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Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Lob dem Kanzler meiner Jugend: Kohl


 
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toltec-head
Eselsohr

Alter: 44
Beiträge: 308



BeitragVerfasst am: 15.07.2012 10:07    Titel: Lob dem Kanzler meiner Jugend: Kohl eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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In uns, in uns und außer uns, sodann das Äußere aber auch das Innere lassen,
 Es ist ganz nah, du hast es schon und bekommst es dennoch nie zu fassen:
 Was nützt das dem, der auf der Stelle tappt? Ich möcht haben, was ich niemals hat:
 Gleich Morgen, die Sonne wird ja scheinen, ein Sexdate in Thüringen Heiligenstadt!
 Mangels Kommunikation, nicht Gebet blieben die Alten hinter ihren Möglichkeiten zurück,
 Statt zu beten bevorzugen wir den spirituellen Snack, denn es gibt ja das Internet zum Glück.
 Zehntausend Tattooszenefressen in Köln oder Berlin vorzuziehen ist ein Kind,
 Das ich geschwind in der Provinz mittels Filter, Eingabetaste und Taps mir find.
 Warum aber im Osten? Zu teuer erkauft, die Einheit, war sie nicht für den schwulen Ästhet,
Nicht nur wegen den Domen sondern auch den Ariern slawischen Typs, auf die unsereiner so steht.
 Besuchbar so ab abends 8, in Halberstadt können wir uns kathartisch reinigen vor dem Fick,
 Aber Oh Weh!, es ist Sonntag und eine protestantische Messe im Saktuarium gar nicht schick.
 "Die Zöllner und Huren kommen eher in das Himmelreich als ihr!", ein Hutzelmann auf der Kanzlei tut stehen,
 Die Gemeinde strikt sexlos und auf Hartz-4, ein Zöllner und eine Hure in Personalunion mitten unter ihnen, tät das nur Jesus sehen!
 In Quedlinburg haben wir den Nazichor und den kleinen Dionysus auf einem Retabel mit Propheten im Hintergrund bestaunt,
 Über den Harz herb-frische Luft bei Ouvertüre zum Freischütz atmend gings mit halber Erektion bestens gelaunt,
 Ein unartikuliertes Arbeiterkind in einer Plattenbauwohnung öffnet mir ankommend die Tür, er ist nur beinah schön aber es reichte,
 Die Nacht lang erweist er sich als ausgehungert und sehr nett, morgens noch keine 7 erfolgt sodann eine Beichte:
 Seinen Freund auf Nachtschicht, den hat er zum ersten Mal betrogen, ich muss nun leider gehen, er schmeisst mich raus,
 Um diese Zeit im Ossiland trinkbaren Kaffee und ein Croissant zu finden immer noch ein Graus.
 Egal, vom Sex gedopt, auf einer Bank von Thüringen nach Hessen schauend, Osho auf I-pod "Drop all!"
 Schließ ich die Augen, die Landschaft in mir, ich noch in ihm, Lob dem, der  Kanzler meiner Jugend war - Kohl.

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seppman
Weltfriedenstreiber

Alter: 39
Beiträge: 943
Wohnort: Yaren


BeitragVerfasst am: 15.07.2012 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Moin

Ist wohl eher Prosa Trash..

Persönlich hätt ich Herrn K. gerne Im Knast gesehen..

Grüße seppman


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Ich bin Flexitarier, ich esse dann, wenn ich Hunger, das worauf ich Hunger habe und verlass mich da völlig auf mein Bauchgefühl. Nebenbei bin ich Anhänger der Multitoleranzbewegung.
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Einherjer
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 556



BeitragVerfasst am: 15.07.2012 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Naja.

Der erste Text liest sich tatsächlich wie ein Klischee des ewig gestrigen "Ossis". Dieser hat immernoch nicht gemerkt, dass es keine Planwirtschaft mehr gibt. Wer Veränderungen will, muss mit anpacken. Blühende Landschaften kommen nicht von allein. Deren Abwesenheit einer Person anzulasten ist nun wirklich lächerlich.

