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Dieses Werk wurde für den kleinen Literaten nominiert Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Das Au Pair


 
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Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 24.06.2009 21:10    Titel: Das Au Pair eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Ich bin zwar kein Neuling, wenn es um das Schreiben von Geschichten geht, jedoch könnte ich ein wenig aus der Übung sein Smile Vor einigen Jahren habe ich regelmässig geschrieben, wobei anzumerken ist, dass es sich noch um eher kindlichere Erzählungen handelte.
Nun bin ich zwar auch 'erst' achtzehn, aber ich wollte mich wieder mehr dem Schreiben widmen, da es früher eine grosse Leidenschaft war.

Ich habe mit dem ersten Kapitel einer Geschichte, die erzählt, welche Erfahrungen und Begegnungen ein junges Mädchen macht, das für ein Jahr als Au Pair nach Amerika reist. Im Vordergrund soll dabei die persönliche Entwicklung stehen und wie sie an den Problemen und Aufgaben wächst.

Das erste Kapitel ist noch nicht zu Ende geschrieben, aber ich wollte eure Meinung bezüglich Lesefluss, Stil und Menge an Informationen hören. Ich habe bewusst auf zu viele Informationen zur Hauptperson verzichtet, da ich dies gegen Ende des ersten Kapitels ansprechen möchte. Kann ich dies so machen, oder fehlt euch die Beschreibung des Charakters?

Hier also der Beginn meiner Geschichte mit dem ach so fantasievollen Titel "Das Au Pair" (Arbeitstitel).

