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Klartext im Musikerjargon


 

 
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Und ständig fließt Musik aus meiner Stromgitarre
BeitragVerfasst am: 02.11.2008 13:59    Titel: Klartext im Musikerjargon eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Klartext im Musikerjargon




Wir sind aus dem Takt.

Nur unmelodisches Ektoplasma
platzt aus unseren Sprechblasen,
wenn wir um Gleichklang
und Konsonanz ringen.

Nervosität und Schweiß
deiner vibrierenden Hände
auf verrostetem Wickeldraht
und die stete Anspannung
besiegelten den Saitensprung
- ein kantiger Schnalzer.

Deine schöne Saite
zerspringt in ein
früher einmal anders,
heute nur mehr ungleich
- defekt ist unser Spielzeug.

Meine kindliche Art
und Plastilin
können keine
Schwingung kitten.

Nur noch meine
eingeritzten Stimmbänder
vertonen den Sound
unserer blutigen Terzen.

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Manuel M. Lorenz
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22 Gedichte - Unterm Strich war es ein guter Tag
BeitragVerfasst am: 02.11.2008 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist natürlich eine spannende Geschichte,
Klartext zu behaupten und trotzdem zu transponieren.

As I told you before:
Mich kriegst du mit solchen Texten immer wieder und
was ich öffentlich gern noch mal wiederhole,
mir gefällt hieran ausserordentlich gut,
das du deine Wortspielerein zweckgerichtet einsetzt
und nicht zum Selbstzweck erklärst!

liebe grüße
maneul
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Und ständig fließt Musik aus meiner Stromgitarre
BeitragVerfasst am: 02.11.2008 16:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

manuelmorphose hat Folgendes geschrieben:
Das ist natürlich eine spannende Geschichte,
Klartext zu behaupten und trotzdem zu transponieren.


Uh, die Technik dieses Werks gleich angewandt  Wink
*beeindruckt
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Manuel M. Lorenz
Autor


Beiträge: 895



22 Gedichte - Unterm Strich war es ein guter Tag
BeitragVerfasst am: 02.11.2008 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Und das ganz ohne Unterricht wink
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Und ständig fließt Musik aus meiner Stromgitarre
BeitragVerfasst am: 04.11.2008 10:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

manuelmorphose hat Folgendes geschrieben:
Und das ganz ohne Unterricht wink


Ich wusste es schon: du bist ein Naturtalent!
Oder doch Naturgewalt? lol


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BeitragVerfasst am: 04.11.2008 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verpsreche, mich die Tage nochmal ausführlicher mit dem Rest zu beschäftigen, muss dir aber nach kurzem anlesen zu diesem Gedicht gleich sagen, dass mir die Sprache leider nicht gefällt. Sie wirkt für mich nicht schlüssig genug. Nicht stimmig.

Nur unmelodisches Ektoplasma ...

Das ist einfach nicht lyrisch. Was hat denn Ektoplasma mit dem vorgegebenen Wortfeld der Musik zu tun? Eben, gar nichts. Und deshalb fällt diese verintellektualisierte Metapher, die hier scheinbar nur steht, um hübsch auszusehen, komplett aus dem Kontext.

Und das ist schade! Denn du hast tolle Stellen in diesem Gedicht.
Der Sa(e)itensprung.... großartig. Aber ich habe das Gefühl, dass du dir nicht die Mühe machst, mit so viel Feingefühl und Mühe an dem Text zu arbeiten, bis er wirklich STIMMIG ist. Er wirkt mir zu dahingeschmiert und das ärgert mich dann als Leser.

eingeritzten Stimmbänder
vertonen den Sound
unserer blutigen Terzen

Weisst du wonach das klingt? Das klingt nach Tokio Hotel! Das klingt nach 16 jährigen Mädchen, die sich blutende Engel als Poster an die Wände hängen!
Du hast geile Ideen und bist sehr kreativ mensch, mach dir die Mühe und gib deinen Ideen auch einen passenden Kontext! Klar, das macht Mühe und man muss sich viel am Riemen reissen, aber wenn man das nicht macht, wirkt es halt hingeschludert. Und das ist schade.


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Und ständig fließt Musik aus meiner Stromgitarre
BeitragVerfasst am: 05.11.2008 11:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Fred, danke zuerst mal, dass du dir ein wenig deiner Zeit abgeknöpft hast und dich um den Text gekümmert hast. Ich schätze deine Meinung, weißt du ja.

Diesmal allerdings kann ich dir nicht ganz Recht geben. Wieso?
Also,
das Ektoplasma symbolisiert den Inhalt der Sprechblasen. Ektoplasma hat eine amorphe Erscheinungsform, es verändert sich, es wabert, in diesem Falle wabert es zum Klang bzw. Misston.
Für dich fällt die Metapher aus dem Kontext, für mich ist sie stimmig und sitzt.

Zum Tokio-Hotel-Part lol
Zur Erklärung: das Gedicht handelt von einem Seitensprung in einer Beziehung. Der Protagonist betrügt seinen Partner, weil dieser zu sehr klammerte.
Eine Terz ist ein Dreiklang und symbolisiert hier den dritten Teil in der Beziehung, also die- bzw. denjenigen mit dem der Partner betrogen wird. Das blutig steht hier einzig als Bezugspunkt zum Schmerz und der Verletztheit, die eingeritzten Stimmbänder dafür, dass der Vorfall schon lange her ist, der Partner weg ist, es vergessen hat, verarbeitet hat, der Protagonist jedoch nicht, er schreit, krampft, heult noch immer.

Besser oder jetzt erst recht Britney Spears? lol

Allerdings muss der Text wohl Schwächen haben, wenn ihn du schon nicht ganz verstanden hast ...


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