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Umstieg auf Papyrus Author als Linux-Nutzer?

 
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018 15:28    Titel: Umstieg auf Papyrus Author als Linux-Nutzer? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi,
ich habe mir gerade die Demo Version mal angesehen, sieht doch einigermaßen interessant aus. Nun habe ich ein paar Fragen an diejenigen, die Erfahrung damit haben:

1. Wie verlässlich arbeitet Papyrus wirklich unter Linux (Mint/Ubuntu) mit wine? Funktioniert alles? (EBook-Vorschau z.B. wurde bei mir nicht angezeigt)

2. Frage zum Zeitstrahl: Kann ich eigene Zeitsysteme verwenden, z.B. für SciFi? Beispielsweise ein Jahr mit 20 Monaten a 30 Tagen und einer Tagesdauer von ungefähr 17 Erdstunden, aufgeteilt in 100 Einheiten mit je nach Genauigkeitsbedarf mehreren Nachkommastellen, oder muss ich bei unser Zeitrechnung mit Uhrzeiten und 24 Stunden, 12 Monaten etc. bleiben? Dann nützt mir der ganze Zeitstrahl nämlich herzlich wenig für meine aktuellen Projekte.

3. Wie sicher ist das Dateiformat? Ich schreibe bisher mit LaTeX, da ist es nur so ein Aufwand, EBooks oder Normseiten aus dem Manuskript zu machen, auch wenn es für Drucksachen nichts besseres gibt. Da hat man einfach eine txt Datei als Sourcecode für das Manuskript, da kann gar nichts schiefgehen. Hat von euch mal jemand Probleme mit der proprietären Dateiformat von Papyrus gehabt, wie z.B. verschwunde Seiten, kaputte Formatierung, etc? Wie sieht es bei Systemabstürzen aus?

4. Funktioniert das Umwandeln in Word-Normseiten für Verlage und (brauch- und gut lesbare) eBooks wirklich so gut und einfach wie angepriesen? Ein paar Klicks und nichts nachbessern müssen?

5. Ich bin durch LaTeX Typographie-verwöhnt, wie sind im Vergleich die PDFs von Papyrus? Sinnvolle automatische Trennung und Umbrüche, Ligaturen, Grauwert der Seiten, Kerning, etc?

6. Und letztendlich: Wie ist das mit der Lernkurve? Wie lange habt ihr gebraucht, um das Programm effektiv nutzen zu können? Ich hab bei LaTeX damals ein paar Stunden gebraucht, um den ersten Definitionsteil eines Manuskripts hinzukriegen und dann drauflosgeschrieben und den Rest Learning by Doing gemacht, wenn ich mehr Extras im Text haben wollte. Kann ich das mit Papyrus auch so machen und nach und nach Funktionen zu Hilfe nehmen, oder muss ich mich erst in alles einarbeiten, weil nachträgliches Einfügen der Funktionen unendlich aufwändig wäre (wie z.B. wenn man bei einer Textverarbeitung nicht von Anfang an mit Formatvorlagen und Gliederung arbeitet)?

7. Da Papyrus keine freie Software (womit ich nicht "kostenlos" meine) ist, muss ich sowieso schon arg über meinen Schatten springen, mir so etwas zuzulegen. Aber Stallman und ethische Fragen mal ausgeklammert, darf ich das Programm wirklich für alles benutzen, immer und jederzeit, oder was für Einschränkungen gibt es? Wenn ich schon Geld für digitale Handschellen ausgebe, will ich mich zumindest relativ frei darin bewegen können. Also, wieviel spürt man als Benutzer von den Ketten? (Wer sich noch nie Gedanken um digitale Freiheit gemacht hat, kann diese Frage einfach ignorieren)

Ich wäre den Papyrus-Nutzern (besonders denen unter Linux) hier dankbar, wenn ihr mir eure Erfahrungen zu meinen Fragen mitteilen könntet, denn 180 Euro für ein Programm, das dann noch nicht mal nativ auf dem Betriebssystem läuft, sind doch eine Menge Geld, das ich nicht mal eben in den Sand setzen möchte. Wenn man dann aber wirklich ein Universaltool für alles (bequemes Schreiben, Planung und Organisation, Druckversionen, eBooks und Normseiten) hat, wäre es mir das Geld durchaus wert.


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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018 16:43    Titel: Re: Umstieg auf Papyrus Author als Linux-Nutzer? Antworten mit Zitat

Hi Veith,

ich nutze Papyrus unter Windows, jetzt seit ungefähr einem halben bis dreiviertel Jahr. Ich kann ja mal versuchen die Fragen zu beantworten, zu denen ich mir eine Antwort anmaße ^^

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

2. Frage zum Zeitstrahl: Kann ich eigene Zeitsysteme verwenden, z.B. für SciFi? Beispielsweise ein Jahr mit 20 Monaten a 30 Tagen und einer Tagesdauer von ungefähr 17 Erdstunden, aufgeteilt in 100 Einheiten mit je nach Genauigkeitsbedarf mehreren Nachkommastellen, oder muss ich bei unser Zeitrechnung mit Uhrzeiten und 24 Stunden, 12 Monaten etc. bleiben? Dann nützt mir der ganze Zeitstrahl nämlich herzlich wenig für meine aktuellen Projekte.

