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Lisa


 
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madrilena
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Alter: 83
Beiträge: 676



BeitragVerfasst am: 14.07.2012 13:18    Titel: Lisa eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dritter Versuch - Hallo und guten Tag. Ich weiß nicht, was ich falsch mache, jedenfalls verschwindet mein Text immer wieder. Ich nehme das mal nicht als schlechtes Zeichen. Ich habe schon lange nicht mehr hier geschrieben, aber dennoch häufig sehr aufmerksam Eure Kritiken verfolgt. Nun möchte ich Euch um die Kritik zum Prolog meines neuen Romans bitten. Ich habe bisher nur einen Arbeitstitel - sehr einfach: "Lisa"
Danke
madrilena

Prolog
Schattenkälte – lärmende Stille. Die Frau macht kein Licht. Angst – überall nur Angst. Der Puls jagt. Das Blutdruckmessgerät – auf dem Nachttisch. Es leuchtet in Furcht erregenden grellen Farben, und doch muss es immer greifbar sein.
Kontrolle!  
Jetzt erhebt sich die Fremde aus ihrem Bett. Schaudernd erkennt Lisa, dass sie selbst die Fremde ist. Sie läuft ruhelos in der Wohnung auf und ab.
Es ist das Herz – wenn es plötzlich stehen bleibt?
Atemnot – das Gefühl zu ersticken.
Sie setzt sich auf den einzigen Stuhl in einer kleinen fremden Küche. Der Herzschlag dröhnt in ihrem Kopf, hämmert gegen die engen Wände ihres Körpers, verselbständigt sich und wird zum dumpfen Geräusch, das die Küche ausfüllt, als würde es neben ihr stehen.
Tiefe Einsamkeit und… Angst.
Ist es das Ende?
Plötzlich taucht im Traum ein kleines Mädchen auf. Es steht am Bett der toten Mutter. Starrt erschreckt auf die skelettartigen Hände. Die leeren Augen. Den leicht geöffneten Mund.

Das Bild wechselt, da ist es wieder sie selbst, die durch die Küche hastet, sie muss  aufräumen – kein schmutziger Teller, kein gebrauchtes Glas darf mehr in der Spüle stehen. Alles muss blank geputzt sein. Dann hetzt sie ins Wohnzimmer, schüttelt Kissen auf, rennt ins Bad – poliert die metallenen Wasserhähne. Wischt über Wände, Waschbecken, Spiegel.
Dabei lärmen stets die gleichen Worte in ihrem Kopf. Wie lange noch?
Sie will fliehen – und dennoch der unsinnige Wunsch, immer bereit sein zu müssen – bereit für den Tod. Ein Gedanke, der ihr die Luft zum Atmen nimmt, den Mund austrocknet, ihre Hände zittern lässt.
Unvermutet taucht Philipp im Traum auf, aber es ist nicht wirklich Philipp, er sieht nur so aus. Sie ahnt, dass es Lukas ist. Sie fängt an zu weinen. ‚Ich will nicht sterben…Tod bedeutet Nicht-mehr-sein’!
Das Herz rast…
Gedankensplitter leuchten auf wie Zerrbilder: Menschen, die sich lieben oder streiten, lachen oder weinen. Leben!
Sie will dabei sein – immer  und weiß doch gleichzeitig:
Nie mehr Mozart. Nie mehr im Gras liegen und in die Sonne blinzeln. Nie mehr barfuß durch warmen Sand laufen und dem aufgeregten Spiel der Wellen zuschauen. Nie mehr erste Regentropfen auf dem nach oben gewandten Gesicht. Nie mehr streichelnde Hände und stöhnende Lust.
Denn… sie ist tot! Alles, was sie empfunden, was sie gedacht, was sie erlebt hat von Flammen verbrannt oder von unzähligen Würmern zernagt, zerfressen, ausgelöscht.
Dieses Labyrinth der gnadenlosen Angst.

123456Wie es weitergeht »




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Bücher im Alkyon Irmgard Keil Verlag/Marbach "Schatten umarmen" Kranichsteiner Literaturverlag.
1. "den Himmel mit Händen fassen" ISBN
10:3934136303
2. "Schatten umarmen ISBN 10:3929265133
3. "...und die Zeit stand still" ISBN 10: 3934136311
4."leben" ISBN 10:3934136656
Erhältlich bei Amazon über buchimport Peter Reimer + in Buchhandlungen
Schatten umarmen auch über Libri.
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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 29
Beiträge: 717
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 16.07.2012 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo madrilena.

Also ich habe den Text aufmerksam durchgelesen und muss ehrlich sagen, dass er mir nicht gut gefällt.
Ich bin sehr verwirrt, verstanden hab ich nur das es um die Angst vorm Sterben geht. Es scheint auch eine alte, leicht paranoide Frau zu sein?