Kapitel 1

Mir erfuhr ein genervter Zischlaut und stirnrunzelnd liess ich meinen Blick zum wiederholten Male durch die Halle des Flughafens streifen, um einen möglichst unbeteiligten Eindruck zu machen. Insgeheim ärgerte ich mich aber immer noch über meine Mutter, die einige Meter entfernt mit einem uniformierten Mann stritt. Sie schien nicht zu bemerken, dass sie die Aufmerksamkeit aller Leute um uns herum auf sich zog und das Ausmass an Peinlichkeit, das ich empfand, noch steigerte. Wild gestikulierend redete sie auf den Flughafenbeamten ein, der unter der Dominanz ihrer Statur und ihres Auftretens merklich zusammenschrumpfte und ein wenig zurückwich, um ihrem erhobenen Zeigefinger zu entkommen.
Kopfschüttelnd beschloss ich meine Strategie der puren Ignoranz weiter zu verfolgen und vergrösserte den Sicherheitsabstand noch ein wenig. Gedankenverloren schlenderte ich in Richtung eines Kiosks. Wenn es darum ging, seine Tochter bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu blamieren, dann war meiner Mutter der erste Platz auf Lebzeit gesichert. Ich wusste nicht, ob ich ihr böse sein sollte. Schliesslich tat sie es nicht, um mir zu schaden. Trotzdem würden sich gewisse Dinge – meine Mutter eingeschlossen – niemals ändern.
Diese Erkenntnis hatte mich bereits im zarten Alter von sechs Jahren getroffen, als meine Mutter mit meinem flehenden und sich sträubenden jüngeren Selbst an der Hand auf den Spielplatz gestürmt kam. Philipp, ein gleichaltriger Junge mit einem Faible für das Quälen unschuldiger Ameisen, hatte nichtsahnend im Sandkasten gespielt, als ihn meine Mutter am Pulli hochgezogen hatte. Die Schimpftirade, die daraufhin gefolgt war, hatte sich mit dem Lärm einer nahe gelegen Baustelle vermischt und ich bezweifelte noch heute, dass der kleine Philipp verstanden hatte, weshalb sie ihm gerne den Hintern versohlen würde. Grundsätzlich hatte mich meine Mutter ja nur vor einem weiteren Angriff des Jungens schützen wollen. Natürlich schätzte ich es nicht, Sandkörner aus meinen langen Haaren zu klauben, doch weder Philipp noch ich hatten eine derartige Reaktion erwartet.
Statt mich also artig bei meiner Mutter für ihre tatkräftige Unterstützung zu bedanken, war ich mit knallroten Wangen den ganzen Weg nach Hause und in mein Zimmer gerannt, wo ich mich heulend vor Scham auf mein Bett geworfen und mich gefragt hatte, weshalb Gott mich auf solch gemeine Weise bestrafte.
In meiner Familie war Gott für alles verantwortlich. Aber er war nie an etwas Schuld. Diese Lehrgrundsätze waren mir schon mit der Muttermilch eingeflösst worden und waren für mich lange Zeit so selbstverständlich gewesen wie der sonntägliche Besuch in unserer Dorfkirche.
Ich drehte mich zur grossen Flughafenhalle um, um mich nach der momentanen Lage der Auseinandersetzung zu erkundigen. Es war schwer vorstellbar, dass diese Frau mit dem lauten Organ und dem strengen Blick zum zarten Lamm wurde, sobald es ans Tischgebet ging oder sie die Spitze eines Kirchturms erblickte. Es war leicht ironisch mit welcher Anstrengung sie mich die christlichen Gebote von Geduld, Nächstenliebe und Toleranz gelehrt hatte, wenn sie als ein derartiges Vorbild voranging.
Ich ließ meine Mutter die Situation selbst klären, da ich sowieso nichts hätte dazu beitragen können, geschweige denn dürfen. Stattdessen schlenderte ich um die Stände mit Zeitschriften und Magazinen herum und betrachtete verstohlen die Titelblätter. Gelegentlich warf ich einen Blick über die Schulter, um mich zu vergewissern, dass ich nicht von meiner Mutter erwischt würde. Ich fühlte mich wie ein Verbrecher, der gerade eine verbotene Tat beging. Allerdings setzte meine Mutter diese „Schmuddelmagazine“ tatsächlich mit einem Diebstahl gleich. Nicht, dass ich anrüchige Erwachsenenliteratur kaufen würde. Auch Zeitschriften, die sich an Jugendliche richteten, bedeuteten in meiner Familie eine Art Sünde.
Da mir jedoch ein elfstündiger Flug bevorstand und sich in meinem Handgepäck lediglich eine Reisebibel und    befand, schnappte ich mir die nächstbeste Frauenzeitschrift und huschte zur Kasse. Ungeduldig wartete ich bis die Frau dahinter den Preis eingelesen hatte, drückte ihr schnell ein paar Münzen in die Hand und entfernte mich, ohne auf das Rückgeld zu warten.
Ich schaffte es gerade noch zu meiner allein stehenden Tasche zu eilen und das Heftchen zu verstauen, bevor meine Mutter schnaufend und mit rot geflecktem Gesicht neben mir auftauchte.
„Was für ein unmöglicher Mensch! Ich dachte, der Kunde sei immer König? Na, wenn sie so einen König behandeln, ist es kein Wunder, dass die Monarchie gescheitert ist“, ereiferte sie sich.
Ich schwieg, setzte mich aber mit geschulterter Tasche in Bewegung, um endlich zum Gate zu gelangen und liess ihren Sermon weiterhin über mich ergehen.
„Ist es zu glauben, dass man einer besorgten Mutter einen angemessenen Schutz für ihre einzige Tochter verweigert? Ich will doch nur sicher gehen, dass mein Schatz heil ankommt! Ich werde mich schon ein ganzes Jahr lang nicht mehr um dich kümmern können!“ ‚Glücklicherweise’, dachte ich insgeheim und lächelte kurz. Sogleich setze ich jedoch wieder einen ernsten Gesichtsausdruck auf, da es meine Pflicht als Tochter war, den Blutdruck meiner Mutter wieder zu normalisieren.
„Maman, eine spezielle Betreuung während des Fluges steht nur Kindern zu. Versuch das bitte zu begreifen.“, beschwichtige ich sie.
„Du bist doch auch noch ein Kind, Kleines!“, entrüstete sich meine Mutter.
Ich konnte es mir nicht verkneifen, mit den Augen zu rollen und zum wiederholten Male sagte ich: „Nein, Maman. Ich bin achtzehn, also volljährig und eine Erwachsene. Nenn mich also bitte nicht mehr Kleines. Ich heisse Julienne.“
„Ach Kleines“, seufzte meine Mutter und strich mir übers Haar. „Nur weil das Gesetz glaubt, du seist erwachsen, bist du es noch lange nicht. Für mich wirst du immer mein kleines Mädchen bleiben.“
„Dein kleines Mädchen wird jetzt gleich ins Flugzeug steigen und für ein Jahr verschwinden.“, knirschte ich unwirsch.
Augenblicklich brach meine Mutter in Tränen aus. Manchmal fragte ich mich, ob diese Frau vielleicht schizophren war, so schnell änderte sich ihr Auftreten von aggressiv bis beängstigend zu sanft und besorgt.
Ich wollte mir einen erneuten emotionalen Ausbruch in aller Öffentlichkeit ersparen. Die letzen Monate waren bereits ein Auf und Ab in der Gefühlsachterbahn gewesen und nebst den zahlreichen Vorbereitungen für meinen bevorstehenden Auslandsaufenthalt musste ich meine Mutter jeden Tag erneut von der Idee mich endlich in die ‚böse weite Welt’ zu entlassen, überzeugen. Ich hatte nicht die Geduld, auch noch heute darüber zu sprechen und wollte daher den Abschied so kurz als möglich gestalten, da wir schon auf dem Weg zum Flughafen angehalten hatten, damit meine Mutter ihre Tochter mit bereits feuchten Augen in die Arme schliessen konnte.

