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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Phantastisch! 10/2020
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anderswolf
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 850
Wohnort: Bad Nauheim


BeitragVerfasst am: 18.10.2020 19:00    Titel: Nichts. Alles. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Auf der Innenseite des Spiegels starrte Franz Kalo reglos in die Finsternis. In seiner Laufbahn als Anomalist des Amts zur Holistischen Erforschung Unbekannter Länder und Erden hatte er ja schon viele Verstecke, Gefängnisse und Müllhalden hinter Spiegeln gefunden, aber noch nie …
Ein Schwarzes Loch?
Das HEULE-Team hatte bei den Tests keine Surrealitäten entdeckt. Allerdings verwendete die Analyse nur magische und unmagische Objekte belebter und unbelebter Art. Womöglich reagierte der Spiegel nur auf bewusste Subjekte. Um wenigstens irgendwas zu tun, prüfte er den Schutzschleier – natürlich intakt, sonst wäre Franz längst tot – und den Ariadnefaden, seine Verbindung zum Labor.
„Franz? Ich empfange dich nur dunkel. Siehst du was?“
„Ein Schwarzes Loch.“
„Bist du dir sicher?“
„Rotierendes Zeug um einen Haufen Nichts. Ich bin kein Experte, aber das entspricht meiner Vorstellung von einem Schwarzem Loch.“
„Könnte es eine Illusion sein?“
„Wollte ich eben checken.“
„Gut. Ich geb’s der Chefin weiter.“
Franz schloss die Augen, öffnete seinen Geist und griff mit seinem Bewusstsein aus. Viel Leere, dazwischen Materie, darunter das vertikale Ziehen eines wirbelnden Abgrunds. Überwältigende Grundstrahlung, die künstlich nicht zu erzeugen war. Außer man kompilierte die Energie des Schwarzen Lochs selbst in die zu erzeugende Illusion, was allerdings nur mit umgestülptem Gehirn funktionierte.
Mit einem Komprimierungsgedanken schuf Franz einen kleinen Nimbusköder, den der unterschwellige Sog sofort mit sich riss. Franz spürte dem Köder nach auf seinem weiten Bogen um das Gravitationszentrum herum und in einer rasant enger werdenden Spirale weiter hinab, bis …
„Wer? Ach, verdammt!“
Überrascht ließ Franz den Köder los.
„Sandra?“
„Ja? Die Chefin sagt, wir holen dich raus, wenn es keine Illusion ist.“
„Keine Illusion, aber da ist einer drin.“
„Mist.“
„Großer Mist. Ich werde ihn retten müssen.“
„Nix musst du!“
„Irgendwer muss aber doch.“
„Franz, das ist Selbstmord.“
„Wenn ich ihn nicht rette, ist es Mord. Womit kann ich wohl besser leben?“
„Warte, die Chefin …“
„Keine Zeit, der ist zu weit drin. Außerdem könnt Ihr mich mit dem Faden jederzeit zurückholen.“
„Franz, du bleibst, wo du bist. Das ist ein Befehl.“
Doch Franz hatte schon einen Schritt voran gemacht. Kaum hatte er den stabilisierenden Portalnimbus des Spiegels verlassen, wurde er mitgerissen. Die Gravitation zog stärker an ihm als gedacht, die Sorge, einen suizidalen Fehler begangen zu haben, verblasste aber angesichts des Panoramas, das sich vor ihm entfaltete: ein halbes Universum vollgestopft mit irisierenden Gasnebeln, zwinkernden Sternenhaufen und schimmernden Galaxien. Franz hatte natürlich schon oft von der Erde und auch von Planeten mit geringerer Lichtverschmutzung aus in den Himmel geblickt, aber selbst restlichtverstärkende Magie oder Astralprojektion hatten nie die gleiche Ehrfurcht in ihm entfachen können. Franz würde womöglich von einem Abgrund aus Lichtlosigkeit zermahlt werden, vorher allerdings hatte er das leuchtende Antlitz des Unendlichen geschaut.
Eine ferne Stimme schrie in seinen Geist: „Franz, du … Ariadnefaden hat gleich maximale … noch weiter … wir dich!“
Ein Ruck, den Franz seltsam zeitverzögert vom Knöchel bis in den Atlas in allen Gelenken spürte, und ein Ende des Sturzes.
„Franz rede mit mir du warst plötzlich weg der Faden ist komplett gespannt was ist passiert?!“
„Ich bin näher ran.“
„Wir holen dich raus. Sofort. Keinen Unfug mehr.“
„Aber der Typ stirbt!“
„Nix, der Ereignishorizont bremst ihn aus, wir können ihn mit ein bisschen Zeitmagie jederzeit einholen.“
„Oh.“
„Fühlst du dich jetzt so dumm, wie du dich fühlen solltest?“
„Ja.“
„Gut. Jetzt halt still, wir … oh. Was …“
Einen Augenblick, bevor die telepathische Berührung abbrach, spürte Franz die Splitterwellen des implodierenden Spiegels. Ein Unruck, eine Welle aus Sturzgefühl und ein Vorbeiwischen roten Leuchtens, das sich in die Länge und wieder zusammenzog, schlenkerte, schlaufte und sich schließlich an Franzens Wade, Oberschenkel und Hüfte aufwickelte. Der Ariadnefaden war gerissen, der Spiegel zerstört, Franz Kalo verloren.
