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Der Nebel (Prolog)


 

 
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Detlefflour
Geschlecht:männlichSchreiberassi

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Beiträge: 35
Wohnort: B I E L E F E L D


BeitragVerfasst am: 07.06.2012 10:57    Titel: Der Nebel (Prolog) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo allerseits! Hier nun der Prolog zu einer längeren (noch nicht fertiggestellten) Geschichte. Viel Spaß biem Lesen! Wie gefällt es euch?

Der Nebel

Prolog


Die verlassenen Bahngleise lagen tief im Nebel, man konnte die Hand vor Augen kaum sehen. Einst war hier ein Bahnhof gewesen, doch das war lange her, die Haltestelle war schon so von Pflanzen überwuchert, dass es eines zweiten Blicks bedurfte um sie noch zu erkennen.
Der alte Wolf streckte sich, seine Glieder schmerzten ihn immer besonders bei starker Feuchtigkeit. Er trottete langsam über die Gleise. Er konnte sich noch wage an seine Kindheitstage erinnern in denen noch Züge über die Gleise gefahren waren, damals hatte es hier auch noch Menschen gegeben, doch die waren lange fort. Wie ein Mensch aussah wusste er kaum noch, trotzdem waren die Gleise immer für ihn unterbewusst mit Gefahr verbunden gewesen.
Durch den Nebel waren alle Geräusche der sowieso stillen Umgebung gedämpft, so dass man kaum einen Laut wahrnahm. Der alte Wolf trottete weiter über die Gleise, mit jedem Schritt merkte er, dass die Blüte seines Lebens überschritten war und doch war dies noch nicht das Ende. Das Ende kam schleichend, nicht mit einem Zug der in Sekunden alles auslöschen würde, nein, das Ende war ein Tier das sich leise anschlich, Anlauf nahm und sich dann auf ihn stürzen würde, ein Kampf würde folgen, lang und schmerzhaft und doch würde es nur einen Sieger geben, so war es im Leben nun einmal meistens. Der alte Wolf drehte sich ruckartig um; kaum ein Laut war zu hören, alle Umrisse waren verschleiert durch den Nebel. Seit Jahr und Tag war dies sein Revier.
Die jungen Tage waren schön gewesen, vor allem als die Menschen fortzogen. Sie hatten im Rudel gelebt und als die Menschen weggezogen waren, hatten sie irgendwann das Dorf übernommen, die Natur war dorthin zurückgekehrt, es war ein ausgelassener Frühling des Lebens gewesen. Nun war er alt und allein und die schönen Tage waren nur noch eine dumpfe Erinnerung. Irgendwann waren die meisten Beutetiere verschwunden beziehungsweise ausgestorben, sein Rudel war in Folge dessen immer geschwächter geworden, außerdem waren auch viele von ihnen krank gewesen und verendet oder waren in andere Gebiete gegangen und nie wiedergekehrt, bis nun, nur noch er, der alte Wolf, übrig war.
Das Revier war immer stiller geworden, heute war es dank des Nebels noch lautloser, doch irgendetwas beunruhigte den Wolf. Waren es die Gleise die vibrierten? Das konnte nicht sein, nie mehr war einer dieser Züge hierhin gekommen, seit dem Tag an dem die Menschen fortgegangen waren. Und doch war er sich sicher, dass der Boden gezittert hatte. Instinktiv rannte er über die Gleise hinweg.
Mit einem Mal lichtete sich der Nebel. Dann eine Detonation. Die stärkste die es in dieser Gegend je gegeben hatte. Die gesamte ehemalige Haltestelle erzitterte, Betonbrocken flogen in die Luft, ein Schild mit der ausgeblichenen Aufschrift „hier kein Ausstieg“ flog in die Luft und zerbarst. Eine Holzbank die zerbrochen war fing an zu kokeln, das ganze begleitet von einem unglaublichen Lärm.  Über allem lag jetzt eine Wolke aus Schutt und Asche sowie ein beißender Phosphorgeruch in der Luft.
Im Dorf huschte etwas hinaus in den Wald.

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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


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BeitragVerfasst am: 07.06.2012 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Det!

Ich würde sagen, dein Text ist stark überarbeitungsbedürftig. Hauptsächlich sind mir die sprachlichen sowie logischen Fehler/Unsicherheiten aufgefallen. Ein paar Beispiele:
Zitat:

Die verlassenen Bahngleise lagen tief im Nebel

Was sollen "verlassene" Bahngleise sein? Die Bahngleise werden nicht mehr benutzt: vielleicht nutzlos gewordene Bahngleise etc. Dann erschließt sich mir das "tief" im Nebel auch nicht so richtig. Du meinst wohl (lediglich): sie lagen im dichten Nebel.

Rechtschreibfehler (wage/vage).

Zitat:

man konnte die Hand vor Augen kaum sehen

Wer konnte die Hand nicht mehr vor Augen sehen - es ist doch keiner mehr da?

Doppelte Informationen:
Zitat:

Einst war hier ein Bahnhof gewesen, doch das war lange her

Zitat:

Durch den Nebel waren alle Geräusche der sowieso stillen Umgebung gedämpft, so dass man kaum einen Laut wahrnahm.


