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Sowas wie Wow

 

 
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satias
Schmierfink


Beiträge: 86



BeitragVerfasst am: 12.11.2008 20:04    Titel: Sowas wie Wow eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielleicht war es eines dieser Wows, von denen sie einem in Werbespots so gerne erzählen, in der Hoffnung, man brächte es in Verbindung mit der zugehörigen Portion von Gefühl. Eines dieser Wows, die sich anfühlten, wie das Wow. Sie ertappte sich dabei, wie sie dieses Wort, das eigentlich keines war, immer und immer wieder vor sich hin murmelte, während sie auf der Bordsteinkante balancierte. Weil es nichts sonst gab, was es beschreiben hätte können.
Sie versuchte, sich an die Augenfarbe zu erinnern, die zu diesem Zustand geführt hatte, kam aber nicht über den letzten fragenden Blick hinaus. Gewöhnlich war Denken in solchen Momenten ohnehin nicht sonderlich hilfreich, und so schob sie die Eventualität einer zweifelnden Geste schnell mit dem nächsten Stolperschritt beiseite.
Sie packte das Buch wieder in ihre Tasche und sah sich um. „Um“ hieß eigentlich nach vorne, und zwar abwechselnd mit der Diagonale der Fensterspiegelung rechts oben Richtung Wow.
Das mag sich jetzt kitschig anhören, wenn man an Werbespots für Deodorants denkt. Doch nur, weil für den Konsumgedanken die oberflächliche Variante völlig ausreicht. Das Gefühl jedoch, dass damit beim potentiellen Konsumenten geweckt werden soll, ist ein ganz anderes, viel tieferes, ein unbewusstes, dass einen in der Regel erst beim Tänzeln auf dem Nachhauseweg erreicht. Und das auch nur deshalb, weil man sich vielleicht dabei ertappt, wie man es unaufhörlich vor sich hin murmelt. In dem Moment nämlich, in dem man das Gefühl hat, man könnte es besitzen. Wenn es dein Wow wird.
Viel wichtiger aber ist die Feststellung, was es eigentlich ist, so ein Wow. Manchmal ist es ein Blick. Ein so offensiver Blick, wie er selten vorkommt, wenn übermüdete und gelangweilte Menschen ihren Alltag für die alltägliche, zehn-minütige U-Bahn-Fahrt hinter und vor sich lassen, und ins Leere starren. Ein so drängender, fordernder und zugleich weicher, fast unbedarfter Blick, dass er nicht fremd sein kann, nicht fremd sein darf.
Was man normalerweise beobachten kann, wenn man nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist auf solchen Reisen durch die menschliche Resignation, ist nur ein Bühnenausschnitt. Wie Schauspielschminke, die langsam ansetzt sich hinter den Kulissen wie von selbst abzuwaschen, kurz nach dem Applaus.
Ein Wow, egal welcher Art, ist vielleicht zu erahnen als ein Blick in die Kulissen. Etwas, das es eigentlich nicht geben kann, weil es so unerwartet ist, dass es sich unserer Realität entzieht. Wie ein sich selbst erzeugendes Echo.
Bereits auf der Treppe ahmte sie unbewusst und oberflächlich ein solches Echo nach, indem sie sich sinnloserweise umdrehte, um einen Moment noch einmal einzufangen, der gar nicht begonnen haben konnte, und dessen Unbestimmtheit doch immer nur einen zweifelnden Blick hinterlässt.  
Sie ließ noch ein verdruckstes, übertriebenes Lächeln zurück, in dessen Echo sich ihr Unterbewusstsein dabei ertappte, dass sie mit sich selbst zu beschäftigt gewesen war, sich an eine Farbe zu erinnern, die doch so wichtig sein musste, um Echo zu sein, und verließ beinahe fluchtartig die Bühne.

Was blieb, war ein kitschiger Nachgeschmack.



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Pütchen
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BeitragVerfasst am: 13.11.2008 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Satias,

deine Geschichte gefällt mir - ich finde die Idee mit dem Wow ganz gut. Auch dein Schreibstil ist flüssig.

Das einzige, was mit ein bisschen fehlt, ist ein Bild zu dem Wow. Du erwähnst mal beiläufig eine Augenfarbe, also kann man wohl davon ausgehen, dass sie vielleicht einen netten Typen gesehen hat. Aber für mein Kopfkino hebst du das ein bisschen wenig hervor.

Und diese Idee finde ich durchaus würdig, nochmals überarbeitet zu werden. Vielleicht kannst du diesen Augen auch noch mehr dazu geben, dass man irgendwie ein Bild hat. So bleibt alles ein bisschen verschwommen.

Der Rest ist wirklich gut, vielleicht zu besseren Lesbarkeit der ein oder andere Absatz? Aber sonst nix zu meckern.

