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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Der Brief, den ich nie zu Ende schrieb


 

 
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Yve
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 25
Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 15.10.2013 10:15    Titel: Der Brief, den ich nie zu Ende schrieb eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Liebster,

unsere gemeinsame Geschichte ist keine lange gewesen, dafür aber wunderschön. Mit diesem Text hier, diesen Erinnerungen, möchte ich Dir zeigen, wie sehr ich dich noch liebe. Meine Hoffnung ist noch nicht gestorben, dass Du vielleicht wieder zu mir finden kannst. Wie sehr wünsche ich mir, dass ich wieder dein Mädchen sein könnte, in deinen Armen zu liegen und mich dort geborgen fühlen. Dieses Gefühl, als ich dies noch durfte, nein konnte, werde ich immer missen.

Es war der 16.07.2013. Draußen waren es knapp 30°C und in meiner Dachgeschosswohnung brannte es nur förmlich vor Hitze. Ich hatte nicht viel mehr an als Dessous, als es klingelte. Die Versuchung war groß nicht auf zu machen, doch ich hab mich überwunden. Ich zog mir schnell etwas an bevor ich die Tür aufmachte. Ich hörte an den Schritten, dass es ein Mann war, der hoch kam. Dann standst Du plötzlich vor mir. Völlig außer Atem erklärtest Du mir, wegen welchem Anliegen Du zu mir kamst. Du warst von der RWE, wolltest mir einen Vertrag andrehen, der definitiv besser war, als mein derzeitiger Stromanbieter. Ich bat Dich in meine Wohnung. Du sahst so fabelhaft aus in deinem Anzug, mit deiner Mappe unter dem Arm geklemmt. Als wir an meinem Tisch saßen, beobachtete ich Dich. Erst schmunzelte ich über deine Schuhe. Lack-Schuhe. Aber das war Pflicht bei deinem Job. Dann sah ich, dass Du Tattoos hast. „Wow“, dachte ich mir, denn Männer mit Tattoos finde ich sehr attraktiv. Du erklärtest mir irgendetwas wegen dem Antrag, den Du für mich ausgefüllt hast, doch ich habe nur die Hälfte verstanden. Ich bin in deinen Augen versunken, die so wunderbar leuchteten, während die Sonne in meine Wohnung schien. Nach nur fünfzehn Minuten warst Du fertig und bist gegangen. Mein Gedanke als Du weg warst?! Wie hübsch Du doch bist.

Ich hätte nicht damit gerechnet, aber nur zwei Stunden danach hattest du mir geschrieben. Erst fragte ich mich, woher Du meine Nummer gehabt hast, doch dann erinnerte ich mich, dass ich diese für den Antrag angeben musste. Ich lachte. Ich freute mich, als Du mich in der ersten Nachricht direkt fragtest, ob ich mit Dir was trinken gehen würde. Natürlich ließ ich es mir nicht anmerken und wollte Dich zappeln lassen. Doch schon am nächsten Tag konnte ich nicht anders und fragte Dich was Du Freitag vorhättest. Du wolltest zum Feuerwerk nach Düsseldorf und hast mich gefragt, ob ich dich begleiten würde. Ich sagte zu. Doch wir waren nicht beim Feuerwerk.

