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Der Untergang der Sonne - Erstes Kapitel aus meinem Fantasyroman


 
 
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Masseliwriter
Geschlecht:männlichErklärbär
M

Alter: 27
Beiträge: 1
Wohnort: Hannover


M
Beitrag05.10.2022 20:14
Der Untergang der Sonne - Erstes Kapitel aus meinem Fantasyroman
von Masseliwriter
eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo, ist ein Auszug aus dem Ersten Kapitel meines Fantasyromanes.

In der ferne hörte er das Klirren der Schwerter. Er wusste nun, dass er nicht mehr viel Zeit hatte. Die Nacht war düster und weniger Mondschein hatte es seit Jahren nicht mehr in der prunkvollen Sonnenstadt gegeben. Er richtete seinen Blick auf zur Kuppel des Sonnenpalastes. Er keuchte und seine leichte lederne Rüstung lag ihm unangenehm nass auf dem verschwitzten Körper. Sein Helm rutschte ihm immer wieder vor die Augen und in der Finsternis verlor er den Boden unter den Füßen, sodass er unter den Trümmern zu stolpern begann.

Da hörte er plötzlich ein schrecklich polterndes Geräusch hoch, aus dem Gemach des Sonnenkönigs. Er hielt inne, schob seinen Helm nach oben und blickte gespannt auf das Zimmer, welches sich unter der gewaltigen Kuppel befand. „Bald schon werden sie bei ihm sein“, dachte er sich, vor Nervosität zitternd. „Ich muss mich beeilen“, er wandte sich wieder dem Pfad über den Trümmern zu und versuchte dabei so schnell und unaufmerksam wie nur möglich voranzuschreiten.

Doch ein weiteres schreckliches Poltern erklang von dem Palast und sein Blick wandte sich erneut schaudernd auf die Gemächer des Sonnenkönigs. „Sie sind alle oben“, dachte er sich. „Ich bin jetzt sicher“. Da stürzte plötzlich ein Alter Mann mit langen weißen Haaren und einem langen weißen Bart in weißen Gewändern auf den riesigen Balkon. Dieser taumelte, fiel zu Boden und hielt sich an dem äußersten Geländer fest. Sein Blick war nun wie gebannt auf ihn, den Sonnenkönig gerichtet. Er zauderte und griff die Schriftrolle noch fester in seinen Handballen. Der Anblick seines Königs löste in ihm einen schrecklichen Schwindel aus, der ihn zu Boden fielen ließ. Im selben Moment kamen mehrere Personen auf dem Balkon zum Vorschein. Sie trugen eine mit weißen Gewändern durchzogene edle metallische Rüstung, wie sie nur ein Adliger tragen konnte. Sie stellten sich in einer Reihe vor ihm und blickten hochmütig auf ihn herab. Wie Tiere umzingelten sie ihre Beute, nur waren diese Tiere Kinder seines eigenen Reiches

In dem Getümmel drängte einer hervor, der seine Hand locker an der Schwertscheide hielt. Er ging einen Schritt näher und beugte sich vor den König hinab, um mit ihm auf einer Höhe zu sein. Er blickte ihn anmaßend in die Augen. Der alte Mann ignorierte den Adligen und es machte den Anschein als blicke er durch ihn hindurch. Der Sonnenkönig fing an sich zu beruhigen und wandte seinen Blick in die Ferne nach Osten. Dort am dunklen Streifen des Horizontes verlor er sich und jeder Muskel in seinem Gesicht entspannte sich. Der Adlige, leicht verärgert von der Abwesenheit des Sonnenkönigs, zog nun ein Messer aus seinem Gürtel. „Jedes Zeitalter ist gefärbt von der Hand des Sonnenkönigs.“, sprach er. In sein Gesicht war etwas sehr herablassendes ablesbar. „Es wird Zeit …“, fuhr er mit einem kalten Ton fort. „Das ein neues Zeitalter beginnt“.

Was dann geschah, konnte er nicht genau erkennen, doch er sah noch deutlich, wie der Sonnenkönig auf dem Boden versackte. Sein Herz pochte und er kroch, erschrocken von dem furchterregenden Abbild, aus Angst rückwärts nach hinten, sodass er ein Trümmerloch übersah und geradewegs hineinfiel. Seine Schulter hatte einiges abbekommen, doch seine Entschlossenheit den letzten Willen des Sonnenkönigs zu erfüllen, rüttelte sein Körper wach und ließ ihn den Schmerz vergessen.

