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Vereint


 
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MT
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 47
Beiträge: 1172
Wohnort: Im Süden (Niedersachsens)


BeitragVerfasst am: 08.11.2011 00:00    Titel: Vereint eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Vereint

Ich bin bei Dir, meine Tochter, hab keine Angst. Ich halte Deinen Kopf in meinen Händen und küsse Deine Augen.

Was ist geschehen, fragst Du mich, und ich antworte, ich kann es nicht sagen. Es ging alles so schnell. Wann wir da sind, möchtest Du wissen, und auch darauf kenne ich keine Antwort. Bis vor wenigen Minuten dachte ich, es könnte nicht mehr weit sein. Nun aber bin ich nicht mehr sicher. Doch sei unbesorgt, sie werden auf Dich warten im Morgenkreis. Du wirst ihn nicht verpassen, mein Kind, ich bringe Dich.

Weißt Du, woran ich denken muss? An Deine Geburt. Ganz deutlich habe ich die Bilder vor Augen. Deine Mama und ich fuhren durch die Nacht, eine laue Sommernacht, und wir haben geweint vor Glück. Die Sterne leuchteten auf uns herab, der Mond schwamm auf dem See, an dem wir vorbei zogen. Namen überlegten wir uns während der Fahrt ins Krankenhaus. Jungen- und Mädchennamen. Eine Mia war darunter, auch ein Fin. Und als ich Lea aussprach, sahen wir uns wortlos an. Es war das erste Mal, dass wir uns nichts sehnlicher wünschten, als ein Mädchen zu bekommen. Ich öffnete das Fenster einen Spalt und ließ die Luft zu uns hereinwehen, warme, feuchte Erde und den Duft von Gerstenfeldern, und wir wussten, es ist für immer.

Ja, schmieg Dich an meine Brust, ruh Dich ein wenig aus. Der Lärm um uns herum soll dich nicht erreichen. Wir drehen den Ton ab und sehen dem Treiben zu. Viele Menschen laufen umher, an ihren Mündern erkennt man ihre Schreie. In ihren Augen blitzt Entsetzen auf. Doch wir, kleine Lea, wir sind geschützt, sei unbesorgt.

Dein Haar ist lang und kräftig geworden, blonde Locken liegen auf deinen zerbrechlichen Schultern, es duftet nach Blumen. Ich streichle deine Wange, wie ich es jeden Abend tue, wenn ich dich zu Bett bringe.

Weißt Du, mein Kind, manchmal hält das Leben unbegreifliche Ereignisse bereit. Von einem habe ich Dir bisher nicht erzählt, doch ich denke, jetzt ist es an der Zeit. Als wir damals im Krankenhaus ankamen, wurden wir schnell in den Kreissaal geführt. Eine Schwester kümmerte sich um Mama, und ich durfte die ganze Zeit bei ihr bleiben. Ich setzte mich neben sie aufs Bett, wir hielten einander die Hand. Wieder und wieder sahen wir uns an, wir lachten und weinten zugleich und wussten, gleich würden die Strapazen beendet sein. Doch dann ließen die Wehen nach, musst du wissen. Ein Arzt kam, er sagte, alles sei in Ordnung, und wir verließen uns darauf.

Noch heute höre ich die Uhr an der Wand, sehe, wie ihre Zeiger weiter und weiter drehen, während Mama in einen beruhigenden Schlaf gefallen ist. Mit einem Frottier trocknete ich ihre feuchte Stirn. Ganz behutsam ging ich vor, ich mochte sie nicht wecken. Sie sah so friedlich aus, die vorangegangenen Stunden waren anstrengend für sie gewesen. Der Raum sah gar nicht aus wie ein Krankenhauszimmer. Mehr wie ein Kinderzimmer mit gelben Wänden und roten Stoffvorhängen vor den Fenstern. Wir fühlten uns behütet.

Weißt du, mein Kind, es ist nicht ganz leicht für mich, dir von diesen Dingen zu erzählen. Ich habe deine Mutter mehr geliebt als mein eigenes Leben. Doch meines wollten sie nicht auf der Station.

Nein, kleine Lea, schlaf weiter, ich bin an deiner Seite. Was unter uns auf der Straße geschieht, möchtest du wissen? Ich will es dir sagen. Man hat die Straße gesperrt, in beiden Richtungen. Der Sattelschlepper liegt noch immer auf der Seite und blockiert die Fahrbahn. Polizei und Feuerwehr sind gekommen, ich erkenne ihre Blaulichter. Funken fliegen, ich nehme an, sie versuchen, den Wagen mit einer Flex zu öffnen. Genau kann ich es nicht sehen.

Wir sind in Sicherheit, mein Kind. Bei uns ist es warm und weich. Die Blaulichter erreichen uns nicht, wir sind behütet. Wenn wir hungern, essen wir, und wenn wir durstig sind, können wir trinken. Doch erst einmal werden wir ruhen. Ich nehme an, uns steht eine lange Reise bevor.
Weißt du, mein Kleines, ich habe deiner Mama ein Versprechen gegeben. Und ich werde es halten. Dieses eine Mal werde ich mein Versprechen halten, bitte glaub mir das.

Damals, im Krankenhaus, gab ich es ihr. Als sie aus ihrem Schlaf erwachte, war alles um uns herum still geworden. Aus großen Augen sah sie mich an. Wir fühlten ihren Bauch. Und spürten Dich, mein Kind. Weißt du, was es bedeutet, sein eigenes Kind im Leib der Mutter zu spüren? Nein, du kannst es noch nicht wissen. Ich will dir sagen, wie es sich anfühlt: Es fühlt sich an, als würde man selbst noch einmal geboren. Als begänne das eigene Leben ein zweites Mal. In diesem Moment gibt es keine Erklärungen, jede Weisheit ist Lüge. Du bist Teil eines mystischen Systems, dessen Weite und Kraft du nur erahnen kannst und auch, wenn du an keine höhere Macht glaubst, möchtest du danken für so viel Geborgenheit, die dich in diesem Augenblick durchströmt.

„Gib Acht auf uns, hörst Du?“

„Ja“, antwortete ich.

„Versprich es“, sagte sie. Und ich tat es.