Grade der Einstieg. Ich erkenne zwar, dass du versuchst mit kurzen Sätzen und aus dem Zusammenhang gerissenen Teilen Hektik und Spannung zu erzeugen. Leider klappt das nicht wirklich. Satzzeichen sind keine Rudeltiere - und du hast davon eindeutig zu viele. Außerdem scheint mir die Rechtschreibung und Zeichensetzung nicht immer korrekt und manchmal sehr verwirrend zu sein.

Zitat:
Unvermutet taucht Philipp im Traum auf, aber es ist nicht wirklich Philipp, er sieht nur so aus. Sie ahnt, dass es Lukas ist. Sie fängt an zu weinen. ‚Ich will nicht sterben…Tod bedeutet Nicht-mehr-sein’!


Die Satzzeichen gerade am Ende finde ich zu viel und unsinnig. Und '...' ist finde ich auch fehl am Platz. Ich würde es nur sehr selten bis gar nicht verwenden.

Also ich bin vor dem Lesen nicht schlauer als danach, ich denke es geht um eine alte kranke Frau die Angst hat zu sterben und dabei auf Schmerzmitteln irre Visionen erlebt.
Aber wie gesagt, ich finde es ungünstig umgesetzt.
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Wolfsblume
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 23
Beiträge: 99
Wohnort: Niedersachsen


BeitragVerfasst am: 16.07.2012 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo madrilena. smile

Warum dein Text immer verschwindet, weiß ich beim besten Willen auch nicht. Aber diese Frage kann dir ja vielleicht ein Mod oder Admin beantworten? smile
Den Titel "Lisa" finde ich jetzt nicht so interessant. Aus diesem Grund würde ich den Roman wahrscheinlich gar nicht erst in die Hand nehmen. Aber das ist, hoffentlich, nur der vorläufige Titel?
Denn ich finde deinen Schreibstil und die Ausdrucksweise eigentlich perfekt für die beschriebene Situation. Leider muss ich Kätzchen zustimmen, an einigen Stellen ist es etwas verwirrend geschrieben, was aber durchaus Absicht sein kann, oder?
Hier das Ende als gutes Beispiel. Mir kommt es etwas zu plötzlich und ich war ziemlich verwundert, da ich erst an einen Albtraum dachte, nicht an eine tote Person, die sich selbst "sieht" und Teile ihres Lebens und ihrer Gedanken reflektiert.
Was ich sehr gut fand, war diese Formulierung:

Zitat:
‚Ich will nicht sterben…Tod bedeutet Nicht-mehr-sein’!

Ob da nun die einen oder anderen Anführungszeichen verwendet werden, hat ja keinen Einfluss auf den Satz, der wirklich schön ist.

Viele liebe Grüße
Wolfie


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"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.
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madrilena
Autor

Alter: 83
Beiträge: 676



BeitragVerfasst am: 16.07.2012 15:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Wolfsblume und Kätzchen - vielen Dank für Eure Rückmeldung. Der Text soll hektisch sein, aber mit den Satzzeichen habt Ihr Beide natürlich Recht.
Der Titel ist wirklich nur Arbeitstitel, er wäre mir auch zu langweilig.

Es ist keine alte Frau - es ist eine Frau, die traumatische Angst vor dem Tod hat und doch immer darauf vorbereitet sein will. Wenn es aber nicht rauskommt, dass es ein Traum ist, muss ich mir den ganzen Text noch einmal richtig vornehmen.

Verwirrend soll er auf keinen Fall sein.

Übrigens eine Frage - ich erkenne in diesem kurzen Abschnitt keine Rechtschreibfehler - was einem ja oft auch bei noch so wiederholtem Lesen passieren kann, obgleich ich auf Rechtschreibung sehr viel Wert lege.
lg. madrilena


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10:3934136303
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adelbo
Geschlecht:weiblichDichter und Denker


Beiträge: 1890
Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 16.07.2012 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo madrilena,

ich schleiche schon einige Zeit um deinen Text herum. Ich habe ihn mittlerweile dreimal gelesen und ich finde ihn schon ziemlich beeindruckend. Normalerweise lese ich nicht gerne Geschichten, die mich belasten könnten. Im Gegenteil zu jungen Jahren, in denen ich mich nur mit solchen Texten beschäftigt habe.
Wer kennt nicht die Angst? Es gibt ja sehr viele Ängste und die wohl weitverbreiteste ist die Angst vor dem Tod oder vielleicht auch "nur" die Angst vor dem Sterben.
Du schreibst, das ist ein Einstieg in einen Roman. Ich weiß nicht, ob du dafür die Angst nicht zu breittrittst. Ich kann natürlich nur für mich reden, ich wollte nicht weiterlesen. Weil ich mir nicht vorstellen könnte, da kommt etwas was mich interessieren würde.
Für mich kann nach einem solchen Einstieg doch eigentlich nur ein Lebensrückblick kommen, etwas das versucht, die Angst zu erklären.