Einige Sekunden lang fiel Franz ohne Gedanken dem Nichts entgegen.
Dann einige weitere Sekunden.
Hier ein zerborstener Planet, dessen Bruchstücke ebenfalls auf das Loch in der Realität zusteuerten.
Und weiter fiel Franz, ohne dass ein Gedanke zu ihm aufzuschließen vermocht hätte.
Hier eine Sonne, deren Plasma wie Dotter aus einem pochierten und angegabelten Ei auslief.
Franz fiel, fiel, fiel.
Verloren.
Fallend.
Fort.
Wäre er gefragt worden, hätte Franz behauptet: Die Panik hielt nur kurz.
Niemand da, der hätte fragen können.
Franz fiel.
Der Blick ins All ermüdete.
Das Starren auf den zerwürgten Sternenmüll wurde lästig.
Franz, fallend, schloss die Augen, fiel weiter.
Öffnete die Augen wieder, sah einen Mann fallen.
Oh.
Er selbst mochte verloren sein, doch es gab einen Menschen zu retten, und wer wäre besser dafür geeignet gewesen als Franz Kalo, Top-Anomalist und mehrfach ausgezeichneter HEULEr.
Mit arkanem Schub warf Franz sich voran, erhöhte seine Sturzfallfluggeschwindigkeit und überholte dabei Asteroiden, Kometen und mindestens zwei Dutzend Satelliten verschiedener Komplexität. Kurz streifte er auch den Gedanken, wer wohl zu welchem Zweck den Spiegel erschaffen haben könnte. Wozu diente ein Direktzugang zu einem Schwarzen Loch außer zur Entsorgung größerer Mengen Atommülls?
Durch absolute Stille und Kälte raste Franz auf langer Bogenbahn. Den Anderen hatte er aus den Augen verloren, also weitete er wieder seine Wahrnehmung und fühlte ihre Bugwelle vor ihm gegen das Aufwirbeln des Schwarzen Lochs branden. Ihm antwortete ein lebendiges Dunkel, eine Energie, seiner eigenen ähnlich und doch nicht gleich, archaisch, unüberwindlich, unbeherrschbar und doch ohne Bewusstsein, Willen oder Absicht. Was immer er da berührt hatte, fasste ihn an, zog rücksichtslos an seiner Essenz und ließ genauso schnell, wie es ihn durchstoben hatte, wieder von ihm ab. Im Zurückweichen zog die Entität Franz‘ Geist mit sich, so dass er für einen Moment den anderen magisch umhüllten Fremdkörper im Gewirbel erkennen konnte: näher am Ereignishorizont, der ihn töten oder nur für immer aufhalten würde.
Franz gab sich einen Schubs gegen die Trägheit der herumströmenden Masse und steuerte, als er freie Sicht hatte, quer zum Wirbel direkt ins Zentrum und auf den Anderen zu.
Voran, voran und schneller voran. Bald war Franz nur noch einige Sturzminuten von dem Fremden entfernt, der eben den Kopf zur Seite drehte. Auch Franz sah hinauf in den Himmel über dem Schwarzen Loch und war erneut ergriffen: So viele Sterne, und er, Franz Kalo, dagegen so klein.
Immerhin nicht allein. Bald könnte er Ehrfurcht und Sterbensangst mit jemandem teilen, und vielleicht könnten sie gemeinsam einen Ausweg aus diesem Desaster finden. Vielleicht wusste der Fremde mehr, verfügte über Antworten, verstand, was das überhaupt alles sollte.
Franz konnte ihn nun besser erkennen, seine Rückseite zumindest, fiel er doch mit dem Gesicht voran, den Blick wieder gerichtet auf die Unausweichlichkeit des Ereignishorizonts. Tatsächlich handelte es sich um einen Mann, ähnlich seiner eigenen Statur, mit einem Anzug, der wie Franzens maßgeschneidert wirkte, in einem ebenfalls abendgrauen Stoff mit morgensterniger Durchwirkung. Rettete er hier etwa einen Kollegen? Hatte die Chefin ihn deswegen …
Etwas berührte ihn. Ein kleines Ding komprimierter Magie.
„Wer?“ telepathierte er instinktiv, bevor er den Nimbusköder erkannte. „Ach, verdammt!“
Nein, so dumm konnte er nicht sein.
Ein Spiegel, verdammt noch mal.
Ein verdammter Spiegel!
Wie hatte er so dumm sein können?
Der Mann vor ihm in dem HEULEr-Anzug mit einer Spur von Rot, die sich wie eine gezwirnte Narbe vom rechten Knöchel über das Knie hinauf zur Hüfte zog, dieser Mann …
Franz Kalo verfolgte sich selbst.
„Fühlst du dich jetzt noch dümmer, als du dich fühlen solltest?“ telepathierte er nach vorne und erschrak, als er denselben Gedanken von hinter sich empfing. Seine eigene Stimme echote ihm über das schweigende Weltall hinweg zu. Natürlich befand er sich nicht nur vor, sondern auch hinter sich, als wäre er zwischen zwei Spiegel getreten, die einander und auch alles zwischen ihnen ungezählt und unzählbar wiederholten.
Dem Impuls, sich selbst an der Schulter zu berühren, folgte eine schwindelnde Synchronizität, die ihn an Berichte Zeitreisender erinnerte, die eine Begegnung mit sich selbst im Glücksfall mit einer mehrwöchigen Migräne bezahlt hatten. Berichte über glücklose Zeitreisende wurden in der Regel von anderen verfasst, und deren Ausführungen ließen Franz das Schlimmste fürchten für die Zweidimensionalität des Ereignishorizonts, die ihn in sich selbst pressen würde. Um der Aussicht auf seinen Hinterkopf und den anstehenden Schmerz zu entgehen, wandte er den Blick ab.