Umständliche (technokratische) Ausdrucksweise:
Zitat:

dass es eines zweiten Blicks bedurfte


Verwirrende Zeiten/Perspektive:
Zitat:

Das Ende kam schleichend, nicht mit einem Zug der in Sekunden alles auslöschen würde, nein, das Ende war ein Tier das sich leise anschlich, Anlauf nahm und sich dann auf ihn stürzen würde, ein Kampf würde folgen, lang und schmerzhaft und doch würde es nur einen Sieger geben

Du vermischst hier Vergangenes mit Gedanken an die Zukunft - und das alles aus der Sicht des Wolfes (ohne dass dieser über sein Leben überhaupt nachdenkt - zumindest ist dies im Text nicht erwähnt). Das finde ich nicht gut!

Wortwiederholungen, z.B. "war/waren", "als die Menschen fortzogen/als die Menschen weggezogen waren/seit dem Tag an dem die Menschen fortgegangen waren, "Betonbrocken flogen in die Luft/ein Schild ... flog in die Luft

Logikfehler:
Zitat:

Die jungen Tage waren schön gewesen

Die Tage, als der Wolf jung war. Die "Tage" waren deswegen auch nicht jünger.

Warum lichtet sich eigentlich der Nebel vor der Detonation?

Da die Fehlerdichte in diesem Text ausgesprochen hoch ist, würde ich dich gerne fragen: Wieviel Zeit hast du mit der Überarbeitung dieses Textes verbracht?

BN
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Beobachter
Autor


Beiträge: 736



BeitragVerfasst am: 07.06.2012 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Detlef,

guten Morgen.

Ich finde deinen Einstieg interessant, aber ausbaufähig. Ich werde mal aufführen, was mir so auffällt, ok? (Selbst wenn es nicht ok ist, mache ich es.  Wink )

Der Anfang.

Zitat:
Die verlassenen Bahngleise lagen tief im Nebel, man konnte die Hand vor Augen kaum sehen.


Der erste Teil des Satzes gefällt mir eigentlich ganz gu, der zweite weniger. Mal davon abgesehen, dass "die Hand vor Augen" einen langen Bart hat und ausgelutscht ist, irritiert es spätestens in dem Moment, wenn man merkt, dass alles aus der Sicht des alten Wolfes passiert.

Zitat:
Einst war hier ein Bahnhof gewesen, doch das war lange her, die Haltestelle war schon so von Pflanzen überwuchert, dass es eines zweiten Blicks bedurfte um sie noch zu erkennen.


Puh. Hier geht mir die Luft aus, da du alles nur durch Kommas abtrennst. Die Message ist klar, kommt aber überfallartig. Ich glaube auch, dass es unnötig ist, das "lange her" zu betonen, denn das wird durch die anschließenden Erklärungen deutlich.

Zitat:
Der alte Wolf streckte sich, seine Glieder schmerzten ihn immer besonders bei starker Feuchtigkeit.


Zitat:
Er konnte sich noch wage (vage) an seine Kindheitstage erinnern (Komma) in denen noch Züge über die Gleise gefahren waren, damals hatte es hier auch noch Menschen gegeben, doch die waren lange fort. Wie ein Mensch aussah wusste er kaum noch, trotzdem waren die Gleise immer für ihn unterbewusst mit Gefahr verbunden gewesen.


Wieder so ein Satz, der nach Luft schnappen lässt. Mach nach "über die Gleise gefahren waren" einen Punkt und lass deinen Leser erst mal zur Ruhe kommen. Auch bringt mich das Wort "unterbewusst" völlig aus dem Rhythmus, aber das kann eine subjektive Wahrnehmung sein.

Zitat:
Durch den Nebel waren alle Geräusche der sowieso stillen Umgebung gedämpft, so dass man kaum einen Laut wahrnahm.


Ein bisschen doppeltgemobbelt, oder? Es ist ohnehin still, aber durch den Nebel noch stiller, und weil das so ist, gibt es keinen Laut zu hören?

Zitat:
Das Ende kam schleichend, nicht mit einem Zug (Komma) der in Sekunden alles auslöschen würde, nein, das Ende war ein Tier (Komma) das sich leise anschlich, Anlauf nahm und sich dann auf ihn stürzen würde, ein Kampf würde folgen, lang und schmerzhaft und doch würde es nur einen Sieger geben, so war es im Leben nun einmal meistens.


Der Satz gefällt mir prinzipiell sehr gut. Die Bilder, die in meinem Kopf entstehen, sind wunderbar. Nur ist es hier wie mit den vorherigen Sätzen, die ich ein wenig kritisiert habe. Der Satz ist zu lang und man könnte "nach auf ihn stürzen" problemlos erst einmal zum Punkt kommen, und den letzten Teilsatz völlig streichen.

Zitat:
Der alte Wolf drehte sich ruckartig um; kaum ein Laut war zu hören, alle Umrisse waren verschleiert durch den Nebel.


