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Kissa
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 632
Wohnort: Saxonia
Der silberne Spiegel - Lyrik Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 12.04.2019 13:01    Titel: Zerinnern eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat


      In Zeiten des Regens zerfließt ihr Erinnern
      zu schwarzblauem Wasser zu treibendem Sand
      zerredet zerrieben zu milchweißen Fischen
      geronnen zersponnen

      der Sandstein vermodert der Anfang das Ende
      die Zwischenzeit Himmel und Hölle bestäubt
      vom Fließen des Lebens zerfurcht und zerwaschen
      ersterbend gestundet

      zum Geifern der Wolken verdreht wie das Schifflein
      verirrt wie der Falke wie sterbende Brut
      wie lange wie lange

      schon leidet sie tonlos geschluckt und erbrochen
      ins wahllose Morgen gerührt wie geschmolzen
      und lächelt mich an



_________________
Schreibe, wie du redest, so schreibst du schön.
Gotthold Ephraim Lessing
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5984
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 13.04.2019 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kissa,

wie schön, einmal wieder etwas von dir zu hören zu lesen.

Dein Gedicht ist nicht einfach zu verstehen, aber es hat wieder diesen Rhythmus, den ich bei dir so mag. Vielleicht lese ich auch deshalb nicht nur den, sondern auch das Regen heraus?

Sprachlich finde ich das wunderschön.

Inhaltlich, zusammen mit dem Titel, meine ich eine Entwicklung von Trauer zu Akzeptanz zu erkennen, nicht zuletzt durch das weitere Fließen des Lebens bewirkt. Die Erinnerung hat sich von einer traurigen in eine schöne verwandelt, oder ist dabei, das zu tun. Sie lächelt LI nun an.

Vielleicht lese ich ganz falsch, aber meine Leseweise gefällt mir.
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 38
Beiträge: 840
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 13.04.2019 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

ich mag das Gedicht, je öfter ich es lese, mehr.

Für mich gestaltet sich ein LyrSie als Gegenüber, dem immer mehr die Realität zu entgleiten droht. Ist es ein Trauma, eine Psychose oder Demenz, die zum Verlust der Realitätsanker führt? Das erscheint unwichtig, spürbar ist jedenfalls die Mischung aus Bedrohung und Verwirrung, die sich manifestiert. Die starken Metaphern ziehen mich hinein, sie sind an keiner Stelle weinerlich oder unsicher gesetzt. Stattdessen werde ich von einem mächtigen Bild zum nächsten getragen, das stabil im Text sitzt.

All diese Verwirrtheit wird schließlich in einem kurzen, lichten Moment abgeschlossen, der in mir die Frage aufwirft, ob das Leiden des LyrSie zu Ende ist (wie auch immer), oder ob dem LI nur eine Atempause vergönnt ist, bevor das LyrSie wieder in die Untiefen seiner Finsternis hinabsteigt.

Auch formell ist das Ganze gut gefasst. Erinnerungen ans Sonett klingen an, aber sie sind so zerborsten wie die Gedanken des LyrSie. Es bricht und birst an allen Enden, ohne mir Tragik oder Mitleid aufzutragen. Nur waches Mitfühlen in einer grollenden Seelen- und Geistesnacht. Das finde ich sehr angenehm.

Ich freue mich auf weitere Texte von Dir.


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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menetekel
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 99
Beiträge: 1833
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 14.04.2019 08:39    Titel: Re: Zerinnert Antworten mit Zitat

Kissa hat Folgendes geschrieben:

      In Zeiten des Regens zerfließt ihr Erinnern
      zu schwarzblauem Wasser zu treibendem Sand
      zerredet zerrieben zu milchweißen Fischen
      geronnen zersponnen

      der Sandstein vermodert der Anfang das Ende
      die Zwischenzeit Himmel und Hölle bestäubt
      vom Fließen des Lebens zerfurcht und zerwaschen
      ersterbend gestundet

      zum Geifern der Wolken verdreht wie das Schifflein
      verirrt wie der Falke wie sterbende Brut
      wie lange wie lange

      schon leidet sie tonlos geschluckt und erbrochen
      ins wahllose Morgen gerührt wie geschmolzen
      und lächelt mich an


Hallo Kissa,
dein zeitgemäßes Sonett gefällt mir in seiner freien Form sehr gut.  Erinnert mich magisch an Rilkes kühne Sonette an Orpheus.
Inhaltlich schließe ich mich gern Abari an. - Vielleicht fasse ich das Gedicht noch ein wenig persönlicher auf: Ich sehe eine Mutter-Tochter-Beziehung (natürlich nicht immer ganz einfach), die vom Vergessen der Mutter "getrübt" wird. - Zuweilen aber huscht ihr Erkennen darüber.

