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Am See


 

 
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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 30.07.2018 15:56    Titel: Am See eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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-

Am See

War's schon spät kurz vorm Schließen der Geschäfte. Ging ich schnell noch
in den tenk_Laden an der Ecke Rue Braquerelle, Ave Toulousse; und gleich
ein Hallo. Carnevalle pom Renault ne echt herzliche Seele. Steht auf einem
Holzbein. Cool, wenn sich die Luft daraus entleert, wie ein heimlicher Furzl,
natürlich nur eine Figuration. Zuweil braucht der Raum Störungen, würden

sie intervenieren, Krusten im Hirn aufbrechen ; unsre bleibende Sehnsucht

Was war der Grund? Plauderte mit Car über das Wetter, in dieser Sekunde
kam mir Rueti in den Sinn. Der Alte von der Mulchwiese kenn ihn; gestern
noch bucklig und heute fast kind-leicht auf dem Dreirad [ ja Topf die Ente ],

nimmt einen Kiesel swingt über den Mondschein spuckt drei, vier fünf fast
sieben Mal, knapp an der Blechtrommel vorbei, swimmt da als Markierung
wofür? weiß keiner genau; hat’s mich schon gewurmt. Der alte Rueti plötz
lich hüpffidel grade jetzt, wollt ich auf den Birnbaum in die Diogenestonne.


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Stimmgabel
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Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 31.07.2018 13:07    Titel: Re: Am See pdf-Datei Antworten mit Zitat

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in der tank_Stelle am See


War's schon spät kurz vorm Schließen der Geschäfte. Ging ich schnell noch
in den tenk_Laden an der Ecke Rue Braquerelle, Ave Toulousse; und gleich
ein Hallo. Carnevalle pom Renault ne echt herzliche Seele. Steht auf einem
Holzbein. Cool, wenn sich die Luft daraus entleert, wie ein heimlicher Furzl,
natürlich nur eine Figuration. Zuweil braucht der Raum Störungen, würden

sie intervenieren, Krusten im Hirn aufbrechen ; unsre bleibende Sehnsucht

Was war der Grund? Plauderte mit Car über das Wetter, in dieser Sekunde
kam mir Rueti in den Sinn. Der Alte von der Mulchwiese kenn ihn; gestern
noch bucklig und heute fast kind-leicht auf dem Dreirad [ ja Topf die Ente ],

nimmt einen Kiesel swingt über den Mondschein spuckt drei, vier fünf fast
sieben Mal, knapp an der Blechtrommel vorbei, swimmt da als Markierung
wofür? weiß keiner genau; hat’s mich schon gewurmt. Der alte Rueti plötz
lich hüpffidel grade jetzt, wollt ich auf den Birnbaum in die Diogenestonne.


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 01.08.2018 10:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Teil II  / fort setzt sich hin _____________________ :


Der think tank bei Carnevalle Pom hat echt was. Darf ich sie aufgreifen, hier im tenk_Raum, die fliegenden Gedanken hindurch all der Spinnweben, frei und doch durchsichtig vernetzt; und hetzen nicht. Ein Besuch lohnt sich immer, erst recht kurz vor Ladenschluss, ist dann alles so anders entspannt … Change. Die Vorfreude aufs anders. Sehe plötzlich so deutlich die Metamorphose vom alten Rueti; es kann also passieren. Welch ein Zufall, mein unbewusster Drang in die Diogenestonne ... auf den Birnbaum zu klettern. Eine Vorahnung zufällig parallel, werde es tun.

Wartet sie auf mich : Hey Jung, komm mal rüver, willste ne Birn?

erinnre mich, an Opa. Damals, als er mir Sachen erzählte, und so viele davon  / erinnert mich an Rueti. Wohl so alt wie damals Ops, sprang dann auch eines Tags wie neu geboren um um, und am Abend war er tot, einfach so. Sah ihn im Lehnsessel, sein geliebter Thonet, beige-röt fasrig und knarrte so lebendig; sah also Opa darin ganz ruhig sitzen, als lächelte er … irgendwie, ein 'endlich' und gelassen entspannt



---------------------… nur ein Hilfslink ohne Bedeutung !! https://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?p=1211219#1211219

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Heidi
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Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 03.08.2018 23:02    Titel: Re: Am See Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
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Am See