Yup, das hast du oben schon einmal erwähnt.

Zitat:
Seit Jahr und Tag war dies sein Revier.
Die jungen Tage waren schön gewesen, vor allem (Komma) als die Menschen fortzogen. Sie hatten im Rudel gelebt und als die Menschen weggezogen waren, hatten sie irgendwann das Dorf übernommen, die Natur war dorthin zurückgekehrt, es war ein ausgelassener Frühling des Lebens gewesen.


Natürlich ist mir klar, dass sich das Rudel auf den Wolf bezieht, aber so, wie du es schreibst, meinst du die Menschen, die im Rudel gelebt haben. Für einen Wolf mag es natürlich auch so erscheinen, aber ich denke, das ist es nicht, was du mitteilen wolltest.

Zitat:
Irgendwann waren die meisten Beutetiere verschwunden beziehungsweise ausgestorben, sein Rudel war in Folge dessen immer geschwächter geworden, außerdem waren auch viele von ihnen krank gewesen und verendet oder waren in andere Gebiete gegangen und nie wiedergekehrt, bis nun, nur noch er, der alte Wolf, übrig war.


Warum eigentlich? Wenn sich die Natur sogar soweit erholt hat, dass sie das Dorf, die Gleise und alles ringsherum übernommen hat, warum verschwanden oder starben die Beutetiere? Sollten sie nicht eigentlich in Massen zurückkehren, jetzt, da ihre größten Jäger fort waren?

Zitat:
Das Revier war immer stiller geworden, heute war es dank des Nebels noch lautloser, doch irgendetwas beunruhigte (heute) den Wolf.


Du wiederholst dich mit dem Nebel.

Zitat:
Waren es die Gleise (Komma) die vibrierten?


Zitat:
Mit einem Mal lichtete sich der Nebel. Dann eine Detonation.


Steht das eine mit dem anderen im Zusammenhang?

Zitat:
Die stärkste (Komma) die es in dieser Gegend je gegeben hatte.


Hatte es denn früher regelmäßig Detonationen gegeben?

Zitat:
Die gesamte ehemalige Haltestelle erzitterte, Betonbrocken flogen in die Luft, ein Schild mit der ausgeblichenen Aufschrift „Hier kein Ausstieg“ flog in die Luft und zerbarst.


Großes Kino, gefällt mir.

Zitat:
Eine Holzbank (Komma) die zerbrochen war (Komma) fing an zu kokeln, das Ganze begleitet von einem unglaublichen Lärm.


Das erscheint mir ein bisschen ... banal. Es gibt eine riesige Explosion, überall Rauch, Trümmer, Chaos - und du beschreibst eine kaputte Bank, die ein bisschen kokelt? Und warum gibt es einen Heidenlärm, wenn eine Bank kokelt?

Zitat:
Über allem lag jetzt eine Wolke aus Schutt und Asche sowie ein beißender Phosphorgeruch in der Luft.


Ich denke, du hast hier einen Perspektivwechsel drin. Eigentlich erzählst du aus der Perspektive des Wolfes, aber der wird kaum wissen, was ein Phosphorgeruch ist. Und kann es eine Wolke aus Schutt geben?

Zitat:
Im Dorf huschte etwas hinaus in den Wald.


Entweder ist etwas im Dorf, oder es huscht hinaus, außerdem passiert auch das nicht aus der Perspektive des Wolfes. Vielleicht wäre es hier besser zu schreiben: Der Wolf lag bäuchlings und winselnd wie ein Welpe auf dem Boden und es wäre ihm beinahe entgangen, dass etwas aus dem Dorf huschte. (Okay, ist nicht gerade super gelungen, nur eine Anregung.)

Alles in allem bin ich interessiert, wie es weiter geht.
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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 07.06.2012 13:12    Titel: Re: Der Nebel (Prolog) Antworten mit Zitat

Hallo Detlefflour,

ich schließe mich Bluenote und Beobachter mit ihren Anmerkungen an. Besonders aufgefallen ist mir die häufige Verwendung von "war" oder "waren" - wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es 32. Sicher kann man dem "war" nicht immer entgehen, aber durch Satzumstellungen müssen sie nicht so gehäuft sein.
Du erzählst viel, ohne es näher zu erklären:
Zitat:
trotzdem waren die Gleise immer für ihn unterbewusst mit Gefahr verbunden gewesen.
Warum sind die Gleise eine unterbewusste Gefahr? Ist er sich, welcher Gefahr auch immer, nicht eben, weil es eine Gefahr ist, dieser bewusst? Und warum benennst Du die Gefahr nicht?
Zitat:
Der alte Wolf drehte sich ruckartig um; kaum ein Laut war zu hören
Warum dreht er sich ruckartig um, hat er was bemerkt, was da nicht hingehört? So ist seine Reaktion nicht erklärbar.
Zitat:
Irgendwann waren die meisten Beutetiere verschwunden beziehungsweise ausgestorben, sein Rudel war in Folge dessen immer geschwächter geworden, außerdem waren auch viele von ihnen krank gewesen und verendet oder waren in andere Gebiete gegangen und nie wiedergekehrt, bis nun, nur noch er, der alte Wolf, übrig war.
Warum sind die Beutetiere verschwunden? Ausgestorben hieße, dass es diese Tierart überhaupt nicht mehr gibt, was ich nicht glauben kann, da es sich um ein Geschehen in relativer jetzigen Zeit handeln muss. Und dass der alte Wolf bei Mitgliedern seines Rudels von "verenden" denkt ... "gestorben" wäre vielleicht besser.
Zitat:
Eine Holzbank, die zerbrochen war, fing an zu kokeln,

