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Der Alte auf dem Dach [Prosa]

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2014
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fancy
Geschlecht:weiblichSchmuddelkind

Alter: 60
Beiträge: 3560
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 30.03.2014 19:00    Titel: Der Alte auf dem Dach [Prosa] eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Alte auf dem Dach

Buff-Buff macht mich noch verrückt. Schon wieder sitzt der Kerl da oben auf dem Dach und hält seine Wacht. Auf wen oder was wartet er? Fühlt er sich da oben seinem Schöpfer näher? Oder seiner kürzlich verstorbenen Frau?
Neulich sah ich ein Bild mit zwei Frauen in Burka, die Männer auf einer Hängebrücke beobachteten. Ich fragte mich, was sie an diesem Ausblick faszinierte und fand keine Erklärung. Genauso kommt mir Buff-Buff vor. Glotzt von seinem Ausguck auf die Welt hinab. Ich habe keine Ahnung, was in seinem Kopf vorgeht.
 
Ich frage mich, wie er da rauf kommt. Mit seinen fast achtzig Jahren ist er eigentlich so ungelenk, dass ich mir schwer vorstellen kann, wie er die Kletterpartie bewältigt. Kann er nicht einfach damit aufhören? Was, wenn er eines Tages abstürzt? Wird man mich fragen, warum ich ihn nicht davon abgehalten habe? Als wenn der alte Sturkopf sich von irgendwem etwas sagen ließe. Er ist mein Nachbar. Ich bin nicht für ihn verantwortlich! Und seine erwachsenen Kinder lassen ihn da oben rumhampeln, als wäre er Akrobat. Wahrscheinlich hoffen sie, er möge endlich den Löffel abgeben, damit sie ihr Erbe einstreichen können.

Ich gehe jetzt und vertreibe ihn.

Der Kerl hat komplett den Verstand verloren! Er macht ein Picknick auf dem Dach und trinkt Schnaps dazu. Schnaps! Das muss man sich mal vorstellen. Er ist nicht angeschnallt, wie es sich gehört, wenn man schon auf Dächern herumkraxelt. Nein, er sitzt auf den Ziegeln, wie andere Leute auf einer Decke im Park.

Ob ich nicht mit feiern wolle, fragte er mich, als ich ihn bat, in seine Wohnung zu gehen. So weit kommt es noch!
Er hört Musik. Und zwar genau die Mucke, die er angeblich so verabscheut. Rocksongs, zu denen er sonst Buff-Buff-Musik sagt. Als ich ihn fragte, was es zu feiern gäbe, sagte er: »Die Welt ist schön!«, und fragte mich, ob das nicht Grund genug sei.

Sollt der Verrückte doch machen, was er will!

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Ithanea
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 30
Beiträge: 1270

Ei 3


BeitragVerfasst am: 30.03.2014 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Geschichte gefällt mir gut. Die Charaktere werden deutlich und sympathisch trotz der Kürze. Allerdings wirken die Wacht und das Bildmotiv ein bisschen reingestopft um die Vorgaben abzuhaken, ohne dass sie richtig zur Geschichte gehören. Dein Schreibstil hat mir gefallen, liest sich gut.

Ich federe erst am Schluss und bewerte nach Themenumsetzung (Eingehalten und Kreativität), Inhalt und Sprache/Stil.


_________________
Verschrieben. Verzettelt.
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Piratin
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 54
Beiträge: 2462
Wohnort: Mallorca
Ei 2


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

das Bild ist geschickt eingebaut, allerdings vielleicht ein bißchen zu gewollt, da es nur als kurzer Vergleich dient. Ansonsten gefällt mir der Kerl auf dem Dach und seine Einstellung zur Welt.
So nun zu meinen Federn, die ich versuche in ein Schema zu bringen (Themaerfüllung -> maximal 3 Federn, Idee -> maximal 3 Federn, Sprache und allgemeiner Eindruck -> maximal 2 Federn, maximal einen Zusatzpunkt für persönliches besonderes Gefallen):
Themaerfüllung: 2
Idee: 2
Sprache und allgemeiner Eindruck: 1
macht 5 Federn
Viele Grüße
Piratin


_________________
Das größte Hobby des Autors ist, neben dem Schreiben, das Lesen.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2840

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Positiv:
Die Vorgabe der maximalen Wortanzahl wurde beibehalten: hier 328 Wörter. check.
Sprachliche Umsetzung: ok.


Negativ:
-Ich sehe keine Einhaltung der Bild-, Thema-, Pointenlosigkeit- und flüchtiger Augenblick-Vorgaben.