Er wollte sich gerade aufrappeln, da hörte er plötzlich eine Stimme aus der anderen Ecke des Loches. „Du bist keiner von ihnen, oder?“, entgegnete ihn eine, für die Situation unpassende, ruhige Stimme. Sein Blick war auf den regungslosen Körper, den er in der Dunkelheit kaum erkennen konnte, gebannt. „Ich habe dir etwas Wichtiges mitzuteilen. Hörst du mich an? Ich habe nicht viel Zeit.“, er blickte noch einmal auf die Schriftrolle, um sich zu vergewissern, dass sie beim Fall nicht beschädigt worden ist. Dann sah er den Zustand des verletzten und nickte ihm kurz zustimmend zu, wissend das Sie nun am höchsten Punkt des Palastes waren und er somit etwas Zeit gewonnen hatte. „Damals hatte mir der Sonnenkönig im Krieg der Welten etwas mitgeteilt, was ich nach seinem Abscheiden der Welt weitervererben will. Es soll nicht hier mit mir sterben.“, seine Stimme wurde allmählich schwächer. „Es gibt eine alte Prophezeiung, welche entstand als die Welt in einem Reich unter der Sonne vereint war und die Vier Grenzen unserer Welt nichts anderes waren als die Mauern des einzigen großartigen Erzreiches. Es ist ein längst vergessenes Reich, welches die Geschichtschroniken vor Jahrtausenden verlassen hat. Das Einzige, was aus diesem Reich überlebt hatte, ist diese Prophezeiung aus dem Hause der Sonnaton.

„Höre mich nun gut an.“, aus dem Visier des unbekannten Soldaten liefen drei Tropfen Blut herunter und er erkannte jetzt genauer, dass der Körper des Mannes komplett zermalmt war. Er wusste, nun würde er seine letzten Worte sprechen. Der Soldat blickte in die Finsternis der Nacht und fuhr im ernsten, jedoch ruhigen Ton fort. „Das Haus der Sonnaton herrscht einzig und allein aus einem Grund über diese Welt. Aus Furcht vor der Dunkelheit. In der Dämmerung der Zeit wird eines Tages das letzte Licht der Sonne erlöschen und im Osten wird erneut ein Schatten über die Welt fallen und ein dunkler Herrscher wird erwachen. Die Welt soll um die Furcht des Hauses Sonnaton wissen. Denn es ist nicht der Wille zur Macht, die das Reich eint, sondern die Furcht vor der Abwesenheit des Lichtes.“, eine kurze Pause fuhr in die Nacht hinein und es schien, als würde die Welt gemeinsam für diesen Moment schweigen. „Nun geh fort. Ich werde diese neue Sonne morgen … mit meinem König gemeinsam begrüßen ...“, er schaute den sterbenden noch einmal nach, entwich dann aus dem Loch und eilte hinfort. Die Worte des Soldaten brannten sich in seinen Kopf, doch seine Mission las er dennoch unentwegt im Kopf fort weg ab. „Das nördliche Fürstentum des Reiches des Phönix … Finde Edon Kroft …“, flüsterte er sich kalt atmend in die Nacht hinein und verschwand in die Finsternis.

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anuphti
Geschlecht:weiblichTrostkeks

Alter: 57
Beiträge: 3889
Wohnort: Isarstrand
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Beitrag05.10.2022 22:31

von anuphti
Antworten mit Zitat

Hallo Masseliwriter,

herzlich willkommen im DSFo!
Ich finde es toll, wenn jemand sich Geschichten ausdenkt und versucht sie zu Papier zu bringen.

"Der Untergang der Sonne" ist ein passender Titel, für einen Fantasy-Roman, weil nur in dem Zusammenhang klar wird, dass es um einen "ewigen" Untergang mit kompletter Dunkelheit zu gehen scheint.

Ich kommentiere einmal direkt in Deinem Text, damit Du einen direkten Leseeindruck bekommst.



Zitat:
In der ferne Ferne hörte er (hier würde ich den Namen des Protagonisten schreiben, weil der Leser noch nicht weiß wer "er" ist) das Klirren der Schwerter. (Nach dem ersten Satz möchte ich als Leser gerne eine erste Orientierung haben, in diesem Fall weiß ich, dass ich Schwerter klirren höre. Das könnte römisches Altertum sein, oder Mittelalter, oder ein Fantasysetting mit Mittelalteranklängen. Ich weiß noch nicht, ist es eine Schlacht (zwischen wem?)? ein Aufstand (gegen wen?)? ein Übungskampf von Gladiatoren? Da hätte ich als Leser irgendwie etwas mehr Informationen, zum Beispiel:  In der Ferne hörte XYZ noch immer letzte Schwerter klirren, nachdem die Schlacht schon längst verloren war. (der weitere Text klingt nach einer verlorenen Schlacht?) )
Er wusste nun, dass er nicht mehr viel Zeit hatte. (Woher weiß er das? Armband-Uhren schließe ich in diesem Fantasysetting irgendwie erst einmal aus, also brauche ich irgendetwas anderes, zum Beispiel ein Glockenschlag der örtlichen Turmglocke oder etwas ähnliches)
Die Nacht war düster und weniger Mondschein hatte es seit Jahren nicht mehr in der prunkvollen Sonnenstadt gegeben. (komplizierte Formulierung, vielleicht besser: Noch nie war es in der (prunkvollen) Sonnenstadt so düster /dunkel gewesen.)
Er richtete seinen Blick auf zur Kuppel des Sonnenpalastes. Er keuchte und seine leichte lederne Rüstung klebte lag ihm unangenehm an nass auf dem seinem verschwitzten Körper. Sein Helm rutschte ihm immer wieder vor die Augen  (hm, das ist aber eher ungünstig, wenn ein Helm vor die Augen rutscht. Willst Du damit sagen, dass XYZ einen Helm trägt, der nicht passt? Also ev. gebrauchte/geborgte Rüstung?) und in der Finsternis verlor er den Boden unter den Füßen, sodass er unter zwischen den Trümmern zu stolperte begann.