War's schon spät kurz vorm Schließen der Geschäfte. Ging ich schnell noch
in den tenk_Laden an der Ecke Rue Braquerelle, Ave Toulousse; und gleich
ein Hallo. Carnevalle pom Renault ne echt herzliche Seele. Steht auf einem
Holzbein. Cool, wenn sich die Luft daraus entleert, wie ein heimlicher Furzl,
natürlich nur eine Figuration. Zuweil braucht der Raum Störungen, würden

sie intervenieren, Krusten im Hirn aufbrechen ; unsre bleibende Sehnsucht

Was war der Grund? Plauderte mit Car über das Wetter, in dieser Sekunde
kam mir Rueti in den Sinn. Der Alte von der Mulchwiese kenn ihn; gestern
noch bucklig und heute fast kind-leicht auf dem Dreirad [ ja Topf die Ente ],

nimmt einen Kiesel swingt über den Mondschein spuckt drei, vier fünf fast
sieben Mal, knapp an der Blechtrommel vorbei, swimmt da als Markierung
wofür? weiß keiner genau; hat’s mich schon gewurmt. Der alte Rueti plötz
lich hüpffidel grade jetzt, wollt ich auf den Birnbaum in die Diogenestonne.


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Hallo Stimmgabel,

ein tenk_Laden. Interessantes Bild, das ich mir erst beweglich vorgestellt hatte. Ich war deshalb überrascht, dass der Ich-Erzähler auf einen Menschen mit Holzbein trifft. Ein Mensch, der (auch) Auto-benannt ist mit Karneval - den lese ich fleischlich und Spaß und Feiern und Verkleiden, den Renault dann zwar beweglich, weil sich ein Wagen bewegen kann, aber dann auch hart ist, aus Metall und mechanisch. Eher unflexible Beweglichkeit. Der Ich-Erzähler denkt dann auch an einen Furz, an Luftbwegung, die das Hirn entkrusten. Offenbar ist im tenk_Laden Ladenhüterzeit. Und diese Sehnsucht, sie bleibt, es ist keine die kurzfristig ist, sie bleibt vorhanden in Carnevalle pom Renault - denkt der Ich-Erzähler.

Dann ein Schwenk zum Wetter. Worüber kann Mensch immer reden: darüber. Und Rueti. Er fasziniert mich, dieser Alte. Mulchwiese. Ich denke an einen Maulwurf, obwohl mulchen ja nichts mit Maulwürfen zu tun hat, aber wohl wegen Erdmaterial und der Wiese. Ich sehe Hügel. Und umgegrabene Erde.
Rueti erlebt eine Verwandlung. Erst bucklig dann kindleicht. Das kann ich gut nachvollziehen. Je älter er wird, desto jünger wird er.
Topf die Ente. Schwierig damit. Ich mag das Bild, sehe einen Topf der eine Ente fängt, weiß aber noch nichts damit anzufangen. Topfschlagen?

Und der Schluss ist geheimnisvoll. Dieser Kiesel, ich hab schon von ihm gelesen in einem anderen Bereich und ich fand ihn auch dort schon interessant. Er wird geschwungen, also bewegt und der Mondschein ist auch da. Es geht um Gefühl. So lese ich das. Kiesel, der ins Gefühl taucht, in den Mondschein, den Schein aufnimmt.
Und es kommen Zahlen: drei, vier, fünf, fast sieben mal. Von der Drei- zur Siebenerentwicklung im Mondschein. Eine Blechtrommel schwimmt im See als Markierung? Wofür die Frage. Ich weiß es nicht. Und der Ich-Erzähler bestätigt mir das. Eine Blechtrommel, die keiner braucht, keiner weiß was damit sein soll, aber sie ist dennoch da. Etwas Sinnloses? Ohne Sinn. Unsinn.
Aber Rueti ist in der Szene dann hüpffidel, beweglich mit einem Mal. Und Ich will in den Birnbaum. Den denke ich weiblich, passt dann auch zur Diogenessonne. Eine Verschmelzung der Mann-Frau-Seite in Rueti möglicherweise - so sehe ich das Birnbaum-Diogenessonnenbild.

Zum Titel noch: Am See. Ich empfinde Seen als öffnend. Wie ein offenes Auge, das zum Himmel blickt. Aufnimmt, was von oben kommt, spiegelt was oben ist und in der Tiefe unter farbschimmernder Oberfläche, in verschiedenen Nuancen, die von der Beschaffenheit der Umgebung abhängt, befindet sich das Geheimnis.

Liebe Grüße
Heidi


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Berni
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BeitragVerfasst am: 04.08.2018 00:11    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie interessant. Erinnert mich (weiß nicht warum und D.T. verzeih mir) an den Milchwald.
Man liest es, versteht es nicht und doch ist da was, was man versteht. Was einen mitnimmt und man geht eben mit.