Der Zeitstrahl ist eins der Tools, die ich versucht habe zu verwenden, die mir aber nicht gefallen. Man kann tatsächlich nur die geschriebenen Szenen einsortieren (und das ist, für mein Empfinden, ziemlich umständlich), aber keine Ereignisse, die z.B. vor der Buchhandlung stattgefunden haben und auf die im Buch immer wieder Bezug genommen wird. Damit hat das für mich keinen wirklichen Wert und ist mir auch in der Handhabung zu umständlich, sodass ich lieber mit Papier und Stift arbeite.
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

3. Wie sicher ist das Dateiformat? Ich schreibe bisher mit LaTeX, da ist es nur so ein Aufwand, EBooks oder Normseiten aus dem Manuskript zu machen, auch wenn es für Drucksachen nichts besseres gibt. Da hat man einfach eine txt Datei als Sourcecode für das Manuskript, da kann gar nichts schiefgehen. Hat von euch mal jemand Probleme mit der proprietären Dateiformat von Papyrus gehabt, wie z.B. verschwunde Seiten, kaputte Formatierung, etc? Wie sieht es bei Systemabstürzen aus?

Systemabstürze nie, Dateiverluste auch nicht. Beim Export von Hyperlinks (in andere Dateiformate) gab es teilweise Probleme
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

4. Funktioniert das Umwandeln in Word-Normseiten für Verlage und (brauch- und gut lesbare) eBooks wirklich so gut und einfach wie angepriesen? Ein paar Klicks und nichts nachbessern müssen?

Ich schreibe direkt in Normseiten mit Papyrus und finde das sehr angenehm und schick. eBooks habe ich auch schon generiert und sie sehen recht gut aus, aber ich bin was das Thema angeht keine Expertin. Sicherlich ist es deutlich einfacher als z.B. mit InDesign.
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

5. Ich bin durch LaTeX Typographie-verwöhnt, wie sind im Vergleich die PDFs von Papyrus? Sinnvolle automatische Trennung und Umbrüche, Ligaturen, Grauwert der Seiten, Kerning, etc?

Wenn du möchtest kann ich dir ja mal ein paar Seiten PDF meines Projekts schicken, dann kannst du es dir selbst anschauen. Ich hab da nicht so den Expertenblick ^^
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

6. Und letztendlich: Wie ist das mit der Lernkurve? Wie lange habt ihr gebraucht, um das Programm effektiv nutzen zu können? Ich hab bei LaTeX damals ein paar Stunden gebraucht, um den ersten Definitionsteil eines Manuskripts hinzukriegen und dann drauflosgeschrieben und den Rest Learning by Doing gemacht, wenn ich mehr Extras im Text haben wollte. Kann ich das mit Papyrus auch so machen und nach und nach Funktionen zu Hilfe nehmen, oder muss ich mich erst in alles einarbeiten, weil nachträgliches Einfügen der Funktionen unendlich aufwändig wäre (wie z.B. wenn man bei einer Textverarbeitung nicht von Anfang an mit Formatvorlagen und Gliederung arbeitet)?

Ich fand das sehr gut. Ich hab zu Beginn tatsächlich hauptsächlich nur damit geschrieben und mich über die sehr gute Rechtschreibprüfung gefreut. Dann habe ich nach und nach die verschiedenen Funktionen entdeckt, wobei ich immer noch gefühlt nur 30% des Programms wirklich nutze. Sehr schön und praktisch finde ich die Kapitel- und Szenengliederung, die Figurendatenbank und die Stilanalyse.
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:

7. Da Papyrus keine freie Software (womit ich nicht "kostenlos" meine) ist, muss ich sowieso schon arg über meinen Schatten springen, mir so etwas zuzulegen. Aber Stallman und ethische Fragen mal ausgeklammert, darf ich das Programm wirklich für alles benutzen, immer und jederzeit, oder was für Einschränkungen gibt es? Wenn ich schon Geld für digitale Handschellen ausgebe, will ich mich zumindest relativ frei darin bewegen können. Also, wieviel spürt man als Benutzer von den Ketten? (Wer sich noch nie Gedanken um digitale Freiheit gemacht hat, kann diese Frage einfach ignorieren)

Immerhin kannst du es, wenn du es einmal erworben hast, auf mehreren verschiedenen Rechnern installieren. Dann läuft es da und "merkt" sich auch die Projekte, an denen du zuletzt gearbeitet hast. Praktisch finde ich auch die Passwortsicherung der Dateien, wenn du sie in eine Cloud speichern möchtest. Aber das hat wohl nicht mehr wirklich mit deiner Frage zu tun Laughing

Hoffe, das hilft ein kleines Bisschen weiter.