Natürlich.
Natürlich stand er auch neben sich. Und auch über und unter sich, auf allen Seiten und in alle Richtungen rund um das Allverschlingende, in gruseliger Gleichzeitigkeit den Kopf mal in die eine, mal die andere Richtung drehend, auf allen Gesichtern den gleichen Ausdruck von Entsetzen und Resignation.
Franz schloss die Augen und hielt die Luft an, um nicht länger seinen Atem im Nacken zu spüren.
Ihm fiel nichts ein.
Nicht zu atmen war auch keine Lösung.
Was hatte er der Anziehungskraft des Abgrundes entgegenzusetzen?
Zu atmen allein würde auch nicht ausreichen.
Gab es keinen Ausweg?
Gab es einen Ausweg?
Vielleicht nur kleine Atemzüge?
Musste er kapitulieren?
Wenn er so weitermachte, würde er hyperventilieren.
War das die gleiche Panik, die ihn schon vorher befallen hatte?
War das ein Echo der Panik, die ihn vorher befallen hatte?
Was hatte er da getan?
Oh.
Ja.
Nichts.
Es gab nichts zu tun.
Franz Kalo würde sterben.
Er holte tief Luft und atmete langsam wieder aus.
Als Franz die Augen wieder öffnete, war er allein vor dem Schwarzen Loch, dessen Mahlstrom weniger sicht- als spürbar ein Lichtstrom fassungsloser Kraft entsprang, ein weltenzerfetzendes Monstrum purer Schönheit, durchwoben von Funken und Strahlen, umwabert von Halos und Aureolen. Die flammende Säule war bislang unerkennbar gewesen, überstrahlt von den Sternennebeln und Sonnenklumpen, doch jetzt, am Ende des Seins gab es nur Finsternis und darin einen wirbelnden Strahl aus eiskaltem Feuer. Was immer den Ereignishorizont überschritten hatte in den letzten Milliarden Jahren, war zermahlen worden und wurde als reine Energie wieder hinausgespien ins Universum. Irgendwann, irgendwo würde das Rasen enden, der Strom sich auffächern und neue Sonnen und Planeten gebären. Das war nicht Nichts, das war Alles.
Nun, was blieb?
Teleportation sicher nicht. Die Distanz zum nächsten Planeten überschritt garantiert seine Reserven. Außerdem hatte ihn seine letzte Transmaterialisation zu einer viertägigen Existenz als Essenzwolke verdammt. Impulsschübe fort vom Ereignishorizont wurden gierig aus ihm herausgezogen, mit einem Zupfen, Ziehen, Saugen, einer aufdringlichen Berührung wie jener, als er nach sich selbst ausgegriffen hatte.
„Per aspera ad astra”, sagte seine Chefin gerne.
Kassandras Version davon war: „Wenn’s nicht vorangeht, geh voran.“
Was hatte Franz schon zu verlieren?
Nichts.
Alles.
Er gab sich einen Schubs. Und einen zweiten, dritten, er kämpfte an gegen die Unruhelosigkeit, Trägheit, Unbeweglichkeit. Ein gedämpftes Beben nur, ein geschwächtes Echo, das in ihn hinein verhallte. Vielleicht umgekehrt, nach innen, sich nicht nichtend. Wieder eine Barriere, zugleich auch etwas wie ein Summen von außerhalb. Das große Leuchten antwortete ihm, reagierte auf seinen Wunsch nach Freiheit. Vielleicht barg es doch eine Art Bewusstsein, ein Mehr, vielleicht lag unter der reinen Kraft der Schöpfung ein Wille.
Erneut konzentrierte Franz seine Magie und spürte das Tasten eines Fühlers aus Sehnsucht. Franz streckte sich nach diesem Unwesen und verband sich mit dem sanften Schnurren, das sich sofort in das orgiastische Jubeln eines milchstraßengroßen Drachens exponenzierte.
Franz begriff einen Augenblick zu spät.
Franz Kalo war nicht mehr.
Als er sich mit dem träge ausgreifenden Plasma verbunden hatte, war sein Schutzschleier zerborsten. Alle Gase seinen Lungenbläschen entzogen, das Restlicht seinen Pupillen entflohen, alle Bindungen seiner Molekülstruktur aufgelöst. Haare, Haut, Fett, Sehnen, Muskeln, Organe, Knochen, alles, was Franz Kalo ausgemacht hatte: im Bruchteil eines Augenblicks zerstoben. Im Sonnenkernfeuer des Stroms zerbrannte sein Selbst, das wie flüssiges Gas splitterig durch die Aggregationszustände seines Nichtvorhandenseins hindurchsublimierte, nirgends mehr war und überall, zerstrichen auf der Leinwand eines gleichgültigen Universums, kollabiert in der einen, extrapoliert in der anderen unzeitlichen Sekunde.
Zurück blieb nur ein aschegrauer Anzug mit einer Spur mattroter Fadigkeit.
Mehr nicht war Kalo Franz.
„Franz?“
Franz blinzelte sich zurück ins Licht.
„Franz, alles startklar. Sobald du bereit bist, kann's losgehen.“
Franz Kalo starrte reglos in die Finsternis auf der Innenseite des Spiegels.

