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Kinderabenteuer

 
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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Antiquariat -> Postkartenprosa 03/2012
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Autor Nachricht
Hoody
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2602
Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 25.03.2012 19:00    Titel: Kinderabenteuer eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kinderabenteuer

Der Wodka spült unsere Vergangenheit in meine organische Waschmaschine und damit auch wirkliche jeder Fleck deines Lachens, deiner Stimme, deiner Art stundenspäter in der Kloßschüssel landen, schnupfe ich Persilkoks. Diese Erinnerung brennt in der Kehle. Bleibt an den Schleimhäuten kleben. Staut sich. Der Kloß … Nein … Du. Du stellst dich dieser Endgültigkeit in den Weg. Ich soll dich nicht vergessen? Wieso? Nur weil du mich beschützt hast? Schon immer. Ich sehe dein treudämliches Lächeln vor mir, das Taschenmesser in deiner Hand mit dem du alles Böse verscheucht hattest und diesen Moment, der von Autohupen, schreienden Menschen und einem ohrenbetäubenden aufschlagen eines Bluttropfens geprägt ist. Doch mein Wille zerfetzt dich schonungslos.

Im Schneidersitz beobachte ich das Kinderfoto von uns. Der Wind trägt es durch die Häuserschluchten. Dreißig Jahre hattest du dieses Foto in deinem Geldbeutel und heute wolltest du dich mit mir treffen. Wir haben uns damals aus den Augen verloren und irgendwann hatte ich dich vergessen. Vor zwei Wochen überreichte mir der Postbote deinen Brief.

„hey mr pudingbacke. disen spitznamen wirst du nie mer los. nein. du warst tom sawyer. der schnösel, der abenteuer erleben wollte. bock auf ein treffen. bei mir leuft es nicht so runt. Aber wenn du lust auf einen kleinen trink hast und ein par zusatzstoffen, dann komm doch einfach …“

Zusatzstoffen? Drink? Deine Rechtschreibung war miserabel. Besorgt erschien ich auf dem Hochhausdach. Ein seltsamer Platz. Du warst betrunken und hattest mir zur Begrüßung ein Beutel mit weißen Pulver zugeschmissen. Deine Kleidung stank nach Urin und Scheiße. Du sahst nach Scheiße aus. Aber dein Lächeln hattest du nicht verloren. Wir reden unsere Zungen wund. Tranken zusammen den Wodka. Ich, ein erfolgreicher Geschäftsmann, du, ein erfolgreicher Penner. Nicht jeder besaß so viel Koks auf der Straße. Selbst dein Taschenmesser hattest du dabei. Wir verglichen unsere Blutsbrüderschaftsnarben, lachten und ich verlor den Argwohn gegenüber deiner Situation. Anscheinend ging es dir gar nicht so schlecht.

Ich zünde mir eine Zigarette an, mein Denkmuskel ähnelt den Boxen eines Rockkonzerts. Meine Augen tränen. Wodka läuft mir über die Lippen und der erste schrille Ton der Sirene eines Krankenwagens streuselt unsere Erinnerungen über die Stadt. Erinnerungen die wie Hieroglyphen aussehen. Nur wir … Nur ich konnte sie entziffern. Dein Zahnlückenlächeln in den Scheiben der Stadt erkennen.

Dein Lächeln hattest du nicht verloren. Keineswegs. Aber deinen Lebenswillen und ich habe deinen Hilferuf nicht erkannt. Ich grinste. Vielleicht war es besser so. Hätte er meine Hilfe gewollt? Immerhin wird ein Huckleberry Finn niemals erwachsen, so wie du. Nur die Freiheit zählt.

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Dienstwerk
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 51
Beiträge: 1313
Wohnort: Gera/Markkleeberg
DSFo-Sponsor Goldene Harfe


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

Neutraler Befederungskommentar - wenn es die Zeit erlaubt, später evtl. mehr.