LG
Anne


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Piratin
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BeitragVerfasst am: 02.04.2018 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Veith,

ich selbst habe es unter Windows 10, kann Dir also zu Linux nix sagen, empfehle Dir dazu, einfach den Support anzuschreiben.
Der Zeitstrahl geht schon auch in die Zeit vor Beginn des Romans, allerdings arbeite ich mit ihm weniger. Großartig finde ich den Navigator, in dem Kapitel, Szenen und auch Kommentare direkt zu sehen sind und man auch direkt hinspringen kann. Die Szenen selbst kann man farblich, emotional oder auch den Zustand (fertig, unfertig ...) mit Icons versehen. Gelungen finde ich auch im neuen Papyrus hierzu den Organizer, denn er bildet alle Kapitel und Szenen ab mit Wortlängen und lässt die Definition von Erzählsträngen zu, die man auch noch selbst definieren kann (Hauptstrang, Nebenstrang vor der Haupthandlung, etc.) Ich gebe zu, ich habe da ein bisschen gebraucht, um mich reinzufuchsen, aber so schwer war es dann auch nicht. Die Backupfunktion ist auch klasse, denn, wenn man etwas ändert, was einem dann doch nicht gefällt, dann nimmt man einfach wieder die vorherige Version. Ach ja, das Notizheft ist auch neu: Es ist universal, d.h. bei jedem Papyrusdokument steht es bereit und man kann es wie ein Notizbuch nutzen. Fällt Dir also etwas ein, was für den nächsten Roman wichtig ist, dann schreibst Du es im aktuellen Projekt in das Notizheft, und wenn Du ein neues anfängst, ist es immer das gleiche Notizheft. Viele Tastenkürzel kann man frei zuordnen - z.B. zur nächsten Änderung springen, zum nächsten Fehler. Export als mobi, PDF, Word, epub funktioniert auch wunderbar. Am Anfang habe ich viel mit der Figurendatenbank gearbeitet, hier kann man alle Figuren mit ihren Charaktereigenschaften anlegen und im Text setzt es Sprungmarken zu der Figur in der Datenbank - das mache ich aktuell weniger.
Du kannst es auf zwei Rechnern installieren - habe ich auch gemacht (einen stationären und das Notebook). Ich weiß, dass viele mit zwei Rechnern mit der Cloud als Speicherplatz arbeiten, das habe ich nicht gemacht.
Innerhalb einer Version sind ein Jahr lang die Updates kostenlos. Gibt es eine neue Version, dann kann man für einen stark reduzierten Preis die neue Version kaufen. Muss man aber nicht. Ich kenne einige, die noch mit wirklich älteren Versionen unterwegs sind und keine Probleme haben.
Viele Grüße
Piratin


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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 02.04.2018 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Halo V.K.B.

Meine Erfahrungen mit Windows-Programmen unter Linux mit Wine sind schlecht. So schlecht, dass ich Windows-Programme, auf die ich nicht verzichten kann, prinzipiell auf einer parallel zu meinem Linux-Basissystem installierten Windows-Installation laufen lasse.

Wine hinkt den Entwicklungen von Windows gnadenblos hinterher und man kann sich bei keinem Windows-Programm sicher sein, dass es mit Wine fehlerfrei unter Linux läuft.
Man kann damit Glück haben, sicher, aber leider allzu oft auch nicht - und das ist mir zu wenig.

LG Merlinor


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Jacaranda
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BeitragVerfasst am: 02.04.2018 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Virtuelle Maschine mit einem Windows als Gast funktioniert da auch recht gut, wenn man sich nicht mit einem Dualboot rumschlagen will. VMware oder VirtualBox zB.
Alles mittlerweile VIEL simpler und funktionaler als wine...


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 04.04.2018 03:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für eure Antworten. Unentschlossen bin ich immer noch. Wobei, was Piratin sagt deutet eher auf nein. Oder sogar eindeutig.

Jacaranda hat Folgendes geschrieben:
Virtuelle Maschine mit einem Windows als Gast funktioniert da auch recht gut, wenn man sich nicht mit einem Dualboot rumschlagen will. VMware oder VirtualBox zB.
Alles mittlerweile VIEL simpler und funktionaler als wine...
Jein. Erstens braucht man eine tatsächliche Windows-Version, die man kaufen müsste, um sie legal zu nutzen. MS Geld zu geben geht mir gegen den Strich. Zweitens, das geht ganz schön in die Knie mit 2 Systemen parallel. Wenn man wie ich mit 9 Desktops arbeitet und im Browser schon mal 200+ Tabs offen hat, und dann noch eine VM mit neuerem Windows laufen laufen lässt, sind meine 8GB Hauptspeicher schnell aufgebraucht und das Ding ist am swappen ohne Ende.

Piratin hat Folgendes geschrieben:
Du kannst es auf zwei Rechnern installieren - habe ich auch gemacht (einen stationären und das Notebook). Ich weiß, dass viele mit zwei Rechnern mit der Cloud als Speicherplatz arbeiten, das habe ich nicht gemacht.
Nur zweimal installieren bzw freischalten? Okay, das ist wohl das Todesurteil. Ich probier öfter mal ne neue Distro aus oder nutz auch mal zwei nebeneinander auf einem Rechner. Das sind mir echt zuviele Einschränkungen. Schon auf meinem Laptop habe ich zwei Linuxe, die ich beide nutze, ein Powerhouse mit KDE-5 und Nvidia-Chip wenn ich Netzstrom habe und ein Lightweight mit Intel-Graphik für Akkubetrieb. Dann noch mein Desktoprechner zuhause dazu macht schon drei. Bye, bye, Papyrus.

