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Andi Fontäne
Eselsohr

Alter: 35
Beiträge: 281



Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 26.12.2021 01:40    Titel: Letzte Tage eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich möchte einen ruhigen, hellen Platz und arbeiten. In Ruhe arbeiten und ab und zu ein paar Serien schauen und rauchen. Ich habe mich von den meisten sozialen Verantwortungen losgesagt. Ich muss noch etwas Kraft aufbringen. Ich muss den Abschluss holen und dann in ein abgesichertes Arbeitsverhältnis eintreten. Mein monatliches, stabiles Einkommen beziehen. Eine interessante Tätigkeit, die herausfordert, aber nicht zu viel Verantwortung mit sich bringt. Ein paar gute Freunde, die man an Wochenenden oder zum Feierabend sieht, ein Bier trinken gehen, vielleicht eine Zigarette rauchen. Ein paar gute Konversationen führen, über Themen, die mich interessieren. Vielleicht ein paar sexuelle Erlebnisse. Aber ohne Verpflichtung. Ich denke, damit würde ich zurechtkommen. Ab und zu eine Reise unternehmen. Ein paar schöne Städte besuchen, sich vergewissern, dass Amerika so ist, wie in den Filmen. Sich vielleicht mal Japan ansehen. Nachprüfen, ob es so ist, wie in deren Filmen.
Und irgendwann bekommt man sein letztes Gehalt und man geht in Rente. Vielleicht hat man eine ganz kleine Eigentumswohnung. Man kommt mit dem Geld gut hin. Kann sich ab und zu etwas Besonderes leisten. Man ist hoffentlich gesund und kann ohne Einschränkungen leben. Und dann sterben irgendwann die ersten Freunde. Die Eltern sind schon lange gegangen. Es folgen ihnen alle, die ich kenne. Restlos. Aber ich meistere meine letzten einsamen Tage gut. Ich bin gefasst. Ich werde einen geregelten Tagesablauf haben. Jeden Tag um dieselbe Uhrzeit aufstehen, jeden Tag um dieselbe Uhrzeit zu Bett gehen. Ich werde lang frühstücken und dabei Fernsehserien sehen, die ich als junger Mann gerne geguckt habe. Alles ist digital verfügbar. Ich brauche keinen Enkel, der mir einen Videorekorder erklärt. Ich bin mitten im Urknall des digitalen Zeitalters aufgewachsen. Ich werde mich mein Leben lang dem technischen Fortschritt angepasst haben. Veränderungen sind für mich das Leben selbst. Ich werde jeden Mittag um dreizehn Uhr auswärts essen gehen. Ich muss nicht sparen, ich habe mein Leben lang meinen Lebensstil den Mitteln, die mir gegeben wurden, angepasst. Ich werde genügsam sein. Ich werde preiswert und gut essen gehen. Jeden Mittag um dreizehn Uhr. Anschließend gehe ich spazieren. Vielleicht habe ich ein eigenartiges Hobby. Vielleicht betreibe ich Vogelkunde. Ich setze mich mit einem großen, schweren Fernglas auf eine Parkbank und spähe in die Baumkronen. Vielleicht verirrt sich manchmal mein Blick in das Schlafzimmer einer jungen Frau. Ich kategorisiere die Vogelarten des Parks. Ich werde eine Excel-Liste führen, in die ich später meine Ergebnisse übertrage. Abends werde ich maßvoll Wein trinken. Ein oder zwei Gläser den Abend. Ich werde gelegentlich rauchen und fernsehen. Eine politische Diskussion verfolgen. Mich über die Zustände auf der Welt informieren, ohne mir selbst eine Meinung bilden zu müssen. Das Weltgeschehen bleibt für mich ohne Konsequenzen. Ich werde ab und zu ein Buch lesen. Die alten Bücher, die ich in meiner Jugend las. Ich werde mich erinnern, wie ich damals über die Romane gedacht habe und wie ich sie heute finde. Ich werde feststellen, dass sich einiges geändert hat. Ich werde mich fragen, wie ich so schnell alt werden konnte. Was habe ich mein ganzes Leben eigentlich gemacht? Womit habe ich meine Tage verbracht? Es wird fast alles aus der Erinnerung gelöscht sein. Nur wenige Szenen werden mir dann und wann aufleuchten und ich werde mit feuchten Augen dasitzen und merken, dass ich traurig werde. Dass die guten Zeiten unwiederbringlich vorbei sind. Ich werde feststellen, dass ich Fehler gemacht habe. Fatale Fehler! Fehler, die ich mir immer und immer wieder vorwerfen werde. Es wird mich zerfressen. Ich werde mich nach einer großen Liebe zurücksehnen. Ich werde mich mit allem, was ich habe, in die Vergangenheit zurückwünschen. Ich werde Camus lesen, um mir die Sinnlosigkeit meiner Traurigkeit klarzumachen und sie aus meinem Leben zu spülen. Ich werde mir immer wieder klarmachen, dass letztendlich nichts von Bedeutung ist. Nichts von dem, was ich fühle, ist von Bedeutung, da ich und alle, die ich kenne, sterben werden und nichts von uns übrigbleibt. Es ist egal, wie ich gelebt haben werde, weil ich so oder so unwiderruflich getilgt werden werde. Restlos getilgt. Und deswegen ist auch jeder Schmerz getilgt.
Und dann werde ich krank. Ich rutsche in der Badewanne aus und wache in einem Krankenhaus auf, wo man mir sagt, dass ich mit einer gebrochenen Hüfte sechs Wochen lang liegen werde. Ich werde in dieser Zeit viel schlafen. Ich werde Medikamente bekommen. Meine Muskulatur wird sich zurückbilden. Ich werde bald zu schwach sein, das Krankenhausbett zu verlassen. In meinen Beinen sammelt sich Wasser. Meine Füße schwellen auf das Doppelte an. Ich bekomme eine Lungenembolie und dann einen Schlaganfall. Ich muss in ein Pflegeheim ziehen. Ich betrete meine Wohnung nie wieder. Man veräußert meinen Besitz und entmündigt mich. Ich bin nun nicht länger fähig, über meinen Körper zu bestimmen. Ein überfordertes und abgestumpftes Pflegepersonal wird sich um mich kümmern. Ich bekomme nicht mehr viel mit, weiß aber, dass ich keine Liebe mehr erfahren werde, kein Mensch, der mich gerne berührt und den es wirklich interessiert, was mit mir geschieht. Schließlich sterbe ich irgendwann. Ich werde ohne zeremonielles Geleit dem Erdreich übergeben. Ich war ungläubig, kein Pfarrer wird für mich sprechen, niemand, der mich kennt wird in mein Grab hinabblicken und Gedanken der Traurigkeit haben. Es wird ein Sommertag sein. Man hört Verkehrslärm, mein Grab ist dicht an einer Autobahn. Ein alter, erschöpfter Friedhofsgärtner wird formlos mein Grab zuschütten. Dabei hat er das Radio laufen, er wird ein Fußballspiel verfolgen und wütend die Schaufel zu Boden schmeißen, als er hört, dass die Niederlage seines Vereins besiegelt ist. Und so gehe ich aus der Welt. Unbeachtet und von den Umständen, die uns umgeben, erniedrigt.

