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Charakterbeschreibung tiefgehend?

 

 
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THomas_of_Glentworth
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 32
Beiträge: 51
Wohnort: St.Ingbert


BeitragVerfasst am: 14.11.2014 17:49    Titel: Charakterbeschreibung tiefgehend? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Freunde,

ich hoffe ich bin hier im richtigen Bereich und ihr könnt mir helfen. Für meinen Roman bin ich gerade am überlegen mit welchem Charakter ich mir wie viel Arbeit bei der Beschreibung (im Text selbst) machen soll.

Konkret geht es um folgendes: ich habe meinen Prota Friedrich, der wird natürlich bis ins Detail beschrieben, nicht auf einmal, aber immer mal wieder. Charakter, Ängste, Gefühle, Aussehen...
Dann habe ich bisher seinen Lieblings Bruder Armin, diesen habe ich bereits im Aussehen etwas beschrieben und auch sein Charakter selbst, Armin kommt im Buch immer mal wieder vor. Die beiden Brüder ziehen zwar nicht zusammen in den 2 WK, dienen aber beide bei der Wehrmacht und laufen sich ab und an der Front oder daheim über den Weg.
Deswegen schien es mir passend ihn etwas näher zu beschreiben.

Was mache ich aber mit den anderen, z.b. dem Vater. Dieser ist am Anfang des Buches recht wichtig als Widerstand gegen die Meldung bei der Armee. Im späteren Verlauf soll er aber nur noch bei Heimaturlaub in Aktion treten. Soll ich ihn in Aussehen und Charakter detaillierter beschreiben?

Oder die Mutter. Sie ist zwar die Mutter des Prota, aber ist eigentlich nicht wichtig für die Geschichte(Entschuldigung die Damen, es gibt leider nur eine wichtige Frau in der Geschichte, bisher zumindest Smile ) Ich schätze sie genauer zu beschreiben wäre sinnlos, Platz Verschwendung und vielleicht auch langweilig für den Leser.
Ähnlich verhält es sich mit einigen anderen Geschwistern.

Was meint ihr dazu?

lg
Martin


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Nina
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4396



BeitragVerfasst am: 17.11.2014 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

So genau beschrieben werden muss gar nicht, wenn Du mich fragst. Vieles wird über Inter-Aktionen oder Dialoge klar, wie jemand "tickt". Wer wer ist, ist natürlich schon wichtig, auch wer wie mit wem in Verbindung steht und warum. Aber welche Haarfarbe jemand hat und ob jemand offenes Haar oder einen Zopf trägt, finde ich persönlich nicht so relevant. Ich kann mich gerade nicht an einen einzigen Roman erinnern, den ich zuletzt las, in der jemand beschrieben wurde, mitsamt Statur und Haar. Aber, wie gesagt, es wird unterschiedlich gehandhabt. Die einen mögen und machen es, die anderen nicht. Weiß nicht, ob das jetzt geholfen hat. Jedenfalls - so siehts aus meiner Perspektive aus.

Gutes Gelingen!


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Muskat
Hobbyautor


Beiträge: 341



BeitragVerfasst am: 17.11.2014 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo THomas_of_Glentworth,

als Faustregel kann man sagen: Je Tragender die Rolle einer Figur, desto ausführlicher der Charakterbogen oder die Figurenbiografie. Mit anderen Worten, deine Hauptfiguren solltest du in und auswendig kennen. Bei Randfiguren genügt meist ein flüchtiger Anriss.

Grüßle
Muskat
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THomas_of_Glentworth
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 32
Beiträge: 51
Wohnort: St.Ingbert


BeitragVerfasst am: 17.11.2014 20:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Alles klar, vielen Dank ihr beiden. So hatte ich mir das eigentlich auch gedacht.

Werde auch den Weg gehen nicht alles direkt zu beschreiben, eher indirekt. Hier mal eine Information über die Größe, da mal was zur Statur. Der Charakter an sich soll sich in der Tat aus dem Text selbst ergeben. Denke das ausführliche Beschreibungen etwas langweilig sind.


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Muskat
Hobbyautor


Beiträge: 341



BeitragVerfasst am: 17.11.2014 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Richtig. Beschreibe nicht zuviel auf einmal. Wie viel man dem Leser über die Figur preisgibt, hängt von der jeweiligen Situation ab. Achte auf die Dosierung. Am besten häppchenweise.