Das Thema bzw. der Begriff "Die Wacht" wird nicht dadurch präsent, dass es der Prota einfach in den Raum wirft und nicht belegen oder konkretisieren kann. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass der Alte "Wache" hält in irgendeiner Art und Weise. Des Weiteren sehe ich im Nachbarn selbst keinen "Wächter", der den Alten bewacht. Er beobachtet ihn.

Das Bildmotiv wird als Bild in einem Satz erwähnt, ohne jeglichen Bezug oder Bedeutung zur erzählten Geschichte.

Eine Pointe würde ich eindeutig erkennen, weil der Nachbar sein Vorhaben, den Alten vom Dach zu jagen, doch nicht realisiert, sondern umdenkt.

Der flüchtige Augenblick ist nicht existent. Die Begebenheit ist eine wiederkehrende und kein flüchtiger Augenblick. Der Alte ist zig mal auf dem Dach, wurde zig mal vom Nachbarn beobachtet und der Nachbar geht dieses Mal rüber. Soll dieses Rübergehen der flüchtige Augenblick sein? Für mich leider nicht.


Von der Befederung her liegt dieser Text für mich in der unteren Hälfte.
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Jack Burns
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 50
Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 31.03.2014 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

So. Weiter geht's!

Allgemein gefällt mir das Stück sehr gut. Originelle Idee. Die Aussage verstehe ich als: Sei verrückt, genieße den Augenblick - wer weiß wann Schluss ist. Sprachlich routinierte Ausführung.

Zu den Vorgaben:
Der Ich-Erzähler denkt, dass der Alte über etwas wacht. Aber eigentlich feiert dieser mit Schnaps und Rock'n'Roll das Leben.
Na gut. Ich lass es gelten. Wink
Das Bild wurde, zwar amüsant, aber trotzdem - rein geklatscht. Finde ich nicht gut.
Der flüchtige Moment ... schwierig zu bewerten.

Den Präsens  halte ich für angemessen aber im letzten Absatz, wechselst du in die Vergangenheit. Das störte mich etwas.

Ein guter Beitrag

Martin


_________________
Monster.
How should I feel?
Creatures lie here, looking through the windows.
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Dienstwerk
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 51
Beiträge: 1313
Wohnort: Gera/Markkleeberg
DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 31.03.2014 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Pokapro-Teilnehmer/in!

Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft, einen Text zu schreiben, der auf eine Postkarte passen könnte, zumindest, wenn man ihn mit einer Lupe liest. Möglicherweise ist Dein Werk ein Gewinnertext, vielleicht landet er im guten Mittelfeld, unter Umständen fällt er auch völlig durch und purzelt auf den stark umkämpften letzten Platz.

Erhält Deine Ministory unterirdisch wenige Federn von mir, dann könnte das an mir liegen, weil ich sie nicht verstanden habe oder an Dir, weil Du es nicht verstanden hast, sie mir verständlich zu machen. Vermutlich kommt eine Mischung aus beiden Gründen in Betracht. Gleiches gilt für übermäßig viele Federn - nur umgekehrt.

Ich bewerte nach Bauchgefühl, persönlichem Gefallen, tagesformabhängig und ich versuche, fair zu sein. Manchmal ist es draußen schon dunkel, oft ist es gar nicht mehr hell. Es ist wirklich sehr schwierig, um diese Uhrzeit die Sonnenuhr zu lesen. Aber ich gebe mir Mühe. Ah, cool - der Mond scheint und da unten rechts blinkt 22.34. So, es geht los. Ich beginne zu lesen:

Thema:
„Die Wacht“ (Wächter, Wache, Aufsicht, Bewahrer, wachen, überwachen, bewachen, bewahren, beobachten, aufpassen, kontrollieren etc.) - szenischer Augenblick, OHNE Pointe (aber nicht zwangsläufig ohne Spannung), direkter oder metaphorischer Bezug zum Bild (Brücke/Übergang, Leute, Gestalten/Schatten/Hügel, Wald/Schlucht/Abgrund...)