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Michel
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BeitragVerfasst am: 04.04.2018 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich zitiere mal aus den Lizenzbedingungen (Hervorhebung von mir):
Papyrus hat Folgendes geschrieben:
* Installation, Umfang der Lizenz *
Papyrus läuft unter den Betriebssystemen Windows (7, 8, 10) sowie Mac OS X (ab 10.9.) sowie mittels Emulation durch bspw. Wine unter Linux (Letzteres aufgrund der mannigfaltig existenten Linux-Varianten ohne Gewähr).
Eine Lizenz von Papyrus darf auf bis zu vier Rechnern egal welchen Betriebssystems installiert werden, sofern gewährleistet ist, dass zu keinem Zeitpunkt die Lizenz an mehr als einem Rechner genutzt wird.
Anderenfalls sind entsprechend Zusatzlizenzen zu erwerben. Für Familienmitglieder und Mitglieder Ihres Haushaltes gibt es besonders günstige sog. "Familienlizenzen", die allen im Haushalt und/oder der Familie ein Nutzungsrecht geben.
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Michel
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BeitragVerfasst am: 04.04.2018 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Noch was aus dem Papyrus-Forum: Dort hat jemand eine Kurzbeschreibung zur Installation unter Wine zusammengestellt. Auch wie man z.B. Schriftgrößen anpasst - das war für mich bisher ein K.O.-Kriterium. Vielleicht schau ich mir's doch noch mal an.
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 04.04.2018 21:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
sofern gewährleistet ist, dass zu keinem Zeitpunkt die Lizenz an mehr als einem Rechner genutzt wird.
Frag mich gerade, wie die das überprüfen wollen. Muss ich etwa online sein, um Papyrus zu starten? Das würde dann heißen, wenn hier mal wieder die nächste Sturmflut das Kabel killt und vier Tage Internetausfall wie letzten Herbst, könnte ich nach Papyrus-Umstieg nichtmal schreiben?

Mit der Installation und den Schriftgrößen hatte ich bei der Demo-Version übrigens kein Problem. Gut, die Schrift in den Menüs war recht klein, stimmt, aber das lag noch im akzeptablen Bereich und woanders ist mir die Schrift nicht als zu klein aufgefallen.


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Michel
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BeitragVerfasst am: 05.04.2018 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Frag mich gerade, wie die das überprüfen wollen.
Eher: ob sie das überprüfen wollen. Ich lese das eher als Bitte eines relativ kleinen Ladens, nicht eine Lizenz zu kaufen und dann den gesamten Freundeskreis damit zu versorgen.
Vielleicht geht das Ding zu Beginn kurz online und meldet, dass es gestartet wurde. Oder so. Im Zweifelsfall nachfragen; ich hätte das jetzt ganz naiv auf meinen drei Rechnern installiert.
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BirgitJ
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BeitragVerfasst am: 05.04.2018 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

Papyus geht beim Starten nicht online. Es läuft und startet einwandfrei, wenn ich mit dem Notebook im Garten und außerhalb des erreichbaren W-LAN sitze.

Besten Gruß von BirgitJ


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Mika
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BeitragVerfasst am: 05.04.2018 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Japp. Ich schreib damit auch offline im Garten - alles kein Problem. Ich meine aber mal von Pütchen gelesen zu haben, dass Sie alle paar Wochen (?) eine Internetverbindung brauchte, um Papyrus zu nutzen. Das war aufgrund der Weltumsegelung ja manchmal nicht so einfach mit dem WWW. wink

Ich denk also, dass das sporadisch zwischendurch geprüft wird und man durchaus mal vier Tage Sturmflut mit Schreiben überbrücken kann. Zumindest, wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, den Keller leerzupumpen. ;D


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 05.04.2018 21:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich denk also, dass das sporadisch zwischendurch geprüft wird und man durchaus mal vier Tage Sturmflut mit Schreiben überbrücken kann.
Heißt dann aber auch, dass wenn es die Firma oder das Programm mal nicht mehr gibt, man irgendwann nicht mehr an seine Daten rankommt. Und das sind nicht Microsoft oder Sony, die vermutlich nie pleitegehen, sondern ein eher kleines Unternehmen.  Und ich soll meine Manuskripte und Datenbanken einem Programm mit geschlossenem, womöglich noch chiffriertem Speicherformat anvertrauen, bei dem ich nie weiß, ob ich nächstes Jahr noch wieder an das Zeug rankomme? Mal ganz ehrlich, da kann ich ja gleich nach /dev/null speichern, da weiß man wenigstens, was man hat.

Mann, wie schade! Das sah echt nützlich aus und ich war soooooo kurz davor, es zu kaufen. Aber unter solchen Umständen – nicht mit mir! Vielleicht sollte man einfach mal akzeptieren, dass Richard Stallman eben doch kein Fanatiker ist, sondern recht hat. Und zwar mit allem, was er sagt. Damn!