Wir küssten uns. Lang, innig. Wir streichelten einander das Gesicht. Dann wollte sie aufstehen, doch ihre Beine gaben nach, sie konnte sich nicht darauf halten. Sie bekam Krämpfe, heftige Krämpfe und es dauerte nur Sekunden, bis sie das Bewusstsein verlor. Ich schrie, schnell kamen Ärzte ins Zimmer gerannt. Kurze Untersuchungen, ein abstimmendes Kopfnicken unter ihnen. Sie schoben das Bett über endlose Flure, fuhren mit dem Fahrstuhl viele Stockwerke und verschwanden hinter einer Tür, bei deren Raum mir der Zutritt versagt war. Eine Schwester blieb bei mir, gemeinsam saßen wir auf einer Bank und warteten. Alles werde gut, sagte die Schwester mehrfach, doch ich hörte es kaum. Ich starrte nur auf diese Tür, die zwischen euch und mir verschlossen war, beobachtete ihre Klinke in der brennenden Hoffnung, sie möge endlich heruntergedrückt, und als ich schon nicht mehr daran zu glauben wagte, geschah es. Die Tür öffnete sich. Und du warst da. Im Arm einer Schwester, deren Blick ich nie vergessen habe.
 
Du hast Recht, mein Kind, es wird heller um uns herum. Halt dich an mir fest, ich will versuchen, emporzusteigen. Dorthin, wo das Licht noch wärmer scheint. Ja, wir schaffen es, wir bekommen Auftrieb. Spürst du es? Doch schlaf wieder ein, ich werde dich rechtzeitig wecken. Die Männer unten auf der Straße können uns nichts mehr anhaben. Sie sind weit weg, die Blaulichter verschwimmen im Nebel der Zeit, Geräusche verhallen im Nichts.

Gleich, mein Mädchen, hab Geduld, gleich wird es soweit sein. Dann werden wir angekommen sein am Ziel unserer Träume.

Dann wird sich die Tür noch einmal öffnen.

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kskreativ
Geschlecht:weiblichMärchenerzähler

Alter: 54
Beiträge: 3421
Wohnort: Ezy sur Eure, France


BeitragVerfasst am: 08.11.2011 08:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nur ein Wort: Wunderschön. Danke.
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Gast







BeitragVerfasst am: 08.11.2011 09:09    Titel: Re: Vereint Antworten mit Zitat

Liebes Inko,

du hast mich berührt. Ich finde deine Geschichte gelungen.
Nur ein paar Winzigkeiten: Hier und da bin ich gestolpert – hab’s mal gestrichen. Und im Allgemeinen wird die vertraute Anrede „du“ (deine) kleingeschrieben – außer im Brief, da ist es freigestellt.
Aber ansonsten habe ich das wirklich gerne gelesen.

Liebe Grüße
Monika



Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Vereint

Ich bin bei Dir, meine Tochter, hab keine Angst. Ich halte Deinen Kopf in meinen Händen und küsse Deine Augen.

Was ist geschehen, fragst Du mich, und ich antworte, ich kann es nicht sagen. Es ging alles so schnell. Wann wir da sind, möchtest Du wissen, und auch darauf kenne ich keine Antwort. Bis vor wenigen Minuten dachte ich, es könnte nicht mehr weit sein. Nun aber bin ich nicht mehr sicher. Doch sei unbesorgt, sie werden auf Dich warten im Morgenkreis. Du wirst ihn nicht verpassen, mein Kind, ich bringe Dich.

Weißt Du, woran ich denken muss? An Deine Geburt. Ganz deutlich habe ich die Bilder vor Augen. Deine Mama und ich fuhren durch die Nacht, eine laue Sommernacht, und wir haben geweint vor Glück. Die Sterne leuchteten auf uns herab, der Mond schwammauf dem See, an dem wir vorbei zogen. Namen überlegten wir uns während der Fahrt ins Krankenhaus. Jungen- und Mädchennamen. Eine Mia war darunter, auch ein Fin. Und als ich Lea aussprach, sahen wir uns wortlos an. Es war das erste Mal, dass wir uns nichts sehnlicher wünschten, als ein Mädchen zu bekommen. Ich öffnete das Fenster einen Spalt und ließ die Luft zu uns hereinwehen, warme, feuchte Erde und den Duft von Gerstenfeldern, und wir wussten, es ist für immer.

Ja, schmieg Dich an meine Brust, ruh Dich ein wenig aus. Der Lärm um uns herum soll dich nicht erreichen. Wir drehen den Ton ab und sehen dem Treiben zu. Viele Menschen laufen umher, an ihren Mündern erkennt man ihre Schreie. In ihren Augen blitzt Entsetzen auf. Doch wir, kleine Lea, wir sind geschützt, sei unbesorgt.

Dein Haar ist lang und kräftig geworden, blonde Locken liegen auf deinen zerbrechlichen Schultern, es duftet nach Blumen. Ich streichle deine Wange, wie ich es jeden Abend tue, wenn ich dich zu Bett bringe.

Weißt Du, mein Kind, manchmal hält das Leben unbegreifliche Ereignisse bereit. Von einem habe ich Dir bisher nicht erzählt, doch ich denke, jetzt ist es an der Zeit. Als wir damals im Krankenhaus ankamen, wurden wir schnell in den Kreissaal geführt. Eine Schwester kümmerte sich um Mama, und ich durfte die ganze Zeit bei ihr bleiben. Ich setzte mich neben sie aufs Bett, wir hielten einander die Hand. Wieder und wieder sahen wir uns an, wir lachten und weinten zugleich und wussten, gleich würden die Strapazen beendet sein. Doch dann ließen die Wehen nach., musst du wissen. Ein Arzt kam, er sagte, alles sei in Ordnung, und wir verließen uns darauf.

Noch heute höre ich die Uhr an der Wand, sehe, wie sich ihre Zeiger weiter und weiter drehen, während Mama in einen beruhigenden Schlaf gefallen ist. Mit einem Frottier (das ist mir zu knapp) trocknete ich ihre feuchte Stirn. Ganz behutsam ging ich vor, ich mochte sie nicht wecken. Sie sah so friedlich aus, die vorangegangenen Stunden waren anstrengend für sie gewesen. Der Raum sah gar nicht aus wie ein Krankenhauszimmer. Mehr wie ein Kinderzimmer mit gelben Wänden und roten Stoffvorhängen vor den Fenstern. Wir fühlten uns behütet.

Weißt du, mein Kind, es ist nicht ganz leicht für mich, dir von diesen Dingen zu erzählen. Ich habe deine Mutter mehr geliebt als mein eigenes Leben. Doch meines wollten sie nicht auf der Station.