Da hörte er plötzlich ein schreckliches, polterndes Geräusch hoch oben, aus dem Gemach des Sonnenkönigs. (Hier frage ich mich, wieweit XYZ von dem Gemach/Balkon des Sonnenpalastes entfernt ist, bzw. wie groß der ist. Unter Palast verstehe ich irgendwie eine größere Anlage und der Herrscher ist sicher ganz oben, keine Ahnung, mehrere Stockwerke hoch?. Und wenn die Tür zu ist muss es schon sehr sehr laut poltern, dass man das unten hört. Und dann frage ich mich, was könnte denn so poltern in einem Zimmer? Möbel fallen mir ein, aber so ein mittelalterlicher Schrank/Tisch/Bett fallen nicht so schnell um, und wenn ein Eindringling einen Schemel durch den Raum kickt, ist es vielleicht noch nicht so laut)

Er hielt inne, schob seinen Helm nach oben (hm, jetzt frage ich mich, wie der Helm aussieht, dass XYZ ihn nach oben schieben muss, um etwas sehen zu können, denn wie soll er denn mit dem Helm gekämpft haben, wenn er jedes Mal eine Hand braucht, um den Helm nach oben zu schieben, damit er etwas sehen kann) und blickte gespannt auf das Zimmer die hell erleuchteten Fenster welches sich unter der gewaltigen Kuppel befand.

„Bald schon werden sie bei ihm sein“, dachte er sich, vor Nervosität zitternd. „Ich muss mich beeilen“, er wandte sich wieder dem Pfad über zwischen den Trümmern zu und versuchte dabei so schnell und unaufmerksam (meinst Du aufmerksam oder unauffällig?) wie nur möglich voranzuschreiten.

Doch ein weiteres schreckliches Poltern erklang von aus dem Palast und sein Blick wandte sich erneut schaudernd auf die Gemächer des Sonnenkönigs. (Die Gemächer/das Gemach sieht er ja von unten gar nicht, sondern nur den Balkon und die Fenster, oder?)

 „Sie sind alle oben“, dachte er sich. „Ich bin jetzt mir sicher“.

Da stürzte plötzlich ein Alter alter Mann mit langen weißen Haaren und einem langen weißen Bart in weißen Gewändern (büschen viel "lang und weiß" ...) auf den riesigen Balkon.
Dieser taumelte, fiel zu Boden und hielt sich an dem äußersten (gibt es mehrere, bzw. ein innerstes?) Geländer fest. (fiel er zu Boden oder hielt er sich noch fest?)

 Sein Blick war nun wie gebannt auf ihn, den Sonnenkönig gerichtet. (in diesem Satz wird klar, warum es klarer wäre, wenn Du den Namen von XYZ schon genannt hättest, weil hier nicht klar ist, auf wen sich "Sein Blick" bezieht. Ich nehme an auf XYZ, und dass der alte Mann der Sonnenkönig sein soll, aber es könnte auch irgendein alter Man sein, dessen Blick sich auf den (auch anwesenden) Sonnenkönig richtet.) XYZ starrte gebannt auf den Sonnenkönig. Noch nie hatte er ihn ohne seine Prunkgewänder gesehen (oder so ähnlich)

 Er (wer? XYZ?) zauderte und griff die Schriftrolle noch fester in seinen Handballen (Handballen greifen nicht, Hände greifen, kannst Du aber weglassen, weil es klar ist, dass er sie nicht mit den Füßen oder Zähnen greift).
Der Anblick seines Königs löste in ihm (XYZ?) einen schrecklichen Schwindel aus, der ihn zu Boden fielen fallen ließ. (in dieser ganzen Szene ist nicht immer genau klar, wann Du von dem alten Mann oder XYZ sprichst/ob der Sonnenkönig eine zusätzliche Person ist, das wird deutlich klarer, wenn Du XYZ gleich am Anfang einen Namen gibst)
 Im selben Moment kamen mehrere Personen auf dem Balkon zum Vorschein. Sie trugen eine mit weißen Gewändern durchzogene edle metallische Rüstung, wie sie nur ein Adliger tragen konnte.  (unfreiwillig komisch, weil mehrere Personen "eine" Rüstung tragen, aber ich weiß, was Du meinst. Die Beschreibung ist etwas sehr "ich erkläre dem Leser jetzt etwas ("Erklärbär") Besser vielleicht: "Dann traten mehrere Personen auf den Balkon. Ihre Rüstungen glänzten metallisch. "Wieso waren Adlige unter den Aufständischen?")
Sie stellten sich drohend um ihn herum in einer Reihe vor ihm und blickten hochmütig auf ihn herab. Wie Tiere  Wölfe umzingelten sie ihre Beute ihn, nur waren diese Tiere Wölfe Kinder seines eigenen Reiches


