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Die Rosen


 

 
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 40
Beiträge: 271
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 12.05.2015 22:15    Titel: Die Rosen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Neue Version »

Er stützte sich auf seinen Spaten. Kleine Schweißperlen rollten seinen Nasenrücken herunter und das Atmen fiel ihm schwer. Sein Blick wanderte zum Himmel. Die Wolken schoben sich zu einem dunklen Ungetüm zusammen und drohten sich bald zu entleeren.                                                                                                   
Er sollte sich beeilen, wenn er nicht nass werden wollte.                                                                                                                 
Die frische Erde zu seinen Füßen verströmte diesen speziellen Geruch - wie modriges Laub - und ließ noch die Größe des Lochs erahnen, das er mühsam gefüllt hatte. Er hatte noch gerade genug offen gelassen, für den Wurzelballen des Rosenstrauchs, der neben ihm im Dreck lag.
Sie liebte diese Rosen.                                                                                                                                                                                  
Er sah noch immer ihren entsetzten Blick, als er verkündet hatte, diese dämlichen Rosen platt zu machen. » Ich bleibe immer an den Dornen hängen, wenn ich in den Schuppen will! «
» Rosen haben nun einmal Dornen! « Sie hatte die Worte hervor gepresst, als wären sie eine Erklärung für alles. Dabei hatte ihre Unterlippe gebebt, wie immer, wenn sie sich aufregte. Es hatte eine Zeit gegeben, da war ihm an ihr nichts verführerischer vorgekommen.                                                                              
Er richtete sich auf und warf den Spaten zur Seite, dann packte er den Rosenstrauch. Die blutigen Striemen, die die Dornen auf seinen Händen hinterließen, ignorierte er. Er platzierte den Strauch und schob mit seinem Fuß die lockere Erde gegen die Wurzeln.                                                                                                                
Nachdem er sicher war, dass die Rosen festen Halt hatten, trat er einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk – sie hatte ihre Rosen!
Die ersten Regentropfen fielen auf sein Gesicht. Er schloss die Augen und ließ sie seine erhitzten Wangen kühlen, dann nahm er seinen Spaten und brachte ihn in den Schuppen.

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sohndeslupus
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 29
Beiträge: 190
NaNoWriMo: 25495



BeitragVerfasst am: 12.05.2015 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Freut mich dich so schnell nach deiner Vorstellung hier im Einstand zu sehen.

Gerne gebe ich dir eine kurzes Feedback zu deinem Text.

Mein erster Eindruck: Du hast deinen Text im Griff.
Ich finde es gut geschrieben, sehr angenehm zu lesen.

Ist das ein Textfragment aus einer Geschichte oder ein eigenständiger Text? Wenn es eine Kurzgeschichte ist, dann ist mir der Schluss nicht ganz klar.

lg
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 40
Beiträge: 271
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 12.05.2015 23:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke^^
Ich habe die ganze Zeit hin und her überlegt, ob es etwas dreist ist, gleich etwas rein zusetzten, aber Geduld zählt wohl nicht zu meinen Tugenden Embarassed  (ein weiterer Beweis dafür, dass ich auch gleich antworte ^^)

Wie ich schon bei meiner Vorstellung erwähnt habe, sind meine Texte zur Zeit kleine Schreibübungen. Vielleicht entwickelt sich daraus noch etwas, aber darauf möchte ich mich noch nicht festlegen.
Ich habe erst überlegt, ob ich etwas im Vorfeld dazu schreiben sollte, entschied aber, den Text erst einmal wirken zu lassen, bevor ich eine Erklärung abgebe.
In diesem Fall soll das Ende tatsächlich offen bleiben, und jedem seine eigene Deutung überlassen. Mein Mann fand es z.B. sehr nett, dass der Mann die Rosen für seine Frau umgepflanzt hat, obwohl er den Strauch nicht leiden konnte. Eine Freundin vermutete, dass die Frau ebenfalls darunter liegt.

Sollte ich trotzdem das Ende noch einmal überarbeiten?
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Nachtmeister
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 37
Beiträge: 21
Wohnort: Eine weit, weit entfernte Galaxie...


