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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Rückblenden - Anlass u. Übergang finden u. szenische Rückblende


 

 
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PikaCat
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 45



BeitragVerfasst am: 21.10.2018 09:30    Titel: Rückblenden - Anlass u. Übergang finden u. szenische Rückblende eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Hallo,

meine Aufgabe ist, eine Rückblende szenisch zu schreiben u. einen passenden Übergang zu finden. mit 4000 Zeichen nur Sad
Für die Szene sind folgende Vorgaben angegeben:
eine Frau sucht seit Wochen nach ihrem verschwundenen Mann im Dschungel, endlich hat sie ihn bei Widerstandskämpfern gefunden u. ist endlich alleine mit ihm, sie hat tausend Fragen an ihn, doch er weicht aus u. versucht Romantik aufkommen zu lassen, als er mit ihr schlafen will, bekommt sie plötzlich Angst vor ihm....aber warum? In der Rückblende soll die Frau sich an etwas erinnern, was es ihr unmöglich macht, mit ihrem Mann zu schlafen.

Eure PikaCat

Die Szene:


Die Sonne war untergegangen und die Hitze des Tages kühlte ab. Im Camp der Widerstandskämpfer wurde es ruhiger als Jack endlich zu Mona ins Zelt kroch.

„Jack, endlich. Das ich dich doch noch gefunden habe, ich kann es immer noch nicht glauben.“, sprudelte es aus Mona heraus. „Wie bist du denn an diese Leute geraten? Du warst einfach spurlos verschwunden, an dem Abend. Warum hast du dich denn nicht gemeldet?“

Statt ihr zu antworten blickte Jack sie lächelnd mit strahlenden Augen an, als hätte er einen verloren geglaubten Schatz gefunden. Er hockte sich vor Mona auf die Schlafdecken und hob einen Zeigefinger an seine Lippen. „Pst, vergess das alles um uns herum. Schließ die Augen. Weißt du noch, damals am Strand. Im Schatten der Palme. Das Meeresrauschen.“, flüsterte er ihr ins Ohr.

„Aber…“, setzte Mona erneut an.

Doch Jack erstickte ihre Worte schnell mit einem langen, zarten Kuss auf ihren Mund und nahm sie in seine starken Arme. Mona ergab sich seiner sinnlichen Verführung und schloss die Augen. So sehr hatte sie sich die letzten Wochen nach seiner Nähe und Zärtlichkeit gesehnt. Jack umfasste sanft mit beiden Händen ihren Kopf und liebkoste ihr Gesicht mit seinen Lippen. Seine Küsse wurden leidenschaftlicher, führten zu ihren Schultern und bedeckten ihren Hals und ihr Dekolletee. Unter ihrer Bluse streichelten seine Hände über ihre warme Haut. Mona legte ihre Arme um seinen Hals und genoss seine liebevollen Berührungen.

Plötzlich wurde Mona übel. Die wohltuenden Wellen der beglückenden Erregung wurden jäh durch ein hochdrängendes Missbehagen geglättet. Ihre Muskeln verspannten sich unter ihrer Haut und erstickten jegliche leidenschaftliche Gefühle.

Jacks Nähe fühlte sich auf einmal beengend und bedrohlich an. Seine Lippen waren rau geworden vom Dschungelleben und nahmen ihr nun die Luft zum Atmen. Seine ungewohnten Bartstoppeln versetzten ihr unangenehme Stiche. Seine vom Kämpfen harten und zerkratzten Hände schmiergelten eisig über ihre weiche Haut. Er roch fremd und beängstigend nach Alkohol, Schweiß und Aggression. Längst vergessen geglaubte Bilder stiegen hinter ihren geschlossenen Lidern auf.

Es fühlte sich wie damals an. Sie war ein Teenager gewesen und hatte gerade ihre erste große Liebe kennen gelernt.