Gut gefällt mir auch die Korrespondenz des äußeren und inneren Klimas.
Kurzum: Daumen hoch

Herzliche Grüße
m.


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Alles Amok! (Anita Augustin)
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6804
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 14.04.2019 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kissa,

... weil ich das gerade selbst hinter mir habe ...
ich lese das Gedicht so, dass ein Protagonist einen (alten), ihm nahe stehenden Menschen in den Tod begleitet (am Bett sitzt) und dabei den Zerfall, die Krankheit und das Leiden beobachtet. Es hat ein bisschen etwas von "Asche zu Asche" (Sand ... zerredet zerrieben zu milchweißen Fischen).
Vieles löst sich auf, das Körperliche, das Geistige. Das Lächeln am Schluss erscheint bereits wie aus einer anderen Welt.
Der Gedanke einer Akzeptanz mit dem eigenen Schicksal am Ende des Lebens fasziniert mich. Ich habe ihn nie auf solche Weise erlebt und frage mich, ob es sich dabei nicht um einen Mythos handelt? Die Vorstellung hat jedenfalls etwas Tröstliches.
So lässt du dein Gedicht in gewisser Weise also "positiv" enden. Zumindest darf sich der Protagonist (und mit ihm der Leser) dieser Illusion hingeben. Vielleicht können wir nicht anders und müssen so denken (es geht immer irgendwie weiter). Manchmal werden wir aber dann doch von der Realität eingeholt, um zu erkennen, dass man sich manche Gefühle vorher nicht ausmalen kann.
Dein Gedicht beschreitet also den gängigen Weg, was nicht schlecht ist. Ich würde sogar sagen, dass er dies sehr gekonnt tut. Da wir unsere Gefühle in so einem Moment nicht frei formulieren können, verwenden wir gerne Formulierungen und Gedanken, die vorgefertigt sind, weil die Wirklichkeit selbst zu bitter ist.
Bei dir, würde ich sagen, finden wir eine Mischung vor. Was unschön ist, wird in Worte gefasst. Das Ende greift vielleicht dem späteren Empfinden etwas vor.
Am Ende steht ein Lächeln.
Wie gemacht für unsere Erinnerung und vielleicht auch dafür, uns die Angst vor diesem Moment ein Stück weit zu nehmen.
Ein vielsagendes Gedicht, das uns keineswegs ratlos (mutlos) zurücklässt.

BN
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Kissa
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Beiträge: 632
Wohnort: Saxonia
Der silberne Spiegel - Lyrik Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 15.04.2019 08:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

firstoffertio hat Folgendes geschrieben:
Hallo Kissa,

wie schön, einmal wieder etwas von dir zu hören zu lesen.

Dein Gedicht ist nicht einfach zu verstehen, aber es hat wieder diesen Rhythmus, den ich bei dir so mag. Vielleicht lese ich auch deshalb nicht nur den, sondern auch das Regen heraus?

Sprachlich finde ich das wunderschön.

Inhaltlich, zusammen mit dem Titel, meine ich eine Entwicklung von Trauer zu Akzeptanz zu erkennen, nicht zuletzt durch das weitere Fließen des Lebens bewirkt. Die Erinnerung hat sich von einer traurigen in eine schöne verwandelt, oder ist dabei, das zu tun. Sie lächelt LI nun an.

Vielleicht lese ich ganz falsch, aber meine Leseweise gefällt mir.


Liebe firstoffertio,

ich freue mich immer wieder darüber, dass Du meine Gedichte erspürst, liest, versuchst zu verstehen, kommentierst. Dafür danke ich Dir sehr!
Deine Leseweise ist harmonisch mit dem, was ich erzählen möchte. Ich möchte vom Erinnern meiner Mutter erzählen. So, wie ich es sehe. Am Ende ist es gar nicht so schrecklich für sie, so, wie ich es beschreibe. Manchmal denke ich sogar, dass es ein Segen sein kann, für sie. Für mich ist es eine Art Zurechtkommenwollenmüssen mit der Demenz, eine Art Akzeptanz.

Ich wünsche Dir einen sonnenwarmen Tag!

Liebe Grüße
Kissa


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Kissa
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BeitragVerfasst am: 15.04.2019 08:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Abari hat Folgendes geschrieben:
Hey,

ich mag das Gedicht, je öfter ich es lese, mehr.