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Rosanna
Richter und Henker

Alter: 25
Beiträge: 1202

Pokapro V & Lezepo III Silberne Harfe


BeitragVerfasst am: 24.06.2009 21:15    Titel: Antworten mit Zitat

Laughing

Und ich dachte schon, meine Mutter wäre schlimm Laughing  Laughing

Genial...ich bin aus dem Grinsen nicht mehr herausgekommen.

LG
Rose


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Michael
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Beiträge: 764



BeitragVerfasst am: 25.06.2009 01:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Skye,

Ich habe deinen Text gelesen und finde die Mutter ja eigentlich auch ganz witzig. Der Text ist weitgehend flüssig geschrieben. Die Ausnahmen zeige ich dir gleich. Eines Vorweg: Ist die Flughafenaktion für die Geschichte wichtig? Ich meine, dein Prota fliegt nach Amerika und der Leser geht davon aus, dass sich der weitere Verlauf der Geschichte auch in den Staaten abspielt, oder? Wenn ja, dann wäre dieses erste Kapitel etwas überzogen. Das soll keine Kritik sein, da ich nicht weiß, wie es weiter geht. Vielleicht klärst du mich ja auf...

Zum Handwerklichen:

Ich finde, du solltest die Geschichte dem Leser mehr zeigen und weniger beschreiben. Über die Hauptfigur habe ich sehr wenig erfahren, dafür weiß ich jetzt genau wie die Mutter tickt. Vielleicht solltest du den Schwerpunkt auf die Hauptfigur setzen, denn mit dieser muss sich der Leser in der Geschichte am meisten identifizieren. Genauso verhält es sich mit der Rückblende. Du solltest, bevor du in einer Rückblende dem Leser gewisse Regeln in der Familie und etliche andere Dinge näher bringst, die eigentliche Hauptgeschichte zum Laufen bringen. Es liest sich alles ein wenig, als hättest du nur ein Blatt Papier, auf das du so viel, wie es geht, schreiben müsstest. Ordne die Dinge etwas. Ganz wichtig: Den Leser in die Geschichte einführen. Das machst du in diesem Fall mit dem Protagonist. Nicht mit der Mutter, nicht mit Person X oder Y. Eindrücke und Gefühle der Hauptfigur kannst du ebenfalls in die einführende Handlung einsetzen. Das geht in der Ich- Perspektive ganz einfach.

Allgemeines:

Zitat:
Mir erfuhr(Rechtschreibfehler, es heißt "entfuhr") ein genervter Zischlaut und stirnrunzelnd liess ich meinen Blick zum wiederholten Male durch die Halle des Flughafens streifen, um einen möglichst unbeteiligten Eindruck zu machen.


Der erste Satz sollte kürzer und knackiger sein. Da machst du am besten zwei daraus. Du verwendest außerdem zu viele Adjektive, die in der Vielzahl textzerstörend wirken.



Zitat:
Diese Erkenntnis hatte mich bereits im zarten Alter von sechs Jahren getroffen, als meine Mutter mit meinem flehenden und sich sträubenden jüngeren Selbst an der Hand auf den Spielplatz gestürmt kam. Philipp, ein gleichaltriger Junge mit einem Faible für das Quälen unschuldiger Ameisen, hatte nichtsahnend im Sandkasten gespielt, als ihn meine Mutter am Pulli hochgezogen hatte. Die Schimpftirade, die daraufhin gefolgt war, hatte sich mit dem Lärm einer nahe gelegen Baustelle vermischt und ich bezweifelte noch heute, dass der kleine Philipp verstanden hatte, weshalb sie ihm gerne den Hintern versohlen würde. Grundsätzlich hatte mich meine Mutter ja nur vor einem weiteren Angriff des Jungens schützen wollen. Natürlich schätzte ich es nicht, Sandkörner aus meinen langen Haaren zu klauben, doch weder Philipp noch ich hatten eine derartige Reaktion erwartet.
Statt mich also artig bei meiner Mutter für ihre tatkräftige Unterstützung zu bedanken, war ich mit knallroten Wangen den ganzen Weg nach Hause und in mein Zimmer gerannt, wo ich mich heulend vor Scham auf mein Bett geworfen und mich gefragt hatte, weshalb Gott mich auf solch gemeine Weise bestrafte.