Hat mir wie gesagt gut gefallen smile

Liebe Grüße, Pütchen


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satias
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BeitragVerfasst am: 13.11.2008 19:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, ich weiß, sowas tut man nicht und der Text steht noch nicht lange drin, und eigentlich bin ich sowieso Demokrat, aber der Text hat den Elite-Einsschreibungs-Test nicht bestanden und ich lechze gerade nach Meinungen von Leuten, deren Kritik ich ernst nehmen kann, zumal ich an dem Ding da so lange rumgebastelt hab, dass ich selbst nicht mehr ganz durchblicke. Also bitte. Bitte.

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BeitragVerfasst am: 13.11.2008 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Shocked  Question  Question

Sorry - wie soll ich das verstehen??? Kann man meine Meinung nicht ernst nehmen???


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satias
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BeitragVerfasst am: 13.11.2008 19:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ui, wär mein Aufruf etwa gar nicht nötig gewesen? Danke erstmal.
Ja, das mit dem Bild, ich weiß. Aber das ist auch mein Problem mit dem Ding. Idee war, dass der Ursprung des ganzen in den Hintergrund rücken sollte, beim Lesen nur so eine nicht reale Sehnsucht von irgendwas  Unbestimmten auftritt, und man sich danach denkt: was'n Kitsch. Und den mittleren Teil hab ich nicht hingekriegt, hab aber das Gefühl, als wärs das eben schon, und als ginge da einfach nicht mehr.
 Wink hat das jetzt irgendwer verstanden?


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satias
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BeitragVerfasst am: 13.11.2008 19:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Also doch noch mal öffentlich, blöder Zufall, dass in beiden Kommentaren 'würdig' vorkommt... hatte meinen schon gepostet, als ich deinen gelesen hab:) bezog sich auf ein Forum, nicht auf deine Person.

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BeitragVerfasst am: 13.11.2008 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ähm, du verwirrst mich wink

Ich denke, ich verstehe schon, was du sagen willst. Aber ich finde, zuviel Unbestimmtes und Verwirrung ist schlecht, denn es lässt den Leser unbefriedigt zurück.

Wenn es zu unbestimmt ist, kann beim Leser schnell das Gefühl der Unzulänglichkeit entstehen - so, als würde an ihm liegen, dass er es nicht versteht. Und wer mag das schon? lol

Ich hatte es tatsächlich gestern schon gelesen und war mir etwas unschlüssig. Deshalb habe ich auch mit der Antwort gezögert.

Denn generell mag ich diese Idee und auch deinen Stil.

Aber vielleicht wird sich ja noch jemand dazu äußern??

Liebe Grüße, Pütchen

EDIT: Schon wieder die Posts überschnitten. Ich nehme dir es nicht übel, ich dachte mir schon, dass wir gleichzeitig gepostet hatten ... wink


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BeitragVerfasst am: 14.11.2008 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Also der Text hat was. Allerdings ist er noch lange nicht fertig, wenn ich das richtig sehe. Und der letzte Satz ist – entschuldige – Mist. Er macht alles kaputt, was Du vorher geschrieben hast, hebt alles wieder auf und sagt eigentlich: "Alles, was ich oben geschrieben habe, ist Blödsinn. Nehmt das bloß nicht ernst." Der letzte Satz klingt, als ob Du Angst vor Gefühlen hättest, gemerkt hättest, daß Du in Deinem Text Gefühle gezeigt hast und Dich ganz schnell wieder mit einer etwas arroganten Geste (denn allein schon das Wort "kitschig" in diesem Zusammenhang zu benutzen klingt arrogant, so von oben herab "Ich bin natürlich ein Intellektueller, ich beschäftige mich nicht mit Kitsch, so was liegt mir ganz fern und das verachte ich.") in Dein Mauseloch zurückziehst (oder auf Deinen Mauseberg, von oben herunterschauend auf die Niederungen des "Kitsches", den Du empfindest, wofür Du Dich aber schämst) und so tust, als hättest Du nie etwas empfunden.

Das eben macht Deinen Text auch so dröge. Du willst Empfindungen beschreiben, aber Du traust Dich nicht oder stehst nicht dazu.

Ein "Wow", was auch immer es ist (übrigens hätte mir da ein deutsches Wort besser gefallen. Dieses Wow in jedem und jedem Text geht mir echt auf die Nerven, das klingt so ... ich weiß nicht ... abgedroschen und banal), sollte von innen heraus kommen. Es sollte sowohl beim Schreibenden als auch beim Lesenden ungeheure Gefühle auslösen, beide völlig mitreißen und sprachlos mit offenem Mund zurücklassen – aber das kommt bei Deinem Text nicht rüber. Du beschreibst das "Wow" völlig aus dem Kopf, ohne jedes Gefühl. Und das funktioniert natürlich nicht.