Außer dass hier Kommata fehlen, kann dieser Satz gut auf das "war" verzichten: Eine zerbrochene Holzbank fing an zu kokeln.
Warum es zur Explosion kam, und wo genau diese war, klärt sich bestimmt im weiteren Verlauf und so macht der Schlußsatz neugierig. Mit einer Überarbeitung, die den Leser näher an den Wolf und sein Erleben ranführt, kann der Prolog eine Spannung, die ihm jetzt noch fehlt, bestimmt aufbauen.
Liebe Grüße
Piratin


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KeTam
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Das goldene Gleis Ei 1
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BeitragVerfasst am: 13.06.2012 09:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Detlef,

es wurde ja schon viel zu deinem Text gesagt. Mir sind ziemlich am Anfang die vielen "Gleise" aufgefallen.
Warum es keine Beutetiere mehr gibt, erklärt ja vielleicht der weitere Text,
hat mich deshalb nicht gestört.

Den Perspektivwechsel im letzten Satz hingegen, finde ich gut.
Das macht alles etwas geheimnisvoll, da der Wolf ja anscheinend nicht weiß, dass da was aus dem Dorf weggelaufen ist. Aber der Leser weiß es, hat einen Wissensvorsprung vor deinem Wolf-Prota.

Ich bin auch gespannt, wie dein Text weitergeht.
Ich finde ihn sehr atmosphärisch, bei mit kommt diese neblige Stille rüber, diese Einsamkeit. Gefällt mir sehr gut.

Lg, KeTam.
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Detlefflour
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BeitragVerfasst am: 14.06.2012 00:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Beobachter!
Vielen Dank für die ganze Mühe die du dir mit meinem Text gemacht hast smile Ich werde den Text nochmal überarbeiten, da ja doch vorallem viele formale Fehler drin sind... Hier werd ich erstmal auf ein paar Fragen eingehen:





Zitat:
Warum eigentlich? Wenn sich die Natur sogar soweit erholt hat, dass sie das Dorf, die Gleise und alles ringsherum übernommen hat, warum verschwanden oder starben die Beutetiere? Sollten sie nicht eigentlich in Massen zurückkehren, jetzt, da ihre größten Jäger fort waren?


Das wird im Laufe der Geschichte noch erklärt, ist also absichtlich erst einmal unlogisch wink

Zitat:
Das erscheint mir ein bisschen ... banal. Es gibt eine riesige Explosion, überall Rauch, Trümmer, Chaos - und du beschreibst eine kaputte Bank, die ein bisschen kokelt? Und warum gibt es einen Heidenlärm, wenn eine Bank kokelt?

Hm... okay, vielleicht ist die kokelnde Bank nicht besonders symbolträchtig, das stimmt schon. Der Lärm wurde von der Explosion verursacht!


Zitat:
Ich denke, du hast hier einen Perspektivwechsel drin. Eigentlich erzählst du aus der Perspektive des Wolfes, aber der wird kaum wissen, was ein Phosphorgeruch ist. Und kann es eine Wolke aus Schutt geben?

Ja genau, das ist ein Perspektivwechel, eine Wolke nur aus Asche wäre in der Tat besser fällt mir jetzt auf lol2
Zitat:
Entweder ist etwas im Dorf, oder es huscht hinaus, außerdem passiert auch das nicht aus der Perspektive des Wolfes. Vielleicht wäre es hier besser zu schreiben: Der Wolf lag bäuchlings und winselnd wie ein Welpe auf dem Boden und es wäre ihm beinahe entgangen, dass etwas aus dem Dorf huschte. (Okay, ist nicht gerade super gelungen, nur eine Anregung.)

Dann evtl. "Aus dem Dorf huschte etwas hinaus in den Wald."

Alles in allem bin ich interessiert, wie es weiter geht.[/quote]
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Detlefflour
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BeitragVerfasst am: 14.06.2012 00:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank an euch, die ihr mir so viele Anregungen gegeben habt. Ich werde den Prolog noch überarbeiten. Da ich an der Geschichte aber schon weitergeschrieben hatte, stelle ich jetzt hier noch den Rest rein, hoffe es gefällt wink

