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Der Betrüger.


 

 
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Sorin
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 32
Beiträge: 82



BeitragVerfasst am: 15.07.2011 11:36    Titel: Der Betrüger. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Schweiß tropfte auf den Stapel fertig gedruckter Papiere. Es war dunkler Schweiß. Vermischt mit Farbe. Man hätte meinen können, er würde Farbe schwitzen, doch es waren lediglich Farbparikel, die sich auf seiner Haut absetzten. Er hatte eine alte Fabrikhalle im südlichen Teil der Stadt gemietet. Dort stand eine baufällige LITHOMAN Druckmaschine aus dem Jahr 1988. Er stand in einem weißen, verschmutzten Unterhemd am Schneidetisch und schnitt die gedruckten Papierbögen. Im Hintergrund lief der Jazz-Sender im Radio, den die Geräusche der Druckmaschine fast übertönten. Die Maschine lief auf Hochtouren und produzierte eine Menge Hitze, und da die Fabrikhalle über keine Lüftung verfügte, herrschten dort Temperaturen wie in der kasachischen Steppe. Er schnitt konzentriert die frisch gedruckten Papierbögen und wischte sich in unregelmäßigen Abständen den Schweiß von der Stirn und nahm einen kräftigen Schluck aus einer Whiskey-Flasche. Alkohol war das Einzige, was ihn noch ruhig stellen konnte. Am Anfang war alles noch in Ordnung, doch dann kamen Zeiten, wo er nüchtern keine ruhige Hand mehr hatte und er fing an, sich vor der Arbeit zu betrinken. Erstaunlicherweise konnte er betrunken viel besser arbeiten. Er war ruhiger, gelassen und arbeitete präzise. Nur sein damaliger Chef hatte etwas dagegen, dass er trank. Und feuerte ihn. Das war in der Zeit, als ihn seine Frau verließ, denn sie war die Einzige, die was dagegen hatte, dass er kein Geld mehr nach Hause brachte und sie verließ ihn für einen Polizisten. Damals druckte er Werbebriefe, Flyer und große Plakate. Manchmal, wenn die Sonne schien, öffnete er die Luke und beobachtete, wie die frische Farbe aufs Papier gepresst wurde. Der Moment, in dem die flüssige Farbe das raue Papier berührte, wenn zwei Elemente, zwei Welten sich begegneten und miteinander verschmolzen, war für ihn ein magischer Augenblick. Wenige in der Drucker-Branche waren mit so viel Leidenschaft bei der Sache wie er. In seinen Adern floss Farbe. Früher hat er Werbebriefe, Flyer und Plakate gedruckt. Heute ist er Betrüger und verschickt manipulative Briefe quer durchs Land. Bei der Fußball Welt- und Europameisterschaft machte er das meiste Geld. Er verschickt Tausende Briefe mit "Vorhersagen" für das kommende Spiel. An diesem Abend druckte er Briefe für das Spiel Deutschland vs. England, das nächste Woche stattfinden sollte. Es gibt drei verschiedene Briefe. Variante A: Sieg Deutschland. Variante B: Unentschieden. Variante C: Sieg England. Gewinnt Deutschland, fliegen alle Personen, die Variante B oder C bekommen haben aus dem System, alle, die die Vorhersage "Deutschland wird gewinnen" bekommen haben, bleiben drin. Er wiederholt das bei jedem Spiel, Runde für Runde, bis beim Finale 4-6 Personen übrig geblieben sind, die bei jedem Brief die richtige Vorhersage bekommen haben. Nun fordert er von diesen Leuten für die Vorhersage des Finales Geld.
Und zwar 400.000€. Meistens haben die Menschen nicht das Geld, nehmen aber einen Kredit auf, da sie ja einen "todsicheren" Tipp haben. Überall im Raum hingen Bilder von einem kleinen Mädchen, das über beide Ohren strahlt. Die Bilder waren das Einzige, das den Raum aufhellte. Immer wenn er mit einem Stapel Papierbögen fertig war, schaute er eins der Bilder an und ein leichtes Lächeln zauberte sich auf sein Gesicht. Dieser kurze Moment der Harmonie wurde durch laute Sirenen unterbrochen. Er blickte nach draußen und sah, wie ein Dutzend Streifenwagen in der Einfahrt parkten. Jetzt zu fliehen war zwecklos, das wusste er, denn sie bewachten auch die Hintertür. Mit einem gezielten Tritt sprengten sie die Tür und stürmten in die Fabrikhalle. Sie fielen über ihn her, drückten ihn zu Boden und der Mann, für den ihn seine Frau verlassen hat, legte ihm die eisigkalten Handschellen an. Er wehrte sich nicht. Die beiden letzten Polizisten, die die Fabrikhalle verlassen wollten, entdeckten eine Akte auf dem Schreibtisch. Eine Krankenakte.
„Das muss wohl seine Tochter sein“
„Hier steht, sie braucht eine spezielle Therapie.“
„Hmm, eine ziemlich teure Therapie.“
„Ist sie das?“ fragte einer der Polizisten und zeigte auf eins der Bilden.
„Wahrscheinlich. Wahrscheinlich.“



