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Anleitung für handwerklich Unbegabte


 

 
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Syon
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 43
Beiträge: 13
Wohnort: Österreich


BeitragVerfasst am: 03.12.2018 11:00    Titel: Anleitung für handwerklich Unbegabte eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

[size=18]Anleitung für handwerklich Unbegabte!
Wie sie ein Bild richtig aufhängen

Sie benötigen ein Bild, einen Nagel und einen Verbandskasten

 
Zuallererst müssen sie sich überlegen, wo sie ihr Bild aufhängen wollen.
Stellen sie sich in die Mitte ihrer Wohnung oder ihres Hauses und schnaufen sie einmal kräftig durch. Während sie ihre Arme durch eine Schüttelbewegung lockern, üben sie bitte ein oder zweimal den Zungenschlag. Sie werden den Effekt sofort spüren, mit nie gedachter Fröhlichkeit an ihre Aufgabe herangehen und daran wachsen. Nun gehen sie zur Wand ihres Vertrauens und streichen einmal sanft über die glatte Oberfläche. Dabei können sie ganz bewusst kommunizierenund auch Kosenamen verwenden. Ihren Lieblingsnagel fixieren sie nun zwischen Daumen und Zeigefinger und schlagen mit kräftigem und geradem Schwung auf den Nagel und nicht auf ihre Finger. Aus Gründen der Sicherheit sollten sie im Fall der Fälle auch immer einen Verbandskasten in Griffweite haben. Es gibt aber noch eine andere Gefahrenquelle, die sie beachten müssen.
Wenn sie den Nagel im Eifer des Gefechts zu weit in die Wand hineinschlagen, müssen sie ihn auchwieder herausziehen. Das geht am besten mit einer Beißzange. Sollten sie aber vom Nagel abrutschen besteht die Gefahr einer gefährlichen Rückkoppelung. In diesem Fall würden sie sich die Zange auf den Kopf schlagen und möglicherweise
betäubt zu Boden sinken. Es gibt zudem Wände bei denen ist es sinnlos den Versuch eines Nageleinschlages zu vollführen. Der Putz würde ihnen
entgegenrieseln und ihr kostbares Haupthaar weiß färben.  
Wenn sie ihre ihnen wohl gesonnene Wand aber respektieren wird sie es ihnen danken.
Behandeln sie ihre Wand so wie sie ihre Frau behandeln würden.
Sanft und doch ja…..das werde ich ihnen nicht näher ausführen.

Viel Glück und gutes Gelingen![size=18]

12Wie es weitergeht »




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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1051



BeitragVerfasst am: 03.12.2018 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Die Idee ist lustig, aber die Umsetzung zündet einfach nicht.
Die Situation sollte sich entwickeln. Der Leser sollte quasi vor Augen haben, wie der unbedarfte Handwerker versucht, den Nagel einzuschlagen und immer weiter scheitert.
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Syon
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 43
Beiträge: 13
Wohnort: Österreich


BeitragVerfasst am: 03.12.2018 15:09    Titel: Idee! pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Stefanie!

Welche Idee zur ("Verdichtung") und Ausführung des Textes zwecks Spannungsaufbaues schwebt dir da vor?
Was könnte man deiner Meinung nach verbessern?
Bin noch auf dem Weg zum Schreibprofi und daher schon sehr gespannt auf deine profunde Antwort.

Liebe Grüße
Bernhard

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Günter Leitenbauer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 53
Beiträge: 102
Wohnort: Gunskirchen


BeitragVerfasst am: 03.12.2018 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

Sehe das ein wenig wie Stefanie.
Stiltipps zu geben halte ich nicht für sinnvoll. Man muss zu seinem eigenen Stil finden. Sich zu verbiegen führt nie zu guten Ergebnissen.


_________________
Liebe Grüße
Günter
leitenbauer.net
"Ich bin Schriftsteller!" - "Und? Schon was verkauft?" - "Ja, mein Haus und mein Auto."
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Stefanie
Dichter und Denker


Beiträge: 1051



BeitragVerfasst am: 03.12.2018 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke da an so etwas:
http://www.schmunzelmal.de/Welpe.htm
nur als fließender Text.