Zitat:
Um diese Zeit im Ossiland trinkbaren Kaffee und ein Croissant zu finden immer noch ein Graus.
Symptomatisch für den ganzen Text. Buhuhuhu es gibt keinen guten Kaffee und Croissants.
Planwirtschaft: Warten dass etwas passiert.
Freie Marktwirtschaft: Selbst anpacken... äh backen.


Tja, wie gesagt... einige Plattitüden und altbackenen Klischees über Ostdeutsche. Das wars auch schon.

Zitat:

Persönlich hätt ich Herrn K. gerne Im Knast gesehen..
WIeso hätte? Der lebt doch noch. Wenn du ihm etwas vorzuwerfen hast, stell doch einen Antrag auf Strafverfolgung. Trotz aller Verschwörungstheorien leben wir ja noch in einem Rechtsstaat... Oder?


Einherjer


_________________
Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen - nicht umgekehrt (Jean Cocteau)

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist der gleiche wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen. (Mark Twain)
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Harald
Geschlecht:männlichShow-don't-Tellefant

Alter: 72
Beiträge: 5236
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Einherjer hat Folgendes geschrieben:
Trotz aller Verschwörungstheorien leben wir ja noch in einem Rechtsstaat... Oder?



Das ist ja der Knackpunkt bei den Verschwörungstheoretikern:

Sie könnten bis hin zur UN klagen, würden abgewiesen und könnten dann ihre aktuellen Verschwörungstheorien nicht mehr aufrechterhalten - müssten praktisch neue erfinden!



 Wink


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Liebe Grüße vom Dichter, Denker, Taxi- Lenker

Harald

Um ein Ziel zu erreichen ist nicht der letzte Schritt ausschlaggebend, sondern der erste!
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Gast







BeitragVerfasst am: 15.07.2012 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

Wen will der Autor damit aus der Reserve locken?
Das Durchhaltevermögen, welches aus diesem Text hervorgeht, ist äusserst gering.
Da fängst du etwas an, offensichtlich des Reimfalls wegen, und dann ... es gibt keine trash-Werkstatt, mince, wohin mit dem Ding?

Kohl ist der Kanzler meiner Jugend, aber ... geschenkt. Ansonsten ist mir das inhaltlich ziemlich egal, aber dass dort oben trash steht, das soll eine Entschuldigung sein, für dieses Gedichtkind, welches du deinem heimischen Brutkasten viel zu früh entrissen hast?

Bin ja enttäuscht, nach all dem Feuerwerk der ersten ZEit ... dann so eine Büttenrede?

Schönen Sonntagabend
Lorraine
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toltec-head
Eselsohr

Alter: 44
Beiträge: 308



BeitragVerfasst am: 15.07.2012 18:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lorraine,

Kohl war auch der Kanzler meiner Jugend. Ich hab mit dem Dichten nämlich bereits bei Ausfüllen meiner Profilangaben begonnen:) Du kannst also ruhig mon vieux zu mir sagen.

Hm... wahrscheinlich hast Du Recht und es ist die Sorte Text, die mehr Spaß zu schreiben als zu lesen macht. Jedenfalls hab ich mich beim Schreiben köstlich amüsiert und das so in einem Zug hingeschrieben und fühlte mich dann unglaublich high. Der Effekt sollte eigentlich der eines schwulen Byrons sein, der eine kleine Tournee durch unser schönes Ossi-Land macht. Und rausgekommen ist also eine Büttenrede, wie du sagst :(

Aber komisch, ich würd gern so was auch von anderen lesen. Also so ein unambitioniertes, dilettantisches Schreiben mit einer wahren Geschichte und wahleise gern auch kindischem Reim. Ich find vieles hier sehr ermüdend. Mag auch keine Rätsel raten. Möcht mich auf meine alten Tage doch noch ein bischen amüsieren.

Als ich 20 war hab ich auch viel so im Celan-Stil geschrieben. Bedeutungsschwangernd. Jetzt bin ich früh vergreist und mag so was nicht mehr lesen oder schreiben. Ich möcht eigentlich nur noch Sachen lesen, wo ich die Stimme von anderen nackt empfinde. Keine intellektuellen Kostümierungen mehr bitte!

