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Titel der Personen im normalen Text (nicht Dialog)

 

 
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Taranisa
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 50
Beiträge: 829
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 27.04.2019 16:31    Titel: Titel der Personen im normalen Text (nicht Dialog) eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben.
Mich quält gerade die Frage, ob es nicht besser ist, bei der Erwähnung von Personen immer auch den Titel mit zu verwenden, die auch die Perspektivfigur in der direkten Rede nehmen würde. Also nicht z.B. "Frouwe" oder Name, sondern beides. Gerade bei Histos und den Standesunterschieden wäre das mMn "authentischer", da den Menschen damals der Rang sehr wichtig war.

Extrem simples Beispiel: "Ich danke Euch, Herr Anselm." Sie sah (Herrn?) Anselm an.

Was meint ihr?
Vielen Dank für eure Meinungen.


_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 66
Beiträge: 4264
Wohnort: 50189 Elsdorf
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 27.04.2019 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

In deinem speziellen Fall würde ich den Titel mit dazu packen.
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Bea H2O
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 104



BeitragVerfasst am: 27.04.2019 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde es auch mit dazu nehmen, wenn deine Reflektorperson den Titel nennen würde, eben da es "authentischer" wirkt. Manchmal, wenn die Personen mit Titel oft auftauchen, kann dies aber trotzdem langatmig werden. Die Frage ist dann, ob man nicht auch sogar beides nehmen kann. Das geht aber mMn nur, wenn man der Reflektorfigur abkauft, dass sie in ihren Gedanken auch mal auf den Titel verzichten kann (z.B. wenn die Personen sich besser kennenlernen).

Z.B.

"Ich danke Euch, Herr Anselm." Sie sah Herrn Anselm an. Er hob kritisch eine Augenbraue und erinnerte sie damit daran, dass er keinen Wert auf die Förmlichkeiten legte. Entschuldigend nickte sie und verließ den Raum. Als sie sich in der Tür noch einmal umdrehte, hatte Anselm seine Aufmerksamkeit wieder dem Buch in seiner Hand gewidmet.

(Der Wechsel ist hier natürlich zu abrupt, ich wollte nur verdeutlichen, was ich meine)

Viele Grüße
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1856
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 27.04.2019 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Müsste ich im Zusammenhang lesen. Generell finde ich das ganz gut vorstellbar, für mich würden dann die Personen besser unterscheidbar (bin Schnellleser, oft auf Kosten detaillierter Texterfassung). Eine Gefahr sehe ich in der Häufung, ggf. müsstest Du dann öfter mal ganze Sätze umformulieren, um Doppelungen wie in Deinem Beispiel zu vermeiden.
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Taranisa
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 50
Beiträge: 829
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 28.04.2019 09:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Antworten. Das Beispiel war superextremst vereinfacht, beim eigentlichen Text schreibe ich es dann so, wie die Perspektivträgerin / der Perspektivträger die Leute anreden würde, u.a. aus dem Grund, den du, Michel, genannt hast. Dann bin ich noch tiefer in der Perspektive. Und ich überlege mir Alternativbenennungen, um die ganzen Doppelungen im Rahmen zu halten (die Jüngere, der Ältere …)

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Rainer Prem
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 62
Beiträge: 1072
Wohnort: Wiesbaden


BeitragVerfasst am: 29.04.2019 05:37    Titel: Re: Titel der Personen im normalen Text (nicht Dialog) Antworten mit Zitat

Taranisa hat Folgendes geschrieben:
Hallo ihr Lieben.
Mich quält gerade die Frage, ob es nicht besser ist, bei der Erwähnung von Personen immer auch den Titel mit zu verwenden, die auch die Perspektivfigur in der direkten Rede nehmen würde. Also nicht z.B. "Frouwe" oder Name, sondern beides. Gerade bei Histos und den Standesunterschieden wäre das mMn "authentischer", da den Menschen damals der Rang sehr wichtig war.

Extrem simples Beispiel: "Ich danke Euch, Herr Anselm." Sie sah (Herrn?) Anselm an.

Was meint ihr?
Vielen Dank für eure Meinungen.


Das ist auf jeden Fall die beste Lösung, wenn bei ihr öffentliches und privates Verhältnis zu ihm identisch ist.

Man hat als Autor an dieser Stelle eine gute Möglichkeit, ihre persönliche Meinung über ihn zum Ausdruck zu bringen.

Neutral: Sie blickte ihn an.
Hochachtungsvoll: Sie blickte Herrn Anselm an.
Vertraut: Sie blickte Anselm an.
Abwertend: Sie blickte "Herrn" Anselm an.
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Taranisa
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 50
Beiträge: 829
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 30.04.2019 15:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank, Rainer, den Gedankenanschubser brauchte ich noch Smile
Meine Prota beispielsweise denkt vom Anta so lange als Herrn, bis sie mehr herausfindet, ihn nicht mehr leiden kann und in ihrer Perspektive das "Herr" weglässt.


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Blattgold
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 55
Beiträge: 28
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 01.05.2019 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Taranisa,

auch wenn es schon ein paar Tage her ist, möchte ich dir trotzdem meine Meinung dazu schreiben. Ich finde deinen Ansatz, um authentischer zu schreiben, sehr gut, aber ich würde es "nur" in Dialogen machen. Wenn es zu häufig im Text vorkommt, dann würde ich mich als Leser bevormundet fühlen, dass mich der Autor ständig auf den Rang der Protas hinweisen muss.

Herzliche Grüße, Blattgold
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Taranisa
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 50
Beiträge: 829
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 02.05.2019 10:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke schön für deinen Hinweis. Ich habe bei diesem Überarbeitungspunkt bei der Namensnennung geprüft, wie die Perspektivfigur von dieser denken würde. Damit es nicht zu viel "Name mit oder ohne Titel" wird, habe ich jetzt wo es ging mit Alternativen gearbeitet.

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Pütchen
Geschlecht:weiblichWeltenbummler

Moderatorin
Alter: 52
Beiträge: 14088
NaNoWriMo: 40788
Wohnort: Im Ländle
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BeitragVerfasst am: 05.05.2019 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Taranisa hat Folgendes geschrieben:
Vielen Dank für eure Antworten. Das Beispiel war superextremst vereinfacht, beim eigentlichen Text schreibe ich es dann so, wie die Perspektivträgerin / der Perspektivträger die Leute anreden würde, u.a. aus dem Grund, den du, Michel, genannt hast. Dann bin ich noch tiefer in der Perspektive. Und ich überlege mir Alternativbenennungen, um die ganzen Doppelungen im Rahmen zu halten (die Jüngere, der Ältere …)


Es je nach PerspektivträgerIn zu gestalten, halte ich für die beste Lösung. Daumen hoch² Wenn sie/er an ihn als Herrn Anselm denkt, dann würde ich das so im Text übernehmen. Oder "der alte Anselm" oder auch mal "der Alte", wenn das LI so denkt.


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"Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken."
(Isaac Newton, 1642-1726)

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