LG, Ana
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3374

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Was ist denn nun eigentlich passiert?
Einer ist tot, klar - aber wie und wo und warum und wie erfährt der andere das?
Ist er etwa vom Dach gesprungen?
(Das würde mir weder gefallen, noch einleuchten)

Zitat:
Kloßschüssel

smile, ups

Der Anfang gefällt mir nicht so, warum auch immer, vielleicht weil ich erstmal keinen Plan habe, wo, wie, was und wann. Danach geht es aufwärts, was hauptsächlich an der hm, irgendwie schonunglosen Sprache liegt.

Die Zeiten kommen ein bisschen durcheinander.
Erinnerungen streuseln - gefällt mir gar nicht.

Mein  Lieblingssatz
Zitat:
Ich, ein erfolgreicher Geschäftsmann, du, ein erfolgreicher Penner.


Tja, also. Die Umsetzung könnte besser sein, aber irgendwie hat es was (was ich mag).
Darum vorerst 6 Federn.
(Aber das kann sich bei erneutem Lesen und im direkten Vergleich noch ändern)
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Rufina
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 769



BeitragVerfasst am: 26.03.2012 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Vorgabe:
Eingehalten.

Sprache:
Die Ansprache an das "Du", eine einzige Rückblende die sich recht monoton liest, wobei du sie immerhin an einer Stelle gebrochen hast. Auch der Satzbau ist an vielen Stellen gleichförmig.  
Hier verstehe ich nicht, warum du "du" zu "er" wechselst:
Zitat:
Hätte er meine Hilfe gewollt?

In Sachen Rechtschreibung ist auch nicht alles im Reinen:
Zitat:
Der Wodka spült unsere Vergangenheit in meine organische Waschmaschine und damit auch wirkliche jeder Fleck deines Lachens, deiner Stimme, deiner Art stundenspäter Stunden später in der Kloßschüssel landen, schnupfe ich Persilkoks.

Zitat:
Ich sehe dein treudämliches Lächeln vor mir, das Taschenmesser in deiner Hand mit dem du alles Böse verscheucht hattest und diesen Moment, der von Autohupen, schreienden Menschen und einem ohrenbetäubenden aufschlagen Aufschlagen eines Bluttropfens geprägt ist. Doch mein Wille zerfetzt dich schonungslos.

Zitat:
Wodka läuft mir über die Lippen und der erste schrille Ton der Sirene eines Krankenwagens streuselt unsere Erinnerungen über die Stadt. Erinnerungen die wie Hieroglyphen aussehen

Eigene Wortschöpfung? "Streut" hätte es auch getan.

Inhalt:
Ok, Persilkoks habe ich nachrecherchiert und nicht gefunden. Persil als Bezeichnung für Kokain ja, aber nicht zusammen. Keine Ahnung, ob das umgangssprachlich so benutzt wird oder nicht. Was mir aber logisch nicht wirklich reinwill ist: Warum ausgerechnet Kokain? Du stellst mir den Freund als abgeratzten Penner vor und dann hat er gleich Massen von Kokain dabei, das nun nicht gerade die günstigste Droge ist. Leuchtet mir nicht ein, sorry. Was nun eigentlich mit dem Freund passiert ist, erfahre ich auch nicht. Ist er vom Dach gesprungen? Hat er sich hinterher umgebracht? Ist er seinem Lebensstil zum Opfer gefallen? So richtig kommt das nicht raus.

Viele Grüße
Rufina


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Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden. (Douglas Adams)
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adelbo
Geschlecht:weiblichDichter und Denker


Beiträge: 1890
Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz ordentlich geschriebener männlicher Rückblick auf eine Freundschaft, aber auch sehr verwirrend.

Zitat:
Der Wodka spült unsere Vergangenheit in meine organische Waschmaschine und damit auch wirkliche jeder Fleck deines Lachens, deiner Stimme, deiner Art stundenspäter in der Kloßschüssel landen, schnupfe ich Persilkoks. Seltsamer Satz Diese Welche? Erinnerung brennt in der Kehle. Bleibt an den Schleimhäuten kleben. Staut sich. Der Kloß … Nein … Du. Du stellst dich dieser Endgültigkeit in den Weg. Verstehe ich nicht Ich soll dich nicht vergessen? Wieso? Nur weil du mich beschützt hast? Schon immer. Ich sehe dein treudämliches Lächeln vor mir, das Taschenmesser in deiner Hand mit dem du alles Böse verscheucht hattest und diesen Moment, der von Autohupen, schreienden Menschen und einem ohrenbetäubenden aufschlagen eines Bluttropfens geprägt ist. Doch mein Wille zerfetzt dich schonungslos.