Wenn du eine Rückblende einbaust, solltes du immer darauf achte, nicht in der vollendeten Vergangenheit (Plusquamperfekt), sondern in der einfachen Vergangenheit (Präteritum) zu schreiben.

hatte gespielt = spielte
hochgezogen hatte = hochzog
gefolgt war = folgte
usw. Ich denke, du weißt, was ich meine. Rückblenden, die mit "hatten" und "war" nur so strotzt, sind stilistisch gesehen ein "No-Go".

Fazit:

Eigentlich ist die Geschichte witzig. So, wie du mir als Leser die Mutter präsentiert hast, hätte ich gerne die Hauptfigur gesehen ( von der Ausführlichkeit). Du schreibst an sich sehr gut, bis auf einige Stilfehler. Wenn du es überarbeitet hast, wirst du garantiert einen noch besseren Text vor dir haben. Warte aber getrost noch einige Meinungen ab. Vielleicht willst du es aber gar nicht ändern ... da wäre ich dir auch nicht böse. Trotz allem hast du mich neugierig gemacht. Ich würde es weiter lesen.

Und nochwas:  Tut mir Leid, wenn ich etwas ungestüm rüber komme, aber ich bin jetzt müde von der Arbeit und gehe gleich ins Bett.

Bis dann
Michael
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Funkelndermond72
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 05:40    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Skye,

ich habe jede Zeile genossen. Es war wie aus dem Leben vieler Einzelkinder. Mütter, die zum Tier werden, wenn es um IHR Kind geht. Irgendwelche Macken (Kirchentick) haben und es auf ihr Haupt- & Lieblingskind übertragen. Sie meinen es tatsächlich nur gut mit ihnen.  Smile Ich habe mich sowohl im Kinde, als auch in der Mutter wieder gefunden Laughing
Auf jeden Fall hat es mir persönlich Lust gemacht, zu lesen und am laufenden Band zu schumunzeln. Dankeschön. Über MEHR würde ich mich sehr freuen.

Sonnige Grüße, FM


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Funkelndermond72
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 06:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Michael! Die Flughafenaktion ist sicherlich eine Möglichkeit, dem Leser zu verstehen zu geben, wie sich die "kleine" entwickelt. Sie schafft ein Bild von der Situation ihres täglichen Lebens (mit dieser Mutter).

Im weitern Textverlauf kommen sicherlich die Erfahrungen und Begegnungen für das Jahr als Au Pair in Amerika. Das erste Kapitel ist ja noch nicht fertig geschrieben.

Die aktuelle persönliche Entwicklung der Julienne ist ja offensichtlich. Sie sucht gerade Abstand zu ihrer mächtigen Mutter und knüpft zaghafte Bände zu ihrer eigenen Meinung. Dass sie tatsächlich geht, versetzt beide Beteiligten in verschiedene Notsituationen. Und diese werden hier wirklich feinfühlig beschrieben.

Selbstveständlich ist die Flughafenaktion sehr wichtig. Eine Mutter nimmt Abschied für ein ganzes Jahr von ihrem (Einzel)Kind und "verliert" sowohl die Kleine, als auch die Kontrolle über das Leben ihres Kindes. DAS muss eine solche Person erstmal verkraften. Denn, jedem ist klar, SIE meint es ja nur gut mit ihrer kleinen. Laughing

Skye hat ja vor, gegen Ende des ersten Kapitels Informationen zur Hauptperson anzusprechen. Finde ich persönlich toll, weil der Leser die Möglichkeit bekommt, sich selbst ein Bild zu machen, um entweder die Bestätigung seiner Gedankengänge zu bekommen oder eben in alle Himmelsrichtungen überrascht zu werden. Raffiniert. ohh

Überzogen wäre es, wenn schon in den ersten Zeilen alles gesagt wäre! Rolling Eyes

Michael, lies bitte das Anliegen von Skye richtig (egal ob Du müde bist oder nicht) Schließlich kann Sie ja nix dafür, dass Du um diese Uhrzeit noch Deine Meinung kundtun möchtest.
Dem Leser die Geschichte mehr zeigen und weniger beschreiben hmm
und...warum muss sich der Leser mit der Hauptfigur nochmal identifizieren Question  Damit schränkt man den Leser ja ein. Der Leser sollte frei sein. Das ist er gerade Exclamation
Glaub mir, die Hauptfigur läuft sehr gut, da es mich an den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" erinnert. Daumen hoch  Hab also etwas Geduld und freue Dich auf weitere Zeilen von Skye.