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Lila X
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 52
Beiträge: 98
Wohnort: bei Stuttgart


BeitragVerfasst am: 26.12.2021 11:29    Titel: Re: Letzte Tage Antworten mit Zitat

Mir hat es gefallen, wie sich der Erzähler entwickelt hat von gelassen und selbstzufrieden, geradezu zuversichtlich angesichts seines Lebensplans, nur um dann zunehmend zu realisieren, dass seine Vorstellung vielleicht doch keine so gute Idee ist.

Ich fand es sehr flüssig zu lesen und fand die kurzen, Statement-artigen Sätze passend.

Lediglich für das Ende hätte ich mir gewünscht, dass er nicht ganz so nihilistisch damit umgeht, sondern die Erkenntnisse, die er gewinnt und die eigentlich zu einem zwingenden Schluss führen - nämlich das Ganze doch etwas anders anzugehen - eine Wirkung entfalten. Irgendwie sowas wie: Er stand auf, um sich im Fußballverein anzumelden, seine Geschwister anzurufen oder eben einfach irgendwas zu machen, das nicht zu diesem Verlauf sondern zu sozialen Kontakten führt - ein Twist eben.

Eine Kleinigkeit noch:
Andi Fontäne hat Folgendes geschrieben:
Ich muss den Abschluss nachholen und dann in ein abgesichertes Arbeitsverhältnis eintreten.


_________________
Lila X
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Andi Fontäne
Eselsohr

Alter: 35
Beiträge: 281



Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 26.12.2021 14:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Liebe Lila X,

Danke fürs Lesen und das Schildern deiner Eindrücke. Deine Bemerkung zum Schluss des Textes kann ich nachvollziehen. Aber: Eine Vereinsmitgliedschaft als ultimative Rettung vor der sinnlosen Existenz?

Ich empfehle mich,

Andi von Tanne
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Lila X
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 52
Beiträge: 98
Wohnort: bei Stuttgart


BeitragVerfasst am: 26.12.2021 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Andi Fontäne hat Folgendes geschrieben:
Eine Vereinsmitgliedschaft als ultimative Rettung vor der sinnlosen Existenz?

 Laughing Laughing Laughing Das war eigentlich eher als Scherz gemeint. Ist mir schon klar dass das hier zu prosaisch wäre.
Allerdings habe ich eher die soziale Vereinsamung rausgehört. Wenn es dir um die Bedeutungslosigkeit geht, würde ich diesen Aspekt stärker rausarbeiten. Außer das ist für dich synonym. Für mich ist der Anspruch von Bedeutung deutlich ambitionierter, als nicht unbeachtet von allem und jedem zu sterben.


_________________
Lila X
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Kascha
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 143
Wohnort: Wald der Träume


BeitragVerfasst am: 29.12.2021 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Erzählung, die einen sehr mitzieht, Andi.