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anderswolf
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BeitragVerfasst am: 19.10.2020 08:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Fritz Kola kippt sich weg.
Oder: wie einer auszog, zwei Wettbewerbe auf einmal zu gewinnen und in beiden zu versagen.
Ist das P, ist das E, ist das U? Kann das vielleicht insgesamt weg? Der Autor hat offensichtlich versucht, ein für allemal zu klären, wie sich das nicht klären lässt: Introspektion durch Reflektion. Wenig originell , eine Spiegelmeditation als tiefgründiges Entscheidungsdilemma "Angst vor der Courage" zu inszenieren. Da helfen weder Neologismen noch Wortwitze oder abgelutschte Klischees, die die Geschichte so vorhersehbar machen, dass man sich freute, dieser dumme Franz, dessen Existenz durch Entscheidungsfreude vernichtet wird, bliebe fort. Denn wie üblich schafft es der dem Rezensent persönlichst bekannte Autor nicht, einen nachvollziehbaren und irgendwie nicht erbärmlichen Protagonisten zu schaffen. Der Fritz-Franz ist mal wieder eine Nulpe höchsten Grades, und im Grunde wären die anderen beiden angedachten Enden ("Finale Matsche" oder "Nackt auf unbekannten Fliesen liegen") doch besser als diese Nichtlösung ("Als Herr K. eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich komplett unverwandelt, weil seine Träume genau das waren: Träume, keine Verwandlung.") Dem Autor fehlt es wie seinem Protagonisten an Mut, und das zeigt sich wieder einmal. Erbärmlich. Immerhin kaum orthographische Fehler und fast kein verkehrt geschriebenes Du. Danke.
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1705