Der erste Satz ist, so wie er ist, faszinierend, da es den Leser dazu einläd, sich in die Lage zu versetzen. Man ist endlich 18. Endlich, vermeindlich erwachsen und dann nervt diese Mutter immer noch gleichbleibend. Aber....nur noch wenige Minuten. DANN....was dann ist...lesen wir sicherlich noch. Laughing


Alles in allem bin ich nicht der Typ, der über andere Texte die Meinung schreibt, weil sich der Schreiberling sicherlich was dabei gedacht hat. Ob es nun Massentauglich sein soll oder einfach verschiedene Blickrichtungen aufweisen soll...ist Person zu Person verschieden. Also...wenn Kritik, dann nicht aufstülpend, sondern Richtungsweisend und immer mit einer riesen Portion an Höflichkeit und Respekt. Gerade, weil man den Gegenüber nicht sieht.

Feinste Grüße, NC

Und nochwas:  Erst Ohrfeigen verteilen Aua , um sich dann zu entschuldigen ist doch etwas verwirrend. hmm  Erst denken und dann schreiben. Liebevoll. angel  smile extra  Daumen hoch


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Michael
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Oh mein Gott.

 Biste endlich vom Galgenmännchen weggekommen, nur um mich hier jetzt zu rügen oder was? Hast du unseren Streit von letztens immer noch nicht verkraftet?

1. Die Anlliegen habe ich richtig gelesen. Er wollte wissen, wie die Menge an Informationen ankommt, ob der Leser sich eine frühere  Charakterbeschreibung wünscht... etc.

2. Es ist nicht deine Aufgabe, anstatt Skye zu antworten. Die Rezension von mir galt ihr/ihm und nicht dir. Oder ist Skye dein Zweitaccount?

3. Könntest du mir bitte jetzt meine Ruhe lassen? Du brauchst meine Kommentare nicht zu kommentieren. Es ist schlimm genug, dass du keine Kritik erträgst. Aber dass du jetzt auch noch anfängst, die Kritik, die anderen Texten gelten, nicht zu ertragen ...
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Funkelndermond72
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Na, habe ich Dich in der Kirche erwischt ohh

Jaaa. Ich dachte....da ich ja bei den Galgenmännchen von Dir offensichtlich beobachtet werde.....schaue ich doch mal, was Du hier so machst.

1. Du bist immer noch nicht der Nabel der Welt. Razz

2. Du hast Recht und wir haben immer noch Meinungsfreiheit. Buch

3. Fang bitte nicht gleich an zu heulen. Hier hast´n Lutscher.

Irgendwie mag ich Dich. angel

Das Leben ist schön und Du trägst gerade ordentlich dazu bei. Feinste Grüße, NC Daumen hoch


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Maria
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Skye,

schöne Sprache, flüssig und lebhaft.
Und erfrischend bodenständig wink
Hat mir sehr gut gefallen.

Michaels "No-go"-Ausführungen zur Zeitfrage muss ich vehement widersprechen. Wie sollte man eine Rückblende in einem Text der im Präteritum verfasst ist, als solche erkennen, wenn nicht mit dem pqp, das war schon richtig wie Du das gelöst hast wink

Du beginnst die Rückblende also mit dem Plusquamperfekt und nach einigen wenigen Sätzen gleitest Du elegant und heimlich ins Präteritum/Imperfekt... sollte die Rückblende mal länger sein. Sparst Du dir eine Menge wars/hatte.

Ich les weiter, wenns weiter geht
Gruß, M


@Michael und FM, streitet Euch woanders, ist ja nur peinlich. Raus mit Euch.


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Funkelndermond72
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

@Maria: Hey! Ich habe mir so einige Texte in diesem Forum angesehen. Da geht manchmal die Post ab. Sobald aber IRGENDJEMAND der Meinung ist, es ist ein Streit...wirds anstrengend.

Ich für meinen Teil sehe es nicht als Streit an. Im Gegenteil. Es ist mal erfrischend, sich Blickwinkel nicht über dem Eierschalenlaufsteg anzusehen. Ich muss mich doch nicht der Massenmeinung anreihen. Also, ganz ruhig.

Michael und ich sind schon groß und können Entscheidungen sicherlich schon ganz alleine Fällen.

Herzlichen Dank. NC.


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Maria
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

das glaub ich gern - aber nicht in einem Werkethread eines jungen Autoren, der Kommentare zu seinem Werk wünscht und nicht über die Befindlichkeiten zweier Erwachsener aufgeklärt werden möchte. Wenn andere das machen, ist das natürlich legitim sich ebenso zu verhalten. eh klar.
sorry, skye


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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Skye,

sehr gut.

Präzise formuliert, die Gefühlswelt der 'Kleinen' ziemlich gut und mit einem Schuß Ironie rüber gebracht. Sprachlich einwandfrei, keine Fehler (ein Beistrich fehlt, was aber echt wurscht is). Sätze unkompliziert, pasend zum Inhalt.