Ich finde den Text gut geschrieben, die Ängste der Protagonistin kommen eindrücklich rüber.  
Dass der Einstieg ein Traum ist, ist bei mir nicht angekommen. Ich habe es so gelesen, dass sie immer wieder in Träume verfällt, da sie schon so von ihrer Angst besessen ist.
Ich glaube, das liegt daran, dass du zu sehr ins Detail mit den Ängsten gehst.
Zitat:
Gedankensplitter leuchten auf wie Zerrbilder: Menschen, die sich lieben oder streiten, lachen oder weinen. Leben!
Sie will dabei sein – immer und weiß doch gleichzeitig:
Nie mehr Mozart. Nie mehr im Gras liegen und in die Sonne blinzeln. Nie mehr barfuß durch warmen Sand laufen und dem aufgeregten Spiel der Wellen zuschauen. Nie mehr erste Regentropfen auf dem nach oben gewandten Gesicht. Nie mehr streichelnde Hände und stöhnende Lust.

Denkt man das im Traum?
Trotzdem, sehr gut geschriebener, eindringlicher Text.
LG
adelbo


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„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

Bertrand Russell
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Wolfsblume
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 23
Beiträge: 99
Wohnort: Niedersachsen


BeitragVerfasst am: 16.07.2012 16:11    Titel: Re: Lisa Antworten mit Zitat

Guck Guck.

Ich suche mal, ob ich ein paar kleine Fehler finde. smile


madrilena hat Folgendes geschrieben:

Prolog
Schattenkälte – lärmende Stille. Die Frau macht kein Licht. Angst – überall nur Angst. Der Puls jagt. Das Blutdruckmessgerät – auf dem Nachttisch. Es leuchtet in Furcht erregenden (furchterregenden, oder?) grellen Farben, und doch muss es immer greifbar sein.
Kontrolle!  
Jetzt erhebt sich die Fremde aus ihrem Bett. Schaudernd erkennt Lisa, dass sie selbst die Fremde ist. Sie läuft ruhelos in der Wohnung auf und ab.
Es ist das Herz – wenn es plötzlich stehen bleibt?
Atemnot – das Gefühl zu ersticken.
Sie setzt sich auf den einzigen Stuhl in einer kleinen fremden Küche. Der Herzschlag dröhnt in ihrem Kopf, hämmert gegen die engen Wände ihres Körpers, verselbständigt (verselbstständigt) sich und wird zum dumpfen Geräusch, das die Küche ausfüllt, als würde es neben ihr stehen.
Tiefe Einsamkeit und… Angst.
Ist es das Ende?
Plötzlich taucht im Traum ein kleines Mädchen auf. Es steht am Bett der toten Mutter. Starrt erschreckt auf die skelettartigen Hände. Die leeren Augen. Den leicht geöffneten Mund.

Das Bild wechselt, da ist es wieder sie selbst, die durch die Küche hastet, sie muss  aufräumen – kein schmutziger Teller, kein gebrauchtes Glas darf mehr in der Spüle stehen. Alles muss blank geputzt sein. Dann hetzt sie ins Wohnzimmer, schüttelt Kissen auf, rennt ins Bad – poliert die metallenen Wasserhähne. Wischt über Wände, Waschbecken, Spiegel.
Dabei lärmen stets die gleichen Worte in ihrem Kopf. Wie lange noch?
Sie will fliehen – und dennoch der unsinnige Wunsch, immer bereit sein zu müssen – bereit für den Tod. Ein Gedanke, der ihr die Luft zum Atmen nimmt, den Mund austrocknet, ihre Hände zittern lässt.
Unvermutet taucht Philipp im Traum auf, aber es ist nicht wirklich Philipp, er sieht nur so aus. Sie ahnt, dass es Lukas ist. Sie fängt an zu weinen. ‚Ich will nicht sterben…Tod bedeutet Nicht-mehr-sein(Müsste, glaube ich, groß geschrieben werden.) ’!
Das Herz rast…

Gedankensplitter leuchten auf wie Zerrbilder: Menschen, die sich lieben oder streiten, lachen oder weinen. Leben!
Sie will dabei sein – immer  und weiß doch gleichzeitig:
Nie mehr Mozart. Nie mehr im Gras liegen und in die Sonne blinzeln. Nie mehr barfuß durch warmen Sand laufen und dem aufgeregten Spiel der Wellen zuschauen. Nie mehr erste Regentropfen auf dem nach oben gewandten Gesicht. Nie mehr streichelnde Hände und stöhnende Lust.
Denn… sie ist tot! Alles, was sie empfunden, was sie gedacht, was sie erlebt hat von Flammen verbrannt oder von unzähligen Würmern zernagt, zerfressen, ausgelöscht.
Dieses Labyrinth der gnadenlosen Angst.