Nein, kleine Lea, schlaf weiter, ich bin an deiner Seite. Was unter uns auf der Straße geschieht, möchtest du wissen? Ich will es dir sagen. Man hat die Straße gesperrt, in beiden Richtungen. Der Sattelschlepper liegt noch immer auf der Seite und blockiert die Fahrbahn. Polizei und Feuerwehr sind gekommen, ich erkenne ihre Blaulichter. Funken fliegen, ich nehme an, sie versuchen, den Wagen mit einer Flex zu öffnen. Genau kann ich es nicht sehen.

Wir sind in Sicherheit, mein Kind. Bei uns ist es warm und weich. Die Blaulichter erreichen uns nicht, wir sind behütet. Wenn wir hungern, essen wir, und wenn wir durstig sind, können wir trinken. Doch erst einmal werden wir ruhen. Ich nehme an, uns steht eine lange Reise bevor.
Weißt du, mein Kleines, ich habe deiner Mama ein Versprechen gegeben. Und ich werde es halten. Dieses eine Mal werde ich mein Versprechen halten, bitte glaub mir das.

Damals, im Krankenhaus, gab ich es ihr. Als sie aus ihrem Schlaf erwachte, war alles um uns herum still geworden. Aus großen Augen sah sie mich an. Wir fühlten ihren Bauch. Und spürten Dich, mein Kind. Weißt du, was es bedeutet, sein eigenes Kind im Leib der Mutter zu spüren? Nein, du kannst es noch nicht wissen. Ich will dir sagen, wie es sich anfühlt: Es fühlt sich an, als würde man selbst noch einmal geboren. Als begänne das eigene Leben ein zweites Mal. In diesem Moment gibt es keine Erklärungen, jede Weisheit ist Lüge. Du bist Teil eines mystischen Systems, dessen Weite und Kraft du nur erahnen kannst und auch, wenn du an keine höhere Macht glaubst, möchtest du danken für so viel Geborgenheit, die dich in diesem Augenblick durchströmt.

„Gib Acht auf uns, hörst Du?“

„Ja“, antwortete ich.

„Versprich es“, sagte sie. Und ich tat es.

Wir küssten uns. Lang, innig. Wir streichelten einander das Gesicht. Dann wollte sie aufstehen, doch ihre Beine gaben nach, sie konnte sich nicht darauf halten. Sie bekam Krämpfe, heftige Krämpfe und es dauerte nur Sekunden, bis sie das Bewusstsein verlor. Ich schrie, schnell kamen Ärzte kamen ins Zimmer gerannt. Kurze Untersuchungen, ein abstimmendes Kopfnicken unter ihnen. Sie schoben das Bett über endlose Flure, fuhren mit dem Fahrstuhl viele Stockwerke und verschwanden hinter einer Tür, bei deren Raum mir der Zutritt versagt war. Eine Schwester blieb bei mir, gemeinsam saßen wir auf einer Bank und warteten. Alles werde gut, sagte die Schwester mehrfach, doch ich hörte es kaum. Ich starrte nur auf diese Tür, die zwischen euch und mir verschlossen war, beobachtete ihre Klinke in der brennenden Hoffnung, sie möge endlich heruntergedrückt, und als ich schon nicht mehr daran zu glauben wagte, geschah es. Die Tür öffnete sich. Und du warst da. Im Arm einer Schwester, deren Blick ich nie vergessen habe.
 
Du hast Rrecht, mein Kind, es wird heller um uns herum. Halt dich an mir fest, ich will versuchen, emporzusteigen. Dorthin, wo das Licht noch wärmer scheint. Ja, wir schaffen es, wir bekommen Auftrieb. Spürst du es? Doch schlaf wieder ein, ich werde dich rechtzeitig wecken. Die Männer unten auf der Straße können uns nichts mehr anhaben. Sie sind weit weg, die Blaulichter verschwimmen im Nebel der Zeit, Geräusche verhallen im Nichts.

Gleich, mein Mädchen, hab Geduld, gleich wird es soweit sein. Dann werden wir angekommen sein am Ziel unserer Träume.

Dann wird sich die Tür noch einmal öffnen.
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MT
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 47
Beiträge: 1172
Wohnort: Im Süden (Niedersachsens)


BeitragVerfasst am: 08.11.2011 09:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Monika,

sehr wertvolle Detailanmerkungen. Werde Einiges übernehmen. Nur "Sie können uns nichts mehr anhaben" bleibt. Daran hänge ich. Embarassed

Vielen Dank an Dich!
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MT
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 47
Beiträge: 1172
Wohnort: Im Süden (Niedersachsens)


BeitragVerfasst am: 08.11.2011 09:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

kskreativ hat Folgendes geschrieben:
Nur ein Wort: Wunderschön. Danke.


kskreativ, das freut mich. Vielen Dank für Dein Kompliment.
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Belzustra
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inkognito,

deine Geschichte habe ich wirklich gerne gelesen. Du sprichst von Geborgenheit und Sicherheit und ich weiß nicht, ob du es mit Absicht gemacht hast, aber genau das kommt auch beim Lesen rüber. Denn obwohl sich dramatische Szenen auf der Straße abspielen und obwohl man annehmen muss, dass Leas Mutter bei ihrer Geburt starb, strahlt dein Text eine Ruhe aus, die ich als richtig gelungen empfinde.
Eine kleine Anmerkung habe ich trotzdem zu machen und zwar verwendest du im Großen und Ganzen eine Sprache, die recht kindgerecht ist, einfach und verständlich.

Zitat:
Du bist Teil eines mystischen Systems, dessen Weite und Kraft du nur erahnen kannst und auch, wenn du an keine höhere Macht glaubst, möchtest du danken für so viel Geborgenheit, die dich in diesem Augenblick durchströmt.

Dieser Satz hier stach mir dabei jedoch ins Auge. Natürlich ist er für einen Erwachsenen leicht verständlich, wenn es jedoch darum geht, dies einem Kind mitzuteilen, dann würde ich ihn kürzen oder eben teilen und vielleicht sogar umformulieren.

Insgesamt aber wirklich gerne gelesen.
LG
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Gast







BeitragVerfasst am: 08.11.2011 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Inko, Inka !

„Was trieft denn da?“, habe ich gedacht, heute Morgen, beim zweiten Lesen, nachdem ich heute Nacht lieber schlafen gegangen bin, als einen vielleicht vorschnellen Kommentar hier zu lassen, den ich dann bereuen könnte.
Aber ich denke, dass es sich entweder um den Versuch handelt, zu testen, wie weit man gehen kann, beim Spiel mit Emotionen und Lesertränen oder … das Ganze ist ernst gemeint!