Adam erwacht
Dunkel war die Nacht, in der Adam erwachte. Er war hochgeschreckt. Hochgeschreckt vermutlich aus einem Traum. Adam hörte sein eigenes Herz pochen, er konnte sich nicht erinnern was er geträumt hatte, nur dass es furchtbar gewesen war. Und etwas mit Zügen war vorgekommen, glaubte er zumindest.
Adam Ruben lag in seinem Bett in einem unbedeutenden Zimmer einer unbedeutenden Kleinstadt eines unbedeutenden Landes und sah nichts. Nichts außer völliger Dunkelheit mitten in der Nacht. Doch das war nicht normal… Adam schlief immer so, dass die Vorhänge vor seinem Fenster geöffnet waren und ein kleiner Lichtstrahl von einer Straßenlaterne in sein Zimmer drang. Doch in dieser Nacht war es anders, es war stockfinster, vielleicht hatte auch das ihn aus dem Schlaf schrecken lassen. Er ging zum Fenster und sah hinaus auf die Strasse. Nichts regte sich, Adam konnte nur umrisshaft die  Welt hinter seinem Fenster erkennen, da in dieser Nacht auch noch ein starker Nebel über der Stadt lag. Es musste wohl einen Stromausfall gegeben haben, Adam knipste einen Lichtschalter an, nichts geschah, also gab es einen Stromausfall. Zeit wieder zu schlafen dachte er und legte sich zurück in sein Bett.
Er drehte sich nach links und rechts, immer wieder, doch er fand nicht mehr in den Schlaf. Es schien so, als ob ein winziger Lichtstrahl schon ausgereicht hätte um ihn schlafen zu lassen, doch diese völlige Dunkelheit machte ihn so wach, dass er keinen Schlaf mehr fand.
Am morgen hatte sein Wecker geklingelt, Adam hatte ihn dann entnervt gegen die Wand geworfen. Nur weil er nicht Schlafen konnte, hieß das noch lange nicht, dass er sich wach und munter fühlte. Im Gegenteil, am liebsten wäre er einfach liegen geblieben und hätte nichts getan und auf den Schlaf gewartet. Daran hinderte ihn, wie so oft, jedoch seine Mutter. Sie klopfte an seine Tür, wartete aber nicht auf eine Antwort Adams, sondern ging direkt in sein Zimmer rein. Adam kannte das nur zu gut, er stellte sich manchmal vor er würde nackt auf seinem Bett liegen, was seine Mutter wohl dann sagen würde… aber nunja, er wollte den Gedanken dann doch nicht zu Ende denken. Seine Mutter, Luise Rubens, ende vierzig, brünetter, mütterlicher aber nicht unattraktiver Typ sah ihn, wie so oft, mit einer Mischung aus Verärgerung und Besorgnis an. Adam kannte diesen Blick nur zu gut und konnte ihn nur sehr schwer ertragen. Einerseits wollte er nicht, dass sich seine Eltern um ihn sorgen machten, andererseits sollten sie sich auch nicht in sein Leben andauernd einmischen. „Die Schule ruft, es ist zwanzig vor Acht! Steh jetzt sofort auf, du schreibst nächsten Monat Abiturklausuren ist dir das denn völlig egal?!“ Rief seine Mutter ihm zu. „Was ich jetzt nicht weiß, werd ich bis dahin auch nicht mehr lernen“ murmelte er, mehr zu seinem Kopfkissen als zu Luise. Diese ignorierte seinen Kommentar und fügte deutlich behutsamer an „Es gibt Pfannkuchen… bitte steh jetzt auf, Adam“ Mit einem grummel-stöhngeräusch stand Adam nun auf und wankte in Richtung Badezimmer. Manchmal fragte er sich warum er dies alles tat: warum er zu einer Schule ging in der er nur oberflächlich etwas lernte, dass ihn eigentlich nicht interessierte, dass auch nicht wichtig war, weder für ihn noch für sonst irgendwen. Dass er dies wiederum tat um seine Eltern nicht zu enttäuschen und um nicht vollends allein zu sein war ihm wohl bewusst, doch manchmal kam es ihm so vor, als ob dies alles trotzdem keinen Sinn hätte. Manchmal dachte er allerdings auch, dass nichts, rein gar nichts einen Sinn hatte, dass es vollkommen belanglos war, dass er in dieser Kleinstadt wohnte und mit anderen belanglosen Menschen sich die Zeit vertrieb, dass er genauso gut in New York, Bombay oder auf dem Mond hätte leben können. Dass es nichts weiter, als eine Verkettung mehr oder weniger glücklicher Zufälle war, dass er, Adam Rubens, nun hier umgeben von anderen Wesen die augenscheinlich Menschen genau wie er waren, zusammenlebte. Diese Gedanken, hatten Adam allerdings in die Therapiestunde eines Psychologen gebracht, was ihn doch zu der Frage brachte ob die Menschen um ihn herum wirklich„das Gleiche“ wie er waren.
 Er saß nun am Küchentisch und aß eher widerwillig (was er sich jedoch nicht anmerken lassen wollte) den Pfannkuchen, den seine Mutter gemacht hatte. Er war immer noch in Gedanken versunken, wie er eigentlich in diese verdammte Therapiestunde geraten war… Nur weil er „leicht“ aufbrausend einer Mitschülerin gegenüber im Ethikunterricht geworden war, als diese, in einem Referat jeglichen Lebenssinn auf den Christlichen Gott zurückgeführt hatte… Nunja, er hatte, als sie seine „zwei, drei“ Fragen immer wieder mit „Gott hat es so gewollt“ beantwortet hatte, irgendwann mit einer Schulbibel nach ihr geworfen und geschrieen „Gott hat es mir befohlen!“. Er hatte gedacht, das wäre lustig… allerdings reagierten seine Mitschüler eher verstört und Annabel, die das Referat gehalten hatte, musste tatsächlich mit einem Schock ins Krankenhaus gefahren werden. Der Unterricht war dann unterbrochen worden, doch nicht einmal das hatte Adam viele Sympathien eingebracht… jedoch ein Gespräch mit seinen Eltern die, im Gegensatz zu ihm, mit allen Mitteln versuchten, ihn auf der Schule zu behalten. Aus diesem Grund mussten sie versprechen ihn einem Psychologen vorzustellen.