Waren nur ein paar Kleinigkeiten. Mehr fällt mir jetzt spontan nicht auf. wink

Viele liebe Grüße
Wolfie


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"Leben heißt Veränderung!", sagte der Stein zur Blume und flog davon.
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MSchneider
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Beiträge: 72



BeitragVerfasst am: 16.07.2012 16:16    Titel: Re: Lisa Antworten mit Zitat

Hi, Wolfsblume.

Wolfsblume hat Folgendes geschrieben:
verselbständigt (verselbstständigt)


So ist's korrekt.

Gruß,

MSchneider
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madrilena
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Alter: 83
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BeitragVerfasst am: 16.07.2012 16:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Wolfsblume - ich habe den Duden mit der neuen Rechtschreibung, weil ich fehlerhaftes Schreiben wirklich schrecklich finde, zumindest bei meinen Texten.
Also verselbständigen kann so oder mit zwei st geschrieben werden, Furcht erregend oder Furcht einflößend wird auseinander und Furcht groß geschrieben. Nicht-mehr-sein habe ich absichtlich so geschrieben, sein klein geschrieben erscheint mir intensiver, lebendiger.
Danke für Deine Mühe - ich habe noch oft Schwierigkeiten mit der neuen Rechtschreibung, deshalb greife ich im Zweifel zu meinem gelb-roten Helfer.

Danke adelbo für die Rückmeldung - ich seh schon, dass ich noch einiges ändern muss. Aber ich kann Dich beruhigen, es geht nicht mit einer Rückschau weiter, sondern mit sehr viel Lebendigkeit, allerdings immer gleichzeitig auf der Suche danach, mit dieser Angst fertig zu werden und sie nicht als ständige Bedrohung mit sich herum zu schleppen. Meine Lisa liebt das Leben in all seinen Intensitäten und doch kann sie es, eben wegen dieser Angst,  nie richtig genießen.
Lieben Gruß madrilena


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1. "den Himmel mit Händen fassen" ISBN
10:3934136303
2. "Schatten umarmen ISBN 10:3929265133
3. "...und die Zeit stand still" ISBN 10: 3934136311
4."leben" ISBN 10:3934136656
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madrilena
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BeitragVerfasst am: 16.07.2012 16:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

adelbo, ich muss noch einmal antworten - ich habe mir das Zitat, das du anführst, noch einmal, losgelöst vom übrigen Text, durchgelesen und Du hast völlig Recht, das sind Gedanken und Vorstellungen , die man nicht träumt, sondern denkt und lebt.
Es ist doch immer gut, seinen Text hier reinzustellen, die Kritiken können oft Klarheit über eigene Denkfehler bringen .
lg. madrilena


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Wolfsblume
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Beiträge: 99
Wohnort: Niedersachsen


BeitragVerfasst am: 16.07.2012 20:12    Titel: Re: Lisa Antworten mit Zitat

MSchneider hat Folgendes geschrieben:
Hi, Wolfsblume.

Wolfsblume hat Folgendes geschrieben:
verselbständigt (verselbstständigt)


So ist's korrekt.

Gruß,

MSchneider


Mein Duden sagt was anderes, aber dann liegt es wohl an der Auflage.


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MSchneider
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Beiträge: 72



BeitragVerfasst am: 16.07.2012 20:20    Titel: Re: Lisa Antworten mit Zitat

Wolfsblume hat Folgendes geschrieben:
MSchneider hat Folgendes geschrieben:
Hi, Wolfsblume.

Wolfsblume hat Folgendes geschrieben:
verselbständigt (verselbstständigt)


So ist's korrekt.

Gruß,

MSchneider


Mein Duden sagt was anderes, aber dann liegt es wohl an der Auflage.


Hi,

nein, dein Duden hat recht.

Es heißt zwar selbständig, aber verselbstständigt. Mein Fehler.

Gruß,

MSchneider
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Rübenach
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Beiträge: 2406



BeitragVerfasst am: 16.07.2012 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

aus Duden online:

Von Duden empfohlene Schreibung: verselbstständigen
Alternative Schreibung:verselbständigen


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Wolfsblume
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BeitragVerfasst am: 16.07.2012 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Alle haben recht, basta. lol2
Was mir noch positiv aufgefallen ist, war diese Zeile:
Zitat:
Plötzlich taucht im Traum ein kleines Mädchen auf. Es steht am Bett der toten Mutter. Starrt erschreckt auf die skelettartigen Hände. Die leeren Augen. Den leicht geöffneten Mund.

Gänsehauteffekt. smile
Das wollte ich nur noch einmal gesagt haben.