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Lässt mich recht verwirrt zurück. Also mit Spacemagie geht es durch ein Schwarzes Loch, wo jemand sich selbst begegnet, was aber eine Falle ist und ein Selbst von ihm im Spiegel ist der Köder?
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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 19.10.2020 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Unbekannte/r,

starkte Geschichte! Toller Text und alle Vorgaben sind drin.
Gerne gelesen!
Liebe Grüße

Edit: Hm, trotzdem ist deine Geschichte jetzt im direkt Vergleich leider abgeschlagen, weil mir bei anderen Tempo, Plot oder Umsetzung des Themas besser gefallen. Das tut mir für deine wirklich auch sehr cool geschriebene Geschichte leid und ich hätte gerne mehr Punkte für die Vergabe!


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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
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Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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Westmonster
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Beiträge: 101



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wunderbar wortgewaltig, sehr interessant; auch ein bisschen vorhersehbar (zumindest hatte ich recht bald eine leise Vermutung, wen Franz da im Schwarzen Loch entdeckt hat), aber das ist mir in diesem Fall völlig egal, so gut ist der Text!
Die wörtliche Rede und ... Gedankenrede? bringen die Geschichte auch gut voran und füllen den Protagonisten mit Leben. Ich habe mich zum Beispiel irgendwie schnell für ihn gefreut, dass er so einen interessanten Job hat... Rolling Eyes Am Ende hatte ich ihn lieb genug gewonnen, dass ich mir gewünscht hätte, es möge für ihn anders (bzw. überhaupt mal irgendwie) ausgehen.


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 20.10.2020 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekannter Autor, Autorin, heimlich mitschreibende KIs, magische Wesen oder was auch immer,

Ich kommentiere direkt beim ersten Lesen und während ich lese, damit die Leseeindrücke so frisch wie möglich sind. Daher kann es sein, dass ich mal auf etwas hinweise, was sich später im Text noch klärt.
Disclaimer vorweg: All meine Kritiken sind in diesem Wettbewerb hochgradig subjektiv und bedeuten damit eigentlich gar nichts, außer wie mir ein Text persönlich gefallen hat. Ich neige zu Sarkasmus und mache mich auch gerne mal über Dinge lustig. Ich bitte diejenigen, die eine gefühlt zu harte Kritik von mir abbekommen, das nicht persönlich und mit Humor zu nehmen, denn es ist ganz bestimmt nicht böse gemeint. Ich nehme aber auch kein Blatt vor den Mund, wenn jemand seinen Text bei einem Wettbewerb der ungeschönten und schonungslosen Kritik vorwirft. Wer ein Problem damit hat, möge das Lesen meines Kommentars an dieser Stelle abbrechen.

So, los geht‘s, you have been warned …


Zitat:
Auf der Innenseite des Spiegels starrte Franz Kalo reglos in die Finsternis. In seiner Laufbahn als Anomalist des Amts zur Holistischen Erforschung Unbekannter Länder und Erden hatte er ja schon viele Verstecke, Gefängnisse und Müllhalden hinter Spiegeln gefunden, aber noch nie …
Ein Schwarzes Loch?
Okay, das wird unterhaltsam, denke ich.

Zitat:
Wie hatte er so dumm sein können?
Er wollte sein Spiegelbild retten? Laughing

Zitat:
Franz Kalo starrte reglos in die Finsternis auf der Innenseite des Spiegels.
Nein, ich les das jetzt nicht alles noch mal von vorne.