Im zweiten Fall bin ich hier wohl falsch, denn diese Art von Mischung aus Nahtoderfahrung, religiös angehauchtem Wunschdenken und Lebensuntüchtigkeit wär dann schon für ein sehr spezifisches Publikum gemacht.

Im ersten Fall: nein, das ist nicht mehr lustig, ich fühle mich angeführt, es fehlt jegliche Logik in der Motivation des Mannes, dessen Ziel aller Träume es ist, sich mit dem Kind zusammen wieder mit der toten Mutter zu vereinen.

Grüße von
Lorraine
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lupus
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich musste mich durch diesen Text zwingen, hab's getan, weil ich die ersten Kommentare gelesen hab.

Alles was mir bleibt ist Beklemmung, nichts als ein extrem ungutes Gefühl, sowohl sprachlich als auch inhaltlich.

Es gibt also einen, der einen Unfall provoziert*), sich selbst tötet und sein Kind ermordet, den Fahrer des LKWs in Gefahr bringt (ein Egomaniac par excellence), einen der dann auch noch glaubt, in den 'Himmel' zu kommen, und das dann auch noch in Kombination damit, dass er sein Versprechen erneut bricht. Das Töchterl hat sich prächtig entwickelt, es geht ihnen gut, das einzige, was an Verzweiflung durchschimmert, ist, dass er seine Frau geliebt hat.

*) da steht zwar, dass er nicht wisse, was geschehen sei, aber die Tatsache, dass er die Einsatzkräfte als diejenigen interpretiert, die seine Pläne durchkreuzen ('sie können uns nichts mehr anhaben'), legt doch nahe, dass er nicht gerettet werden will, sich gegen die Rettung stemmt, was wieder einem Mord gleichkommt (oder zumindest, wenn man davon ausgeht, dass er keinen Einfluss darauf hat, was das Kind will, er in Kauf nimmt, das Kind alleine zurück zu lassen). Oder lügt er? Weiß er was geschehen ist?

Sprachlich ist der Text vom ersten Satz an in einen Kübel voll zuckersüßen Pathos getaucht, der keinerlei Infragestellen oder Kritik an der Handlung des Vaters erkennen lässt und mit einigen Ungereimtheiten gespickt (ein 'werden' fehlt, Türen haben keine Räume, bei (sic!) denen man Zugang hat).

lgl
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MT
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 47
Beiträge: 1172
Wohnort: Im Süden (Niedersachsens)


BeitragVerfasst am: 08.11.2011 16:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Lorraine,
hallo lupus,

als ich Eure Interpretation las, habe ich mich als erstes gefragt, ob Ihr tatsächlich meinen Text meinen könntet. Nachdem ich mich dann vom ersten Schock erholt hatte, las ich nochmals. Ehrlich gesagt, aber wieder ohne Näherung.

Dass ich von einem Vater berichten wollte, der seine Tochter vorsätzlich tötet, um sodann mit Frau und Kind im Tod wieder vereint zu sein, ist mir jetzt noch, während ich diese Zeilen schreibe, so dermaßen fremd, so weit entfernt, dass ich zugegeben etwas sprachlos bin. Ist es tatsächlich so, dass der Text für Euch nicht vor allem die Möglichkeit bereit hält, es könnte sich um einen vom Vater völlig unverschuldeten Unfall gehandelt haben? Das war meine Intention und ich meine, sie ist im Text auch angelegt. So weiß der Vater nicht, was geschehen ist. Zudem geht er zunächst noch davon aus, er würde sein Kind rechtzeitig in den Kindergarten bringen können.

Die Szene beschreibt den Moment, in dem sich Körper und Seele voneinander trennen. Es ist der Augenblick, in dem das Unumkehrbare unumkehrbar eintritt. Und plötzlich ist es dort warm, man fühlt sich geborgen, es wird hell. In dieser (konkreten) Situation redet der Vater (seine Seele) der Tochter gut zu, damit sie sich nicht fürchtet. Und in dieser Situation bleibt nur noch die Hoffung, die geliebte Frau und Mutter wiederzusehen.

Einen Mörder hatte ich wahrhaftig nicht vor Augen. Ich bin selbst Vater einer vierjährigen Tochter, ein solcher Text wäre vollkommen absurd.

Demgegenüber, lieber lupus, räume ich ein, dass die Hinweise, die Du für Deine Interpretation meinst entdeckt zu haben, isoliert berachtet, der Verdacht aufkommen lassen können, der Autor habe einen Vorsatz beim Vater vor Augen gehabt. Der Hinweis am Ende etwa (dem Traum ganz nah) ist so einer. Doch dies wiederum ist (für mich) keineswegs naheliegend, eher sogar fern. Das Beruhigen der Tochter und die Erkenntnis der Unumkehrbarkeit der Situation lassen für den Vater nur noch eine Hoffnung aufkommen: Nun wieder mit der Frau und Mutter vereint zu sein - ein Traum geht in Erfüllung. Gewiss aus denkbar schlimmen Ereignissen, aber dennoch, als (neue) Hoffnung.

Pathos, ja, da gebe ich Dir Recht. Doch fortlaufend zuckersüß oder triefend (Lorraine) empfinde ich es nicht.

Und, Lorraine, der Text ist sehr wohl ernst gemeint. Freilich nicht in der von Dir gesehenen Interpretation (s.o.), aber (sehr) ernst.

Schade, wenn ich Euch zwei nicht erreichen konnte. Ich probier´s weiter.
 wink

Danke für Eure Textarbeit!

I.
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MT
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 16:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Belzustra hat Folgendes geschrieben:
deine Geschichte habe ich wirklich gerne gelesen. Du sprichst von Geborgenheit und Sicherheit und ich weiß nicht, ob du es mit Absicht gemacht hast, aber genau das kommt auch beim Lesen rüber. Denn obwohl sich dramatische Szenen auf der Straße abspielen und obwohl man annehmen muss, dass Leas Mutter bei ihrer Geburt starb, strahlt dein Text eine Ruhe aus, die ich als richtig gelungen empfinde.

Das war die Intention. Ruhe, Geborgenheit - aus einer freilich eigenwilligen Perspektive. Schön, wenn´s Dir gefällt.