Für mich gestaltet sich ein LyrSie als Gegenüber, dem immer mehr die Realität zu entgleiten droht. Ist es ein Trauma, eine Psychose oder Demenz, die zum Verlust der Realitätsanker führt? Das erscheint unwichtig, spürbar ist jedenfalls die Mischung aus Bedrohung und Verwirrung, die sich manifestiert. Die starken Metaphern ziehen mich hinein, sie sind an keiner Stelle weinerlich oder unsicher gesetzt. Stattdessen werde ich von einem mächtigen Bild zum nächsten getragen, das stabil im Text sitzt.

All diese Verwirrtheit wird schließlich in einem kurzen, lichten Moment abgeschlossen, der in mir die Frage aufwirft, ob das Leiden des LyrSie zu Ende ist (wie auch immer), oder ob dem LI nur eine Atempause vergönnt ist, bevor das LyrSie wieder in die Untiefen seiner Finsternis hinabsteigt.

Auch formell ist das Ganze gut gefasst. Erinnerungen ans Sonett klingen an, aber sie sind so zerborsten wie die Gedanken des LyrSie. Es bricht und birst an allen Enden, ohne mir Tragik oder Mitleid aufzutragen. Nur waches Mitfühlen in einer grollenden Seelen- und Geistesnacht. Das finde ich sehr angenehm.

Ich freue mich auf weitere Texte von Dir.


Lieber Abari,

viel Freude habe ich an Deinen Gedanken, Empfindungen, die mich sehr berühren, weil sie ein Stück weit das treffen, was ich sagen möchte. Ein Demenzkranker mag anders empfinden, er mag eine Leere spüren, die ihn sehr wohl behütet, die ich jedoch als schrecklich empfinde. Und das möchte ich dem Leser erzählen, in dem ich diese Leere fülle mit dem, was ich sehe. Es tut mir einfach weh, meine Mum so zu sehen, obwohl es ihr gut zu gehen scheint. Vielen Dank auch für das fachliche Lob, das mich freut, das mir sagt, ich sollte doch wieder ein wenig mehr schreiben.

Hab einen schönen Tag!

Liebe Grüße
Kissa


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Kissa
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BeitragVerfasst am: 15.04.2019 08:58    Titel: Re: Zerinnert pdf-Datei Antworten mit Zitat

menetekel hat Folgendes geschrieben:


Hallo Kissa,
dein zeitgemäßes Sonett gefällt mir in seiner freien Form sehr gut.  Erinnert mich magisch an Rilkes kühne Sonette an Orpheus.
Inhaltlich schließe ich mich gern Abari an. - Vielleicht fasse ich das Gedicht noch ein wenig persönlicher auf: Ich sehe eine Mutter-Tochter-Beziehung (natürlich nicht immer ganz einfach), die vom Vergessen der Mutter "getrübt" wird. - Zuweilen aber huscht ihr Erkennen darüber.

Gut gefällt mir auch die Korrespondenz des äußeren und inneren Klimas.
Kurzum: Daumen hoch

Herzliche Grüße
m.


Liebe menetekel,

ich freue mich sehr über Deinen Kommentar, über Deine Interpretation, Deine Anerkennung.
Das trifft es schon, was Du beschreibst. Und ein Sonett sollte es tatsächlich werden, manchmal aber packt es mich, und ich fange an zu experimentieren. Der Leser dann sagt mir, ob das Experiment gelungen ist oder nicht. Insofern danke ich Dir sehr, auch für den Vergleich des "Zerinnern" mit Rilkes kühnen Sonetten, Gedichten, die ich leider nicht kenne, ein Vergleich, der mich ein Stück weit beschämt.

Lieben Dank und sonnige Grüße!
Kissa


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Kissa
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BeitragVerfasst am: 15.04.2019 09:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Hallo Kissa,

