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Wenn du gehst


 

 
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ricochet
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 64
Beiträge: 403
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 20.08.2012 20:26    Titel: Wenn du gehst eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Du siehst ein letztes Mal in ihre Augen.
Du entsinnst dich wie schön diese einmal waren.
Du wirst all die schönen Momente stets in Ehren halten.
Du bedauerst, dass es so weit gekommen ist.
Du bedankst dich für die Fülle an Erfahrungen.
Du hoffst, sie möge glücklich werden mit dem Neuen.
Du vermeidest den Blick in ihr Schlafzimmer.
Du nimmst die Zahnbürste und dein After Shave an dich.
Du hättest fast die angebrauchte Packung Kondome vergessen.
Du wunderst dich, welch erbärmliche Figur du machst.
Du lässt hinter dir die Tür ins Schloss fallen.
Die Krätze soll sie kriegen.



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Ich schreibe, also bin ich.
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Enfant Terrible
Geschlecht:weiblichalte Motzbirne

Alter: 26
Beiträge: 10332
Wohnort: München


Ein Fingerhut voller Tränen - Ein Gedichtband
BeitragVerfasst am: 21.08.2012 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss ehrlich sagen, bei diesem Gedicht musste ich mich zur Pointe regelrecht durchringen - diese aber wiederum fand ich nicht schlecht. Das Gedicht ist zwar kurz, aber ermüdend durch die Du-Aufzählungen von allgemein Bekanntem. Andererseits gefällt mir dieses Brainstorming zum typischen Prozess einer Trennung, der letzte Satz ist einfach nur wahr. Mein Tipp: Die Gedanken davor knapper, prägnanter fassen, vielleicht als direkte Ansprache an das lyrische Du, dann knallt auch der Schlussatz mehr.

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"...und ich bringe dir das Feuer
um die Dunkelheit zu sehen"
ASP

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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6932
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 21.08.2012 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

In dem Gedicht kommt mir einiges etwas merkwürdig vor. Zum einen die Überschrift (Wenn du gehst). Warum ist der Titel im Konjunktiv geschrieben, er "geht" doch tatsächlich? Dann frage ich mich, ob er beim Weggehen ein Bild betrachtet (Du siehst ein letztes Mal in ihre Augen), oder ob er die Frau ermordet hat (schlafen wird sie ja nicht, wie kann man da in die Augen sehen). Er wünscht ihr aber, dass sie glücklich werden wird - und die Krätze sowieso. Also doch nicht tot (obwohl er bedauert, dass es soweit gekommen ist.) Dann sieht er ihr in die Augen, vermeidet aber den Blick ins Schlafzimmer zu ihr. Wie kann das funktionieren? Wenn er ein Bild betrachtet, sollte das erwähnt werden.

Das Wort "angebraucht" finde ich ungewöhnlich, aber originell. Die "erbärmliche Figur" und die "Krätze" gefallen mir.

BN
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ricochet
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 64
Beiträge: 403
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 21.08.2012 17:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@ blue note

Zitat:
Warum ist der Titel im Konjunktiv geschrieben, er "geht" doch tatsächlich?


Das ist nicht Konjunktiv sondern Indikativ. Warum sollte die Frau tot sein?

Ich hab das Gedicht ein wenig verändert:

Du bemühst dich um Haltung und Würde.
Du bist neugierig, was du ihr jetzt noch zu sagen hast.
Du siehst ein letztes Mal in ihre Augen.
Du entsinnst dich, wie schön diese einmal waren.
Du wirst all die schönen Momente stets in Ehren halten.
Du bedauerst, dass es so weit gekommen ist.
Du bedankst dich für die Fülle an Erfahrungen.
Du hoffst, sie möge glücklich werden mit dem Neuen.
Du vermeidest den Blick in ihr Schlafzimmer.
Du nimmst die Zahnbürste und dein After Shave an dich.
Du hättest fast die halb leere Packung Kondome vergessen.
Du wunderst dich, welch erbärmliche Figur du machst.

Du lässt hinter dir die Tür ins Schloss fallen.
Die Krätze soll sie kriegen.


rico


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Ich schreibe, also bin ich.
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Nina
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4459



BeitragVerfasst am: 09.09.2015 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Vorher, also in der Ursprungsfassung fand ich's besser. Jetzt ist es ein bisschen verwässert, vorher war es dichter und konzentrierter.

Zitat:
Du bedankst dich für die Fülle an Erfahrungen.


Das klingt ein wenig gestelzt und fänd ich schlichter formuliert schöner.


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