So, das war jetzt sehr viel auf einmal. Bitte lass Dich nicht davon entmutigen. Ich glaube, dass Du eine interessante Idee hast (eine Sonne, die plötzlich für immer untergegangen ist? der Horror schlechthin), aber handwerklich hapert es noch ein bisschen, aber das ist nichts, was sich nicht durch Übung verbessern lässt.

(Ich bin auch nicht der typische Fantasyleser, muss ich zugeben Embarassed)

Liebe Grüße
Nuff


_________________
Learn from the mistakes of others. You don´t live long enough to make all of them yourself. (Eleanor Roosevelt)

You don´t have to fight to live as you wish; live as you wish and pay whatever price is required. (Richard Bach)
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Miné
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 36
Beiträge: 187
Wohnort: Köln


Beitrag06.10.2022 08:43
Re: Der Untergang der Sonne - Erstes Kapitel aus meinem Fantasyroman
von Miné
Antworten mit Zitat

Hallo Masseliwriter, herzlich willkommen. Hier ein paar Anmerkungen. Guck einfach mal, ob du davon etwas gebrauchen kannst. angel


Masseliwriter hat Folgendes geschrieben:
Hallo, ist ein Auszug aus dem Ersten Kapitel meines Fantasyromanes.


In der ferne hörte er das Klirren der Schwerter.
Er wusste nun, dass er nicht mehr viel Zeit hatte. Die Nacht war düster und weniger Mondschein hatte es seit Jahren nicht mehr in der prunkvollen Sonnenstadt gegeben.

Ich hatte Probleme, mich in die Szene hineinzufinden. Konnte mir irgendwie nicht vorstellen, um wen es sich handelt oder wo genau er ist? Vielleicht wäre es gut, wenn direkt zu Beginn klar würde, ob er ein Soldat oder was auch immer ist. Auch der Ort wäre vermutlich hilfreich. Denn er könnte überall in der Sonnenstadt sein. Palast? Hütte, Straße ...

Er richtete seinen Blick auf zur Kuppel des Sonnenpalastes. Okay, jetzt bekomme ich einen Hinweis, wo er ist.

Er keuchte und seine leichte lederne Rüstung lag ihm unangenehm nass auf dem verschwitzten Körper. Und hier wird deutlich, dass er ein Soldat ist und scheinbar einen Kampf hinter sich hat. Oder war es eine Schlacht? Hat er seine Stadt verteidigt oder die Sonnenstadt erobert?

Sein Helm rutschte ihm immer wieder vor die Augen und in der Finsternis verlor er den Boden unter den Füßen, sodass er unter den Trümmern zu stolpern begann. Die Geschichte verliert mich immer mehr, anstatt mich in ihren Bann zu reißen. Es scheint also um eine Stadt gekämpft worden zu sein, daher die vielen Trümmer vermutlich. Ich verstehe nur nicht, warum der Helm ihm in die Augen rutschen und er UNTER den Trümmern stolpern kann. Helme sollten für die Schlacht schon passen und wenn die wirklich einem in die Augen rutschen, sollte man besser darauf verzichten. Und unter den Trümmern liegt man eigentlich begraben.

Da hörte er plötzlich ein schrecklich polterndes Geräusch hoch, aus dem Gemach des Sonnenkönigs. Hier bin ich jetzt voll raus? Ich dachte, die Stadt liegt in Trümmern?
Er hielt inne, schob seinen Helm nach oben und blickte gespannt auf das Zimmer, welches sich unter der gewaltigen Kuppel befand. Ich bin irgendwie lost und kann mir das alles nicht mehr vorstellen.
„Bald schon werden sie bei ihm sein“, dachte er sich, vor Nervosität zitternd. Ich verstehe die Dramatik nicht? Versteckt er sich, weil seine Stadt gerade erobert wurde?

„Ich muss mich beeilen“, er wandte sich wieder dem Pfad über den Trümmern zu und versuchte dabei so schnell und unaufmerksam wie nur möglich voranzuschreiten. Ich weiß immer noch nicht so recht, wie, wo und was?