„Hi, da bist du ja endlich“, hatte Mona Roger erleichtert begrüßt. „Mir ist es unheimlich hier alleine im Dunkeln. Fällt das denn wirklich nicht auf, wenn du weg bist? Du kriegst doch sicher mächtig Ärger dann?“

Roger leistete seinen Bundeswehrdienst ab. Es war Sommer und seine Einheit an diesem Wochenende wegen einem Überlebenstraining in der Nähe ihrer Heimat. Frisch verknallt und verärgert wegen dem unfreien Wochenende hatte Roger darauf gedrängt, sich mit Mona nach Sonnenuntergang im Wald am Rande des Übungsgeländes zu treffen.

„Psst, meine Schöne“, entgegnete Roger scharf.

Er umschlang sie mit seinen muskelösen Armen, zog sie ganz fest an sich und küsste sie wild.

„Roger, nicht, ich kriege keine Luft mehr“, presste sie unter seinen Küssen hervor und löste sich aus seiner Umklammerung.

„Ich liebe dich so sehr. Ich brauche dich. Komm zu mir“, hauchte Roger leicht lallend, zog Mona mit sich auf die ausgebreitete Decke und bedrängte sie erneut mit Küssen.

„Roger, nicht…“, stieß Mona erschrocken aus und versuchte ihn von sich zu drücken.

Aber Roger schien sie gar nicht mehr recht wahrzunehmen und hielt sie fest in seinen Armen. Er stierte sie kurz mit gierigeren Augen an und drückte sie dann mit seinem muskulösen Körper zu Boden. Mona schlug ihm panisch mit den Händen auf den Rücken während sie kaum atmen konnte mit seinen Lippen auf ihren Mund und seinem Gewicht auf ihrem Leib. Roger hieb ihr heftig seine schmutzige, hornhautraue Hand ins Gesicht.

„Halt still“, brüllte er.

In Mona verkrampften sich alle Muskeln vor Schreck und geschockt bliebt sie reglos liegen. Sie schloss die Augen und versuchte seine kalten, groben Hände überall an ihrem Körper nicht zu spüren. Sie atmete kaum, um seine verschwitzte Haut und seinen nach Alkohol riechenden Atem nicht zu riechen und kämpfte gegen die aufkommende Übelkeit an. Er riss ihr den Schlüpfer runter und drang schmerzhaft in sie ein.

Als Roger sich in ihr ergossen hatte, ließ er wortlos von ihr ab und verschwand. Mona blieb gelähmt vor Entsetzen in einem Panzer aus Schmerzen bis tief in der Nacht dort liegen. Sie hatte Roger niemals wieder gesehen und nie über den Vorfall ein Wort verloren. Sie hatte es einfach aus ihren Erinnerungen gestrichen und verdrängt.

Doch jetzt holte sie dieser Albtraum überraschend wieder ein.

„Jack, halt. Bitte.“, bat Mona und löste sich aus seiner Umarmung. „Entschuldige.“, setzte sie schüchtern nach während sie zur Seite sah.

„Nein, du hast ja Recht. Wir haben bisher kaum miteinander sprechen können und natürlich hast du tausend Fragen und ich bin dir einige Erklärungen schuldig. Stattdessen überfalle ich dich hier so.“ sagte Jack und suchte zärtlich ihre Hände mit den seinen und ihren Blick mit seinen Augen. „Was ist mit dir? Ist alles okay. Du bist ganz blass.“

„Ja, ja, nur ein bisschen schwindelig von all der Aufregung. Ich bin so froh, dass ich dich endlich gefunden habe.“, antwortete sie und küsste ihn kurz auf den Mund. „Kannst du mir das Wasser bitte rübergeben?“

„Natürlich. Hier.“

Mona trank gierig und spülte den schlechten Geschmack im Mund sowie die unerwünschten Erinnerungen und Gefühle entschlossen mit dem Wasser runter. Irgendwann würde sie Jack vielleicht mal von der Narbe auf ihrer Seele erzählen. Doch nicht jetzt, beschloss sie.

„Erzähl. Wie bist du hierhergekommen und was tust du hier?“, fragte sie und setzte die Flasche ab.

„Also,……“

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PikaCat
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 45



BeitragVerfasst am: 01.11.2018 10:52    Titel: leichte Überarbeitung des Textes pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

schade, dass noch niemand etwas zur Szene gesagt hat Sad

Mich würde interessieren, ob ihr den Übergang zur Rückblende als natürlich und fließend empfindet oder evtl. als zu plötzlich/ sinnlos eingeschoben?!

