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Einfache keine Lust auf den Text? Wie komme ich da wieder raus?

 

 
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lenaleabi
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 13
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 20.08.2019 14:54    Titel: Einfache keine Lust auf den Text? Wie komme ich da wieder raus? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo!
Wie schon oben geschrieben, arbeite ich gerade an einem Text. Doch jedes Mal, wenn ich schreiben möchte und die Datei öffne, ist meine Motivation komplett weg und ich habe keine Lust mehr.
Es ist oft so, dass ich eine tolle Idee habe, anfange zu schreiben und bald wieder abbreche weil ich eine neue Idee habe.
Trotzdem möchte ich dieses Projekt zu Ende bringen.

Wie komme ich da bloß wieder raus?
Danke im Voraus.
LG Shocked
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Bunt Speck
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 330
Wohnort: Port Baris


BeitragVerfasst am: 20.08.2019 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

SELBSTDISZIPLIN und DRANBLEIBEN

Ich glaube, dein Problem kennt jede*r Autor*in Cool


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Don't worry, we're in no hurry.
School's out, what did you expect?
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 44
Beiträge: 111



BeitragVerfasst am: 20.08.2019 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Bist du schon weit mit dem Text? Vielleicht einfach mal eine Weile liegen und ruhen lassen und dann wieder dransetzen. Neue oder andere Ideen, die vielleicht auch gar nichts mit Deinem aktuellen Projekt zu tun haben, derweil in einem Büchlein notieren oder anderweitig erfassen.

Vielleicht macht es auch Sinn, sich nicht von jeder neuen Idee verführen zu lassen. Wenn Du sie notierst, gehen sie nicht verloren und Du kannst sie später noch einbringen oder für andere Projekte aufheben. Vielleicht fehlt Dir in diesem Zusammenhang auch der rote Faden Deiner Geschichte. Ich würde in diesem Fall erst einmal den Handlungsverlauf skizzieren (so genau, wie Du es kannst oder willst). Da fällt das Arbeiten leichter, weil man eine Wanderkarte durch sein Projekt hat.

Kann also auch sein, dass Deine Vorbereitung unzureichend ist und Du hast deswegen keine Freude dran.
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lenaleabi
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 13
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 20.08.2019 17:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

silke-k-weiler hat Folgendes geschrieben:
Bist du schon weit mit dem Text? Vielleicht einfach mal eine Weile liegen und ruhen lassen und dann wieder dransetzen. Neue oder andere Ideen, die vielleicht auch gar nichts mit Deinem aktuellen Projekt zu tun haben, derweil in einem Büchlein notieren oder anderweitig erfassen.

Vielleicht macht es auch Sinn, sich nicht von jeder neuen Idee verführen zu lassen. Wenn Du sie notierst, gehen sie nicht verloren und Du kannst sie später noch einbringen oder für andere Projekte aufheben. Vielleicht fehlt Dir in diesem Zusammenhang auch der rote Faden Deiner Geschichte. Ich würde in diesem Fall erst einmal den Handlungsverlauf skizzieren (so genau, wie Du es kannst oder willst). Da fällt das Arbeiten leichter, weil man eine Wanderkarte durch sein Projekt hat.

Kann also auch sein, dass Deine Vorbereitung unzureichend ist und Du hast deswegen keine Freude dran.


Vorbereitung habe ich genug, ich habe alles durchgeplottet. Momentan überarbeite ich allerdings ein Kapitel und es fällt mir echt schwer, da dran zu bleiben. aber wie schon gesagt wurde: Selbstdisziplin und dranbleiben!
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3773
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
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BeitragVerfasst am: 20.08.2019 19:05    Titel: Re: Einfache keine Lust auf den Text? Wie komme ich da wieder raus? Antworten mit Zitat

Hallo lenaleabi,

das klingt jetzt vielleicht fies, aber könnte es damit zu tun haben, dass das Schreiben/Entwickeln im Kopf relativ mühelos passiert, während das Aufschreiben (in literarisch befriedigender Form) sich irgendwie nach Arbeit anfühlt? Denn das ist es natürlich, auch wenn es einem unterm Strich Spaß bereiten sollte.
Nur so ein Gedanke, denn
Bunt Speck hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube, dein Problem kennt jede*r Autor*in Cool

Ich jedenfalls kenne es.

Was helfen könnte: Auf jeden Fall die eigenen Ansprüche nicht zu hoch ansetzen. Sich trauen, mittelmäßig zu schreiben: den literarischen Feinschliff später. Reinkommen, zur Not Lücken lassen, wo es gerade nicht fließt. Habe ich oft bei Stellen, wo ich nicht weiß, was da eigentlich stehen soll, vielleicht recherchieren müsste, wo und in welcher Richtung auch immer. Eventuell ein klares Ziel setzen (x Normseiten, x Sätze) und mit einer kleinen Belohnung für sich selbst verbinden.

EDIT: Gerade erst gelesen, dass du bereits in der Überarbeitung steckst(?) Aber das mit der Belohnung könnte da erst recht funktionieren - falls du entsprechend "gestrickt bist".