Doch ein weiteres schreckliches Poltern erklang von dem Palast und sein Blick wandte sich erneut schaudernd auf die Gemächer des Sonnenkönigs. „Sie sind alle oben“, dachte er sich. Wer ist oben? Kann dir immer weniger folgen.

 „Ich bin jetzt sicher“. Da stürzte plötzlich ein Alter Mann mit langen weißen Haaren und einem langen weißen Bart in weißen Gewändern auf den riesigen Balkon. Wo kommt denn jetzt der Balkon her? Außerdem hast du dreimal weiß in diesem Satz.



Also, ich hatte große Probleme, dir inhaltlich zu folgen. Weil bereits zu Beginn konnte ich mir gar nichts vorstellen oder empfinden. Weder zu dem Protagonisten noch zu seinem Gefühl oder der Situation. Vieles bleibt im Unklaren, während du die Geschichte weiter vorantreibst. Ich persönlich hatte das Gefühl, nicht mitzukommen.
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Michel
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Beitrag06.10.2022 09:58
Re: Der Untergang der Sonne - Erstes Kapitel aus meinem Fantasyroman
von Michel
Antworten mit Zitat

Na, dann rein ins Vergnügen!
Kurze Vorwarnung: Es kann sein, dass ich relativ viel anmerke und gelegentlich ins Ironische rutsche. Das ist der Stil, in dem in meiner und anderen AGs kommentiert wird. Vermutlich streiche ich hier an, was andere auch in meinen Texten anstreichen - wir kochen alle nur mit Wasser.

Masseliwriter hat Folgendes geschrieben:
In der Ferne hörte er das Klirren der Schwerter. Er wusste nun, dass er nicht mehr viel Zeit hatte.
Wer ist eigentlich "er"? Warum nicht gleich den Namen nennen? Es wirkt evtl. komisch, wenn das irgendwo auf Seite 7 passiert.
"hörte er" / "er wusste" nennt Andreas Eschbach (erfolgreicher Thriller-Autor) "distanzierende Verben der Wahrnehmung". Die sorgen gern mal für eine Distanzierung von der Hauptfigur: Ich sehe nicht mehr durch seine Augen, sondern der Erzähler behauptet, dass ich durch seine Augen sehe. In vielen Fällen lässt sich das herauskürzen, indem man ganz direkt formuliert. Hier z.B.: "Schwerter klirrten in der Ferne. Ihm lief die Zeit davon." (Damit hättest du zusätzlich das "hatte" gekillt.)
Zitat:
Die Nacht war düster und weniger Mondschein hatte es seit Jahren nicht mehr in der prunkvollen Sonnenstadt gegeben.
Der Progatonist hat mitten im Gefecht noch Zeit, das Wetter zu beobachten?
Zitat:
Er richtete seinen Blick auf zur Kuppel des Sonnenpalastes. Er keuchte und seine leichte lederne Rüstung lag ihm unangenehm nass auf dem verschwitzten Körper.
Zweimal Satzbeginn mit "Er". Hat "er" wirklich Zeit, unangenehme Körperempfindungen wahrzunehmen? "er" muss doch bis zur Schädeldecke voll mit Stresshormonen sein.
Zitat:
Sein Helm rutschte ihm immer wieder vor die Augen und in der Finsternis verlor er den Boden unter den Füßen, sodass er unter den Trümmern zu stolpern begann.
Das heißt, er trägt einen viel zu großen Helm oder hat ihn nicht angemessen befestigt. Für mich kann das zwei Dinge bedeuten: Entweder ist er/seine Armee extrem ausgerüstet oder er geht auf lebensgefährliche Weise nachlässig mit seiner Ausrüstung um.

Zitat:
Da hörte er plötzlich ein schrecklich polterndes Geräusch hoch,
"Hochhören" - das Verb kenne ich nicht. Wink "Da" wirkt auf mich überflüssig, "hörte er" wäre wieder ein DVdW (Distanzierendes Verb der Wahrnehmung), "plötzlich" wäre eins der Wörter, die ich so oft wie möglich aus dem Text schmeißen würde. Entweder lese ich das Überraschungsmoment aus der Handlung heraus oder der Text funktioniert an der Stelle noch nicht richtig.
Zitat:
… aus dem Gemach des Sonnenkönigs. Er hielt inne, schob seinen Helm nach oben und blickte gespannt auf das Zimmer, welches sich unter der gewaltigen Kuppel befand.
Hey, wir sind in einer Schlacht! Dafür hat dein Held aber eine Menge Zeit, den Helm zu richten, und "gespannt" herumzblicken. "gespannt" verbinde ich mit dem Gefühl, das ich z.B. im Kino habe, wenn der Vorhang sich öffnet, also mit etwas Positivem. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dein Held sich gerade so fühlt.
Zitat:
„Bald schon werden sie bei ihm sein“, dachte er sich, vor Nervosität zitternd.
DVdW.  
Zitat:
„Ich muss mich beeilen“, er wandte sich wieder dem Pfad über den Trümmern zu und versuchte dabei so schnell und unaufmerksam wie nur möglich voranzuschreiten.
Wieso Komma? Das sind zwei eigenständige Sätze. Warum will er unaufmerksam voranschreiten? Damit legt er es geradezu darauf an, auf die Nase zu fallen. Meinst du "unauffällig"?

