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Schatten Risse


 

 
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hypnobader
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 58
Beiträge: 427
Wohnort: Voralpen
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BeitragVerfasst am: 04.06.2015 17:34    Titel: Schatten Risse eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt mein 2. Buch bei BoD rausgebracht. Diesmal in Zusammenarbeit mit einem Fotografen, der noch rein analog arbeitet und entwickelt, die Bilder anschließend aber digital verfremdet.

Titel: Schatten Risse
Autoren: Michael Heinisch, Friedemann Palmer
Verlag: Books on Demand. 19.5.2015
ISBN 10: 3734792495
ISBN 13: 978-3734792496



Klappentext:
Mord, Mißbrauch, Leere, Ekel.
Tod, Verzweiflung, Einsamkeit.
Geburt, Sehnsucht, Hoffnung?
In fünf Kurzgeschichten und zehn Gedichten wirft Michael Heinisch
Blitzlichter in Abgründe. Dieses Licht nutzt Friedemann Palmer, um
die aufscheinenden Schatten alp • traumhaft zu bebildern.

www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3734792495

Die Geschichten sind z.T. hier im DSFO schon vorgestellt und dabei durch die Unterstützung und Rückmeldungen deutlich verändert und verbessert worden.
Es sind zB 'Herz und Schmerz' und 'Sing mir eines deiner Lieder' enthalten.
Insgesamt sind 24 Bilder integriert, davon 9 farbig. Die meisten sind ganzseitig. Ich hab zur Veranschaulichung mal 3 angehängt.







Weitere Werke von hypnobader:


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Sylvia Aljana
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 59
Wohnort: Im schönen Lahntal


BeitragVerfasst am: 07.06.2015 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Es wirkt wahnsinnig intensiv. Sowohl was die Texte versprechen, als auch von den Bildern. Ein sicherlich außergewöhnliches Projekt

_________________
"Ja, diese Welt der Träume hatten sie wohl gefunden, doch schien Fenia nie bedacht zu haben, dass es neben all den schönen, hoffnungsvollen und guten Träumen auch die Träume gab, die aus den dunklen Teilen der Seele erwuchsen."

Aus "Der Stern von Erui - Heimkehr"
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Beka
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 59
Beiträge: 3140



BeitragVerfasst am: 08.06.2015 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlichen Glückwunsch, das sieht nach einem tollen Projekt aus. Die Fotos sind faszinierend. Ich wünsche euch viel Erfolg.

_________________
*Die Sehnsucht der Albatrosse* ( Aufbau Taschenbuch)
*Das Geheimnis des Nordsterns* ( Aufbau Taschenbuch)
*Die Tochter der Toskana - Wie alles begann* ( Aufbau Digital)
*Die Tochter der Toskana* (Aufbau Taschenbuch)
*Das Gutshaus in der Toskana* (Aufbau Taschenbuch)
*Sterne über der Toskana* (Juli 2019 - Aufbau Taschenbuch)
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JT
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 48
Beiträge: 2209
Wohnort: Im Buchstabensalat
Ei 7


BeitragVerfasst am: 08.06.2015 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg

_________________
LG JT
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hypnobader
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 58
Beiträge: 427
Wohnort: Voralpen
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BeitragVerfasst am: 09.06.2015 19:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank Sylvia, Beka und JT für eure Rückmeldungen und Wünsche.
Freut mich.

Ich hab nochmal was angehängt. Das schreiben ins Bild ist aber sonst nur ganz sparsam eingesetzt.




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hypnobader
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 58
Beiträge: 427
Wohnort: Voralpen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 16.06.2015 12:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich möchte eine der Kurzgeschichten als Beispiel hier einstellen. Und dazu die zugehörigen Bilder.





Herz und Schmerz

Den ganzen Morgen schon verspürte er einen Druck unter dem linken Rippenbogen. Er kannte das. Wie immer versuchte er ihn zu ignorieren. Manchmal war er sich nicht sicher, ob es sich um eine Einbildung handelte, zumeist jedoch sah er ihn als Ausdruck einer allgemeinen Verspannung an. Gelegentlich tauchte auch die Befürchtung auf, dass es sich um ein Warnsignal handeln könnte. Aber deswegen zum Arzt gehen? Das letzte Mal, dass er einen an sich heran gelassen hatte, war vor fünfzehn Jahren gewesen – wegen einer Sprunggelenksfraktur. Sein Körper hatte zu funktionieren. So war das immer gewesen und so hatte das auch weiterhin zu sein.

Er zündete sich eine Zigarette an. Tief inhalierte er den Rauch und versuchte, die trüben Gedanken von sich abzuschütteln. Es war ihm immer wichtig gewesen, alles im Griff zu haben, vor allem sich selbst. Auf niemanden angewiesen sein. Was geht es jemand anderen an, wie ihm zumute war. Und war er nicht gut gefahren damit? Sicher, manchmal hatte er sich gefragt, wofür er all das machte. Aber das führte zu nichts.

Der Druck nahm zu. Es war, als ob ihm jemand den Brustkorb zuschnürte. Er versuchte, tief durchzuatmen. Dabei empfand er jedoch erstmals einen regelrechten Schmerz, wie einen Stich, so dass er in der Folge nur noch vorsichtig und flach atmete. Scheiße, sollte es jetzt doch so weit sein. Quatsch, da hatte sich irgendein Nerv eingeklemmt.