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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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BeitragVerfasst am: 20.08.2019 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

überspring das Kapitel, mach mit dem nächsten weiter. Wenn du geplottet hast, geht das ganz gut. Und wenn du ein Stückchen weiter bist, nochmal an das leidige Kapitel rangehen.
Deine Unlust könnte auch damit zusammenhängen, dass du unbewußt gemerkt hast, so wie geplant geht es nicht und dich grad verbiegst, um es doch so hinzukriegen... Laughing Ansonsten: wie gesagt: Disziplin und so... Cool


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"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 20.08.2019 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir immer hilft, wenn ich mit einem Kapitel oder einer Szene unzufrieden bin: Kapitel oder Szene komplett streichen und (komplett anders, soweit es der Plot zulässt) neuschreiben. Ist ein drastischer Ansatz, aber fällt mir oft leichter, als etwas schon Geschriebenes auf seine Schwächen abzuklopfen (wenn es nicht nur Kleinigkeiten sind) und zu entscheiden, was soll denn bleiben und was geändert werden. Du musst das alte Kapitel ja nicht komplett wegwerfen, pack es in eine "deleted scenes" Datei, dann hast du es noch. Auch wenn man diese erfahrungsgemäß nie wieder braucht, weil man mit der neu geschriebenen Szene viel zufriedener ist. Geht mir jedenfalls immer so.

Was das Kommen neuer Ideen (auch zu anderen Projekten) angeht: Ich hab einen "Bücher, die ich in einem Paralleluniversum schreibe oder im nächsten Leben schreiben könnte, sowie seltsame Träume, aus denen man vielleicht mal was machen kann"-Ordner. Manchmal, besonders bei Kurzgeschichtenwettbewerben, sehe ich den durch und schaue, ob etwas passt. Oft wird man fündig, ich jedenfalls. So ist meine erste in einer Anthologie veröffentlichte Kurzgeschichte entstanden, auf Basis eines jahrealten Traums. Lohnt sich also immer, einen solchen Ideen-Ordner anzulegen. Dann muss man sie auch nicht mehr im Kopf haben.

Hoffe, da ist was Hilfreiches für dich dabei,
Veith


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lebefroh
Geschlecht:weiblichHobbyautor

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Beiträge: 349
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 20.08.2019 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Mir hilft es immens, mir eine bestimmte Wortzahl pro Tag vorzugeben - zB. 1000 pro Tag. Ich liebe plotten und ich liebe überarbeiten, aber die Rohfassung niederzuschreiben ist manchmal die reinste Qual. Ist sicher nicht für jeden das richtige, aber für mich ist ein vorgegebenes Pensum die beste Methode. Da hat man jedes Mal eine kleine psychologische Belohnung, wenn man das Pensum eingehalten hat.
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Taranisa
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 50
Beiträge: 863
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 21.08.2019 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Eine bestimmte Anzahl Wörter pro Tag nehme ich mir nicht vor, da ich nie sagen kann, ob es (auch zeitlich gesehen) tatsächlich klappt. Ich plotte gründlich und schreibe so gut es geht los. Manchmal fehlen bei der Roh-Rohfassung gescheite Übergänge oder die Tiefe, manchmal fallen mir im Nachhinein Szenen ein, die das Ganze runder machen. Aber ich habe die Grundgeschichte erst einmal komplett stehen und kann darauf aufbauen.

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MademoiselleCharlie
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 28
Beiträge: 31



BeitragVerfasst am: 21.08.2019 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo liebe Lena,

ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, mir geht es in regelmäßigen Abständen genauso. Ich habe einfach akzeptiert, dass es so ist.
Ich nenne das "In Wellen arbeiten".
Es gibt den Schreib-Flow, in dem alles läuft und ich stundenlang an meinem Text sitzen kann. Aber dann folgt unweigerlich das Sättigungsgefühl und mein Text und ich sitzen voreinander, ohne das etwas geschieht.

In dem Fall sollte man das tun, was auch in Beziehungen mitunter ganz gut tun kann: Abstand nehmen. Eine Pause machen. Sich anderen Texten zuwenden.

An einer meiner Kurzgeschichten habe ich ein Jahr geschrieben, weil ich immer wieder Pausen gemacht habe. Und sie wurde veröffentlicht.

Nichtsdestotrotz sollte man es sich m.E. angewöhnen, jeden Tag - am besten zur selben Uhrzeit - zu schreiben. Egal was. Es fördert die Kreativität und Selbstdisziplin. Und manchmal habe ich mir bei dem einen Text Appetit geholt und bei dem anderen dann gegessen - Du verstehst.

Bevor ich jedoch eine solche Pause mache, probiere ich noch ein, zwei andere Sachen. Etwa mir eine Stunde zu nehmen, mich vor meinen Text zu setzen und ... na ja, sitzenzubleiben. Nach spätestens zwanzig Minuten sollten sich die Finger über die Tastatur bewegen.

Was außerdem helfen kann:

Bereits Geschriebenes laut vorlesen
15 Minuten freies Schreiben mit dem Eingangssatz "Was ich eigentlich sagen will ..."
oder
Mich erinnern, dass Hemnigway sagte, dass die erste Fassung "immer scheiße" ist und ich Mist schreiben DARF

Das wars von mir. smile
Charlie


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"The first draft of anything is shit."
Ernest Hemingway
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Pickman
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 52
Beiträge: 491
Wohnort: Diaspora


BeitragVerfasst am: 21.08.2019 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe lenaleabi,

Dein Thread ist jetzt schon voller toller Tipps. Aber einen habe ich noch.

Lass Deinen Text einige Zeit liegen und tobe dich so lange im Forum aus, kommentiere die Texte anderer oder poste Smalltalk. Das entspannt, ist lehrreich und bringt einen auf Ideen.

Liebe Grüße

Pickman


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"Damit sich alles erfüllt, damit ich mich weniger allein fühle, brauche ich nur noch eines zu wünschen: am Tag meiner Hinrichtung viele Zuschauer, die mich mit Schreien des Hasses empfangen." (Albert Camus: Der Fremde)
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MademoiselleCharlie
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 28
Beiträge: 31



BeitragVerfasst am: 21.08.2019 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

@Pickman

Das will ich in Zukunft auch mehr machen Laughing Laughing Laughing


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