Besonders dieser Abschnitt erscheint mir sehr wirr.
Der Text ist leider nicht so ganz mein Ding.

adelbo


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„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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lady-in-black
Bitte nicht füttern


Beiträge: 1654
Wohnort: Killer Förde
Der goldene Käfig Extrem Süßes!


BeitragVerfasst am: 26.03.2012 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,  smile

angenehme Abwechslung im "Tonfall" der Umsetzung zum Oberbegriff "Alte Freunde".
Allerdings trüben etliche Erbsen das Lesevergnügen. Zeitensprünge, auch ein Wechsel von "du" auf "er", verwirrende Ablauffolge.

Idee gut, Umsetzung nicht so gut.


_________________
- Ich würde mich gerne geistig mit Dir duellieren ... aber ich sehe Du bist leider unbewaffnet.
- Nein, Stil ist nicht das Ende vom Besen.
- Ich spreche fließend ironisch, auch im sarkastischen Dialekt.
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Belzustra
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 34
Beiträge: 346
Wohnort: Belgien


BeitragVerfasst am: 27.03.2012 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

hier also noch eine Geschäftsmann-Penner-Geschichte.
Der erste Satz ist bereits grammatikalisch unheimlich unkorrekt. Ich wüsste nicht einmal, wie ich ihn umstellen könnte, damit er verständlich wird.
Deine Geschichte hat mir nicht so gut gefallen. Dabei liegt es nicht einmal am Thema, sondern an der Umsetzung.

Du schreibst größtenteils im Imperfekt und plötzlich wechselst du fast einen Absatz lang ins Präsens.

Zitat:
Ich zünde mir eine Zigarette an, mein Denkmuskel ähnelt den Boxen eines Rockkonzerts. Meine Augen tränen. Wodka läuft mir über die Lippen und der erste schrille Ton der Sirene eines Krankenwagens streuselt unsere Erinnerungen über die Stadt. Erinnerungen die wie Hieroglyphen aussehen.


Und im letzten Absatz wechselst du die Perspektive:
Zitat:
Dein Lächeln hattest du nicht verloren. Keineswegs. Aber deinen Lebenswillen und ich habe deinen Hilferuf nicht erkannt. Ich grinste. Vielleicht war es besser so. Hätte er meine Hilfe gewollt? Immerhin wird ein Huckleberry Finn niemals erwachsen, so wie du. Nur die Freiheit zählt.


Abgesehen davon, dass der dritte Satz auch wieder chaotisch ist und nicht verstanden werden kann.
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Nicki
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor

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Beiträge: 4769
Wohnort: Mönchengladbach
Ei 10


BeitragVerfasst am: 27.03.2012 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Wegen Zeitmangel und nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, nur Federn zu vergeben, aber nicht zu kommentieren. Meine Bewertung setzt sich zusammen aus dem Bauchgefühl, dass da etwas steht, das mir gefällt, das ich gerne lese, das ich verstehe.
Weiterhin ob die Themenvorgabe eingehalten worden ist und ob grobe Rechtschreib und Grammatikfehler auftauchen.
Wer wissen möchte, warum sein Text meine Federnanzahl bekommen hat, fragt mich am besten nach den Osterferien, wenn ich wieder im Lande bin.


_________________
MfG
Nicki

"Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist." Henry Ford
"Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." A.Einstein


*Sommerblues* September 2017 Eisermann Verlag
*Trommelfeuer* November 2017 Eisermann Verlag
*Silvesterliebe* 30. November 2018 Eisermann Verlag
*Gestohlene Jahre* Work in Progress
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Gast







BeitragVerfasst am: 28.03.2012 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

nicht unklug gesetzt, aber zu viel. Lebensgeschichte. Da bleiben die Fragen offen, die Hintergründe, die Feinheiten - und genau die brauche ich, um bei den Figuren zu sein. Der eine so, der andere so - ja, und dann noch Koks, und dann noch Suizid und dann noch ...
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halcyonzocalo
Geschlecht:männlichEinsamer Trancer