BeitragVerfasst am: 12.05.2015 23:27    Titel: Re: Die Rosen Antworten mit Zitat

Schöner Text.
Er ist nicht mit  Hilfsverben gefüllt oder zu umständlich formuliert.
Auch die übermäßige Verwendung von Adjektiven ist nicht vorhanden.

Er liest sich schon sehr gut, gibt nicht unbedingt eine Stimmung vor und lässt den Leser somit etwas neutralen Raum.

Ich persönlich habe den Eindruck, dass der namenlose Prota Seine Frau bzw. Freundin hier begraben hat.
Zu diesem Schluss komme ich aber nur aufgrund der aufziehenden Wolken, die Erinnerung an ihre Wesenszüge aber vor allem durch diese Textstelle:

Lilly_Winter hat Folgendes geschrieben:
- und ließ noch die Größe des Lochs erahnen, das er mühsam gefüllt hatte. Er hatte noch gerade genug offen gelassen, für den Wurzelballen des Rosenstrauchs, der neben ihm im Dreck lag.


Es ist Stilfrage wie weit man eine Stimmung vorgibt und ob man den Leser emotional dirigieren möchte oder nicht.

Solltest du wollen, dass das Bild von begraben entsteht und den Leser in eine gewisse emotionale Verfassung dirigieren, dann könnte man das natürlich durch ein paar Umformulierungen erreichen.

Interessanter Einstieg, freue mich auf mehr von dir.
 Daumen hoch


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Jack Burns
Geschlecht:männlichReißwolf

Alter: 51
Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 12.05.2015 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lilly Winter,

Schöner Einstand. Der Text gefällt mir gerade wegen seiner nicht erklärenden Weise.

Zitat:
Mein Mann fand es z.B. sehr nett, dass der Mann die Rosen für seine Frau umgepflanzt hat

 Very Happy  Tja, so kann man es auch sehen - wenn man Sonnenschein im Herzen trägt.
 Für mich setzt schon dieser Satz den richtigen Akzent:
Zitat:
Die Wolken schoben sich zu einem dunklen Ungetüm zusammen und drohten sich bald zu entleeren.

Da weiß ich, als erfahrener Horror-Leser, was die Stunde geschlagen hat.
Du baust eine Stimmung auf, die auf die richtige Spur lenkt, ohne es deutlich zu sagen: Das zeugt von gutem Gespür, wie ein Text wirkt.

Kleine persönliche Anmerkungen:
Zitat:
Kleine Schweißperlen rollten seinen Nasenrücken herunter und das Atmen fiel ihm schwer.

Wenn Du die Sätze trennst und ent-niedlichst, verstärkt sich der gehetzte und düstere Ton:
Das Atmen fiel ihm schwer. Schweißperlen tropften von seiner Nasenspitze.
Zitat:
Er sollte sich beeilen, wenn er nicht nass werden wollte.

könnte man um den Teilsatz reduzieren. Muss nicht erklärt werden und es ergäbe sich wiederum eine Mehrdeutigkeit.
Zitat:
Die frische Erde zu seinen Füßen verströmte diesen speziellen Geruch - wie modriges Laub - und ließ noch die Größe des Lochs erahnen, das er mühsam gefüllt hatte.

Das "mühsam" könnte verschwinden - das wird schon vorher klar.
Zitat:
Er hatte noch gerade genug offen gelassen,

Das weicht vom Sprachstil ab. Zu umgangssprachlich.
Zitat:
Sie liebte diese Rosen

An dem Punkt wäre ein Ansatz, um es für den Leser einfacher machen, wenn Du es willst. In den Plusquamperfekt gesetzt, würde es schon auf die grausige Wahrheit hindeuten.
 
Zitat:
Er platzierte den Strauch und schob mit seinem Fuß die lockere Erde gegen die Wurzeln.

"platzierte" klingt irgendwie... nicht schön. Und muss die Erde nicht über die Wurzeln? (Bin kein Gärtner)
Zitat:
Nachdem er sicher war, dass die Rosen festen Halt hatten
,
Da könnte man besser genau schildern was er tut. z.B: vorsichtig am Stamm wackeln oder so.
 