Also mal angenommen, Puetchens Annahme stimmt, und die Protagonistin hat einen Typ gesehen, seine wunderschönen Augen haben sie in den siebten Himmel versetzt, dann kann man das doch nicht über den Kopf abhandeln, das geht nur über den Bauch.

Das fehlt mir in diesem Text.

Liebe Grüße
Angela
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satias
Schmierfink


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BeitragVerfasst am: 14.11.2008 18:28    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, Angela, ich muss zugeben, du triffst das gar nicht so schlecht, wobei sich über das Urteil 'kitschig' als rein negatives streiten lässt. Aber genau das ist mir passiert, ich hab aus dem Bauch heraus angefangen, fands ganz gut, habs nochmal durchgelesen, hab den Kopf eingeschaltet, fands plötzlich nicht mehr gut, hab rumgestrichen, ausgestrichen, eingefügt, gemerkt, dass ichs nicht schaffe, das Gefühl rüberzubringen, das ich rüberbringen wollte und kam beim xten mal Lesen des Ganzen zum Schluss, dass das schon geht, aber mir irgendwie zu kitschig ist und dadrch das ganze Wow Gefühlsgedöns wird. Hab auch lang überlegt, es doch in die Talentschmiede zu setzen, wollte aber nicht die Talentschmiede-Rangehensweise seitens des Lesers.
Aber ja, dein Kommentar wirft in mir wirklich gerade die Frage auf, ob ich mich nur nicht getraut hab, in die Vollen zu gehn. Nicht unwesentlich zum kitschigen Nachgeschmack beigetragen hat bei mir tatsächlich auch der Begriff Wow, aber es ist nunmal ein Wow, da komm ich nicht drum rum:)
Danke, ich versuch mal, grundlegend drüber zu gehn.

Edit: Hm, mir fällt gerade auf, dass der Bruch am Schluss definitiv sein muss, nur, dass er nicht das trifft, was er treffen soll, weil der Rest schon zu sehr darauf hinarbeitet. Ich probier' glaub einfach mal, vorher mehr zu umschreiben.

Editedit: Nein, das ist nicht inhaltlich gestellt unemotional, das ist ein Stilproblem. Inhaltlich sagt es genau das, was es sagen soll. Du merkst, ich arbeite dran:)


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satias
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BeitragVerfasst am: 16.11.2008 11:14    Titel: Sowas wie wow (neu) pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielleicht war das eines dieser Wows, von denen einem so oft in Werbespots erzählt wurde, in der Hoffnung, man brächte es in Verbindung mit der entsprechenden Portion emotional verklärter Erinnerung. Eine dieser Jetzt-oder-Nie-Fragen, deren unzählige Antwortvarianten immer einen Hauch von Unvermögen in sich bargen. Einer dieser endlos scheinenden Augenblicke, dieser Alles-und-Nichts-Momente.
Während sie überschwenglich die Bordsteinkante entlang balancierte, ertappte sie sich dabei, wie sie dieses Wort, das doch eigentlich keines war, das doch eigentlich gar keine Bedeutung haben durfte, immer und immer wieder vor sich hin murmelte.

Wow. Weil es zu viel war, es mit Worten zu füllen. Wow, weil es zu vollkommen war, um Worte hineinzulegen. Wow: weil es zu flüchtig war, um es in Worten festhalten zu können.
Schon als sie auf der Treppe stand und sich umdrehte, suchte sie nur noch nach einer Erinnerung. Nach einer Augenfarbe. Dem Muster des Schals, hinter dem sich sein Kinn versteckte. Einer Locke, die sein Ohr umspielte... nach nur einem einzigen Bildausschnitt, den sie in sich bewahren konnte. Doch als sie den Grund dessen zwischen all den ausdruckslosen Gesichtern wieder entdeckt hatte, konnte sie nicht loslassen, dieser fesselnden Klarheit, die auf ihr zu ruhen schien, nicht ausweichen.

Ein Nicht-Wort ohne Bedeutung – das doch in einem einzigen Moment alles andere überschattete, alle sinnlosen Gedanken an einem Punkt im Körper sammelte, zusammenballte und sie zu einem Ganzen werden ließ. Jede  bedeutungslose Regung, die sonst zerstreut in den Gedanken umher irrte, konzentrierte sich in einem unwirklichen Hier und Jetzt, das alles Vorherige in sich aufsog.
Sie legte ihr Buch beiseite und sah sich um.     

