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Der Winter kam


 

 
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Hoody
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2596
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 03.12.2009 19:55    Titel: Der Winter kam eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich weiß habe das Gedicht schon wo anders gepostet, aber es gefällt mir irgendwie.



Der Winter kam

Der Winter kam
Der Herbst gab ihm Platz

Der Winter kam
und der Tag ging von nun an
früher zu Bett.

Der Winter kam
und die Herbstblätter flogen davon
nur um nächste Jahr zurück zu kommen.

Der Winter kam
und der Baum freute sich
über das neue Kleid.

Der Winter kam

und irgendwann
da kam
der
Frühling


lg Hubi



_________________
Nennt mich einfach Hubi oder J-da oder Huvi : D

Ich bin wie eine Runde Tetris. Nichts will passen.

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Henry de Montherlant

"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen."
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EdgarAllanPoe
Geschlecht:männlichPoepulistischer Plattfüßler

Alter: 29
Beiträge: 3305
Wohnort: Greifswald
Bronzene Harfe Die Goldene Bushaltestelle
Goldene Feder Lyrik


Die Tauben
BeitragVerfasst am: 03.12.2009 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin hin- und hergerissen.
Einerseits zeigt das Gedicht, dass du besser mit Lyrik umgehen kannst als noch zu "Anjum!"-Zeiten. Dies hier liest sich im Gegensatz zum erwähnten Gedicht erfrischend, ja sogar belebend. Besonders schön finde ich das hier:

Zitat:
Der Winter kam
und der Tag ging von nun an
früher zu Bett.


Aber am Ende komme ich mir als Leser vor wie hereingelegt. Absicht? In meinen Augen könntest du die ganze letzte Strophe streichen, sie ist unnötig.


_________________
(...) Das Gedicht will zu einem Andern, es braucht dieses Andere, es braucht ein Gegenüber. Paul Celan

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- JOHN LENNON, "Beautiful Boy"

Uns gefällt Ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern. (Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte.)
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 28
Beiträge: 10245
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 03.12.2009 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Es erinnert mich an eine noch schlichtere, ungereimte Version von "Herr Winter, geh hinter". Kennst das Gedicht?

_________________
"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
ASP

Geschmacksverwirrte über meine Schreibe:
"Schreib nie mehr sowas. Ich bitte dich darum." © Eddie
"Deine Sprache ist so saftig, fast möchte man reinbeißen." © Hallogallo
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Angst
Geschlecht:männlichScheinheiliger

Alter: 31
Beiträge: 1684



BeitragVerfasst am: 03.12.2009 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,

Das gefällt mir nicht. Einfach, weil die Strophen entweder keine, oder aber nur sehr diffuse Bilder erzeugen. Ich weiss, das ist das typische Scheinheilige-Argument, aber es ist mir eben wichtig: Bilder, Bilder, Bilder! ;) Natürlich personifizierst du die Jahreszeiten, aber damit ist so gut wie gar nichts getan. Wie Eddie halte ich die letzte Strophe für unnötig. Doch auch die erste ist missglückt, da ihr die Dynamik fehlt: Der Herbst rückt einfach mal so eben zur Seite. Dabei könnte der Winter den Herbst doch verschlucken, überlisten, ertränken, betäuben, …

Die zweite Strophe ist irgendwie putzig, mehr aber leider auch nicht. Dann beginnt das Motiv des Baumes, das leider alles andere als originell ist. Am Baum wurden schon zu oft die vier Jahreszeiten porträtiert. Ich weiss, dass du auf Schlichtheit aus bist, das ist dir auch gelungen – aber wenn sich hinter der Schlichtheit nichts Tieferes verbirgt, ist sie vergebens.

Tut mir leid, aber das Gedicht gibt nichts.

Liebe Grüsse,
Scheinheilige


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»Das Paradox ist die Leidenschaft des Gedankens.«
— Søren Kierkegaard, Philosophische Brosamen,
München: Deutscher Taschenbuch Verlag, S. 48.
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Eredor
Geschlecht:männlichDichter und dichter

Moderator
Alter: 29
Beiträge: 4697
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Traumtagebuch
BeitragVerfasst am: 03.12.2009 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Jup, ist nicht wirklich was geworden, Hubi.

Allerdings muss ich sagen, dass diese Zeile

Zitat:
Der Winter kam

und irgendwann
da kam
der
Frühling


Im anderen Kontext sehr geil wäre.

Ich weiß nicht, warum das den anderen nicht aufgefallen ist, aber ich glaube, wenn das Jim ein wenig sprachlicher verpackt hätte, wäre das als richtig gut bezeichnet worden.
Denn das hat so eine Gleichgültigkeit in sich, so eine Monotonie, dass es nur noch gut ist.

Soviel von mir,

lg Dennis
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