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Man hört dieses Wort mitunter oft. Aber wie wird’s eigentlich korrekt geschrieben?

 

 
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Mogmeier
Geschlecht:männlichGrobspalter

Moderator
Alter: 47
Beiträge: 2379
Wohnort: Reutlingen


BeitragVerfasst am: 15.04.2021 22:07    Titel: Man hört dieses Wort mitunter oft. Aber wie wird’s eigentlich korrekt geschrieben? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

.


Hallo Leute,

ich zweifle gerade an meinen muttersprachlichen Kenntnissen. (Okay, das wäre jetzt nicht das erste Mal.)

Auf der Suche nach passenden Synonymen für den Begriff ‹[das] Kreischen› fand ich nicht wirklich weltbewegenden Ersatz, sodass ich mich an ein alternatives Wort erinnerte, das allerdings wohl mehr einem umgangssprachlichen Charakter frönt, und zwar so dermaßen umgangssprachlich unterbesetzt, dass es dieses Wort evtl. nicht einmal in den Duden schaffte. Gemeint ist:

Krietschen [sic?]
[= er/sie/es krietscht usw. ( … ist/sind am Krietschen)]
So zumindest würde ich es rein vom Bauchgefühl her schreiben.

Im Internet – so auf der einen oder anderen Plattform – stolpert man dabei über die unterschiedlichsten Schreibweisen ([das Kind] krietscht/grietscht), wobei dieser Begriff vermehrt in Posts vorkommt, die bzgl. Rechtschreibung (und oder Grammatik wie auch Interpunktion) dann doch mitunter gerne auch recht bedenklich wirken.

Umschreiben wollte ich damit ein schrilles [hochfrequentes] Kreischen, ähnlich dem, wie man es von einer Klischee-Blondine vs. Spinne an der Wand, bzw. wie man es von einem Oskarchen aus der Blechtrommel-Verfilmung kennt.

Aber wie schreibt man »das Krietschen« nun wirklich korrekt?

Ich stehe da wohl grad total aufm Schlauch.


Viele Grüße
Mog


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»Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.«
Laotse
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Schreibkopf
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 159



BeitragVerfasst am: 15.04.2021 22:33    Titel: Antworten mit Zitat

Laut deutschem Wörterbuch der Brüder Grimm:

ZITAT:
"GEKRITSCH, n.
nebenform zu gekrisch, gekreisch: es gibt wenige menschen, denen nicht das gekritsch des eisenfeilens durch mark und bein gehen sollte. Bode Mont. 4, 97. vergl. krietschen gleich krieschen unter kreitschen 3."

Das Wort ist sicher aus der Mode gekommen. Ich würde es aber als eine Wortschöpfung aus quietschen und kreischen betrachten und damit hätte es zumindest semiotisch einen Sinn. Passend zu deinem Beispiel der "Blechtrommel".

VG
Schreibkopf
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 68
Beiträge: 5515
Wohnort: NRW
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 15.04.2021 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Nie gehört, wohl ausgestorben.
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1128



BeitragVerfasst am: 15.04.2021 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Das habe ich auch noch nie gehört. Und ich bin wirklich alt. ^^"
Vielleicht nur regional gebräuchlich (Norddeutschland). Confused


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MissClara
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 284



BeitragVerfasst am: 15.04.2021 22:44    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht nur regional gebräuchlich (Norddeutschland). Confused


... auch noch nie gehört... Grüße von ebenda... Cool
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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1689
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 15.04.2021 23:42    Titel: Re: Man hört dieses Wort mitunter oft. Aber wie wird’s eigentlich korrekt geschrieben? Antworten mit Zitat

Mogmeier hat Folgendes geschrieben:

Umschreiben wollte ich damit ein schrilles [hochfrequentes] Kreischen, ähnlich dem, wie man es von einer Klischee-Blondine vs. Spinne an der Wand,


Ich bin zwar nicht blond, aber ich kreische dann, und zwar schrill und hochfrequentig. Wie kreischt man denn sonst? lol2*


*Das war jetzt für Deine Fragestellung überhaupt nicht hilfreich, sorry. Es sei denn natürlich, doch.