Ein "Zuviel" kann den Leser erschlagen oder langweilen. Mit einem "Zuwenig" kann er sich kaum bis gar nicht mit der Figur identifizieren. Im schlimmsten Fall legt er frustriert das Buch zur Seite.

Grüßle
Muskat
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Leonida
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 26
Beiträge: 93



BeitragVerfasst am: 27.11.2014 09:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich selbst lese immer gerne, wenn Nebenfiguren durch Assoziationen oder Reaktionen des Protagonisten charakterisiert werden.

Z.B.: Das nervöse Zucken seines Augenlides machte mich wahnsinnig.

Oder etwas kitschiger, falls die Haarfarbe unbedingt erwähnt werden muss: Ihr Haar erinnerte ihn an Herbstlaub, das er früher mit seiner Mutter gesammelt und in ein Buch geklebt hatte.

So erfährt der Leser gleich noch indirekt etwas über den Protagonisten.
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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1151



BeitragVerfasst am: 27.11.2014 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde alles beschreiben, was für die Geschichte wichtig ist und den Rest der Fantasie des Lesers überlassen.

Wenn der Vater zB wütend ist, weil seine Söhne Soldaten werden wollen, dann wirkt ein großer, kräftiger Mann viel furchteinflößender als ein ein zierliches Kerlchen, das da loswettert.

Je genauer du deine Figuren kennst, desto besser wird die Geschichte. Sei dir klar, wie sie äußerlich und charakterlich sind, aber beschreibe so wenig wie möglich. Je mehr man aus der Handlung entnehmen kann, desto besser.
Eine farblose Figur (wie die Mutter) da rumlaufen zu lassen, ist schlimmer, als sie ganz zu streichen. Gib ihr ein wenig Persönlichkeit, damit man sie sich vorstellen kann. Da reichen schon Kleinigkeiten. Schaut sie weg, wenn Vater und Sohn streiten, klappert sie laut mit den Töpfen beim kochen, wenn sie sich über etwas ärgert oder bringt sie dem Sohn ein Glas Milch, als ob er noch Kind wäre?
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THomas_of_Glentworth
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 32
Beiträge: 51
Wohnort: St.Ingbert


BeitragVerfasst am: 27.11.2014 10:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja das dacht ich mir eigentlich auch, das Problem ist nur das ich ja unmöglich alle Charakter auch nur im Ansatz ordentlich beschreiben kann. Was ist mit den ganzen Freunden, Kameraden und zufälligen Bekanntschaften. Die bleiben ja zumeist notwendigerweise farblos.

Für die Mutter überleg ich schon die ganze Zeit was ich mit ihn anstellen könnte. Das sie angst hat weil ihre Söhne zum Militär gehen ist ja nicht wirklich ein besonderer Charakterzug. Das ist ja eher selbstverständlich.


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inmutanka
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 325



BeitragVerfasst am: 27.11.2014 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

THomas_of_Glentworth hat Folgendes geschrieben:

Für die Mutter überleg ich schon die ganze Zeit was ich mit ihn anstellen könnte. Das sie angst hat weil ihre Söhne zum Militär gehen ist ja nicht wirklich ein besonderer Charakterzug. Das ist ja eher selbstverständlich.


Dann schmeiß sie raus wink

LG
Inmutanka


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THomas_of_Glentworth
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 32
Beiträge: 51
Wohnort: St.Ingbert


BeitragVerfasst am: 27.11.2014 11:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die arme Mama rauswerfen? Sad

Dann ist es ja keine intakte Kleindeutsche Familie mehr Very Happy
Ich muss darüber nachdenken. Vielleicht fällt mir ja noch etwas ein.


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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1151



BeitragVerfasst am: 27.11.2014 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

THomas_of_Glentworth hat Folgendes geschrieben:
Für die Mutter überleg ich schon die ganze Zeit was ich mit ihn anstellen könnte. Das sie angst hat weil ihre Söhne zum Militär gehen ist ja nicht wirklich ein besonderer Charakterzug. Das ist ja eher selbstverständlich.


Das reicht doch, um sie darzustellen. Wenn die Söhne aufbrechen, drückt sie ganz fest und sagt mit Tränen in den Augen, passt auf euch auf und kommt bloß heile wieder, schon hat man ein Bild von ihr vor Augen.
Sie muss nicht gottweißwie originell sein, nur als Person erfassbar.
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