Und wenn doch? Er musste sich eingestehen, dass er es irgendwo immer geahnt hatte. Als ob er es geradezu darauf angelegt hätte.

Endlich Schluss mit der ganzen Anstrengung und der mühsamen Selbstdisziplinierung. Dann war’s das halt jetzt.

Er merkte, wie sich Schweißperlen an seinen Schläfen bildeten. Das Gefühl der Einschnürung hatte sich auf seinen Hals ausgedehnt, so dass er sich kaum noch zu bewegen traute.

Es war ja nicht so, dass er nicht auch Hoffnungen und Wünsche gehabt hätte. Bei dem Gedanken daran überkam ihn unvermutet Traurigkeit. Er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal Tränen gespürt hatte. Irgendwann musste er aufgehört haben, seine ureigensten Bedürfnisse wahrzunehmen.

Aspirin. Er hatte doch irgendwo gelesen, dass Aspirin gut bei einem Infarkt sei. Im Küchenschrank. Vorsichtig, beide Hände auf seine linke Brust haltend, bewegte er sich dorthin. Beim Öffnen der Packung merkte er, wie sehr er zitterte. Er schluckte drei Tabletten ohne Wasser.

Er ließ sich auf einen Stuhl sinken. Er fühlte sich leer.

Es vergingen wohl fünf Minuten, in denen er regungslos dasaß. Er versuchte, sich zu erinnern, wann er das letzte Mal glücklich war. Nichts fiel ihm ein. Leer kamen ihm die ganzen Jahre vor. Nichts, was ihm wirklich etwas bedeutete. Wie konnte das sein?

Trotz der Aspirin hatte der Druck nicht abgenommen. Im Gegenteil. Es schnürte ihm förmlich die Kehle zu und im Innern seines Brustkorbs, der wie in einen Schraubstock eingespannt war, brannte es. So einen Schmerz hatte er noch nie erlebt.

Der Schweiß lief ihm jetzt in Rinnsalen die Wangen hinab. Er musste einen klaren Kopf behalten. Einen Arzt. Er musste einen Notarzt rufen. Das Telefon stand in der Diele.

Wie in Trance stand er auf und tappte gebeugt hinüber:
eins – eins – null.
»Notruf. Polizei Köln?«
»Einen Notarzt. Herzinfarkt. Meringstr. 17, mein Name ist Hübner.«
Es war erstaunlich, wie klar sein Verstand arbeitete.
»Okay, wir verständigen die Rettungsleitstelle.
Ist die Eingangstür gut zu finden?
Können Sie die Tür öffnen?«
»Das wird schon gehen. Beeilen Sie sich.«

15 Minuten, vielleicht 20. Er setzte sich an der Eingangstür auf den Boden. Er presste den Atem durch seine zusammengebissenen Zähne. Es würde schon alles gut werden. In einer viertel Stunde würde der Notarzt da sein, dann wäre das Gröbste überstanden. Er versuchte, sich ein wenig zu entspannen. Was hatte ihn nur getrieben, sein Leben so zu vergeuden?

Angst. Es war Angst. Er war immer überzeugt, ja sogar stolz darauf gewesen, keine Angst zu kennen. Auch in den brenzligsten Situationen konnte er einen kühlen Kopf bewahren.

Der Schmerz zog sich jetzt bis in den kleinen Finger seiner linken Hand. Ihm war schlecht. Er würgte. Er hatte alles falsch gemacht. Das Innere seines Brustkorbs schien es zu zerreißen. Obwohl ihm der Schweiß weiterhin aus allen Poren drang, fror er. Es schüttelte ihn geradezu.

Diese Angst. Angst. Angst. Wie sollte es weitergehen? Sollte es weitergehen. Mit Wucht traf ihn die Erkenntnis, dass es möglich war, dass es nicht weiterging.

Dieser Gedanke löste eine ungeheure Ruhe aus.




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Stimmgabel
Geschlecht:männlichBestseller-Autor


Beiträge: 4399
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 16.06.2015 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

-


Hallo Michael, hab's gerade bestellt Smile


freu mich schon drauf,

wieder ein Tschüss, Frank ...


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Gabel im Mund / nicht so hastig...
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Gefühlsgier
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 26
Beiträge: 438
Wohnort: Worms


BeitragVerfasst am: 16.06.2015 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Euer Projekt finde ich sehr aufregend. Ich mag visuelle Eindrücke beim Lesen und nach dem ersten Leseeindruck bin ich entschlossen, dass ich es mir bei meiner nächsten Sammelbestellung gleich mitbestellen werden.

Beeindruckte sowie gespannte Grüße


_________________
"Exhaustion pays no mind to age or beauty. Like rain and earthquakes and hail and floods."
Haruki Murakami - "Dance Dance Dance"

~

Some people live in Hell
Many bastards succeed
But I, I've learned nothing
I can't even elegantly bleed
out the poison blood of failure
"Swans - Failure"

~

semidysfunktional
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hypnobader
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 58
Beiträge: 427
Wohnort: Voralpen
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BeitragVerfasst am: 17.06.2015 18:54    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Na, dann wünsch ich viel Vergnügen, Frank

Und auch dir, Gefühlsgier, vielen Dank für deine Rückmeldung und viel Spaß beim lesen und schauen.
Auch ich finde die Bilder sehr ausdrucksstark und gut zu den Geschichten und Gedichten passend. Aber ich bin natürlich voreingenommen.

Freut mich.


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