Zitat:
Dieser Satz hier stach mir dabei jedoch ins Auge. Natürlich ist er für einen Erwachsenen leicht verständlich, wenn es jedoch darum geht, dies einem Kind mitzuteilen, dann würde ich ihn kürzen oder eben teilen und vielleicht sogar umformulieren.

Du hast Recht, dort gibt es einen Schnitt. Ich habe mich mit der Stelle schwer getan. Auf der einen Seite wollte ich Informationen geben, auf der anderen Seite den "Draht" zum Kind nicht verlieren. Ich gehe noch mal drüber.

Besten Dank fürs Lesen und Kommentieren.

I.
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lupus
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst einmal:
es sind zwei Interpretationen.

weiters:
woher soll ich als Leser wissen, dass der Autor selbst ein Tochter hat? Uns selbst wenn, das PI hat mit dem Autor ja wirklich nix zu tun.

und dann deine Erklärung:
der Vater, also vielmehr seine Seele, weiß, dass sie sterben werden? Aber er denkt noch daran, die Kleine rechtzeitig in den Kindergarten zu bringen? Zu erwarten, dass der Leser das 'hier ist es warm' als den Moment erkennt, wo die Seele den Körper verlässt, is ein bisserl viel verlangt. Ein Hinweis auf die zugrunde liegende Religion wär hilfreich. Christlich is es nicht und wenn, dann theologisch sehr fragwürdig, oder is es das drohende Purgatorium?(Dann würd das 'weich' nicht mehr passen - vlt. war noch nie dort - btw.: 'hungern' ist was anderes als 'Hunger haben') Ja und selbst wenn ich den Moment richtig interpretierte ... was is davor? Als der Vater noch nicht Seele ist, also schwer verletzt im Auto liegt? Da sagt er seiner Tochter, dass die im Kindergarten auf sie warten werden? Wenn Seele, dann von Anfang an. Und dann haut der Text schon wieder nicht hin.

wer sind die Männer die ihnen nichts mehr 'anhaben können'. Anhaben können bedeutet doch 'böses tun'. Ja, warum sollten Einsatzkräfte den beiden etwas böses tun, außer die durchkreuzen irgendwelche Pläne? Der Vater (seine Seele) müßte doch vielmehr hoffen, sie könnten noch gerettet werden. Und DAS war es was mich eindeutig in die Lesrichtung gezwungen hat, wie meine Anmerkung mit *) klar macht. Dass du auf dieser Passage bestanden hast, bestärkt mich im Nachhinein. Isoliert betrachtet bedeutet diese Passage gar nix, aber im Kontext lässt sie sich so lesen, wie ich es getan hab.

Naja, der Text ist widersprüchlich, lässt zwei (mittlerweile mehrere) Lesarten zu. Der Leser kann also wählen. Wenn dir der Mord-Gedanke fern liegt ist das ja schön, aber woher soll ich als Leser wissen, was dir fern liegt? Das müsste schon eindeutig in deinem Text stehen, oder nicht?

Es tut mir leid, deine Erklärung hat den Text noch weiter von mir entfernt. Den anderen gefällt er ja. Passt also.

lgl
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MT
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 17:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey, lupus,

lupus hat Folgendes geschrieben:
Zunächst einmal:
es sind zwei Interpretationen.

Ja.  Embarassed

lupus hat Folgendes geschrieben:
weiters:
woher soll ich als Leser wissen, dass der Autor selbst ein Tochter hat?

Natürlich von nirgendwoher. Das hab ich doch nur in meiner Antwort auf Deine Anmerkungen geschrieben. Klar, dass der Leser das nicht wissen kann/muss. Kommt für den Text auch nicht drauf an.

lupus hat Folgendes geschrieben:
Wenn Seele, dann von Anfang an. Und dann haut der Text schon wieder nicht hin.
Warum? Und warum nicht? Embarassed
Ich verstehe ja, der Text spaltet. Aber dennoch: Ist er deshalb schlecht? Hm, weiß nicht so richtig. Mal sehen, vielleicht folgen ja noch weitere Stimmen.

Danke in jedem Fall für Deine kritische Stimme!
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lady-in-black
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Der goldene Käfig Extrem Süßes!


BeitragVerfasst am: 08.11.2011 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Als Leserin hat mich der (vermeintliche?) Inhalt des Textes befremdet ...
als Kritikerin bin ich jedoch keine Richterin über die (vermeintlich?) verirrte Haltung oder krankhafte Handlung eines Protagonisten  

Ich halte den Text für nicht ganz so gelungen, und zwar ausschließlich aus dem Grund, dass der Text nicht klar erkennen lässt, worum es geht.
Den Text habe ich mehrfach gelesen, bzw. lesen müssen ... und bin doch genauso schlau wie vorher. Mein erster, nicht sicherer Eindruck, dass es sich evtl. um einen Selbstmord des Vaters handelt, bei dem er auch sein Kind bewusst tötet, ist geblieben, untermauert von Sätzen wie diesem:
Zitat:
Gleich, mein Mädchen, hab Geduld, gleich wird es soweit sein. Dann werden wir angekommen sein am Ziel unserer Träume.


"Morgenkreis" war übrigens ein Ausdruck, den ich trotz meiner 5 Kinder, die allesamt einen Kindergarten besuchten, bisher noch nicht kannte.
Hat mir daher ebenfalls erschwert, die Zusammenhänge zu erkennen.

Nicht so gelungen:
Zitat:
Weißt du, mein Kleines, ich habe deiner Mama ein Versprechen gegeben. Und ich werde es halten. Dieses eine Mal werde ich mein Versprechen halten, bitte glaub mir das.

in Verbindung mit:
Zitat:
„Gib Acht auf uns, hörst Du?“

„Ja“, antwortete ich.

„Versprich es“, sagte sie. Und ich tat es.


Er kann das Versprechen nicht halten, da er ja nicht auf "uns", also auf die Mutter achtgegeben hat. Besser wäre gewesen: "Gibt Acht auf unser Kind"
Übrigens suggeriert der Satz auch, dass der Vater sonst nie seine Versprechen gehalten hat und als Leser fragt man sich, warum?!

