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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Arabeske


 

 
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Feire Fiz
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 64
Beiträge: 58
Wohnort: Görlitz


BeitragVerfasst am: 14.01.2017 18:21    Titel: Arabeske eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Arabeske
 
 
Als ich in einem Küstenstadtcafé in fremdem Land
Die Speisekarte überflog mit federleichter Hand
Mein Rätsel in die flamboyante Zeichenspur gebannt
Die Buchenstäbe als mein eignes Los geworfen fand
Da sprang aus Zungenbrecherstein aus Konsonantkrokant
Mir ein geheimes Knistern zu wie Perlmutt bricht zu Sand
So fein als trüg es in sich aller Klanggeschmäcker Band
 
Des Herzens Puls – wie er durch meine Regung tönte – schien
In sattem Donner vor dem leisen Blitzen zu entfliehn
So gab ich mich durch aller Zungen Endgericht dahin
Dem Knospenmund der Zeit dem zarten Nun der Zärtlichkeit
Dies wählt ich gern und hätt es als mein Leibgericht benannt
Und auf den Farbenfächer der Empfindung aufgespannt
Jedoch es zu benennen blieb der Schlüssel unbekannt
 
Noch müht ich mich es auszusprechen sann und suchte Sinn
Doch als der Mundschenk kam mußt ich ihm zeigen was ich bin
Du kommst mit altem Wein? sprach er: Die Braut die Königin
Verließ bereits das Fest - die Gäste wollen weiterziehn
Den alten Wein gibt man zuerst: Wer hat nun den Gewinn?
Die Antwort blieb ich schuldig - was der Meister mir verliehn
Nahm er in sich zurück - da steh ich nun - weiß nicht wohin - -
  
  
  [/img][/list]



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sato bandhum asati nir avindan
hrdi pratishya kavayo manisha
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5937
Wohnort: Irland
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BeitragVerfasst am: 14.01.2017 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das voll anstrengend zu lesen.
Die langen Zeilen mit immer den gleichen Reimen am Ende in jeder Strophe.
Ich halte diese Strategie nicht für leserfreundlich, aber auch nicht vorteilhaft für das, was du inhaltlich vermitteln willst.
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Feire Fiz
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 64
Beiträge: 58
Wohnort: Görlitz


BeitragVerfasst am: 15.01.2017 01:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es sind nur Jamben, also bezüglich der Metrik ist es ein Kinderspiel.
Was die Haufenreime erschweren sollen, weiß ich nicht. Sie sind das eigentlich "arabeske" Stilmittel. Wenn man die Verse mit Mittelzäsuren halbiert, wird es eine Ghasele.
Aber so furchtbar lang sind die Verse nun auch wieder nicht, es gibt wesentlich längere.
 
Schon die Symmetrie bemerkt?


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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 553
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 30.01.2017 00:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde das nicht anstrengend zu lesen, nein, im Gegenteil: Es ist kunstvoll, eine Arabeske eben, die mich erinnert an die maurischen Kleinode in der Alhambra von Granada.

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Feire Fiz
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 64
Beiträge: 58
Wohnort: Görlitz


BeitragVerfasst am: 30.01.2017 10:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich grüße Dich, HerbertH!
 
Danke, ja.
Wichtig gerade bei diesem Stück ist: Die "Schwierigkeiten" des lyrischen Ichs, das um sprachlichen Ausdruck für Unaussprechliches ringt, nicht dem Leser aufzubürden. In der Tat sagt der binnengereimte Waise, ich meine den mittlersten Vers der mittleren Strophe, deutlich, was das lyrische Ich meint. In der ersten Strophe davor ist es eigentlich schon mitgeteilt, daß der "Leser" in den "Buchenstäben" seines eigenen Lebens liest.
 
Daß es "alter Wein" ist, den er hier findet - wer würde ihn dafür verachten.


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