Viele liebe Grüße
Wolfie


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Kätzchen
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BeitragVerfasst am: 17.07.2012 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habs heute noch einmal in Ruhe durchgelesen. Meins ist es immernoch nicht, dennoch:
Den guten Stellen kann ich wirklich nur zustimmen!
Aber mach den Einstieg doch kürzer - eine Szene aus dem Traum, dafür effektiver und "echter".
Dann ist das alles nicht so verwirrend, denke ich. Schaffe einfach klarere Zusammenhänge, in denen deine "schönen", Bilder erzeugenden Wortspiele den richtigen Effekt finden. So ist es überladen, als hättest du alle Geniestreiche und Vergleiche, die dir eingefallen sind, auf einmal reinpressen wollen. Was, wie jemand schon sagte, die Lust auf mehr nimmt.

Ich wünsche dir viel Glück beim überarbeiten und bin gespannt, was dabei rauskommt. Vielleicht, wenns gut gemacht ist, kriegst du mich ja doch rum wink
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madrilena
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Beiträge: 676



BeitragVerfasst am: 19.07.2012 16:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nach Eurer sehr konstruktiven Kritik habe ich den Prolog gestrichen. Ich werde die Gedanken und Bilder dieses Prologs in anderen Kapiteln verwenden, so sie zum Inhalt passen und dadurch dann nicht so gedrängt vorkommen. Ich möchte mein 1. Kapitel nach einer genauen Überprüfung  demnächst reinstellen, wenn Interesse daran besteht.
Vorerst danke
madrilena


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adelbo
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Wohnort: Im heiligen Hafen


BeitragVerfasst am: 19.07.2012 17:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo madrilena,