Bange wird mir nur, weil Fortsetzungen angekündigt sind. Und denen, mir möge der Autor verzeihen, werde ich nicht mehr folgen können. Zu viel für mich, bin nicht mehr der Jüngste mit fast 59! ...
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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 05.08.2018 17:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

Hallo Heidi.

oh ja, sind hier im Text diese drei Hauptprotagonisten, dieses ICH, Carnevalle pom Renault und Rueti in irgendwie direkter Bindung miteinander  / scheinen sich insbesondere Prot-ich und Prot-Car gut zu kennen [ aus ihren tenk_Treffen ]. Ergänzen sich vielleicht ja auch im Besonderen? Prot-ich, das hier tenken kann, vor allem auch darf und Carnevalle, der ein lahmendes, verschmitzt inszeniertes Holzbein hat. Weiß Car um die belebenden Raumstörungen bzgl des Tenken, insbesondere in seinem tenk_Laden  / legt er zuweil genau solche Störungen dazu ... wären es nur Fürze; sicher eine interessante Kombination.

Und die Leichtugkeit des Denkens im scheinbaren Wettergeplänkel … als führte gerade sie hinzu Rueti [ dein figuriertes Maulwurfbild zu Rueti mundet mir vorzüglich  / genau, könnte er doch genau sein, der, der wieder frisch-vergnügt auf Tunnelbaureise unterwegs ist  Smile ]; zudem sicher ein Moment, den ebenso diesen tenk_Raum fasziniert, LI sowieso, sagt hieraufhin: wollte ich ja sowieso in die Diogenestonne, auf den Birnbaum raufkraxeln.

[ kurz ne Frage an dich Heidi:  du sprichst von Diogenessonne; nur ein Verleser? ]

Ahnte Prot-ich von diesem besonderen Ort auf dem Birnbaum, hier Ruetis Metamorphose gelassen zu begreifen. ER, der plötzlich wieder einen Kiesel über den Mondschein hinaus spucken kann, sogar mehrhüpfig [ wie ein spring_Kiesel über den See ] und an dieser dort schwimmenden Blechtrommel vorbei, von der eigentlich keiner weiß, was sie dort soll;

ist aber nicht nur da, ist vor allem im Text erwähnenswert. Sagt sie vielleicht demjenigen etwas, der ihrem Schweigen genau zuhört, vielleicht? Vielleicht gleich einem Zuhören zu diesem See, als wäre er nur da, eben wie ein See scheinbar nur da ist, ist er da …

Heidi hat Folgendes geschrieben:

Zum Titel noch : Am See. Ich empfinde Seen als öffnend. Wie ein offenes Auge, das zum Himmel blickt.

Aufnimmt, was von oben kommt,

spiegelt was oben ist

und in der Tiefe unter farbschimmernder Oberfläche
,

in verschiedenen Nuancen, die von der Beschaffenheit der Umgebung abhängt, befindet sich das Geheimnis.
.



Und kurz zu dieser lautischen Tonage:  ja, Topf die Ente. … ist für mich ein quasi Heureka … eine Art erstaunender Lustschrei  Wink


Heidi, ein fröhpfeif deinem Besuch in diesem tenk_Laden … als gäb's so etwas wirklich, vielleicht ja, wer's will?


tchüüsss, Frank

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firstoffertio
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BeitragVerfasst am: 05.08.2018 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hätte Braque Autos gemalt (hat er?), würde ich angenommen haben, der Autor hätte sich so ein Bild angeguckt. Hingegen hat er selber eins gemalt?
Kurz vor Ladenschluss, in See seines  eigenen Denktanks, bevor das Benzin alle ging, und seine Blechtrommel bereits zu stottern begann?
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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 05.08.2018 23:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

Berni hat Folgendes geschrieben:

Irgendwie interessant. Erinnert mich (weiß nicht warum und D.T. verzeih mir) an den Milchwald.
Man liest es, versteht es nicht und doch ist da was, was man versteht. Was einen mitnimmt und man geht eben mit.
.


Berni, meinst du es so in etwa?


-

        ________________  at the lake by Carnevalle


        agood reason to stay, painting illusions, going,
        or drive a car through the blue sea of trees  [

        Lilith's Bugatti ] garlic, irre, both meta_Ghosts
        think alike; have born Magritte's 'no pipe born


an idea  / the flying leaveswind book in the moon-sea. Kupar, do you feel the tickle? look through anthracite shrubs into the wood; only a moment later they are under the coffee grounds. Wow, happens now, a clownforest, pink branches and yellow roots wander over the needle-floor; and there, a purple apple-fruit beetle licks a  poison-green tomato, just crazy ...

above it, an umbrella of whipped cream. White flakes falling down, seems do be snow, comes to you. All over is move, motions and in the sea of trees live sleeping fishes, dancing fishes, fishes everywhere.