Meine Bewertungskriterien:
- Thema nicht getroffen, teilweise, gut bis perfekt getroffen (0-3)
- Thema sauschlecht, irgendwie, gut oder grandios umgesetzt (0-3)
- Zusatzfedern für Idee, Sprachgefühl, nach Gutdünken oder als Trost (1-3)
- Titel lasse ich außen vor, es sei denn, er ist total daneben, dann Abzug

Anmerkung:
Bewertung erfolgt erst, wenn ich alle 41 40 Texte gelesen habe, aber ich mache mir natürlich zu jedem einzelnen Text meterweise Notizen. Schließlich kann sich nach oben oder unten bis zur letzten Sekunde noch was ändern. Eine Feder hast Du in jedem Fall sicher. wink

Erinnert mich etwas an "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand...", nur längst nicht so sympathisch. Der Bezug zum Thema/Bild ist verdammt nochmal an den Haaren herbeigezogen, kann aber grad noch so akzeptiert werden. Andere sehen das vielleicht anders und geben gnadenlos Punktabzug. Der Augenblick auf dem Dach selbst ist nicht nett beschrieben, soll aber wohl auch nicht so sein. Der Prota scheint alte Leute nicht leiden zu können. Buff-Buff stört mich irgendwie. Schreibstil ist insgesamt solide, zwei Fehler gefunden "mitfeiern", "sollt". Federn zu gegebener Zeit.

Ende blinkt: 22.49

Liebe Grüße, Ana

*
*
*

Nachtrag 04.04.14

Meine Bewertungen im Detail:

2 x 1
9 x 2
8 x 3
4 x 4
6 x 5
5 x 6
3 x 7
1 x 8
1 x 9
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 846



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 08:40    Titel: Antworten mit Zitat

Offener Schluß. Pointenlos.

Das Postkartenmotiv, diesmal als Bild verwendet, das jemand sich angesehen hat - und das wird mit der Geschichte an sich verknüpft, auf der einen Seite eine gute Idee, auf der anderen Seite wirkt die Verknüpfung gewollt.

An sich die Geschichte ist ganz interessant. Es wurde etwas aus dem Wettbewerb (und seinem Thema) gemacht, das schön für sich stehen kann und seinen Eigenwert hat.

Zitat:
Buff-Buff macht mich noch verrückt.

Zitat:
Er ist mein Nachbar. Ich bin nicht für ihn verantwortlich!


Daß der Prota sich abgrenzen muß von dem Mann auf dem Dach, kommt nicht rüber, wird nur gesagt, es wird aber nicht fühlbar. Was fesselt ihn so sehr? Klar, kann man sich vorstellen, daß der Fakt an sich, daß da jemand auf dem Dach sitzt, jemanden zur Weißglut bringen kann, unruhig machen kann. Aber das kommt nicht rüber. Warum ist er so fixiert? Das muß nicht ausgeführt werden - es darf gar nicht ausgeführt werden. Es muß aber mitschwingen, die Persönlichkeit des "Ich-Protagonisten" kommt nicht rüber.

Es schwingt da nichts. Könnte aber eine starke Geschichte werden!

Zitat:
Er hört Musik. Und zwar genau die Mucke, die er angeblich so verabscheut. Rocksongs, zu denen er sonst Buff-Buff-Musik sagt. Als ich ihn fragte,  

Schönes Motiv, die Verknüpfung mit dem Namen an dieser "nicht zu späten" Stelle, in deren Nähe sich bald alles auflöst.

Innertextliche Zusammenhänge dieser Art sind es z.B., die u.a. einen Text für mich gut machen.

Zitat:
Er hört Musik. Und zwar genau die Mucke, die er angeblich so verabscheut. Rocksongs, zu denen er sonst Buff-Buff-Musik sagt. Als ich ihn fragte, was es zu feiern gäbe, sagte er: »Die Welt ist schön!«, und fragte mich, ob das nicht Grund genug sei.

Aber das ganze, was dann wird - Potenzial, aber nicht ausgeführt.

Der Verlauf ist stimmig, die Ausführung selbst aber nicht. Es wird zu sehr aneinandergereiht, zu viel "nur" gesagt, es wird nicht fühlbar.

Ich lese die Geschichte, finde sie gut - auf der einen Seite. Aber ich bin gleichzeitig enttäuscht. Also, eine Geschichte, die m.E. noch ein wenig Bastelarbeit braucht, um nicht so viel auf der bewußten Leseebene bei mir anzukommen, sondern die mich vielleicht dann richtig reinzieht, bei der ich vergesse, daß das Buchstaben und Wörter sind, bei der ich dann nur noch die Bilder sehe. Es schwingt (noch) zu wenig.

Es ist eine schöne Geschichte!

Als Abschluß noch etwas kurz zur Überschrift: Sie macht neugierig.