ich bin gespannt auf dein 1. Kapitel.  Smile

LG
adelbo


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madrilena
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BeitragVerfasst am: 19.07.2012 20:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke adelbo. Ich wundere mich über mich selbst. Es ist ja mein 5. Buch, ich habe Lesungen durch ganz Deutschland gemacht, ich habe zig Kritiken bekommen, aber am meisten Mut brauche ich dafür, meinen Text hier reinzustellen. Vielleicht - weil alles Persönliche wegfällt und es wirklich nur um den Text geht? Weil es keinen Bezug zwischen Schreibendem und Kritiker gibt außer einen Text?
Also hier ist das 1. Kapitel meines Buches ohne Titel, denn "Lisa" ist mir echt zu blöd und geht höchstens als Arbeitstitel.
1
Mit einem leisen Aufprall fiel mir der Meißel aus der Hand. Genervt bückte ich mich und suchte im Staub und zwischen kleinen Steinbrocken nach meinem Werkzeug. Nachdem ich es gefunden hatte, wandte ich mich dem breiten drehbaren Bock zu, auf dem meine letzte, mit einem Tuch bedeckte Arbeit stand. Zärtlich ertastete ich durch den rauen Stoff den Stein, spürte unter meinen Händen die Rundungen und Linien der Frauengestalt, die seit Monaten nicht nur meine Träume und Fantasien gefangen hält, sondern auch all meine freien Stunden. Nirgendwo verbrachte ich so viel Zeit wie hier und nirgendwo fühlte ich mich so frei und ungebunden wie in diesem Raum im Obergeschoss meiner Wohnung.
Manchmal dachte ich amüsiert, wer mich hier sehen würde, könnte sich nur schwer vorstellen, dass diese ungeschminkte Frau in ihrem langen, bunten Gewand aus grobem Leinentuch, die nackten Füße in offenen Sandalen, die kupferroten, von ersten grauen Strähnen durchzogenen Haare zu einem Pferdeschwanz hochgebunden, dieselbe wäre wie die elegant und immer nach der letzten Mode gekleidete Lisa Berger, die als Reiseleiterin Gruppen in viele europäische und afrikanische Länder begleitete.
In meinem Atelier war ich nur die Lisa, die kaum jemand kannte, diszipliniert beim Arbeiten, aber auch chaotisch, wenn Werkzeuge, Fotos, Skizzen und erste Entwürfe in Ton sich auf Tischen stapelten. An einer der Wände stand mein alter großer Wandschrank, in dem ich meine allerersten Versuche aufbewahre. Nichts konnte ich wegwerfen. Jede zerbrochene Vase, jeden misslungenen Beginn eines neuen in Ton geformten Gedankens hob ich auf, unfähig die Vorfreude und Aufregung, die in diesen Anfängen steckten, einfach zu entsorgen. Aber auch kleine gelungene Werke aus meiner Anfangszeit haben dort einen Ehrenplatz.
Diffuses Licht, das durch die bis zum Boden reichenden Fenster drang, füllte den Raum mit fremdartiger Unwirklichkeit und gab einer Frauenbüste, einem Kinderkopf, einem Vogel mit weit ausgebreiteten Flügeln durch Licht und Schatten eine scheinbare Lebendigkeit. Der Vogel war eine meiner Lieblingsfiguren. Sich in die Luft erheben. Davonfliegen. Dem Strahlen der Sonne entgegen. Weit hinaus in einen niemals endenden blauen Sommerhimmel.
Vorsichtig entfernte ich jetzt das Tuch, drehte den großen, auf Rädern stehenden Sockel von einer Seite zur anderen, um wieder einmal die tief gebeugte Gestalt aus jedem Blickwinkel betrachten zu können. Sanft strich ich über die Figur aus schwarzem Obsidian, dem spröden Lavagestein mit seinem leicht metallischen, gläsernen Glanz. Die Frau hatte die Beine angezogen, den Körper lang gestreckt, der leicht angehobene Kopf ruhte auf den Armen.
Entschlossen setzte ich auf dem ebenmäßigen, schmalen Rücken den Meißel an, hielt wieder inne, zweifelte: ‚Soll ich wirklich? Vielleicht war es ja ein Zeichen, dass er heruntergefallen ist. War eine Aufforderung, nichts mehr zu ändern’.
Immer wieder fiel mir das Gespräch ein, das ich vor Tagen mit Caroline führte und das heute der Grund war, dass ich meine Kniende verletzen wollte.
Caroline war überraschend im Atelier aufgetaucht und, auf die im Morgenlicht dunkel schimmernde Figur deutend, erstaunt gefragt: „Hast du absichtlich eine Yogaübung geschaffen?", und beinahe ehrfürchtig den schwarzen Stein berührt.
„Nein, warum? Ich habe keine Ahnung vom Yoga“. Und ein wenig verlegen hatte ich mir mit meinen staubigen Händen die Haare aus dem Gesicht gestrichen. Ich war immer so aufgeregt, wenn meine Tochter ihre Meinung zu meinen Arbeiten, zwar zögerlich, aber doch sehr deutlich äußerte. Deshalb hatte ich gefragt: „Sag schon, was bedeutet diese Übung?“
„Wir nehmen im Yogakurs diese Stellung eines Embryos im Mutterleib ein, um Demut, Urvertrauen und völliges Loslassen zu üben“.
Ich wusste, dass sich Caroline seit langer Zeit mit Yoga beschäftigte, daher hatte ich leise gefragt:
„Und, hast du es geschafft, kannst du loslassen, hast du dieses Urvertrauen?“
„Noch nicht wirklich“. Mehr sagte Caroline nicht. Fragend hatte ich sie angeschaut: „Völliges Loslassen! Gibt es das wirklich? Kann man das üben?“ Behutsam hatte sie den Arm um mich gelegt:
„Ich weiß, dass dir das unvorstellbar ist. Bei deiner Lust zu leben wirst du loslassen sofort mit Tod verbinden, stimmt’s?“
Ich hatte mich einen Augenblick der Wärme von Carolines Umarmung hingegeben, bevor ich antwortete: „Möglich. Aber ist es nicht seltsam, dass dann gerade ich eine solche Skulptur geschaffen habe?“
„Warum seltsam? Vielleicht hast du damit unbewusst deine Sehnsucht ausgedrückt. Sehnsucht nach innerer Ruhe, nach Furchtlosigkeit, nach mehr Leichtigkeit und weniger Hinterfragen.“
Als Caroline gegangen war, betrachtete ich noch lange nachdenklich meine Skulptur. Demut? Nein, ich konnte keine demütige Haltung in dir sehen. Embryo im Mutterleib – die Vorstellung von völligem Behütetsein und gleichzeitigem unwiderruflichem Loslassen war zwar schön, aber was war mit der jahrelangen gegenseitigen Abhängigkeit?’
Ich merkte gar nicht, dass ich mit meiner Figur wie mit einem lebenden Menschen sprach.
Jetzt trat ich einen Schritt zurück, um einen Abstand zwischen mir und der steinernen Frau zu schaffen.
Unsicher überlegte ich: ’Wenn mein Unterbewusstsein schon diese Sehnsucht ausgedrückt haben muss, könnte ich doch auch mal versuchen, die Stellung von dir einzunehmen.’
Mit bloßen Händen fegte ich Steinreste und Staub ein wenig zur Seite, dann ließ ich mich langsam auf dem Boden nieder – zuerst auf die Knie, machte danach den Körper ganz lang, legte den Kopf auf die Arme, spürte den harten Fußboden mit jeder Faser meines Körpers und wunderte mich überhaupt nicht darüber, dass ich nicht das empfinden konnte, von dem Caroline gesprochen hatte.
Mühsam erhob ich mich wieder, griff nach dem Meißel: ‚Ich muss es tun. Du siehst zu unverletzt, zu heil aus. Ich kann doch nicht etwas schaffen, das ich selbst nicht nachvollziehen kann.’
Und mit vorsichtigen, leichten Schlägen, damit der Stein nicht splitterte, brachte ich dem schwarzen Rücken dieser Frauengestalt eine tiefe Wunde bei. Während ich die Raspel ansetzte, führte ich mein imaginäres Gespräch fort. ‚Solange ich nicht fähig bin, Unabänderliches zu akzeptieren, solange ich selbst wegen meiner Angst so verwundbar bin, solange muss diese Verletzung ein Teil von dir sein’.
Später strich ich wie tröstend über den Frauenkörper. Als Entschuldigung? Ich wusste es nicht.
Das feuchte Sandpapier blieb auf dem Tisch liegen. Noch war die Zeit nicht gekommen, um ungewollte Einkerbungen oder Unebenheiten dieses Eingriffs zu glätten und zu polieren.
Als ich meine beiden kleinen Werkzeuge säuberte, überlegte ich angestrengt: Caroline hatte doch noch etwas gesagt?
Aber es fiel mir nicht mehr ein, obgleich ich ahnte, dass es etwas sehr Wichtiges gewesen sein musste.