Am Freitag, den 19.07.2013 fuhr ich mit dem Bus zu dir. Jede Minute, die ich dir näher kam, wurde ich nervöser. Mir wurde schwindelig, weil ich so nervös war. Was, wenn ich dir nicht gefallen würde? Was, wenn das Treffen ein Desaster werden würde? An der besagten Haltestelle, wo ich aussteigen musste, wartetest du schon. Wie schön du mir vorkamst. Es fing an überall zu kribbeln, als du mir entgegen gelächelt hast. Wie deine Augen wieder strahlten. Wir gingen mit einem deiner Freunde zu ihm und „relaxten“ ein wenig. Nach ca. zwei  Stunden sind wir dann wieder gegangen. Du fragtest mich, ob wir noch nach Düsseldorf sollen, doch ich wollte nicht mehr. Ich hatte die Idee, dass wir zu dir fahren und uns dort einen Film angucken könnten. Du hast zugesagt. Jede einzelne Bewegung, jeden einzelnen Gesichtszug von dir, beobachtete ich mit Bewunderung. Ich fand dich hinreißend und attraktiv. An diesem Abend sollte ich wohl nicht mehr nach Hause kommen, denn als ich auf die Uhr schaute und sah, dass wir 24 Uhr hatten, sagtest du mir es wäre schwer Nachts bei dir dort weg zu kommen. Also schlief ich bei dir. Wir hatten uns schon lange in den Armen gehalten, während wir die zwei Filme schauten und ich fühlte, dass ich mich in diesen ersten Momenten, in denen du mich berührt hast, in dich verliebt hatte. Etwas später gingen wir ins Bett. Du gabst mir ein T-Shirt von dir, das ich zum Schlafen anziehen konnte. Auch im Bett nahmst du mich liebevoll in den Arm. Und es fühlte sich gut an. Ganz eng aneinander lagen wir dort. Ich spürte sowohl meinen als auch deinen Herzschlag und dies beruhigte mich etwas. Ich legte meinen Kopf näher an deinen, sodass meine Lippen nah an der deinen waren. Ich spürte wie du atmetest und ich bekam wieder einen schnellen Herzschlag. Dann berührten sich unsere Lippen und ein Feuerwerk schien in mir zu entfachen. Der Kuss war sinnlich, leidenschaftlich und einfach nur zum dahinschmelzen. Dies tat ich auch unter deinen Berührungen. Es war so wunderbar.

Die nächsten fünf Tage sahen wir uns jeden einzelnen Tag. Samstags waren wir kurz in der Stadt und liefen einfach nur daher.   Danach bin ich nach Hause gefahren, da ich mit zwei Freunden verabredet war. Wir schrieben di e ganze Zeit miteinander. Abends habe ich mich über die Jungs aufgeregt, die der Freund meiner Freundin zu sich eingeladen hat. Der Eine schaute mich die ganze Zeit an, als wollte er mich ausziehen, der Andere drückte einen Spruch nach dem anderen. Du warst so süß, als du dich darüber aufgeregt hast. Ich wollte zu dir, doch ich war in einem Ort, von dem man schlecht weg konnte. Ich vermisste dich.

Am Sonntag riefst du mich gegen 11 Uhr an, um zu fragen, wann ich kommen würde...



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Glück ist, sich von dem Menschen, den man liebt, verstanden zu fühlen.
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alice im wunderland
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 32
Beiträge: 17
Wohnort: Sachsen


BeitragVerfasst am: 15.10.2013 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend liebe Yve, wollte eine kleine Kritik loswerden.

Thema ist süß, aber ich muss gestehen das es nicht geschafft hat mich zu fesseln. Die Emotionen kamen nur stockend bei mir an, es klingt sehr sachlich. Was allerdings auch an den vielen Wortwiederholungen liegen könnte, da solltest du wirklich acht geben.

Hoffe ich konnte dir helfen.
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zwima
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 758
Wohnort: Reihenhausidyll


BeitragVerfasst am: 15.10.2013 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yve,
ich hab nach dem ersten Satz abgebrochen, weil der leider schon total in die Hose gegangen ist.

Zitat:
unsere gemeinsame Geschichte ist keine lange gewesen, dafür aber wunderschön


Da hast du einen Bezugsfehler. Entweder es muss heißen: Unsere gemeinsame Geschichte ist keine lange gewesen, dafür aber eine wunderschöne.

Oder: Unsere gemeinsame Geschichte ist nicht lang gewesen, dafür wunderschön.

So, wie es jetzt ist ist es ein Bezugskuddelmuddel. Außerdem ist mir auch nicht klar, was du mit dem Text erreichen willst. Möchtest du dir einfach nur was von der Seele schreiben? Dann ist alles richtig und wichtig und Textkritik bringt dich nicht weiter, weil sie im Zweifelsfall nur was von den Emotionen wegnimmt, die du mit diesem Brief verarbeiten wolltest.

