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Ist das ein Experiment ?

 

 
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fkneyer
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 61
Beiträge: 36
Wohnort: Im Filstal


BeitragVerfasst am: 05.06.2021 07:41    Titel: Ist das ein Experiment ? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Morgen
in meinem aktuellen  Manu (siehe Roter Teppich) wage ich ein Experiment (zumindest aus meiner Sicht). Die Geschichte handelt in zwei Zeitebenen.  Einmal vor etwa 40 - 45 Jahren, die Protas sind Jugendliche von etwa 16 - 18 Jahren und dann in der Jetztzeit (vor etwa einem Jahr - aber das kann ich noch anpassen).
Die früheren Zeitebene (1975 - 1983) erzähle ich in Teilen aus der Ich-Perspektive von drei Protas, die für die Geschichte maßgeblich sind. Es handelt sich teilweise um Ereignisse, die dem Autor (mir) damals tatsächlich passiert sind. Bis auf die Dialoge, von denen ich nicht mehr sicher sagen kann, ob sie exakt wie bechrieben geführt wurden oder nur ähnlich - aber das sollte keine große Rolle spielen - sinngemäß haben diese genauso stattgefunden.
Die aktuelle Zeitebene erzähle ich aus Sicht des / eines (allwissenden) Beobachters.
Ist das ein Experiment, das funktionieren kann?

LG
Friedhelm


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Minerva
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 417



BeitragVerfasst am: 05.06.2021 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

ich denke, man kann nicht pauschal sagen, ob es funktioniert. Man müsste alles lesen Laughing
Rein gefühlstechnisch dachte ich darüber, dass es eventuell besser funktionieren würde, die aktuelle Zeitebene in der Ich-Form zu erzählen (die ja als rückblickende Person mehr weiß) und die 3 aus der Vergangenheit in der dritten Person.

Mir ist auch nicht klar, warum die Perspektive aus der heutigen Zeit allwissend sein muss. Oder meintest du das auch so wie ich, dass sie einfach mehr weiß, weil sie die Folgen und tatsachen des Geschehens kennt?
Es gibt ja auch die teilauktioriale Perspektive (in der dritten Form), in der man so tut, als sei es die dritte Person, aber wenn es nicht anders geht, streut man das Fehlende einfach "allwissend" mit ein.

Die Ich-Form hat auch so ihre Tücken. Emotionale Geschehnisse können auf den Leser teils zu nervig wirken z.B.
Man weiß nicht, ob das Erzählte wahr ist, wenn sich z.B. herausstellen würde, dass sich das Erlebte der Protagonisten widerspricht.

Meine Mutmaßungen ...

Theoretisch kann alles funktionieren. Wenn du ganz stark das Gefühl hast, dass diese Erzählform die richtige für dein Manuskript ist, dann mach das so.


_________________
... will alles ganz genau wissen ...
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fkneyer
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 61
Beiträge: 36
Wohnort: Im Filstal


BeitragVerfasst am: 05.06.2021 11:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Minerva hat Folgendes geschrieben:
Guten Morgen,
Rein gefühlstechnisch dachte ich darüber, dass es eventuell besser funktionieren würde, die aktuelle Zeitebene in der Ich-Form zu erzählen (die ja als rückblickende Person mehr weiß) und die 3 aus der Vergangenheit in der dritten Person.

Die Ich-Form beschränkt sich auf drei Kapitel - genau die, deren Handlung tatsächlich so geschehen ist - und da weiß ein Ich-Erzähler einfach mehr.
Zumal der Ich-Erzähler innerhalb der Kapitel auch wechselt. Es sind drei Ich-Erzähler, die die reale Handlung aus ihrer Sicht erzählen.
Der Haupt-Prota hat den größten Anteil an der Ich-Form, die beiden anderen Ich-Erzähler kommen zu Wort, wenn der Hauptprota nicht dabei war oder nur nebensächlich beteiligt war.

Minerva hat Folgendes geschrieben:

Mir ist auch nicht klar, warum die Perspektive aus der heutigen Zeit allwissend sein muss. Oder meintest du das auch so wie ich, dass sie einfach mehr weiß, weil sie die Folgen und tatsachen des Geschehens kennt?

Nun, ob allwissend der richtige Ausdruck war ... der Erzähler steht jedenfalls über den Dingen und erzählt die Handlung - auch und natürlich weil der alle Personen kennt und auch die Vergangenheit

Minerva hat Folgendes geschrieben:

Die Ich-Form hat auch so ihre Tücken. Emotionale Geschehnisse können auf den Leser teils zu nervig wirken z.B.
Man weiß nicht, ob das Erzählte wahr ist, wenn sich z.B. herausstellen würde, dass sich das Erlebte der Protagonisten widerspricht.

Meine Mutmaßungen ...

Diese Tücken habe ich bemerkt und bemerke sie immer noch bei jedem erneuten Durchlesen der drei Kapitel ... die drei Kapitel weisen viele emotionale Geschehnisse auf (die zwar alle wahr sind), die aber doch etwas gekürzt werden müßten ... es ist halt eine Menge "Gefühlsduselei" dabei. Widersprüche habe ich - glaube ich - eliminiert.

Minerva hat Folgendes geschrieben:

Theoretisch kann alles funktionieren. Wenn du ganz stark das Gefühl hast, dass diese Erzählform die richtige für dein Manuskript ist, dann mach das so.

Dieses Gefühl habe ich, denn ich glaube, dass man solche realen Erlebnisse nur in der Ich-Form erzählen kann

LG
Friedhelm


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Pickman
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 54
Beiträge: 884
Wohnort: Nicht mehr Berlin


BeitragVerfasst am: 05.06.2021 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Friedhelm,

klar, das kann funktionieren. Es kommt darauf an, was und wie Du erzählst.

Cheers

Pickman


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