... weil ich das gerade selbst hinter mir habe ...
ich lese das Gedicht so, dass ein Protagonist einen (alten), ihm nahe stehenden Menschen in den Tod begleitet (am Bett sitzt) und dabei den Zerfall, die Krankheit und das Leiden beobachtet. Es hat ein bisschen etwas von "Asche zu Asche" (Sand ... zerredet zerrieben zu milchweißen Fischen).
Vieles löst sich auf, das Körperliche, das Geistige. Das Lächeln am Schluss erscheint bereits wie aus einer anderen Welt.
Der Gedanke einer Akzeptanz mit dem eigenen Schicksal am Ende des Lebens fasziniert mich. Ich habe ihn nie auf solche Weise erlebt und frage mich, ob es sich dabei nicht um einen Mythos handelt? Die Vorstellung hat jedenfalls etwas Tröstliches.
So lässt du dein Gedicht in gewisser Weise also "positiv" enden. Zumindest darf sich der Protagonist (und mit ihm der Leser) dieser Illusion hingeben. Vielleicht können wir nicht anders und müssen so denken (es geht immer irgendwie weiter). Manchmal werden wir aber dann doch von der Realität eingeholt, um zu erkennen, dass man sich manche Gefühle vorher nicht ausmalen kann.
Dein Gedicht beschreitet also den gängigen Weg, was nicht schlecht ist. Ich würde sogar sagen, dass er dies sehr gekonnt tut. Da wir unsere Gefühle in so einem Moment nicht frei formulieren können, verwenden wir gerne Formulierungen und Gedanken, die vorgefertigt sind, weil die Wirklichkeit selbst zu bitter ist.
Bei dir, würde ich sagen, finden wir eine Mischung vor. Was unschön ist, wird in Worte gefasst. Das Ende greift vielleicht dem späteren Empfinden etwas vor.
Am Ende steht ein Lächeln.
Wie gemacht für unsere Erinnerung und vielleicht auch dafür, uns die Angst vor diesem Moment ein Stück weit zu nehmen.
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BN


Lieber BlueNote,

Deine Interpretation ist so toll, dass ich Dir nicht widersprechen mag, mich erklären möchte. Ich habe es so erlebt, als mein Vater starb. Genau so.
Nur so viel - ich durchlebe das immer wieder, immer dann, wenn ich meine Mutter besucht habe. Sie lächelt, freut sich, mich zu sehen. Ich bin froh, dass sie mich erkennt, dass sie durch die Medikation in einem stabilen Level der Demenz zu bleiben scheint. Was mich bedrückt, ist diese Stille in ihrer Wohngemeinschaft. Und die habe ich vertont - mit meinem Gedicht.

Vielen Dank für Deinen Besuch und Deine Gedanken!

Frühlingsgrüße
Kissa


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finis
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Die lange Johanne in Bronze


BeitragVerfasst am: 15.04.2019 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kissa,

Ich kann mich meinen Vorrednern da nur anschließen: das ist sehr schön geworden. Allein der Titel, dieses Verschmelzen von "zerrinnen" und "erinnern", das ist schon großes Kino.
Und wenn dann der letzte Vers jeder Strophe sozusagen vorzeitig abbricht und sich in die Leere verläuft, dann denke ich, genauso muss das sein.
Du fängst da einen sehr fragilen Moment ein, "Zwischenzeit" eben, die mich an meinen eigenen Erinnerungen packt, und trotzdem - ich kann gar nicht genau festmachen wie oder wo, wahrscheinlich ist es das Lächeln? - etwas Versöhnliches hinterlässt.

Sehr gerne gelesen.
LG
finis


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"Mir fehlt ein Wort." (Kurt Tucholsky)
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Kissa
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Beiträge: 632
Wohnort: Saxonia
Der silberne Spiegel - Lyrik Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 16.04.2019 13:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

finis hat Folgendes geschrieben:
Hallo Kissa,

Ich kann mich meinen Vorrednern da nur anschließen: das ist sehr schön geworden. Allein der Titel, dieses Verschmelzen von "zerrinnen" und "erinnern", das ist schon großes Kino.
Und wenn dann der letzte Vers jeder Strophe sozusagen vorzeitig abbricht und sich in die Leere verläuft, dann denke ich, genauso muss das sein.
Du fängst da einen sehr fragilen Moment ein, "Zwischenzeit" eben, die mich an meinen eigenen Erinnerungen packt, und trotzdem - ich kann gar nicht genau festmachen wie oder wo, wahrscheinlich ist es das Lächeln? - etwas Versöhnliches hinterlässt.

Sehr gerne gelesen.
LG
finis


Hallo finis,

ich danke Dir für die gute Einschätzung. Es freut mich natürlich besonders, dass Dir die Raffinesse des Titels nicht verborgen geblieben ist. Zugegebenerweise musste ich ihn erst von einem Mod abändern lassen, da ich mich einfach verschrieben hatte (Zerinnert) und nicht mehr selbstständig ändern konnte.

Vielen Dank also, verbunden mit herzlichen Grüßen!
Kissa


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