179
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 20.09.2009 16:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Alogius,

nun, ob Fata Morgana oder nicht, die Aussicht, den Kreis zu verlassen, stellt sich jedenfalls als trügerisch (Trugbild) heraus. Und ich habe ja bereits geschrieben, dass der Text simpel sein sollte.
Jooo, dann bleib du mal auf deinem Hocker, ständig von selbigem herunter purzeln ist ja auch nix.
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Alogius
Geschlecht:männlichKinnbeber

Alter: 44
Beiträge: 3643

Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 20.09.2009 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Jooo, dann bleib du mal auf deinem Hocker, ständig von selbigem herunter purzeln ist ja auch nix.


Nett


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