Daher meine Schreibe - nackt. Und der Reim ist nur das Feigenblatt eines alten Manns.

Ex imo Toltec
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lupus
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

komisch. Genau das Gefühl hatte ich nicht, das Gefühl hier eine nackte Stimme zu hören. Im Gegenteil. Das wirkt alles so aufgesetzt, so absichtlich schlecht, dann aber wieder nicht absichtlich genug, um es als Verarsche durchgehen zu lassen. Zumal inhaltlich da ja schon was drin is.  Wenn du den Reim ganz weglässt (ein Roman is ja auch nicht Lyrik, nur weil in der ersten Zeile 'Lust' und in der zwanzigsten 'Frust' steht), das ganze ein bisserl nur verdichtest, vom Schwurbel befreist, ... warum nicht?

Ich sag dir: die Stimme eines jeden besoffenen Sandlers is tiefer, nackter, echter. Weil die keine Lust auf Getöns haben und die haben auch was erlebt und was sie erlebt haben wollen sie gesagt wissen. Jetzt, nicht in der 10. Zeile.

und die Kanzlei hat nur in ihrem Wortursprung etwas mit der Kanzel zu tun, weil das eine mit Schranken versehen das andere in der Nähe von Schranken errichtet war. Das is ungefähr so, als würde man statt Minister Ministrant schreiben.


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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toltec-head
Eselsohr

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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 19:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo lupus,

ja, meinte natürlich die kanzel. peinlich :)

also worum es mir geht ist folgendes: micht stört, dass der lyrik-bereich hier in zwei teile zerfällt, einmal den bedeutungsschwangernden celan-nachahmenden ohne reim und dann den stocksteifen bzw. schenkelklopfenden (stocksteif und schenkelklopfend paart sich ja gerne) mit reim. und die idee ist, da mal ein bischen sand in das getriebe zu schütten. und die schubladen prosa und lyrik bei der gelegenheit auch mal gerade durcheinander zu bringen.

ob mir das hier gelungen ist, daran hab ich heut abend auch so meine zweifel. heut morgen im koffeinrausch war ich aber noch davon überzeugt:)

zu nackt: fragen werden nicht offen gelassen, oder?

lg toltec
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lupus
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

toltec-head hat Folgendes geschrieben:

zu nackt: fragen werden nicht offen gelassen, oder?

lg toltec


keine Fragen werden offen gelassen .. inhaltlich alles klar
aber wenn du nackte 'Stimme' schreibst meinst du wohl Sprache, Ausdruck, Stil ... all das scheint mir eben nicht nackt zu sein, nicht pure, sondern eher aufgedröselt und dann künstlich geglättet ... blöd wenn man's merkt (oder zumindest glaubt zu merken)


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lg Wolfgang

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toltec-head
Eselsohr

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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 19:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich glaub, es gibt in dem Text nicht eine einzige Metapher. So was versteh ich unter Schwurbel. Gut klar, es ist nicht nackt im Sinne von, ich sitz an einer Bar und erzähl jetzt mal was. Mit nackt mein ich nackt aber trotzdem  literarisch, so wie Stendhal z.B.

Auch will ich ja keine bloße Sexstory erzählen. Ausgangspunkt ist eigentlich das Bibelzitat mit dem Himmelreich in uns. Osho ist da oft drauf eingegangen. Luther-Bibel übersetzt falsch "Himmelreich inmitten unter uns", so als wenn Jesus gemeint sei. Aber im Original griechischen Text steht eindeutig "Himmelreich in uns". Eigentlich geht es darum. Und das Himmelreich "außer uns". Das ist, was Osho sagt: "Das Himmelreich ist in uns und außer uns". Und dann sagt er am Ende immer noch "Drop all!". Und natürlich hat das auch mit Sex bei ihm zu tun. Vielleicht meinst Du ja diese "biblische" Einbettung der Story als Geschwurbel. Na, aber die muss schon sein. Drunter mach ich´s nicht. Bin ja kein schwuler Bukowski oder so:)
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Mr. Curiosity
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Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 15.07.2012 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
also worum es mir geht ist folgendes: micht stört, dass der lyrik-bereich hier in zwei teile zerfällt, einmal den bedeutungsschwangernden celan-nachahmenden ohne reim