Gruß,
Eulenbaum
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Sanuk
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 56
Beiträge: 63
Wohnort: Frankfurt am Main


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

Am Anfang sieht es so aus, als sollten schnell die wichtigsten Begriffe aus dem Bild abgearbeitet werden. Die Abschnitte danach passen meiner Meinung nicht wirklich dazu.
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fancy
Geschlecht:weiblichSchmuddelkind

Alter: 60
Beiträge: 3560
Wohnort: Im sonnigen Süden


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 13:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich bin mal gespannt, wie viele sagen, es sei kein Augenblick.

_________________
Don't start doing things, just do them. Fang nicht an, Dinge zu tun, tu sie einfach! (Me)
Wer wenig denkt, irrt viel (Leonardo da Vinci)
Meinungsverschiedenheiten über ein Kunstwerk beweisen, dass das Werk neu, komplex und lebenswichtig ist. (Oscar Wilde)
Wenn Kritiker uneins sind, befindet sich der Künstler im Einklang mit sich selbst. (Oscar Wilde)
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6978
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, so ein bisschen Sinn machen hätte die Geschichte schon machen können, die du geschrieben hast. Der Themenbezug ist eher vage (ich sehe ein Bild ...). Diese Sprüche "Der Kerl hat komplett den Verstand verloren" finde ich nicht allzu geistreich.
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holg
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Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Bild - Burka (scheint sich ins kollektive Bewusstsein gebrannt zu haben. Lag das an dem Post im Besinnungsraum oder wäre auch ohne überall Burka in den Texten - könnte man sich darauf einigen, in Zukunft keine Elemente und Deutungen aus den Vorgaben konkret zu benennen und zu diskutieren?) nur ganz am Rande der Beschreibung eines Bildes, das LI mal gesehen hat. Bisschen billig, oder? Andere Elemente aus dem Bild gibt es nicht.
Wacht - steht drin: "hält seine Wacht". Erläutert wir das eher nicht.
Moment - Ja. Momentaufnahme.

Das ist ne nette, einfache Geschichte. Sie hat in meinen Augen nur nichts mit der Vorgabe zu tun. Die zwei Referenzen (Bildbeschreibung und das Wort Wacht) hätte man in auch in eine fertige Story reinpappen können.

Das gefällt mir:
"Als ich ihn fragte, was es zu feiern gäbe, sagte er: »Die Welt ist schön!«,  ... ob das nicht Grund genug sei."


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Nicnak
Schreiberling

Alter: 35
Beiträge: 207
Wohnort: Pendler zwischen Berlin und Bayern


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Neulich sah ich ein Bild mit zwei Frauen in Burka, die Männer auf einer Hängebrücke beobachteten.


Die Vorlage ist ziemlich mies eingefügt. Sry. Der Rest ist aber recht interessant.
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timcbaoth
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 110



BeitragVerfasst am: 01.04.2014 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Eine der besten Geschichten des Wettbewerbs.

Idee: 7
Stil: 8
Vorgaben: 9
Gefühl: 8

=> 8 Punkte


_________________
Liebe Grüsse
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Einar Inperson
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1742
Wohnort: Auf dem Narrenschiff


BeitragVerfasst am: 01.04.2014 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pokaproschrei,

jetzt erst einmal still, ich muss mich konzentrieren.

Noch einer der Texte, die sich in ihrer Umsetzung des Themas abheben. Mir schimmert eine interessante Geschichte da heraus. Leider erschöpft sich der Text in der Aneinanderreihung von Fragen und Vermutungen.

Lediglich zum Ende wird der Text lebendig.

5 Federn


_________________
Traurige Grüße und ein Schmunzeln im Knopfloch

Zitat: "Ich habe nichts zu sagen, deshalb schreibe ich, weil ich nicht malen kann"
Einar Inperson in Anlehnung an Aris Kalaizis

si tu n'es pas là, je ne suis plus le même

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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 57
Beiträge: 3178
Wohnort: in der Diaspora


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 08:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hm... das ist ne Szene, die schon gut beschrieben ist. Aber... irgendwie ... mir fehlt was ... . Das Erwähnen von "Neulich sah ich ein Bild...." erfüllt zwar formal die Anforderung aber deine Geschichte würde auch "stehen" ohne diesen Satz.

_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Jenni
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Beiträge: 4022

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein Text, der mir mir gefällt, weil das Thema zu etwas eigenem weiterentwickelt wurde.

Zitat:
Er ist mein Nachbar. Ich bin nicht für ihn verantwortlich!