Man hat quasi die Situation vor Augen und erlebt, wie der Schreiber an einem Tipp nach dem anderen scheitert.
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kioto
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 66
Beiträge: 320
Wohnort: Rendsburg


BeitragVerfasst am: 03.12.2018 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Syon,

Die Idee für deine Geschichte ist nicht schlecht, aber über zwei Punkte solltest du nachdenken. Ohne eine "Stilberatung zu geben. Mich stört, dass dein Text klingt wie eine locker geschriebene Bedienungsanleitung oder der Hintergrundtext zu einem witzigen Goofy Zeichentrick Ratgeber. Dadurch wirkt der Text kalt und unbeteiligt. Es fehlt mir die Rückkopplung auf den Prota, die im Falle von Goofy bildlich dargestellt wird. Da sind zu viele "würde" im Text. Und das Bildaufhängen sollte an irgendeine einleitende Situation gekoppelt sein, z.B. bekommt er das "schöne" Bild von den Schwiegereltern oder so etwas.
Ich bin sicher, dein Text würde Farbe und Leben gewinnen.


_________________
Stanislav Lem: Literatur versucht, gewöhnliche Dinge ungewöhnlich zu beschreiben, man erfährt fast alles über fast nichts.
Phantastik beschreibt ungewöhnliche Dinge (leider m.M.) meist gewöhnlich, man erfährt fast nicht über fast alles.

Gruß, Werner am NO-Kanal
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Tape Dispenser
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 317



BeitragVerfasst am: 04.12.2018 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

In Jerome K. Jeromes Drei Männer in einem Boot wird genau die gleiche Geschichte erzählt. Der Autor erzählt hier, wie ein Lord zuerst einmal die ganze Dienerschaft verrückt macht und seine Familie natürlich auch. Er will ein Gemälde aufhängen. Es ist ja schließlich eine schwierige Aufgabe, die sorgfältigster Planung bedarf.
Die Komik bei Jerome besteht darin, dass er einen ungewöhnlichen Protagonisten (seine Lordschaft) in eine Situation versetzt, die man von so jemandem nicht erwarten würde. Er hat es sich aber in den Kopf gesetzt und macht damit alle verrückt.

Bei deiner Geschichte gibt es keine Protagonisten. Du sprichst den Leser wie in einem Sachtext an. Das wirkt leider nicht besonders komisch, sondern bemüht. Denn dadurch, dass du den Leser direkt ansprichst, wird er sich fragen, warum er denn mit der Zunge schnalzen soll oder über eine Wand streichen. So ein Stil macht mich dann höchstens ärgerlich, weil mir der Autor vorschreiben will, wie ich etwas machen soll. Insbesondere der Schluss (mit der Frau) wirkt auf mich anbiedernd.
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nicolailevin
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 10
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 17.01.2019 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

Komik braucht ja immer eine Fallhöhe. Ich könnte mir vorstellen, dass dein Text an Fallhöhe gewinnt, wenn du aus der Ichperspektive berichtest. Dann könnte mit einem selbstsicheren bis selbstgefälligen Erzähler mit einer "Ich erklär euch mal was" Attitude ein komischer Gegensatz stehen zu seinem praktischen Scheitern, auch nur einen simplen Nagel in die Wand zu bekommen.

Derzeit muss ich mich leider in die Reihe der Vorredner einfügen: Ich finde es im jetzigen Stadium nicht besonders lustig.
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Rübenach
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2308



BeitragVerfasst am: 18.01.2019 06:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zugegeben, ich musste den Text mehrfach lesen, bevor ich ihn verstanden habe. Eine großartige Beschreibung eines scheinbar alltäglichen Vorgangs, die ich noch nirgendwo anders gelesen habe. Okay, vielleicht ist die Pointe zu gut versteckt, obwohl sie doch eigentlich auf der Hand (Wortspiel wink ) liegt. Aber trotzdem, Chapeau!, da muss man erst mal drauf kommen. Die hohe Kunst des Auslassens!

Einziger Kritikpunkt ist der Textanfang, schon der zweite Satz verrät meines Erachtens zu viel.

Dieser Text ist der Hammer (sorry, noch ein Wortspiel)!