Nach deinem letzten Kommentar zu "in memento" soll das wohl auf mich anspielen. Bedenke mal, dass du mich hier wegen zwei Worten ("Komm, wir")  in diese Ecke schiebst, die Celan zufällig auch verwendete.
Ansonsten hat meine Lyrik so viel mit Celan zu tun, wie ein Huhn mit einer Mikrowelle.

Das nur mal OT reingeschmissen.

Grüße
David


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"Wenn du Schriftsteller sein willst, dann sag, dass du der Beste bist ...
Aber nicht, solange es mich gibt, kapiert?! Es sei denn, du willst das draußen austragen."

(Ernest Hemingway in "Midnight in Paris")
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Gast







BeitragVerfasst am: 15.07.2012 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

toltec-head hat Folgendes geschrieben:
Eigentlich geht es darum. Und das Himmelreich "außer uns". Das ist, was Osho sagt: "Das Himmelreich ist in uns und außer uns". Und dann sagt er am Ende immer noch "Drop all!". Und natürlich hat das auch mit Sex bei ihm zu tun. Vielleicht meinst Du ja diese "biblische" Einbettung der Story als Geschwurbel. Na, aber die muss schon sein. Drunter mach ich´s nicht. Bin ja kein schwuler Bukowski oder so:)


Das ist es ja, es fängt gut an, und du sabotierst dich, als wärst du nach V2 schon müde ... toll, Sand ins Getriebe, aber doch nicht mit einer sprachlichen Zweitklassigkeit, was sag' ich ... Ehrgeizlosigkeit, das tut ja weh.

Und so schlecht wär ja die Story auch nicht, wenn man denn die Überheblichkeit des LI unbedingt so überzeichnen will, pourquoi pas, après tout, nackt ... ist damit Ehrlichkeit gemeint?
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toltec-head
Eselsohr

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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 20:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nein, David. Das bezog sich vielleicht zwar auch ein bischen auf Dich. Und es ist ja doch auch wahr, dass Du Metaphern magst. Aber eine Grundehrlichkeit würde ich Deinen Texten tatsächlich nicht absprechen wollen. Bei anderen Vertretern der genannten Celan-Fraktion hat man eben jedoch stark den Eindruck, dass elfenbeinerne Wortmystik im Vordergrund steht. Und das sind für mich Ausweichmanöver.

Ausweichmanöver wovon? Ums mal hart zu sagen: Wer über 35 ist, sollte wissen, dass es nur zwei Dinge gibt, über die zu schreiben lohnt, nämlich über Sex und den Tod. Geschwurbel ist letztlich all das, was hierzu keinen Bezug hat.

Den Jüngeren sehe ich die (übrigens nutzlosen) Ausweichmanöver nach. Den Älteren aber nicht.
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toltec-head
Eselsohr

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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 20:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Noch zu Lorraine:

Sprachliche Zweitklassigkeit? Maybe...

Dann war also nur das Koffein heut morgen in mir (!) brillant. Um die Brillanz auch nach außen zu bringen, hat´s nicht gereicht. Vielleicht arbeite ich an dem Text noch mal. Oder eben Papierkorb.

Überheblichkeit mag ich ja aber, das weißt Du doch. Und auch das Gegenteil. Bin halt manisch/depressiv veranlagt. In der mittleren Etage kommts mir (auch in der Literatur) nur wie so ein Dahindämmern vor.
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lupus
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wer über 35 ist, sollte wissen, dass es nur zwei Dinge gibt, über die zu schreiben lohnt, nämlich über Sex und den Tod. Geschwurbel ist letztlich all das, was hierzu keinen Bezug hat.


weißt du was ich nett find: mir scheint irgendwie, du magst keine Regeln
was ich lustig find - wurscht jetzt ob das erste stimmt oder nicht: deine Regeln

zusammengefasst lautet dein Credo also: schreib ausschließlich über Sex oder den Tod aber ohne Metrik, ohne Reime, weil alles andere ist einschränkend Smile

zu deinem Texterl überleg ich mir noch was. Hatte - mein Fehler - keine Ahnung wer dieser Osho ist, dachte das wär so ein Rapper, die kenn ich nämlich genau so wenig wie diverse Sektenführer und Gehirnwaschakrobaten.