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"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
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Bananenfischin
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BeitragVerfasst am: 15.04.2021 23:57    Titel: Antworten mit Zitat

Mein erster Treffer beim Googlen:
https://www.dwds.de/wb/dwb/gekritsch
Weiter dann hier (Punkt 3): https://www.dwds.de/wb/dwb/kreitschen#GK13304


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Mogmeier
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Beiträge: 2379
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BeitragVerfasst am: 17.04.2021 02:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo in die Runde zu so später Stunde!

Das hat sich jetzt gereimt. Ich sollte unbedingt mal anfangen, Gedichte zu schreiben! Ja, unbedingt. Laughing


@Bananenfischin und Schreibkopf:
Ja, diese Internetseiten kamen mir auch entgegengesprungen, als ich danach suchte. smile Ich war dabei aber via Handy/Smartphone (vgl. Telefon) unterwegs und habe das mehr oder weniger nur diagonal gelesen mit der Frage, ob es dazu irgendeine verlässliche Quelle gäbe.
Aber ich muss sagen, die Herleitung mit dem zu schleifenden Eisen ist plausibel, denn will man so ein Geräusch onomatopoetisch darstellen, kommt man um ein KRIRIRITSCH nich drum herum. Zumindest habe ich das mal mit einem meiner Synthesizer nachgeahmt, dessen fast voll ausgeschöpfte Filterresonanz – auf den durch Rauschen modulierten Pulswellen-Oszillator gelegt – ich dazu im oberen Frequenzbereich übersteuert durch das Mischpult schickte. (Wobei ich bei diesem Selbstversuch feststellte, dass das verdammt noch mal in den Ohren wehtut.)


Und fragt mich bitte keiner, woher ich diesen Ausdruck kenne. – Das muss dann wohl wirklich so ein regionalbedingtes Ding sein. Ich habe dabei aber festgestellt, dass man es ‹Kritschen› wie auch ‹Krietschen› schreiben kann und würde rein gefühlsmäßig zu letzterwähnter Schreibweise tentieren.


Viele Grüße
Mog


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PaulaSam
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Beiträge: 107



BeitragVerfasst am: 18.04.2021 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Krietschen ist glaube ich sehr dialektisch, wodurch es für einen Prosatext vielleicht schon deshalb weniger geeignet ist.
Synonyme währen:
quieken, quietschen, kreischen, schrill schreien
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Mogmeier
Geschlecht:männlichGrobspalter

Moderator
Alter: 47
Beiträge: 2379
Wohnort: Reutlingen


BeitragVerfasst am: 21.04.2021 22:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Samantha Sam hat Folgendes geschrieben:
Krietschen ist glaube ich sehr dialektisch, wodurch es für einen Prosatext vielleicht schon deshalb weniger geeignet ist.


Hallo Samantha,

genau deshalb werde ich es in Zukunft immer verwenden! Twisted Evil

Ja nee, alles gut. Ich hatte das jetzt erstmalig im Zuge der direkten Rede zur Geltung gebracht, noch dazu berechnend redundant als ‹Kreischen und Krietschen› formuliert.

Und wie ich schon weiter oben erwähnte, an Synonymen zu ‹Kreischen› fand ich in dem Moment zwar viel, jedoch war nichts davon wirklich weltbewegend.

Viele Grüße
Mog


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PaulaSam
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 107



BeitragVerfasst am: 26.04.2021 09:41    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, wenn du mit einem Wort "die Welt bewegen willst", ist eine ungewöhnliche Wortwahl wohl unabdingbar, oder? Ich würde es dennoch nur in Dialogen verwenden. Dort macht es als charakteristische Eigenart sogar Sinn. Im übrigen Text jedoch weniger. Da wirkt es dann eher störend.
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