Zitat:
Doch ein weiteres schreckliches Poltern erklang von dem Palast und sein Blick wandte sich erneut schaudernd auf die Gemächer des Sonnenkönigs.
"Doch" ist auch so ein Füllwort, das relativ häufig weg kann. Können Blicke schaudernd? Oder wandte er schaudernd seinen Blick? "auf" klingt, als ob er von oben auf die Gemächer blickt und auch noch durch die Mauern sehen kann. "zu den Gemächern empor" könnte ich mir vorstellen.
Zitat:
„Sie sind alle oben“, dachte er sich. „Ich bin jetzt sicher“.
Entweder überlese ich etwas oder der gesamte Satz wäre (für mich) überflüssig. Ist er sich sicher, dass alle oben sind, oder ist er sicher, weil alle oben sind?
Zitat:
Da stürzte plötzlich ein 1) alter Mann 2) mit langen weißen Haaren 3) und einem langen weißen Bart 4) in weißen Gewändern 5) auf den riesigen Balkon.
Puh, ganz schön viel in einen Satz gepackt! "Da"; "plötzlich": Siehe oben.  Der Bart trägt weiße Gewänder? Laughing  Ist es wichtig, dass der Balkon riesig ist? Ansonsten könntest du hier den Text auf Adjektiv-Diät setzen. Zentral sind für mich meistens die Verben - die müssen sitzen, dann wird die Hälfte der Adjektive und Adverbien überflüssig.
Zitat:
Dieser taumelte
… Der Balkon?? Laughing  "Dieser" bezieht sich immer auf das Letztgenannte.
Zitat:
, fiel zu Boden und hielt sich an dem äußersten Geländer fest.
Moment. Bist du noch in der Perspektive von "er"? Der guckt ja von unten zum Balkon hoch (nehme ich jedenfalls an). Sieht er dann den Liegenden und wie der sich festhält?
Oder ist dir hier ein Perspektivwechsel hineingerutscht? Shocked
Zitat:
Sein Blick war nun wie gebannt auf ihn,
Da gehe ich erst mal davon aus, dass "ihn" sich auf "er" bezieht. Und dann kommt …
Zitat:
den Sonnenkönig gerichtet.
Ach so. Dann kannst du das "ihn" einfach weglassen.
Zitat:
Er zauderte und griff die Schriftrolle noch fester in seinen Handballen.
"Er" bezieht sich auf den alten Mann, oder? Mit den Handballen kann ich überhaupt nicht greifen, dazu brauche ich die Finger - der Satz wirkt dadurch ziemlich schräg.
Zitat:
Der Anblick seines Königs löste in ihm einen schrecklichen Schwindel aus, der ihn zu Boden fielen ließ.
Autsch! Da gibt es noch eine Menge zu tun.
1) Hier hast du tatsächlich den Perspektivwechsel von der personalen Perspektive (durch die Augen von "er") zur auktorialen Perspektive (allwissender Erzähler, der in jeden Kopf gucken kann). Geht beides, aber hier vermischst du es und auf mich wirkt das unstimmig, weil mich die ersten Absätze auf personale Perspektive eingestimmt haben. (Ist in der Fantasy auch gängig so.)
2) "löste in ihm aus" ist nicht nur DVdW, sondern eine Erklärung von außen, so als ob im Kino plötzlich der Vorhang zu geht, ein Sprecher auf die Bühne kommt und sagt: "Das ist nämlich so…"
3) "Zu Boden fielen ließ" → zu Boden fallen ließ.

Zitat:
Im selben Moment kamen mehrere Personen auf dem Balkon zum Vorschein.
Ähnlich wie "plötzlich" ist das häufig unnötig und kann gestrichen werden. "Mehrere": Hm. Drei? Siebzehn? Achtundvierzig? Und wie kommen sie da zum Vorschein? In meinem inneren Film erscheinen sie in der leeren Luft. Vermutlich eilen sie aber auf den Balkon oder so.
Zitat:
Sie trugen eine mit weißen Gewändern durchzogene edle metallische Rüstung, wie sie nur ein Adliger tragen konnte.
Moment. in meinem Bild tragen alle gemeinsam eine Rüstung, wie eine Kiste. Oder trägt jeder eine Rüstung im Sinne von "hat sie angelegt"? Dann sind es mehrere Rüstungen. Wie kann ein Harnisch o.ä. von Gewändern durchzogen sein? Dann könnte sie ja ihren Schutzzweck nicht mehr erfüllen.
Zitat:
Sie stellten sich in einer Reihe vor ihm und blickten hochmütig auf ihn herab. Wie Tiere umzingelten sie ihre Beute, nur waren diese Tiere Kinder seines eigenen Reiches
Punkt am Satzende fehlt. "Stellten sich vor ihm" → ? vor ihm auf oder vor ihn. "hochmütig" ist vom Erzähler behauptet, ich sehe es aber noch nicht. Tiere können meines Wissens nicht hochmütig sein, deshalb wackelt das Bild. "Tiere seines eigenen Reiches" → Hä? Ist der alte Mann der Herrscher? Und warum lese ich jetzt auf einmal seine Gedanken anstelle der des "er", der noch immer reglos unten steht und die Szene beobachtet?