Und ob ihr die Szene in der Rückblende erleben/mitfühlen könnt, euch die Zusammenhänge plausibel scheinen.

Natürlich auch gerne, ob sich die ganze Szene fließend lesen lässt und ihr mit der Prota mitfühlen könnt.

Vielen Dank für ein Feedback,
Eure PikaCat


Die Sonne war untergegangen und die Hitze des Tages kühlte ab. Im Camp der Widerstandskämpfer wurde es ruhiger als Jack endlich zu Mona ins Zelt kroch.

„Jack, endlich. Das ich dich doch noch gefunden habe, ich kann es immer noch nicht glauben.“, sprudelte es aus Mona heraus. „Wie bist du denn an diese Leute geraten? Du warst einfach spurlos verschwunden, an dem Abend. Warum hast du dich denn nicht gemeldet?“

Statt ihr zu antworten blickte Jack sie lächelnd mit strahlenden Augen an, als hätte er einen verloren geglaubten Schatz gefunden. Er hockte sich vor Mona auf die Schlafdecken und legte seinen Zeigefinger auf ihre Lippen. „Pst, vergess das alles um uns herum. Schließ die Augen. Weißt du noch, damals am Strand. Im Schatten der Palme. Das Meeresrauschen.“, flüsterte er ihr ins Ohr.

„Aber…“, setzte Mona erneut an.

Doch Jack erstickte ihre Worte schnell mit einem sehnsüchtigen Kuss auf ihren Mund und nahm sie in seine starken Arme. Mona ergab sich seiner sinnlichen Verführung und schloss genießerisch die Augen. So sehr hatte sie sich die letzten Wochen nach seiner Nähe und Zärtlichkeit gesehnt. Jack umfasste sanft mit beiden Händen ihren Kopf und streichelte ihr Gesicht mit seinen Lippen. Seine Küsse wurden leidenschaftlicher, führten zu ihren Schultern und bedeckten ihren Hals und ihr Dekolletee. Unter ihrer Bluse spürte sie seine kraftvollen Hände sanft über ihre nach Berührung hungernde Haut streichen. Mona legte ihre Arme um seinen Hals und genoss seine so schmerzlich vermissten, zarten Liebkosungen.

Plötzlich wurde Mona übel. Die wohltuenden Wellen der beglückenden Erregung wurden jäh durch ein hochdrängendes Missbehagen geglättet. Ihre Muskeln verspannten sich unter ihrer Haut und erstickten jegliche leidenschaftliche Gefühle.

Jacks Nähe fühlte sich auf einmal beengend und bedrohlich an. Seine Lippen waren rau geworden vom Dschungelleben und nahmen ihr nun die Luft zum Atmen. Seine ungewohnten Bartstoppeln versetzten ihr unangenehme Stiche. Seine vom Kämpfen harten und zerkratzten Hände schmiergelten eisig über ihre weiche Haut. Er roch fremd und beängstigend nach Alkohol, Schweiß und Aggression. Längst vergessen geglaubte Bilder stiegen hinter ihren geschlossenen Lidern auf.

Es fühlte sich wie damals an. Sie war ein Teenager gewesen und hatte gerade ihre erste große Liebe kennen gelernt.

„Hi, da bist du ja endlich“, hatte Mona Roger erleichtert begrüßt. „Mir ist es unheimlich hier alleine im Dunkeln. Fällt das denn wirklich nicht auf, wenn du weg bist? Du kriegst doch sicher mächtig Ärger dann?“

Roger leistete seinen Bundeswehrdienst ab. Es war Sommer und seine Einheit an diesem Wochenende wegen einem Überlebenstraining in der Nähe ihrer Heimat. Frisch verknallt und verärgert wegen dem unfreien Wochenende hatte Roger darauf gedrängt, sich mit Mona nach Sonnenuntergang im Wald am Rande des Übungsgeländes zu treffen.