Das es sich um ein Gespräch der "Seele" handeln soll, macht m.E. den Text übrigens nicht besser bzw. verständlicher ...
Wenn von "oben" oder "unten" die Rede war, habe ich sogar eher an eine Wohnung gedacht, in der sich der Prota mit seiner Tochter befand, vielleicht an ihrem Bettchen saß.
Und das waren auch die Passagen, die mich unsicher hinsichtlich der Intension des Textes gemacht haben.
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MT
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 18:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@ lupus

1992 hatte ich einen (recht schweren) Verkehrsunfall. Ich kann mich bis heute nicht mehr an den Hergang erinnern, weiß nur, dass ich irgendwann wieder im Krankenhaus aufgewacht bin (Stunden später). Eines aber hat mich nie mehr losgelassen: Das weiße Licht. Klingt, als hätte ich was geraucht, ich weiß; klingt irgendwie nach "der hat´se nicht alle". Doch egal, es war so. Ich sah das Treiben an der Unfallstelle von oben und entfernte mich weiter. Die Geborgenheit, die ich empfand, war unbeschreiblich.  Embarassed Klar wollte ich vermutlich nicht sterben. Doch in diesem Augenblick wünschte ich nichts mehr, als dass ich nicht wieder dort runter in den Krankenwagen muss...

lupus hat Folgendes geschrieben:
Wer sind die Männer die ihnen nichts mehr 'anhaben können'. Anhaben können bedeutet doch 'böses tun'. Ja, warum sollten Einsatzkräfte den beiden etwas böses tun, außer die durchkreuzen irgendwelche Pläne? Der Vater (seine Seele) müßte doch vielmehr hoffen, sie könnten noch gerettet werden. Und DAS war es was mich eindeutig in die Lesrichtung gezwungen hat, wie meine Anmerkung mit *) klar macht. Dass du auf dieser Passage bestanden hast, bestärkt mich im Nachhinein. Isoliert betrachtet bedeutet diese Passage gar nix, aber im Kontext lässt sie sich so lesen, wie ich es getan hab.

Die Ärzte, die im Wagen um mein Leben kämpften, empfand ich nicht als Bedrohung, glaube ich. Doch sie waren "Störenfriede". So empfunden, wollten sie mir "etwas anhaben". Und das sollten sie nicht.

Ich wollte und will den Text überhaupt nicht autobiografisch verstanden wissen. Bei meinem Unfall war das alles eine ganze Spur "einfacher" gelagert. Inspiriert wurde ich vielmehr durch einen Text von Reinhard Mey (Drachenblut, Lied 7 auf Mairegen), wenngleich die Szene dort eine ganz andere ist. Und dann schrieb ich gestern abend, es floss einfach so raus. Und erst beim Schreiben war ich an meinen Unfall erinnert. Jene Empfindungen (die bis heute erstaunlich "leicht" abrufbar sind) flossen plötzlich mit ein. War vielleicht ´ne Spur zu viel/zu gewollt. Aber so ist das wohl manchmal mit dem Schreiben.

I.
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kskreativ
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Bei solchen Themen schlagen die Wogen immer gerne hoch, ob Suizid oder Nahtoderlebnis, ich habe in beiden Sachen Erfahrung, dürfte es schwer sein, die richtigen Worte zu finden. Interpretationen fallen da natürlich unterschiedlich aus, je nach Sichtweise des Lesers.

Die Grenze zum Kitsch ist ebenfalls sehr fließend, wie auch bei Geschichten die sich um Schutzengel oder ähnliches drehen, da war vor einiger Zeit eine solche hier im Forum.
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adelbo
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

du hast den Text abgestellt um Meinungen zu hören, deshalb schreibe ich auch etwas dazu. Obwohl ich mich schwer tue, wenn ich daran denke, dass es diese Situation wirklich gegeben haben könnte und ich jetzt schreibe, das ist mir zu herzzerreißend.   Embarassed

Aber mir ist der Text zu überladen, er drückt mir zu offensichtlich auf die Tränendrüsen.

Zitat:
Ja, schmieg Dich an meine Brust, ruh Dich ein wenig aus. Der Lärm um uns herum soll dich nicht erreichen. Wir drehen den Ton ab und sehen dem Treiben zu. Viele Menschen laufen umher, an ihren Mündern erkennt man ihre Schreie. In ihren Augen blitzt Entsetzen auf. Doch wir, kleine Lea, wir sind geschützt, sei unbesorgt.

Dein Haar ist lang und kräftig geworden, blonde Locken liegen auf deinen zerbrechlichen Schultern, es duftet nach Blumen. Ich streichle deine Wange, wie ich es jeden Abend tue, wenn ich dich zu Bett bringe.


In diesem Abschnitt zunächst der Widerspruch, dem Kind die Schreie, das Entsetzen zu schildern und dann für mich theatralisch, doch wir sind geschützt kleine Lea, sie unbesorgt zu sagen.
Und der zweite Absatz wäre für mich in der Geschichte vollkommen überflüssig.

Mehr will ich nicht schreiben, weil ich eben diese ungute Gefühl habe, eine wahre, sehr traurige Begebenheit verbal auseinander zu nehmen.
Für mich wird die traurige Situation  durch die eher kitschige Sprache verwässert.
LG
adelbo
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 18:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey lady,

Zitat:
Ich halte den Text für nicht ganz so gelungen, und zwar ausschließlich aus dem Grund, dass der Text nicht klar erkennen lässt, worum es geht.
Den Text habe ich mehrfach gelesen, bzw. lesen müssen ... und bin doch genauso schlau wie vorher.

Es ist für mich immer eine Gratwanderung zwischen zu viel und zu wenig. Bei zu viel wird/wirkt ein Text schnell platt. Bei zu wenig besteht die Gefahr, dass Leser die Intention des Autors nicht erkennen können. Hier ist es vielleicht zu wenig an Hinweisen, möglicherweise sind es aber auch solche, die verwirren und Deine Interpretation stützen (bist ja nicht die erste  wink ).
Ich werde mir das zu Herzen nehmen. Denn: Dass ein Vater seine Tochter und sich selbst tötet, um mit der Mutter vereint zu werden, will ich ganz und gar ausschließen. Da müssen einige Formulierungen wohl umgestaltet werden. Du hast hier die Fallen aufgezeigt, Dankeschön dafür!

Dein Hinweis auf das Versprechen ist mE hingegenbegründet. das geht sauberer. So in etwa, wie Du es vorgeschlagen hast.

Was indes "oben" und "unten" angeht, bin ich sehr zwiegespalten. Das habe ich gar nicht gesehen (bis jetzt nicht).