Zitat:
In dem Getümmel drängte einer hervor, der seine Hand locker an der Schwertscheide hielt.
Wieso Getümmel? Sie stehen doch brav in einer Reihe!
Zitat:
Er ging einen Schritt näher und beugte sich vor den König hinab, um mit ihm auf einer Höhe zu sein.
Das weiß "er" aber nicht,  er kann bestenfalls spekulieren. Außerdem stimmt nach wie vor die Perspektive nicht; von unten dürfte nur ein Bruchteil der Handlung zu sehen sein. Oder hängt "er" irgendwo an der Dachrinne und blick hinab? Dann könnte die Perspektive stimmen.
Zitat:
Er blickte ihn anmaßend in die Augen. Der alte Mann ignorierte den Adligen und es machte den Anschein als blicke er durch ihn hindurch.
WH "blicken". Der "er" hat aber scharfe Augen, wenn er das alles sehen kann …
Zitat:
Der Sonnenkönig fing an sich zu beruhigen und wandte seinen Blick in die Ferne nach Osten.
Endlich weiß ich, dass es tatsächlich der König ist! Wieso "anfangen"? Entweder beruhigt er sich oder nicht. Und noch ein "blicken".
Zitat:
Dort am dunklen Streifen des Horizontes verlor er sich und jeder Muskel in seinem Gesicht entspannte sich.
Moment, der KÖnig liegt doch auf dem Balkon! Vielleicht verliert sich sein Blick, aber dann hast du die nächste Wiederholung drin.
Zitat:
Der Adlige, leicht verärgert von der Abwesenheit des Sonnenkönigs,
… nur behauptet, dass kann "er" höchstens ahnen oder spekulieren.
Zitat:
… zog nun ein Messer aus seinem Gürtel. „Jedes Zeitalter ist gefärbt von der Hand des Sonnenkönigs.“, sprach er. In sein Gesicht war etwas sehr Herablassendes ablesbar. „Es wird Zeit …“, fuhr er mit einem kalten Ton fort. „Das ein neues Zeitalter beginnt“.
Tonfall, nicht Ton. Oder?
Hier passiert dir ein kleiner Infodump: Personen reden nur dafür, dass der Leser etwas erfährt. Das mit "Jedes Zeitalter" dürfte aber jeder der Anwesenden wissen.

Zitat:
Was dann geschah, konnte er nicht genau erkennen
Wer? Der Messerstecher? Hier bist du auf einmal wieder in der Perspektive des "er", als Leser falle ich förmlich vom Balkon.
Zitat:
, doch er sah noch deutlich, wie der Sonnenkönig auf dem Boden versackte.
Das "nicht genau erkennen" klingt für mich sinnvoll, aber hier bist du erneut in der Außenbeschreibung der Wahrnehmung. Lass den König einfach zusammensacken ("versacken" hieße, dass er im Boden verschwindet, was auf dem Balkon schwierig ist …)
Zitat:
Sein Herz pochte
Gut, sonst wäre er nämlich tot. Evtl. rast es oder pocht wie … ein Schmiedehammer? (hohes Schlagvolumen) … oder etwas anderes, das regelmäßig und sehr schnell schlägt.
Zitat:
und er kroch, erschrocken von dem furchterregenden Abbild, aus Angst rückwärts nach hinten,
Ups, mehrere Doppelungen. Dass er erschrocken ist, setze ich als Leser voraus, könnte aus meiner Sicht also weg. Stattdessen wiederholst du es  sogar ("aus Angst"). "rückwärts nach hinten" klingt irgendwie auch doppelt gemoppelt, oder?
Zitat:
sodass er ein Trümmerloch übersah und geradewegs hineinfiel.
Hier verschenkst du Potenzial: "sodass" ist ein Brems- und Füllwort, dass hier nur den Text fett macht und die Handlung verlangsamt. Außerdem wechselst du wieder in eine auktoriale Perspektive und erklärst, anstatt zu zeigen. "Show, don't tell" ist sicher kein Naturgesetz, aber hier, mitten in der Action, fände ich es wichtig, das Tempo zu halten: Eine Perspektive. Kurze, schnelle Sätze, Keine Reflexionen, Erklärungen, Erinnerungen. Einfach Handlung.
Zitat:
Seine Schulter hatte einiges abbekommen
Wieso der Wechsel ins Plusquamperfekt? Er ist doch in dieser Sekunde erst hineingefallen! Oder machst du einen Zeitspung?
Zitat:
, doch seine Entschlossenheit den letzten Willen des Sonnenkönigs zu erfüllen, rüttelte seinen Körper wach und ließ ihn den Schmerz vergessen.
Das ist wieder von außen (auktorial) behauptet, aber nicht gezeigt. Stöhnt er auf? Schießt ihm der stechende/schneidende/whatever Schmerz durch die Schulter? Reißt er sich zusammen und starrt wieder nach oben zu dem Balkon?