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toltec-head
Eselsohr

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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lupus schrieb:

Zitat:
Hatte - mein Fehler - keine Ahnung wer dieser Osho ist, dachte das wär so ein Rapper, die kenn ich nämlich genau so wenig wie diverse Sektenführer und Gehirnwaschakrobaten.


Es gab im 20. Jahrhundert nur drei wirklich bedeutende Persönlichkeiten: Gurdjieff, Crowley und Osho. Tout le reste, c´est littérature!
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Mr. Curiosity
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Der goldene Käfig


BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wer über 35 ist, sollte wissen, dass es nur zwei Dinge gibt, über die zu schreiben lohnt, nämlich über Sex und den Tod. Geschwurbel ist letztlich all das, was hierzu keinen Bezug hat.


Ich nehme an, das soll ein Scherz sein (?)


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toltec-head
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Natürlich nicht.

Kein Scherz.

Beinah hätte ich hinzugefügt: leider.
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lupus
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

toltec-head hat Folgendes geschrieben:
Lupus schrieb:

Zitat:
Hatte - mein Fehler - keine Ahnung wer dieser Osho ist, dachte das wär so ein Rapper, die kenn ich nämlich genau so wenig wie diverse Sektenführer und Gehirnwaschakrobaten.


Es gab im 20. Jahrhundert nur drei wirklich bedeutende Persönlichkeiten: Gurdjieff, Crowley und Osho. Tout le reste, c´est littérature!


wow, Gurdjiev, na, dann weiß ich ja, was ich von Osho zu halten hab Smile
Crowley? mir völlig unbekannt.

was is jetzt eigentlich mit dem Agamben?


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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

seppman hat Folgendes geschrieben:


Persönlich hätt ich Herrn K. gerne Im Knast gesehen..

Grüße seppman


Warum?
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toltec-head
Eselsohr

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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Agamben ist ein lieber netter italienischer Philosophieprofessor, der eine Unmengen an Wissen angehäuft hat und derzeit sehr en vogue ist.

Kein Vergleich zu den drei oben genannten Fädenziehern.

Was Uni-Intellektuelle angeht, hält mich zum Glück immer mein Bruder auf dem Laufenden. Dachte an sich die lesen dort immer noch Habermaß oder Luhmann oder so. Aber nein, man liest heute Paulus. Und zwar nach Möglichkeit im Original. Weil die Übersetzungen ja alle getürkt sind.

Das Agamben Buch, das hattest Du glaub ich richtig hervorgehoben, ist in Wahrheit ein Buch über Paulus. Daher der Begriff der messianischen Zeit. Und das lesen die also nicht als Theologen sondern als Literaturwissenschaftler. Mich hat das zuerst sehr irritiert. Für mich war Paulus immer eine bête noire. Aber irgendwie muss ich ja auch noch im Greisenalter mithalten.  Also versuche ich jetzt, Paulus in einer Interlinearübersetzung auf Griechisch zu lesen. Greif aber zwischendurch immer wieder zu Stendhal, sonst halt ich´s nicht durch :)
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jim-knopf
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BeitragVerfasst am: 15.07.2012 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

toltec-head hat Folgendes geschrieben:
Lupus schrieb:

Zitat:
Hatte - mein Fehler - keine Ahnung wer dieser Osho ist, dachte das wär so ein Rapper, die kenn ich nämlich genau so wenig wie diverse Sektenführer und Gehirnwaschakrobaten.


Es gab im 20. Jahrhundert nur drei wirklich bedeutende Persönlichkeiten: Gurdjieff, Crowley und Osho. Tout le reste, c´est littérature!


antonin artaud hast du vergessen. und mister manhatten.


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