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Detlefflour
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BeitragVerfasst am: 18.07.2012 22:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hm... wie findet ihr die Fortsetzung der Geschichte?
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MSchneider
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BeitragVerfasst am: 18.07.2012 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hi, Detlefflour.

Detlefflour hat Folgendes geschrieben:
Hm... wie findet ihr die Fortsetzung der Geschichte?


Die Fortsetzung deiner Geschichte ist dir leider nicht gelungen.

Zitat:
Dunkel war die Nacht, in der Adam erwachte.


Die Information, dass die Nacht dunkel war, ist evident - bedeutet: Dem Leser ist auch ohne diese Information bewusst, dass es in der Nacht dunkel ist. Daher musst du nichts in dieser Richtung anschneiden. Alles, was du sagst, muss mit einer bestimmten Begründung an dieser oder jener Stelle stehen. Wenn du einmal versuchst, eine Begründung für diesen Satz zu suchen, wirst du sehr wahrscheinlich feststellen, dass es keine gibt. Also: Wenn du schreibst, dann musst du beachten, aus welchem Grund du dies oder das schreibst, dem Leser diese oder jene Informationen gibst oder welches Gefühl du durch einen bestimmten Ausschnitt erzeugen willst. Wichtig!

Zitat:
Er war hochgeschreckt. Hochgeschreckt vermutlich aus einem Traum. Adam hörte sein eigenes Herz pochen, er konnte sich nicht erinnern was er geträumt hatte, nur dass es furchtbar gewesen war. Und etwas mit Zügen war vorgekommen, glaubte er zumindest.


Das ist wirklich ein - mit Verlaub - grausamer, kleiner Absatz. Zunächst einmal solltest du lernen, deine Informationen ein bisschen zu komprimieren, also aus dem ersten und dem zweiten Satz lieber einen einzigen Satz machen. So, wie es da nun steht, liefert der erste Satz keinen Mehrwert für den Leser, denn der zweite Satz enthält alle Informationen, die an dieser Stelle eine Bedeutung besitzen. Der zweite Satz macht den ersten Satz überflüssig. Gleichzeitig stellt sich mir die Frage, aus welchem Grund du nichts präzisierst. Der Protagonist weiß nicht, von "wo" er aufgeschreckt ist - dabei ist der Traum beziehungsweise der Schlaf in diesem Fall die einzige Möglichkeit, zumindest so, wie du es geschrieben hast -, dann scheint es wohl tatsächlich ein Traum gewesen zu sein, aber an den kann er sich nicht erinnern, aber er weiß, dass es furchtbar war, sonst wäre er schließlich nicht hochgeschreckt. Ach, und die Züge, die waren auch da, ja. Du solltest deutlich mehr Ordnung in deinem Text erzwingen, einerseits die Sachen präzisieren - zum Beispiel deutlich machen, dass es ein Traum war, aus dem er erwacht ist -, andererseits die notwendigen (!) Informationen sinnvoll einfügen, also nicht einstreuen, dass es sich dabei um Züge gehandelt hat, aber mehr an Erinnerung ist dann wirklich nicht drin. Das klingt leicht unglaubwürdig.

Zitat:
Adam Ruben lag in seinem Bett in einem unbedeutenden Zimmer einer unbedeutenden Kleinstadt eines unbedeutenden Landes und sah nichts. Nichts außer völliger Dunkelheit mitten in der Nacht.


Zunächst einmal das, was dem Leser vermutlich als erstes auffällt und sauer aufstößt:

Zitat:
Er war hochgeschreckt. Hochgeschreckt [...]


Zitat:
und sah nichts. Nichts


Die Struktur der Sätze gefällt mir schon an sich nicht, diese dann aber in einem Abstand von zwei Zeilen direkt wieder zu lesen, ist für mich mehr als nur ein kleiner Fauxpas.

Dann raubst du mir bereits unterbewusst die Lust, die Geschichte fortzusetzen, da du unterstreichst, wie unwichtig der Protagonist und alles, mit dem er zu tun hat, ist - geht gar nicht. Dein Protagonist ist die wichtigste Figur in deinem Universum, stigmatisiere ihn und seine Umgebung nicht gleich zu Beginn mit solchen Eigenschaften. Da lieferst du dem Leser die Botschaft: Kommt Leute, hier gibt's nichts zu sehen.