„Psst, meine Schöne“, entgegnete Roger scharf.

Er umschlang sie mit seinen muskelösen Armen, zog sie ganz fest an sich und küsste sie wild.

„Roger, nicht, ich kriege keine Luft mehr“, presste sie unter seinen Küssen hervor und löste sich aus seiner Umklammerung.

„Ich liebe dich so sehr. Ich brauche dich. Komm zu mir“, hauchte Roger leicht lallend, zog Mona mit sich auf die ausgebreitete Decke und bedrängte sie erneut mit Küssen.

„Roger, nicht…“, stieß Mona erschrocken aus und versuchte ihn von sich zu drücken.

Aber Roger schien sie gar nicht mehr recht wahrzunehmen und hielt sie fest in seinen Armen. Er stierte sie kurz mit gierigeren Augen an und drückte sie dann mit seinem muskulösen Körper zu Boden. Mona schlug ihm panisch mit den Händen auf den Rücken während sie kaum atmen konnte mit seinen Lippen auf ihren Mund und seinem Gewicht auf ihrem Leib. Roger hieb ihr heftig seine schmutzige, hornhautraue Hand ins Gesicht.

„Halt still“, brüllte er.

In Mona verkrampften sich alle Muskeln vor Schreck und geschockt bliebt sie reglos liegen. Sie schloss die Augen und versuchte seine kalten, groben Hände überall an ihrem Körper nicht zu spüren. Sie atmete kaum, um seine verschwitzte Haut und seinen nach Alkohol riechenden Atem nicht zu riechen und kämpfte gegen die aufkommende Übelkeit an. Er riss ihr den Schlüpfer runter und drang schmerzhaft in sie ein.

Als Roger sich in ihr ergossen hatte, ließ er wortlos von ihr ab und verschwand. Mona blieb gelähmt vor Entsetzen in einem Panzer aus Schmerzen bis tief in der Nacht dort liegen. Sie hatte Roger niemals wieder gesehen und nie über den Vorfall ein Wort verloren. Sie hatte es einfach aus ihren Erinnerungen gestrichen und verdrängt.

Doch jetzt holte sie dieser Albtraum überraschend wieder ein.

„Jack, halt. Bitte.“, bat Mona und löste sich aus seiner Umarmung.

„Entschuldige.“, setzte sie schüchtern nach während sie zur Seite sah.

„Nein, du hast ja Recht. Wir haben bisher kaum miteinander sprechen können und natürlich hast du tausend Fragen und ich bin dir einige Erklärungen schuldig. Stattdessen überfalle ich dich hier so.“ sagte Jack und suchte zaghaft ihre Hände mit den seinen und ihren Blick mit seinen Augen. „Was ist mit dir? Ist alles okay. Du bist ganz blass.“

„Ja, ja, nur ein bisschen schwindelig von all der Aufregung. Ich bin so froh, dass ich dich endlich gefunden habe.“, antwortete sie und küsste ihn kurz auf den Mund. „Kannst du mir das Wasser bitte rübergeben?“

„Natürlich. Hier.“

Mona trank gierig und spülte den schlechten Geschmack im Mund sowie die unerwünschten Erinnerungen und Gefühle entschlossen mit dem Wasser runter. Irgendwann würde sie Jack vielleicht mal von der Narbe auf ihrer Seele erzählen. Doch nicht jetzt, beschloss sie.

„Erzähl. Wie bist du hierhergekommen und was tust du hier?“, fragte sie und setzte die Flasche ab.

„Also,……“
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 38
Beiträge: 840
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 01.11.2018 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

manchmal muss man sich hier in Geduld üben. Das ist schwer, wenn man grade nach irgendeiner Antwort lechzt, aber das gehört nun mal dazu.

Zu Deinem Text/Deinen Fragen.

Die Rückblende läuft, finde ich. Was mich mehr gestört hat, waren die vielen "süßen" Adjektive, die mir für ein Camp (welches auch immer, das darf Dein Geheimnis bleiben) doch überzogen daherkamen. Ich bin kein Feind von Adjektiven, aber rate Dir, noch einmal über die Menge und ihren Gestus nachzudenken. Es sei denn, Du möchtest einen sehr weichen Liebesroman schreiben, dann könnte es so schon passen. Allerdings bin ich dann der falsche Ansprechpartner.