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Berni
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BeitragVerfasst am: 05.04.2018 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Mika hat Folgendes geschrieben:

Ich meine aber mal von Pütchen gelesen zu haben, dass Sie alle paar Wochen (?) eine Internetverbindung brauchte, um Papyrus zu nutzen. Das war aufgrund der Weltumsegelung ja manchmal nicht so einfach mit dem WWW. wink

Ich denk also, dass das sporadisch zwischendurch geprüft wird ...


Ich halte das für sehr unwahrscheinlich! Das sollte also kein KO-Kriterium sein. Im Zweifel lässt sich das aber auch beim Entwickler erfragen. Wink

Wenn ich Papyrus als Linux-User nutzen wollte, dann würde ich persönlich auf eine virtuelle Windows-Maschine setzen.
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BirgitJ
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BeitragVerfasst am: 05.04.2018 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Ich denk also, dass das sporadisch zwischendurch geprüft wird und man durchaus mal vier Tage Sturmflut mit Schreiben überbrücken kann.
Heißt dann aber auch, dass wenn es die Firma oder das Programm mal nicht mehr gibt, man irgendwann nicht mehr an seine Daten rankommt.


Wenn die Firma morgen pleite geht, läuft dein Payrus immer noch, nur Updates wird es nicht mehr geben. Außerdem kannst du deine Dateien in allen möglichen anderen Formaten abspeichern, wenn du dem Programm nicht traust. Und sie dann mit anderen Programmen wieder öffnen. Man kann sich das Leben mit Bedenken über Bedenken auch schwer machen.

Ich bezweifle auch, dass Papyrus alle paar Tage ans Netz gehen will.


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Mika
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BeitragVerfasst am: 06.04.2018 10:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, ich wollte sicher keine Zweifel säen, ich weiß das absolut nicht genau - deswegen schrieb ich, dass ich meine, das mal gelesen zu haben. wink Aber eventuell weiß Pütchen selbst das noch. Wahrscheinlich vertue ich mich auch.
Also bitte bitte erst ernsthaft erkundigen - und notfalls bei Papyrus selbst erfragen, die sind supernett und geben sicher gerne Auskunft.

Ich persönlich will nie wieder ohne dieses Programm sein und ich liebe liebe liebe es und schließe es abends in meine Gebete ein, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich schreib ständig damit, online/offline, zuhause, im Garten, sonstwo - aber für mich erfüllt es eben genau das, was ich brauche. Zu den Punkten selbst kann ich leider wenig beitragen, nur...

1. arbeite nicht mit Linux

2. also man kann gewisse Dinge einstellen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das in dieser Form so möglich ist. Ich hab mir den Zeitstrahl ein bisschen so gepuzzelt, wie es für mich Sinn macht; aber ich hab auch ein normales Zeitsystem. Glaub in deinem Fall würde der an seine Grenzen stoßen.

3. Papyrus kann glaube echt extrem viele Formate und da hatte ich noch nie Probleme, auch beim Konvertieren von anderen Formaten nicht. Doc, Pap, Txt, whatever... bisher wäre mir nichts Negatives aufgefallen, aber ich benutz auch nicht so viele verschiedenen Formate. Systemabstürze werden durch unzählige im Hintergrund laufende Backups gut abgefangen. Das Teil speichert ständig.

4. Ich hab zu Beginn meine WM-Version mit einem Klick in Normseiten umgewandelt. Seitdem schreibe ich nur noch im Normseitenformat. Funktioniert bestens.

5. Hab ich keinen Vergleich, aber ich find, sie sehen aus wie normale PDFs. *g* So wie sie sein sollen.

6. Nicht lange, ist meines Erachtens recht selbsterklärend. Dazu gibt es ein Supportforum und - was jetzt für dich glaub nicht in Frage kommt - eine FB-Gruppe, in der man schnelle Hilfe bekommt, wenn man mal was wissen will. Also ich hatte keine Probleme damit.

7. Also ich spür überhaupt keine Ketten als Benutzer, es ist einfach nur ein tolles Programm, in das die Entwickler viel Arbeit gesteckt haben. Für diese Arbeit find ich das Ganze sogar tatsächlich fast zu günstig - ohne mich beschweren zu wollen. *lol*

Letztendlich hab ich persönlich den Kauf nie bereut, aber ich hab eventuell auch einfach ganz andere Ansprüche. Mir erleichtert das Teil meinen Schreibflow mit den Funktionen (was jetzt zum Beispiel die Szenen/Kapitelgliederung angeht, die Synonymdatenbank, Figurendatenbank (anpassbar), Dudenkorrektor, Stilanalyse, diverse andere Funktionen...). Aber ich hab das jetzt auch noch nie benutzt, um ebooks zu erstellen oder sowas. Ich schreib damit einfach bloß.