Wunderbar, mit großem Vergnügen gelesen, mit einigen Sätzen, die einfach brilliant sind, die unkomplizierte - ja fast liebevolle - Darstellung der Kirche-Mutter-Beziehung, ist dir sehr gelungen, nämlich ohne das übliche Anti-Kirche-Gewäsch. Sehr, sehr nahe an der Realität.

Wenn du das Niveau halten kannst, wird eine spannende Sache daraus. Viel Erfolg dabei und viel spaß.

Einige Anmerkungen hätt ich noch:

Zitat:
Mir erfuhr ein genervter Zischlaut und stirnrunzelnd liess ich meinen Blick zum wiederholten Male durch die Halle des Flughafens streifen, um einen möglichst unbeteiligten Eindruck zu machen.


Zitat:
Kopfschüttelnd beschloss ich meine Strategie der puren Ignoranz weiter zu verfolgen und vergrösserte den Sicherheitsabstand noch ein wenig. Gedankenverloren schlenderte ich in Richtung eines Kiosks.


in beiden Fällen scheinen mir die Adverbien unglücklich gewählt:
gerunzelte Stirn und unbeteiligter Eindruck passen mE nicht 100%ig zusammen.
ebenso
Kofschütteln und pure Ignoranz
Gedankenverloren widerspricht dem Geschriebenen, denn ganz offensichtlich macht sich die Prota ja Gedanken und zwar ganz konkrete. Da 'vergreifst' du dich mE in der Perspektive.

Zitat:
Wenn es darum ging, seine Tochter bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu blamieren, dann war meiner Mutter der erste Platz auf Lebzeit gesichert.

richtig nett formuliert, aber ich glaub es heißt - fällt mir gerade auf - 'ihre Tochter'
Zitat:
als meine Mutter mit meinem flehenden und sich sträubenden jüngeren Selbst an der Hand auf den Spielplatz gestürmt kam

ein Super-Satz.
Zitat:
In meiner Familie war Gott für alles verantwortlich. Aber er war nie an etwas Schuld.

an sich ein Widerspruch, aber genau darin liegt die ironische Würze - mein Lieblingssatz.
Zitat:
Es war leicht ironisch mit welcher Anstrengung sie mich die christlichen Gebote von Geduld, Nächstenliebe und Toleranz gelehrt hatte, wenn sie als ein derartiges Vorbild voranging.

Dieser Satz gefällt mir nicht so. Grund: es handelt sich um einen - bislang - ironisch/leicht zynischen Text. Mit dem Wort 'ironisch' vermittelst du mir den Eindruck, als wolltest du mir als Leser noch einmal mit NAchdruck zu verstehen geben, DASS es ein ironischer Text ist.
mein Vorschlag: --> 'Kaum zu glauben' oder so ähnlich
Zitat:
Allerdings setzte meine Mutter diese „Schmuddelmagazine“ tatsächlich mit einem Diebstahl gleich

Hier fehlt mir eine Erklärung. Meine Annahme: In der Sündenwertigkeitsskala? Um Verwirrung zu vermeiden könntest du hier ein bisserl nach helfen.
Zitat:
aggressiv bis beängstigend zu sanft und besorgt

??? meinst zu 'verängstigt' oder 'beängstigend sanft'
Zitat:
da wir schon auf dem Weg zum Flughafen angehalten hatten, damit meine Mutter ihre Tochter mit bereits feuchten Augen in die Arme schliessen konnte.

Das mag grammatikalisch durchaus richtig sein, möglicherweise wären Bindestriche zu Unterstützung nicht schlecht, aber so wie es da steht, schließt die 'Mutter ihre Tochter mit (ihren) [...] Augen in die Arme'. Smile

alles nur winzige Kleinigkeiten, aber bei einem Text auf dem Niveau, geht's ja auch nur mehr darum.

alles in Allem: ausnehmend gelungen, würde mich über eine Fortsetzung oder einen anderen Auszug aus dem Text sehr freuen.

P.S.: PQP paßt, auch ist dir die Vorstellung der Prota (über deren Gedanken) sehr gut gelungen.

Liebe Grüße und Willkommen im Forum
Wolfgang


 [/quote]


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lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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Michael
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

Mir ist es auch schon aufgefallen, dass Skye vom Plusquam ins Präterium rutscht. Ich bin der Meinung, dass man Rückblenden in jedem Fall im Präteritum schreiben sollte. Rückblenden sollten immer nahtlos in die Gegenwart, bzw. aus der Gegenwart eingefädelt werden. Bei vielen Rückblenden darf das dem Leser nicht so sehr auffallen, weil ansonsten der Lesefluss gestört werden kann.
Ich habe auf mehreren Seminaren und Büchern viel über Rückblenden gelernt. Der Fehler, Rückblenden im Plusquam zu schreiben, machen viele. Allerdings ist es handwerklich einfach falsch! war gewesen, hatte gehabt.. Das hört sich zu gestelzt an.