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BeitragVerfasst am: 19.07.2012 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo madri!

Dieser Text gefällt mir vom Stil her viel besser als der Prolog, er lässt sich viel besser lesen und verstehen. Außerdem denke ich, er leitet sehr gut in einen Roman ein! Nun ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind:

Zitat:
Gewand aus grobem Leinentuch, die nackten Füße in offenen Sandalen, die kupferroten, von ersten grauen Strähnen durchzogenen Haare zu einem Pferdeschwanz hochgebunden, dieselbe wäre wie die elegant und immer nach der letzten Mode gekleidete Lisa Berger, die als Reiseleiterin Gruppen in viele europäische und afrikanische Länder begleitete.


Viel zu langer Satz. Am Schluss hatte ich fast den Anfang vergessen. Ich denke die Beschreibung Lisas könnte man aufs Nötigste beschrenken und u.U später, bei weiteren Gelegenheiten verfeinern. (Z.B könnte sie sich Klamotten oder Haare zurechtrücken, die man dann genauer beschreibt, statt alles in einem Satz.)


Zitat:
allerersten Versuche aufbewahre


Tempus- oder Tippfehler? smile Auf jeden Fall stimmt die Zeit nicht und man holpert und wird rausgeworfen aus dem Fluss.

Zitat:
aus meiner Anfangszeit haben

Wieder. Ich denke es sind wirklich Zeitfehler. Du kannst nicht einfach vom Präteritum ins Präsens gehen smile Das ist falsch und ließt sich sehr schlecht.

Zitat:
Vorsichtig entfernte ich jetzt das Tuch


Jetzt? Du erzählst in der Vergangenheit, da hat ein "jetzt" nichts verloren!

Zitat:
Caroline war überraschend im Atelier aufgetaucht und, auf die im Morgenlicht dunkel schimmernde Figur deutend, erstaunt gefragt:


Ich weiß nicht obs nur mir so geht, aber die Kommata sehen für mich flasch aus und geben dem Satz eine komische Bedeutung, als fehle ein Wort. Bei den ersten paar Malen lesen.

Bis dahin erstmal von mir. Ich finde das ist ein sehr guter Ansatz und ohne die Fehler kommt Lisa bei mir sehr echt rüber. kompliment, sehr lebendig!
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madrilena
Autor

Alter: 83
Beiträge: 676



BeitragVerfasst am: 20.07.2012 08:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Kätzchen - danke für Deine Tipps. Geh ich zuerst mal auf die Zeichensetzung ein - ich habe sie durch das online-programm testen lassen, obgleich ich mir in der Zeichensetzung ziemlich sicher bin. Aber ich hänge da nicht dran.
Der Wechsel der Zeiten - ja, das ist kein Fehler, sondern bewusst, obgleich ich weiß, dass es so eigentlich nicht geht. Werde aber noch einmal den Text durchgehen, denn ein "jetzt " hat wirklich nichts im Präteritum zu suchen. alle andern schau ich mir an - Fehler sind ja kein Stilmittel, da hast Du vollkommen Recht.
Und noch mehr Recht hast Du bei dem ellenlangen Satz. Ich habe so darüber gebrütet, um ihn zu kürzen und hab es nicht hinbekommen. Ich werde Deinen Rat befolgen und Lisa "scheibchenweise" vorstellen.
Ich danke Dir sehr für Deine Rückmeldung.
lg. madrilena


_________________
Bücher im Alkyon Irmgard Keil Verlag/Marbach "Schatten umarmen" Kranichsteiner Literaturverlag.
1. "den Himmel mit Händen fassen" ISBN
10:3934136303
2. "Schatten umarmen ISBN 10:3929265133
3. "...und die Zeit stand still" ISBN 10: 3934136311
4."leben" ISBN 10:3934136656
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Schatten umarmen auch über Libri.
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Kätzchen
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 29
Beiträge: 717
Wohnort: Katzenkörbchen


BeitragVerfasst am: 20.07.2012 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ja mit dem Komma hast wahrscheinlich Recht, da habe ich einfach selbst falsch gelesen gestern.