Herzlich bedankt!
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 18:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

adelbo hat Folgendes geschrieben:
Hallo Inko,

du hast den Text abgestellt um Meinungen zu hören, deshalb schreibe ich auch etwas dazu. Obwohl ich mich schwer tue, wenn ich daran denke, dass es diese Situation wirklich gegeben haben könnte und ich jetzt schreibe, das ist mir zu herzzerreißend.   Embarassed

Aber mir ist der Text zu überladen, er drückt mir zu offensichtlich auf die Tränendrüsen.

Zitat:
Ja, schmieg Dich an meine Brust, ruh Dich ein wenig aus. Der Lärm um uns herum soll dich nicht erreichen. Wir drehen den Ton ab und sehen dem Treiben zu. Viele Menschen laufen umher, an ihren Mündern erkennt man ihre Schreie. In ihren Augen blitzt Entsetzen auf. Doch wir, kleine Lea, wir sind geschützt, sei unbesorgt.

Dein Haar ist lang und kräftig geworden, blonde Locken liegen auf deinen zerbrechlichen Schultern, es duftet nach Blumen. Ich streichle deine Wange, wie ich es jeden Abend tue, wenn ich dich zu Bett bringe.


In diesem Abschnitt zunächst der Widerspruch, dem Kind die Schreie, das Entsetzen zu schildern und dann für mich theatralisch, doch wir sind geschützt kleine Lea, sie unbesorgt zu sagen.
Und der zweite Absatz wäre für mich in der Geschichte vollkommen überflüssig.

Mehr will ich nicht schreiben, weil ich eben diese ungute Gefühl habe, eine wahre, sehr traurige Begebenheit verbal auseinander zu nehmen.
Für mich wird die traurige Situation  durch die eher kitschige Sprache verwässert.
LG
adelbo

N´abend, adelbo,

es gilt, was ich bereits schrieb: Der Text ist - wenn überhaupt - nur sehr marginal - autobiografisch. Es ist für mich ein fast ausschließlich fiktionales Stück. Dennoch hab Dank für Deinen Feinsinn.

Ja, vielleicht ist er überladen, vielleicht drückt er zu sehr auf die Tränendrüse. Er entstand gestern abend binnen Stunden, war einfach da, geschrieben wie gefühlt. Ich persönlich finde ihn noch immer nicht zu überladen, aber in der Tat ist das Geschmacksache. Mal sehen, wie er ausschaut, wenn er erst einmal ein paar Wochen gehangen hat.

Vielen Dank an Dich.


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Das Schicksal verzichtet oft auf Kommentare, es begnügt sich damit, zuzuschlagen.

Siegfried Lenz
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 18:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

kskreativ hat Folgendes geschrieben:
Bei solchen Themen schlagen die Wogen immer gerne hoch, ob Suizid oder Nahtoderlebnis, ich habe in beiden Sachen Erfahrung, dürfte es schwer sein, die richtigen Worte zu finden. Interpretationen fallen da natürlich unterschiedlich aus, je nach Sichtweise des Lesers.

Die Grenze zum Kitsch ist ebenfalls sehr fließend, wie auch bei Geschichten die sich um Schutzengel oder ähnliches drehen, da war vor einiger Zeit eine solche hier im Forum.

Ein Thema, das spaltet. So gesehen hat der Text erreicht, was ein Text erreichen kann. Und Du hast vollkommen Recht: Kitsch ist Kitsch im Auge des Betrachters.

Danke.
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Lorraine hat Folgendes geschrieben:
„Was trieft denn da?“, habe ich gedacht, heute Morgen, beim zweiten Lesen, nachdem ich heute Nacht lieber schlafen gegangen bin, als einen vielleicht vorschnellen Kommentar hier zu lassen, den ich dann bereuen könnte.

*tief durchatme* ... bereue ich meinen Kommentar? Nein, eigentlich nicht, wenn er auch (wohl beabsichtigt) ein wenig holzhammermässig daher kommt. Nun, lieber Inko, soll ich in Zukunft überlegen, ob der Autor vielleicht ein Nahtoderlebnis hatte, oder ob er selbst Kinder hat oder nicht (um ehrlich zu sein, habe ich das bei meiner Interpretation dann eher bezweifelt wink  ) ...?
Der Text steht hier. Du gibst ihn frei zur Diskussion. Und ehrlich, für meinen Geschmack ist (fast) alles hier ein Zuviel. Deshalb der Ausdruck "triefen", es läuft für mich halt über, das Fass
.

Aber ich denke, dass es sich entweder um den Versuch handelt, zu testen, wie weit man gehen kann, beim Spiel mit Emotionen und Lesertränen oder … das Ganze ist ernst gemeint!

Ok, es ist ernst gemeint ... und ja, da fühle ich mich ein bisschen überfordert, jetzt, kann mich aber auf den folgenden Teil berufen:

Im zweiten Fall bin ich hier wohl falsch, denn diese Art von Mischung aus Nahtoderfahrung, religiös angehauchtem Wunschdenken und Lebensuntüchtigkeit wär dann schon für ein sehr spezifisches Publikum gemacht.

Und das kann ich immer noch unterschreiben, denn wie du die "Methode" des Vaters beschreibst, die dem Kind die Angst nehmen soll, ihm Fragen beantworten soll (so von "Seele" zu "Seele") ... das ist schon - wie soll ich sagen - ziemlich schwer verdaulich (ich spreche für mich, natürlich) ... dabei ging es mir gar nicht um eine "Kitsch"- diskussion, eher um das Zuviel an "Spritiuellem"; ich habe es nicht gern, wenn mir das aufgedrängt wird.

Im ersten Fall: nein, das ist nicht mehr lustig, ich fühle mich angeführt, es fehlt jegliche Logik in der Motivation des Mannes, dessen Ziel aller Träume es ist, sich mit dem Kind zusammen wieder mit der toten Mutter zu vereinen.

Ja, ich habe folgenden "Sachverhalt" aus dem Text herausgelesen  Embarassed
Unfall, vorsätzlich herbeigeführt von einem Witwer, der den Tod seiner Frau nie akzeptiert hat und ohne sie nicht leben kann und sein Ziel, sich wieder mit ihr zu vereinigen, ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt (ich fand das ziemlich feige von ihm, wie du dir vorstellen kannst, aber wenn man einmal auf der Schiene ist ...  Embarassed )
Natürlich fand ich es widersprüchlich, im Hinblick auf sein Versprechen, ich fand es auch übertrieben, dass er so insistiert, wie bedrohlich die Rettungsmannschaften doch seien, da hast du schon ziemlich dick aufgetragen, tja, mir war dieser Mann suspekt, ganz einfach.