And in between you'll see Rueti, an old humpback tree on the mulch meadow. Hey, believe it, he ist it; your deep in you longing for music, the desire for a little coin [ in it the dream of loving skin ] rolls over the anthracite asphalt, touches you … fantasy, honyyellow and you are in. The fishes nearby, swimming through your thoughts; into your splintering mind  / it leaves. Why not. Roses have thorns too.

The naked sea-devil has also dreams, here, in the small City, near, fishes drink blue milk. It is true, at table in front of him basks a womanish woman, devoured a deep red giant sea-crab, drips red juice down, loves flies in her breath. Oh sweet maiden it's so crueI. I wish you were not so educated  / closes his eyes, takes his goblet full of tomatoe juice at his lips, drinks, opens the illusion under the coffee grounds.

near the sea

in a wooden house
in a wood forest

the idea …

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Gruß Stimmgabel …

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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018 14:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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firstoffertio hat Folgendes geschrieben:

Hätte Braque Autos gemalt (hat er?), würde ich angenommen haben, der Autor hätte sich so ein Bild angeguckt. Hingegen hat er selber eins gemalt?

Kurz vor Ladenschluss, in See seines  eigenen Denktanks,

bevor das Benzin alle ging, und seine Blechtrommel bereits zu stottern begann?
.



Hallo firstoffertio,

Braque gönnte sich ja real die edelsten Autos, von Alfa bis Rolls, usw …  / interessant, er weigerte sich immer ein Auto als mal_Motiv zu nehmen … hatte aber seinen Alfa Rome in den Zwanzigern mit eigenen Motiven veredelt [ ne einmalige Aktion, quasi in seinen persönlichen Bereich hinein-refelektiert, wär's sein Zugeständnis sich selbst gegenüber Smile ].

Zu Braque und Toulouse Lautrec im Text [ letztlich ja nur Straßennamen ]; sind beide Maler für den ich-Prot, denke ich mir mal visionäre Ideenvorgaben  / malte sich ich-Prot gewiss sein eigenes Gedankenhaus -wiese -layout. Wie auch deine Idee mir mundet, wird dieser tenk_Laden zu seiner eigenen Figuration in ihm selbst … kann ich gut mitgehen,

nimmt sich ich-Prot auch seine beliebige Zeit, diesen Raum gut-fühlig zu betreten [ im Text betritt er ihn ja kurz vor Ladenschluss, vielleicht ja ein Hinweis dafür, sich selbst ungestört, frei zu spüren, insbesondere seine kreativen Gedanken in den See einzutauchen, umgekehrt genauso jene des Sees aufzulesen … vielleicht? ].


Dein stottriges ulk_Bild zu der schweigenden, schwimmenden Blechtrommel sehe ich dann doch etwas anders …  Wink

wieder einen Gruß, Stimmgabel …

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Heidi
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018 21:07    Titel: Re: Am See Antworten mit Zitat

Hallo Stimmgabel,

zuerst die Antwort auf diese Frage:

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
[ kurz ne Frage an dich Heidi: du sprichst von Diogenessonne; nur ein Verleser? ]


Das war/ist tatsächlich ein Verleser, aber einer, der mir ausgesprochen gut gefällt. Die Verbindung von Diogenes und Sonne hat was Erhebendes; Rueti müsste dann quasi die Diogenessonne im Birnbaum erkennen, sie ist vielleicht grad am Aufgehen. Wäre dann eine farbliche Veränderung, die Auswirkung auf das Gesamtbild hätte.
Die Verbindung von Diogenes und Tonne hat was DenkRaum-Füllendes. Ist auch schön. Kann ich mit leben, weil sich so eine Tonne auch gut zwischen den Ästen einbringt.


Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-


in der tank_Stelle am See


War's schon spät kurz vorm Schließen der Geschäfte. Ging ich schnell noch
in den tenk_Laden an der Ecke Rue Braquerelle, Ave Toulousse; und gleich
ein Hallo. Carnevalle pom Renault ne echt herzliche Seele. Steht auf einem
Holzbein. Cool, wenn sich die Luft daraus entleert, wie ein heimlicher Furzl,
natürlich nur eine Figuration. Zuweil braucht der Raum Störungen, würden

sie intervenieren, Krusten im Hirn aufbrechen ; unsre bleibende Sehnsucht

Was war der Grund? Plauderte mit Car über das Wetter, in dieser Sekunde
kam mir Rueti in den Sinn. Der Alte von der Mulchwiese kenn ihn; gestern
noch bucklig und heute fast kind-leicht auf dem Dreirad [ ja Topf die Ente ],

nimmt einen Kiesel swingt über den Mondschein spuckt drei, vier fünf fast
sieben Mal, knapp an der Blechtrommel vorbei, swimmt da als Markierung
wofür? weiß keiner genau; hat’s mich schon gewurmt. Der alte Rueti plötz
lich hüpffidel grade jetzt, wollt ich auf den Birnbaum in die Diogenestonne.