Die Adjektive und Bilder, die Du verwendest, sind ein bisschen altbacken und - verzeih - wirken auf mich etwas verkitscht. Das ist, angesichts der Ideen, die Du hast, ein bisschen schade. Wo willst Du denn mit dem Text hin? Abenteuer und Liebe sind große Begriffe, die schwer zu vereinen sind, glaube ich. Das Ziel könnte dann ein Kompromiss sein, bestenfalls eine Win-win-Situation für beide.

Lass Dich nicht von mir entmutigen. Du schaffst das schon.


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Ruyi
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 155
Wohnort: in meiner eigenen kleinen Welt


BeitragVerfasst am: 01.11.2018 12:29    Titel: Re: leichte Überarbeitung des Textes Antworten mit Zitat

PikaCat hat Folgendes geschrieben:
Mich würde interessieren, ob ihr den Übergang zur Rückblende als natürlich und fließend empfindet oder evtl. als zu plötzlich/ sinnlos eingeschoben?!


Hi, um kurz deine Frage zu beantworten:

Es tut mir leid, aber ich finde die Rückblende leider „plötzlich/sinnlos eingeschoben“ (sorry, deine Worte Wink). Ich will dir auch sagen wieso:

- Du benutzt zur Einleitung genau diese Worte: plötzlich, jäh, auf einmal. Das ist mir zu einfach (Holzhammer).

- Der Inhalt der Rückblende ließe sich an dieser Stelle meiner Meinung nach auch ohne szenisch ausgearbeitete Rückblende und mit weniger Worten verständlich rüberbringen (womit die Rückblende quasi "sinnlos" ist) – aber gut, das war deine Aufgabenstellung, da will ich nix gesagt haben.

- Wenn eine Rückblende szenisch ausformuliert wird, sollte das geschilderte Ereignis so wichtig sein, dass es so viel Aufmerksamkeit verdient. Das passt ja in deiner Situation. Allerdings könnte die Rückblende das Jetzt ruhig stärker beeinflussen. Monas Reaktion darauf ist ja doch recht schwach (sie macht kaum mehr, als sich mit einem "Jack, halt, bitte" von Jack zu lösen). Da ginge doch mehr - immerhin ist sie in ihrer Vorstellung gerade vergewaltigt worden. So hätte die Rückblende dann auch mehr Daseinsberechtigung. (Falls Mona stärker reagiert, müsste Jack wiederum auf ihre Reaktion reagieren und fragen, was los ist – sonst hätte er meinetwegen im Dschungel versauern können Wink).

- Als Klammer für die Rückblende benutzt du: „Längst vergessen geglaubte Bilder stiegen hinter ihren geschlossenen Lidern auf.“ und „Doch jetzt holte sie dieser Albtraum überraschend wieder ein.“ Da bin ich mir nicht sicher. Du markierst damit zwar klar Anfang und Ende der Rückblende, aber die benutzten Bilder habe ich so schon oft gelesen. Außerdem sagen beide Sätze im Prinzip das Gleiche aus.


Fließender fände ich es, wenn du Jacks Berührungen langsam zu Rogers machen würdest, indem du die Absätze (1) und (3) miteinander verweben würdest, bis wir uns dann ganz bei Roger befinden. Dann wäre der Übergang von Romantik zu traumatisierender Rückblende nicht so hart. Aus Absatz (2) würde ich lediglich die Übelkeit und das Versteifen übernehmen und versuchen, in den Rest mit einzubauen.