Wenn nicht nur für dich - tja, dann frage ich mich, für wen dann? Wer soll einen Liebesbrief an jemanden lesen wollen, den er nicht kennt von jemandem, den er nicht kennt.

Soll das der Einstieg in eine längere Geschichte sein? Dann ist dieser lange, handwerklich noch deutlich verbesserungsfähige Brief meiner Meinung nach nicht wirklich geeignet, weil er nur erzählt, aber nichts zeigt.

Liebe Grüße
Zwima


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Schnabel
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 40
Beiträge: 6



BeitragVerfasst am: 15.10.2013 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Yve,

ich kann mich nur Zwima anschließen.
Schön wäre es, wenn Du vorab ein paar erklärende Worte abgeben könntest. Worum geht es? Mein erster Eindruck war nämlich, da will ein junges Mädchen Verbesserungsvorschläge für ihren (schwachen) Liebesbrief.
Dann überflog ich Deine anderen Beiträge und fand sie von einem anderen Kaliber.
Ich bin noch recht neu hier im Forum und traue mich noch nicht so richtig an eine fundierte Kritik heran.
Aber hier mal zwei Dinge die mir aufgefallen sind.
„Ich hatte nicht viel mehr an als Dessous“ – ist schon sehr gewollt, wenn das dem Liebsten geschrieben wird, dessen Liebe wieder „erkämpft“ werden soll.
„Dann sah ich, dass Du Tattoos hast. „Wow“, dachte ich mir, denn Männer mit Tattoos finde ich sehr attraktiv.“ – OK, jeder soll nach seiner Facon selig werden, aber der Typ trägt einen Anzug (und Lackschuhe) und arbeitet im Außendienst. Wo bitte sind die Tattoos. Im Gesicht, lugt es über den Kragen heraus, an den Händen?
Entschuldige, aber mir kommt der Brief ein wenig wie eine klischeehafte Jungmädchen-Fantasie vor.

Also ich denke auch als Einstieg für eine längere Geschichte solltest Du den Brief überarbeiten und sollte es tatsächlich eine wahre Begebenheit sein und Du diesen „Liebesbrief“ abschicken wollen, als Ausdruck Deiner Gefühle, dann lass es.

Liebe Grüße
Schnabel
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mima
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 10



BeitragVerfasst am: 29.10.2013 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich geb dir einfach mal meinen Leseeindruck, denn ich bin noch zu neu um tiefer ins Detail zu gehen. Und außerdem bin ich in Sachen Stil, Grammatik und "flüssiges Schreiben" ein ziemlicher Anfänger wink
Wenn ich diesen Brief, sagen wir mal, in einer Anthologie gelesen hätte, hätte er mich einfach nur frustriert. Zum einen liegt das an den Klischees, die sachlich aneinander gereiht werden, was das alles nur hohl wirken lässt. Der Typ ist schön - in Ordnung. Aber das einzige "besondere" an ihn sind Tattoos? Irgendein besonderes Tattoo?
Auch die Wiedergabe von Gesprächen in indirekter Rede hat mir vor den Kopf gestoßen. Du könntest zum Beispiel den SMS-Dialog eins zu eins wiedergeben um dem ganzen mehr Authentizität zu geben. Lass die Protagonistin die SMS abschreiben, die beiden ein wenig miteinander flirten.
Dass der Brief mittendrin aufhört, stört mich nicht so. (Ich war mir aber nicht sicher, ob das beabsichtigt ist oder irgendein technischer Fehler.) Was micht stört ist die Tatsache, dass es an dieser Stelle abbricht - was willst du uns erzählen? Dass sich zwei Personen ineinander verliebt haben? Das ist, finde ich, einer Erzählung noch nicht wert. Ich hätte zumindest einen Anhaltspunkt für die Gründe der Trennung gewollt.
Ja, so viel von mir, ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
Mich würde aber noch interessieren was du dazu zu sagen hast. Was war dein Ziel? Welche Geschichte wolltest du erzählen?
lg,
Mima
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