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Als Dopey auf dem Olli-Banjo-Konzert war


 

 
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Andi Fontäne
Schreiberling

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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 21.03.2012 17:03    Titel: Als Dopey auf dem Olli-Banjo-Konzert war eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Als Dopey auf dem Olli-Banjo-Konzert war

Wieder in der Bar. Die Jungs, langsame Musik und ein kühles Bier vor mir. Dopey erzählte gerade die Geschichte, wo er Olli Banjo getroffen hatte. Olli Banjo war damals ein talentierter Rapper gewesen. Der wirkliche Durchbruch gelang ihm nie, doch jedem Insider war er ein Begriff. Olli Banjo, der die Silben damals in den Takt presste, wie kein zweiter. Olli Banjo, der Rapper mit den unendlich ausgetüftelten Alliterationen.

Jedenfalls gab dieser Olli Banjo damals ein Konzert, in irgendeinem Kaff, das nahe genug an Dopeys Heimatstadt war, sodass er es sich leisten konnte, dorthin zu fahren. Dopey wollte Olli Banjo an diesem Abend seine Texte vorrappen. Den ganzen Vormittag hatte er damit zugebracht, vor dem Spiegel zu stehen und seine Zeilen und Rapbewegungen zu üben und zu optimieren.

Schließlich kam der Abend und Dopey machte sich auf den Weg. Allein. Denn Olli Banjo fanden wir alle scheiße. Er setzte sich also mit zwei Sixpack Bier in die hinterste Reihe im Bus und trat die zwei Stunden lange Fahrt an. Er war aufgeregt und kippte das erste Sixpack deswegen recht schnell runter. Er musste irgendwann sogar ziemlich pissen, sodass er an einer Haltestelle aus der geöffneten Türe herauspisste. Die Leute, die gerade einsteigen wollten, flüchteten sich zu einem anderen Eingang.
„Unerhört, der Mensch“, rief einer.
„Hat man so was schon mal gesehen?“
„Ihhhhhhhh, wie widerlich!“

Als die Tür dann wegen der Automatik zuging, musste Dopey im Bus weiterpissen, denn sein Pissstrahl war nicht im Stande, den Sensor zu unterbrechen. Die Pisse spritzte gegen die Scheibe und tausende kleiner Tropfen flogen durch den Bus. Die Leute sprangen in alle Richtungen und schrien empört, dem Unfug Einhalt zu gebieten.
„Fahrer, Fahrer, der pisst uns in die Gesichter, Fahrer!“
Doch der Fahrer kümmerte sich nicht darum. Er hatte selbst einen schweren Tag. Musste seine Route zu Ende bringen, und das pünktlich! Für Verspätungen konnte er sich dann wieder vor der Leitstelle rechtfertigen. Er konnte sich nicht um jeden Scheiß kümmern. Er fährt die Kiste nur. Und überhaupt – eigentlich war es ihm nicht unrecht, dass manche Leute mal ne ordentliche Ladung Pisse abbekamen. Die scheiß Ommas bezahlen fast immer mit Kleingeld. Das konnte er nicht leiden. Das machte den Zeitplan kaputt. Sollen sie ruhig angepisst werden, vielleicht würden sie morgen schon mit anderen Verkehrmitteln fahren. Ihm war es recht!

Dopey schloss den Hosenstahl und ging erleichtert zurück, zu seinem Platz. Das nächste Sixpack wurde angebrochen. Jetzt war er in der richtigen Stimmung. Olli Banjo konnte kommen. Er würde ihm seine besten, ausgesuchtesten Texte vorrappen, dass es ihm die Sprache verschlagen würde. Jawohl!

Eine Stunde später stand der Bus schließlich an der Endhaltestelle und öffnete die Türen. Aus der hintersten Türe schlich ein voll besoffener Dopey in Richtung… ja in welche Richtung? Das wusste er gar nicht, oder gar nicht MEHR. Völlig verwirrt sprach er Leute an:
„Hallo, wo geht’s denn hier zum Olli Banjo?“
„Zum wem?“
„Zu Olli Banjo, dem Rapper!“
„Für so etwas interessiere ich mich nicht!“
„ACH NEIN?“, schrie Dopey, „WARUM DENN NICHT? HABT IHR SCHON MAL GEHÖRT, WIE OLLI BANJO MEISTERLICH SEINE SILBEN SETZT? DAS MACHT SONST SO KEINER, IHR ARSCHLÖCHER!“
Die Leute machten um Dopey jetzt einen großen Bogen. Ihre Gesichtsausdrücke sagten soviel wie:
„Ihhh, was ist DAS denn für Mensch? Mit dem will ich NICHTS zu tun haben. Ich bin ein rechtschaffener Bürger, ich mach meinen Job und kümmere mich um meine Kinder, niemand kann verlangen, mich in meiner freien Zeit auch noch für SOWAS einzusetzen! Widerlich!“