Alter: 30
Beiträge: 1251
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo


BeitragVerfasst am: 28.03.2012 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Kann mich nicht so Recht überzeugen. Einige Stellen sind durchaus nicht schlecht und sind mit schönen Beschreibungen untermalt, insgesamt gesehen kann mich der Text aber inhaltlich nicht überzeugen. Sprachlich auch nicht so gelungen, da haben sich doch recht viele Fehler eingeschlichen (auch außerhalb des Briefs). 3 Federn.

_________________
Die minimaldeterministische Metaphernstruktur mit ihrer mytophoben Phrasierung spiegelt den ideeimmanent abwesenden Bedeutungsraum.
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junimond7
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 47
Beiträge: 144
Wohnort: schönste Stadt der Welt


BeitragVerfasst am: 28.03.2012 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

hier werde ich den joker "neutraler kommentar um bewerten zu können" einsetzen

_________________
Misch ein bisschen Torheit in Dein ernsthaftes Tun und Trachten. Albernheiten im rechten Moment sind etwas Köstliches.
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derSibirier
Dichter und Denker


Beiträge: 1309



BeitragVerfasst am: 28.03.2012 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
und damit auch wirkliche jeder Fleck deines Lachens,


Darüber ärgerst du dich nun wohl selbst am meisten.
Der Text  ist aber in Ordnung.
Nicht weltbewegend aber in Ordnung.

6 Federn

Grüße
Sibirier
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Maestro
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 63
Beiträge: 399



BeitragVerfasst am: 29.03.2012 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Nu ist es also passiert. Die ultimative Nichts-Verstehen-Geschichte.

Ich vergebe neutrale vier Sterne.

Maestro


_________________
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
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Mardii
Stiefmütterle

Alter: 61
Beiträge: 1838



BeitragVerfasst am: 29.03.2012 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Anfangs fragte ich mich, ob das ein experimenteller Text ist, wegen der KLoßschüssel, und die anderen Schreibfehler Absicht sein könnten. Zwischendurch fragte ich mich wieder. Und dann dachte ich, ein Experiment, aber der Chemiesaal ging nicht in die Luft. Aber ich glaube jetzt, dass die Kloßschüssel (gefällt) einer der Wortwitze des Texts ist, wie das Zerstreuseln der Erinnerungen und das Andere wirkliche Schreibfehler sind. Irritierend jedenfalls, wenn man dazu noch die bewusst falsch geschriebene Nachricht des Freundes liest. Jedenfalls kapierte ich, dass die beiden sich auf dem Dach eines Hochhauses trafen und der Freund wohl gesprungen ist.

_________________
`bin ein herzen´s gutes stück blech was halt gerne ein edelmetall wäre´
Ridickully
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Gast







BeitragVerfasst am: 30.03.2012 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ...,

Wieder mal so ein Fall. Gute Elemente, richtig interessante Versuche. Aber dann überwiegt das Gefühl, dass da zusammengestückelt wurde, dass der Schluss dem ersten Teil inhaltlich gar nicht entspricht, zumindest bleibe ich unbefriedigt zurück, weil ich halt meine, mit ein wenig mehr Sorgfalt hättest du der z.T. durchschimmernden Sprachgewalt besser gedient.

Zitat:
Doch mein Wille zerfetzt dich schonungslos.
Ok. Wie passt das nun dazu:
Zitat:
Dein Lächeln hattest du nicht verloren. Keineswegs. Aber deinen Lebenswillen und ich habe deinen Hilferuf nicht erkannt. Ich grinste. Vielleicht war es besser so. Hätte er meine Hilfe gewollt? Immerhin wird ein Huckleberry Finn niemals erwachsen, so wie du. Nur die Freiheit zählt.

???
Du schmeisst auch ein wenig die Zeiten durcheinander, man hat wirklich das Gefühl, du hättest unter ZEitdruck gestanden, eigentlich schade, weil die Idee, dass einer der Freunde den anderen zum "Sterbetermin" bittet, na ja, die fand ich ganz gut.