Manchmal ist es nur ein Blick. Ein so aufmerksamer Blick, wie er selten vorkommt, wenn übermüdete und in sich gekehrte Menschen ihren Alltag für die alltägliche, zehn-minütige U-Bahn-Fahrt hinter und vor sich lassen, um sich selbst dabei zu beobachten, wie sie ins Leere starren.
Ein so drängender, fordernder und zugleich unbedarfter, fast scheuer Blick, dass er nicht fremd sein kann, nicht fremd sein darf. Ein unscheinbares Betrachten, dessen Gegenseitigkeit man zuerst nicht bemerkt, weil ihm ein gewisser Glanz von Selbstverständlichkeit anhaftet. Etwas, das ein Gefühl von Vollkommenheit weckt – das unergründliche Wissen ein Ganzes zu sein, welches jede Achtung vor Distanz in einem so schlichten, unkomplizierten Wohlbefinden verlöschen lässt, dass alle Barrieren, die voneinander trennen, als bloße Illusion aufgedeckt scheinen.
Was man normalerweise beobachten kann, wenn man nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, auf solchen Reisen durch die allabendliche Resignation, ist nur ein Bühnenausschnitt. Wie Schauspielschminke, die langsam ansetzt sich hinter den Kulissen wie von selbst abzuwaschen, kurz nach dem Applaus.

Sie legte ihr Buch wieder in die Tasche und stand auf.
Schon als sie auf der Treppe stand und sich suchend umsah, überkam sie eine eigenartig bekannte Ahnung von Abschiednehmen. Das letzte, freundlich auffordernde Lächeln, dass sie sich vorgenommen hatte ihm zuzuwerfen, bevor sie den Heimweg antrat, glich eher dem tapferen Grinsen eines kleinen Mädchens vor einer unüberlegten Flucht.
Während sie wie in Trance die Bordsteinkante entlang balancierte, beschlich sie bei jedem Schritt, den sie vor den nächsten setzte, das beklemmende, ja, das beglückende Gefühl, als müsse sie nichts von allem, was sie bisher erkannt hatte, hinter sich lassen.

Vielleicht war ein solches Wow zu erahnen als ein Blick in die Kulissen. Etwas, das es eigentlich nicht geben kann, weil es so widersprüchlich ist, dass es sich unserer Realität entzieht. Wie ein sich selbst erzeugendes Echo.


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satias
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BeitragVerfasst am: 16.11.2008 11:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, habs überarbeitet und nen neuen Threat aufgemacht, weils eigentlich fast komplett umgeschrieben ist. Danke nochmal an Puetchen und Angela fürs Kritisieren. Den Schluss hab ich wie geraten weggelassen, wie so oft ist jetzt was fast völlig anderes bei rausgekommen, persönlich bin ich jetzt (endlich!) ziemlich zufrieden und hab sogar das Gefühl, emotional genug zu sein, ohne dabei unnötig in Kitsch abzurutschen (Meine persönliche Premiere:)). Hoffe, ihr habt die Muse, das nochmal zu kommentieren und bin schon gespannt, was ihr dazu sagt!

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BeitragVerfasst am: 17.11.2008 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Satias,

generell solltest du auch die Korrekturen in den gleichen Thread posten, da es ja doch noch der ähnliche Text ist. Vielleicht wird es ein  Mod zusammenführen. Wir sind ja hier zur Textarbeit da und so sieht man doch auch schön, wie sich die Anregungen auf den Text ausgewirkt haben.

Ansonsten werden es auch irgendwann zu viele Threads, wenn jede Änderung einen komplett neuen Thread ergibt.

Leider bin ich gerade etwas knapp an Zeit, aber ich werde mir deinen Text dann gerne auch noch vornehmen - bitte nur um etwas Geduld.

Liebe Grüße, Pütchen


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satias
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BeitragVerfasst am: 22.11.2008 16:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Naja, allzu viel ist von dem ersten Text ja nicht übriggeblieben und ich hatte nur Bedenken, dass die Überarbeitung dann untergeht, weil diejenigen, denen die erste Version nicht gefällt, sich dann vielleicht gar nicht erst die Mühe geben, die Kommentare durchzuwälzen...und drauf hingewiesen, dass es ne Überarbeitung ist, hab ich ja und das es eine gibt ebenfalls. hab mir eigentlich schon was dabei gedacht, da ein neues Thema aufzumachen.

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BeitragVerfasst am: 28.11.2008 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Satias.

jetzt mal endlich, bevor das nichts mehr wird wink

Viel besser in meinen Augen. So komme ich ganz gut klar. Ein ganz kleines bisschen hakt es noch, wo sie sich nochmals nach ihm suchend umschaut am Anfang.

Da kannst du nochmals darüberschauen.

Ansonsten gefällt es mir ganz gut smile

Liebe Grüße, Pütchen


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