Dopey lief also ziellos über den Bahnhofsplatz. Irgendwann stieg in ihm wieder die pure Freude auf, als er ein Plakat sah, auf dem Stand:

„Zum
OLLI - BANJO – KONZERT
Hier entlang….“

Dopey-D, hervorragender Punchline-Rapper, begab sich also auf den Weg zu Olli Banjo. Nur konnte er seinen Schritt nicht mehr richtig koordinieren. Die zwei Sixpacks hatten ihren Dienst getan und Dopey stolperte alle paar Schritte und fiel alle Nase lang gepflegt auf die Fresse.

Als der gute, alte Dopey dann am Eingang stand und der Türsteher in nicht reinlassen wollte, platzte er.
„WIE ICH BIN ZU BETRUNKEN? WAS SOLL DAS HEISSEN?“, schrie Dopey lallend, „ICH BIN ZWEI STUNDEN MIT DEM, ÄH, BUS HIERHIN…“
„Tut mir leid, Kumpel. Nächstes Mal kommst du besser nüchtern.“

Dopey flippte völlig aus. Er würgte dem Türsteher ein paar Zurechtweisungen rein:
„Riesiger, hässlicher Hurensohn“
Bis dieser dann kräftig zulangte und Dopey sich im Kiessand wiederfand.
„Mach, dass du hier wegkommst“, brummte der Türsteher.

Dopey stand auf, taumelte hin und her. Sein Schädel brummte. Der Typ hatte einen ordentlichen Schlag drauf, soviel stand fest. Er überlegte, ob er sich mit ihm anlegen sollte, wurde dann aber doch vernünftig. Gerade wollte er das Feld verlassen, da sah er einen roten Wagen vorfahren, aus dem zwei Leute ausstiegen und eilig in Richtung Eingang wetzten. Dopey erkannte einen von beiden, es war: Olli Banjo. Kaum zu glauben, dachte sich Dopey. Er ist es!
Dopey lief ihm entgegen, versuchte seine Bewegungen zu gut es ging zu kontrollieren.
„Hallo, äh, Olli Banjo?“, murmelte Dopey
„Keine Zeit, sorry“, winkte Banjo ab.
„Hey, Olli… ich, ich will dir…“
„Sorry, Homie, aber ich muss auf die Bühne.“
„EYYY“, schrie Dopey wütend und stellte sich ihm in den Weg, „ICH BIN AUCH RAPPER, KAPIERT?“
„Du bist n Rapper?“ Olli Banjo runzelte die Stirn.
„KLAR, MANN. ICH BIN RAPPER. ICH ZEIG DIR WAS, PASS AUF…“

Und Dopey entfachte eine Lawine aus Punchlines, haute sie Olli Banjo um die schokobraunen Ohren, doch dieser zeigte sich ganz unbeeindruckt.
„Alles klar, Mann. Ich muss dann mal…“
Und Olli Banjos Schritte gruben sich knirschend in den Kiesweg, Richtung Eingang.
„EY, DU PENNER“, schrie Dopey, „ICH ZEIG DIR MAL WAS…“
Dopey nahm Anlauf und sprang auf Olli Banjo. Dieser, von Dopey überrascht, kassierte zwei, drei Fäuste von Dopey. Doch sie taten ihm nichts, Dopey war schwach. Schließlich schleuderte Olli den armen Dopey herum und nun kassierte dieser Schläge. Aber von der ordentlichsten Sorte. Dann ließ Olli Banjo ab. Dopey lag mit dem Rücken im Kies, seine Fresse blutete den Kies voll. Banjo atmete schwer, stützte sich einen Moment ab, da ergriff Dopey die Chance und verpasste Banjo einen festen Tritt ins Gesicht. Er hörte Schädelknochen platzen. Angeblich. Dann nahm er die Beine in die Hand und rannte davon. Der Türsteher verfolgte ihn noch bis zu nächste Ecke, gab dann aber auf.

Das ist die Geschichte, wo Dopey auf dem Olli Banjo Konzert war. Zum Glück habe ich diesmal nicht zugehört. Hab sie schon zu oft von Dopey erzählt bekommen. Der gute, alte Dopey.