Zitat:
Doch das war nicht normal… Adam schlief immer so, dass die Vorhänge vor seinem Fenster geöffnet waren und ein kleiner Lichtstrahl von einer Straßenlaterne in sein Zimmer drang. Doch in dieser Nacht war es anders, es war stockfinster, vielleicht hatte auch das ihn aus dem Schlaf schrecken lassen.


Jetzt desorientierst du den Leser noch weiter, indem du nicht nur den Traum als möglichen Grund für sein Aufwachen identifizierst, sondern auch die Dunkelheit an sich, wobei sich mir die Frage stellt, wieso denn da ein Zusammenhang bestehen sollte?

Der Rest des Textes wird unter die Lupe genommen, wenn sich der Autor auch noch weiterhin meldet, sonst ist die ganze Arbeit für die Katz.

Gruß,

MSchneider
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UtherPendragon
Hobbyautor


Beiträge: 335



BeitragVerfasst am: 19.07.2012 00:57    Titel: Antworten mit Zitat

Dann mach ich denn mal weiter. Ich gebe keine Garantie, dass dir meine Kritik gefällt!
Ein bisschen hart ist die Kritik meines Vorredners schon, ich finde nämlich, dass du eigentlich ganz gute Ansätze mitbringst:
-Dein Wortschatz ist angemessen
-Die Handlung hat Witz
-Kleine Details, die mir gut gefallen, wie, dass der atheistische Prota ausgerechnet Adam heißt.
Diese Vorzüge bleiben aber leider auf der Strecke, denn dein Schreibstil liest sich nicht schön und ist voller ungeschickter Stolpersteine.
Zitat:
Er war hochgeschreckt. Hochgeschreckt vermutlich aus einem Traum.
Dieser von meinem Vorredner bereits erwähnte Satz ist einfach nicht schön. Allerdings kann dieser wie viele andere umgeschrieben werden, mit anderen Verbunden, oder geschickt literarische Stilmittel eingesetzt werden, um den Text lebendig zu machen.
Abseits von der Wortwiederholung "Hochgeschreckt" Gebe ich dir mal ein Beispiel, wie man solche Stellen überarbeiten kann. Verbinde diesen Satz doch einmal mit dem davor zum Beispiel so:
"Dunkel war die Nacht, in der Adam hochschreckte." Die nächste Bearbeitung wäre dann, dieses "Dunkel war die Nacht" irgendwie umzuformen, weil diese drei Wörter als Einleitung leider ziemlich nichtssagend sind. Eine Nacht ist nunmal dunkel. Entweder machst du dieses Dunkel zu etwas besonderem:
"Die nach schien dunkler als sonst, [als]...."
Oder du ersetzt die Worte ganz durch eine Zeitangabe o.ä.:
"Es war kurz vor  [phh? fünf?], als"
Dann kannst du noch Wörtchen wie "plötzlich" einbauen, schöpfe solche hier und da aus deinem Schatz an Wörtern und alles wird lebendiger, wobei ich mir hiermal die Freiheit nehme, deinen Text zu variieren:
"Es war stockduster, als Adam plötzlich hochschreckte"
->Klingt besser.
Mal was anderes zur Sprache. Du hast deine Geschichte als Fantasy/Philosophoisches eingetragen. Du kannst daher so viele Stilmittel verwenden, wie du lustig bist. Das tust du auch teilweise aber:
Zitat:
Es schien so, als ob ein winziger Lichtstrahl schon ausgereicht hätte um ihn schlafen zu lassen, doch diese völlige Dunkelheit machte ihn so wach, dass er keinen Schlaf mehr fand.
Eine schöne Anthithese könnte das sein, etwas, das man eigentlich nicht erwartet, dass das Licht in einnicken ließ und die Dunkelheit ihn wachhielt.
Du verdirbst diesen Satz aber durch die ungeschickte Ausformulierung:
Das "Es schien so" ist meiner Meinung nach sehr unglücklich. Schreib doch näher an der Person:
"Es war ihm, als hätte..."
Dazu kommt die Wortwiederholung "Schlaf", ganz massiv in diesem Abschnitt übrigens.
Außerdem würde ich an deiner Stelle klarer machen, ob er TROTz oder gerade WEGEN des Lichtstrahls hatte einschlafen können, denn so ist das Stilmittel ganz verworren und ich verstehe auch immer noch nicht ganz die Aussage, vielleicht weil ich zu müde bin wink
Ein Verbgindungswort kann bei Stilmitteln auch nie schaden:
"Es war ihm, als hätte es einen kleinen Lichtstrahl gebraucht, ihn einschlummern[wegen Wortwiederholung] zu lassen, während [Verbindungswort] die Dunkelheit ihn jetzt wachhielt."
Mein Tipp ist es, dass du dir mal in Romanen angucken solltest, wie andere Schreiberlinge ihre Aussagen hinter poetischen Andeutungen verstecken, dann bekommst du schnell ein Gefühl dafür!
Ein weiteres Problem sind unsinnige Sätze. An manchen Stellen solltest du deinen Text vielleicht ein bisschen verlängern, aber viel eher musst du PRÄZISIEREN und besser auf den Punkt kommen. Ein Beispiel:
Zitat:
Zeit wieder zu schlafen dachte er und legte sich zurück in sein Bett.
Dieses "Zeit wieder zu schlafen dachte er" liest sich hölzern, gewollt und unsinnig! Sicher kannst du besser umschreiben, mit welchen Gefühlen er wieder ins Bett steigt!
Weiterhin:
Zitat:
Seine Mutter, Luise Rubens, ende vierzig, brünetter, mütterlicher aber nicht unattraktiver Typ
Die Beschreibung ist etwas hölzern, absolut gefühllos sogar. Zumindest für meinen Geschmack.
Zitat:
„Die Schule ruft, es ist zwanzig vor Acht! Steh jetzt sofort auf, du schreibst nächsten Monat Abiturklausuren ist dir das denn völlig egal?!“ Rief seine Mutter ihm zu.
Wieder ne Wortwiederholung
Zitat:
Manchmal fragte er sich warum er dies alles tat: warum er zu einer Schule ging in der er nur oberflächlich etwas lernte
Etwas "oberflächlich" lernen? Kommt ein bisschen schwammig rüber, sag doch, dass er oberflächliche Dinge lernt.
Zitat:
Diese Gedanken, hatten Adam allerdings in die Therapiestunde eines Psychologen gebracht,
Tatsächlich? Ergibt für mich im Nachhinein keinen großen Sinn, schließlich war doch eher die Naivität der Mitschülerin und nicht Gedanken über die Welt die Ursache gewesen? Ich glaube aber zu verstehen, was dahinter steckt, bei diesem Denkmuster ertappe ich mich auch immer wieder! In meinem Kopf klingt es logisch aber auf dem Papier will man sich nciht eingestehen, dass es so formuliert nicht logisch ist, so ist es doch, nicht wahr? wink
Zitat:
Er saß nun am Küchentisch
Das "nun" ist wirklich kein schönes Wort um Badezimmer und Küche zu verbinden, auch, weil du es schon so oft benutzt hast. Wie wärs, wenn du eine Uhrzeit gibst, auch das würde den Text lebendiger machen oder ein "fünf Minuten später" oder ein anderes Wort für "nun"?
Zitat:
Er war immer noch in Gedanken versunken, wie er eigentlich in diese verdammte Therapiestunde geraten war…
Änder den Satz! Der Grund ist klar, so vergesslich kann keiner sein, schreib lieber, dass er überlegt, warum!! so ein kleiner Ausrutscher eine Therapie nach sich ziehen konnte. Vorschlag;
"Er war immer noch in Gedanken versunken und fragte sich, warum alle damals diese Therapie für notwendig gehalten hatten. Nur weil..."
Zitat:
Nur weil er „leicht“ aufbrausend
HALT! Das sind seine Gedanken, man stellt nicht die Gedanken seines Protas mit Anführungszeichen in Frage! Es sei denn, es handelt sich um ein Zitat. Dann schieb per Kommas in den Satz mit ein, wer seine Handlungen als "leicht aufbrausend" bezeichnet hatte.
Zitat:
Er hatte gedacht, das wäre lustig…
Viel zu viel Selbstmitleid! "Er hatte es für lustig befanden"
Zitat:
allerdings reagierten seine Mitschüler eher
verstört
->Plusquamperfekt mit hatte bitte.
Wie meine Vorletzte Anmerkung zeigt, fehlt deinem humorvollen Stil die dazu nötige Leichtigkeit. Du wirst den Text wieder und wieder schreiben müssen, aber nicht verzagen, ich hab manche schon achtmal neu geschrieben wink
MSchneider schrieb:
Zitat:
Wenn du schreibst, dann musst du beachten, aus welchem Grund du dies oder das schreibst, dem Leser diese oder jene Informationen gibst oder welches Gefühl du durch einen bestimmten Ausschnitt erzeugen willst. Wichtig!
->Muss ich mich anschließen, guter Tipp!
Ich hoffe ich konnte dir helfen;) Der Nebel über der Stadt ist nebenbei ein gutes Motiv, daraus kann man was machen, auch wenn ich zugeben muss, den Prolog nicht gelesen zu haben.
Liebe Grüße,
Uther Pendragon.


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gold
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BeitragVerfasst am: 20.07.2012 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Detlefflour,

ich liebe Nebel und daher gefällt mir dein Prolog. Nach meinem Geschmack hätte es weiter gehen können mit der Athmosphäre im Nebel- Wolf, verlassene Bahngleise, Einsamkeit des Wolfes und Nebel und Detonation- das sind klasse Themen, die Spannung erzeugen.
Der zweite Teil spricht mich nicht so an, weil er mich aus dieser Nebeltiefe herausholt. Sad
Die Kommentatoren haben dir ja schon einiges zu deinen Texten geschrieben, sodass ich mich faul zurücklehnen kann.  Laughing

Lg Gold


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