Zitat:
sie hatte ihre Rosen!

AUch eine Möglichkeit, deutlicher zu werden: Jetzt hatte sie ihre Rosen. Wie gesagt: Für mich nicht notwendig.

Schöne Kurzgeschichte.

Grüße
Martin


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Wegbegleiter
Gänsefüßchen


Beiträge: 46
Wohnort: Chemnitz


BeitragVerfasst am: 12.05.2015 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Exzellente Geschichte. Auch ich kam zum Ergebnis. Die Frau ist bereits gestorben. Wunderbare Freiheit für Assoziationen. Szenisch dich. Ich bin begeistert und wünsche mir mehr davon.

LG Wegbegleiter


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Wir befinden uns alle auf einem Weg. Nur. Manche bleiben stehen.
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 40
Beiträge: 271
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 13.05.2015 01:08    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Es freut mich, dass meine Geschichte Zustimmung findet.

@Martin: Danke für deine ehrliche Kritik! Deswegen bin ich hier.

Zitat:
Zitat:
Kleine Schweißperlen rollten seinen Nasenrücken herunter und das Atmen fiel ihm schwer.

Wenn Du die Sätze trennst und ent-niedlichst, verstärkt sich der gehetzte und düstere Ton:
Das Atmen fiel ihm schwer. Schweißperlen tropften von seiner Nasenspitze.


Die Verniedlichung rührt wohl daher, dass ich an dieser Stelle an mein Sonnenscheinherz denken musste, wenn er im Garten arbeitet. Sein Nasenrücken fällt mir dabei immer als erstes auf ^^ Ist anscheinend zu viel von mir mit eingeflossen, aber deine Lösung gefällt mir.

Zitat:
Zitat:
Sie liebte diese Rosen

An dem Punkt wäre ein Ansatz, um es für den Leser einfacher machen, wenn Du es willst. In den Plusquamperfekt gesetzt, würde es schon auf die grausige Wahrheit hindeuten.


Hier gefällt mir eigentlich die Zweideutigkeit. Sie könnte darunter liegen, sie könnte ihm aber auch teetrinkend beim Schuften zu sehen ^^

Zitat:
Zitat:
sie hatte ihre Rosen!

AUch eine Möglichkeit, deutlicher zu werden: Jetzt hatte sie ihre Rosen. Wie gesagt: Für mich nicht notwendig.


In einer anderen Version stand es so da, aber das war mir auch zu deutlich.

Die anderen Punkte lasse ich mir auch durch den Kopf gehen und werde mir meinen Text noch einmal zur Brust nehmen.
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 40
Beiträge: 271
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 13.05.2015 03:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Er stützte sich auf seinen Spaten. Das Atmen fiel ihm schwer. Schweiß tropfte von seiner Nase. Sein Blick wanderte zum Himmel. Die Wolken schoben sich zu einem dunklen Ungetüm zusammen und drohten sich bald zu entleeren.                                                                                                                            
Er sollte sich beeilen.                                                                                                                                            
Die frische Erde zu seinen Füßen verströmte diesen speziellen Geruch - wie modriges Laub - und ließ noch die Größe des Lochs erahnen, das er gefüllt hatte. Einzig eine Stelle, gerade noch groß genug für den Wurzelballen des Rosenstrauchs, der neben ihm im Dreck lag, blieb.
Sie hatte diese Rosen schon immer geliebt. Schon damals, direkt nach ihrem Einzug.
Er sah noch immer ihren entsetzten Blick, als er verkündet hatte, diese dämlichen Rosen platt zu machen. » Ich bleibe immer an den Dornen hängen, wenn ich in den Schuppen will! «
» Rosen haben nun einmal Dornen! « Sie hatte die Worte hervor gepresst, als wären sie eine Erklärung für alles. Dabei hatte ihre Unterlippe gebebt, wie immer, wenn sie sich aufregte. Es hatte eine Zeit gegeben, da war ihm an ihr nichts verführerischer vorgekommen.
Er richtete sich auf und warf den Spaten zur Seite, dann packte er den Rosenstrauch. Die blutigen Striemen, die die Dornen auf seinen Händen hinterließen, ignorierte er. Für einen Moment schien es, als würden sich die Wurzeln gegen die Enge wehren, aber dann glitten sie in das Loch. Mit seinem Fuß schob er die lockere Erde darüber. Seine Hand packte den Stamm und rüttelte an ihm. Ein Tropfen Blut löste sich. Fiel auf den dunklen Grund. Versickerte.
Nachdem er sicher war, dass die Rosen festen Halt hatten, trat er einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk – Jetzt hatte sie ihre Rosen!
Die ersten Regentropfen fielen auf sein Gesicht. Er schloss die Augen und ließ sie seine erhitzten Wangen kühlen, dann nahm er seinen Spaten und brachte ihn in den Schuppen.
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Papa Schlumpf
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 61
Beiträge: 374
Wohnort: Friedersdorf