PikaCat hat Folgendes geschrieben:
(1) Doch Jack erstickte ihre Worte schnell mit einem sehnsüchtigen Kuss auf ihren Mund und nahm sie in seine starken Arme. Mona ergab sich seiner sinnlichen Verführung und schloss genießerisch die Augen. So sehr hatte sie sich die letzten Wochen nach seiner Nähe und Zärtlichkeit gesehnt. Jack umfasste sanft mit beiden Händen ihren Kopf und streichelte ihr Gesicht mit seinen Lippen. Seine Küsse wurden leidenschaftlicher, führten zu ihren Schultern und bedeckten ihren Hals und ihr Dekolletee. Unter ihrer Bluse spürte sie seine kraftvollen Hände sanft über ihre nach Berührung hungernde Haut streichen. Mona legte ihre Arme um seinen Hals und genoss seine so schmerzlich vermissten, zarten Liebkosungen.

(2) Plötzlich wurde Mona übel. Die wohltuenden Wellen der beglückenden Erregung wurden jäh durch ein hochdrängendes Missbehagen geglättet. Ihre Muskeln verspannten sich unter ihrer Haut und erstickten jegliche leidenschaftliche Gefühle.

(3) Jacks Nähe fühlte sich auf einmal beengend und bedrohlich an. Seine Lippen waren rau geworden vom Dschungelleben und nahmen ihr nun die Luft zum Atmen. Seine ungewohnten Bartstoppeln versetzten ihr unangenehme Stiche. Seine vom Kämpfen harten und zerkratzten Hände schmiergelten eisig über ihre weiche Haut. Er roch fremd und beängstigend nach Alkohol, Schweiß und Aggression. Längst vergessen geglaubte Bilder stiegen hinter ihren geschlossenen Lidern auf.


Im Absatz (1) finde ich „ersticken“ und „sich ergeben“ nicht so schön. Das klingt nicht nach Romantik, sondern schon eingangs zu sehr nach Roger (zumal das ersticken in Absatz (2) dann als unromantisch etabliert wird). Außerdem dürfte Mona im romantischen Teil etwas proaktiver sein. So lässt sie alles einfach über sich ergehen. Kurz bevor sie dann ganz in die Rückblende gleitet, könnte Mona auch schon mal zaghaft versuchen, Jack auf Abstand zu bringen.

Es tut mir sehr leid, dass mein Kommentar nicht positiver ausfällt. Ich hoffe, dass ich dir wenigstens irgendwie weiterhelfen konnte.

LG
Ruyi
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PikaCat
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BeitragVerfasst am: 02.11.2018 14:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Abari,
vielen Dank für deine prompte Anwort. Mein   Sad   sollte auch keine Kritik an die dsfo-er sein! Nur meine - sicherlich jedem hier bekannte - Ungeduld nach einem feedback unterstreichen. In diesem Fall eine gesteigerte Ungeduld, da der Einsendeschluss für die Aufgabe nahte.

Ich möchte - zum Glück Smile - nichts weiter mit dem Text erarbeiten, es ist (nur) eine Übung zum Thema "Rückblenden".

Denn Liebesromane und -szenen sind auch so gar nicht mein Ding. So ist diese Szene auch meine aller Erste dieser Art.

Da ich absolute Schreibanfängerin bin, würde ich mich auch mit Diagnose "krankhafte Selbstüberschätzung" um eine Therapie bemühen, wenn ich meine Texte für "perfekt" und Bestseller verdächtig hielte. Wink

Daher danke ich dir, dass du dir die Zeit für ein feedback genommen hast. Und ich kann dir nur zustimmen. Aber oft muss man halt erst mit der Nase draufgestupst werden, um die Dinge zu erkennen.

Herzlichen Gruß
PikaCat
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PikaCat
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 45



BeitragVerfasst am: 02.11.2018 14:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi Ruyi,
auch dir vielen Dank für dein detailliertes feedback.

Laut Aufgabe sollte halt eine szenische Rückblende geschrieben werden, welche erklärt, warum die Frau jetzt nicht mit ihrem Mann schlafen will/kann.

Aber dein Hinweis, den  Übergang zur Rückblende besser etwas fließender zu gestalten und die Frau noch deutlicher reagieren zu lassen, finde ich gut. Ebenso deine weiteren Anregungen!

So im Nachhinein frage ich mich, warum mir einige der Kritiken nicht direkt ins Auge gesprungen sind! Ich hoffe auf einen Lerneffekt für zukünftige Texte. Smile

Herzlichen Gruß
PikaCat
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