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Maestro
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BeitragVerfasst am: 21.03.2012 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andi,

???
Mehr fällt mir leider zu deinem Text nicht ein. Ich sehe keine Botschaft. Normalerweise werfe ich dann noch einen zweiten Blick auf den Text.
Hier tue ich das nicht, weil mir das Verhalten des Protas nicht nachvollziehbar ist. Als Satire zu lahm, und als Realität unvorstellbar.
Es tut mir Leid, aber ich kann mit diesem Text absolut nichts anfangen.
Ist nur meine Meinung, andere User mögen das anders sehen.

Gruß

Maestro


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George Orwell
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 21.03.2012 17:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die 'Botschaft' lautet:

Du sollst nicht richten deinen Pissestrahl gegen eines Busses Automatiktüre.
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Maestro
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Alter: 63
Beiträge: 399



BeitragVerfasst am: 21.03.2012 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Warum dann so ein langer Text?

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Memotone
Abc-Schütze


Beiträge: 6



BeitragVerfasst am: 21.03.2012 19:08    Titel: Re: Als Dopey auf dem Olli-Banjo-Konzert war Antworten mit Zitat

[quote="Andi Fontäne"]Als Dopey auf dem Olli-Banjo-Konzert war


Schließlich kam der Abend und Dopey machte sich auf den Weg. Allein. Denn Olli Banjo fanden wir alle scheiße.
Wenn du hier wir benutzt, dann heißt das, der Erzähler ist nicht mehr bei "Dopey" und kann folglich auch keine Geschichte mehr erzählen.

Er war aufgeregt und kippte das erste Sixpack deswegen recht schnell runter. Er musste irgendwann sogar ziemlich pissen, sodass er an einer Haltestelle aus der geöffneten Türe herauspisste.

Stilistisch wenig anregend. Hätte ich so geschrieben:
Dopey war aufgeregt und leerte eine Flasche nach der anderen, bis der Sixpack nach noch nicht einmal 15 Minuten leer war. Das viele Bier machte sich dann auch recht schnell bemerkbar und Dopey hatte das dringende Bedürfnis nach einer Toilette. Im Bus war keine, also entschied er sich dazu bei der nächsten Haltestelle einfach aus der geöffneten Bustür pinkelte.

Naja, ich hätte es wohl sowieso ganz anders geschrieben, aber das ist nunmal dein Stil.

„Fahrer, Fahrer, der pisst uns in die Gesichter, Fahrer!“
Doch der Fahrer kümmerte sich nicht darum. Er hatte selbst einen schweren Tag. Musste seine Route zu Ende bringen, und das pünktlich! Für Verspätungen konnte er sich dann wieder vor der Leitstelle rechtfertigen. Er konnte sich nicht um jeden Scheiß kümmern. Er fährt die Kiste nur. Und überhaupt – eigentlich war es ihm nicht unrecht, dass manche Leute mal ne ordentliche Ladung Pisse abbekamen. Die scheiß Ommas bezahlen fast immer mit Kleingeld. Das konnte er nicht leiden. Das machte den Zeitplan kaputt. Sollen sie ruhig angepisst werden, vielleicht würden sie morgen schon mit anderen Verkehrmitteln fahren. Ihm war es recht!


Die Rechtfertigung des Busfahrers, untätig zu bleiben ist doch schon sehr aus dem Ärmel gezogen. Und obendrein unlogisch. Kein Busfahrer fährt die Kiste einfach nur. Von der Leistelle bekommt er wahrscheinlich eher einen Anschiss, wenn alles nach Pisse stinkt und die Leute sich beschweren, dass er nichts unternommen hat...


Ihre Gesichtsausdrücke sagten soviel wie:
„Ihhh, was ist DAS denn für Mensch? Mit dem will ich NICHTS zu tun haben. Ich bin ein rechtschaffener Bürger, ich mach meinen Job und kümmere mich um meine Kinder, niemand kann verlangen, mich in meiner freien Zeit auch noch für SOWAS einzusetzen! Widerlich!“


Naja, Gesichtsausdrücke sind nunmal Ausdrücke. Und die können keine ganzen Sätze ausdrücken. Versuch das einfach zu beschreiben, sodass der Leser das Gefühl von angewiderten, entsetzten Menschen.