Zitat:
Er wollte sich gerade aufrappeln, da hörte er plötzlich eine Stimme aus der anderen Ecke des Loches. „Du bist keiner von ihnen, oder?“, entgegnete ihn eine, für die Situation unpassende, ruhige Stimme.
"hörte er" = DVdW. "Plötzlich" = Füllwort. Und wieso entgegnen? Er hat sein Gegenüber ja gar nicht angesprochen! "Für die Situation unpassend" empfinde ich als für die Situation unpassend. Laughing weil: zu erklärend, zu weit weg von "er".
Zitat:
Sein Blick war auf den regungslosen Körper, den er in der Dunkelheit kaum erkennen konnte, gebannt.
reglos. Wessen Blick? (Zuletzt hat nämlich nicht "er" gehandelt, sondern der Urheber der Stimme.
Zitat:
„Ich habe dir etwas Wichtiges mitzuteilen. Hörst du mich an? Ich habe nicht viel Zeit.“
Würde ich mittels Zeilenumbruch abtrennen, weil Wechsel der Fokusperson. Das wird im nächsten Halbsatz problematisch:
Zitat:
, er blickte noch einmal auf die Schriftrolle, um sich zu vergewissern, dass sie beim Fall nicht beschädigt worden ist.
Hä? Die Stimme oder "er"? Falls letzteres, Zeilenumbruch - und keine seltsame Komma-Konstruktion. Achtung, mit "ist" wechselst du ins Präsens, die Geschichte erzählst du aber im Präteritum. Kann mich gerade nicht erinnern: Hattest du die Schriftrolle schon vorher erwähnt? Falls ja, alles gut.
Zitat:
Dann sah er den Zustand des Verletzten und nickte ihm kurz zustimmend zu,
"Sah" ist ziemlich allgemein, vielleicht gibt es etwas Präziseres, dann wäre aus meiner Sicht auch das DVdW hier nicht so problematisch. "nickte ihm kurz zustimmend zu" wirkt schräg, dieses doppelte Adverb - da versuchst du etwas hineinzupacken, das entweder einen eigenen Satzteil braucht oder aus meiner Sicht überflüsig ist.
Zitat:
wissend das Sie nun am höchsten Punkt des Palastes waren und er somit etwas Zeit gewonnen hatte.
"Sie"? Lieber die Attentäter benennen. Und: Vorsicht bei "war" und "hatte". Das hat mir meine Lektorin beim letzten Manuskript konsequent angestrichen … Gott, war das peinlich, wie oft ich das verwendet hatte … Embarassed
Zitat:
„Damals hatte mir der Sonnenkönig im Krieg der Welten etwas mitgeteilt, was ich nach seinem Abscheiden der Welt weitervererben will. Es soll nicht hier mit mir sterben.“, seine Stimme wurde allmählich schwächer.
Wieder diese seltsame (falsche) Komma-Konstruktion; nach der solltest du im Text fahnden und sie ersetzen. "Damals hatte" wirkt umständlich. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass jetzt der große Infodump kommt, mit dem der Leser genau begreifen soll, worum es geht. Davor warne ich sehr: Es ist wahrscheinlicher, dass du an dieser Stelle Leser verlierst. Außerdem leiert der Sterbende wie ein Geschichtsprofessor in der Erstsemester-Vorlesung, das wirkt überhaupt nicht dramatisch, sondern eher unglaubwürdig.

So, hier höre ich erst mal auf.
Lass dich nicht ermutigen. Da ist vieles drin, was eine spannende Geschichte ausmachen kann: Krieg, eine finstere Prophezeihung, eine hochdramatische Sitation. Das wird. Es fehlt dir (aus meiner Sicht) einfach noch am Handwerkszeug - aber das kenne ich, das ging mir exakt genauso.

Jetzt hoffe ich, dass du das Weiterlernen hier im Forum betreibst und dich auch an anderen Diskussionen beteiligst. Ich habe es schon etwas zu oft erlebt, dass jemand sich ein Kapitel durchsehen ließ und dann wieder weg war. Dabei geht die Arbeit (und der Spaß!) gerade erst los.

In diesem Sinne auch von mir: Herzlich willkommen!


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