(Fake)Edit: Nachdem ich die anderen Kommentare gelesen habe, bin ich mir sicher, dass ich als Einziger verstanden habe, worum es im Text geht. Vielleicht kommt ihr ja noch drauf.

Wie gesagt, der zweite Satz verrät dem Sehenden schon alles. "Sie benötigen ein Bild, einen Nagel und einen Verbandskasten". Bemerkenswert ist nicht, was dort steht (und wie der Leser in die Handlung des Textes eingebunden wird, in dem er zum Protagonisten gemacht wird, das haben andere schon besser gemacht), bemerkenswert ist, dass etwas fehlt. Der Hammer. Und das ist keine Nachlässigkeit, sondern Intention, denn auch im weiteren Textverlauf taucht kein Hammer auf. Der Autor beschreibt also, wie man einen Nagel mit der bloßen Hand in die Wand haut und gibt konkrete Anweisungen, wie man dabei eine Verletzung (sowohl des Protagonisten, als auch der Wand) vermeidet. Nur durch die Abwesenheit des Hammers wird auch die Conclusio "Behandeln sie ihre Wand so wie sie ihre Frau behandeln würden ..." verständlich.

@Syon: Sorry, das musste mal sein!


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"Von Literatur verstehen Autoren so viel wie Vögel von Ornithologie." (Marceel Reich-Ranicki)

„Ist es nicht idiotisch, sieben oder gar acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann?“ (Mark Twain)
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Tape Dispenser
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 317



BeitragVerfasst am: 18.01.2019 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Sie benötigen ein Bild, einen Nagel und einen Verbandskasten"


Ist das so? Wäre die Zange in der Aufzählung aufgetaucht, würde ich dir zustimmen. War das Absicht oder Nachlässigkeit des Verfassers?

Bei mir drängt sich eher der Verdacht auf, der Autor setzt – ebenso wie der Leser – den Hammer voraus, möchte aber bei den drei Dingen (die oft die Maximalzahl der Aufzählungen sind), schon den narrativen Haken schlagen, indem er statt des Hammers den Verbandskasten erwähnt. Der ist nun in der Tat ungewöhnlich. Der Hammer wäre es nicht.

Da ein Autor immer mehr weiß als der Leser, interpretiere ich das Ganze mal neu. Nagel = nageln
Wand = Frau

Ergebnis nach meinen bescheidenen Interpretationsfähigkeiten: Zote.
Halte ich nun auch nicht für gelungener.
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Rübenach
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2308



BeitragVerfasst am: 18.01.2019 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Tape Dispenser hat Folgendes geschrieben:
Rübenach hat Folgendes geschrieben:
Sie benötigen ein Bild, einen Nagel und einen Verbandskasten"


Ist das so? Wäre die Zange in der Aufzählung aufgetaucht, würde ich dir zustimmen. War das Absicht oder Nachlässigkeit des Verfassers?

Bei mir drängt sich eher der Verdacht auf, der Autor setzt – ebenso wie der Leser – den Hammer voraus, möchte aber bei den drei Dingen (die oft die Maximalzahl der Aufzählungen sind), schon den narrativen Haken schlagen, indem er statt des Hammers den Verbandskasten erwähnt. Der ist nun in der Tat ungewöhnlich. Der Hammer wäre es nicht.

Da ein Autor immer mehr weiß als der Leser, interpretiere ich das Ganze mal neu. Nagel = nageln
Wand = Frau

Ergebnis nach meinen bescheidenen Interpretationsfähigkeiten: Zote.
Halte ich nun auch nicht für gelungener.


Machen wir aus dem narrativen Haken einen Nagel und schon sind wir uns einig-


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Kiara
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Beiträge: 167
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BeitragVerfasst am: 18.01.2019 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Mir drängt sich der Gedanke auf, dass sich hier über den Text des Autors lustig gemacht wird.

Sollte dies nicht der Fall sein, gehe ich in meine dunkle Ecke zurück.

Ist es der Fall, wäre es angemessen, abzuwarten, wie der Autor mit den bisherigen Kommentaren umgeht.

Mir ist nicht bekannt, wie ernst Syon seine Kurzgeschichte nimmt.
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