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Verzweiflung, sich selbst schlecht machen

 

 
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Lena1708
Geschlecht:weiblichVorschüler


Beiträge: 0
Wohnort: Kassel


BeitragVerfasst am: 21.07.2017 14:44    Titel: Verzweiflung, sich selbst schlecht machen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Schreibe gerade an meinem ersten Buch. Es ist nicht gerade ein leichtes Thema, weswegen ich alles durchgeplant habe. Jedes Kapitel und jeder Charakter ist sozusagen fertig. Bin momentan auf der Seite 140 (Computer Seite, wären als Buch also mehr) und bin mit allem was ich schreibe unzufrieden. Meine ganze Wortwahl gefällt mir nicht, ich finde alles was ich schreibe unlogisch und rede alles schlecht.

Hat jemand Tipps, wie ich aus diesem loch heraus komme?


_________________
Ich bin 16 Jahre alt und versuche mich an meinem ersten Manuskript.
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 38
Beiträge: 839
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 21.07.2017 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal willkommen im Forum.

Der innere Kritiker ist schon ein Problem. Aber komm erstmal an und trink einen Kaffee. Entspann Dich kurz und betrachte, was Du bisher geschafft hast. Und dann lass einen oder zwei Textauszüge da, damit zu sehen ist, wer von Euch beiden Recht hat. Im Normalfall ist das Dein Bauchgefühl, und was sagt das denn zu der ganzen Sache?


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Kreativer Geist
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 24
Beiträge: 4



BeitragVerfasst am: 25.07.2017 18:01    Titel: Ich denke, ich kenne das Problem Antworten mit Zitat

Hallo!


Also erst einmal wünsche ich mir, dir meinen Respekt zu äußern, sich bereits in so einem Alter mit dem kunstvollen Schreiben zu beschäftigen.
Darin Meisterschaft zu erlangen ist eine wahrlich schwere Aufgabe, die, wie ich finde, nicht selten mit Leid verbunden ist; aber auch ebenso mit Glück kommen kann.

Was du da schreibst, erinnert mich sehr an mich selbst, als ich, wenn das stimmt, dass du 16 bist (entnahm ich deiner Signatur), in deinem Alter war.
Nein, was sage ich, es erinnert mich auch heute noch an mich selbst.

Durch meine Vergangenheit bin ich Jemand, der sich mit der eigenen Kritik hin und wieder selbst zerstört.
Besonders früher dachte ich durchweg, dass das, was ich schreibe, nur Müll ist.
Ich habe zahllose Fassungen von meinem ersten Roman, aber leider war ich so zornig mit mir selbst, dass ich die allerersten Seiten, die ich heute als wertvoll empfunden hätte, vernichtet habe.
Ich empfand sie nicht zu existieren wert.

Nur ein Bisschen was von meiner Seite, dass du weißt, dass ich das nachvollziehen kann oder zumindest versuche.

Tja...was habe ich getan?
Die simple Antwort auf deine Frage ist die: Schreib einfach weiter!

Klingt doof, nicht wahr?
Vielleicht auch nicht, aber mir haben diese simplen Antworten nie gefallen. War nie ein Fan davon.

Also...
...ich habe stets weiter geschrieben.
Schreiben war mein einziger Freund.
Es war oft alles, was mich zusammengehalten hatte.
Und zugleich habe ich diesen Freund gehasst, weil er immer auf mich herabzusehen schien.
Dabei war es am Ende stets nur ich selbst, der sich in den Schatten stellte.
Schreiben hat mir oft auch glückliche Momente bescherrt.
Besonders am Anfang habe ich wirklich gelitten, hab' Ideen nach wenigen Momenten verworfen, Charaktere ausgelöscht, Szenen umgekrempelt...nenn' den Teufel, ich hab's wahrscheinlich getan.

Glaub' an dich selbst. Wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzt, wirst du besser darin. Wenn du weiter schreibst, wirst du besser darin.
Dein Auge wird sich diesbezüglich über die Zeit hinweg schärfen und du wirst viele Dinge sehen, die dir vorher nicht auffielen.
Vielleicht zu viele. =D
Denn gegebenenfalls kann man Filme, Literatur, etc. nicht mehr, nun, ich sage mal: So genießen, wie man es zuvor tat, da man viele Fehler erkennt, welche Anderen gewöhnlich "nur" als unangenehmes Leseerlebnis aufstoßen.