BeitragVerfasst am: 13.05.2015 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Lilly,
interessante Sache das. Trotzdem möchte ich etwas anmerken.
Zitat:
drohten sich bald zu entleeren.
klingt ein wenig nach Toilette. Stimmt auch physikalisch nicht richtig. Ich drohte wohl lieber ein nahendes Unwetter an.
Weiter schreibst Du:
Zitat:
» Rosen haben nun einmal
Nein, haben sie nicht. Auch wenn Generationen von Poeten solches behaupteten, Rosen zieren Stacheln, Ausstülpungen der Epidermis, die im Spross nicht fest verwachsen sind. Ganz anders Kakteen, deren Dornen im Inneren der Pflanze entspringen. Der Gärtner weiß das, die meisten Kleingärtner auch. Darauf kommt es aber gar nicht an. Du beginnst den Satz mit "Rosen haben ...", den nächsten mit "Sie hatte ...", dann "Dabei hatte ...", "Es hatte ..." Ein Bisschen viel "haben" für einen Absatz, finde ich. Zumindest bekäme ich beim Vortragen dieses Absatzes gehörig Probleme.
Ich mag den Text. Gern gelesen.
P. S.


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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichEselsohr

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Beiträge: 271
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BeitragVerfasst am: 13.05.2015 19:41    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, Papa Schlumpf!

Das Bild einer Toilette soll natürlich nicht entstehen ^^

Das große Hattattatt ist mir gar nicht aufgefallen. In Gedanken formuliere ich schon um.

Zitat:
Rosen zieren Stacheln, Ausstülpungen der Epidermis, die im Spross nicht fest verwachsen sind. Ganz anders Kakteen, deren Dornen im Inneren der Pflanze entspringen.


Das wusste ich nicht Embarassed . Bringt mich aber auf eine neue Idee für den Dialog.  Danke!
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Papa Schlumpf
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 61
Beiträge: 374
Wohnort: Friedersdorf


BeitragVerfasst am: 13.05.2015 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Kein Problem. Dafür bin ich doch da. Schönes langes Wochenende!
P. S.


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Gefühlsgier
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Beiträge: 438



BeitragVerfasst am: 20.05.2015 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Lilly_Winter,

ich teile da weitestgehend die Meinung von P.S. über das ungewünschte Bild einer Toilette und die Verselbstverständlichung (ich habe eben nachgesehen, das Wort gibt es tatsächlich, worüber ich mir zuerst irgendwie echt nicht sicher war) von Dornen.

Ansonsten habe ich hier auch nichts zu beanstanden und freue mich, dass du ihn mit uns geteilt hast.

glg


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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichEselsohr

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Beiträge: 271
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 20.05.2015 13:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, Gefühlsgier, für deinen Kommentar.

Eine neue Version ist schon erstellt, ohne das Toilettenbild Laughing  Über das Dornenproblem habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, aber ich bin noch nicht ganz zufrieden, deshalb dauert es noch a bissl, bis ich sie hier rein stelle.


lg Lilly
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Larsson
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BeitragVerfasst am: 20.05.2015 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Lilly,

was Deinen Text angeht, mache ich es mir leicht und schließe mich meinen Vorpostern an - ansprechend geschrieben, finde ich, und die Stimmung gut eingefangen (bzw. heraufbeschworen).