@FM
Mir hat der Text an sich ja auch gefallen. Habe vom Gefühl her nichts zu meckern.

@Maria

FM gibt mir gerade einen Lutscher, also lass uns streiten wie wir wollen. smile


Grüße
Michael Wink
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Alogius
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Die Goldene Bushaltestelle Goldene Feder Prosa (Anzahl: 2)


Vom Verschwinden der Muse
BeitragVerfasst am: 25.06.2009 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bei vielen Rückblenden darf das dem Leser nicht so sehr auffallen, weil ansonsten der Lesefluss gestört werden kann.


Wobei man da aufpassen sollte -mir wurde das zum Verhängnis gemacht durch die Kritik, und ich habe es dann geändert. wink


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Aus einem Traum:
Entsetzter Gartenzwerg: Es gibt immer noch ein nullteres Fußballfeld. Wir werden viele Evolutionen verpassen.
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 11:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Skye,

ich empfinde den Text als flüsig und bildhaft geschrieben. Es gibt einige wenige Sätze, die holpern, aber dass wird sich schon noch finden. (Passiv) Das "erfuhr" ist klar. Ein Tippfehler. Die Vorgänge in der Flughalle halte ich für wichitg. Sie orentieren den Leser über die Situation der Protagonistin. Dort erfährt er etwas von der Welt, aus der die Helidn kommt, und kann spätere Reaktionen unter Umständen besser nach vollziehen.

Zur Rückblende kommt nun eine dritte Meinung. Der Klarheit wegen gehört er selbstverständlich ins PQP. Dennoch Empfehle ich die Rückblick-Strecke noch mal auf Alternativ-Formulierungen zu prüfen, um die in der Tat holprigen und zahlreichen "hatte" zu minimmieren.

Ansonsten hat mich der Text von Anfang an angemessen eingebunden.  

Grüße

Bobbi
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Michael
Geschlecht:männlichAnti-Lyriker


Beiträge: 764



BeitragVerfasst am: 25.06.2009 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Der Klarheit wegen gehört er selbstverständlich ins PQP.


Okay, jedem seine Meinung. Nur finde ich Rückblenden im PQP total hölzern und holprig. Schreibt doch mal eine Beispielrückblende erst im PQP und dann im Prä. Wenn ihr ehrlich seid, merkt ihr den Unterschied.

Ich möchte mich deshalb jetzt nicht streiten, es hat jeder seine Meinung....
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Skye
Gast






BeitragVerfasst am: 25.06.2009 13:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So. Zuerst mal muss ich kurz durchatmen und mich für die zahlreichen Antworten und Beurteilungen bedanken. Ich hätte nicht erwartet, dass ein solch kurzer Textausschnitt so viele verschiedene Meinungen hervorrufen könnte - selbst wenn einige Beiträge eher privater Natur waren.
Ich kann euch beiden ja gar nicht wirklich böse sein. Schliesslich habe ich mich köstlich über eure Differenzen amüsiert und da die Lutscher und die Seitenhiebe nun verteilt sind, können wir alle beruhigt sein smile

Dann gab es einige Punkte, die angesprochen wurden. Michael, ich muss sagen, dass die anderen Leser eher erfasst haben, was ich mit der Szene im Flughafen bezwecken wollte. Natürlich ist das dein persönlicher Lesereindruck, was mir auch wichtig ist. Aber anscheinend versteht man, dass ich die Protagonistin durch ihre Beziehung zur Mutter indirekt beschrieben habe. Ihre Erziehung und der Einfluss ihrer Mutter haben sie zu dem Menschen gemacht, als welcher sie nun die Reise antritt.
Im Einleitungstext habe ich ja erwähnt, dass es hauptsächlich darum geht, dass die Hauptperson an ihren Aufgaben wächst und sich ihre Persönlichkeit weiterentwickelt. Daher werde ich diesen Teil in seinen Grundzügen so stehen lassen.

Über die vielen grammatikalischen und stilistischen Anmerkungen bin ich sehr froh. Leider bemerkt man z.B. gedankliche Widersprüche nur sehr selten selbst und der Eindruck eines unbeteiligten Lesers ist daher sehr wichtig.