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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 7396
Wohnort: NBY



BeitragVerfasst am: 17.07.2011 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Sorin,

meiner Meinung nach hast du in den kurzen Text zu viel hineingepackt, so dass man als Leser irgendwann gar nicht mehr willens ist, die nächste  erzählerische Wendung auch noch abzunicken. Die Beschreibung des Druckerumfeldes hat mir eigentlich noch recht gut gefallen (sprachlich: Satz zu oft mit "Er" begonnen). Der Niedergang des Protagonisten als Alkoholiker war auch noch ok. Gedanklich ausgeklinkt habe ich mich dann aber bei dem 400.000€-Betrugsversuch und der Krankenakte. Da bist du dann irgendwie auf das Niveau einer typischen "Traumschiffepisode" abgeglitten. Wenn ich nur die erste Hälfte betrachte, würde ich dir dazu raten, im Text noch mehr Atmosphäre aufzubauen, noch genauer, noch detaillierter zu beschreiben. Irgendwie fehlt da noch das gewisse Etwas. Ich würde übrigens nicht von Farbe sprechen, die von seinem Gesicht tropft, sondern von "Druckerfarbe". Oft sind es sprachliche Kleinigkeiten, die einen beim Lesen stocken lassen. Beispiel:
Zitat:

Im Hintergrund lief der Jazz-Sender im Radio, den die Geräusche der Druckmaschine fast übertönten.

Der Jazz-Sender (welcher Jazz Sender). Eine Formulierung im Passiv wäre für mich hier logischer.

BN
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The Brain
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 64
Beiträge: 2361
Wohnort: Over the rainbow


BeitragVerfasst am: 17.07.2011 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sorin,

schließe mich dann einfach mal Blue an ...

Liebe Grüße

Brain


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der Keim der Intelligenz

(Laotse)

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Canyamel
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 303
Wohnort: Saargemünd


BeitragVerfasst am: 17.07.2011 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Sorin,

ich find es nicht schlecht geschrieben, allerdings hat die Geschichte für mich vor allem ein Logikproblem. Ich bin ins Stolpern gekommen, als die Bilder von dem kleinen Mädchen ins Spiel kamen. Abgesehen davon, dass das in der Tat ein ziemliches Klischee ist, wenn jemand für die teure Therapie seiner kleinen Tochter kriminell wird - wirkt das auch so "rangeklatscht". Irgendwie stimmt der Aufbau nicht. Er hat da die Bilder seiner Tochter, aber er selbst schaut sie nur an, und dann kommen die Bullen, verhaften ihn und finden die Krankenakte. Das wirkt, als würdest Du für den dramaturgischen Effekt am Ende die Logikkette gesprengt haben. Er macht das doch alles für seine Tochter, oder? Ich würde diesen Aspekt viel früher einführen, Alkohol und Jobverlust dafür möglicherweise rausschmeißen, das ist wirklich noch mal eine Menge "Holz". Natürlich brauchst Du dann einen neuen Payoff. Wie wäre es, wenn die Tochter längst tot ist? Und das erfahren wir dann eben erst durch die Bullen, weil der Prota sich das nicht eingestehen will. Ich würde den Aufbau der Geschichte auf jeden Fall ändern.

Sorin hat Folgendes geschrieben:
(...) Sie fielen über ihn her, drückten ihn zu Boden und der Mann, für den ihn seine Frau verlassen hat, legte ihm die eisigkalten Handschellen an. (...)


Ist eine Kleinigkeit, aber an dem Wort "eisigkalten" bin ich hängen geblieben. Spürt man vor lauter Adrenalin bei einer Verhaftung so was überhaupt? Ich glaube, dieses Detail würde ich weglassen.