Ich habe einen Verdacht, wer das geschrieben haben könnte Oder eher zwei, deshalb nenne ich sie nicht. Zur Geschichte: Fängt vielversprechend an, und verliert sich dann leider immer mehr in einem Schwarzen Loch, wie auch der Protagonist. ich denke, das hätte man wesentlich kürzer machen können und der Text hätte dadurch gewonnen. Der Humor funktioniert für mich, aber nicht durchgängig, denn er nutzt sich irgendwie schnell ab. Das letzte Drittel des Texts habe ich mich sogar gelangweilt. Schade, die abstrus-absurde Grundidee gefällt mir hingegen sehr gut, aber die Umsetzung verliert mich irgendwann. Nicht, weil ich ihr nicht mehr folgen könnte, sondern weil sich das alles gefühlt zu wiederholen beginnt. Und das schon lange vor dem Ende, bevor die Wiederholung auch auf Handlungsebene offenbar wird.

Sicher könnte man jetzt argumentieren, da erlebe der Leser doch genau diese Hölle, in die Franz geraten ist, auf ewig unendlich vielen Spiegelbildern auswegslos ins Schwarze Loch zu folgen. Ob das wünschenswert ist, sei dahingestellt.

beste Grüße,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 47
Beiträge: 672

Das goldene Schiff


BeitragVerfasst am: 21.10.2020 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

das erste Drittel ging ich noch mit, aber die Annäherung an das Schwarze Loch, was in Franz Kalo vorgeht, was er sieht, wie es beschrieben wird, die Fragen, die er sich stellt, das hat mich völlig ermüdet. Ich hab's echt versucht. Dazu war mir noch früh klar, dass er sich selbst hinterher fliegt.
Tut mir leid, ich nehme Dich leider nicht mit in die nächste Runde.

Viele Grüße
Silke
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Ribanna
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Alter: 59
Beiträge: 745
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 22.10.2020 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Gekonnt. Tolle Sprache, ideenreiche Geschichte, kenntnisreicher Inhalt. Top.

_________________
Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek wird es Dir an nichts fehlen.
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Gast







BeitragVerfasst am: 22.10.2020 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Stilstisch holprig zu lesen, obwohl die Geschichte selber nicht schlecht ist
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hobbes
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Moderatorin

Beiträge: 4431

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Der silberne Scheinwerfer Ei 4


BeitragVerfasst am: 23.10.2020 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist jetzt eine der Geschichten, wie ich sie befürchtet hatte. Befürchtet, weil: einfach nicht mein Ding. Zu "technisch", zu handlungsorientiert, all das, was ich gern in Geschichten finde (grob gesagt: (zwischen)menschliches) allenfalls in homöopathischen Dosen vorhanden.

Und am Ende war es dann auch wieder nur ein Traum. hmm
Obwohl, vielleicht ja auch nicht, vielleicht passiert das alles auch erst noch. Oder eben auch nicht, weil er es jetzt besser weiß.

*

Ich hatte am Ende acht Geschichten für die letzten zwei Punkte zur Auswahl. Dass du keinen abbekommst, liegt allein daran, dass mich zwei andere einfach einen Tick mehr angesprochen haben. So ganz subjektiv und persönlich.
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RAc
Klammeraffe


Beiträge: 647



BeitragVerfasst am: 23.10.2020 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hat nicht zu Punkten gereicht; auf Grund der Vielzahl der Einreichungen habe ich leider auch keine Zeit für eine detaillierte Rezension (vielleicht später)...
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MoL
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Beiträge: 1802
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 23.10.2020 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Leerer Kommentar. Auf Wunsch kann ein ausführliches Feedback gern bei mir erfragt werden.

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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag 2017.
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"Hexenherz - Goldener Tod", acabus Verlag 2020.
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d.frank
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Alter: 42
Beiträge: 1150
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 23.10.2020 22:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„Fühlst du dich jetzt so dumm, wie du dich fühlen solltest?“


Äääähhhh...ja? Aber ist das jetzt schlimm oder langweilig? Laughing

Also, ehrlich gesagt fühle ich mich mit der Geschichte, ähnlich wie deren Hauptfigur, völlig ziellos ins Nichts fallen. Ich überlege halt noch, ob das jetzt gut oder schlecht und warum von dem Franz jetzt eigentlich der Anzug übriggeblieben ist. Aber dieser Humor, also wirklich. :=)
Eigentlich müsste man allein nur diesen Wort/Sprach/Satz- oder auch Absatzwitz ehren und diesen Autor, der ihn so perfekt hinkriegt. Und bei näherer Betrachtung: Ja, warum eigentlich nicht? Also herzlich Willkommen in meiner Top 3, sehr geehrter Text!