-


In dieser zweiten Version hat sich der Titel verändert. Ich habe gelesen und ansonsten keine Veränderung erkannt.
Die tank_Stelle macht das Werk tiefer, der See bekommt dadurch was Kreislaufiges.

Du hast noch zwei weitere Texte zum Thema. Gibt es noch eine deutsche Version vom Vierten? Das würde mich sehr erfreuen, auch wenn das Original dadurch etwas verlieren wird. Möglicherweise.

Liebe Grüße
Heidi


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Stimmgabel
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BeitragVerfasst am: 10.08.2018 08:45    Titel: Re: Am See pdf-Datei Antworten mit Zitat

-

Heidi hat Folgendes geschrieben:

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
[ kurz ne Frage an dich Heidi: du sprichst von Diogenessonne; nur ein Verleser? ]

Das war/ist tatsächlich ein Verleser, aber einer, der mir ausgesprochen gut gefällt. Die Verbindung von Diogenes und Sonne hat was Erhebendes;

Rueti müsste dann quasi die Diogenessonne im Birnbaum erkennen, sie ist vielleicht grad am Aufgehen. Wäre dann eine farbliche Veränderung, die Auswirkung auf das Gesamtbild hätte.

                                                                        ----------------------------------

Die Verbindung von Diogenes und Tonne hat was DenkRaum-Füllendes. Ist auch schön. Kann ich mit leben, weil sich so eine Tonne auch gut zwischen den Ästen einbringt.
.

Hallo Heidi, deine 'Diogenessonne' gefällt mir auch sehr gut  Smile … überlege mir, dieses quasi doppelte Klang -und Sinnbild in Teil II einzuführen; habe sowieso vor, diesen Teil nochmal etwas nachzufeilen [ etwas zu straffen ];

also ein sehr gelungener Verleser von dir  Smile , danke dafür.

                             --------------------------------------

Heidi hat Folgendes geschrieben:

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

… zur Abänderung des Titels :  in der tank_Stelle am See
.

Die tank_Stelle macht das Werk tiefer, der See bekommt dadurch was Kreislaufiges.
.

So in etwa erhoffte ich mir auch die Titel-Erweiterung, eben jener Tank [ auftanken ] am See, einen weite_Ort für sich selbst zu wissen, Gedanken sich selbst passieren zu lassen, sich darauf einzulassen …

                                                            ------------------------------

Heidi hat Folgendes geschrieben:

Du hast noch zwei weitere Texte zum Thema. Gibt es noch eine deutsche Version vom Vierten? Das würde mich sehr erfreuen, auch wenn das Original dadurch etwas verlieren wird. Möglicherweise.

Liebe Grüße
Heidi
.

Ja, du ahnst es richtig, bin schon dabei, quasi eine deutsche Adaption / Übersetzung davon zu erstellen [ teilweise noch etwas lyrisch Bild-vernetzter in dieser Prosa ] … dauert noch ein Hubberle  Wink

um dann danach nochmals von dieser geästelten Adaption eine gleiche zurück_Überführung ins Englische zu finden, hi hi …   / hatte ich ja diese englische Fassung direkt englisch geschrieben, und meine dbzgl'en Kenntnisse sind dann doch überhaupt nicht nativer Natur Wink , also dann doch eine Behinderung meiner ansonsten kreativen Freiheit und ziselierten Verästelung im Deutschen, hi hi …

wird dieses Stück also noch zeitweilend ein schreib-waches Stück bleiben  / die Grundidee ist mMn schon schreib-wert … vor allem im während des Schreibens immer näher die eigene Idee, ihre ausgetriebenen Äste konturt zu entdecken.

Heidi, wieder ein Freu deines Besuchs  / du siehst, hat mir wieder feine Inspirationen gegeben Smile … du tschüüss, bis dann wieder …  Frank

-


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finis
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Die lange Johanne in Bronze


BeitragVerfasst am: 10.08.2018 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Stimmgabel,

Mir gefällt das ganz außerordentlich gut.

Die formale Gestaltung finde ich sehr interessant, nicht zuletzt wegen ihrer Schlichtheit. Ich habe ganz den Eindruck, dass hier die Wörter auf sich allein gestellt und nur sinnlich portioniert sind.