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BeitragVerfasst am: 07.04.2018 21:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
5. Hab ich keinen Vergleich, aber ich find, sie sehen aus wie normale PDFs. *g* So wie sie sein sollen.
Ich glaub, das war missverständlich formuliert. Ich meinte nicht, ob Papyrus PDFs der Normseiten produziert und wie das aussieht, sondern, ob es aus der Normseitenversion ein buchdruckreifes PDF erstellen kann, also den Text professionell setzt, so wie z.B. LaTeX das tut. Ob ich eine PDF Version erhalte, die ich zu einer Druckerei schicken könnte und als Buch drucken lassen, das dann auch wie ein professionell gesetztes Buch aussieht, nicht wie irgendein mit einer wysiwyg-Textverarbeitung wie Word oder LibreOffice zusammengefrickeltes Zeug, wo jeder, der ein bisschen von Typographie versteht, sofort die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Denn das ist das Killerfeature, dass mich LaTeX hat lernen lassen und das ich daran so schätze. Nur dass LaTeX eben ausschließlich für Druck auf Papier gemacht ist und keine eBooks kann. Einer der Gründe, weshalb auch viele Verlage mittlerweile von LaTeX weggehen. Wenn ich das auch tue, will ich aber einen Ersatz, der mindestens das gleiche leistet und mehr. Wenn man bedenkt, dass TeX schon in den späten Siebzigern entwickelt wurde, sollte das heutzutage technisch durchaus möglich sein. Daher die Frage: Leistet Papyrus das, oder ist es letztendlich auch nur eine um Sonderfunktionen bereicherte What-you-see-is-what-you-get-Textverarbeitung?

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BeitragVerfasst am: 08.04.2018 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo V.K.B.

Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Du die Zielsetzung eines Programmes wie den Papyrus-Autor nicht richtig einordnest.
Solchen Programmen geht es nicht primär um die Erstellung sauberer Print- oder E-Book Vorlagen für den Druck bzw. die Veröffentlichung auf den entsprechenden Plattformen. Diese Anforderung solltest (und musst) Du hier also gar nicht stellen.

Einem Programm wie Papyrus-Autor geht es vordringlich um die Organisation des Schreibens von längeren belletristischen Texten. Zur Verwaltung, Planung und Ausführung eines solchen Projekts stellt es geeignete vorgefertigte Funktionen zur Verfügung. Diese Spezialisierung macht es für den Anwender einfacher, sein Projekt zu organisieren, als "normale" Schreibprogramme wie Word oder Libre-Office das können.
Als normaler Anwender von Libre-Office (wie ich es einer bin, weil ich unter Linux arbeite und nicht ständig in irgendeine Windows-Applikation "switchen" will) muss ich mir mein Projektmanagement hingegen jeweils selbst zusammenstellen, ein Aufwand, den der Anwender von Papyrus-Autor oder ähnlichen Programmen wie Patchwork oder Scrivener nicht treiben muss.

Die Ausgabe- und Exportfunktionen von Papyrus-Autor (und ähnlichen Autoren-Programmen) sind sicher nicht schlecht, werden aber niemals ein ordentliches Layout- oder Textsatz-Programm ersetzen können.
Für den die Druckvorbereitung im Print-Bereich bist Du mit LaTeX also hervorragend aufgestellt. Besser geht es nicht, denke ich. Damit (oder einem Layout-Programm Deiner Wahl) wirst Du auch Deine mit Papyrus-Autor erstellten Texte überarbeiten müssen, wenn Du eine gute Vorlage an eine Druckerei senden willst.

Bei E-Books sieht das alles ganz grundsätzlich anders aus. Da gibt es keine fixen Druckvorlagen, sondern es müssen flexible Vorgaben gemacht werden. Die Aufgaben eines guten Programms zur Konvertierung und Erstellung von E-Books sind deshalb in einigen Fragestellungen sehr verschieden von dem, was normalerweise ein Textsatz-Programm zu leisten hat.
Hier geht es weniger um schöne Schriften, Satzspiegel, Schusterjungen und Ähnliches, denn E-Books müssen variabel sein, um auf völlig unterschiedlichen Ausgabegeräten und Formaten lauffähig zu sein.

E-Books sind letztendlich ja vereinfachte Webseiten und ihre Erstellung und Gestaltung wird daher nur mit Methoden des Webdesigns erfolgreich sein.
Wenn man hier eine gute Qualität erzeugen will, sollte man also ein dafür spezialisiertes Programm benutzen.
Einen kurzen Einblick in die Problematik der E-Book-Gestaltung gibt dieser (auf das Programm Adobe InDesign bezogene) Artikel: *Tipps und Tricks für gelungene E-Books im EPUB-Format*

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 09.04.2018 11:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Merlinor,
danke für den eBookartikel, ich hab ihn noch nicht komplett gelesen (mache ich heute Abend) aber er sieht auf jeden Fall hilfreich aus.
Ja, vielleicht habe ich zu hohe Ansprüche. Wenn ich schon ein proprietäres Windows-Programm auf meinem Linux laufen lasse, dann muss es schon die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau sein.

Zitat:
Die Ausgabe- und Exportfunktionen von Papyrus-Autor (und ähnlichen Autoren-Programmen) sind sicher nicht schlecht, werden aber niemals ein ordentliches Layout- oder Textsatz-Programm ersetzen können.
Hier frage ich mich, warum. Ernsthaft. TeX wurde bereits in den Siebzigern entwickelt, also vor etwa ziemlich genau 40 Jahren. Von technischer Seite her sollte es also kein Problem sein. Und wenn nicht das Rad neu erfinden, hätte man LaTeX oder ein anderes TeX-Derivat doch einfach integrieren können.