Du solltest dich mehr anstrengen.

Lorraine
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Nathaniel
Schreiber-Lehrling

Alter: 26
Beiträge: 144
Wohnort: Wenn ich nun einer von den andern wäre, ...
Ei 7


BeitragVerfasst am: 30.03.2012 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist schwierig, sich die Situation konkret vorzustellen. Deine ständigen Wechsel im Tempus verwirren eher, als dass sie die Reihenfolge zuordnen. Dazu kommt, dass das Wesentliche, das irgendwo mittendrin liegt, in der Schwebe bleibt (zumindest so, wie ich den Text verstanden habe).
Die Motive für ihr Verhalten bleiben unklar, und zwar beide. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so aublaufen könnte.

Zitat:
Erinnerungen, die wie Hieroglyphen aussehen. [...] Nur ich konnte sie entziffern.

Diese finde ich die stärkste Aussage.


Nathaniel


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Wobei das -nebenbei bemerkt- mehr ist als ein Wort.
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Piratin
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Ei 2


BeitragVerfasst am: 31.03.2012 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber PoKaPro-Teilnehmer,

die Geschichte läßt mich ein wenig ratlos zurück und einige Rechtschreibfehler (nicht die, die im bewußt falsch geschriebenen Abschnitt sind) sind auch drin. Beispiel:
Zitat:
Der Wodka spült unsere Vergangenheit in meine organische Waschmaschine und damit auch wirkliche jeder Fleck deines Lachens, deiner Stimme, deiner Art stundenspäter in der Kloßschüssel landen, schnupfe ich Persilkoks.


Zitat:
Ich zünde mir eine Zigarette an, mein Denkmuskel ähnelt den Boxen eines Rockkonzerts. Meine Augen tränen. Wodka läuft mir über die Lippen und der erste schrille Ton der Sirene eines Krankenwagens streuselt unsere Erinnerungen über die Stadt. Erinnerungen die wie Hieroglyphen aussehen. Nur wir … Nur ich konnte sie entziffern. Dein Zahnlückenlächeln in den Scheiben der Stadt erkennen.

Hier wimmelt es von Metaphern. Den Bezug des Denkmuskels mit den Boxen eines Rockkonzerts verstehe ich leider gar nicht. Und werden Erinnerungen nicht eher gestreut als gestreuselt?
Liebe Grüße
Piratin


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fancy
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BeitragVerfasst am: 31.03.2012 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

so wie du schreibst, scheinst du aus einem anderen Land zu kommen.
Es finden sich zu viele Fehler in deinem Text.
Du vermittelst mir den Eindruck, als hättest du den Text schnell geschrieben, ihn abgeschickt, ohne weiter darüber nachzudenken, oder gar eine Rechtschreibprüfung zu bemühen.

Deine Bilder berühren nicht. Wenn du an weiterer Kritik interessiert bist, melde dich.

Federn gibt es später.


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anuphti
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Beiträge: 3704
Wohnort: Isarstrand
DSFo-Sponsor Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 31.03.2012 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zwiespältig.

Das Fazit berührt mich nicht. Nach dem Motto, er hätte eh keine Hilfe gewollt, das eigene Gewissen schön reden, dass man nicht gemerkt hat, dass es dem besten Freund dreckig geht.

Komplizierter Aufbau für eine so kurze Geschichte, gleich zwei Rückblenden macht die Geschichte unglaublich unübersichtlich.

Leider nur 4 Federn

LG
Nuff


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The Brain
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 62
Beiträge: 2363
Wohnort: Over the rainbow


BeitragVerfasst am: 31.03.2012 20:26    Titel: Re: Kinderabenteuer Antworten mit Zitat

Hallo lieber Autor,


dann geh' ich mal ans Meckern ...