Wie auch immer.. Neben der Schreibweise, die mir so gar nicht gefällt, solltest du dir, bevor du anfängst zu schreiben eine Geschichte ausdenken. Mit einem Wendepunkt vielleicht. Mit irgendetwas, auf dass du hinauswillst. Ich verstehe den Sinn des Textes Nicht. Da kann ich Maestro nur zustimmen.
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 21.03.2012 21:02    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der AUFMERKSAME Leser wird schnell bemerken, dass es eine Binnengeschichte in einer Ich-Erzählung ist.

Aaalso... Ich sitze in der Bar und dann erzählt Dopey seine alte Geschichte und ich gebe dem Leser die subjektive Schilderungs Dopeys Abend wieder.

Man erkennt es an folgendem Satz:

(AAAAAACHTUNG!)



Zitat:
Wieder in der Bar. Die Jungs, langsame Musik und ein kühles Bier vor mir.


Vielleicht lest ihr die Geschichte einfach noch mal unter diesem Aspekt.
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Nicki
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BeitragVerfasst am: 21.03.2012 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Vielleicht lest ihr die Geschichte einfach noch mal unter diesem Aspekt.

Sorry, einmal ist genug. Ich kann mich leider nur meinen Vorrednern anschließen.


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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 21.03.2012 21:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Memotone hat Folgendes geschrieben:

Stilistisch wenig anregend. Hätte ich so geschrieben:
Dopey war aufgeregt und leerte eine Flasche nach der anderen, bis der Sixpack nach noch nicht einmal 15 Minuten leer war. Das viele Bier machte sich dann auch recht schnell bemerkbar und Dopey hatte das dringende Bedürfnis nach einer Toilette. Im Bus war keine, also entschied er sich dazu bei der nächsten Haltestelle einfach aus der geöffneten Bustür pinkelte.


Phrasenschwangeres Rumgesülze ohne den rechten Elan in der Sprache.
Das ist dein VERBESSERUNGSvorschlag?
Grüße
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Nicki
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BeitragVerfasst am: 21.03.2012 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Mal ehrlich: für welche Zielgruppe schreibst du so etwas? Das ich das nicht bin, ist schon klar, aber deine Motivation für diese Art von Text hätte ich doch gerne erfahren.

Zitat:
„Fahrer, Fahrer, der pisst uns in die Gesichter, Fahrer!“
Doch der Fahrer kümmerte sich nicht darum. Er hatte selbst einen schweren Tag. Musste seine Route zu Ende bringen, und das pünktlich! Für Verspätungen konnte er sich dann wieder vor der Leitstelle rechtfertigen. Er konnte sich nicht um jeden Scheiß kümmern. Er fährt die Kiste nur. Und überhaupt – eigentlich war es ihm nicht unrecht, dass manche Leute mal ne ordentliche Ladung Pisse abbekamen. Die scheiß Ommas bezahlen fast immer mit Kleingeld. Das konnte er nicht leiden. Das machte den Zeitplan kaputt. Sollen sie ruhig angepisst werden, vielleicht würden sie morgen schon mit anderen Verkehrmitteln fahren. Ihm war es recht!


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Hoody
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Wohnort: Alpen


BeitragVerfasst am: 21.03.2012 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Andi.
Olli Banjo hat schon was drauf. Aber mit diesen Zeilen hier hast du recht:

Zitat:
Der wirkliche Durchbruch gelang ihm nie, doch jedem Insider war er ein Begriff.

Wirklich  viele Leute kennen den Namen, aber noch niemand hat Banjo bisher gehört bzw., sie können keine Lieder zu ordnen. Na gut.


Ich lese schon lange deine Geschichten, zwar nur still und heimlich und du könntest dich tatsächlich ein wenig mehr ins Forum einbringen, aber immerhin lese ich sie und sie gefallen mir sogar immer irgendwie. Du bedienst dich in deinen vielen Geschichten immer andere Stilarten, daurm kann man dich deswegen nicht festhängen. Auch sind deine Ideen kreativ, lobenswert, aber in der Umsetzung zu verwirrend und nicht ausgereift. Hier wieder. Ich werde aus dem Text auch nicht so richtig schlau, aber sicherlich steckt dahinter eine gute Idee. Würde man diese besser an den Leser bringen, hast du meinen größten Respekt.
Natürlich soll der Leser immer ein wenig mitdenken, aber wenn er sich den Kopf zerbricht und einfach nicht auf die Antwort kommt, kann etwas nicht stimmen. Dann ist nicht der Leser schuld, sondern du, der Autor.
Der Text lässt also wieder sehr viel Raum für eigene Gedanken. Will der Autor den Zeigefinger heben, gleichzeitig einen Bierhals festhalten und zwei gekreuzte Zeigefinger hinter seinem Rücken verstecken? Was will der Autor uns zeigen? Das...
Alkohol keine Lösung ist? Dopey der neue Topname unter Junkies ist, Dope Altah. Oder willst du einfach zeigen, dass das Schicksal für jeden Menschen andere Pläne hat. Olli Banjo hatte in seinen früheren Zeit viel mit Drogen rumgespielt, vielleicht deswegen DOPEy? Aber er hat was erreicht und mehrere Alben rausgebracht. DOPEy hingegen ist noch ganz am Anfang, möchte Rapper werden, wahrscheinlich aus den Gründen, die der Busfahrer anspricht.