Zitat:
Für den die Druckvorbereitung im Print-Bereich bist Du mit LaTeX also hervorragend aufgestellt. Besser geht es nicht, denke ich. Damit (oder einem Layout-Programm Deiner Wahl) wirst Du auch Deine mit Papyrus-Autor erstellten Texte überarbeiten müssen, wenn Du eine gute Vorlage an eine Druckerei senden willst.
"Überarbeiten" sieht für mich hier erstmal nach einer Menge Arbeit aus. Fängt wahrscheinlich schon damit an, dass man jede Kursivstellung durch ein \emph{Kursivstellung} ersetzen muss. Oder kann zum Beispiel Pandoc das? Ich habe es bisher nur andersrum ausprobiert, LaTeX in Oasis wandeln, das Ergebnis ist grottig. Vielleicht geht es andersrum ja besser und ich muss nur noch die Präambel im LaTeX-Dokument ändern/verbessern? Muss ich mal ausprobieren.

Die Sonderfunktionen zur Organisation und Planung von Papyrus sind nützlich, zweifelsohne. Aber das habe ich bisher mit Kabikaboo auch hinbekommen. Ich möchte halt nicht ein Umarbeitungsproblem gegen ein anderes tauschen, wenn ich umsteige, sondern suche etwas, das mir die Arbeit wirklich erleichtert.

Grüße,
Veith


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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 09.04.2018 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Veith,

ich habe den thread (in meiner Mittagspause) jetzt zwar nicht komplett gelesen und weiß nicht wirklich, was andere empfohlen haben. Ich bin der Meinung, dass Papyrus die Bedürfnisse eines Schriftstellers im Großen und Ganzen abdeckt, indem er z.B. die berühmte Normseite auf Knopfdruck (parallel) zur Verfügung stellt (du kannst also immer sehen, wie viele Seiten du bereits geschrieben hast). Ebenso gibt es verschiedene Formate zum Veröffentlichung als E-Book.

Der Ansatz von Papyrus ist (denke ich), dass du dich während des Schreibens nicht mit Formatierungsproblemen auseinandersetzen sollst, sondern dass der Text zum geeigneten Moment in die gewünschte Formatierung umgewandelt wird. Ich komme zwar auch aus der Unix Welt (d.h. aus der Informatikersteinzeit), aber LaTeX würde ich zum Romanschreiben nun auf keinen Fall empfehlen. Das Drucken kann man getrost den Druckereien überlassen. Für Verlage genügt der Input als Normseite. Dass man alles "machen kann" ist nicht immer ein Vorteil.

Papyrus ist relativ teuer (auch der Update). Seine Stärke ist wohl die Stilanalyse - wobei diese auch zur "Geisel" werden kann -- nein, du als Autor kannst zur Geisel dieser Stilanalyse werden. Der Zeitstrahl und die Personendatenbank gefallen mir nicht so besonders. Die Stilanalyse ist trotz allem OK. Den hidden text finde ich ganz gut, die Sprechblasen als Kommentare ebenso. Das regelmäßige Sichern z.B. in die Cloud ist super. Man kriegt es gar nicht mit. Umwandlung in PDF etc., Wortwiederholungen, konfigurierbare Stilanalyse - auch voreingestellt je nach Textart und in verschiedenen Stufen. Grafische Einfärbung der wörtlichen Rede.

Also aus meiner Sicht: Empfehlenswert.
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 09.04.2018 14:10    Titel: Antworten mit Zitat

Merlinor hat Folgendes geschrieben:
Die Ausgabe- und Exportfunktionen von Papyrus-Autor (und ähnlichen Autoren-Programmen) sind sicher nicht schlecht, werden aber niemals ein ordentliches Layout- oder Textsatz-Programm ersetzen können.
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
… Hier frage ich mich, warum ...



Hallo V.K.B.

Gute Layout-Programme und Textsatzprogramme sind ja jeweils für sich schon ziemlich dicke Brocken mit sehr vielen speziellen Funktionalitäten und Möglichkeiten. Es arbeiten große Gruppen von Entwicklern an deren Programmierung und steten Verbesserung. Das ist im OpenSource-Bereich nicht anders, als in den proprietären Softwareschmieden.
Selbst wenn man sie ohne Schwierigkeiten an ein Schreibprogramm anhängen könnte (was ich bezweifle), müssten sich die Entwickler auf ein solches Vorgehen auch untereinander und mit den Entwicklern der Schreibprogramme einigen wollen und das auch können und dürfen.

Selbst im reinen OpenSource-Bereich ist das schon nicht einfach: Ich habe das bei den beiden Mal- und Zeichenprogrammen MyPaint und Krita erlebt, wo ich seit Jahren darauf warte, dass die geniale Pinsel-Engine aus dem einfachen Malprogramm MyPaint in das ansonsten ungleich mächtigere und ausgefeiltere Zeichen- und Malprogramm Krita übernommen wird.
Beide Programme sind OpenSource und die Entwickler aus beiden Fraktionen haben wohl auch schon wiederholt darüber diskutiert, aber die Umsetzung wäre arbeits- und zeitaufwändig gewesen und so fanden sich bis heute keine Programmierer, die sich auch konkret an die Ausführung setzen wollten.