Alles scheint sich um das Bild des think-tanks/die Diogenestonne zu gruppieren. Und - ich bin mir nicht ganz sicher, aber das war so mein Eindruck - ich habe den Eindruck, dass es das ist, was da unter der Oberfläche schimmert. Der Denkprozess, das Assoziative, der Strudel, zwischendurch die Selbstanalyse...
Und dann die Sehnsucht, die am Ende der Zeile hängenbleibt, wie wenn man seine Gedanken abwendet -

Vor allem Theil 2 hat mich am Genick gepackt, wie er sich auf Theil 1 setzt, bzw. eher eine Schicht darunter legt. Und dann dieser versöhnliche Ribbeck am Schluss, da schieben sich die Bilder meiner eigenen Kindheit dazwischen - weil eben auch dafür genug Platz ist - und der Text rückt mir nochmal ein Stück auf die Pelle.

Ich habe nur auf ein Augenwinken vorbeigeschaut, kann auch gerade gar nicht viel mehr dazu sagen, es war nur eine wirkliche Freude das zu lesen.

Liebe Grüße
finis


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Berni
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BeitragVerfasst am: 10.08.2018 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
-

Berni hat Folgendes geschrieben:

Irgendwie interessant. Erinnert mich (weiß nicht warum und D.T. verzeih mir) an den Milchwald.
Man liest es, versteht es nicht und doch ist da was, was man versteht. Was einen mitnimmt und man geht eben mit.
.


Berni, meinst du es so in etwa?


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        Lilith's Bugatti ] garlic, irre, both meta_Ghosts
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an idea  / the flying leaveswind book in the moon-sea. Kupar, do you feel the tickle? look through anthracite shrubs into the wood; only a moment later they are under the coffee grounds. Wow, happens now, a clownforest, pink branches and yellow roots wander over the needle-floor; and there, a purple apple-fruit beetle licks a  poison-green tomato, just crazy ...

above it, an umbrella of whipped cream. White flakes falling down, seems do be snow, comes to you. All over is move, motions and in the sea of trees live sleeping fishes, dancing fishes, fishes everywhere.

And in between you'll see Rueti, an old humpback tree on the mulch meadow. Hey, believe it, he ist it; your deep in you longing for music, the desire for a little coin [ in it the dream of loving skin ] rolls over the anthracite asphalt, touches you … fantasy, honyyellow and you are in. The fishes nearby, swimming through your thoughts; into your splintering mind  / it leaves. Why not. Roses have thorns too.

The naked sea-devil has also dreams, here, in the small City, near, fishes drink blue milk. It is true, at table in front of him basks a womanish woman, devoured a deep red giant sea-crab, drips red juice down, loves flies in her breath. Oh sweet maiden it's so crueI. I wish you were not so educated  / closes his eyes, takes his goblet full of tomatoe juice at his lips, drinks, opens the illusion under the coffee grounds.

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Gruß Stimmgabel …

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Ja, vielleicht. Wink Daumen hoch²
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 38
Beiträge: 1242
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 13.08.2018 20:56    Titel: Re: Am See Antworten mit Zitat

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Hallo Heidi, deine 'Diogenessonne' gefällt mir auch sehr gut  Smile … überlege mir, dieses quasi doppelte Klang -und Sinnbild in Teil II einzuführen; habe sowieso vor, diesen Teil nochmal etwas nachzufeilen [ etwas zu straffen ];


Hallo Stimmgabel,

das freut mich sehr und ich bin gespannt, wie Teil II sich dadurch verändert.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
also ein sehr gelungener Verleser von dir  Smile , danke dafür.


Danke, hab mich gern verlesen. Smile

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
              
Ja, du ahnst es richtig, bin schon dabei, quasi eine deutsche Adaption / Übersetzung davon zu erstellen [ teilweise noch etwas lyrisch Bild-vernetzter in dieser Prosa ] … dauert noch ein Hubberle  Wink


Yippie, freu mich. Bisher habe ich diesen Teil als sehr zart gelesen, konnte aber nicht so tief reingehen, wegen meiner weniger tiefen Englischkenntnisse.
Aber ich bin beeindruckt, dass du einen so langen Text auf Englisch geschrieben hast.

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Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
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Teil II  / fort setzt sich hin _____________________ :


Der think tank bei Carnevalle Pom hat echt was. Darf ich sie aufgreifen, hier im tenk_Raum, die fliegenden Gedanken hindurch all der Spinnweben, frei und doch durchsichtig vernetzt; und hetzen nicht. Ein Besuch lohnt sich immer, erst recht kurz vor Ladenschluss, ist dann alles so anders entspannt … Change. Die Vorfreude aufs anders. Sehe plötzlich so deutlich die Metamorphose vom alten Rueti; es kann also passieren. Welch ein Zufall, mein unbewusster Drang in die Diogenestonne ... auf den Birnbaum zu klettern. Eine Vorahnung zufällig parallel, werde es tun.