Die Erzählperspektive in der 1. Person finde ich sehr passend, denn so vergisst man fast, dass da ein Erzähler spricht. Es könnten fast die eigenen Gedanken sein. Das rüttelt einen selbst etwas wach. Will ich das? Wird so mein Leben aussehen? Was kann ich jetzt tun, damit es anders wird?

Die Führung finde ich ebenfalls sehr schön. Erst ist alles gut, man ist zufrieden. Das wirklich Glück fehlt zwar, aber man kann sich damit abfinden. So denke ich erst: Ja, warum will ich eigentlich ein besonderes Leben, ungewöhnlich und voller Spannung, wenn doch ein normales, geordnetes völlig in Ordnung ist? Und dann mekrt man erst: nein, es ist nicht in Ordnung.

Der Stil passt gut, ich hätte gar nichts zu bemängeln. Ich würde aber vielleicht ein paar Absätze mehr einbasteln, so erschlägt einen der Textbrei auf den ersten Blick ein wenig.

Und ich stimme ebenfalls zu, dass der Erzähler aus seinen Überlegungen die Konsequenz zieht, jetzt etwas zu tun. Das mit dem Fußballverein finde ich gar keine schlechte Idee, weil es direkt an den letzten Gedanken anschließt. Ob das die Lösung ist, kann ich nicht sagen, vielleicht. Oder du überlegst dir ein anderes Ende und richtest darauf den letzten Satz der Zukunftsszene aus.

Bis demnächst

Kascha
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Andi Fontäne
Eselsohr

Alter: 35
Beiträge: 281



Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 01.01.2022 20:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Kascha,

ich wollte dir noch danken für deine Rückmeldung zu meinem Text. Schön, dass die Erzählung dir gefallen hat bzw. dich zum nachdenken angeregt hat.

Kascha hat Folgendes geschrieben:
Ich würde aber vielleicht ein paar Absätze mehr einbasteln, so erschlägt einen der Textbrei auf den ersten Blick ein wenig.


Tatsächlich habe ich darüber auch nachgedacht, Absätze mit Leerzeilen einzubauen. Dann fand ich aber, dass dies den Gedankenstrom eher unterbricht. Ich probiere vielleicht noch mal eine andere Formatierung.

Was das Ende angeht. Dabei würde ich schon bleiben. Ich mag die Hoffnungslosigkeit eigentlich ganz gern smile

Viele Grüße
Andi F.
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HansGlogger
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 63
Beiträge: 165
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 01.01.2022 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Die vielen Ich - Sätze empfand ich zunächst als störend. Am Ende bleibt der Leseeindruck, dass dies gut zum Text passt. Die Kurzbiografie einer sinn- und hoffnungslosen Existenz, gefangen im eigenen Ich.
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Andi Fontäne
Eselsohr

Alter: 35
Beiträge: 281



Juan, der Bodyguard
BeitragVerfasst am: 03.01.2022 13:19    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HansGlogger hat Folgendes geschrieben:
Die vielen Ich - Sätze empfand ich zunächst als störend. Am Ende bleibt der Leseeindruck, dass dies gut zum Text passt. Die Kurzbiografie einer sinn- und hoffnungslosen Existenz, gefangen im eigenen Ich.


Lieber Hans Glogger,

Danke für deinen Leseeindruck!

Beste Grüße

Andi Fontäne
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tscheims
Wortedrechsler


Beiträge: 85



BeitragVerfasst am: 13.01.2022 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Der Sound deiner Geschichte gefällt mir.

Ich möchte einen ruhigen, hellen Platz und arbeiten. In Ruhe arbeiten und ab und zu ein paar Serien schauen und rauchen. Ich habe mich von den meisten sozialen Verantwortungen losgesagt. Ich muss noch etwas Kraft aufbringen. Ich muss den Abschluss holen und dann in ein abgesichertes Arbeitsverhältnis eintreten. Mein monatliches, stabiles Einkommen beziehen. Eine interessante Tätigkeit, die herausfordert, aber nicht zu viel Verantwortung mit sich bringt. Ein paar gute Freunde, die man an Wochenenden oder zum Feierabend sieht, ein Bier trinken gehen, vielleicht eine Zigarette rauchen. Ein paar gute Konversationen führen,

In  kurzen Abschnitt verwendest du 2x das Wort "gut". Das empfand ich als etwas störend.

Ich werde lang frühstücken und dabei Fernsehserien sehen, die ich als junger Mann gerne geguckt habe.
Fernsehserien sehen ist ein Stabreim und in gewisser Weise eine Wiederholung. Wie wärs mit Fernsehserien anschauen?

Der zweite Abschnitt enhällt sehr viele Zukunkftsforumulierungen (Ich werde..). Vielleicht deutest du in 1 -2 Sätzen an, dass sich das Geschehen in der Zukunft befindert und wchselst dann ins Präsens. Das würde sich weniger monoton lesen.

Ansonsten gefällt mir das Charakterportrait, dass du mit diesen Worten erschaffst.
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