Mein fehlender Glaube an mich selbst hat mich geschwächt.
Aber glaub' mir, dass man das auch umkehren kann.
Genau so, wie man sich sagt, dass man das nicht hinbekommt, kann man sich auch sagen, dass man das hinbekommt.
Selbst, wenn man es am Anfang nicht glauben mag.
Es geht darum, es dem Unterbewusstsein zu erklären.
Und ein eventueller länger bleibender Schaden, so nenne ich es einmal (alles rein theoretisch, alles nur rein theoretisch und gar nicht auf dich bezogen), ist auch über eine längere Zeit hinweg entstanden und ich schätze, dass es auch eine mindestens ebenso lange Zeit braucht, in der man an sich glaubt, um sich davon zu heilen.

Ein weiterer Tipp wäre auch, Briefe an dich selbst zu schreiben.
Ein paar Tage später denkt man höchstwahrscheinlich nicht das >exakt< Gleiche wie dies gegenwärtig der Fall ist.
Du musst sie nicht über die Post an dich schicken (hab' ich mal gemacht). Reicht auch, wenn du sie 2-3 Tage oder eine Woche liegen lässt und dann öffnest.
Wenn du dann deine Zeilen liest, ändert sich deine Meinung vielleicht und du denkst dir: "Was für einen Stuss hatte ich mir da zusammengereimt? Das ist doch eigentlich alles viel schicker, als ich es damals portraitierte".


Nun, ich hoffe, dass dir meine Worte etwas über diese Trübsinnigkeit hinweg halfen.
Ich kenne das Gefühl, denke ich und ich leide auch stets etwas darunter, wenn jemand anderes von ähnlichen Erlebnissen berichtet.

Ich bin zwar selbst neu hier, gerade angekommen, aber von mir dennoch auch ein warmes Willkommen hier!

Aufmunternde Grüße:

~ Silvio Schneider
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Severn
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 31
Beiträge: 64



BeitragVerfasst am: 03.08.2017 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist völlig normal... Ich habe so viele Phasen, in denen ich meine Formulierungen hasse und verabscheue. Mein Tipp: Leg es weg und überdenke alles in Ruhe. Dann lies mal alles, was du hast, an einem Stück durch. Wenn du dann das Gefühl hast, dass es sich lohnt, korrigiere und mach weiter. Wenn nicht - wirf es nicht weg! Leg es beiseite und versuch ev. etwas Neues anzufangen. Worum geht es denn in deinem Werk und was gefällt dir nicht?
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shaadar
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 44
Beiträge: 57
Wohnort: Heidelberg


BeitragVerfasst am: 30.08.2017 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

"weswegen ich alles durchgeplant habe. Jedes Kapitel und jeder Charakter ist sozusagen fertig."

So arbeite ich auch überwiegend. Manchmal kommt aber der Geistesblitz und ich muss Änderungen einpflegen. Mache ich aber, Kontrast zum Planen.

"und bin mit allem was ich schreibe unzufrieden."

Ich schreibe sogar manchmal absichtlich schlecht (wenn mir nichts einfällt), und korrigiere dann lieber das Schlechte weiter. Eine leere Seite kann man nicht korrigieren.

Dass Du schon 140 Seiten hast, ist super. Das ist viel Stoff zum möglichen Verbessern!

Lass das Manuskript 2 Wochen ruhen. Druck es aus, dann lies, von Anfang an, gerade durch. Dann fallen echte Schwächen auf - und auch - da könnte es Dich wieder packen (Papier in der Hand zu halten, ist sinnvoll finde ich. Manche lesen Korrektur per eBook-Reader, aber das ist nicht ganz mein Ding).

Ich hoffe aber, dass sich Deine wichtigen Charaktere im Laufe der Geschichte etwas sinnvoll verändern. Das ist immer gut.
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