Soll die Geschichte in der Vergangenheit mit der heutigen Erzählerin verflochten sein? Ich meine Natürlich erzählt Lisa über sich selbst, ich meine nur, ob die Lisa die die Geschichte erzählt auch Kommentare zu ihrer aktuellen Gegenwart gibt.
Also ich dachte mir, das könnte die Intention hinter dem Präsens sein. Was ich gut fände, die Sache an sich, aber man kann es so nicht umsetzen. Vielleicht so in etwa:

"An einer der Wände stand mein alter großer Wandschrank, in dem ich meine allerersten Versuche aufbewahrte. Bis heute finden sie ihren Platz dort."

oder

"An einer der Wände stand mein alter großer Wandschrank, in dem ich meine allerersten Versuche aufbewahrte. Und bis heute noch aufbewahre."

Wie du es auch machst, Schlüsse in die Gegenwart in einen Satz zu stecken mit der Vergangenheit, funktioniert nicht so gut. Falls das deine Intention war, nur ein paar kleine Vorschläge, wie es logischer klingen könnte.

Ich hab den Rest gewissenhaft zu Ende gelesen und muss sagen, es gefällt mir so sehr gut. Es lebt. Mir ist nur ein Satz aufgestoßen:

Zitat:
Ich merkte gar nicht, dass ich mit meiner Figur wie mit einem lebenden Menschen sprach.


Ich finde ihn überflüssig, irgendwie macht er das Gespräch ein bisschen kaputt. Also ich sehe das natürlich so. Einem aufmerksamen Leser wird aufgefallen, dass sie mit dem Stein spricht und er denkt sich oben zitierten Satz. Ich kam mir irgendwie blöd vor, beim Lesen nochmal darauf hingewiesen zu werden. Als würde mir unterstellt es nicht bemerkt zu haben smile Nur mein ganz persönlicher Eindruck!!

Der Rest ist klasse und der Vergleich von Steinfigur und Mensch ist sehr philosophisch. Jeder kennt das, was Lisa durchmacht. Und viele können gut nachvollziehen, dass die Figur eine Wunde bekommt.
Find ich richtig gut und philosopisch wertvoll, der Einblick in Lisa! Mann kann erahnen was in ihr vorgeht.


LG, bin gespannt auf Fortsetzung und Korrektur smile

Katzi
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madrilena
Autor

Alter: 83
Beiträge: 676



BeitragVerfasst am: 20.07.2012 09:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Kätzchen - ich finde es einfach toll, dass Du meinen Text so durchleuchtest und vor allem, dass offensichtlich rüberkommt, was ich ausdrücken möchte.
Du hast mich auf einen Gedanken gebracht. Ich könnte vielleicht den ersten Teil, die ersten Kapitel in der Vergangenheit schreiben und dann total auf die Gegenwart umschalten. Ich werde versuchen, was daraus wird.

Tausend Dank.
Herzlichst madrilena


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MT
Geschlecht:männlichDichter und Denker

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Beiträge: 1172
Wohnort: Im Süden (Niedersachsens)


BeitragVerfasst am: 20.07.2012 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, mandrilena,

auch ich erkenne deutliche Unterschiede zwischen der "Quailtät" des Prologs und des ersten Kapitels. Auf den Prolog gehe ich nicht weiter ein, Du willst ihn ja streichen. Daher zum ersten Kapitel:

Sehr schön! Ein toller Wechsel in den Satzlängen. Dahinfließende Sprache, die fein dosiert Lisa dem Leser näher bringt. Das ist Dir in meinen Augen sehr gut gelungen. Es macht Lust auf mehr.

Eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen:

Zitat:
die seit Monaten nicht nur meine Träume und Fantasien gefangen hält, sondern auch all meine freien Stunden.

Zitat:
An einer der Wände stand mein alter großer Wandschrank, in dem ich meine allerersten Versuche aufbewahre.

Du schreibst im Imperfekt. M.E. muss es daher "hielt" und "aufbewahrte" heißen.

Kätzchen muss ich im Übrigen widersprechen. "Jetzt" ist durchaus im Imperfekt verwendbar.: Gestern noch war es nur ein Wunsch. Jetzt hielt ich den neuen Staubsauger in der Hand."

Gern gelesen.

LGMT


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Das Schicksal verzichtet oft auf Kommentare, es begnügt sich damit, zuzuschlagen.

Siegfried Lenz
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