Darum geht es für mich in dem Text. Der Protagonist steigert sich mächtig rein, was Buff-Buff da oben auf dem Dach zu suchen hat, der Wacht über etwas Unsichtbares zu halten scheint. Eigentlich ist er es selbst, der ungebeten Wacht hält über seinen Nachbarn, und das aus einer (dir) gelungenen Mischung aus Übergriffigkeit und versteckter Besorgnis heraus.
Buff-Buff indes genießt eben sein Leben, der Prota täte gut daran, sich um mehr Verständnis zu bemühen.
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KeTam
Geschlecht:weiblichUngeduld

Alter: 45
Beiträge: 6762

Das goldene Gleis Ei 1
Ei 10 Ei 8


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag diesen verrückten Kerl auf dem Dach. Was mich so ein bisschen stört, ist, dass du das Bild m.M.n. etwas rein gequetscht hast.
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Belzustra
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 34
Beiträge: 346
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 02.04.2014 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

du hast mich zum Schmunzeln gebracht. Das muss belohnt werden.
Schön umgesetzte Idee, allerdings würde ich, wäre es mein Text, den zweiten Abschnitt kürzen.

Zitat:
Ich frage mich, wie er da rauf kommt. Mit seinen fast achtzig Jahren ist er eigentlich so ungelenk, dass ich mir schwer vorstellen kann, wie er die Kletterpartie bewältigt.
Das würde ich lassen und den Rest des Abschnitts streichen.

Sehr gerne gelesen.
7 Federn

LG


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Vivre est une chanson dont mourir est le refrain. Victor Hugo
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 66
Beiträge: 800

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 07:54    Titel: Antworten mit Zitat

Das gefällt mir. Und Hallo, Unbejkannte/r,
ich mag die kleine Geschichte/Szene von dem wachenden alten Mann und seinem missgünstigen Nachbarn.
Es ist rund und ohne eine offensichtliche Pointe zu haben, eine abgeschlossene kleine Sache.
Was ich ein bisschen schade fand, ist, dass du das Burkabild so brachial in die Szene eingebracht hast. Das klang jetzt, als hättest du ganz unbedingt die Vorgabe erfüllen wollen/müssen. Ich hätte die Geschichte besser gefunden, du hättest das eher als Vergleich reingebracht, so nach dem Motto, er als alter Mann auf dem Dach kommt dir so fremdartig vor wie eine Schattengestalt in einem Fantasieland, nur dass der alte Mann sich in seine Vergangenheit hüllt wie in einen schweren kratzigen Mantel.
Aber jedenfalls - jenseits von der Frage, ob das nun die Vorgaben erfüllt hätte oder nicht, deine Geschichte handelt auf jeden Fall von einer Wacht, ist sympathisch und angenehm geschreiben.
Schön.
Viele Grüße
Zufall
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Berti_Baum
Dichter und Denker


Beiträge: 1681
Wohnort: Immerheim


BeitragVerfasst am: 03.04.2014 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mh, der Text scheint mir etwas unausgereift, als wäre es ein Last-Minute-Beitrag. Erstaunlich, wie oft man das Wort "fragte" in einem so kurzen Geschichte unterbringen kann. Diese und andere Ungenauigkeiten machen das eigentlich gute Grundszenario kaputt. Eine richtig flüchtigen Augenblick konnte ich nicht wirklich erkennen, höchsten die Rückbesinnung auf das Bild. Mh ...

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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 03.04.2014 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefällt die Vorstellung von dem Alten, der sich auf dem Dach amüsiert, und die Welt schön findet. Etwas irreal, aber schön skurril.

Außerdem gefällt mir, wie du das Bild so nebensächlich eingebaut hast.

'Ich gehe jetzt und vertreibe ihn' Das machte mich schmunzeln, und dann, wie es Ich nicht gelingt.
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Akiragirl
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Alter: 30
Beiträge: 5601
Wohnort: Leipzig
Der goldene Spiegel - Prosa DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 04.04.2014 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r PoKaPro-Teilnehmer/in!

Wie beim letzten FFF beschränke ich mich auf eine stichpunktartige Bewertung. Ich habe jedoch jeden Text mindestens zweimal gelesen und mich um annähernd objektive Kriterien bemüht.

Zur Geschichte „Der Alte auf dem Dach“:
+ gutes Thema, weckt Interesse, wie es ausgeht
+ angenehm geschrieben
- Themenvorgaben im ersten Absatz wirken arg reingequetscht und wie nicht zum Text gehörig
- an einigen Stellen ist die Geschichte wiederholend und sehr erzählend

Bewertung: 5 Federn.

Liebe Grüße
Anne


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"Man bereut nicht, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat." (Mark Aurel)
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