Weil´s Spaß macht und schön ist:

Zitat:
Außer man kompilierte die Energie des Schwarzen Lochs selbst in die zu erzeugende Illusion, was allerdings nur mit umgestülptem Gehirn funktionierte.


Zitat:
Einige Sekunden lang fiel Franz ohne Gedanken dem Nichts entgegen.
Dann einige weitere Sekunden.


Zitat:
Hier eine Sonne, deren Plasma wie Dotter aus einem pochierten und angegabelten Ei auslief.


Zitat:
Franz fiel.
Der Blick ins All ermüdete.
Das Starren auf den zerwürgten Sternenmüll wurde lästig.
Franz, fallend, schloss die Augen, fiel weiter.
Öffnete die Augen wieder, sah einen Mann fallen.
Oh.


Zitat:
Immerhin nicht allein. Bald könnte er Ehrfurcht und Sterbensangst mit jemandem teilen


Zitat:
Franz schloss die Augen und hielt die Luft an, um nicht länger seinen Atem im Nacken zu spüren.
Ihm fiel nichts ein.
Nicht zu atmen war auch keine Lösung.


Punkteedit:

8


Einfach wegen dem Wortwitz. Und weil das auch wirklich schwer zu beschreiben ist, was man da so denkt und fühlt, wenn man sich in der Nähe eines schwarzen Loches befindet, und die Beschreibungen trotzdem so gelungen sind, dass man (oder jedenfalls ich) sie dem Autoren auch ungeprüft abnimmt.
Ich hatte hier erst die Höchstpunktzahl geben wollen, aber was ich meinem endgültigen Gewinnertext vorgeworfen habe, findet sich dann eher hier: Beliebigkeit. Weil außer Bewunderung für die Textsicherheit und das Experiment mit Sprache und Inhalt nehme ich hier nichts mit, und das fehlt mir dann doch schon auch, weil ich Geschichten gern noch ein bisschen mit mir herumtrage, bevor sie im ständigen Ansturm aus Input verschwunden sind.


_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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holg
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Moderator

Beiträge: 2055
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Bronzenes Licht Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 24.10.2020 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

HEULE-Agent rettet sich selbst vom schwarzen Loch.
Zitat:
Nicht zu atmen war auch keine Lösung.


Sehr unterhaltsam.


_________________
Why so testerical?
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chaoticinfinity
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen


Beiträge: 29
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 26.10.2020 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Der Text gefällt mir sehr und erfüllt die Vorgaben. Deshalb gebe ich 10 Punkte
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Eliane
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 835



BeitragVerfasst am: 26.10.2020 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Damit ich die Beiträge einigermaßen gerecht bewerten kann, vergebe ich jeweils maximal 5 Punkte für:
Thema "Licht": 5
Beginn "Stille / Unfall / Verfolgungsjagd": 5
Genre Phantastik: 5
Schreibstil: 5
persönlicher Eindruck: 5
Summe: 25

Okay, DAS ist mal eine Geschichte. Wow. (Veith, Deine, oder? Wüsste niemanden sonst, der das kann und so schreibt!) Vorgaben erfüllt - gut, die Bewegungslosigkeit am Anfang ist vielleicht ein klein bisschen knapp gehalten, aber da. Stilistisch makellos, Sprache auf hohem Niveau, Inhalt perfekt ausbalanciert zwischen Action und Tiefe.

Wenn nicht noch ein anderweitiger Oberhammer kommt, sind das meine 12 Punkte.
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Yorinde
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 34
Beiträge: 169
Wohnort: Stendal


BeitragVerfasst am: 27.10.2020 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe ehrlich gesagt wenig von dem, was du da schreibst, aber du verkaufst es mir so, als wüsstest du genau Bescheid, das macht es mir leicht, deinen Text zu lesen. Falls das jetzt Sinn ergeben hat. Laughing

Zitat:
Hier eine Sonne, deren Plasma wie Dotter aus einem pochierten und angegabelten Ei auslief.


Das Bild finde ich sehr gelungen!

Gegen Ende wurde der Text etwas langatmig für meinen Geschmack, und die Bilder waren etwas überzeichnet, weil die Steigerung der phantastischen Beschreibung des schwarzen Loches m.E. irgendwann ausgereizt war. Aber das ist persönlicher Geschmack. Das Ende war dann wieder gut gelungen.