VG

Canya


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Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur die langweilige nicht. (Voltaire)
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JGuy
Geschlecht:männlichMann spricht deutsch


Beiträge: 341
Wohnort: Saarpfalz
Ei 8


BeitragVerfasst am: 18.07.2011 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sorin.
Mal noch ein paar andere Anmerkungen von mir.
Zunächst einmal meine ich, dass dein Text den Auftakt zu einer interessanten Geschichte bilden könnte. Das ist jedoch anhand des kurzen Abschnittes schwer zu sagen.
Was mir als verbessserungswürdig auffällt ist, wie oben auch schon erwähnt wurde, die Tatsache, dass du versuchst zu viel in den Text zu pressen, was das Lesen schwierig macht.
Dann ist mir aufgefallen, dass die Zeiten oftmals durcheinandergeraten.
Du fängst an, die Geschichte in der einfachen Vergangenheit zu schildern. Wenn du dann Dinge schilderst die vorher geschahen, bleibst du im Präteritum. sie sollten eher im Plusquamperfekt geschildert werden. Alleine schon um sie deutlicher abzugrenzen.
Dann, später im Text rutscht deine in der Vergangenheit begonnene Erzählung stellenweise in die Gegenwart.
Nur zwei kleine Beispiele zur Verdeutlichung:
Zitat:
Der Schweiß tropfte auf den Stapel fertig gedruckter Papiere.
Zitat:
Heute ist er Betrüger und verschickt manipulative Briefe quer durchs Land.


Dann möchte ich noch ein paar inhaltliche Dinge ansprechen.
Ich weiß nicht, ob der Begriff "manipulative Briefe" das ist was du aussagen wolltest, oder ob du nicht vielmehr "manipulierte Briefe" meintest.
Dann bin ich zu Beginn deiner Geschichte dem Trugschluss aufgesessen, dass er Falschgeld druckt, bis die betrügerischen Briefe mit der Fußball-WM erwähnt wurden. Da schwankte ich kurz und meinte, die Geschichte müsse in der Vergangenheit spielen, wobei micht jedoch das Herstellungsjahr der Druckerpresse und die Erwähnung der Euro-Währung irritierten.
Getäuscht wurde ich durch die Beschreibung des Druckvorganges. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in der heutigen Zeit mit Computern und Hochleistungsdruckern irgend ein Betrüger einfache Briefe mit einer vorsintflutlichen Druckerpresse herstellen muss, die gewaltige Hitze erzeugt und einen bei der Arbeit mit Druckerfarbe bedeckt.
Das würde mir höchstens im Fall von Falschgeld einleuchten, das mit einem einfachen Drucker nicht überzeugend hergestellt werden kann.
Ansonsten müsste schon ein bestimmter Grund erwähnt werden, warum er sich mit solch einem Monstrum abkämpft, wenn er einfach in einem unauffälligen Büro mit einem Computer und Drucker bei einer gemütlichen Tasse Kaffee das gleiche Ergebnis erzielen könnte.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.
Gruß,
JGuy


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seitenlinie
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Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 18.07.2011 13:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sorin.


Inhalt und Form harmonieren nicht.
Du hast einen interessanten Plot und verdichtest ihn zur Momentaufnahme.
Der Anstoß für den Text war vermutlich die ausgefallene Idee, wie man zu schnellem Geld kommt.

Du kannst einen Zaubertrick perfekt inszenieren oder den Zuschauern gleich die Auflösung zeigen.
Spannend ist nur die erste Variante.

Stell Dir vor, die Geschichte beginnt mit einer Einladung zu einem Abendessen. Die Gäste gehören
zum Kreis der „Auserwählten“, die an diesem Abend den Guru treffen. Aus den Gesprächen
erfahren wir, dass der Meister immer richtig lag mit der Vorhersage. Dann der spannende Moment:
Der Meister tritt auf und hat versiegelte Umschläge in seiner Hand. Der Umschlag kostet 40.000 Euro.

Das Endspiel kommt, danach Wut und Verzweiflung, der Meister ist verschwunden (mit Tochter).
Er wird von der Polizei und von den Betrogenen gejagt. Es kommt zur Eskalation, ein Geprellter will
den Betrüger erschießen …


So würdest Du den Leser fesseln - durch Spannung, überraschende Wendungen und
Hintergründe, die Du allmählich aufdeckst.

Gruß,
Carsten
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Sorin
Geschlecht:männlichWortedrechsler

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Beiträge: 82



BeitragVerfasst am: 18.07.2011 15:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hey Leute, danke fürs Feedback, hat mir ein ganzes Stück weiter geholfen.

Ja, die Vorgabe war es eine Kurzgeschichte mit ca 3000 Zeichen zu schreiben und ich muss ehrlich zugeben, die Ereignise wirken ziemlich gepresst!


_________________
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LucyFox
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Beiträge: 50
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Sorin^^

Was mir an der Geschichte wirklich gut gefallen hat, ist wie du die Leidenschaft des Mannes zu seiner Arbeit darstellst, das kommt sehr überzeugend rüber. Zudem scheinst du ja einen recht ausgeprägten Wortschatz zu haben (und kannst ihn auch einsetzen), jedoch auch von mir der Rat, etwas mehr acht auf die Zeiten zu geben wink

Die Bilder der Tochter, hätte ich an deiner Stelle schon im ersten Abschnitt beiläufig erwähnt, das hätte das Ende wsentlich interessanter gemacht.