Zitat:
Doch der Fahrer kümmerte sich nicht darum. Er hatte selbst einen schweren Tag. Musste seine Route zu Ende bringen, und das pünktlich! Für Verspätungen konnte er sich dann wieder vor der Leitstelle rechtfertigen. Er konnte sich nicht um jeden Scheiß kümmern.

Weiß dopey vielleicht wie anstrengend das Leben ist, wie undankbar manchmal. Olli Banjo hat solche Probleme nicht. Er kann "gemütlich" auf Tour gehen, hat "viel" Geld, "viel" Freizeit - zumindest denkt dopey so? Dopey erzählt doch die Geschichte oder? Wieso spricht er sich selber an und berichtet es nicht aus der ICH-Perspektive? Ist Dopey sein Künstlername? Ist Dopey das Pseudonym und die Geschichte zeigt den kurzen "Showauftritt" in seinem Leben? Und so weiter. Man könnte sich da richtig reinsteigern. Oder willst du einfach zeigen, das Alkohol schlechter als Drogen sind? Oder das Türsteher immer sofort zuschlagen?
Vielleicht bin ich auch einfach zu blöde und sehe die Lösung nicht. Vielleicht einfach eine Olli Banjo Kritik.
Aber der Stil passt so weit. Klar, die Wiederholungen, die schlechten Dialoge (bzw., eher nur Einzeiler, die mit Anführungszeichen verschönert worden.) und der Lesefluß, der nicht fließen möchte, sind normalerweise ein großer Kritikpunkt. Aber du bezweckst damit etwas, leider wird man darauß nicht schlau. Sorry.

lg Hubi


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Johannhh
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BeitragVerfasst am: 22.03.2012 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich wollte schon wissen, wie die Geschichte nun ausgeht, und die Interpretation eines Textes der Lesern und Figuren einen provozierenden Spiegel vorgalten möchte erfüllt die Intention des Autors...deswegen ein dreifaches Hurz.
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 23.03.2012 15:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Hubi,

ich danke dir für dein ausführliches Statement. Es berührte mich zart wie das blasse Mondlicht bei Nacht. Nein, im Ernst: Mich hat es sehr gefreut, zu hören, dass du gerne Texte von mir liest. Du weißt: Der Schriftsteller ist süchtig nach Kritik. Deine Gedankengänge finde ich ganz interessant. Jedoch hoffe ich, du verstehst, dass es für mich schwierig ist, über mein eigenes Werk zu viel zu reden. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch mal. Jedoch solltest du dich nicht so auf den Symbolismus fokussieren. Nicht immer muss alles irgendeine Bedeutung haben. Ich habe den Text schließlich als "Humoreske" kategorisiert.

Viele Grüße
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Andi Fontäne
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Beiträge: 275



Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 23.03.2012 15:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Johannhh hat Folgendes geschrieben:
Also ich wollte schon wissen, wie die Geschichte nun ausgeht, und die Interpretation eines Textes der Lesern und Figuren einen provozierenden Spiegel vorgalten möchte erfüllt die Intention des Autors...deswegen ein dreifaches Hurz.


Sorryy, hab den Satz jetzt ein paar Mal gelesen, aber ich weiß irgendwie nicht genau was du sagen willst. Rechtschreibversagen?
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Johannhh
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Wohnort: Heidelberg


BeitragVerfasst am: 23.03.2012 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,

mir gefällt, dass Dopey so ein provozierendes Subjekt ist, und welche Reaktionen er innerhalb und außerhalb der Geschichte hervorruft.

Wenn Du "Hurz Hape Kerkeling" bei Youtube eingibt, wird sich auch der Rest erklären.

Beste Grüße,

johann
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Andi Fontäne
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Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 23.03.2012 16:27    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hi,

also Hurz ist mir natürlich ein Begriff! wink
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