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Wie sagt man bloß...?

 

 
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Pollux
Schreiberassi


Beiträge: 66



BeitragVerfasst am: 09.06.2019 08:20    Titel: Wie sagt man bloß...? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ihr kennt das... man schreibt so vor sich hin, hat die Szene im Kopf... so eine ganz alltägliche Szene, die jeder schon unzählige Male hat. Aber irgendwie kann man sie nicht benennen, weil man sich fragte "gibt es da überhaupt ein Wort für?"
Und wenn nicht... wie kann man so etwas am Besten beschreiben, damit der Leser weiß, was gemeint ist?

Ganz allgemeine Szene:
Ein Grüppchen bearbeitet einen Auftrag/Projekt/Aufgabe. Er wird solide erledigt, ist aber nicht bis in alle Details ausgearbeitet, aber dennoch gut und vorzeigbar.
Die Kollegen schauen sich an. "Fertig?"
Man zieht die Mundwinkel nach unten und nickt zustimmend. "Jo, passt. Nicht perfekt, aber passt."

Jeder kennt so eine Situation. Dieses mit runter gezogenen Mundwinkeln oder geschürzten Lippen Zustimmen.
Steh ich auf dem Schlauch oder gibt es da echt kein Wort/ keine Definition für?



Des weiteren hänge ich an einer Szene, in der ich mich in meiner temporären Wortfindungsstörung zu sehr in Umschreibungen verloren habe.
Zwei Personen unterhalten sich. Person A ist Drahtzieher eines finsteren Planes und sich des Sieges sehr sicher. Person B versucht den Plan zu vereiteln, weiß aber nichts von der wahren Natur von Person A. Im Verlauf des Gesprächs belauert A natürlich B und erfreut sich an dessen fruchtlosen Ermittlungen. Geschrieben aus Sicht Person B.
Die merkt dieses amüsierte Belauern und hegt Verdacht.
Ja... wie kann man das schreiben? Das "amüsierte Belauern"?
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 44
Beiträge: 172



BeitragVerfasst am: 09.06.2019 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pollux,

ich fange mal mit der zweiten Frage an:

Ich glaube fast, es gibt nicht DEN Begriff dafür. Wenn die Szene aus der Sicht von B geschildert wird, ergibt sich der Verdacht im Verlauf der Unterhaltung aus vielen kleinen mimischen Anhaltspunkten oder irritierenden Äußerungen. Das kann dann ein undeutbares Funkeln in den Augen oder ein Zucken der Mundwinkel sein. Bei einem Verdacht habe ich ja auch das Moment der Unsicherheit, ob ich mir nicht einfach alles zusammenspinne. Es ist das Gefühl, das etwas nicht stimmt, und dieses Gefühl wird immer stärker.

Auch bei Deiner ersten Frage fällt mir kein Verb ein für das zögerliche Abnicken eines nicht völlig ausgereiften Plans. Ich denke, wenn der Plan zuvor besprochen worden ist, schauen sich die Teilnehmer am Ende gegenseitig an. Der erste nickt zögernd, der zweite schürzt die Lippen und sagt etwas dazu, der dritte ... Auch hier kann ich mir vorstellen, dass aus der Besprechung hervorgeht, dass der Plan nicht der Burner ist, aber auf die Schnelle das Beste, was geht. Dann müssen sie sich nur am Schluss angucken, zögerlich, dann immer entschlossener nicken und einer macht am Schluss noch eine ironische Bemerkung, wie wackelig der Plan tatsächlich ist.

Ich würde es so zu lösen versuchen.

Liebe Grüße
Silke
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Taranisa
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 50
Beiträge: 950
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 10.06.2019 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

Bei solchen Situationen versuche ich, mich besonders tief in die Perspektivfigur und die Szene hineinzuversetzen. Was könnte sie sehen, bemerkten, was hinterlässt ein komisches Gefühl, ein Stirnrunzeln o.ä.
Oder auch mal in die andere Figur zu begeben. Wie könnte sie ihre Gedanken oder Reaktionen zeigen und / oder verbergen wollen.
Es dauert manchmal einige Zeit, bis der eigene Text einen wirklich zufrieden stellt. Da die Rohfassung nicht die endgültige ist, kann man auch erst mal eine "Zwischenlösung" hinschreiben und später nachformulieren. Die besten Einfälle kommen, wenn man sich nicht selbst unter Stress setzt.


_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
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Nordica
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 123



BeitragVerfasst am: 10.06.2019 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich stimme den anderen Beiträgen zu, glaube nicht, dass du die beschriebenen Situationen unbedingt mit einem "Etikett" versehen musst. Beschreibe einfach möglichst treffend (aber nicht zu ausführlich) Mimik und was in welchem Tonfall gesagt wird.
Wenn der Leser sich die Situation gut vorstellen kann, dann versteht er genau, was gemeint ist, ohne dass du dies noch einmal explizit benennst.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6051
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 10.06.2019 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Zur zweiten Situation fällt mir das Wort süffisant ein.

https://www.duden.de/rechtschreibung/sueffisant

Edit: Zur ersten: halbherzig
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