Außerdem wäre es vielleicht nicht verkehrt, wenn du mehr Absätze in den Text tun würdest. An einigen Stellen kommt man ansonsten etwas durcheinander.

Zuguter letzt noch, ist mir aufgefallen, dass der Text, trotz der vielen Informationen ziemlich kurz geraten ist. Gerade der Schluss solte etwas ausführlicher formuliert sein, um die Bombe mit der Tochter effektiver hochgehen zu lassen wink

LG Foxy


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meerenblau
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also, zum Sprachlichen ist ja schon etwas gesagt worden, also überspringe ich das mal. Aber ich habe ein paar Fragen:

Warum benutzt der eine Druckmaschine von 1988 für so eine Aufgabe?

Wieso wird er von der Polizei verhaftet? (Ich erkenne da keine Straftat, schon gar keine, die einen Großeinsatz rechtfertigen würde).

Wieso benutzt die Polizei Sirenen?

Warum sollten Leute für diesen (!) todsicheren Tipp 400.000 Euro bezahlen?

Tut mir leid, aber für mich funktioniert die ganze Idee nicht...

Liebe Grüße
Meerenblau
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seitenlinie
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

meerenblau hat Folgendes geschrieben:

Warum sollten Leute für diesen (!) todsicheren Tipp 400.000 Euro bezahlen?


Hättest Du beim WM-Finale Japan-USA auf Unentschieden getippt (innerhalb der regulären Spielzeit), wären daraus 1.400.000 Euro geworden.
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Antago
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

seitenlinie hat Folgendes geschrieben:
meerenblau hat Folgendes geschrieben:

Warum sollten Leute für diesen (!) todsicheren Tipp 400.000 Euro bezahlen?


Hättest Du beim WM-Finale Japan-USA auf Unentschieden getippt (innerhalb der regulären Spielzeit), wären daraus 1.400.000 Euro geworden.


Bei welchem Einsatz?
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Antago hat Folgendes geschrieben:
Bei welchem Einsatz?


Die Quote war etwa 3,5.
Die Größenordnung von 400.000 hatte ich auch als Einsatz gewählt.
Der Spekulant hätte dann 600.000 Euro Gewinn erzielt.
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Antago
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BeitragVerfasst am: 18.07.2011 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

seitenlinie hat Folgendes geschrieben:
Antago hat Folgendes geschrieben:
Bei welchem Einsatz?


Die Quote war etwa 3,5.
Die Größenordnung von 400.000 hatte ich auch als Einsatz gewählt.
Der Spekulant hätte dann 600.000 Euro Gewinn erzielt.


Okay - also, der Protagonist muss jemanden finden, der sich

1. für Sportwetten interessiert
2. das nötige Kleingeld hat,
3. mit einer ziemlich miesen Quote zufrieden ist und
4. sich auf so ein halbseidenes Angebot einläßt.

Halte ich, offen gesagt, für eher unwahrscheinlich, dass genau so
ein Typ nach den Fehlschlägen noch übrig bleibt. Ich würde es jedenfalls
nicht machen.
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Pokapro 2015


BeitragVerfasst am: 18.07.2011 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Antago hat Folgendes geschrieben:
Halte ich, offen gesagt, für eher unwahrscheinlich, dass genau so ein Typ nach den Fehlschlägen noch übrig bleibt.


Die Zahl der verbleibenden "Mitspieler" lässt sich ausrechnen. Da sie einander nicht kennen, wissen sie nichts von Fehlschlägen.

Der Protagonist verschickt z.B. 3000 Briefe im ersten Durchgang.
Dann hat er nach 5 Spielen noch 12 Mitspieler, bei denen er immer richtig lag mit seiner Prognose.

Ich würde allerdings nur läppische 30.000 Euro als Anzahlung fordern und die restlichen 370.000 Euro nach "Auszahlung" der 1,4 Millionen Euro.

  wink
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Antago
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Beiträge: 302



BeitragVerfasst am: 18.07.2011 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Zahl der verbleibenden "Mitspieler" lässt sich ausrechnen. Da sie einander nicht kennen, wissen sie nichts von Fehlschlägen.

Der Protagonist verschickt z.B. 3000 Briefe im ersten Durchgang.
Dann hat er nach 5 Spielen noch 12 Mitspieler, bei denen er immer richtig lag mit seiner Prognose.


Und das ist nicht gerade sonderlich viel. Unter diesen 12 Leutchen muss einer sein, der alle vier Kriterien in sich vereinigt.

Zitat:

Ich würde allerdings nur läppische 30.000 Euro als Anzahlung fordern und die restlichen 370.000 Euro nach "Auszahlung" der 1,4 Millionen Euro.


Das wäre zumindest ein größerer "Anreiz"...
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