Papa Schlumpf schrieb:
Zitat:
Weiter schreibst Du:
Zitat:
» Rosen haben nun einmal
Nein, haben sie nicht. Auch wenn Generationen von Poeten solches behaupteten, Rosen zieren Stacheln, Ausstülpungen der Epidermis, die im Spross nicht fest verwachsen sind. Ganz anders Kakteen, deren Dornen im Inneren der Pflanze entspringen. Der Gärtner weiß das, die meisten Kleingärtner auch.


Danke, P. S., für diese Richtigstellung! Ich hatte mich nicht getraut, darauf hinzuweisen, weil ich Angst hatte, für einen Klugsch... gehalten zu werden (der ich durchaus hin und wieder sein kann!). Aber als Biologe und Gärtner ziehe ich meinen Hut und bedanke mich für diese immer wieder nötige Korrektur.

Frohes Schaffen allerseits

Ralf
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Jack Burns
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BeitragVerfasst am: 20.05.2015 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lilly Winter,

Die "Dornenfrage" berührt ein Problem, mit dem ich mich in meinen Texten mich auch manches Mal herumschlage. Fachlich ist es natürlich korrekt, dass die Dinger als Stacheln eingeordnet werden.
Wenn ich einen Text schreibe, überlege ich an solchen Stellen: Wer weiß das, außer Biologen? Und schaffe ich nicht eine Verwirrung beim Leser, die ich an dieser Stelle nicht beabsichtigt hatte?

 Es gibt ja viele solcher wissenschaftlich unsauberen Bezeichnungen, die aber allgemein akzeptiert werden.
Die Rose und die Dornen gehören nach dem Empfinden der Meisten, einfach zusammen und klingt gewohnt. Bei einer Geschichte über Mord oder in einem Liebesgedicht könnte es unpassend und belehrend wirken, wenn der Leser mit der Nase auf diesen "Irrtum" gestubst wird. Passend wäre es, wenn aus der Perspektive eines Gärtners oder Botanikers erzählt wird.
Letztendlich, denke ich, sollte neben solchen Unsauberkeiten, bedacht werden, was der Text generell aussagen oder auslösen soll.

Ein anderes Beispiel, botanisch korrekt aber seltsam zu lesen: Anna hob die Melone vom Boden. Überraschenderweise war diese Beere leichter als erwartet.
Und man bedenke, dass unsere beliebtesten Beeren - eigentlich keine sind.

Also ich würde das unter Dichterische Freiheit einordnen.

Grüße
Martin


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Lilly_Winter
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BeitragVerfasst am: 20.05.2015 19:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

<<-- bedankt sich noch einmal für's lesen Embarassed


@ Martin: Vielen Dank für deinen Kommentar Very Happy

Zitat:
Wenn ich einen Text schreibe, überlege ich an solchen Stellen: Wer weiß das, außer Biologen? Und schaffe ich nicht eine Verwirrung beim Leser, die ich an dieser Stelle nicht beabsichtigt hatte?


Ich habe auch schon überlegt, ob die zwei aus meiner Geschichte einfach genauso unwissend bleiben sollen, wie ich es vor kurzem noch war. Zumal in einer abgewandelten Version die Frau ihren Mann korrigiert, als er Dornen sagt. Aber mal ehrlich, da kann ich auch gleich dazu schreiben, jetzt liegt sie halt drunter, weil sie ihn ständig verbessert Very Happy
 
Naja, ich arbeite weiter an dem Text.

Eine Rose ist eine Rose, ist eine Rose, ist eine Kopf an die Wand


lg Lilly
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Jack Burns
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BeitragVerfasst am: 20.05.2015 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
jetzt liegt sie halt drunter, weil sie ihn ständig verbessert

 Laughing


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Catalano
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Beiträge: 139



BeitragVerfasst am: 20.05.2015 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Habe den Text eben gelesen. Da kann man meiner Meinung nach nichts besser machen. Ist handwerklich sehr gut.
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Lilly_Winter
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Alter: 40
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BeitragVerfasst am: 20.05.2015 20:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Embarassed  Danke!
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