Viele Grüße, Yorinde


_________________
Es heißt, das Leben schreibe die besten Geschichten. Hin und wieder sollten wir dem Leben aber auch einen Stift leihen.
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Katinka2.0
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 362



BeitragVerfasst am: 27.10.2020 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Autor/in,

deine Geschichte erinnert mich ein wenig an den Film Moon (2009, Regie führte Duncan Jones). Die Handlung ist eine völlig andere, es geht mir um die Begegnung mit sich selbst (ein Astronaut begegnet durch einen Unfall seinem jüngeren Klon, gemeinsam entdecken die beiden weitere Klone, die im Tiefschlaf auf ihren Einsatz warten). Das – die Begegnung mit sich selbst, das Grauen, das man dabei unweigerlich spüren muss – ist etwas, dass du noch besser hättest darstellen können, ist es doch das Schlüsselerlebnis, das Franz erkennen lässt, was mit ihm geschieht.

Aber das ist Kritik auf hohem Niveau, du hast dir sehr viel Mühe gegeben, angefangen mit dem originellen Plot bis hin zu einem gehobenen Sprachstil, der mir jedoch zeitweise etwas zu aufgebläht erscheint. Auffallend ist, dass du jeweils für den ersten und letzten Satz dieselben Wörter benutzt, die Satzteile jedoch umgestellt hast. Schöne Idee, wie ich finde. Dadurch ergibt sich eine vollkommen andere Bedeutung, ist das so von dir beabsichtigt?

Die Wettbewerbsvorgaben hast du meines Erachtens erfüllt.

LG Katinka
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1651



BeitragVerfasst am: 28.10.2020 06:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ach du meine Güte! Solch einen psychedelischen Text habe ich seit den 70ern nicht mehr gelesen. ^^"
Sprachlich großes Kino, aber mir war es zu konfus.


_________________
"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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nicolailevin
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 241
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 28.10.2020 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Franz Kalo ist so etwas wie ein galaktischer Kammerjäger, der versteckte Galaxien und Elemente findet. Hinter einem Spiegel entdeckt er ein Schwarzes Loch und einen Menschen, der von ihm erfasst zu werden droht. Franz beschließt, den Menschen zu retten und steigt durch den Spiegel. Er entdeckt, dass er selbst es ist, den er zu retten versucht und dass er aus seiner Situation nicht entkommen kann. Nach kurzem Kampf mit sich fügt er sich in sein Schicksal, wird von der Anziehungskraft komprimiert und materiell restlos zerstört - und findet sich (wohl in einem Paralleluniversum) exakt in seiner Ausgangssituation wieder.

Ein sehr schönes Stück Science-Fiction, mit Betonung auf Science. Was hier physikalisch möglich ist und was erfunden, erschließt sich mir als Laie nicht, aber es ist egal: Am Rande des Vorstellbaren hat man am meisten Spaß! Es liest sich alles so, als wäre es wahr, daher kann man mit dem Helden mitfiebern, das ist die Kunst, und hier vermitteln mir schon die barocken Begrifflichkeiten („stabilisierender Portalnimbus“) das gute Gefühl, dass alles seine Richtigkeit haben wird.

Mit Vergnügen gelesen.
Punkte: 7
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Constantine
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3279

Goldener Sturmschaden Weltrettung in Bronze


BeitragVerfasst am: 29.10.2020 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour Inko,

ich denke, es steckt eine ambitionierte Idee hinter der Geschichte und ich finde auch, es wurde versucht, dieser Idee mehr Gewicht und Anspruch zu geben, in dem aus einer eher actionlastigen Story existenziell-philosophische Fragen des Protagonisten eingewoben worden sind.
Leider verliert mich die Story zwischen redenden Köpfen, wo ich raten muss, wer gerade spricht, und einer Gedankenschwere, die in Banalität verpufft.

Zitat:
Was hatte Franz schon zu verlieren?
Nichts.
Alles.

Well. Mir ist das zu wenig und leider zu nichtssagend und zu leerphrasig, als dass  mich das Schicksal von Franz interessieren würde.

Es tut mir leid: zéro points.

Merci beaucoup.
Constantine
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Abari
Geschlecht:männlichAlla breve

Alter: 41
Beiträge: 1573
Wohnort: ich-jetzt-hier
Der bronzene Durchblick


BeitragVerfasst am: 30.10.2020 23:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hervorragend. Das hat sich gelohnt zu lesen.

_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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