Wartet sie auf mich : Hey Jung, komm mal rüver, willste ne Birn?

erinnre mich, an Opa. Damals, als er mir Sachen erzählte, und so viele davon  / erinnert mich an Rueti. Wohl so alt wie damals Ops, sprang dann auch eines Tags wie neu geboren um um, und am Abend war er tot, einfach so. Sah ihn im Lehnsessel, sein geliebter Thonet, beige-röt fasrig und knarrte so lebendig; sah also Opa darin ganz ruhig sitzen, als lächelte er … irgendwie, ein 'endlich' und gelassen entspannt



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Weiß nicht, ob ich hierzu eine zureichende Interpretation schreiben kann. Ich will es versuchen, aber … als erstes vielleicht: es liest sich schön, nicht verschnörkelt sondern einfach irgendwie und natürlich. Als würde ich von der natürlichsten Sache lesen, weiß nicht.
Bei Carnevalle Pom gibt es den think tank, einen tenk-Raum und der Erzähler darf fliegende Gedanken aufgreifen – das lese ich als Frage. Er fragt sich, ob er sie aufgreifen darf, ist vielleicht zögerlich. Es entsteht ein herrliches Bild dann. Ein Raum, in dem geflügelte Gedanken (ich habs vor Augen und kann es doch nicht beschreiben) herumschwirren, sie sind so frei und authentisch, selbst Spinnweben können ihnen nichts ab. Sie hetzen auch nicht, steht im Text. Das ergibt dann ein Zeitlupenbild, ich glaube, im tenk_Raum befindet sich der Erzähler - und ich mich mit ihm - außerhalb von Raum und Zeit, obwohl es dann doch ein Raum ist – faszinierend.
Kurz vor Ladenschluss ist es anders im think tank, der alte Rueti verwandelt sich dann. Wird er etwa zum Kind? Abends? Ein schöner Gedanke. Der Erzähler steht in meinem Lesen sehr stark im Zusammenhang mit dem alten Rueti; er erlebt den unbewussten Drang in die Diogenestonne zu klettern, auf den Birnbaum. Er ahnt etwas:

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Wartet sie auf mich : Hey Jung, komm mal rüver, willste ne Birn?


Dieser Satz. Wer wartet? Die Diogenestonne. Und dann spricht sie auch noch, einen Text-Sequenz aus „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, diese verlockende Stelle: willste ne Birn? Die Birne ist für mich das Gegenbild zum Apfel, sie empfinde ich als weiblich, den Apfel als männlich. Sie ist vergänglicher, ihre Konsistenz ist kerniger, zu früh geerntet hinterlässt sie einen pelzigen Geschmack auf der Zunge. Wenn sie sehr reif ist, steht sie im Saft und schmeckt außerordentlich süß.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
erinnre mich, an Opa. Damals, als er mir Sachen erzählte, und so viele davon  / erinnert mich an Rueti. Wohl so alt wie damals Ops, sprang dann auch eines Tags wie neu geboren um um, und am Abend war er tot, einfach so. Sah ihn im Lehnsessel, sein geliebter Thonet, beige-röt fasrig und knarrte so lebendig; sah also Opa darin ganz ruhig sitzen, als lächelte er … irgendwie, ein 'endlich' und gelassen entspannt


Und nun dieser Abschluss, die Erinnerung an Opa, der Erzähler erinnert sich an ihn und die Erinnerung an Opa erinnert ihn wiederum an Rueti. Der Erzähler teilt mir mit, dass der Opa einmal wie neu geboren war und herumsprang und dann ist er gestorben, am Abend. Er hat gelächelt, der Opa im Lehnsessel, tot zwar, aber mit einem Lächeln im Gesicht. Ich stelle mir den Opa auch sehr kindlich vor, ähnlich kindlich wie Rueti. Dieses Bild ist schön, mehr kann ich hier nicht sagen. Einfach nur schön. Vielleicht befindet sich Opa jetzt im think thank, weil er so entspannt ist. Vielleicht reicht es in seinem Zustand, dass der Gang in Carnevalle Poms Laden unnötig ist (weil ohnehin unmöglich, aber dennoch auch unnötig).

Liebe Grüße
Heidi


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BeitragVerfasst am: 20.08.2018 15:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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finis hat Folgendes geschrieben:
Lieber Stimmgabel,

Mir gefällt das ganz außerordentlich gut.