Grüße von
Lorraine



Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Aus großen Augen sah sie mich an. Wir fühlten ihren Bauch. Und spürten Dich, mein Kind. Weißt du, was es bedeutet, sein eigenes Kind im Leib der Mutter zu spüren? Nein, du kannst es noch nicht wissen. Ich will dir sagen, wie es sich anfühlt: Es fühlt sich an, als würde man selbst noch einmal geboren. Als begänne das eigene Leben ein zweites Mal. In diesem Moment gibt es keine Erklärungen, jede Weisheit ist Lüge. Du bist Teil eines mystischen Systems, dessen Weite und Kraft du nur erahnen kannst und auch, wenn du an keine höhere Macht glaubst, möchtest du danken für so viel Geborgenheit, die dich in diesem Augenblick durchströmt.


Du willst so viel in diesen Text packen ... wie du jetzt sagst, hast du ihn so niedergeschrieben, wie es halt kam, schnell und erst gestern?
Weisst du, das hört sich schon ziemlich (Verzeihung, aber das muss jetzt auch noch heraus) aufgesetzt an. Du sagst, du hast selbst ein Kind (oder Kinder) und ich möchte dir auf keinen Fall deine Erlebnisse schmälern und ich finde es ja eigentlich schön, dass ein Mann sich solche Gedanken macht, aber ...
"In diesem Moment gibt es keine Erklärungen, jede Weisheit ist Lüge." Ich kann nur sagen: du trägst ganz schön dick auf, das hört sich für mich nach Floskel an. Wenn ich genau überlege ... warum sollte sich in diesem Moment jede Weisheit als Lüge erweisen??? Was ist dann dieser Aphorismus an genau der Stelle in deinem Text? Nur eine Weisheit mehr?
Für mich hört sich das leer an, weil dein Text so voll von diesen Sätzen ist. Es ist zuviel. Und deshalb vielleicht konnte ich im Kern deinen Text und das, was du eigentlich erzählst, gar nicht mehr erkennen.

Nichts für Ungut,
und nochmals Grüsse von
Lorraine
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Gast







BeitragVerfasst am: 08.11.2011 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, herausfließende Texte haben ihre Tücken.

Ich neige zu Lorraine, weniger Schwulst kann sich der Text locker leisten. Das muss gar nicht so dramatisch vorgetragen sein, wäre es zurückgenommener, ginge es wahrscheinlich tiefer.

"Du" groß würde ich lassen (oder wenigstens ganz durchziehen). Meine Hände - die Hände. 'küsse deine Augen' - ähm, nein, eher die Lider.
'mein eigenes Leben' - mein Leben. usw.

Ich ging auch davon aus, dass der Vater sich/sein Kind getötet hat.

Warum? Weil er direkte Ansprache hält und noch agiert - für ein 'Nahtod-Endeminuten-Traumdings' streichelt und drückt, erzählt und sieht er zu viel.
Wer aber eben nicht schon der Welt entrückt 'das Licht sieht' - der wird sein Kind (zumindest einen Impuls lang) retten wollen. Oder über seinen Tod verzweifeln - die Kleine hatte ein Leben vor sich.

Dieses 'endlich zu Mutti' - so einfach ist das nicht; und wenn es so einfach wäre, dann wäre es ein beklemmend, dunkler und grenzgängiger Text.
Das wäre eine Stärke, wenn natürlich in Folge ein heftiger Text, dann wäre mir dieser SingSang in bunten Dramaworten auch stimmiger, das hat dann so einen bitteren Beigeschmack. - aber das willst du ja gar nicht

Wenn es keine Absicht vorliegt, sondern ein Unfall - dann stimmt die Emolage des Prota für mich nicht.

Weiter: Eltern, die ein Kind bekommen (ihr erstes) und entspannt über Babynamen im Auto plaudern und den Mond ankucken?
Ähm. Hrm. Nö.

Auch dieses 'Lea' finden ist überzogen. Die haben sagen 6 Monate lang über Namen gebrütet und dann ist Lea die Epiphanie? Lea ist ja nun nicht Friedwalda.

Die Krankengeschichte der Mutter ist unstimmig, ich vermisse den Wehenschreiber, woher die Krämpfe aus dem Nichts? So ein einschneidendes Erlebnis bleibt nicht so vage in der Erinnerung. Der Kopf versucht der Trauer Erklärungen entgegen zu setzen.

Ich höre hier auf und sag noch was ich gut fand:
hohes Erzähltempo, eine sehr flüssige Schreibe (trotz der  Butterkremformulierungen), der Aufbau der Erzählung - ich meine den Wechsel aus Erinnerung und Blaulicht - und den Mut, sich an solch ein Thema und solch eine Emotionsdichte zu wagen.

Abhängen. Unbedingt. Aber ebenso in tiefe beim 'Ich' gehen, das geht so nicht auf, das ist zu eindimensional.
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MT
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011 21:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@ Lorraine

Liebe Anja, wenn Dir an dem Text "(fast) alles zu viel" ist, dann werdet Ihr zwei wohl keine Freunde mehr. Mir geht es auch oft so. Da liest man wohlwollend, versucht, sich auf ein Stück einzulassen, doch es gelingt nicht. Und wenn man weiterliest, wird es immer schlimmer. Dann KANN man irgendwann nicht Gutes mehr an dem Text erkennen. So scheint es bei Dir mit meinem Text hier in etwa auch gegangen zu sein. Wobei ich - ehrlich gesagt - inzwischen nicht mehr weiß, was Dich mehr stört: Die aus Deiner Sicht zu große Verwirrung über den Inhalt ("falsche Fährten") oder das - wie Du es nennst - "Triefende". Zu viel oder zu wenig oder in toto zu falsch? Das macht es für mich etwas schwierig. Was ich für mich aber mitnehme ist, dass zum einen die inhaltliche Struktur (der Aussagekern) klarer werden sollte und zum anderen ZU viel Weichspüler drin ist. Über beide Aspekte werde ich lange nachdenken müssen.

Gestatte mir aber noch eines zu sagen: Wenn ein Autor einen Text schreibt und hier im Forum preis gibt, dieser Text sei das Ergebnis eines empfundenen Schreibflusses, hat das aus meiner Sicht nichts mit Aufgesetztheit zu tun. Allenfalls mit Aufrichtigkeit, mit schlichter Ehrlichkeit.

I.
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