Zur Streitigkeit um die Verwendung des Plusquamperfekts oder des Präteritums:
Ich habe in einer ersten Form tatsächlich zuerst das Präteritum verwendet. Logisch gedacht, müsste aber das Plusquamperfekt stehen, da dies vor dem Zeitpunkt der tatsächlichen Handlung geschieht. Auch für mich klingt es in dieser Version sehr holprig, besonders, da ich oft das Wort 'hatte' verwenden muss. Am flüssigsten zu lesen wäre es vermutlich mit einer Mischung, aber diese Möglichkeit ist ja wohl ausgeschlossen.
Ich werde das Plusquamperfekt vorläufig noch stehen lassen. Vielleicht finde ich ja in der Fachliteratur eine Lösung für dieses Problem.


Nochmals vielen herzlichen Dank für die Kritik und das Lob. Ich bin wirklich froh, dass der Text das von mir Bezweckte hervorruft und man in gerne liest. Wenn ihr das möchtet, werde ich die Fortsetzung auch noch liefern. Dazu muss ich sie allerdings zuerst schreiben Laughing

Noch etwas kurzes zum Abschluss: Ich fände es toll, in Zukunft nicht mehr für einen Mann gehalten zu werden Wink Ich bin eine 18-jährige Frau/Mädchen (das ist Ansichtssache). Nur so als Randbemerkung smile
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Maria
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

PQP/Präteritum

Dass, hatte/war starrig sind auf Dauer ist klar. Darum startet man die Rückblende (bei einem Text im Präteritum) mit dem PQP und wechselt nach einem oder zwei Sätzen ins sanftere Präteritum zurück.
Hast Du einen Text im Präsens, steht die Rückblende im Präteritum.

Wenn eine Rückblende schon nötig ist, dann muss die klar abgegrenzt sein zum übrigen Tempus. Man kann ja nicht eine Überschrift einfügen (achtung plakativ): Achtung jetzt folgt eine Rückblende. Um dem Leser ein flüssiges Lesen zu ermöglichen, muss es irgendwie gekennzeichnet sein. Ich hätte keine Lust zurückzulesen, ob ich jetzt die Oma irgendwo im vorherigen Absatz überlesen habe, von deren Tod gerade erzählt wird. Oder so. Also pqp, der Klarheit wegen. Dass Du drei Seiten im PQP zurückblickst ist natürlich Unsinn.

Selbst wenn zu dem Kniff gegriffen wird, z.B. "ich erinnere mich drei Jahre zurück..." (hier ist zu erwarten, dass eine Rückblende kommt, muss aber auch nicht direkt) steht der Beginn im PQP. Und um sich nicht selbst zu verbiegen und komplizierte Einfügesätze heranzuziehen, ist das der gängigste Weg. Und selbstverständlich auch richtig.

gib in Google Plusquamperfekt + Rückblende ein; da wirst Du erschlagen mit Tipps. Hier auch *hehe


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schlumpfine113
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Servus Skye

Gruss aus dem Zürcher Oberland!  Wink

Ich habe Deine Geschichte mit grosser Freude gelesen. Ich finde, sie ist toll und flüssig geschrieben und mir wurde keinen Augenblick langweilig.

Bin gespannt, wie es weitergeht!

Liebe Grüsse
Schlumpfine
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Ahriman
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BeitragVerfasst am: 25.06.2009 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich find's Klasse. Nichts daran auszusetzen.
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Gast







BeitragVerfasst am: 26.06.2009 07:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Zur Streitigkeit um die Verwendung des Plusquamperfekts oder des Präteritums:
Ich habe in einer ersten Form tatsächlich zuerst das Präteritum verwendet. Logisch gedacht, müsste aber das Plusquamperfekt stehen, da dies vor dem Zeitpunkt der tatsächlichen Handlung geschieht. Auch für mich klingt es in dieser Version sehr holprig, besonders, da ich oft das Wort 'hatte' verwenden muss. Am flüssigsten zu lesen wäre es vermutlich mit einer Mischung, aber diese Möglichkeit ist ja wohl ausgeschlossen.
Ich werde das Plusquamperfekt vorläufig noch stehen lassen. Vielleicht finde ich ja in der Fachliteratur eine Lösung für dieses Problem.


Hallo Skye,

das Plusquamferfekt ist nicht zu beanstanden. Die Fachliteratur wird dir da wenig helfen können. Um das LEICHTE Holpern zu beseitigen braucht es lediglich etwas Sprachgewandtheit.

Grüße

Bobbi
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wallenstein
Hobbyautor

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BeitragVerfasst am: 26.06.2009 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

Maria hat Folgendes geschrieben:
Hast Du einen Text im Präsens, steht die Rückblende im Präteritum.


Du meinst im Perfekt, hm?
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Maria
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BeitragVerfasst am: 26.06.2009 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Frau Wallenstein, danke  Embarassed  klar.
sowas von vor, vor-vor, jetzt, nachher, irgendwann. wäre einfacher, aber weniger klugscheißerisch *g


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