Bei Papyrus-Autor, als proprietärem Programm, kommen zusätzlich noch eventuelle Lizensierungskosten dazu, bzw. rechtliche Probleme bei einer Mischlizensierung von proprietären Programmteilen mit den OpenSource lizensierten Teilen, falls man diesen Weg versuchen wollte. Das alles ist schon rein rechtlich gesehen ein nicht einfaches Feld und es müssen alle Beteiligten diese Fragen eben auch lösen wollen.

Kurz: Es ist, wie es ist … Die Eierlegende Wollmilchsau wirst Du nicht finden. *Papyrus-Autor* ist ein sehr gutes Programm zur Organisation eines belletristischen Schreibprojekts, angefangen mit der Recherche, über die Plotentwicklung und Gliederung hin zum Schreiben, zur sprachlichen Ausarbeitung und Kontrolle des Textes. Das ist seine große Stärke und auch seine Zielsetzung.
Seine Exportfunktionen sind mit Sicherheit sehr brauchbar, aber bieten nicht die ausgefeilte Funktionalität von professionellen Layout- Textsatz- und Konversionsprogrammen. Wie sollten sie auch?

Aber schau Dir doch einfach einmal die Demo an. Vielleicht genügt das Programm ja in den wesentlichen Zügen bereits Deinen Anforderungen, oder liefert zumindest eine brauchbare Grundlage für eine einfache Überarbeitung. Zumindest im E-Book-Bereich könnte ich mir das durchaus vorstellen.
Pack das Ding in einen virtuellen Container und spiele ein bisschen damit herum ... smile

LG Merlinor


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BeitragVerfasst am: 09.04.2018 21:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Merlinor hat Folgendes geschrieben:
Pack das Ding in einen virtuellen Container und spiele ein bisschen damit herum ...
Hab ich ja schon gemacht, bevor ich diesen Thread eröffnet habe. Weil ich einerseits von einigen Funktionen sehr begeistert war, dann aber da meine Aversion gegen proprietäre Software ist und gegen Fremdprogramme, die sich nicht richtig ins Betriebssystem einfügen lassen. Falls die endlich mal ne native Linux-Version rausbringen, denk ich nochmal drüber nach. Ich hatte bei der Demo auch den Eindruck, dass einiges nicht funktioniert. Zum Beispiel wenn ich in Normseiten für Verlage umwandeln will, stehen da die Kommentare wie Szenenbeginn immer noch drin, obwohl ich angeklickt hatte, die rauszunehmen. Keine Ahnung, ob das an der Demoversion oder an wine liegt.

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
aber LaTeX würde ich zum Romanschreiben nun auf keinen Fall empfehlen
Interessant, wie verschieden Bedürfnisse sind. Ich schreibe immer mit LaTeX und finde es einfach klasse. Ich muss mich um nichts kümmern, verschwende überhaupt keinen Gedanken an Formatierungen (bis auf ein paar Kapitel- oder Kursivmarker, oder Leerzeilen nach größerem Abnsatzumbruch) und tippe einfach meinen Text runter, lasse das irgendwann durch den Compiler laufen (macht mein Editor sogar von selbst und hat ein zuschaltbares Preview-Fenster) und habe ein perfekt gesetztes Schriftbild. Wenn ich was daran ändern will, muss ich nur an der Präambel (Textkopf) herundoktern und keinerlei Formatierungen im Text selbst ändern. Das ist einfach ein Schreibkomfort, den keine Textverarbeitung auch nur ansatzweise bietet. Vielen ist LaTeX zu kompliziert und die glauben, man müsse jeden Buchstaben von Hand setzen. Aber das ist nicht so. Man könnte es nur, wenn man wollte. Ist vielleicht ähnlich wie die Angst vor der Linux-Konsole und den grenzenlosen Umgestaltungsmöglichkeiten des Systems, das schreckt auch immer noch viele Nutzer ab. Die nicht sehen, dass man nur einen Riesenpool an Profiwerkzeugen mitbekommt, die der normale User aber getrost ignorieren kann, weil er sie für das, was er macht, eben gar nicht braucht und daher auch nicht benutzen muss. Mit LaTeX ist das ähnlich. Ich nutze vielleicht 5% der möglichen Funktionen, wenn überhaupt, aber mehr brauche ich auch nicht. Ich kenne die Befehle, die ich brauche, der Rest interessiert mich als Autor nicht und drängt sich auch nicht auf. Und da alles eben über in den Text geschriebene Befehle läuft, muss ich mich nichtmal durch ellenlange und komplizierte Menüs wühlen, wie z.B. bei LibreOffice. Kurzum, ich bleibe dabei, es gibt für mich keinen höheren Schreibkomfort. Außer vielleicht ein reiner Texteditor mit den Sonderfunktionen von Papyrus und LaTeX-Unterstützung. Aber da heißt  es wohl: Träum weiter, Veith.

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