Die formale Gestaltung finde ich sehr interessant, nicht zuletzt wegen ihrer Schlichtheitdie Wörter auf sich allein gestellt und nur sinnlich portioniert sind. Alles scheint sich um das Bild des think-tanks/die Diogenestonne zu gruppieren ... dass es das ist, was da unter der Oberfläche schimmert.

Der Denkprozess,
das Assoziative,
der Strudel,

zwischendurch die Selbstanalyse...

Und dann die Sehnsucht, die am Ende der Zeile hängenbleibt, wie wenn man seine Gedanken abwendet.

                ----------------------

Vor allem Theil 2 hat mich am Genick gepackt, wie er sich auf Theil 1 setzt, bzw. eher eine Schicht darunter legt … dann dieser versöhnliche Ribbeck am Schluss ... schieben sich die Bilder meiner eigenen Kindheit dazwischen - weil eben auch dafür genug Platz ist - und der Text rückt mir nochmal ein Stück auf die Pelle.

Liebe Grüße
finis


Hallo finis [ endlich geht's hier weiter  Wink ,

nein nein, war s mir parallel zu meinem zeitaufwendigen  'Gourmet's' nebenan ein immer_Bedürfnis, diesen Faden genauso im Blick zu halten … okay die Sache mit der Zeit  / zumal ich zu diesem Text ebenso noch vieles dazu schreibe;

z. B. hin zu dem gleich folgenden, etwas noch mehr verschlichteten Teil II ]

Und da bin ich auch schon bei meinem ein_Bein Freu darüber, dass dir hier die bewusst gesetzte Schlichtheit ins pro_Auge fiel  Smile … war es auch meine Hoffnung, dass der Leser es empfindet. Wie du es sagst:  dass die Worte sich selbst erzählen wollen, genügte es dicke diesem Gedankenpaket  Smile

deine Ahnung zur inneren text_Wegung  / liegt es wieder an uns, uns die Zeit für Gedanken zu nehmen …

sind sie , nunmal meist komplex und deswegen auch so fragil-flüchtig ; wollen wir sie doch festhalten ;

braucht es ab und an eben genau einen solchen Rückzugs_Raum, jene Rückzugs_Zeit, die wir den Gedanken gönnen müssen, dass sie auch tatsächlich von uns begriffen werden können.

Ist dieser 'think-tank', jene Diogenestonne [ wie es Heidi so toll figurierte : die 'Diogenessonne'  Smile ] doch letztlich in uns selbst, brauchen wir hierfür nur diese eine innere Tür zu öffnen. Macht es hier text_Prot ab und an und breitbein [ bei Carnevalle Pom ],  finden u. a. Erinnerungen ziselierte Spuren zurück und ins Heute hinein  / werden Opa und Rueti, oder z. B. der Birnbaum eine solche zeit-Kombi Figur, die tatsächlich leben.

finis, habe mich über deinen Besuch sehr gefreut … sind es doch für den Text diese wichtigen extra-Gedanken, die ihn selbst weiter bewegen, wie dann im Folgenden die neue, geschlichtete Version zu Teil II

dir erst mal wieder, für diesen Moment ein birniges pfeif_Tschüss,  Stimmgabel …

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BeitragVerfasst am: 20.08.2018 15:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Teil II  / fort setzt sich hin _____________________ :                                 (überarbeitet)


Der think tank bei Carnevalle Pom. Gibt’s wirklich, und ich darf reingehen. Darf sie aufgreifen, hier, fliegende Gedanken, hindurch all der Spinnweben, frei, durchsichtig; und hetzen nicht. Ein Besuch lohnt sich immer, erst recht kurz vor Ladenschluss, ist dann alles so anders, entspannt … Change. Die Vorfreude aufs anders. Sehe plötzlich deutlich die Metamorphose vom alten Rueti; es kann also passieren. Dieser Zufall, meine Idee in die Diogenestonne, auf den Birnbaum rauf klettern. Eine Vorahnung? vielleicht aufs Wirklich; werde es tun.

Wartet sie auf mich, ist da, ruft : Hey Jung, komm man röwer, willste ne Birn? …

erinnre mich an Opa. Ich nannte ihn Ops, damals, als er mir Sachen erzählte, und so viele davon  / seh vor mir Rueti. Wohl ein Alter wie damals Ops. Sprang dann auch eines Tags wie neu geboren um um und am Abend war er tot, einfach so. Sah ihn im Lehnsessel, sein geliebter Thonet, beige-röt fasrig und knarrte ... lebendig; sah also Opa darin. Ganz ruhig sitzen, als lächelte er. Irgendwie, ein 'endlich' und gelassen entspannt.


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