postkartenprosa hat Folgendes geschrieben:
Kinderabenteuer

Der Wodka spült unsere Vergangenheit in meine organische Waschmaschine und besser Punkt und neuer Satz, musste zweimal lesen, bis ich es richtig verstaneden hatte ... damit auch wirkliche jeder Fleck deines Lachens, deiner Stimme, deiner Art stundenspäter in der Kloß?schüssel landen, schnupfe ich Persilkoks. Diese Erinnerung brennt in der Kehle. Bleibt an den Schleimhäuten kleben. Staut sich. Der Kloß ?… Nein … Du. Du stellst dich dieser Endgültigkeit in den Weg. Ich soll dich nicht vergessen? Wieso? Nur weil du mich beschützt hast? (Schon immer.) Ich sehe dein treudämliches Lächeln vor mir, das Taschenmesser in deiner Hand mit dem du alles Böse verscheucht hattest und diesen Moment, der von Autohupen, schreienden Menschen und einem ohrenbetäubenden aufschlagen eines Bluttropfens geprägt ist. Klasse!Doch mein Wille zerfetzt dich schonungslos.

Im Schneidersitz beobachte ich das Kinderfoto von uns. Der Wind trägt es durch die Häuserschluchten. Dreißig Jahre hattest du dieses Foto in deinem Geldbeutel und heute wolltest du dich mit mir treffen. Wir haben uns damals aus den Augen verloren und irgendwann hatte ich dich vergessen. Vor zwei Wochen überreichte mir der Postbote deinen Brief.

„hey mr pudingbacke. disen spitznamen wirst du nie mer los. nein. du warst tom sawyer. der schnösel, der abenteuer erleben wollte. bock auf ein treffen. bei mir leuft es nicht so runt. Aber wenn du lust auf einen kleinen trink hast und ein par zusatzstoffen, dann komm doch einfach …“

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Dein Lächeln hattest du nicht verloren. Keineswegs. Aber deinen Lebenswillen und ich habe deinen Hilferuf nicht erkannt. Ich grinste. Vielleicht war es besser so. Hätte er du??? meine Hilfe gewollt? Immerhin wird ein Huckleberry Finn niemals erwachsen,(so wie du.) Nur die Freiheit zählt.



Liebe Grüße


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ney
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 188
Wohnort: Leipzig


BeitragVerfasst am: 31.03.2012 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

hm, es scheint irgendwie immer auf den gegensatz 'erfolgreicher geschäftsmann - armer schlucker' hinauszulaufen ....  Rolling Eyes
die geistige verfassung des ich-erzählers wird meiner meinung nach lebendig eingefangen, ich hatte ihn ziemlich gut vor augen. allein das hin- und herspringen zwischen den zeitformen - und damit meine ich nicht die rückblende - empfand ich als etwas störend.


_________________
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Gast







BeitragVerfasst am: 01.04.2012 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Autor/in,

jeden Text habe ich mindestens zweimal gelesen, sacken lassen, und nochmals gelesen.
Meine Bewertung setzt sich zusammen aus der Beurteilung, wie das Thema umgesetzt wurde, ob die Geschichte einigermaßen strukturiert und verständlich ist – also ohne Anleitung gelesen werden kann. Rechtschreib- und andere Fehler lasse ich ebenfalls mit einfließen (ja auch das, weil ich in finde, dass man als Schreiberling in einer Woche einen möglichst fehlerfreien Text zustande bringen sollte). Natürlich ist auch ein Funken Geschmacksache dabei - ganz ausschalten kann ich das wohl nicht.
Das Ergebnis vergleiche ich mit den anderen Geschichten des Wettbewerbes. Es kann also sein, dass ich schreibe: Mir gefällt die Story und dennoch „nur“ fünf, sechs oder sieben Feder gebe, weil es eben im Wettbewerb andere Geschichten gibt, die noch besser sind. Wie jedes Mal vergebe ich nur ein 1 und eine 9. Falls du die 1 erwischen solltest, muss das nicht heißen, dass dein Text grottenschlecht ist, sondern nur, dass er für mich der schwächste im Wettbewerb ist.
Bei 52 Beiträgen werden die Kommentare zu jeder einzelnen Geschichte wohl teilweise knapp ausfallen.  

Zu deiner Geschichte:

Eine runde Geschichte, gut geschrieben. Mir würde es besser gefallen, wenn der letzte Absatz nicht da stünde. Dann wäre auch der Bruch von der zweiten in die dritte Person nicht so fies.

Liebe Grüße
Monika
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